Margareth Gorges

Margareth Gorges

07.05.2010 | 07:38

„Was sollte Medienjournalismus leisten?“

„Was sollte Medienjournalismus leisten?“ Dies ist die – etwas ausführlichere – Fassung meines Kurzreferates auf einer Tagung zum Medienjournalismus von Message in Leipzig am 30.4.2010. Wenn Sie den Text informativ und hilfreich finden, dann leiten Sie ihn doch bitte über Ihren Email-Verteiler weiter, oder drucken Sie ihn bitte aus und geben ihn an mögliche neue Nutzer der NachDenkSeiten weiter. Danke. Albrecht Müller.

Albrecht Müller

Kurzreferat zum Thema „Außenansichten: Was sollte Medienjournalismus leisten?“ am 30.4.2010 im Rahmen einer Internationalen Tagung im Mediencampus Leipzig

Sie haben mich eingeladen, weil ich Herausgeber und Autor von www.NachDenkSeiten.de bin. Ich soll eine Außenansicht vortragen, fühle mich aber als Herausgeber und Autor eines Mediums mit im Schnitt gut 50.000 Besuchern pro Tag und über 5 Millionen Pageimpressions im Monat eigentlich als Insider, auch als Medienjournalist. Unsere Hauptarbeit besteht ja darin, die Meinungsmache und Manipulation mithilfe von Medien und durch Medien zu analysieren.
Wir sind rundum froh darüber, dass es kritischen Medienjournalismus in Deutschland noch gibt. Wenn ich mich im folgenden also kritisch äußere, dann gilt diese Kritik zuallerletzt den Kolleginnen und Kollegen, die sich in den wenigen Spalten und Sendeplätzen damit abmühen, die Fülle des Kritisierenswerten in den Medien zu sichten. Wenn ich mehr Leistung erbitte und beschreibe, welcher Art diese sein könnte, dann im Bewusstsein dessen, dass die Ressourcen des Medienjournalismus schon heute ausgesprochen knapp gehalten werden.
Die führenden Medienmacher, die Eigner der Medien und sogar viele Journalisten mögen Kritik nicht. Das bekommen wir Autoren der NachDenkSeiten und ich als Autor des medienkritischen Buches „Meinungsmache“ oft zu spüren. Medienjournalisten teilen diese Erfahrung mit uns. Kuno Haberbusch hat gestern drastisch beschrieben, dass er es als Autor des medienkritischen Magazins Zapp oft erlebt hat, nach medienkritischen Sendungen von Kollegen gemieden zu werden. Damit muss man wohl leben. Wir NachDenkSeiten-Macher müssen damit leben, dass wir wenig zitiert werden. Als Autor von „Meinungsmache“ muss ich damit leben, dass dieses Buch in den meisten überregionalen Zeitungen und Sendungen auch neun Monate nach Erscheinen noch nicht besprochen wurde, nicht mal kritisiert, einfach gemieden.

Ich werde Ihnen jetzt acht Anregungen vortragen. Streng orientiert am gesetzten Thema: Was sollte Medienjournalismus leisten?

weiter: www.nachdenkseiten.de/?p=5448#more-5448

 
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