Mariam

Meryems Welt am Freitag

09.01.2011 | 21:31

Shoppismus als Religion

Ich gebe zu, dass ich wenig gebloggt habe in den letzten Wochen – bei uns war einfach zu viel los, Besuche, Krankenhausaufenthalt, Mini-Job haben viel Zeit in Anspruch genommen. Leider kann ich auch nicht wirklich versprechen, dass sich das ganz bald ändert, aber diesen Artikel will ich schon länger schreiben, kam aber nicht dazu.

Der Artikel im „Spiegel“ auf den ich mich beziehe, ist dann auch nicht mehr ganz aktuell und beschreibt u.a. das „Weihnachtsshopping“ Aber die grundsätzlichen Erkenntniss sind nicht zeitabhängig. Also es geht um die Rolle, die der Konsum heutzutage einnimmt und was die Hirnforschung dazu herausgefunden hat. In der Ausgabe vom 13.12.2010 – gefunden beim Warten in einer Krankenhausambulanz – da sitzt man ja immer Stunden:

Weltreligion Shoppen

Von Müller, Martin U. und Tuma, Thomas

Der private Konsum wächst weltweit und soll aus der Krise helfen. Umso akribischer wird nach den letzten Geheimnissen der Kaufentscheidungen gefahndet. Wo im Kopf ist der Das-will-ich-Knopf? Dort, wo auch der Glaube zu Hause ist.

 

weiter in Meryems Welt:

meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2011/01/09/ersatzreligionen-shirk/

 
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Kommentare
ebertus schrieb am 09.01.2011 um 22:08
Man kann 1. dem (neoliberalen?) Hurra-Spiegel glauben, oder 2. zwecks eigenem Eindruck an alle erreichbaren Nasen im gern erweiterten Umfeld greifen, dazu vielleicht noch 3. abseits des medialen Mainstream nach "Wahrheit" suchen.

Punkt 1. habe ich nach dreissig Jahren in 1997 dann aufgegeben; ist nicht besser geworden seit dieser Zeit, eher tendenzieller.

Punkt 2. rückmeldet mir und sehr naseweis in der Regel stagnierende Einnahmen bei steigenden (Zwangs)Abgaben sowie ebenfalls steigenden Ausgaben für überwiegend Existenznotwendiges.

Punkt 3. ist in den letzten Jahren zunehmend wichtig geworden, als wesentliche Quelle der unabhängigen Informationsgewinnung. Daher also zu letzterem Punkt hier schon mal drei Links:

Zuerst der Blick auf den XXL-Afschwung; auch aus deutscher Sicht und neben den Graphiken gibt's ebenfalls Klartexterläuterungen:

www.querschuesse.de/xxl-propaganda-als-dauerschleife/

Dann der vielleicht etwas überzeichnete (wer sagt das?) Blick, aber dennoch keinesfalls ausgeschlossen:

www.politaia.org/terror/die-herausragenden-trends-fur-2011-gerald-celente/

Zuletzt der Hinweis auf meinen Blog hier vor einigen Tagen mit etwas Hintergrund zu den überregionalen, vom großen Kapital mehr oder weniger unabhängigen Medien der zweiten Reihe:

www.freitag.de/community/blogs/ebertus/freitag-taz-und-junge-welt

Ansonsten natürlch: Vertrauen haben und...Happy shopping!
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 07:19
Und noch'n Nachtrag, kein Gedicht...

Shopping zu verweigern ist staatszersetzend, die Ordung störend. Das ist passiver Widerstand gegen dieses flächendeckende, nur zu unserem Besten genial erdachte Subprimen von uns allen.

Bernankes Helicopterphilisophie, die mit dem Abwurf von Geld und bunten Glasperlen als Shoppingstimulanz würde ja sonst total konterkariert.

Warum dennoch bei den Transferleistungsemfängermassen (sic) um fünf Euro (plus...) gestritten wird ist dabei rational nicht zu erklären. Da sparte man sich den Helicopter, das ginge ja sofort und direkt zu wohl beinahe einhundert Prozent in den Konsum. Bleit also zur Begründung der "kurz haltens" die Disziplinierung, das Herr/Knecht-Verhältnis als gnädiges Gewähren von Almosen.
Alien59 schrieb am 10.01.2011 um 07:36
Shopping zu verweigern, ist staatszersetzend - genau. Ich führe das oft als einen der Hintergründe an, warum vielen Leuten Islam so gefährlich ist: wer es mit den islamischen Grundprinzipien genau nimmt, ist für die Wirtschaft als Konsument uninteressant.
Wie ich darauf komme? Ich habe es an der Veränderung meiner eigenen Ausgaben bemerkt. Insbesondere bei Kleidung, aber auch anderen Konsumartikeln. Das heißt nicht, dass ich mich fürchterlich kasteien würde - Armut und Verzicht als solches gelten nicht als Tugend im Islam - sondern der Bedarf sank. Keine Modeabhängigkeit, sprich: nicht jedes Jahr einen neuen Wintermantel, sondern vielleicht jedes fünfte, z.B., alle Dinge werden nach Möglichkeit bis zum Ende ihrer Haltbarkeit genutzt. Man sollte es nicht glauben, was das spart. Aber wie gesagt, für die Wirtschaft wäre es ein Problem, wenn alle so leben würden ;-)
luggi schrieb am 10.01.2011 um 08:04
Ich spare auch; nämlich mir den Islam. ;-)

