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Schöner Artikel! Die empirischen Überprüfungen der modelltheoretischen Annahmen lassen die in der wirtschaftspolitischen Beratung tätigen Monetaristen oder Neoklassiker in der Regel auch nicht zu oder aber sie kümmern sich schlichtweg nicht darum. Bisher hieß es auch immer: Wenn die Annahmen nicht stimmen, dann nur deshalb, weil die Gesetzgeber bzw. die jeweiligen Regierungen den dazu passenden ordnungpolitischen Rahmen noch nicht hinreichend gestaltet haben. Das ist dann das Startsignal für die oftmals tatsächlich mit zumindest in ökonomischen Fragen mit Inkompetenz ausgestatteten Entscheidungsträgern weitere "Reformschritte" einzuleiten. In schöner Analogie zu den modelltheoretische Annahmen in der Neoklassik die mit immer weiteren Prämissen sozusagen zukleistertert werden müssen, damit die Konklusionen aufrecht erhalten werden können, auch wenn diese mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben.
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"Bisher hieß es auch immer: Wenn die Annahmen nicht stimmen, dann nur deshalb, weil die Gesetzgeber bzw. die jeweiligen Regierungen den dazu passenden ordnungpolitischen Rahmen noch nicht hinreichend gestaltet haben."
-- Ja, genau das ist die Argumentation: die Dosis war eben zu gering. Das Problem ist natürlich, dass man dieses Argument immer bringen kann. Ziel nicht erreicht? Ihr habt euch noch nicht genug bemüht. Gut, ihr seid schon auf dem richtigen Weg, aber das reciht natürlich noch lange nicht, weil der Erfolg ja bislang ausgeblieben ist...eine gewisse Bauernschläue steckt ja dahinter, nur hat das mit Wissenschaft nichts mehr zu tun. |
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schrieb am
12.02.2009 um 12:17
"Die empirischen Überprüfungen der modelltheoretischen Annahmen lassen die in der wirtschaftspolitischen Beratung tätigen Monetaristen oder Neoklassiker in der Regel auch nicht zu oder aber sie kümmern sich schlichtweg nicht darum.
Richtig, Schön gesagt. Wenn man das Ganze jedoch als Religion auffasst, ergibt es einen (Prof.) Sinn. Man muss eben "nur" glauben. Wissenschaftliche Beweise sind da fehl am Platz. Natürlich werden das die besagten Neoklassiker und ihre Bagage nie zugeben. Dann würde ja die ganze wissenschaftliche Tünche fürs dumme Volk zum Teufel gehen. |
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Mich würde interessieren, welche Konzepte nun die neue Regierung aus Allianz und Linksgrünen hat... Wir das Finanzsystem nunmehr grundlegend refomiert und vor allem deokratisiert? Das wäre doch eine einmalige Chance... und ich bin gespannt, welches Verhältnis Island zur EU entwickelt... aber erstmal danke für diesen Artikel!
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Der Entwicklung ins Island darf man in der Tat mit Spannung zusehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Krise den neoliberalen Zeitgeist mitsamt seinen antidemokratischen Tendenzen hinreichend diskreditiert hat, um eine Wende herbeizuführen. Fraglich bleibt natürlich, ob sich die isländische Zivilgesellschaft in dem von Vetternwirtschaft geprägten politischen Umfeld bislang dergestalt ausbilden konnte, dass die notwendige Gegenbewegung auch wirklich stattfindet. Wie wir ja nur zu gut wissen, sind auch sogenannte Sozialdemokraten und Grüne nicht vor Korruption gefeit.
Hoffen wir das Beste. MfG Marian |
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Ein sehr guter Artikel. Ich kann mich erinnern vor Ausbruch der derzeitigen Krise immer nur Loblieder über die isländische Wirtschaft gelesen zu haben. Irgendwas von der wundersamen Nutzung von Geothermie und der fiesen Fischereiflotte die Wale jagt. Island war bei so ziemich allen Wohlstandsstatistiken ganz oben mit dabei, obwohl mir kein einziges Produkt einfällt, dass dort produziert würde...
P.S. Man kann die Nummern im Text einfach direkt verlinken (das geht mit dem Kettensymbol). |
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schrieb am
12.02.2009 um 12:01
Was mich interessiert ist, wieso man nun aus europäischer Sicht (vor allem GB und Deutschland) so überheblich auf das kleine Island herabsieht.
Sind denn die hier geschilderten Verhältnisse in Großbritannien und Deutschland so viel anders ? Ich glaube nicht. Die Bürger Islands wehren sich zu mindest. Davon habe ich in den oben erwähnten Ländern nichts bemerkt. P.S.Man sollte auch nicht vergessen, dass der endgültige Auslöser der isländischen Bankenkrise die Einstufung Islands als Terror-Land mit allen negativen Folgen durch Premierminister Brown war. Man sollte sich z.Z. in Reykjavik nicht als Brite zu erkennen geben. |
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"P.S. Man kann die Nummern im Text einfach direkt verlinken (das geht mit dem Kettensymbol)."
Danke für den Hinweis. Beim nächsten Eintrag werde ich mir noch mehr Mühe mit dem "Layout" geben. MfG Marian |
Ausgabe 06/12
09.02.2012
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