Mariam

Meryems Welt am Freitag

22.01.2011 | 01:28

Will Iran uns alle zu Junkies machen?

Gestern schrieb die „Welt“ Folgendes:

Der iranische Drogenschmuggel nach Europa
US-Depeschen geben viele Hinweise, dass staatliche Stellen im Iran involviert sind
In einer als „Secret/Noforn“ klassifizierten Depesche (geheim, kein Zugang für Ausländer) versucht die US-Botschaft in Baku am 26. September 2008 die Gründe für den explosionsartig wachsenden Drogenhandel aus dem Iran zu verstehen. Die Beschlagnahmungen entsprechen nur „rund einem Fünftel des Gesamtvolumens an Heroin, das nach Aserbaidschan kommt“, heißt es da, und „95 Prozent kommt aus dem Iran, fast die gesamte Menge geht weiter auf den europäischen Markt“.zum Artikel

Kurz zusammengefasst: es wird konstatiert, dass es in Iran zunehmend Drogenlabore gibt – und dass entweder die Revolutionsgarden oder „der iranische Staat“ in Heroinproduktion und  -handel verwickelt wären – zwecks Geldbeschaffung wegen der Auswirkungen der Sanktionen oder um sich für die Zeit eines möglichen Nachfolgestreites nach dem Ableben des betagten Revolutionsführers Ayatollah Chamenei mit Barem zu versorgen.

Entstanden sind diese Depeschen in der US-Botschaft in Baku – diese ist auch sonst schon als nicht gerade kundig in der Region aufgefallen, auch wenn sie ausdrücklich von Iran-Beobachtern erstellt wurden.

Ganz sicher gibt es ein massives Drogenschmuggel-Problem an der iranisch-afghanischen Grenze. Aber der Regierung oder den Revolutionsgarden als Teil des Militärs zu unterstellen, dass sie in diese Verbrechen verwickelt seien, ist schon eine ziemliche Frechheit. Der Iran hat ein großes Problem mit Korruption – und Drogengeld lockt immer. Das zeigt aber keineswegs eine systematische Unterstützung von Drogendelikten. Dass die Drogenlabore in Iran sich vermehrt haben liegt womöglich daran, dass unter der Besatzung Afghanistans die Menge des produzierten Opiums explosionsartig angestiegen sei.(Im „Spiegel“ gibt es eine ganze Themenseite mit Artikeln zum Thema Drogen in Afghanistan).

Iran ist sicherlich nicht erfreut über die Durchlässigkeit der Grenzen für Drogen. Es investiert nämlich viel Geld in die Bekämpfung der Drogenkriminalität und wird dafür international gelobt: Auszüge aus  einer Reportage von 3sat:

…Dafür kommt der Stoff umso leichter ins Land. Iran ist Frontstaat im Drogenkrieg. 936 Kilometer Grenze teilt sich das Land mit Afghanistan, dem Heroin-Exporteur Nummer Eins in der Welt. Schmuggelpfade gibt es viele. Die iranische Armee kann nur die wichtigsten Schmuggelrouten kontrollieren. Jährlich gelangen tausende Tonnen Opium über die Grenze. Der Iran ist Durchgangsland für einen Großteil der Drogen, die für Europa bestimmt sind. Nur die wenigsten Schmuggler werden in den unübersichtlichen Bergen erwischt. Die Beute ist immer seltener Rohopium. Immer öfter wird der Stoff bereits in Afghanistan zu hochwertigem Heroin weiter verarbeitet.

Immerhin: Ein Drittel der geschmuggelten Drogen wird beschlagnahmt und verbrannt – mehr als in jedem anderen Land. Präsident Ahmadinedschads Drogenpolitik gilt als fortschrittlich – selbst bei der UNO…..

Ein Tropfen auf dem heißen SteinFrüher wurden Süchtige wie Kriminelle eingesperrt. 2002 erklärte der oberste Richter des Landes in einer Fatwa Methadontherapien und die Ausgabe sauberer Nadeln an Süchtige für gottgefällig. Heute versorgen 600 Behandlungszentren im ganzen Land schon mehr als 100 000 Abhängige mit den Ersatzdrogen Methadon und Buprenorphin. Präsident Ahmadinedschad hat angeordnet, diese Zahl in den kommenden Jahren zu verfünffachen. Bald wird es sogar eine staatliche Opiumabgabe geben, für besonders schwer Abhängige, denen anders nicht geholfen werden kann.

Die Mehrzahl der im Gefängnis einsitzenden Iraner ist wegen Drogendelikten dort. Auch hinter Gittern bekommen die Süchtigen nicht nur Methadon und Nadeln, sondern auch Kondome, denn durch das gemeinsame Benutzen von Injektionsnadeln breitet sich AIDS rasant aus. Die Einsicht wächst, dass Abhängige wie Kranke zu behandeln sind. Von den 80 Millionen Dollar, die im Haushalt für Drogenbekämpfung vorhgesehen sind, fließt etwa die Hälfte in den Kampf gegen den Schmuggel – die andere Hälfte in den Kampf gegen den Konsum.

Die genannten Zahlen von Abhängigen sind erschreckend: 3,2 Millionen von 70 Millionen Iranern.

Die Begründungen für die hohe Zahl Suchtkranker in Iran sind aus westlicher Sicht, immer die angebliche Perspektivlosigkeit und Unterdrückung durch das islamische System – was zu belegen wäre. Denn die geschilderten Parties in schicken Appartmenthäusern finden vielleicht im Süden Teherans statt – das ist aber nicht repräsentativ für ganz Iran. Zu unterstellen, dass die armen Iraner derartig freudlos und unterdrückt leben, dass ihnen praktisch nichts anderes übrig bleibt als Drogen zu nehmen ist eine sehr vereinfachte Sichtweise.

Ursachen für Suchtkrankheiten sind immer vielfältig und abgesehen von Problemen im Elternhaus oder in der Schule, vom Umfeld, der sozialen Situation und von einer gewissen ererbten Veranlagung – nichts davon alleine, macht einen Menschen süchtig – gehört eben auch die Verfügbarkeit von Suchtmitteln dazu. Und die ist aus genannten Gründen in Iran eben sehr hoch.Welche Rolle andere Faktoren spielen wäre wohl einige Untersuchungen wert, wenn das Land Strategien entwickeln will, seine Jugend stark gegen diese Versuchung zu machen. Ich bezweifle allerdings, dass „Spass und Konsum“ wie es in der 3sat-Reportage heißt, die Anfälligkeit für Drogenkonsum herabsetzen. Wenn wir uns nämlich in unserer „Spaß- und Konsum“gesellschaft umschauen ist auch zum Erschrecken welche Ausmaße der Konsum von Drogen angenommen hat. Wobei Heroin inzwischen fast das harmloseste ist – allerdings gibt es fast keine Süchtigen mehr, die sich auf ein Suchtmittel beschränken und die Mischung von Cannabis, Alkohol, Heroin, Kokain und synthetischen Drogen ist eine sehr brisante. Ich habe viele Jahre in der Behandlung von Suchtkranken gearbeitet und habe die stetig ansteigende Gewaltbereitschaft eben durch diese Cocktails mitbekommen. Der Trend geht zum Vollrausch schreibt die RP über den letztjährigen Drogenbericht der Bundesregierung. Im Jahr 2009 hatte ich auch schon mal über den Suchtbericht der Bundesregierung geschrieben.

