Matthias

Blog von Matthias

Kommentare

Kommentar zu

Unser täglich Brot

Kultur | 02.09.2010 | 11:45 Matthias Dell
portrait
02.09.2010 | 16:46 Matthias
Journalismus nehme ich heute vor allem als Informationsquelle wahr, das genau die Fragen ausklammert, deren Beantwortung mich ganz besonders interessieren würde. Was mich wirklich interessiert, wird offenbar hauptsächlich von Bloggern oder Sachbuchautoren behandelt. Vom Journalisten würde ich erwarten, dass er eben diese, die umstrittensten Themen aufgreift und sie dadurch verifiziert, dass er die Menschen die Behauptungen und Thesen aufstellen, wie auch deren Quellen, in aller gebotenen sachlichen Neutralität, auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüft. Natürlich verlange ich auch eine persönliche Stellungnahme des Journalisten zu diesem Thema. Das würde mir bei meiner Meinungsbildung helfen. Stattdessen ließt man ein und die selbe Reuters-Meldung, auf den Portalen fünf verschiedener Zeitungen. Sie wird nicht hinterfragt und es werden keine zusätzlichen Hintergrundinformationen geliefert. Wenn ich das will, lande ich wieder beim Blogger, dessen Meinung nicht das Gewicht hat, wie es die Meinung einer großen Redaktion hätte. Die große Medien sind aktiv am Meinungsbildungsprozess beteiligt. Aber an den Stellen, an denen sie Gefahr laufen, auf Grund von Recherche zu besonders ungewöhnlichen Einschätzungen zu gelangen, schweigen sie einfach. Dadurch erwecken sie der Eindruck, es gäbe das Problem gar nicht. Oder aber: sie ziehen das Thema durch den Kakao, was meistens auch nur dann überzeugend gelingt, wenn man auf die besten Argumente der Vertreter umstrittener Themen, großzügig hinweg geht. Journalisten die sich diesem Trend nicht anschließen möchten - so ist mein subjektiver Eindruck - arbeiten offenbar nicht für Zeitungsredaktionen, sondern eben als freie Buchautoren und Blogger, wo man sie vermutlich bald in die dunkle Ecke zu den Verschwörungstheoretikern schiebt.
Kommentar zu

Twitter? Es geht noch schlimmer

12.06.2009 | 08:34 Sebastian Dalkowski
portrait
12.06.2009 | 12:18 Matthias
Ganz im Gegenteil, der Vorgang ist hoch komplex und kann nur im Zusammenhang beurteilt werden. Die gemeinsame Aussage ist eine Art Trend, der sich wie ein Puzzle aus zahlreichen Tweets zusammen setzt.
portrait
12.06.2009 | 12:04 Matthias
Wenn man Twitter verstehen will, ist es umumgänglich einen eigenen Account aufzumachen, und selbst in das Geschehen einzutauchen. Man besuche Sites wie 
http://dwitter.com und benutze Twitterclients wie Seesmic Desktop. Mit Letzterem kann man gleich mehrere Suchanfragen zu getwitterten Schlüsselworten (#Tags) parallel abfragen, und bekommt möglicherweise eine Idee davon, was Twittern eigentlich ist. Ein mehrdimensionaler Gedankentausch unter Menschen die, bei aller vermeintlichen Banalität der Konversation, zu den verschiedensten Themen, blitzschnell zu einer gemeinsamen intellektuellen Einschätzung kommen können. @ateliertoepfer
Matthias
Matthias Töpfer ist freiberuflicher Illustrator, Foto- und Kommunikations-Designer.
Ort:
Ebersberg
Mitglied seit:
2 Jahre 51 Wochen
Zuletzt aktiv:
02.09.2010
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 0
Kommentare: 3
Logbuch
04:38
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:21
maxing hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:16
archinaut hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
04:06
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
03:00
Fro hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG