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SPD auf der Suche nach einer Neuorientierung
Verantwortlich: Wolfgang Lieb |
Schon nach dem Leitantrag, den der SPD-Parteivorstand dem Bundesparteitag vorgelegt hatte, war klar, dass Dresden bestenfalls eine Zwischenetappe auf dem Weg zu einer Neuorientierung und vor allem zu einer Selbstvergewisserung sozialdemokratischer Politik sein wird. Es wird viel Zeit brauchen, bis die SPD wieder ein glaubwürdiges Profil gefunden hat, das deutlichere Akzente gegenüber dem bisherigen Kurs erkennen lässt.
Sigmar Gabriel sagte am Anfang seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz [PDF - 173 KB]:
„Am Anfang steht die Überprüfung unserer eigenen Politik. Überprüfen heißt, zu unterscheiden zwischen dem, was richtig war, was gut war und was das Land in den letzten elf Regierungsjahren der SPD weitergebracht hat, und dem, was nicht richtig war, was nicht so gut war und wo wir etwas falsch eingeschätzt haben. Lasst uns dabei nicht in allzu leichte Erklärungen flüchten: dass es nur daran gelegen habe, dass uns die Menschen nicht richtig verstanden hätten oder wir es nicht richtig erklärt hätten. Wer ein derartiges Wahlergebnis bekommt, der hat mehr als nur ein Kommunikationsproblem.“
Eine wirkliche Bestandsaufnahme oder gar eine inhaltliche Kritik der elfjährigen Regierungszeit hat Gabriel mit seiner Rede nicht geleistet. Er hat eine geschickte Rede aus einer Mischung von Demut und Aufbruch gehalten, die offenbar bei den Delegierten ankam.
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Raider heisst nun Twix – neue Verpackung gleicher Inhalt – nämlich Agenda 2010 Rezept. Nee liebe SPD das ist nicht glaubhaft- und schon gar kein Neuanfang.
Der Neoliberale Kurs wird weiter gefahren, und die Rufe : VORSICHT EISBERG werden überhört — Ende bekannt aus Titanic Immer noch gibt es die gleichen Baustellen: 1. Hartz IV Gesetze 2. Rente mit 67 3. Gesetzlicher Mindestlohn und 4. Kriegseinsätze Also einfach zu glauben, man könne all diese Sünden aus der Vergangenheit einfach damit HEILEN, indem man das Personal austauscht? Dann bliebe immer noch die Frage offen WOHER das neue Personal kommt (Seeheimer) UND wie glaubwürdig ist dies Personalentscheidung tatsächlich? Eines ist klar, mit dem abwerfen einfach einer Blendgranate (Vermögenssteuer), kann man keinen Hund mehr hinterm Ofen herlocken. Diese Frage hat die deutsche Wählerschaft in der kurzen Vergangenheit schon EINDEUTIG beantwortet. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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