Wir können also kaum einem Land wie Iran seine Anzahl an Suchtkranken vorwerfen. Hier wie dort sind persönliche und gesellschaftliche Umstände mitverantwortlich für die Probleme – und das „Spaß- und Konsumbedürfnis“ ist im säkularen Westen wie im islamischen Iran mit ein Grund für Suchterkrankungen. Drogen & Co. stehen nämlich auch dafür, Unwohlsein nicht aushalten zu müssen und „Genuß sofort“ zu erleben. Nur  hält das leider nicht lange an.

Egal in welchem Land sind allerdings Menschen aus stabilen Elternhäusern in denen Grundtugenden wie Geduld, Respekt, Ausdauer gelebt werden und in denen jungen Menschen genug Freiheit gelassen wird, dass sie sich in ihrer Persönlichkeit entwickeln und gleichzeitig liebevolle Grenzen gesetzt werden, weniger gefährdet als diejenigen, die Freiheit im Sinne von Gleichgültigkeit der Eltern erleben oder denen zu enge Grenzen gesetzt werden.

Und solche ungünstigen Bedingungen sind in beiden „Welten“ zu finden. Die einfache Erklärung dass Iran eine solche ungesunde Atmosphäre hat, dass man als junger Mensch ja praktisch gar keine Alternative gibt als sich mit Drogen wegzubeamen, ist eine große Ungerechtigkeit gegenüber einem Land, dass trotz aller Sanktionen und außenpolitischen Schwierigkeiten eine beispiellose Entwicklung geschafft hat – auch dank der Strebsamkeit der vielen Studenten und Studentinnen. Ein rasanter Aufstieg im Wohlstandsindex der UN und erstaunliche Zahlen in Statistiken über wissenschaftliche Errungenschaften zeigen, dass man Iran nicht nur unter den Aspekten „Unterdrückung, Freudlosigkeit, Armut“ betrachten darf.

Schuld ist das Land schlußfolgerte auch der „Stern“ schon in 2008 – im gleichen Artikel in dem das Engagement gegen den Drogenkriminalität von der UN gelobt wird. Und im gleichen Jahr indem der „Iran-Beobachter“ aus Baku dem Land unterstellt, dass es absichtlich andere Länder verseucht um sich zu bereichern und die anderen zu destabilisieren:

„Dieses Land hat mehr für die Therapie der Rauschgiftsucht getan als jedes andere in der islamischen Welt. Iran hat im Kampf gegen den Schmuggel und bei der Beschlagnahmung illegaler Drogen Außergewöhnliches geleistet.“

Eine kleine Anmerkung zur Korruption in der nicht mehr so geliebten Türkei wird auch noch angehängt: der Oppositionspolitiker Kilicdaroglu, inzwischen Parteivorsitzender der CHP habe den stellvertretenden Fraktionschef der regierenden AKP , Dengir Mir Firat, im Fernsehen beschuldigt in Drogenschmuggel verwickelt zu sein. Da dieser Immunität genieße, könnte man ihn nicht anklagen. Nun – dieser Firat ist wegen anderer Angelegenheiten von seiner Partei herausgeworfen worden und sitzt jetzt als parteiloser Abgeordneter im Parlament. Seine Immunität könnte übrigens aufgehoben werden, wenn man ihm ein derartig schweres Verbrechen vorwerfen könnte. Daraus einen generellen Korruptionsvorwurf zu stricken ist auch etwas arm.



 
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Kommentare
Fro schrieb am 22.01.2011 um 03:29
Danke für die Informationen.
Das scheint ein weiteres propagandistisches Mosaiksteinchen für eine Begründung eines Krieges gegen den Iran, gegenüber der weltweiten Öffentlichkeit zu sein.
Beweise liegen nicht vor, es handelt sich nur um Vermutungen der Botschaftsangehörigen und der Regierung Aserbeidschans, das ein treuer Bündnispartner der USA ist.

So berichtet BildOnline:

„.....Der Verdacht: Mit ihren Drogen-Milliarden aus Amsterdam, London und Berlin finanzieren die Iraner das Regime von Mahmud Ahmadinedschad. Denn es wird vermutet, dass hinter den Deals die iranischen Revolutionsgarden stecken.

UND DAS IST NOCH NICHT ALLES IN SACHEN IRAN!

Auch zum Atomprogramm der Regierung in Teheran hat Wikileaks neue Enthüllungen.
Laut britischem „Telegraph“ verfügt Ahmadinedschad längst über hochangereichertes Uran, das für den Bau von Atomwaffen benötigt wird.“
mehr auf den antiiranischen Propagandaseiten der Bild-Online
Fro schrieb am 22.01.2011 um 03:39
Korrektur:
Beweise liegen nicht vor, es handelt sich nur um Vermutungen der Botschaftsangehörigen der US-Botschaft in Baku und der Regierung Aserbaidschans, das ein treuer Bündnispartner der USA ist.
Rahab schrieb am 22.01.2011 um 09:20
Mariam schrieb am 22.01.2011 um 09:39
Ja es ist genau das Problem, dass die wikileaks Depeschen so aufgeblasen werden, als handele es sich um Tatsachen, wo es nur die mehr oder weniger zutreffenden Erkenntnisse oder Vermutungen staatlich Bediensteter US-Bürger sind. Die haben zwar Unterhaltungswert, aber zuviel Erhellendes habe ich darin nicht gefunden und ich habe so einige durchgelesen. Mit den war diaries ist es das Gleiche: es sind Soldaten, die ihren Vorgesetzten berichten Wenn die also schreiben, dass der Verhaftete Taliban-Verdächtige sich mehrfach für die sooooooo nette Behandlung durch die vernehmenden Soldaten bedankt hat - sollen wir das glauben oder uns an waterboarding und andere nette Verhörmethoden erinnern? Mich ärgert, dass die Presse nun diese Depesche als das Beweisstück hinstellt und all die anderen Ergebnisse der internationalen Zusammenarbeit ignoriert.

@Rahab: es gehen doch ständig Meldungen über die hohe Zahl von Hinrichtungen in Iran seit Jahresbeginn durch die Medien? Ich halte zwar nichts davon, Straftäter hinzurichten, wer allerdings mit Drogen handelt, weiß in Iran, welches Risiko er eingeht. Zu der Frau Bahrami kann ich nichts sagen, hab mich damit noch nicht beschäftigt.

