Margareth Gorges

Margareth Gorges

24.02.2010 | 15:08

Korrektur zum Beitrag "Wie sich der Deutschlandfunk O-Töne besorgt"

Korrektur zum Beitrag „Wie sich der Deutschlandfunk O-Töne besorgt“

Verantwortlich: Albrecht Müllerwww.nachdenkseiten.de/?p=4600

Am 24. Februar haben wir über einen Vorgang im Kontext von Deutschlandfunk und Linkspartei berichtet. Es ging um die Verbreitung von Rohaufnahmen eines Gesprächs der DLF-Hauptstadtjournalistin Boysen mit dem bayerischen Landesvorsitzenden der Linkspartei, Zega. Der Chefredakteur des Deutschlandfunks hat uns aufgefordert, die Rohaufnahmen aus dem Netz zu nehmen und einiges richtig zu stellen. Die Kernaussage des Beitrags ist davon nicht berührt. Albrecht Müller

Dazu im einzelnen:

  • Chefredakteur Stephan Detjen weist darauf hin, dass es sich nicht um Aufnahmen für ein Interview, sondern um ein, wie er sagt, Recherchegespräch gehandelt habe. Was daraus dann wird, können Interessierte am 27. Februar um 18:40 Uhr im Deutschlandfunk hören.
  • Die Rohaufnahmen sind Eigentum des Deutschlandfunkes und er hat alle Rechte dafür. Deshalb sind wir gezwungen, diese Datei aus dem Netz zu nehmen.
  • Das Recherchegespräch wurde nicht in gleichzeitiger Präsenz der Journalistin Boysen und des Interviewten Zega geführt. Frau Boysen hat das Gespräch aus dem Studio des Deutschlandfunks in Berlin geführt, der bayerische Landesvorsitzende Zega war aus einem privaten Studio in Aschaffenburg zugeschaltet.
  • Die Journalistin, Frau Boysen, hat nach Auskunft des Chefredakteurs das Rohmaterial nicht an den Interviewten weitergeleitet, weder per Mail noch auf andere Weise. „Vielmehr hat Herr Zega sich selbst ohne Wissen und Einverständnis von Frau Boysen einen Mitschnitt des Gesprächs verschafft und diesen – ebenfalls unautorisiert – an Dritte gemailt.“ – Es tut mir ausgesprochen leid, dass wir annahmen, Frau Boysen habe die Urfassung des Gesprächs an Herrn Zega geleitet. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Politiker so dreist ist, sich auf nicht legale Weise einen Mitschnitt zu besorgen und diesen auch noch zu verbreiten. Dass wir bei Frau Boysen nicht nachgefragt haben, bedauern wir.
  • Unabhängig von diesen Korrekturen bleiben die Kernaussagen unseres Beitrages erhalten: es ist bemerkenswert, dass sich der Deutschlandfunk einem umstrittenen und – wie man jetzt auch an der Beschaffung und Weitergabe der Rohaufnahmen sieht – einem ziemlich fragwürdigen Politiker zuwendet, diesen ausgesprochen unkritisch befragt und dabei aus unserer Sicht den Eindruck der Kumpanei erweckt. Dass diese besondere Behandlung einem besonders lautstarken Kritiker des designierten Vorsitzenden der Linkspartei Klaus Ernst zuteil wird, darf einen doch wundern?
  • Da der Kern unseres Textes nur verständlich und nachvollziehbar ist, wenn man den Verlauf und Inhalt des so genannten Recherchegespräches kennt, verzichten wir zusammen mit diesem auch auf den erläuternden und analysierenden Text.
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    Kommentare
    Deaktivierter Nutzer schrieb am 25.02.2010 um 00:06
    Ein O-Ton "Gorges" ist das aber nicht, gell. Wo holen SIE sich eigentlich Ihre ganzen O-Töne her?
    Nur sone Frage ...
    Margareth Gorges schrieb am 25.02.2010 um 06:52
    Herr Kühn, ich wiederhole mich ungern.
    Wenn Sie zu dem THEMA DES BLOGS NICHTS ZU SAGEN HABEN , dann unterlasse Sie Ihre ständigen Provokationen
    Es reicht wirklich !
    Deaktivierter Nutzer schrieb am 25.02.2010 um 17:44
    Frau Gorges, zu verlockend war dieser Ihr Titel nach unserem Scharmützel. - Oder für Fußballer gesprochen: Eine solche Steilvorlage als Assist des Gegners kriegt ein Mittelstürmer nur selten.
    Nun laß ich Sie aber auch allein auf Ihrem Spielfeld zurück.
    Tschüss, wie JP immer so schön sagt (Kennen Sie den überhaupt? - rethorisch ;-), kühn, Rainer Kühn
    Der Freitag schrieb am 25.02.2010 um 17:57
    Bitte verzichten Sie in Zukunft auf diese Provokationen.

