Wie kaum eine andere Galerie in Deutschland hat ‘Der Bogen’ in Arnsberg immer großen Wert auf die handwerkliche Erarbeitung von Künstlerbüchern gelegt. Von den Materialbüchern des Jürgen Diehl, über die »Schland...>> mehr
Am 22. September 2000 startete die Wanderausstellung „UnderCover“ in Linz am Rhein, Standort Rheintor. Die nächsten Stationen waren die Werkstattgalerie Der Bogen in Arnsberg, mercure-Arts in Köln, der Kunstwechsel in Siegen, das Casin...>> mehr
Das landläufige Vorurteil, Kunst sei eine Schnapsidee, unterlaufen Klaus Krumscheid und A.J. Weigoni augenzwinkernd mit dem Verweis auf Heinz Schenks Motto des Blauen Bocks: „Ich lade gern mir Gäste ein!“ Obwohl unter den Zeltschr&a...>> mehr
An einem Themenabend präsentiert der LCD am 6. September drei Autoren, die ihre Position abseits der großen Metropolen formulieren: Francisca Ricinski, Andreas Noga und Theo Breuer.
Andreas Nogas Gedichte sind von einer spielerisch zweckfre...>> mehr
Einer fragmentierten Welt eine neue Struktur durch Denkgitter geben, dieser Aufgabe stellt sich die Künstlerin Denise Steger. Die Flut der Bilder, die das Internetzeitalter bestimmt: Verkleinerungen und die dem entsprechende Vermehrung optischer Reize sow...>> mehr
Ich habe den Beitrag mit wachsender Aufmerksamkeit und viel Gewinn gelesen. Axel Kutsch und seine Anthologien kannte ich bisher nicht. Das wird nun anders werden. Herzlichen Dank.
Die Literaturkritik läßt die anspruchsvollen Literaturgattungen im Stich. Essaybände und Gedichtbände, die ein kleines Publikum haben, werden immer seltener rezensiert. Die Kritik entwickelt sich in Richtung Monokultur. Um es einfach grad’heraus zu sagen: Im deutschen Feuilleton regiert das Fachidiotentum! Pier Paolo Pasolini, zum Beispiel, war alles auf einmal: Lyriker, Leitartikler, Kommunist, Katholik, schwul, Romancier. Keiner hat danach gefragt, ob er nicht auf der falschen Seite stehen würde. Das Feuilleton ist zu einer eine Art von Warentest geworden, der die Künste tatsächlich allein auf ihren Warencharakter festschreibt. Die Literaturkritik hat ausgedient, weil Autoren wie Popstars gehandelt werden. Erfolgreiche Autoren werden zunehmend wie Celebrities gehandelt, Literaturkritiker leben dagegen oftmals in prekären Verhältnissen. Die Medienlandschaft hat sich entscheidend verändert und damit die gesellschaftliche Bedeutung der Literaturkritik. Schon vorher wurde über viele bedeutende Kritiker ein Literaturpapst gestellt. Als der in Pension ging, kam eine Erweckungspredigerin. Doch von solch tief greifenden Wandlungsprozessen ist kaum die Rede. Die Kommerzialisierung des gesamten Feldes der Literatur führt zu einem Verfall der Kunstkritik als reflexiver Praxis. Der Untergang der Literaturkritik rührt daher, daß Kritiker sich zunehmend wie bloße Vermittler, im Extremfall gar wie Makler der Ware Literatur verhalten und nicht wie risikobereite Vorreiter unabhängigen kritischen Urteilens. Eine intellektuelle, also auch bildende Auseinandersetzung mit diesen künstlerischen Arbeiten findet von Ausnahmen nicht statt. Eine echte Begegnung zwischen Kritikersubjekt und Literatur findet dann statt, wenn die Wahrnehmung ein Verstehen und das Verstehen eine Wahrnehmung ist. Im Suchen immer neuer Verortungen zwischen den Disziplinen liege die Möglichkeit, "sich nicht dermaßen regieren zu lassen", die Michel Foucault einst in zwei kleinen Essays "Was ist Kritik?" (1978) und "Was ist Aufklärung?" (1984) mit Bezug auf Kant als Möglichkeit wahren kritischen Bewusstseins postulierte. Literatur ist keine feststehende Kategorie, denn ihre Bedeutung und ihre Präsentationsformen verändern sich im Wirken gesellschaftlicher Kräftefelder. Die Frage "Was ist Literatur?" ist mit der Frage "Was ist Kritik?" eng verbunden. Beide wurzeln historisch im 18. Jahrhundert. Damals wollte das aufgeklärte Bürgertum anhand der Kritik einen neuen Politikbegriff etablieren, der sich Politik als diskutierende Öffentlichkeit von politischen und ästhetischen Laien vorstellte. Das heutige "meinungsbildende Feuilleton" nutzt dem Literaturbetrieb, aber nutzt der Literaturbetrieb auch der Literatur?
Als Adept von Johannes Gensfleisch borge ich mir seine beweglichen Metall-Lettern. Nie habe ich etwas Eigenes geschrieben, alles ist compiliert. Ich bin ein melancholischer Schrotthändler. Mein liebster „Schrottplatz“ ist www.vordenker.de.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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