Das Drogenthema ist für mich auch ein sehr persönliches, weil ich wie gesagt viele Jahre mit Abhängigen gearbeitet habe. Und da kann man schon manchmal verzweifeln ob der Mengen die zur Verfügung stehen.
Man kann jetzt Iran nicht kritisieren, dass dort mehr Drogen produziert werden, während unter der Besatzung Afghanistans der Mohnanbau explodiert. Klar wird mehr Heroin produziert, wo mehr Rohstoff vorhanden ist. Das Land investiert soviel Geld und auch Menschenleben in die Bekämpfung der Kriminalität, während "wir" in Afghanistan diesen Anbau dulden - auch dadurch, dass den Menschen keine Alternative geboten wird. Ich habe kürzlich das Buch von Reinhold Erös besprochen, in dem er u.a. auch eine Geschichte eines Mohnbauern schildert, der versucht hat, auf Weizen umzustellen. Sehr interessant, wie das boykottiert wird.
Rahab schrieb am 22.01.2011 um 09:56
nein, Mariam
das gehen sie eben nicht
sondern da wird 'politisch' sortiert, was ins bild paßt und was nicht

da nun aber das thema recht&politik für mich ein persönliches ist....
eykiway schrieb am 22.01.2011 um 09:58
Werte Mariam
I n Afgahnistan war die Taliban an der macht. Der Opium Anbau ging
um 95% zurück. Jetz da die AMIs wieder da sind ist der Anbau förmlich explodiert.
Deutsche Soldaten bewachen da die Felder.
Die Amis legen sich alles so zu Recht wie sie es gerade brauchen.
Meine ganz Subjektive meinung ist DAS DIE AMIS ES SIND DIE DAS LAND DA MIT DROGEN FLUTEN UM DAS VOLK ZU ZERSETZEN UND ZU ZERSTÖREN DIESE GESELLSCHAFT
nil schrieb am 23.01.2011 um 01:34
@eykiway

Ganz genau.

Wenn die Bevölkerung nicht für 1,- Euro am Tag, für irgendeinen Wirtschaftsmafiosi arbeiten soll, und es in einer Wüstenregion nun mal für arme Bauern keine alternative zu Mon gibt, weil das von verschiedenen Mafiosiinteressensgemeinschaften nicht erwünscht ist, und die Bauern blockiert werden, wird sich daran auch nicht so schnell etwas ändern. In einer wüstenklimatischen Region können die Bauern mit Opium ganz gut umgehen, da es auch ein Stück weit zu ihrer Kultur gehört, als mit Alkohol, was eben zur westlichen Kultur gehört. Der Karsai täte gut daran, das Opium z. B. für medizinischen Zwecke zum Verkauf, zu legalisieren. Illegal landet es schließlich sowieso auch z. B. in Hamburg, als staatlich verordnete Medizin für Süchtige, weil besser als künstliche Pharma Substanzen.
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 10:39
Soll jetzt mit den unbestrittenen Problemen Afghanistans nun Hetze gegen die USA und Ablenkung vom "Gottesstaat" Iran befördert werden?

Relativieren hilft auch hier nicht weiter!
Rahab schrieb am 22.01.2011 um 11:01
bewahre!
wo doch noch so viel uran-munition über ist
da muß so nen bißchen kriegshetze mal geschluckt werden
wo's doch mit den waffenvernichtungswaffen von saddam hussein auch so gut geklappt hat, wallah
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 11:16
Afghanistan, WikiLeaks, USA und jetzt noch Irak, ein weites Feld fürwahr, allerdings alles OT.

Bemerkenswert, dass ausgerechnet die Blogeröffnerin damit angefangen hat.

Aber "Man kann jetzt Iran nicht kritisieren, dass dort mehr Drogen produziert werden, während unter der Besatzung Afghanistans der Mohnanbau explodiert." sagt die Blogeröffnerin, dann frage ich mich, wozu also das Blog?
Rahab schrieb am 22.01.2011 um 11:28
vielleicht, um vom vorurteil über den 'gottesstaat' zu einem urteil (oder so was ähnlichem) zu gelangen?
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 12:04
klar, einverstanden, nur müsste man dann auch darüber reden und nicht über andere.
Rahab schrieb am 22.01.2011 um 12:12
je nun
die beziehungen der anderen und zu den anderen gehören da immer mitbetrachtet
oder?
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 01:46
also das mag ja im Diskussionsverlauf längst überholt sein, aber ich rätsele immer noch, was der Sinn dieses Beitrags ist? Alles was Du aufzählst ist sehr wohl Bestandteil dieses Blogs und nicht OT.
ForenBoy schrieb am 23.01.2011 um 11:43
Keineswegs, ich sehe dieses Blog, wie sehr viele andere auch, als nichts anderes als tendenziöses hilfloses Herumrudern von Ertrinkenden.
Vergleichbar mit den abstrusen Zuckungen, die man in diesen Wochen bei der FDP beobachten kann.

Anders kann ich die schlecht recherchierte Flut von 3-10 fach-Blogs zum selben Thema nicht einordnen.

Statt sich gemeinsam zu mehrerern Nutzern über PN zu verständigen und gemeinsam ein Blog gut recherchiert zu schreiben, das dann von einem eingestellt wird, will jeder der erste sein, der mit dem Thema auf den Markt kommt.

Mit Qualität und Seriosität hat das absolut nichts zu tun.
Vor allem verleidet es das Interesse am Thema, da wohl niemand Interesse daran haben wird in 5 Themen gleichen Blogs die selben Gedanken posten?

Deshalb wird wohl auch mehr über OT fabuliert und persönlich diskreditiert denn über das Thema selbst gesprochen.
Mariam schrieb am 24.01.2011 um 08:40
Ähm-wer bitte wird hier persönlich diskreditiert? Deine Einlassungen sind für mich etwas sonderbar, da Du meinst, ich müsse mich für meine Themenauswahl rechtfertigen, das sehe ich mal gar nicht so. Wen es nicht interessiert, der muss es nicht lesen. Ich komme übrigens nicht dazu, alle blogs zu durchstöbern - da gibt es tatsächlich dieses Thema mehrfach?
Mit der FDP möchte ich nun aber wirklich nicht verglichen werden.:-)
Ich finde, diese Diskussion hier beschäftigt sich abgesehen von einigen OTs wie Deinen, sehr wohl mit dem Thema des Artikels, nämlich einerseits der Rolle Irans im Zusammenhang mit Drogenkriminalität und zweitens mit der Frage, wie man grundsätzlich mit dem Thema umgeht.
ebertus schrieb am 22.01.2011 um 11:50
Meine Antwort wäre, oft schon von vorgeschlagen und diskutiert, die kontrollierte Freigabe harter Drogen. Über das "kontrolliert" darf gern diskutiert werden, ohne die "Freigabe" damit klammheimlich in das Gegenteil zu verkehren.

Aber solange (illegaler) Drogenkonsum Bestandteil des herrschenden Systems ist, solange ein Subproletariat in jeglicher Ausprägung "nützlich" ist, solange Heilsbringer und Brunnenbohrer mit der zelebrierten (Pseudo)Bekämpfung vollkommen andere Inhalte und Ziele transportieren, solange ist auch dieser Blog hier nützlich. Danke!
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 12:17
ein seltsames Konglomerat von Rechtfertigungen für das Blogthema.

Ich denke nicht, dass der Iran irgend eine Einmischung von außen zulässt.
Dem Problem selbst wäre bestenfalls durch den Verzicht auf Drogen zu begegnen, den ich favorisiere.
Nur dadurch würde der Markt weg brechen und in Folge auch die Produktion.

Alles andere dürfte an der Situation nichts ändern.