Die Logik, wenn alle Deutschen die islamischen Grundprinzipien einhalten würden, das zu einer Staatszersetzung führen würde ... ist schon interessant ... aber ich halte mich da mehr an die Dialektik marxistischer Grundprinzipien.
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 08:13
Shopping zu verweigern ist staatszersetzend, die Ordung störend.
Wo haben Sie denn den Schmarrn her, ebertus?

Den Konsum zu verweigern ist deutsche Ideologie in Reinform: Den gemeinschaftszersetzenden Händler als Agenten der immateriellen Zirkulationssphäre zu boykottieren und an sich selbst das strenge Regiment des Verzichts gnadenlos und ohne Rücksicht auf jedes empirische Bedürfnis zu exekutieren, das ist gleichsam Moment der Gemeinschaftsherstellung, in dem nur mehr auf die elementaren, kreatürlichen, naturhaften, »moralischen« Bedürfnisse regrediert wird, und zugleich eben äußerst bürgerlich gedacht.

Dinge bis zum Ende ihrer Haltbarkeit zu nutzen, so wie Alien59 schreibt, also den Winterrock bis zum bitteren Verschleiß aufzutragen, das erinnert nicht nur an die grauen Schicksalszüge der Volksgenossen in den Schützengraben von Flandern, an der Somme und vor Verdun, wo alle gleich aussehen und damit die Zumutungen der vermittelten Zivilisation zurücklassen, sondern eben auch an das, was die Christenkirche seit zweitausend Jahren predigt: Begnüge Dich mit dem, was Du hast, verlange nicht nach mehr, und rufe keine 'falschen', eskalierenden Begierden in Dir wach, weil die des Teufels sind.

Deshalb ist es auch völliger Blödsinn, das als subversives Programm auszuloben. Denn auf gut Deutsch bedeutet das: Wer sich selbst soweit degradiert, daß er den Winterpullover bis zum Sankt Nimmerleinstag aufträgt, der kommt eben auch mit 200 EUR Hartz-IV prächtig über die Runden. Und der Rest, der dann von 350 EUR einsparbar ist, den konfisziert der Fiskus, um den Konsumausfall keynesianisch aufzumöbeln.

Verstehen's?
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 08:21
Verstehen's? @j-ap - Nee!

Außer das mit dem "Konsumausfall keynesianisch aufzumöbeln"; oder ham'se meine Helicopter-Metapher nicht gelesen?
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 08:29
Oder knapper formuliert:

Was hier vorgetragen wird ist nichts anderes als das, was Westerwelle mit der römischen Dekadenz meinte.

Nur leisten sich die hier Kommentierenden die »Freiheit«, sich in Eigenregie so zu dressieren, ganz ohne, daß man es ihnen von außen erst mühsam aufherrschen müsste.

Da muß kein Sparkommissar mehr aus dem Sozialamt kommen, um den Kleiderschrank hoheitlich zu durchwühlen, sondern es reicht, die Leute mit dem notwendig falschen Bewußtsein einfach selbst vor sich hin denkeln zu lassen. Früher oder später kommen sie dann ganz allein bei den Segnungen des naturbelassenen Erdlochscheißens am Dorfanger heraus, weil das doch allemal besser ist als die unnatürliche Kloschüssel von Villeroy&Boch, gell?
dame.von.welt schrieb am 10.01.2011 um 08:57
@ j-ap
Nach der Lektüre dieses Artikels www.zeit.de/2010/51/Billige-T-Shirts?page=all werden vielleicht auch Sie zu dem Schluß kommen, daß es noch andere Motivationen gibt, nicht unausgesetzt jeden Mist zu kaufen. Mir war auch dunkel so, daß Sie, ähnlich wie ich, für Kleidung ziemlich viel Geld ausgeben. Für gute Kleidung, selten, womöglich gar vom Schneider. Sie werden mir vielleicht auch zustimmen, daß dazu nicht unbedingt Glaube nötig, sondern Geschmack und ein klein bißchen Ethik.
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 10:18
Na selbstverständlich bin ich da mit Ihnen einig, liebe dame, und ich habe, notabene, auch nirgendwo geschrieben, daß das bewußtlose Draufloskonsumieren irgendeinen »Segen« bringe.

Ich bin in der Hinsicht ein denkbar schlechtes Beispiel: Sicher, ad hoc gebe ich wahrscheinlich wesentlich mehr aus für gute Kleidung als der Durchnitt. Dafür auf lange Frist wahrscheinlich weniger, weil ein guter englischer Anzug eben ein ganzes Leben hält und so hervorragend gemacht ist, daß man ihn in einwandfreiem Zustand wohl gar vererben könnte.

Denn auch darin liegt ja ein sinnfälliges Moment: »Konsum« bedeutet ja nicht vorrangig, ein Bedürfnis dauerhaft zu befriedigen, sondern eine Ware zu verbrauchen.

Und darin offenbart sich eben der ganze Widerspruch, der nicht der der 'falschen' Begierden und gefährlich hochfliegenden Bedürfnisse ist, sondern der Widerspruch der Gattung schlechthin, denn in der kapitalistischen Gesellschaft läßt sich ein Bedürfnis eben nur dann befriedigen, wenn es sich zuvor als ausreichende Zahlungskraft ausspricht. Das Bedürfnis selbst ist dabei völlig wurscht, deshalb ist der Hunger (oder die Krankheit) von Abermillionen auch gar kein Grund zur kapitalistischen Produktion von Nahrung (oder Medikamenten) , sondern ist es nur dann und kann es nur sein, sofern und solange er/sie sich mit genügend Zahlungsmitteln unterlegen läßt.

Jetzt gibt's zwei Wege: Entweder man erklärt den Millionen und Milliarden auf den Müllhaufen Geworfener, daß sie im Grund gut daran tun, zu fasten, zu entsagen, zu verzichten und die Schnauze zu halten (denn welcher Sklave will schon einen römischen Senatorenwanst haben, von dem man doch sowieso nur Herzkranzverfettung bekommt, nicht wahr?), oder man denunziert es als einen offensichtlichen Skandal, daß so viele Angehörige der Gattung Mensch noch nicht einmal ansatzweise zum Zuge kommen, wenn es darum geht, auch nur elementare Bedürfnisse zu befriedigen.

(»Fair Trade« und Sweatshops sind noch einmal ein ganz anderes Ding.)
khad schrieb am 10.01.2011 um 10:36
@j-ap
"Dinge bis zum Ende ihrer Haltbarkeit zu nutzen, so wie Alien59 schreibt, also den Winterrock bis zum bitteren Verschleiß aufzutragen, das erinnert nicht nur an die grauen Schicksalszüge der Volksgenossen in den Schützengraben von Flandern, an der Somme und vor Verdun, wo alle gleich aussehen und damit die Zumutungen der vermittelten Zivilisation zurücklassen..."

"weil ein guter englischer Anzug eben ein ganzes Leben hält und so hervorragend gemacht ist, daß man ihn in einwandfreiem Zustand wohl gar vererben könnte."

Sind Ihre Sachen besser als die von @Alien59?
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 10:55
Woher soll ich das wissen? Ich stiefele jedenfalls nicht durch die Weltgeschichte, predige den Verzicht und teile die Menschheit ein in böse Konsumenten und gute Enthaltsame.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.01.2011 um 10:59
@j-ap : "Wo haben Sie denn den Schmarrn her, ebertus?
Den Konsum zu verweigern ist deutsche Ideologie in Reinform: Den gemeinschaftszersetzenden Händler als Agenten der immateriellen Zirkulationssphäre zu boykottieren und an sich selbst das strenge Regiment des Verzichts gnadenlos und ohne Rücksicht auf jedes empirische Bedürfnis zu exekutieren, das ist gleichsam Moment der Gemeinschaftsherstellung, in dem nur mehr auf die elementaren, kreatürlichen, naturhaften, »moralischen« Bedürfnisse regrediert wird, und zugleich eben äußerst bürgerlich gedacht."

Je größer der geäußerte Schmarr, je destingierter klingt er im üppig fremdsprachlich garnierten Sprachgebilde, gell?

Konsumverzicht gleich mit Selbstkasteiung und Askese in Verbindung bringen ist Schmarrn. Und verrät den tiefsitzenden Katholiken im Mann.
Der Konsummotor, der in unserer Gesellschaft unbestritten unaufhörbar und unüberhörbar brummt, wird von der Sehnsucht nach sozialer Anerkennung und der Angst angetrieben, den Status zu verlieren. Denn die Grundbedürfnisse sind längst befriedigt. Einer wachsenden Oberschicht steht eine zunehmend verängstigte Mittelschicht gegenüber, die gegen das Abrutschen kämpft, während gleichzeitig eine wachsende Unterschicht sich in die Mittelschicht hineinfräst.
Den Status zu halten wird immer schwieriger; man vergleicht sich nicht mehr mit dem Nachbarn, sondern zunehmend mit Prominenten, außerhalb der eigenen Statussphäre. Materieller Konsum kann nicht mehr der alleinige Unterscheidungsfaktor sein. In der neoliberalen Konsumwelt, wird also das gute Statusgefühl durch die Vermischung von Reichtum und Moral erzeugt, d.h. materieller Genuss/Luxus wird durch Umweltbewußtsein, Nachhaltigkeit, Gesundheitsbewußtsein und Wohltätigkeit aufgewertet. Damit wird erneut zur Jagd geblasen und zum Abstrampeln...
Wenn Statusunterschiede wichtig werden, ist Diskriminierung nicht weit.Siehe Bonussystem, Vorzugsbehandlung etc. Den einen, wohlhabenden, ködern, den anderen ausschließen sind gezielte Diskriminierungsmaßnahmen.
Praktiken, (beispielsweise der 'künstlichen Verknappung') eine Nachfrage hervorrufen sollen. führen sollen und

Kaufenthaltung ist definitiv ein politischer Akt.

Buy nothing day
www.adbusters.org/
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 11:38
Sehr schön vulgärmaterialistisch zerlegt, Leif Miles.

Also wenn die Grundbedürfnisse ohnehin längst befriedigt sind und alles weitere nur mehr wahnhafte Statuspanik sei, dann wird's Ihnen ja auch nichts ausmachen, wenn man Ihnen demnächst den Lohn oder das Gehalt um die Hälfte kürzt? Was machen SIe auch mit soviel Lohn/Gehalt, Sie kaufen ja sowieso nichts, und zwar freiwillig.

Wer braucht schon neue Schuhe, früher ging's ja wohl mit Fußlappen, und zwar ziemlich gut, wie man hört. Und daß man nicht unbedingt bis auf 25 Grad Raumtemperatur heizt, sondern sich einfach wärmer anziehen kann, beispielsweise mit aus sinnlos zu Weihnachten verschenkten Topflappen, die man ganz hervorragend zu Wollpullis umstricken kann (da lernt der katholische Mann sogar wieder, wie man mit der Strickliesel umgeht, deutsches Handwerk ahoi!), das wußte schon größte Sozialpolitiker dieses Landes, Thilo Sarrazin.
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 11:40
@Leif Miles schrieb am 10.01.2011 um 10:59

"Je größer der geäußerte Schmarr, je destingierter klingt er im üppig fremdsprachlich garnierten Sprachgebilde, gell?"

Bleibt wahrscheinlich nur noch die Sprache, um den Abstand zu wahren; wo man sie ansonsten doch braucht, die tumben Konsumenten im Hamsterrad. Bernankes Geld Abwerfen erinnert mich so an ein Erlebnis als Kind, ala Städter auf dem Bauernhof:

Da kommt doch die -japsche Katze mit der (fast) totgebissenen Maus im Maul, legt sie mir vor die Füße und stubst mich und die Maus immer mal zum (weiter)spielen an. Die Maus ist tot, und ich hatte/habe keine Lust, das Katzenvieh zu unterhalten.

Im Grunde mag ich Katzen...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.01.2011 um 11:46
@J-ap," vulgärmaterialistisch?"

Das "materialistisch nehme ich gerne in Anspruch.
"Vulgär" ist dann Ihres.
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 11:54
Ups [ich hoff', das ist volkstümlich genug fabuliert], da hab' ich glatt was vergessen:
Kaufenthaltung ist definitiv ein politischer Akt.
Das stimmt natürlich: Wo der Wahn des Politischen um sich greift, da liegt derlei logisch auf der Hand. Und politisch ist's ja auch, jawoll, aber eben gerade nicht: staatszersetzend oder die Ordnung störend, sondern nur eine Ordnung an sich selbst vollstreckend, ohne sie von außen aufgebrummt zu bekommen.

Deshalb sind sich die Muslima Mariam, Alien59 und meine preußisch-protestantische Urgroßmutter — ihr Herrgott hab' sie selig — auch jederzeit einig darüber, daß der Mensch nur haben wollen soll, was er unbedingt braucht, und alles andere Sünde. Und, nebenbei bemerkt, deshalb kann sich Mariam auch über das Shopping als Religion so wortreich beklagen: Da äußert niemand Kritik, sondern ist über die als solche entschlüsselte Konkurrenz im metaphysischen Gehäuse bestürzt.

Und um noch einmal auf meine Urgroßmutter zu sprechen zu kommen: Deren gutpreußische Verzichtsethik hatte zudem den Vorteil, daß sie sich auch nie darüber beklagte, wenn der für sie zuständige Pater familias beim Haushaltsgeld knauserte.
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 12:07
Das freut mich, daß Sie Katzen mögen, ebertus.

Daß ich Ihnen mit etwas Sprache kam, na das tut mir rückschauend richtig leid, denn ich habe gewiß nicht vor, mich noch einmal mit jemandem zu unterhalten, der Gesprächspartner mal eben mit Vieh vergleicht.
claudia schrieb am 10.01.2011 um 12:24
>>alle Dinge werden nach Möglichkeit bis zum Ende ihrer Haltbarkeit genutzt.<<
Wenn haltbare Sachen hergestellt werden, (nicht nur Kleidung) und die Arbeit halbwegs schlau verteilen, können wir mit 35 000 Stunden Lebensarbeitszeit komfortabel leben.
Wenn wir es schaffen, auf Kriege zu verzichten und ein einigermassen rationelles Verkehrs- und Transportsystem hinkriegen, mit kaum 25 000 Stunden Lebensarbeitszeit.

Wir sollten uns mal fragen, was uns dran hindert, uns etwas schlauer zu organisieren als es zur Zeit der Fall ist...
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 12:25
Warum so missverstehend beleidigt, @j-ap?

"Katzenvieh" ist ein sehr positiv, ein beinahe liebevoll besetzter Begriff. Wir hatten bislang fünf Katzen über die Jahrzehnte, jede musste sich diesen Kosenamen immer mal wieder gefallen lassen.

Schade, dass bockig werden unter einem so dünnen Eis des doch plakativ vor sich her getragenen, geistigen Hochstandes liegt. Na ja...
dame.von.welt schrieb am 10.01.2011 um 12:49
@j-ap um 10:18
Sweatshops sind eben KEIN anderes Ding.
Es gibt beim Konsum ja mehrere Ebenen, eine, die des Verbrauchs von z.B. Kleidung gegen Geld, haben Sie beschrieben.

Eine andere Ebene ist aber die Konsumgeilheit der Kunden, die alle fünf Minuten den letzten halberstickten Modeschrei kaufen und sich nicht die Bohne dafür interessieren, unter welchen Bedingungen die Fähnchen hergestellt wurden. Dabei ist Kleidung auch nur ein Beispiel, mit Lebensmitteln verhält es sich ja ganz genau so, woran man gerade in Form der Dioxinüberraschungseier erinnert wurde. Geiz ist nicht geil. Kaufen stopft bei vielen Konsumenten Löcher, zu deren Beseitigung sie gut beraten wären, einen Therapeuten ihrer Wahl aufzusuchen.

Daß die Absage an solche Produktionsbedingungen mitnichten mit Askese einhergehen muß, zeigen Ihre und, vermutlich deutlich bescheidener, meine Kaufgewohnheiten.
Ich glaube auch nicht daran, daß ausgerechnet Askese zur Änderung von Konsumgewohnheiten beiträgt.

Wichtig finde ich aber, sich endlich der eigenen Macht bewußt zu werden und sich bei egal welcher Kaufentscheidung möglichst den gesamten Produktionsablauf vor Augen zu führen. Es wird nichts verkauft, was Leute nicht kaufen WOLLEN. Ob sie aber noch so sehr wollen, wenn sie um die Produktionsbedingungen wissen, möchte ich bezweifeln.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.01.2011 um 12:58
@j-ap, ich habe den Eindruck, dass das private Nähkästchen, welches Sie einem vor die Nase halten, Ihnen die freie Sicht versperrt.
Wenn Sie von Ihrer Großmutter erzählen und von Selbstgenügsamkeit, Sünde und Verzichtsethik fabulieren, dann hat das nichts damit zu tun , dass jemand bewußt(!) auf einen Konsumzwang mit Verweigerung/Enthaltung reagiert. Keine religiösen Motive wie anno dazumal o.ä., sondern Selbstbestimmung. Würde man lediglich dem Aufruf der Adbuster (Buy nothing day) in großer Zahl folgen, würde das die Ordnung stören, jawoll.
j-ap schrieb am 10.01.2011 um 13:24
dame.von.welt schrieb am 10.01.2011 um 12:49

Liebe dame,

Sweatshops und Fair Trade sind doch etwas anderes, obwohl beides selbstverständlich auch it dem zu tun hat, was wir hier gerade diskutieren. Ich bin gerade nebenher beschäftigt und kann Ihnen daher nur den grundlegenden Widerspruch beim »fairen Handel« darlegen:

1. Einerseits ist überhaupt rein gar nichts gegen die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbesingungen in der sog. Dritten Welt einzuwenden, denn am Schuften von früh bis spät für manchmal noch nicht einmal Hungerlöhne ist überhaupt nichts romantisch oder emanzipatorisch, und das schlimmste ist, daß diese menschenunwürdige Plackerei noch nicht einmal notwendig wäre, um all das herzustellen, was die Gattung benötigt.

2. »Fair Trade«, dessen Partner vornehmlich Kleinbauern sind, entscheidet sich ganz bewusst für einen höheren Preis als den, mit dem auf dem Weltmarkt gehandelt wird. Will sagen: er behandelt die Arbeitszeit, die die Kleinbauern aufwenden, als sei sie gesellschaftlich notwendig — was aber gar nicht der Fall ist. Mehr noch, er behandelt diese unwürdige Produktionsweise so, als ob sie noch ausgeweitet werden müsse, als ob an ihr auch nur irgendetwas Bewahrenswertes sei. Der Faire Handel tritt nicht für eine radikale Rationalisierung der Produktionsweise in der Dritten Welt ein, nicht für die Schaffung von technischen und gesellschaftlichen Bedingungen für Verhältnisse, in denen der Mensch nicht mehr leben muss um zu arbeiten und vor allen Dingen nicht mehr arbeiten muss um zu leben.

