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Campact |
Kein Freibrief für Steuerbetrüger!
Über 100 Milliarden Euro Schwarzgeld deutscher Staatsbürger liegt bei Schweizer Banken. Statt die Offenlegung der Konten durchzusetzen, will die Regierung den Steuerflüchtigen einen Freibrief ausstellen. Protestieren Sie gegen das Steuer-Abkommen mit der Schweiz!
Liebe Leserinnen und Leser ,
ihr striktes Bankgeheimnis machte die Schweiz bislang zu einem Eldorado der Steuerhinterziehung. Geschätzte 100 bis 300 Milliarden Euro Schwarzgeld haben allein deutsche Vermögende und Spitzenverdiener/innen zu Schweizer Banken verschoben. Sowohl ihr Vermögen als auch die Zinseinkünfte auf ihre Ersparnisse verschweigen sie dem Finanzamt. Dem deutschen Staat entgehen dadurch jährlich viele Milliarden Euro an Steuern. Geld, das hierzulande Bund, Ländern und Gemeinden fehlt.
Mittlerweile ist das Geschäftsmodell Steueroase in Verruf geraten. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung Verhandlungen mit der Schweiz begonnen - angeblich um der Steuerflucht einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Doch das gestern unterzeichnete Abkommen bedeutet eine Amnestie für Steuerbetrüger und untergräbt die Bemühungen der EU für mehr Steuergerechtigkeit. Bevor das Abkommen aber in Kraft treten kann, muss es von Bundestag und Bundesrat ratifiziert werden. Das müssen wir verhindern!
Das Steuerabkommen sieht vor, dass eine einmalige Abschlagszahlung von gerade einmal 1,9 Milliarden Euro die oft langjährigen Steuerbetrügereien nachträglich legalisiert. Dabei muss nicht einmal die Höhe der verschobenen Gelder oder die Identität der Steuerflüchtigen offen gelegt werden - die Überweisung nehmen stellvertretend die Schweizer Banken vor.
Zukünftig sollen die Banken außerdem auf alle Zinsen und Dividenden eine Abgeltungssteuer von 26 Prozent erheben und anonym an den deutschen Fiskus überweisen. So bleibt es den Steuerflüchtigen ein Leichtes, ihr Geld von der Schweiz in eine andere Steueroase zu verschieben, in der dann u.U. die Zinserträge überhaupt keiner Besteuerung unterworfen werden.
Die EU unternimmt momentan große Anstrengungen, Steuerflucht wirksam zu bekämpfen und einen automatisierten Informationsaustausch zwischen der EU und Drittstaaten wie der Schweiz einzurichten. Ohne diese Transparenz ist eine wirksame Bekämpfung von Steuerhinterziehung unmöglich. Die Forderung einer konsequenten Offenlegung der Konten, so wie es zum Beispiel die USA oder die EU anstreben, unterläuft die Bundesregierung mit dem neuen Amnestie-Abkommen.
Lesen Sie mehr zu den Hintergründen in unserem 5-Min-Info...
Noch können wir das skandalöse Abkommen zusammen mit unserem Partner, dem tax justice network, zu Fall bringen. Denn während im Bundestag die Regierungsfraktionen das Abkommen einfach durchwinken können, haben Union und FPD im Bundesrat keine Mehrheit. Ob Grünen- und SPD-geführte Bundesländer das Abkommen im Bundesrat scheitern lassen, hängt wesentlich davon ab, ob es uns gelingt, genug Druck zu machen.
Unterzeichnen Sie den Appell gegen das Steueramnestie-Abkommen mit der Schweiz!
