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rbb manipuliert mit Miegels Hilfe
Verantwortlich: Albrecht Müller |
Bisher hatte ich geglaubt, der Wahnsinn finde irgendwo eine Grenze. Es stimmt nicht. Gestern lief im ARD Magazin Kontraste ein Beitrag, der das Maß zugleich an Ignoranz wie auch an faktischer Manipulation noch einmal steigerte. Der Titel “Wachstum ade – Wo und wie muss Deutschland sparen?” lässt ahnen, wohin der Hase läuft: Propaganda für die weitere Verarmung des Staates und des Volkes gepaart mit der Ignoranz für die Gefahr verstärkter Arbeitslosigkeit und Deflation. Näheres gleich.
Zunächst: Wir sind auf diesen Beitrag im ARD Magazin Kontraste von mehreren NDS-Nutzern aufmerksam gemacht worden. Einen Leserbrief mit einigen wichtigen Anmerkungen finden Sie in Anlage 1. In Anlage 2 findet sich ein Leserbrief von Roger Strassburg an die New York Times zur Spardebatte.
Zum Beitrag mit Meinhard Miegel in Kontraste nun einige Hinweise:

Daraus geht eindeutig hervor, dass in Deutschland immer nur dann angefangen werden konnte, den Schuldenzuwachs zu stoppen, wenn die Konjunktur und damit auch das Wachstum angeschoben wurde. Das ist für die Jahre 1988 und 89 erkennbar, dann wieder für die Zeit 1997-2000. Auch die geringere Zunahme der Schulden nach 2004 – Steinbrücks angeblicher großer Erfolg – verdankten wir der leicht besseren konjunkturellen Entwicklung. In Deutschland sind konjunkturelle Belebungen immer wieder abgebrochen worden. Das ist das eigentliche Elend.
Im Beitrag von Kontraste wird die Standardformel „Konjunkturprogramme auf Pump“ beziehungsweise „Wachstum auf Pump“ in die Köpfe gehämmert. Mit den Fakten hat das nichts zu tun. Um so wichtiger ist die häufige Wiederholung der gängigen Lüge.
Prof. Miegel:
„Dann werden Einschnitte gemacht werden müssen, von denen sich die meisten heute noch keine Vorstellung machen können.“
Dann folgt die redaktionelle Ergänzung durch den Autor von Kontraste:
„Massive Kürzungen der Löhne und Gehälter, etwa, Kürzungen der Renten, Kürzungen des Arbeitslosengeldes oder der Pflegeleistungen. Für alle wird es nun heißen: Abschied nehmen vom „immer mehr“, von liebgewonnenen materiellen Werten und Gewohnheiten, alle werden weniger haben.“
An dieser Passage kann man beispielhaft erkennen, dass solche so genannten Wissenschaftler und Redakteure nur in einer Welt der gestanzten Klischees leben. Der Redakteur hat mit hoher Wahrscheinlichkeit keinerlei Ahnung von der wirklichen Welt, zum Beispiel vom angeblichen „immer mehr“ der Rentner, oder von der wirklichen Entwicklung der Reallöhne, nämlich einer Stagnation seit mindestens 15 Jahren.
In dieser Welt, die heute meinungsbildend und damit entscheidungsbestimmend ist, kommt es nicht mehr auf Fakten an, sondern auf den nahtlosen Austausch der zitierten Klischees. Das ist eine extrem gefährliche Entwicklung. Sie bringt uns immer weiter neue politische Fehlentscheidung und kostet uns maßlos viel Kraft.
Anlage 1
Leserbrief an Kontraste von Mario Simeunovic:
Meinhard Miegel ist kein Sozialwissenschaftler
hier lesen: www.nachdenkseiten.de/?p=5695
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Ach, dieser Miegel, immer zur Stelle, wo man verdeckt oder offen Lobbyarbeit betreiben kann.
In den neunzigern hat er in der Thüringisch-Bayrischen Zukunftskommission die hohe Erwerbsneigung von Frauen im Osten angeprangert, weil dadurch die Arbeitslosigkeit so hoch ist. Einer, der seine Thesen nach Bedarf dreht. Gegenwärtig macht er auf Bescheidenheit und "tiefe Einsicht". |
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Wir als Exportnation haben doch gar keine andere Wahl. Je mehr die BRD zum Billiglohnland wird desto mehr können wir den Rest mit unseren tollen Waren überfluten. Denen bricht dann zwar der Binnenhandel ein aber ist das unser Problem? Mir ist doch lieber das ich mich als Exportweltmeister fühlen kann als das man mir nen Lohn zahlt mit dem ich halbwegs vernünftig Leben kann.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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