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Verantwortlich: Jens Berger |
Für die BILD ist Hans-Werner Sinn „Deutschland klügster Wirtschafts-Professor“. Kritischere Beobachter, wie FTD-Kolumnist Thomas Fricke halten Sinn indes eher für einen „Rumpelökonomen“. Hans-Werner Sinn hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Griechenland lieber heute als morgen in den Staatsbankrott schicken und die Hellenen am liebsten aus der Eurozone werfen würde. Doch die Sinn´sche Radikallösung fand überraschenderweise abseits von BILD & Co keinen großen Anklang.
Für Sinn scheint dies Grund genug zu sein, abermals nachzulegen und via BILD ein Schreckensszenario aufzubauen, das seinen Forderungen Nachdruck verleiht.
Bei näherer Betrachtung erscheint Sinns Warnung vor einer „Gefährdung der deutschen Renten“ im Falle einer Fortführung der Rettungsprogramme jedoch reichlich abstrus. ==>weiterlesen: Mehr…
Hinweise des Tages
Verantwortlich: Wolfgang Lieb |
Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wie die Pharmaindustrie die Forschung kauft; Regierungssponsoring; die Forderungen des Dr. Rösler; Steuern; Dax-Vorstandsgehälter; Stuttgart 21; Griechenland; Werbung für Kanzlerkandidat Steinbrück?; armes reiches Deutschland; Panzer-Export nach Saudi-Arabien; Nachtrag zu „Wie kommt die Bundesagentur für Arbeit zu den gemeldeten Stellen?“; Zu guter Letzt.
(WL/JB/MB)
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"Doch die Sinn´sche Radikallösung fand überraschenderweise abseits von BILD & Co keinen großen Anklang."
Da liegen Sie falsch. Es gibt durchaus ehrbare Ökonomen wie die Göttinger Professorin Frau Ohr (treue Sozialdemokratin), oder auch "Mr Dax" Dirk Müller, die auch der Meinung sind, dass es *für Griechenland* das beste wäre, temporär aus der Eurozone auszusteigen, abzuwerten, und nach einer gewissen Zeit wieder zurückzukehren. So sehr ich normalerweise Herrn Fricke schätze und Herrn Sinn nicht, diesmal hat mE ersterer Unrecht und letzterer Recht, in der Sache jedenfalls, wenn auch nicht in der Motivation. Diese ganze Farce mit den Rettungspaketen weiterzutreiben nützt nur einer Gruppe, den Banken. Schon jetzt ist Griechenland de factor kein souveräner Staat mehr, sondern ein Protektorat der Troika (wie dankenswerterweise kürzlich selbst Herr Juncker aussprach). Jede weitere Ausdehnung dieses Schmierentheaters führt nur zur weiteren Ent-Demokratisierung und Unterwerfung Griechenlands unter das Finanzkapital. Austreten, abwerten, sich sanieren. Natürlich wollen das v.a. die französischen Banken nicht, denn die wären in diesem Szenario einer der großen Verlierer. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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