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Die Schwankungen an den Börsen sagen nahezu nichts über das Wohlergehen unserer Volkswirtschaften und sehr viel über das Verhalten großer Spekulanten. Etwa ab Mai haben diese ans Aussteigen gedacht, ab der zweiten Hälfte des Juli steigen sie aus, die Kurse sinken, seit einigen Tagen rasant. Volkswirtschaftlich betrachtet ist dieser Vorgang ziemlich unbedeutend. Die Aktienbörsen sind ein Teilmarkt des Kapitalmarktes. Sie sind ein Markt für Vermögenswerte und um vieles unbedeutender als z.B. der Markt für die Produkte der Chemie oder des Maschinenbaus oder der „Markt“ für Kranken- und Alterspflege. Albrecht Müller.
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Und die Hinweise des Tages II
Verantwortlich: Wolfgang Lieb | Druckversion | Beitrag versenden | Unter anderem zu folgenden Themen: Euro ohne Bonds; Oskar Lafontaine über Schulden, fiese Banken und die gefährlichste Frau Europas; “Der Euro – Identität und Krise der Europäischen Union”; Heiner Flassbeck: Ein offener Brief an Marc Beise, Ressortleiter Wirtschaft der SZ; Economist Argues Deficit Helps Economic Crisis Mend; Unkritische Börsenberichterstattung verunsichert Gesellschaft; Schuldenbremse quietscht; Debatte über Solidaritätszuschlag: Und am Ende profitieren die Gutverdiener; US-Justiz soll gegen Standard & Poor’s ermitteln; Deutsche Bank engagiert Spitzendiplomaten als Lobbyisten; Die Dauerpleite – Hartzer, Minijobber und Leiharbeiter; Sachverständige kritisieren Minijobs und fordern Mindestlohn; Norbert Blüm und die Standhaftigkeit der Ja-Sager; “Verlage hatten die Schraube überdreht”; 66 Menschen im Juni infolge politisch rechts motivierter Straftaten verletzt; Deutschlandtrend: FDP erobert Fünfprozentmarke zurück; Wie Spaniens Jugend den Glauben verliert; Afghanistan – ein notwendiger Krieg?; IPPNW fordert Beendigung der heimlichen Kriegsbeteiligung in Libyen; Das Letzte: Abfackeln. (JB/WL)
Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
Nachtrag zu 6,5 Millionen fehlende Fachkräfte? …
Das IAB schickte uns den Link zum Hintergrundpapier. Danke vielmals. Damit können wir Ihnen beide Papiere des IAB zugänglich machen, auf die sich Gerd Bosbach in seinem Beitrag vom 18.8. bezog. Albrecht Müller.
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„Freu mich so über Nachdenkseiten !!“ schreibt gerade eine Nutzerin. Bitte lassen Sie Ihre Freunde und Bekannten am Informationsgewinn teilhaben.
Jede Stunde bekommen wir zur Zeit in den Nachrichten der Rundfunksender und in den gedruckten Medien Belege dafür geliefert, in welchem jämmerlichen Zustand der Wirtschaftsjournalismus ist. Die Top-Meldungen drehen sich nun seit Tagen um die Aktienkurse, so als wären die Börsen von irgendwelcher übergeordneten Bedeutung für die große Mehrheit von uns – und immer wieder die übliche Kaffeesatzleserei. In den NachDenkSeiten halten wir mit aufklärenden Beiträgen dagegen, z.B. hier und hier und hier. Das erkennen und würdigen unsere Leserinnen und Leser, und bedanken sich. Unsere einzige Bitte: Informieren Sie Ihre Bekannten. Albrecht Müller.
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Börsen sind ein unübersichtliches Thema. Allerdings mit realem Bezug. Schließlich war Lehmann auch "nur" ein Bank im Zockercasino. Die Folgen sind bekannt.
An der Börse geht es um die Sicherheit der eigenen Spargroschen, um die Sicherheit der Lebensversicherung (mit der viele ihre Wohnung abbezahlen), um die wirtschaftliche Stabilität enorm vieler Arbeitsplätze. Es geht um Lebensmittelpreise und Export-/Importpreise. Uninteressant? TEPCO hat nach Fukushima die Presse manipuliert, damit niemand was von ihren Machenschaften erfährt. Und mit diesem Appell wird gefordert, nicht informiert zu werden? In letzter Zeit komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. |
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Auch der Deutschlandfunk treibt kräftig das Angstpaket Börsenspektakel an, in dem nicht mehr zwischen Psychowirtschaft und Realwirtschaft unterschieden wird. Die Psychowirtschaft in den Börsen wird ständig erörtert als sei das Auf und Ab der Aktienwerte die entscheidende Größe, die die Realwirtschaft determiniert. Alle anderen Märkte (auch Finanzmärkte) scheinen nicht mehr zu existieren. Die Realwirtschaft unter dem Diktat der Spekulanten, der Journalisten und der diversen "Chefvolkswirte", die alle nur noch auf den Tagesbörsenwert starren und globale Ängste schüren bzw. - wenn es nach oben geht - Jubelstimmung verbreiten, das hat mit der Produktion von Gütern und Dienstleistungen, mit Angebot und Nachfrage, mit Arbeit und Einkommen nur randlich etwas zu tun, eigentlich kann es nur schaden.
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Ich frage mich schon seit langem, wozu diese „Börsennachrichten“ gut sein sollen. Ich habe mir die Frage nach zwei Seiten hin vorgelegt: Wer hat davon etwas?
1. Der Börsenspekulant? – Nun, der wird ja wohl andere, effektivere, zeitnahere Quellen haben, als abends auf die tagesschau zu warten, um dann Handhabungen für sein Depot vorzunehmen. 2. Für „Otto u. Erna Normalverbraucher? – Was können die davon ableiten? – dich im Grund nix. Eigentlich, zu dem Schluß komme ich, sind diese „Börsennachrichten“ nur politisch-atmosphärische Steuerrungselemente für die Masse, der man es eben immer und immer wieder eintrichtern muß, daß es nur um den Mammon geht, und all ihre Alltagssorgen eigentliche Lächerlichkeiten seien. P.S.: Genau so verdummbeutelnd sind „Sportnachrichten“! – Zwei vollkommene Überflüssigkeiten zu ungunsten von eigentlichen (Hintergrund)- Informationen. |
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Rosa Luxemburg: "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden, sich zu äußern. Nicht wegen des Fanatismus der Gerechtigkeit, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die Freiheit zum Privilegium wird."
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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