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>>So bleibt es den Steuerflüchtigen ein Leichtes, ihr Geld von der Schweiz in eine andere Steueroase zu verschieben, in der dann u.U. die Zinserträge überhaupt keiner Besteuerung unterworfen werden.<<
Wo die Schweizer Bank natürlich auch eine Filiale hat. Die Asche ist längst verschoben worden. Das braucht nicht mehr als ein paar Mausklicks. Sonst gäbe es so ein "Abkommen" nicht. Manchmal weiss ich wirklich nicht: Soll ich lachen oder weinen über das enorme Heissluftgebläse der Lobbyregierungen... |
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Ein verhängnisvoller Deal
Über drei Billionen Euro Privatvermögen werden in der Schweiz gebunkert. Schätzungen gehen davon aus, dass 50% bis 70% dieses Geldes illegaler Herkunft sind. Ein dreistelliger Milliardenbetrag stammt von deutschen Steuerflüchtlingen. Eine Studie der Bundesbank geht davon aus, dass 500 Milliarden Euro ohne Kenntnis des Fiskus im Ausland schlummern, ein Drittel davon in der Schweiz. Doch wer nun denkt, dass der deutsche Fiskus ein übermäßiges Interesse daran hätte, diese Straftaten zu ahnden, der irrt. Wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda meldet, haben die deutschen Behörden hinter den Kulissen einen Deal mit dem Schweizer Bankhaus Julius Bär abgeschlossen. Die Bank zahlt einmalig 50 Mio. Euro Bußgeld, dafür stellen die Behörden die laufenden Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein. Das ist bereits skandalös – vollends skandalös wird dieser Deal allerdings, wenn man sich vor Augen hält, dass der Whistleblower, der die Verfahren gegen Julius Bär ermöglichte, seit Januar diesen Jahres ohne Verfahren und ohne Anklageerhebung in der Schweiz in Untersuchungshaft sitzt. weiterlesen: www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=9097 |
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schrieb am
11.08.2011 um 13:08
Gähn...
Schon wieder diese Politmasche für den Neidspießer. Mal abgesehen von den diversen Blindstellen Ihres Vortrags: Es gibt viel Fragwürdiges nicht nur auf der Einnahmeseite, sondern insbesondere auch auf der Ausgabenseite. Oder dürfen Sie hierzu nichts sagen, weil Ihre linken Politfunktionäre schon die nächsten Porsche und Hummeressen bestellt haben? Übrigens reden Sie bezüglich Schweiz nur von Deppengeld (Handwerker, Mittelständler etc.) mit 30% Prozent Steuerabführung an den deutschen Staat. Das ganz große Geld verschwindet in ganz andere Weltgegenden bzw. auch in völlig legale Steuervermeidungsmodelle von Steuerberatern, die sich eben nur das große Geld leisten kann. Die Neidtour ist eine Tour für Doofe. |
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Sehr verehrte Frau v Guttenberg, wollen Sie damit etwa andeuten, daß im großen Stil betrogen wird ?
Eventuell sogar die Möglichkeit ins Auge fassen, daß die weltweite Staatsverschuldung auf den teils sogar legalen Methoden der multinationalen Konzerne beruht, Steuern zu vermeiden ? Das wäre ja fast eine Rechtfertigung der, im Vergleich zu diesen Beträgen minimalen Korrekturen, die gerade in GB geschehen ? Vielleicht sollten Sie diesen Kommentar auch in den entsprechenden Blogs positionieren, am Besten neben denen des Meisters Daniel. Sie schlagen damit die Notwendigkeit einer übernationalen Wirtschaftsinstitution vor, die mit der gesetzlichen Voraussetzung, den finanziellen Mitteln und dem Zugriffsapparat ausgestattet wird, internationalen Wirtschaftsbetrug aufzudecken ? Ich muß Sie ausdrücklich belobigen, Sie stellen die Diskussionen hier auf eine neue Ebene. Herzlichen Gruss, Sie sprechen mit aus der Seele rdh |
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schrieb am
11.08.2011 um 16:20
Sehr verehrter @Hayek der unterstellenden Phantasiekonstruktionen, wenn Sie sich weitere gesetzliche "Institutionen" wünschen für weitere hummeressende und porschefahrende Linksverschwender, dann ist das Ihr Blog.
Heuchelei ist nicht mein Ding. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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