Der unter provinziellen Minderwertigkeitskomplexen krankhaft darbende Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, stets bemüht Stuttgart ein internationales Flair zu bescheren - z.B. mit einem Trump-Tower (Traum glücklicherweise bereits geplatzt) einem unterirdischen Superbahnhof (S21) oder, weniger schädlich aber um so signifikanter, dem verklemmten Schriftzug „LIBRARY“ am neuen Gebäude der überaus hässlichen Stuttgarter Stadtbibliothek - bekommt nun von der grün-roten Landesregierung unerwartet Hilfe in seinem Leid: karibische Elemente der ganz besonderen Art sind dabei ins Auge gefasst worden.
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"LIBRARY" - neues Gebäude der Stuttgarter Bibliothek; von den Stuttgartern auch liebevoll als "Bücherknast" oder "Stammheim II" tituliert
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Nach übereinstimmenden Medienberichten plant die Polizei in Stuttgart die Einrichtung eines Container-Camps, um inhaftierte Protestierer (gegen das Projekt S21) festsetzen zu können. Das Container-Gefängnis sei nötig, so der Pressesprecher der Stuttgarter Polizei Stefan Keilbach, da man demnächst mit einer großen Zahl von Baustellenblockierern und Protestierenden rechne und die Kapazitäten nicht ausreichten. Ausdrücklich bestätigte er auf Nachfrage, dass es dabei nicht lediglich um die „Unterbringung“ gewalttätiger Demonstranten ginge, sondern ebenfalls jener, die friedlich demonstrierten, gewaltfreien zivilen Ungehorsam (Baustellenblockade) übten oder einfach nur den Bauarbeiten (sprich: Verwüstungen) im Weg ständen.
Das Gefangenenlager soll nach den bekannt gewordenen Plänen auf dem Cannstatter Wasen eingerichtet werden, einem Areal etwas außerhalb am Neckar, auf dem ansonsten zwei Mal pro Jahr das gleichnamige Volksfest statt findet (ein Pendant zum Münchner Oktoberfest; mit viel Bier und allen Folgen).
Hintergrund dieser Pläne dürfte zum einen der Beschluss des Eisenbahnbundesamtes sein, den durch das Verwaltungsgericht Mannheim verfügten Baustopp mit sofortiger Wirkung aufzuheben (was die Baustellenblockierer wieder umgehend auf den Plan rufen dürfte). Zum anderen ist jüngst ebenfalls bekannt geworden, dass die Polizei für den Jahreswechsel und die darauf folgenden Wochen in Stuttgarter Hotels und Pensionen Unterkünfte für mehrere hundert (als Zahl wird u.a. 600 genannt) auswärtige Polizeikräfte sondiert. Dies lässt darauf schließen, dass nach dem als „Volksabstimmung“ getarnten Regierungsreferendum (über die Finanzierungsverträge des Landes bezüglich S21) am 27. November weitere Fakten (sprich: Zerstörungen) durch die Bautätigkeit der DB-AG geplant sind. Und zwar egal, wie dieses Referendum ausgehen wird.
Angesichts solcher Vorgänge und Planungen erscheinen Auseinandersetzungen, die Heiner Geißler vor einigen Wochen als "totaler Krieg" zu bezeichnen sich hinreißen ließ, nicht mehr unwahrscheinlich. Um noch einmal daran zu erinnern (denn man könnte es fast vergessen haben an diesem Punkt der Entwicklungen): In B/W wurde Schwarz-Gelb am 27. März abgewählt - das Land wird seit Mai des Jahres von einem grünen Ministerpräsidenten regiert. Einem Herrn, der sich selbst gern als Verfassungspatriot im Habermas'schen Sinne bezeichnet und der sich "Zuhören" und "Bürgerbeteiligung" ganz groß auf seine Fahnen schrieb - im Wahlkampf.
- siehe auch hier (Bei Abriss Aufstand.de)
Update 23.14 Uhr:
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Ein Lichttransparent, neulich am blau illuminierten Gebäude der Stadtbibliothek; Foto: Otto N.