Margareth Gorges

Margareth Gorges

05.05.2010 | 11:56

Gregor Gysi, DIE LINKE: Banken und Spekulanten an Kosten beteiligen

Dr. Gregor Gysi, DIE LINKE: Banken und Spekulanten an Kosten beteiligen

Gregor Gysi kritisiert in der Debatte über das Rettungspaket der Bundesregierung für Griechenland Union und FDP scharf:

"Sie haben nichts gegen die Ursachen der Krise getan." Die Kanzlerin vergisst zu erwähnen, wie viel von den Milliarden für Griechenland wieder in die Hände der Spekulanten fallen. "Wir haben im September 2008 hier über eine Finanzkrise geredet, die niemand gesehen hat. Und wir haben ihnen recht frühzeitig gesagt, dass daraus Staatskrisen werden können, und zwar über Schuldenkrisen dieser Staaten. Das, was wir jetzt in Griechenland erleben, droht doch auch anderen Ländern."

DIE LINKE fordert, Spekulanten und Finanzprofiteure zur Kasse zu bitten und die Finanzmärkte endlich zu regulieren, um künftige Krisen zu verhindern. Union und FDP "haben das alles verzögert, weil sie keine Regulierung wollen."  www.linksfraktion.de/

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Margareth Gorges schrieb am 05.05.2010 um 11:58
Ergänzend zu der grandiosen Rede der deutlichen Worte von Gregor Gysi noch eine Anmerkung:

Es geht es bei diesem Gesetz keineswegs nur im die Bewilligung einer Kredithilfe, sondern um eine europapolitisch weitgehende Entscheidung. Nämlich darum, dass der deutsche Bundestag mit der Verabschiedung dieses Gesetzes der griechischen Regierung und den Griechen eine Austeritätspolitik mit strengsten Sparauflagen aufzwingt, also damit eine europäischen Linie der neoliberalen Wettbewerbspolitik durchsetzt!!!!!

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE. :

===>Akropolis wackelt, der Euro brennt – und die Agenda 2010 wird in radikaliserter Form “exportiert”

Gäbe es in Griechenland für Reiche angemessene Einkommen- und Vermögensteuern, die auch bezahlt werden, würde es keine drohende Zahlungsunfähigkeit geben.
Der Kampf der griechischen Bevölkerung gegen das Kürzungspaket ist der gleiche Kampf gegen die Umverteilung, den auch wir in Deutschland führen.
hier lesen: www.s-o-z.de/?p=21795
jayne schrieb am 05.05.2010 um 12:36
was jetzt mit griechenland seitens iwf und eu passiert, ist so eine art reichsexekution, d.h. das land bekommt die sanierungsmittel unter teilaufgabe seiner souveränität zur verfügung gestellt, iwf und eu kontrollieren die befolgung der zur stabilisierung ergangenen auflagen wie senkung von löhnen und renten, privatisierungen von bereichen der öffentlichen daseinsvorsorge usw. Das dem so ist, war auch in der phoenixrunde nach der vormittäglichen bundestagssitzung thema (video liegt noch nicht vor), und jetzt im dlf waren nur experten wie Jens Bastian zu hören, die natürlich betonen, daß die griechen ihre hausaufgaben zu machen, die empfohlenen rigiden einschnitte zu realisieren haben. In den informationen am mittag wurden nur redeausschnitte von merkel und steinmeier eingespielt.
jayne schrieb am 05.05.2010 um 13:11
als zweiter interviewpartner war 12.20h, in einschlägiger weise argumentierend, Michael Fuchs (CDU, MdB) vertreter des mittelstands, zu hören, ein mitschnitt liegt vor.
jayne schrieb am 05.05.2010 um 20:56
das interview mit Michael Fuchs nun verschriftlicht
KalleWirsch schrieb am 05.05.2010 um 12:57
Auch wenn das Thema sehr aktuell ist - die Form dieses Blogs riecht verdammt nach Wahlkampf.
jayne schrieb am 05.05.2010 um 13:17
dieser blog machte sich notwendig, weil z.b. in den "informationen am mittag" des deutschlandfunks linke positionen (im übrigen auch die der grünen) zum thema überhaupt nicht widergespiegelt worden sind (s. meine obigen kommentare), da finde ich es schon hilfreich, wenn sie wenigstens in diversen blogs zur sprache kommen.
koslowski schrieb am 05.05.2010 um 13:47
Habe mir Gysis Rede angehört, der hier sehr klar und für mich überzeugend dargelegt hat, was es mit dem Rettungspaket der Bundesrepublik auf sich hat. Hätte die Rede vermutlich nicht gesehen/gehört/gelesen, wenn Frau Gorges sie hier nicht ins Netz gestellt hätte.
Trotzdem: Ich mag keine Blogs, die lediglich auf andere Quellen verweisen. Dachte immer, Blogger seien Leute, die sich Gedanken machen, auf ihre Quellen als Basis oder Beleg für ihre Interpretationen verweisen und versuchen, ihre Sachen genau und unterhaltsam selbst zu formulieren.
Deshalb ist dieser Blog ( wie alle anderen Blogs von Frau Gorges ) gut gemeint und schlecht gemacht.
jayne schrieb am 06.05.2010 um 18:45
ereignisse oder vorgänge zu dokumentieren ist ein legitimes mittel - in diesem zusammenhang möchte ich auch auf einen kommentar von sabine adler im dlf zur griechenland-debatte im bundestag von gestern abend 19.10h verweisen, in dem ausdrücklich die kritischen positionen von spd und grünen gewürdigt werden, die in dieser frage sehr ähnlich gelagerten der linken aber nicht.
Margareth Gorges
Mit dem Wissen wächst der Zweifel” (J.W.v.Goethe) www.NachDenkSeiten.de
Ort:
Homburg
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Zuletzt aktiv:
23.05.2012
Status:
Bloggerin
Aktivität:
Beiträge: 782
Kommentare: 392
Mein Projekt:
Logbuch
09:43
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:43
Matto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:27
apatit hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:26
anne mohnen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:23
Schachnerin hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG