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Parkfunk (Grafik anklicken)
4 x adhocultur der letzten 48 Stunden aus S21-gart:
1) Peter Grohmann, Kabarettist und Autor (u.a. auch des „Freitag“)
„Drei Sachen hängen mir langsam zu Halse raus, und wie: der Wulff 21, der Bahnhof http://linkepower.files.wordpress.com/2011/06/peter-grohmann.jpgund die einbettelten Journalisten. Was den Wulff angeht: der sah blendend aus neulich, nicht nur neben seiner Christina, obwohl sich beide nichts anmerken ließen beim Empfang der Heiligen Drei Könige. Top in Form, top gekleidet – jeder fragt sich natürlich: Können die sich das überhaupt leisten? Dreikönig (Epiphania) hat bekanntlich mit der Erscheinung des Herrn zu tun – vielleicht hat ja da der Präsident was verwechselt. Weiß man's?
[…]
Vorm Abriss könnten den Südflügel vermutlich nur die Fledermäusle retten, die dort in der Nähe leben. Die erfahren, ihm Gegensatz zu den 8000 anderen Arten, die rund um den Erdball von der Vernichtung bedroht sind oder jährlich aussterben wie afrikanische Kinder, eine gewisse Öffentlichkeit, vergleichbar mit der für Wulff im "Bild". Es wäre aber verkehrt, jetzt auf "Bild" rumzuhacken – ruckizucki ist man als "Bild"-Redakteur eingebetteter Regierungssprecher oder Schlimmeres, und das ist praktisch die Arschkarte, vom Scheitel bis zur Sohle.“
aus kontex-wochenzeitung vom 11.1.2012, "Eingebettelt"- vollständiger Text hier, embedded links mcmac
2) Christine Prayon, Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin aus Stuttgart, improvisierte „Kulturnacht am Südflügel“, 9.1.2012
3) Joe Bauer, Stuttgarter Faktotum, Journalist, Flaneur und Kolumnist
„[...]Merkwürdig, wie oft nach der Volksabstimmung zu hören ist, das Problem S 21 sei http://www.flaneursalon.de/p/Joe_Fluss-1.jpgerledigt. Eine Bar in Bahnhofsnähe servierte kurz nach dem Votum ein Menü namens "Wahlkampf" mit dem Begleittext, nun könne man sich wieder den sinnlichen Dingen des Lebens widmen. Als drohten uns nicht Jahre der Stadtumwälzung.
[…]
Protest ist nicht berechenbar wie Parteien-Marketing. "Brand eins", das Wirtschaftsmagazin für den coolen Zeitgenossen, zitiert in einem Text zum "Schwerpunkt Nein sagen" die Behauptung des Parteienforschers Franz Walter, unter den S-21-Demonstranten befänden sich "gut 15 Prozent ausdrücklich gewaltbereite Protestler". "Ein erschreckend hoher Wert", so der Autor. Mich würde interessieren, wie viele Leute bei uns generell gewaltbereit sind, auch unter denen, die nie protestieren. Darüber erfahre ich so wenig wie über die Definition von "gewaltbereit".[...]“
aus „Der Konflikt“, Stuttgarter Nachrichten vom 10.1.2012
4) Heinrich Steinfest, in Australien geborener Wiener Maler und Schriftsteller, der in seiner Wahlheimat Stuttgart lebt und dort ausschließlich schreibt („Gewitter über Pluto“, „Batmans Schönheit“, „Wo die Löwen weinen“ u.v.a.m.), ebenfalls in der improvisierten „Kulturnacht am Südflügel“, 9.1.2012
- Stuttgarter Erklärung (openpetiton.de; eine Stellungnahme Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger, die weiter Widerstand gegen das Projekt S21 leisten wollen und um Unterstützung bitten)