Aber vielleicht soll dem Iran hier ja nur ein besseres Image verpasst werden. Jedenfalls hört es sich so an.
ebertus schrieb am 22.01.2011 um 12:35
Also den Donnerstag vermisst man überhaupt nicht.
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 12:39
Im Freitag hat ein Donnerstag ja auch keinen Platz.....:-)

wer zu früh kommt, den bestraft .............
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 12:39
Im Freitag hat ein Donnerstag ja auch keinen Platz.....:-)

wer zu früh kommt, den bestraft .............

obwohl, bei mir kommt der Freitag am Donnerstag.....
khad schrieb am 22.01.2011 um 17:42
@ebertus
"Also den Donnerstag vermisst man überhaupt nicht."
Ein bisschen fehlt er mir schon.
Das Original ist halt besser als der eingewechselte McCarthy.
ebertus schrieb am 22.01.2011 um 18:05
@khad

Ist das jetzt eine Würdigung oder eine Beleidigung...?

für Mc Carthy, versteht sich...!

Ansonsten und wegen dD, natürlich :)
dame.von.welt schrieb am 22.01.2011 um 18:19
www.freitag.de/community/blogs/derdonnerstag der 'Historiker, Freier Journalist' - weder hat er sich selbst noch wurde er deaktiviert. Es ist nur seit 2 Tagen wohltuende Stille, danke @dD.

Ansonsten - am Samstag kommt das Sams, hm?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 22.01.2011 um 23:24
Bitte, gern geschehen.
Leider bin ich noch nicht so verpeilt wie manch anderer. Natürliche Reaktionen bleiben daher nicht aus. So wird mir regelmäßig schlecht, wenn ich solche verlogenen Propaganda-Beiträge wie diesen hier lese. Nebelkerzen, um von den Kriegsvorbereitungen des Iran abzulenken. Oder wozu braucht das Regime unbedingt Atomwaffen, während es gleichzeitig die Subventionen für Benzin und Lebensmittel kürzen muss?

So doof kann eigentlich niemand sein, um derart offensichtliche Lügen wie diese hier zu glauben: "Auch hinter Gittern bekommen die Süchtigen nicht nur Methadon und Nadeln, sondern auch Kondome"
Im Iran! Sicher ist, dass die Häftlinge, die wegen tatsächlichen oder untergeschobenen Drogenbesitzes (als Dissidenten z.B.) Elektroschocks bekommen. Methadon bekommen sie garantiert nicht.
Und Kondome erst recht nicht. Oder werden in den iranischen Knästen etwa Frauen und Männer zusammen eingesperrt? In einem reinen Männerknast wären Kondome ja überflüssig, da es im Iran keine Schwulen gibt, wie der Präsident selbst sagte.
ForenBoy schrieb am 22.01.2011 um 23:36
mir kam es auch wie Imagepolitur für den Iran vor, zumal weil zunächst von allem anderen, nur nicht vom Blogthema selbst gesprochen wurde.

Hier wird wohl gerne RELATIVIEREN groß geschrieben.
khad schrieb am 22.01.2011 um 23:54
@dD
"Nebelkerzen, um von den Kriegsvorbereitungen des Iran abzulenken. "

Der Iran bereitet sich auf Krieg vor?
Wer wird angegriffen werden?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 00:14
Ach, ich bin aber auch naiv. Die Atomraketen sind sicher nur, um Salut zu schießen, wenn demnächst der Mahdi kommt.
Und ich dachte doch glatt, mehrfach von iranischen Politikern gehört zu haben, sie wollten dieses kleine Land da - in dem es sicher auch ganz viele Drogis gibt, von wegen westlicher Konsum, Dekadenz und so ... - vernichten, von der Landkarte fegen etc. Muss ich mich wohl verhört haben.
khad schrieb am 23.01.2011 um 00:28
@dD
Wieviele A-Raketen stehen im Iran denn so rum?

Als Historiker sollten Sie doch wissen, dass die Atomraketen u.a. in den USA und in diesem kleinen Land stehen. Wer bisher A- Waffen eingesetzt hat, sollten Sie eigentlich auch wissen. Wer die letzten Angriffskriege begonnen hat, ist auch kein Geheimnis.

Wenn Sie heute noch mit dem Blödsinn von "von der Landkarte fegen" kommen, sind Sie wahrscheinlich mindestens so "verpeilt wie manch anderer."
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 01:29
achja, manche können eben nicht lesen
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 01:39
Imagepolitur? Wohl eher Einseitigkeitskorrektur, :-)
Komisch, dass in Iranangelegenheiten auf einmal die UN oder IWF oder andere internationale Institutionen die dort arbeiten nicht mehr kompetent sein sollen. Komisch, das manche wieder und wieder wiederkäuen, was lange vom Tisch ist Vielleicht klebt man als Historiker an der Vergangenheit und wenn es auch nur die Lügen der Vergangenheit sind.
Wie schon an anderer Stelle gesagt: wer in dieser Art über Iran redet, wird den iranischen Bürgern nicht gerecht. Die brauchen nämlich kein Mitleid und wollen nicht wie arme Opfer behandelt werden. Die sind durchaus stolz darauf, was das Land leistet und, tatsächlich, es gibt ein recht fortschrittliches Gesundheitswesen, auch für Suchtkranke. Und ein großes Aufgebot von Menschen, die versuchen die Grenze gegen Drogenschmuggler zu verteidigen.
Aber wer sich in der Bild informiert, weiß natürlich besser, dass Iran DER Dealer ist.
Ne wirklich, das ist zu platt.
nil schrieb am 23.01.2011 um 02:03
@Mariem

Ärgern Sie sich nicht. DerDonnerstag ist einer von den besonders Ungebildeten Zeitgenossen;) Mal sehen wer noch alles auf den ersten Rängen landen wird. Es sind schon einige. Ich weis nur nicht ob ich lachen soll? Naja, ich gebe es zu, ab und zu, mußte ich wirklich lachen;)
Ich finde, die Perser sind in der Regel sehr feinsinnige Menschen. Die beste Freundin von meiner Mutter ist mit einem Perser verheiratet. Den mag ich sehr gerne.
Die Perser wollen jetzt nun mal auch Atomkraftwerke betreiben. Dummerweise denken sie das Atomkraft gut ist. Das ist scheiße! Aber wenn Helmut Schmidt und Angela Merkel für Atomkraft sind, dann ist das alles ganz schön scheiße!!
Da gibt es auch ein tolles Buch über die ganze scheiße: von Harry G. Frankfurt mit dem Titel, Bullshit:)
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 02:09
Ja echt - ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mich mal für das Recht eines Landes auf Nutzung von Atomenergie stark mache - wo ich doch denke, dass kein Land das nutzen sollte. Ich hab schon früher nicht geglaubt, dass die kommunistischen AKWs sicherer waren als die kapitalistischen - und ich glaube auch nicht, dass das bei den islamischen AKWs so ist. Und dass das Entsorgungsproblem gelöst wurde, hab ich aus Iran auch nocht nicht gehört.
Aber was will man machen, Recht ist Recht und das haben sie. Das war jetzt aber wirklich oT. :-)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 02:32
@"nil"
Über die eigene Dummheit lässt sich bekanntlich am besten lachen.

ungebildeten
weiß
Dummerweise denken sie, dass Atomkraft gut ist.

