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Roland Koch will am Freitag den ZDF-Chefredakteur Brender aus dem Amt jagen. Zähe, unbequeme und überparteiliche Journalisten scheinen Hessens Ministerpräsident nicht zu passen. Stoppen Sie Kochs Feldzug gegen die Pressefreiheit!
Liebe Leserinnen, und Leser,
wenn es nach dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geht, soll das ZDF am Freitag die Zusammenarbeit mit seinem Chefredakteur Nikolaus Brender beenden. Brender zeichnet aus, was für einen guten Journalisten selbstverständlich sein sollte: Er ist überparteilich, unabhängig und unbequem.
Offensichtlich zu unbequem für Roland Koch. Der betreibt seit Monaten die Ablösung des Journalisten und beschädigt damit die Pressefreiheit. Wenn Politik die Medien kontrolliert statt Medien die Politik, dann ist das Gift für unsere Demokratie. Wohin das führen kann, erleben wir in Italien unter Silvio Berlusconi.
Kurz vor der entscheidenden Sitzung am Freitag fordern wir die Mitglieder des ZDF-Verwaltungsrats mit tausenden Unterschriften auf: Stoppen Sie die Einflussnahme der Parteipolitik!
Unterzeichnen Sie unseren Appell!
Obwohl sich der Intendant, der Fernsehrat und fast alle prominenten ZDF-Journalist/innen hinter ihren Chefredakteur gestellt haben, will Koch dem Sender seine Personalpolitik diktieren. Koch droht dem ZDF-Personal, sie hätten sich damit "keinen Gefallen getan".
Die im Grundgesetz garantierte Rundfunkfreiheit beinhaltet auch die Freiheit vom Einfluss des Staates. Um diese zu verteidigen, haben 35 renommierte Verfassungsrechtler einen Offenen Brief an den ZDF-Verwaltungsrat verfasst. Sie fordern, die staatliche Einflussnahme auf die Wahl des Chefredakteurs zu begrenzen.
Verlangen auch Sie vom Verwaltungsrat, die Pläne Kochs zu stoppen!
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Im Verwaltungsrat sitzen: Kurt Beck (Vorsitzender), Roland Koch (Stellv. Vorsitzender), Peter Müller, Matthias Platzeck, Edmund Stoiber, Bernd Neumann, Hans-Henning Becker-Birck, Dieter Beuermann, Ilse Brusis, Willi Hausmann, Hildegund Holzheid, Roland Issen, Reinhard Scheibe und Gerd Zimmermann.
Ich sehe nicht ein, dass ich an solche Leute kniefällig einen Appell richten soll!!! Meint Ihr, die Unterzeichner, tatsächlich, der derzeitige Chefredakteur des ZDF sei von politisch entscheidender Bedeutung, wenn es um die Gesamtausrichtung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens geht, das sich von seinen rein nach Kommerz betrieben Schwestern nur in Nuancen unterscheidet? Vom Fernsehen ist nicht zu erwarten, dass Kapitalismuskritisches gesendet wird. Alle sozialen Beschneidungen, die von Rot-Grün eingeleitet wurden, sind auch von den politischen Sendungen des ZDF im Ganzen gesehen wohlwollend begleitet worden, sonst hätten sich diese "Reformen" in der angedachten Reinkultur so nicht etablieren können. |
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@8mann ja ich stimme Ihnen zu.
JEDOCH - WAS gedenken Sie persönlich denn dagegen zu machen ? |
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Nichts!!! - Ich registriere!!!
Ich kann auch nichts gegen die Fußballwettmafia oder etwa gegen die internationalen Großzocker der Finanzbranche machen! Was ich machen kann, ist, manchmal im Blog an einer Diskussion teilzunehmen. Vielleicht ist das mehr als nix. Ich weiß es nicht. |
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@ 8mann
Ich zitiere mal Willy Brandt: Wer nicht handelt - wird behandelt ! An Diskussionen teilzunehmen ist schon viel mehr als Nix- von daher MISCHEN SIE SICH EIN: Beste Grüße |
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Danke für den Rat. Ich schau mal, ob meine Finger ab und zu mal willig sind, in die Tastatur zu hauen.
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Hallo Margareth Gorges,
vielen Dank für das Angebot zum Engagement. Habe gerade den Apell unterzeichnet, muss ihn nur noch aktivieren. Mir ist erst Jahre später klargeworden, welchen persönlichen Einsatz ZDF-Chefredakteur Brender in der Elefantenrunde nach der Bundestagswahl 2005 gegen den Bundeskanzler Gerhard Schröder, den Basta Lümmel von der rotgrünen Regierungsbank, gebracht hat. Da kann ich sonst wie zu dem ZDF-Chefredakteur Brender stehen, allein dafür lohnt jetzt der Einsatz, damit die Lümmel aus den Landesregierungen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden uns nicht "ausgewogen" nach dem Motto medial kujonieren: "Leck mich doch am Ärmel!" tschüss JP |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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