3. Während in Europa die Arbeit ausgeht (und damit klar wird, daß das, was an Gütern hergestellt wird, auch ohne bürgerlichen Arbeitszwang hergestellt werden könnte!) und die Zivilisationsfeindschaft noch nicht so weit gediehen ist, dass zur Maschinenstürmerei übergegangen wird, müssen die Fanatiker der Vernutzung des Lebens in der Produktion, also die Freunde der Arbeit, auf eine Werkbank, die in Europa überflüssig geworden ist, zurückgreifen. Und diese hässliche, ungestalte, knechtende, urwüchsige Werkbank ist eben: die Dritte Welt. Hauptsache, es wird gearbeitet. Wichtig ist nicht, daß es den Menschen der Peripherie gut geht, denn das hieße ja, daß eben diese Menschen mit Genuß dem Luxus frönen könnten. Die Händler und Kunden des Fairen Handels treibt der Wahn um, daß das Elend seine Ursache im Luxus, also im 'falschen' Bedürfnis habe und nur durch Arbeit gelindert werden könne: Arbeit macht frei — jedenfalls dann, wenn sie gute Löhne abwirft.

Auf den utopischen Gedanken, daß es ein glatter Skandal sei, daß der Mensch arbeiten muß, um zu leben, und nicht an sich selbst schon Grund genug sei, ein Recht auf würdiges Leben auch ohne Arbeit zu reklamieren, kommt scheinbar niemand, noch nicht einmal mehr die, die sich Kommunisten nennen.

Das ist, kurz skizziert, die Ambivalenz an der Sache.
claudia schrieb am 10.01.2011 um 14:38
>>Auf den utopischen Gedanken, daß es ein glatter Skandal sei, daß der Mensch arbeiten muß, um zu leben, und nicht an sich selbst schon Grund genug sei, ein Recht auf würdiges Leben auch ohne Arbeit zu reklamieren, kommt scheinbar niemand, noch nicht einmal mehr die, die sich Kommunisten nennen.<<
Na ja, solche Spüche wie:
"Arbeiten? Eine waranige Idee"
oder
"Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen"
kommen ja von Berufserben.

Die Anderen wissen, dass es ganz ohne Arbeit nicht geht.

Also geht es eher um sinnvolle Verteilung der Arbeiterei, sodass der/die Einzelne wenig Last zu tragen hat. Und um die Inhalte und Ziele der Arbeit. Um sich nicht für immer weniger Geld zum Wohle einiger Luxuserben abzurackern.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.01.2011 um 15:11
@ebertus: "Warum so missverstehend beleidigt, @j-ap?"

Ach, ebertus, j-ap ist ja eigentlich ein ganz Lieber. Er oszilliert zwar meist zwischen gediegen überheblich und gewählt besserwisserisch, aber im Grunde will er nur spielen. Also, Kopf hoch, auch wenn die Frisur durcheinandergeraten sein mag. ;-)
Gruß
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 15:54
Wohl richtig @Leif Miles,

aber auch als Spieler, als gern wortklingelnder Slotter-McQueen braucht man eine gewisse Grundhärte für den möglichen, wenn auch kleinen Erfolg; sonst fliegt einem in diesen stürmischen Zeiten schnell mal das sorgsam gepflegte Toupet weg.

Erwartet hätte ich (wenn überhaupt), dass "er" als sich hier outender "Kenner" keynesianischer Konsumausfallbekämpfungsstrategien (sic) mein Gleichnis von Katz&Maus sowie Bernankes Helicopterphilosophie inhaltlich bewertet; gern hochsprachlich ironisch...
dame.von.welt schrieb am 10.01.2011 um 16:47
Ähm, j-ap, weder Ihr englischer Schneider noch meine Berliner Schneiderin nehmen an Fair Trade teil, richtig? Ein Sweatshop ist ein Atelier auch nicht notwendigerweise. Und: es gibt auch Leute, die sehr gern arbeiten.

Sie übersehen auch den ganz entscheidenden Unterschied - nämlich den Handel zu umgehen und direkt beim Hersteller zu kaufen. Was für eine Schlüsselfunktion der Handel hat, wurde ja nun beim 'Welthemd' ziemlich deutlich, nein?

Fair gehandelte Produkte bevorzuge ich z.B. bei Kaffee, Tee, Schokolade, Gewürze etc. Ich wäre nun neugierig, welcher Kaffee unter 'radikaler Rationalisierung der Produktionsweise' munden würde, guter Kaffee ist immer aufwändig, mag keine Monokulturen, braucht große beschattende Bäume etc. - was wollen Sie da rationalisieren? Und was macht dann die wegrationalisierten Leute, die ja vielleicht ganz gerne Kleinbauern sind, SOFERN sie anständig bezahlt werden.