Im übrigen sind garantiert nicht alle "Perser" "feinsinnige Menschen". Genauso wenig wie sämtliche Angehörige irgendeiner anderen Nation.
nil schrieb am 23.01.2011 um 02:47
@dD

Korrektur!

Ich meinte die persische Regierung, die Atomenergie nutzen wollen.

Und richtig, weiß mit ß....

Da waren Sie aber ganz schön aufmerksam um diese Urzeit;) Aber ich werde Ihnen das trotzdem nicht als plus Punkt anrechnen....
nil schrieb am 23.01.2011 um 02:47
@dD

Korrektur!
Ich meinte die persische Regierung, die Atomenergie nutzen wollen.
Und richtig, weiß mit ß....
Da waren Sie aber ganz schön aufmerksam um diese Urzeit;) Aber ich werde Ihnen das trotzdem nicht als plus Punkt anrechnen....
nil schrieb am 23.01.2011 um 02:47
@dD

Korrektur!
Ich meinte die persische Regierung, die Atomenergie nutzen wollen.
Und richtig, weiß mit ß....
Da waren Sie aber ganz schön aufmerksam um diese Urzeit;) Aber ich werde Ihnen das trotzdem nicht als plus Punkt anrechnen....
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 03:30
... nutzen will.
Uhrzeit
Pluspunkt
weinsztein schrieb am 23.01.2011 um 04:22
Es sprach gerade der kleine Herr Lehrer.
Michael Nicolai schrieb am 29.01.2011 um 02:03
@Forenboy

Was meinst du eigentlich genau mit "Relativieren"" ?Groß geschrieben wirds ja ganz offensichtlich..:)
Ich glaube nicht, das die ewige unterstellende Vermutung, von irgendetwas ablenken oder rechtfertigen zu wollen weiterbringt..nicht jeder denkt manipulativ, manchen gehts einfach um Tatsachen. Und die Tatsache der Merkwürdigkeit explosionsartig angestiegener Opium-Exporte aus Afghanistan seit der US-Besatzung könnte man ruhig mal konsequent zu Ende denken. Oder sind die Mohnfelder in unzugänglichen Höhlen um Tora-Bora versteckt? Unter den mobilen Massenvernichtungwaffen-Labors vielleicht? Ich frag ja nur...
Drogen als Geldbeschaffungsmaßnahme sind schließlich, gerade im Zusammenhang mit der Army, nichts Neues. Angefangen mit Vietnam über die Iran(!)-Contra -Affäre der 80er unter Beteiligung des heute wieder im Kongress sitzenden Heroin -und Waffen-Schiebers Mr. Oliver North.
Unter diesen Vorraussetzungen halte ich es für viel wahrscheinlicher, das dem Iran hier ein Problem aufgehalst werden soll, aus einschlägig vorbestrafter Quelle. Ohne hier irgendetwas relativieren zu wollen- oder eigentlich doch.
ForenBoy schrieb am 29.01.2011 um 03:10
hi Michael,
ich sehe, Du hast mein Wortspiel verstanden und Dir sogar Deine Frage selbst beantwortet.
nil schrieb am 01.02.2011 um 02:08
Hier etwas wichtiges über Atomkraftwerke. Vielleicht interessiert es Dich, auch wenn manche Leute vielleicht meinen werden, daß es nicht zum Thema passt.

www.walter-russell.org/de/AtomkraftArtikel.php
Mariam schrieb am 22.01.2011 um 17:20
Wozu der Beitrag? Um platter Hetze etwas entgegenzusetzen, die man getrost unter Kriegsvorbereitung verbuchen kann.
Es ist etwas eigenartig, dass diejenigen die beklagen, dass die Iraner unterdrückt wären, bei jedem Thema rund um das Land immer nur mit dessen Menschenrechtsverletzungen argumentieren. Als ob in Iran alles ein einziger Topf ist. Dass sie dabei die Iraner alle mit in die Suppe werfen, gänzlich ohne Anerkennung für die Leistungen der iranischen Bevölkerung ist doch seltsam, oder?
Zu diesem Thema kann man zur Kenntnis nehmen, dass die Iraner das Opfer der Kriminellen sind, die den Drogenhandel in großem Stil betreiben. Und gleichzeitig kann man feststellen, dass die iranischen Bürger einen Riesenanteil an der Bekämpfung des Problems leisten, sowohl durch Einsatz von Menschenleben als durch Steuereinnahmen, die man auch woanders gebrauchen könnte. Man kann auch sehen, dass die Iraner nicht hinter dem Mond leben mit ihrer medizinischen Versorgung usw.usw. Und was andere Themen angeht, wie den technologischen Fortschritt, brauchen sie sich eben auch nicht zu verstecken, im Gegenteil.
Wenn man die Springerpresse liest, sitzen die Iraner allesamt freudlos in dunklen Höhlen und verstecken sich vor Sittenwächtern und ihrem "irren" Regierungschef.
Diejenigen die angeblich auf Seiten der iranischen Bürger stehen, sprechen ihnen damit jegliche staatsbürgerliche Würde ab. Allenfalls dürfen sie noch heimlich Alkohol und Drogen konsumieren um ihr schweres Schicksal zu ertragen. Als ob es keine gebildete und aktive Bevölkerung gäbe. So wird man dem Land nicht gerecht.

Natürlich wäre ein Verzicht auf Rauschmittel das beste Mittel, diese aus der Welt zu schaffen. Ist aber nicht sehr realistisch, auch wenn man natürlich nicht aufhören soll, das anzustreben.

Freigabe von allen Drogen? Hab ich früher auch mal vertreten, weil man eben des Schmuggels nicht Herr wird. Dann würde der Preisverfall gewaltig sein und das Geschäft nicht mehr lohnen. Aber von der Einstellung bin ich abgekommen angesichts der grausigen Auswirkungen besonders von bestimmten Drogenkombinationen. Das Gift kann man nicht so unters Volk lassen, während die Apotheke mir nicht mehr als 20 Stck. Paracetamol verkaufen darf.

In Anbetracht des schlimmen Mischkonsums, haben die Iraner ja noch "Glück" weil sie nah an der Quelle sind und relativ unverschnittenes Heroin bekommen, das vermute ich jedenfalls mal.
ebertus schrieb am 22.01.2011 um 18:08
@Mariam

Wegen der Freigabe sprach ich ja von "kontrolliert", im Sinne von Agieren, anstelle von Reagieren.
Mariam schrieb am 22.01.2011 um 17:23
Hier kann man übrigens die iranischen Konzepte rund um Drogenbekämpfung nachlesen. Top aktuell - da gibt´s nix zu meckern:
www.unodc.org/iran/en/drug_crime_situation.html
Mariam schrieb am 22.01.2011 um 20:52
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Droge kontrollieren lässt. Also prinzipell müsste man das dann in der Apotheke abgeben. Und wie? Auf Rezept? Und wenn man was will und keine Rezept hat, dann entsteht schon Schwarzhandel. Man muss ja nur auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen schauen - die Altersgrenzen kann keiner kontrollieren wenn der große Bruder den Stoff kauft.
Und wie soll man das Risiko von Überdosierung ausschließen? Die Wirksamkeit lässt zwangsläufig nach, d.h. man braucht immer mehr. Wo soll dann die Abgabegrenze sein?

