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Viele Menschen in unserem Staat leiden unter der schleichenden und schwer kurierbaren Krankheit namens: "Wahlmüdigkeit". Diese Krankheit zeichnet ein wichtiges Symptom aus, nämlich die Frage in den Köpfen der Bürger: "Wen sollen wir denn noch wählen? Sind doch alle gleich! Bringt doch nix!" Diese Krankheit ist so schwerwiegend, dass sie sogar eines Tages unsere Demokratie massiv bedrohen kann.
Dieses Symptom zu beseitigen und die Krankheit "Wahlmüdigkeit" damit teilweise zu kurieren, ist eine wirklich schwere Aufgabe. Nicht nur, dass man den erkrankten Menschen klar machen muss, dass sie mit ihrer Stimmverweigerung bei Wahlen genau die Parteien stärken, gegen deren Arbeit sie rebellieren, verwirken sie als Nichtwähler auch das Recht, sich über die künftige Politik echauffieren zu dürfen. Nein - sie dürfen dann nicht mehr schimpfen und sich aufregen, war es doch ihre geballte Nichtwahlbereitschaft der Grund für das Dilemma, auf das wir alle zusteuern.
Nun kann man den Erkrankten empfehlen, sich auf der lokalen Ebene zusammenzuschließen und sich um ihre politischen Belange vor Ort zu kümmern. Es muss nicht die Mitwirkung in einer der großen und bekannten Parteien sein, aber selbst wenn, es bringt mehr, als wenn man sich zuhause hinsetzt, die Hände in den Schoß legt und jammert.
Da gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit, die Politik zum Arbeiten zu bekommen, nämlich die Einreichung und Zeichnungen von Petitionen, die unsere Belange betreffen. Hat man bereits das Gefühl, dass die Politik nicht in unserem Sinne arbeitet, warum bringen wir sie nicht dazu, sich mit unseren Problemen und Forderungen zu befassen?
Die Petition gegen die Internetsperren war eine der ersten richtig großen Petitionen, die selbst in der Presse ihre Erwähnung und Unterstützung fand. Aber es gibt noch weitere Petitionen, die sich z.B. mit der kostenfreien Herausgabe von Lesehilfen für HartzIV-Rentner befassen usw. Man sollte sich nur mal die ganzen Petitionen durchlesen, die zur Zeit online zu erreichen sind.
Im Augenblick wundern wir uns alle wieder (mehr oder weniger) darüber, dass im Wirtschaftsministerium eine Gesetzesvorlage von einer großen Rechtsanwaltskanzlei verfasst wurde. Müssen wir uns das wirklich gefallen lassen, Gesetze vorgelegt zu bekommen, bei denen wir nicht wissen, wer als Lobbyist oder Berater oder auch "Entwerfer/Vorformulierer" im Hintergrund die Fäden zog? Warum nicht dagegen angehen und mal wieder "zeichnen"?
Wie z.B. nämlich die ePetition Nr. 5333, die nur noch bis zum 27.8 läuft und bis jetzt noch nicht mal 3.000 Unterstützer gefunden hat?
Denn diese Petition befasst sich mit einer berechtigten Forderung an die Politik, nämlich die Offenlegung der an Gesetzen mitwirkenden Institutionen und Organisationen. Und dies ist eine Forderung, die unser aller Unterstützung bedarf, fordert sie nämlich für uns Bürger mehr Transparenz und Information ein - eine Forderung, die sogar dazu beitragen könnte, bei der Heilung der hartnäckigen und unsere Demokratie gefährdende Krankheit "Wahlmüdigkeit" aktiv mitzuwirken.
Und bringen wir so einfach mal die Politik zum richtigen Arbeiten. ;)
(zuerst veröffentlicht auf www.martina-kausch.de)
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gegen wahlmüdigkeit hilft nur ein deutscher obama ...
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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