Fair Trade, möglichst Bio kaufe ich in erster Linie, weil die Produkte sehr viel besser sind als der Billigmist aus dem Discounter. Wie ich bereits schrieb: ich halte Askese nicht unbedingt für den Weg zur Änderung von Konsumgewohnheiten. Qualität schon eher.

Ich möchte aber nicht schon wieder die Welt vollständig ändern, mindestens aber den Staat abschaffen müssen, bevor ich mit Ihnen mal wieder ins Gespräch kommen könnte. Lasse es also bleiben.
Mariam schrieb am 10.01.2011 um 08:05
Ja und das ist ja nicht nur beim Einkaufen staatszersetzend - islamisches Finanzwesen geht ja auch grundsätzlich nicht mit Luftblasen und Superzinsen. Ganz ohne Zinsen zu leben, kann man hier ja gar nicht, jedenfalls nicht beim Häusle bauen.
In den USA sprengen sie gerade mal wieder ihre selbstgesetzte Schuldenbremse. Müssen wohl noch ein paar Dollarscheine drucken.
Und dass Deutschland nun großartig besser dasteht, als die unterstützten EU-Länder glaub ich ja auch nicht. Danke für die Statistik, ebertus.
Mein Mann und ich haben schon einiges für die Wirtschaft getan, in den letzten Jahren. :-) War einfach dran durch Umzug und Neueinrichtung. Dafür ist das Auto weg. Und wenn die Waschmaschine noch hält, dann ist jetzt auch erstmal Schluss. Hin und wieder ein neues Kopftuch ist ja nicht so teuer.
Mir fällt sehr auf, wieviel Geld ich früher für Klamotten ausgegeben habe. Und heute sind sie lange entsorgt oder passen nicht mehr, *schäm* Mal abgesehen davon, dass das Geld dafür fehlt, reizt es mich auch nicht mehr.
BanaBab schrieb am 10.01.2011 um 10:57
60.000,00 € im Schnitt in Deutschland auf der "hohen Kante" sind zuviel! Mariam, ich habe da noch seeehr schöne Kopftücher für Dich! Historische sogar, von meiner Grossmutter zur Seite gelegt für besondere Anlässe, noch nicht getragen! Wunderbare Blümchenmuster!:-)))
j-ap, auf diese Konten sind ja die "Regierenden" scharf. Und da meine Konten leer sind gehe ich davon aus der entsprechende Betrag liegt bei Dir rum!:-)) Du hast es also in der Hand den inneren bürgerlicharistokratischen Schweinehund zu überwinden, den im Schrank hängenden englischen Tweed zu ignorieren, bei Takko, Lidl und Aldi neue Klamotten zu kaufen, dabei auch noch die Arbeitsplätze asiatischer Kinder zu bewahren welche so während sie sich krank arbeiten wenigstens nicht so schnell verhungern!:-) Bitte bitte rette unser Gemeinwesen! (ich finde die Situation analysierend das gemein in dem Begriff sehr treffend!:-(
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 11:56
@BanaBab schrieb am 10.01.2011 um 10:57

Das ist ja wohl dieses jetzt überdeutlich zu Tage tretende Schneeballsystem. Es verweigern sich die Besitzer der 60.000 (plus...als Durchschnitt) dem Konsum; ist ja im Grunde viel krasser, wie nicht zuletzt in diesem "schönen" Buch von Ulrike Herrmann über den Selbstbetrug der Mittelschicht zu lesen war.

Und das direkte Subprimen wird ein zweites Mal auch nicht mehr so schön und beinahe genial funktionieren. Marodierendes Geld als Vorstufe der marodierenden Banden.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/:konsequenz-aus-der-krise-marodierendes-geld-macht-iwf-nervoes/50211966.html
Rahab schrieb am 10.01.2011 um 13:03
das erinnert mich an die leute, die ihren kindern taschengeld geben, auf dass die es sparen, das schöne geld
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.01.2011 um 13:34
Gerade dachte ich mir: Stark, ein Lichtlein ist mir aufgegangen!
Dann kommt Mariam daher und bringt mich wieder ins Grübeln.

Alien hatte mich zuvor auf den Gedanken gebracht, dass ein islamischer Gottesstaat und der Kommunismus vielleicht doch prima zusammenpassen. Mangel ist ja im Kommunismus systemimmanent. Da wartet man schon mal 17 Jahre oder so auf diese Blechbüchse, die sich Auto nennt. Und Bananen kennt man nur aus dem Fernsehprogramm des Klassenfeindes.
Wenn nun aber alle Deutschen zum Islam konvertiert sind, dann gibt es auch keine Probleme mehr mit der Akzeptanz des Mangels.

So ähnlich dachten sich das wahrscheinlich jene Kommunisten, die sich 1979 an der "Islamischen Revolution" beteiligten und anschließend durch Staatsterror zum Schweigen gebracht wurden. Aber beim nächsten Mal kommt sicher alles ganz anders.