Ne, ich seh da keine Chance. Außer in der kontrollierten Abgabe an Abhängige statt Methadon. Mit Metha- oder Polamidon ist nämlich kaum einer zufrieden und daher haben wir die ganzen Probleme mit Polytoxikomanie. Und natürlich werden die Behandlungskriterien fast nie eingehalten. Ich habe 18jährige Süchtige kennen gelernt, die schon mehrere Jahre substituiert wurden, ohne je einen Entgiftungsversuch gemacht zu haben.

Das Ziel der Behandlung muss ja grundsätzlich (Drogen)freiheit sein. Wenigstens versuchen sollte man es doch, sonst bleibt der Mensch sein Leben lang abhängig mit allen Einschränkungen im Alltagsleben.

Übrigens werden alle Behauptungen des obigen Botschaftsheinis durch den Weltdrogenbericht 2010 widerlegt.Bin grad mal durchgesaust.
Rahab schrieb am 22.01.2011 um 23:45
ich hätt das gern mal auf feuerwerk durchgespielt!
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 01:30
Versteh ich nicht, was meinst Du mit Feuerwerk?
Rahab schrieb am 23.01.2011 um 06:02
kontrollierte abgabe und suchtstruktur
und grundsätzliche (Drogen)freiheit

paßt alles nicht zusammen

und hat sich mal wer die praxis im Iran angeschaut?
dame.von.welt schrieb am 23.01.2011 um 11:35
Es ist offenbar schwieriger, Methadon zu entziehen, offenbar gibt's sehr viel schlimmere Entzugserscheinungen als bei Heroin. Einer der Gründe, warum in D mittlerweile mit Heroin, bzw. mit Morphium substituiert wird.

Eine andere Frage ist die nach dem Rausch, der bei Methadon ja nicht vorkommt, lediglich die Entzugserscheinungen werden unterdrückt.

Eine vollständige Drogen-/Rauschfreiheit halte ich für vollkommen illusorisch und die allermeisten Therapien für verfehlt. Erfolgversprechender wäre aus meiner Sicht die Behandlung der Traumata, die sehr oft der Sucht nach einer Droge zugrunde liegen. Dafür aber muß der Patient bereit und überhaupt dazu in der Lage sein und es muß auch ein Angebot an Therapieplätzen geben. Das ist in D nicht der Fall, vom Iran wohl zu schweigen.

Mit UNODC wäre ich als Quelle sehr vorsichtig, ich halte deren Arbeit nicht für gut oder seriös und die Berichte für dementsprechend geschönt. Ich durfte das im goldenen Dreieck besichtigen, der Vorläuferregion Afghanistans für den Anbau des weltweiten Opiumbedarfs - dort wurde der traditionelle Anbau von Mohn unterbunden, seitdem hängen die Bauern in großer Zahl am World-Food-Program, weil UNODC es null auf die Reihe bekam, Alternativen zum Mohnanbau anzubieten. Das widerspricht jeder Zielsetzung von Entwicklungsarbeit, nämlich der Hilfe zur Selbsthilfe und dem Gebot der Nachhaltigkeit. Es kann nicht Sinn der Übung sein, Arme ärmer zu machen!

UNODC betrachtete auch für Afghanistan sehr wohlwollend die smarte Idee von Dirk Reinecke (Versicherungsmakler, Diplom-Volkswirt) und Helmut Burdorf (Lehrer, promovierter Chemiker), nämlich das Säen von opiumarmem Mohn vom Flugzeug aus. Wie man das wohl nennen würde, würde in Europa Saatgut vom Flugzeug aus verstreut. Bio-Terrorismus vielleicht?

Wer dazu weiterlesen möchte, es gab einen kritischen, etwas GTZ-lastigen, redaktionellen Artikel www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/schlafmohn-afghanistan-taliban?page=all und einen Leserartikel der beiden damit unzufriedenen 'Experten' dazu community.zeit.de/user/burdorfbm/beitrag/2009/11/07/drogenanbau-afghanistan-die-alternative-f%C3%A4llt-vom-himmel , letzerer mit ellenlanger interessanter Diskussion.

Bei Opium zeigt sich eigentlich ganz hervorragend, daß die Welt sehr klein und rund ist. Gäbe es keinen Krieg in Afghanistan, gäbe es nicht soviel Opiumanbau dort. Gäbe es keine Nachfrage nach Opium, ebenso - das gilt auch für die extreme Zunahme der Heroinsucht in den Transferländern, dabei auch nicht nur der Iran, dramatisch auch in den ehemaligen Sowjetrepubliken. Gäbe es nicht die verfehlte Politik des BtmG in D, gäbe es das Elend der Junkies hier nicht und auch nicht die sehr gut gefüllten Taschen der Drogenmafia, die von der Illegalität des Heroin direkt profitieren - man hat sich diese Mafia gezüchtet. Gäbe es hier eine Zivilisation, würde man sich solches Elend und Unrecht nicht leisten. Die legale Herstellung von einem Gramm reinem Heroin würde unter 3€ kosten! Über die Straßenpreise bin ich nicht im Bilde, sie bieten jedenfalls eine traumhafte Gewinnspanne.

Man würde hier auch verstehen, warum arme Bauern in einem seit 30 Jahren andauernden Krieg Opium anbauen - man kann es nicht aufessen, es ist in kleinen Mengen bereits wertvoll, es verdirbt nicht, dient als zweite Währung. Bis auf die Provinz Helmand wird Opium eigentlich als Zweiternte angebaut - erst durch den Krieg wurde es zur Haupternte.

Man sollte bei der Diskussion immer die beiden hauptleidtragenden Gruppen an beiden Enden der Kette im Auge behalten: die Opiumbauern und die Junkies. Ohne an deren Situation grundlegend etwas zum Besseren zu verändern, kann nicht ein einziges Konzept zur weniger Heroinsucht auf der Welt funktionieren.
Der ganze große Rest dazwischen ist Wirtschaft und Politik mit verschwimmenden Grenzen zwischen Legalität und Illegalität - in der bisher dargebotenen Form erzeugen beide ausschließlich Elend und Leid.
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 19:34
Substitution mit Heroin gibt es nur in einigen Modellprojekten - und der Entzug von Methadon ist wirklich sehr schwierig und je nach Dauer der Einnahmezeit extrem langwierig-und das bei Menschen die es nicht mehr gewöhnt sind, auch nur kleine Wehwehchen auszuhalten. Darum brechen das auch so viele ab. Und die Substitution bringt natürlich keinen Kick, also nehmen sie Kokain dazu, Alkohol, Pillen und schon haben wir eine Zeitbombe.
Darum halte ich gar nichts von vorschneller Substitution, man muss doch wenigstens versuchen, dem Abhängigen seine Freiheit zurückzugeben. Ich kenne auch keine substituierende Praxis, die die Kriterien einhält, ist auch schwierig bei dem Klientel, das sehr fordernd ist.
Therapieeinrichtungen in Iran kenne ich nicht, die Unodc beschreibt jedenfalls Sozialarbeit. Ich bin gerade in Kontakt mit einem Mitarbeiter - vielleicht weiß der was. Würde mich ja total reizen, da zu hospitieren.

Ich glaube nicht, dass der UNODC das Problem der fehlenden Alternativen für die Bauern nicht klar ist. Aber da steht dann die Politik im Weg, der es womöglich ganz recht ist, die Menschen in Abhängigkeit zu halten. Oder wie Herr Erös beschreibt, die Umstellung auf anderen Anbau zu boykottieren, in dem man den Markt für Weizen bspw. ruiniert.
Vermutlich sind die Süchtigen in Iran noch einigermaßen besser dran als hier, was die Gesundheitsgefahren durch Streckmittel angeht. Ob es genug saubere Spritzen gibt, weiß ich auch nicht - aber das ist auch bei uns ein Problem
dame.von.welt schrieb am 23.01.2011 um 22:40
@Mariam um 19:34
'bei Menschen die es nicht mehr gewöhnt sind, auch nur kleine Wehwehchen auszuhalten.' ... 'schon haben wir eine Zeitbombe.' ... 'halte ich gar nichts von vorschneller Substitution, man muss doch wenigstens versuchen, dem Abhängigen seine Freiheit zurückzugeben.' ... 'schwierig bei dem Klientel, das sehr fordernd ist.'

Ihre Empathie für Junkies hält sich in engen Grenzen, oder? Jemand, der sich Tag für Tag, oft mittels Kriminalität, Zwangsprostitution etc., jedenfalls unter schwierigsten Bedingungen, mit der Angst um die nächste Dosis Droge beschäftigt, hält wohl unausgesetzt 'kleine Wehwehchen' aus, nein? Die verschärften Schwierigkeiten, die durch polytoxischen Drogenkonsum entstehen, sind mir bekannt, aber von Suchtkranken als 'haben wir eine Zeitbombe' zu sprechen, finde ich etwas zynisch. Ich wüßte auch gern, wie Sie sich konkret die 'Rückgabe' persönlicher Freiheit (wer gibt sie zurück, Sie?) bei einem Suchtkranken ganz ohne Substituierung vorstellen? Sucht fordert - ein Allgemeinplätzchen.

Interessieren würden mich brennend Informationen Ihres Kontakts bei UNODC. Die Arbeit von UNODC aber, ich schrieb es bereits - lausig, die Berichte wenig vertrauenerweckend. Was weniger an einzelne Mitarbeiter, als an die Leitung kurz vorm Ruhestand, namentlich Antonio Maria Costas und an dessen politische Korrumpierbarkeit geht. Hier die freien Jobs bei UNODC/Iran www.un.org.ir/Job_Lists.asp?AgencyID=38 ich möchte bezeifeln, daß Sie dort überhaupt als Volunteer arbeiten können.

Meines Wissens wird in Afghanistan und im Iran Heroin, Opium sowieso, eher geraucht als gespritzt. Ich fürchte aber, daß das Problem der Beimischungen eins der geringeren Probleme der Suchtkranken in beiden Ländern darstellt.
Mariam schrieb am 24.01.2011 um 08:48
Nein, dass ich keine Empathi für Drogenkranke habe, brauche ich mir nicht nachsagen lassen. Aber auch keine beschönigende Sichtweise - ich habe genug dazu erlebt und kann schon beschreiben, wie sich die Patienten verhalten. Und da sind Polytoxikomane wirklich oft Zeitbomben, das macht nun mal diese Mischung aus - man braucht nur mal ein paar Tage in einer Notaufnahme einer Großstadt hospitieren, dann wird man unweigerlich damit konfrontiert.
Über dem Satz mit der persönlichen Freiheit habe ich länger nachgedacht - eine bessere Formulierung fiel mir nicht ein. Natürlich erwirbt sich der Suchtkranke seine Freiheit selber zurück. Aber ein großer Teil wird es ablehnen, das überhaupt zu versuchen, aus Angst vor dem Entzug. Da finde ich, dass man schon versuchen muss, die zu "ihrem Glück zu zwingen".
Ich weiß, das ist auch eine blöde Formulierung, aber ist es denn medizinisch richtig, junge Leute lebenslang von Methadon und Co. abhängig zu machen? Ohne wenigstens zu versuchen, dass sie entgiften? Tut mir leid, das sehe ich auch als Kunstfehler an und die Kriterien für Substitution sind auch nicht so, dass sie das erlauben. Nur hält sich kaum einer dran.
dame.von.welt schrieb am 24.01.2011 um 09:49
Das, liebe Mariam, ist aber der springende Punkt - der Suchtkranke muß die Unfreiheit, die die Sucht mit sich bringt, SELBST so zum Kotzen finden, daß er/sie sich die Freiheit davon wünscht und bereit ist, dafür allerhand zu tun. Ohne dieses Bedürfnis nebst dahinterstehendem schrecklichen Leid scheitert jede Therapie. Substituierung kann (muß nicht) einem Süchtigen wenigstens soviel Freiheit geben, der Panik um die nächste Dosis ledig zu sein, ein bißchen menschenwürdiger leben zu können und damit auch Ressourcen zur Änderung des Lebens frei zu haben. 'Zum Glück zwingen' kann man ja nicht mal Gesunde. Bei Suchtkranken kann man nach meiner Erfahrung im Grunde nur daneben stehen, den Moment des tiefsten Leids abpassen und dann adäquate Hilfe anbieten. Daß die Realität anders aussieht, ist mir bekannt.

Eine Überlegung dazu wäre mir aber noch wichtig, nämlich wie tief die permanente Angst um die nächste Dosis Menschen prägt. Bitte vergleichen Sie dazu das Leben der Junkies heute mit den Morphinisten bis in die 1930er Jahre, von denen sehr viele vollgültige und völlig unauffällige Mitglieder der Gesellschaft waren, z.B. in medizinischen Berufen gearbeitet haben.

Daraus folgt nämlich: nicht so sehr die Droge Opiumderivat nebst Sucht macht das Elend aus, sondern die Umstände, in denen die Junkies durch die Illegalität ihrer Droge leben müssen. Der polytoxische Konsum von in der Mischung brandgefährlichen Drogen ist nur eine weitere Spielart der Illegalität.

Daraus folgt desweiteren: die Illegalität ist dringend zu überdenken. Alles andere halte ich für sinnloses Rumdoktern an Symptomen nebst Inkaufnahme von Elend nebst Mästung einer Mafia nebst Eingriffen *war on drugs* in die Souveränität anderer Länder. Dabei spielt UNODC eine ungute Rolle.