    Herzliche Grüße
    das Community-Team
    Exilant schrieb am 25.02.2010 um 18:07
    Liebe Frau Gorges,
    den Artikel habe ich gelesen. Ich fand ihn sehr aufschlußreich.
    Ich glaube auch, daß man sich Gedanken machen muß, von wem Herr Zeca instrumentalisiert wird.
    Wegen den Provokationen:
    Einfach ignorieren - dies kommt alles aus einer bestimmten Ecke, um Meinungen anderer Menschen abzuwerten.
    Margareth Gorges schrieb am 01.03.2010 um 09:18
    Hinweis der NachDenkSeiten www.nachdenkseiten.de/?p=4630#h15

    Über einen Beitrag im Deutschlandfunk: Rot ist mehr als eine Farbe
    Die Linke in Bayern und Berlin nach dem Rückzug Oskar Lafontaines. Auszug:

    „Durch dieses Gespräch mit Franc Zega ist der Deutschlandfunk zwischen die Fronten der Auseinandersetzung im linken Spektrum der Republik geraten. Die Aufnahme gelangte unautorisiert über Franc Zega ins Netz. Auf einer Website im Milieu zwischen linkem Rand der SPD und Linkspartei wurde das journalistische Rohmaterial zum Gegenstand von Verschwörungstheorien.
    Dem Deutschlandfunk wurde einseitige und unkritische Berichterstattung zugunsten eines Gegners von Klaus Ernst unterstellt. Bleibt die Frage, ob sich hinter dieser Medienschelte möglicherweise nichts anderes verbirgt als eine Verteidigung des designierten Parteichefs der Linken, Klaus Ernst.“
    Quelle: DLF

    Anmerkung ALbrecht Müller:

    Eine Sendung, die eigentlich keinen Hinweis wert wäre, gäbe es dort nicht eine eher amüsante Retourkutsche wegen der Verlinkung des Gesprächs mit Franz Zega und unserer Kritik an der Gesprächsführung der Autorin in den NachDenkSeiten. Siehe dazu Korrektur zum Beitrag „Wie sich der Deutschlandfunk O-Töne besorgt“. Sie mögen daran erkennen, auf welchem Argumentations-„Niveau“ unliebsame Kritiker abgetan werden:

    Die Autorin hat nicht den Mut, die NachDenkSeiten beim Namen zu nennen.
    Der Deutschlandfunk zwischen die Fronten der Auseinandersetzung im linken Spektrum der Republik geraten“. Das ist schlicht falsch. Wir haben auf das Rohmaterial hingewiesen, weil daran erkennbar wurde, wie gegen die Linke, so weit sie nicht zu den so genannten Pragmatikern im Osten gehört, Stimmung gemacht werden sollte. Der Beleg, dass sich auch der Deutschlandfunk an solchen Kampagne beteiligt, tut dem Sender offenbar weh.

    „Milieu zwischen linkem Rand der SPD und Linkspartei“ – Was meint die Autorin mit „Milieu“? Sie nutzt diesen meist abschätzig gebrauchten Begriff, um die NachDenkSeiten und ihre Leserinnen und Leser in eine unseriöse Ecke zu stellen. Die Autorin dieser Sendung hat offenbar keine Ahnung davon, wie viele wirkliche „Konservative“ die NachDenkSeiten mit Gewinn lesen und uns das auch sagen.

    Am „linken Rand der SPD“ befindlich erscheinen wir vielleicht deshalb, weil sich die SPD unter der früheren und jetzigen Führung so weit von sich selbst und von ihren Wählerinnen und Wählern entfernt hat, dass all jene, die noch sozialdemokratische Inhalte vertreten, von den mit nach „rechts“ Gedrifteten als linker Rand denunziert werden. Es gehört zu den gängigen Mitteln, sich mit solchen unsinnigen Zuordnungen der politischen Gesäßgeografie um eine inhaltliche politische Debatte herumzumogeln.

    „Verschwörungstheorie“ – Dieses Totschlagargument wird regelmäßig eingeführt, wenn man einen Manipulationsversuch nachweist.

    Und schließlich eine eindeutig falsche Behauptung: Wo haben wir eine „einseitige und unkritische Berichterstattung … unterstellt“? Das, was wir als Interview vorgestellt hatten und was sich nachträglich als ein Recherchegespräch herausstellte, war doch von den NachDenkseiten nicht als „Berichterstattung“ kritisiert worden. Wir hatten vielmehr die unkritische und parteiliche Gesprächsführung der Fragenden kritisiert.

    Die am Schluss des Zitats gestellte Frage belegt nur, dass die Autorin die NachDenkSeiten gar nicht kennt und nicht recherchiert hat, sondern nur spekuliert bzw. mit Unterstellungen arbeitet.
    Margareth Gorges
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