Margareth Gorges

Margareth Gorges

10.08.2011 | 08:52

Großbritanien erntet jetzt, was Frau Thatcher gesät hat

Großbritanien erntet jetzt, was Frau Thatcher gesät hat

Es wäre zu einfach, die in Großbritannien sichtbare Gewalt und die Plünderung einfach auf die schlimmen sozialen Verhältnissen zurück zu führen. Da kommt einiges zusammen. Aber die so genannte Eiserne Lady hat mit der Zerstörung des Zusammenhalts, mit dem Predigen von ökonomischem Egoismus und der Kommerzialisierung aller Lebensverhältnisse, mit der systematischen Schwächung der Arbeitnehmerschaft und damit der weiteren Trennung der britischen Gesellschaft in oben und unten den Boden für die Gewaltwelle bereitet. Albrecht Müller.
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„Die Märkte“, „Die Märkte“, „Die Märkte“ – der Blick in die deutschen Medien bringt nur noch Verwirrung

Gestern Abend war der „Mediengenuss“ einmal wieder besonders bedrückend. Erst Spiegel online mit „Euro-Retter riskieren Inflation“, dann das Heute Journal und die Tagesthemen. Nahezu durchgehend Nachplappern von Klischees, ohne jeden aufklärenden Effekt und nahezu ohne kritischen Verstand. ARD und ZDF brachten es sogar fertig, den gleichen Anlageexperten einer ziemlich unbekannten Bank zu präsentieren. Immer wieder der Verweis auf die „Märkte“, auf die „Anleger“, auf die „Händler“. Die Börsen- und Wirtschaftsjournalisten tun so, als hätte es nicht mit der Finanzkrise die Offenbarung eines gigantischen Spielcasinos gegeben. Albrecht Müller.
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===> und die Hinweise des Tages

Verantwortlich: Jens Berger | Heute unter anderem zu folgenden Themen: Unruhen in Großbritannien; Finanzmanager untergraben die Demokratie; Die Mär vom Gesundsparen; Absturz der Aktienmärkte – Tod auf Raten; Schuldenkrise; DIW kritisiert unzureichende Bankenregulierung; IAQ: Arbeitszeitentwicklung in Europa; Tarifgefüge kaputt; Zuwanderer aus Südeuropa – Auf ins Wirtschaftswunderland!; Die Privatisierung der Öffentlichkeit; Keine Stromlücke in Sicht; Rüstungslobbyismus – Brüsseler Waffenbrüder rücken zusammen; Kein Mitleid mehr; Revolution der Reichen; Donald Rumsfeld wegen Folter angeklagt; Taliban nehmen Elite ins Visier; Niebel stoppt Gelder für Medizinfonds; Dobrindt nervt (WL/JB)
 

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  • Unruhen in Großbritannien
  • Finanzmanager untergraben die Demokratie
  • Die Mär vom Gesundsparen
  • Absturz der Aktienmärkte – Tod auf Raten
  • Schuldenkrise
  • DIW kritisiert unzureichende Bankenregulierung
  • IAQ: Arbeitszeitentwicklung in Europa
  • Tarifgefüge kaputt
  • Zuwanderer aus Südeuropa – Auf ins Wirtschaftswunderland!
  • Die Privatisierung der Öffentlichkeit
  • Keine Stromlücke in Sicht
  • Rüstungslobbyismus – Brüsseler Waffenbrüder rücken zusammen
  • Kein Mitleid mehr
  • Revolution der Reichen
  • Donald Rumsfeld wegen Folter angeklagt
  • Taliban nehmen Elite ins Visier
  • Niebel stoppt Gelder für Medizinfonds
  • Dobrindt nervt
  • Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

     
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    Kommentare
    acht bar schrieb am 10.08.2011 um 12:24
    Wo sind eigentlich die großen Empörungen bezüglich der vielen niedergebrannten Wohnhäuser.

    Das sah doch damals im Ruhrgebiet am Niederrhein noch anders aus.
    Nur gut, dass in England keiner zu Schaden kam.
    Die Absicht Schaden zu zufügen und Opfer in Kauf zu nehmen war bei den Brandstiftern vorhanden.

    Gibt es eigentlich gute und schlechte Brandstifter ?
    Margareth Gorges schrieb am 10.08.2011 um 14:03
    Unruhen, Krawalle, Randale: Das Volk, das keines ist

    Was anderswo “Revolution” hieß oder “Revolte”, wo “Rebellen” am Werk waren oder “Aufständische”, das wird in bezug auf England ganz anders genannt. Dort sind das alles Kriminelle. “Die Gewalt ist einfach unentschuldbar. Das Leben von ganz normalen Leuten ist durch dieses rücksichtslose Vorgehen auf den Kopf gestellt worden“, heißt es. Das geht natürlich nicht. In Tunesien, Libyen und Ägypten etwa wurde das Leben der Normalen nicht gestört? Das wird wohl niemand behaupten wollen. Also kann darin nicht die Ursache liegen für die grobe Ungleichbehandlung.
    weiterlesen: feynsinn.org/?p=9546
    Margareth Gorges
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