Interessieren würden mich Ihre Quellen (z.B. 'Ein Tropfen auf den heißen Stein' funzt nicht) zur Sozialarbeit im Iran und zur Versorgung von Junkies in den Gefängnissen. Es scheint mir wenig glaubhaft, daß im Iran die Regel sein soll, was in D nicht für 5ct klappt. Hier werden Drogen in erschreckend großem Maßstab in den Gefängnissen geduldet - Gefangene unter Drogen sind ruhig. Die Versorgung mit Besteck und Kondomen läßt meines Wissens hier immer noch sehr zu wünschen übrig.
Mariam schrieb am 25.01.2011 um 09:08
Na anscheinend haben auch die Iraner verstanden, dass sie kein drogenfreies Gefängnis haben können, erst recht, wenn die Mehrheit der Gefangenen ein Suchtproblem hat - womöglich noch mehr als hier.
Man kann das alles auf UNODC Seiten finden.
Ich behaupte allerdings dass man hier wie dort wohl schlicht resigniert hat - Gefangene unter Drogen sind nämlich keineswegs ruhig - und das würde auch Ihrer Theorie widersprechen, dass bei leichterer Verfügbarkeit die Menschen besser damit klarkommen.
Ich bin mit der Substitution wirklich sehr skeptisc, weil ich eben sehe, dass die Kriterien fast nie eingehalten werden. Ist auch verständlich, denn wenn jeden Tag Hundert Substituierte in die Praxis kommen, vielleicht 15 davon in die Sprechstunde und "mehr, mehr" rufen, das zermürbt den qualifiziertesten Arzt. Und er riecht bei der Alkoholfahne weg und gibt Pillen dazu. Die Substitution sollte wirklich für die sein, die es absolut nicht schaffen, Entgiftung und Therapie durchzuhalten. Für wenige ist das eine Möglichkeit ein halbwegs normales Leben zu führen, aber wirklich für wenige. Der Rest ist genauso unterwegs wie vorher.
Ich mag übrigens die Junkies-allerdings kommen sie mit der Mitleidssuche bei mir nicht weit. Schließlich sind sie trotz allem erwachsene Leute (also die meisten) und tragen auch Verantwortung für sich. Und mit der Zermürbetaktik schaffen sie sogar die härtesten Staatsanwälte, dazu kann ich fast lustige Geschichten erzählen.
Deshalb bin ich von der Idee der Drogenfreigabe nicht überzeugt, aus Gründen die ich schon genannt habe (Dosissteigerung, Mitbeschaffung usw.)
Und es ist wirklich wahr, dass die Patienten kein wehwechen aushalten können - unter Drogen geht natürlich alles, aber im Entzug - und der ist von Methadon wirklich schwierig - fängt es an überall wehzutun, die Knochen wegen des Giftes, die Zähne weil sie total vernachlässigt sind, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, das alles kann viele Wochen anhalten. Aber die meisten sind rückfällig, bevor das mal aufhört.
Das mit dem eigenen Entschluß anders zu leben lässt sich leicht sagen - der schwindet ganz schnell unter solchen Umständen. Jeder kriegt mehrere Chancen, aber leichter wird es mit zunehmendem Alter auch nicht.
Es entzieht ja kaum noch jemand "kalt" also ohne Ersatzdrogen - kaum jemand ist ja auch noch ausschließlich auf Heroin - aber 2-3 Tage kalter Entzug, also nur mit symptomlindernden Medikamenten ist m.E. leichter zu ertragen als dieser ewige Methadonentzug. Für mich wird das viel zu großzügig verteilt.
weinsztein schrieb am 23.01.2011 um 02:30
@ Mariam , zu Ihrem abschließenden Absatz, zur Türkei.

Der stellvertrende Fraktionschef der Regierungspartei AKP, Dengir Mir Firat, verwickelte sich während der Tätigkeit in dieser Funktion in den Drogenhandel. Mit diesem Nebenjob soll er etliche Millionen € verdient haben. Als das und andere kriminelle Delikte ruchbar wurde, schloss die AKP Herrn Firat aus.

Wo strickt hier jemand einen "generellen Korruptionsvorwurf" gegen die Türkei? Recep Tayyib Erdogan, türkischer Ministerpräsident, war früher Angestellter der Stadtwerke in Istanbul, das wird man nicht reich. Heute gehört er zu den reichsten Staatschefs der Welt.
Sein Sohn, las ich, erwarb kürzlich eine Flotte von Handelsschiffen, ein anderer Verwandter kontrolliert - sehr einträglich - das Privatfernsehen.
Die AKP lässt in der Türkei das Verfahren gegen die Geldsammler von deniz feneri (nachzulesen bei wikipedia!) verschleppen.

Viel mehr Beispiele poste ich sehr gerne, falls gewünscht.

Von Drogenproblemen im Iran habe ich keine Ahnung. Sie allerdings auch nicht. Sie leben weder im Iran, noch in Afghanistan oder in der Türkei sondern in Deutschland. Ihre Informationen, die Grundlagen Ihres Blogs, beziehen Sie aus Medien. Und die vermischen Sie mit weiteren Medienhinweisen zum Wohlstand oder zur Armut im Iran.
Das kann nicht gut gehn.
nil schrieb am 23.01.2011 um 02:59
@weinsztein

Ich der Reichtum kommt mir auch seltsam vor bei Erdogan. Dabei hatte ich ihn Anfangs wenigstens für eine ehrliche Haut gehalten gehalten. Mein Gott, jetzt stellt sich wohl heraus, daß der nicht besser ist als Berlusconi oder gar der Papst und Konsorten.
weinsztein schrieb am 23.01.2011 um 03:47
@nil

Erdogan nannte Berlusconi seinen engsten Freund. Sollte Berlusconi irgendwann und hoffentlich bald stürzen, wird Erdogan sich ganz energisch von ihm distanzieren. Umgekehrt wäre es sicher auch so.
So ist das eben unter Chamäleonen, die stets ihre Farben wechseln.

In der Türkei findet seit einigen Jahren seitens der Erdogan-Regierung ein massiver Verkauf von Staatsbesitz an ausländische Investoren statt. Betroffen sind sehr große Ländereien, bislang staatseigene Firmen (Monopole), sehr prominent gelegene Villen in Istanbul, am Bosporus. Das spült Milliarden in den Staatshaushalt und es hilft der Regierung, auf populistische Art arme Menschen zu alimentieren - und, darum geht es - die eigene Klientel zu versorgen. Was vorzüglich gelingt.
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 10:33
Falscher Artikel, oder?
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 10:34
Ich habe sowohl die Informationen zum Drogenproblem als auch die zum Wohlstand in Iran aus UN-Berichten. Denen kann man also nicht glauben in Ihren Augen.
Mariam schrieb am 23.01.2011 um 19:24
Also alle diese TR Punkte hatten wir doch schon an anderer Stelle, warum jetzt hier soviel oT?
weinsztein schrieb am 23.01.2011 um 19:26
"Mariam schrieb am 23.01.2011 um 10:33: Falscher Artikel, oder?"

Nee wieso denn?
Ihr Artikel endete mit einer Bermerkung zur Korruption in der Türkei. Darauf antwortete ich.
Mariam schrieb am 24.01.2011 um 08:49
Ja gut, das war ein Anhängsel dieses Welt Artikels.Passt nur irgendwie nicht wirklich in diese Diskussion.
Mariam schrieb am 25.01.2011 um 20:43
Hier habe ich noch einen interessanten Fernsehbericht über das Drogenproblem und den Umgang damit in Iran gefunden:

www.youtube.com/watch?v=r4nN9Kz-07o

ziemlich pragmatisch unter Ahmadinejad und weniger repressiv als in USA
(das sind nicht meine Worte sondern aus dem Bericht)
Mariam
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