Doch, wie gesagt, Mariam hat mich leider wieder zum Grübeln gebracht. Auch kommunistische Staaten mit Zentralverwaltungswirtschaft haben bisher noch nie ohne Zinsen funktioniert. Vielleicht unter Pol Pot - weiß ich jetzt nicht so genau.
Wie auch immer wir es anstellen: Islamischer Gottesstaat in Verbindung mit Kapitalismus oder mit Kommunismus - wenn Zinsen verboten werden, wird dies zum baldigen Zusammenbruch der Wirtschaft und in der Folge zur Verelendung führen. Auch wenn dafür das Paradies mit den bekannten Annehmlichkeiten winkt, muss ich da, glaube ich, noch mal drüber schlafen.
ebertus schrieb am 10.01.2011 um 13:47
Der dezente Hinweis auf "Religion", auf den Islam war als Lockmittel für Reporter der Zeitung mit den vier Buchstaben gedacht.

q.e.d.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.01.2011 um 13:50
Woher wissen Sie das? Sind Sie "Mariam"?
GeroSteiner schrieb am 10.01.2011 um 13:53
Die Welt ist für die Produktivisten dann in Ordnung, wenn die Menschen als Arbeitskräfte immer weniger kosten und als Käufer immer mehr ausgeben.
So teilt sich diese Welt in Käufer und Verkäufer. Käufer, groß an der Zahl, machen die Ware teuer. Wohingegen ein Verkäufer eine Person ist, die clever genug ist, dir zu raten, was du kaufen sollst, aber dann doch wieder zu clever ist, um es selbst zu kaufen.
Mariam schrieb am 11.01.2011 um 09:13
Freut mich, wenn ich zum diskutieren angeregt habe. Konnte jetzt nicht alles nachlesen, da muss ich zuviel denken wegen der Fremdwörter und da das Hirn unter dem Kopftuch heiß läuft, klappt das nicht so gut.
Warum denken alle immer nur in Extremen? Wie alien schon sagte, heißt Islam nicht, sich zu kasteien und bewußter Konsum bedeutet das doch für alle. Ich muss doch nicht meine religiös ansprechbaren Gehirnteile von Apple und Co. in Wallung bringen lassen, um angenehm leben zu können. Darum ging es schließlich: auf Konsum und Marken hereinzufallen um sich gut zu fühlen. Brauch ich nicht, kaufe aber deshalb trotzdem nicht bei Takko ein. Nehme auch gebrauchte Blümchenkopftücher, wenn mir das Muster gefällt, im türkischen Südosten geht das immer, :-)
Da unser Budget aber keine handgearbeiteten Schuhe und Maßanzüge hergibt, muss mein Mann sichgenau dort einkleiden-die letzten Schuhe die er sich gekauft hat,waren teuer und er trägt sie allerdings auch schon 5 Jahre und die sind wie neu - von Karstadt.
Wo die 60000€ auf meinem Konto sind wüsste ich auch gerne mal - ich fürchte, da wird der Durchschnitt gerechnet, obwohl sich diese Summen auf wenigen Konten häufen. In meiner durchschnittlichen deutschen Familie hat es trotz Fleiß und Sparsamkeit niemand dazu gebracht.
Also ich beschwere mich gar nicht - höchstens über Kreditzinsen für´s türkische Häusle, aufgenommen leider in Deutschland - ich lebe ganz angenehm, aber ohne übertriebenen Luxus und isch abbe auch gar keine Auto (mehr).
Wenn mich aber ein innerliches unbedingt-haben-wollen überkommt, dann werde ich mal an diese neurologischen Untersuchungen denken.
BanaBab schrieb am 11.01.2011 um 15:51
@Mariam,
Blümchenkopftuch wartet jeder Zeit auf Dich! Allerdings entdecke ich bei einigen meiner kopftuchtragenden Nachbarinnen immer wieder sehr schicke neue Modelle und Farben!:-)) Ich habe selten jemand so strahlen sehen wie die jungen Frauen welchen ich für ihr elegantes Kopftuchoutfit ein Kompliment gemacht habe. Ich hoffe Sarazzinleser haben das nicht gesehen und lesen gerade nicht mit:-(
Mariam schrieb am 11.01.2011 um 18:04
Oja, ich werd mich melden wegen Blümchen, :-)
Natürlich freut es auch Muslimas, wenn sie ein Kompliment bekommen - gerade auch mit Kopftuch, gerade weil man ja eher dumme Sprüche erwartet. Ich hab auch schon ein paar lustige Geschichten erlebt, also wirklich lustig und nett.

Hin und wieder treff ich hier übrigens noch alte bayerische Frauen mit Blümchenmodell, die muss ich dann immer anlächeln.
BanaBab schrieb am 11.01.2011 um 19:24
@Mariam,
was gibt es hoffnungsvolleres als mitten im schnuddeligen Winter durch Blümchenmuster auf den Köpfen den nahenden Frühling zu erspüren:-))))g
Mariam schrieb am 11.01.2011 um 22:35
wie wahr, wie wahr
Mariam
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