Nö, wir sind ja auch kein Volk mehr. Demnächst kommen die zeitlich und lokal begrenzten Interessen-Cluster a la Piraten. Bis die Sehnsucht nach verbindlichen Strukturen wieder überhand nimmt...
permalinkNö, wir sind ja auch kein Volk mehr. Demnächst kommen die zeitlich und lokal begrenzten Interessen-Cluster a la Piraten. Bis die Sehnsucht nach verbindlichen Strukturen wieder überhand nimmt...
permalinkGute Frage! Leider: Die Bundestagswahl ist nicht relevant für die Kriesenbewältigung: 1) vollzieht sich die Entwicklung international. 2) wissen wir, wie wenig sich SPD und CDU in der Praxis unterscheiden. Ob die CDU mit der FDP oder weiter mit der SPD regiert, kaum Aussichten, dass es besser als jetzt wird. Mit der FPD würde Merkel ihre soziale Seite betonen (die vielen in der CDU zu sozialdemokratisch ist). Die Prozente der Grünen oder Linken sind leider irrelevant, sie werden nicht mitregieren. Die Krise ist global, es wird auf die gute europäische und weltweite Vernetzung der kommenden Regierung ankommen. Wenig orginell: Dafür ist die große Koalition immer noch am besten geeignet.
permalinkEigentlich ist den bisherigen Kommentaren schon alles gesagt. Und ganz nebenbei: die Befürworter von Volksentscheiden (ja, ich kenne auch solche Zeitgenossen =)) sprechen hinter vorgehaltener Hand darüber, dass sie dem "Volk" - also der "(dumpfen) Masse" - eine Entscheidungsfähigkeit, die auf Analyse und Sachkenntnis aufbaut, gar nicht zutraut.Es werden auch Ängste ausgesprochen, was wäre, wenn das Volk in heiklen Punkten - Todesstrafe, Umgang mit Minoritäten und dergleichen - mitzuentscheiden hätte. Da wird dem "gesunden Volksempfinden" nicht allzuviel Gutes zugetraut.
Ich halte darum die Debatte um "Pro Volksentscheide" für populistische Wahlkampftaktik. Nicht mehr, aber auch nicht weniger...
Ausgabe 10/10
11.03.2010
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 2.90 €
>> bestellen