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Foto: Pitt von Bebenburg und Moderatorin Ulrike Holler
Pitt von Bebenburg und Mathias Thieme, zwei Journalisten der Frankfurter Rundschau, haben ein Buch über das „ System Koch“ geschrieben, über all die Skandale und Absprachen, die in der hessischen CDU seit Jahren üblich waren. Auch unter dem neuen Ministerpräsidenten Bouffier wird sich daran wenig ändern, denn die “Freundesclique“, der „Männerbund“ oder auch “Kampfverband“ ist seit Jahren eingespielt und Abweichler werden nicht geduldet.
Die Autoren beschreiben, wie Koch im Wahlkampf auf dem Rücken von Minderheiten agierte, wie er die Schwarzgeld-Affäre aussaß, wie er die Steuerfahndung zerschlug und mitverantwortlich für die in den Sand gesetzten Millionen bei dem Fraport-Abenteuer auf den Philippinen war. Aber auch in einer dem Land nahe stehende Eventagentur verschwanden Gelder und die kritische Presse wurde immer wieder unter Druck gesetzt. Die Medienkampagne gegen Andrea Ypsilanti wird nochmals beschrieben und all die Affären, die der Wähler bei der letzten Wahl schon längst wieder vergessen hatte.
Pitt von Bebenburg, einer der beiden Autoren, stellte bei einer öffentlichen Veranstaltung am 11.09.2011 in Frankfurt am Main die Ergebnisse seiner Recherchen und das Buch „Ausgekocht – hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik“ vor. Moderatorin war die ehemalige hr-Redakteurin Ulrike Holler.
Die Veranstalter Business Crime Control e.V. und die KunstGesellschaft e.V. stellen einen Audio-Mitschnitt im mp3-Format (ca. 1 Stunde und 54 Minuten, ca. 39 MB) www.nachdenkseiten.de/upload/mp3/ausgekocht_-_hinter_den_kulissen_hessischer_machtpolitik.mp3 zur Verfügung (über Nachdenkseiten.de) www.nachdenkseiten.de/?p=10709#h14
PS. Falls Sie sich fragen, warum ich so etwas weiter verbreite - ich bin Mitglied im einen veranstaltenden Verein, helfe etwas bei der Öffentlichkeitsarbeit dieser Veranstaltungsreihe und machte die Tonaufzeichnung mit einem handelsüblichen Digital-Diktaphon - mit Glockengeläut des benachbarten Dominikanerklosters als Bonusmaterial. Vielleicht finden Sie bei sich vor Ort ja auch interessante Themen und interessante Leute für solche Veranstaltungen.
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Ich habe mir das schon runtergeladen auf dem MP3 und hör mir das heute abend noch an.
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Gestern abend noch einen Teil gehört. Mit lautem Glockenklang, aber nur zwischendurch. Lustig und laut. :-)) Man konnte aber die Referenten noch verstehen.
Wie geht so etwas in einer Demokratie? Wie ist das möglich, dass Menschen sich nicht wehren, sondern -wie eine Mehrheit in Hessen - hochzufrieden zu sein scheinen. Ich frage das, weil ich ja aus dem Osten komme und immer höre, wir seien den Untertanengeist gewohnt usw. Aber es scheint, als fände in einer Demokratie Rechtsbeugung und Machtmissbrauch mit dem Willen der Mehrheit statt. Was ist der Koch selbst für einer? Nur ein mieser Kerl oder einer, der nur der Wirtschaft dienstbar sein will. Was will der gestalten? Ich werde mir das Buch auf jeden Fall besorgen. Am meisten hat mich damals die Geschichte mit der instrumentalisierten doppelten Staatsbürgerschaft beschäftigt, abgesehen von den Parteispenden - das war ja die Eröffnungsgrotte bei Koch. Und bei Ypsilanti hatte ich manchmal das Gefühl, die treiben Menschen wie Wild vor sich her, diese Leute. Hat am Ende die Merkel nicht Recht getan, den Koch ein bisschen auszubremsen? Alles so Fragen. |
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Liebe Magda,
da verstehe ich als eingeborener Hesse meine Landsleute auch nicht wirklich. Was ich mir vorstellen kann ist, dass es vielen Leuten imponierte, wie gut Roland Koch besch***ßen kann. Dass sie ihn deswegen wieder wählten. Am schlimmsten finde ich den Umgang mit den Steuerfahndern. Hier wurden wirklich Menschen dauerhaft und irreparabel krank gemacht und fast vernichtet. Hören Sie sich mal diesen Mitschnitt eines Vortrags von Steuerfahnder a.D. Rudolf Schmenger an: www.nachdenkseiten.de/?p=9743#h16 Am 9. Oktober wird übrigens deren ehemaliger Sachgebietsleiter Frank Wehrheim kommen und sein Buch (www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=9704) vorstellen. Wir beabsichtigen wieder, die Veranstaltung aufzuzeichnen und online zu stellen. |
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Hallo,
ja die Sache mit dem Steuerfahndern hat mich auch sehr beschäftigt. Das kam mir vor wie bei der Stasi, nur dass sich die "Opfer" anders wehren können, wenn sie die Kraft noch haben, an die Öffentlichkeit zu gehen und sich nicht einschüchtern lassen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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