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Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

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Kultur : Linke Gewalt in Stuttgart!!

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Freitag-Autor Peter Grohmann schreibt in einem Beitrag für die alternative Stuttgarter Zeitung 21einundzwanzig über linke Gewalt -in den Mainstream-Medien- am vergangenen Wochenende in Stuttgart. Kompletter Artikel:

„Hunderte Aktivisten sollen S 21 lahmlegen“, titelte die Stuttgarter Zeitung in ihrer Ausgabe vom vergangenen Samstag. Zu einem Volksaufstand ist es dann doch nicht gekommen – stellt unser Autor Peter Grohmann fest und blickt zurück auf ein verlängertes Wochenende der Stuttgarter Art.

Nette Jungs und liebe Mädchen haben sich seit Freitag, 20. Mai, auf den Sturm auf Stuttgart vorbereitet. Ohne Molotowcocktails, ohne Schweinebraten – alles vegan. Die alte liberale Tante Stuttgarter Zeitung malte das nackte Grauen in ihre Schlagzeilen am 21. Mai: „Hunderte Aktivisten sollen S 21 lahmlegen“ – „Immer härtere Gangart“ – „Blockadepläne und ein Aufruf zum Volksaufstand“ oder „Zauberlehrlinge in Aktion“. Die Lehrlinge kamen aus „ganz Deutschland“ (damit waren sicherlich neben dem Frankfurter Sumpf auch Hamburg mit der Roten Zora oder die Gewalttäter aus Kreuzberg gemeint) und aus Frankreich (normale Chaoten) und Italien (das sagt doch schon alles!).

Bei der Lektüre der Samstagzeitung liefen den liberalen Leserinnen und Lesen der StZ eiskalte Schauer über den Rücken – Revolution! Jetzt also doch, nachdem man damals, 1918, soviel verbockt hatte! Revolution, Volksaufstand – und das ganz ohne Gangolf Stocker und den bösen Buben Rockenbauch, denn denen ist die Regie längst entglitten, weiß man. Im Camp im Calendula-Kräutergarten wurde von Freitag bis Sonntag ohne die StZ musiziert gelacht und gegessen und geprobt und diskutiert, ob und wie man gewaltfrei den „Baustopp selber machen kann“. Eine Besetzung der StZ-Redaktion oder die Geiselnahme der Belegschaft stand leider nicht auf der Tagesordnung.

Entgegen der frohlockenden Hoffnung auf Schießereien oder wenigstens brennende Bauwagen oder Bagger setzten sich zwischen 200 und 300 Leute aller Schattierungen vors Wassermanagement am Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs, tätschelten virtuelle Polizeipferde und echte Polizistinnen, unterhielten sich blendend, froren sich den Arsch ab und waren ansonsten nichts weiter als „Nette Jungs und liebe Mädchen“ – die eine oder der andere auch schon etwas gereifter, aber so was von gewaltfrei, dass ich mich grün und blau ärgerte. Ich, Grohmann, der Hassprediger.

Der gute Mensch aus der Redaktion, der titelte, dass man „S 21 lahmlegen“ wolle, muss wohl einen geistigen Salto mortale geschlagen haben. Denn wo nicht gebaut wird (wie die StZ weiß), kann nun mal nichts lahmgelegt werden.

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Peter Grohmann (Foto: Peter Witte)

Quelle: 21einundzwanzig

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung (StZ), auf die im Beitrag Bezug genommen wird:

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.