14.08.2011 | 00:54

Mauerspechte im Kopf

 

Ich glaube, es hackt.

Autsch, das tut weh!

Bitte, bitte aufhören!

 

Keine Gnade? Kein Pardon?

Warum?

 

DerDieDasJenenDieseSchuld!

Nein, es ist doch nicht nur Schuld. Nicht nur Schuld.

Schuld schon, das stimmt.

Aber nicht allein?

Oder?

Rhein?

Neiße?

(Den Rest des Reims

Erlass' ich unrein

Der Oder.

Oder?

-Neiße?

Ach ja, der Rhein.)

 

[Die armen Toten an dieser dämlichen Mauer,

Waren niemals dämlicher,

Als diese Mauer

Ein dämliches Zeugnis dämlicher Verbrecher

War.]

 

***

 

Hacken schafft.

Hackt das Wertvolle aus dem Unstein.

Hackt Unwertes nebenbei

Zu Brei, zu Brei, ja Brei und nochmals Brei.

Staubigem, Schlammigem,

Vergessenem.

Frei!

-Also:

 

Dann schlaft mal schön weiter.

Auf des jüngsten Russen Grab,

Der nicht wusste

Wo Osten liegt

Weil Westen sein soll

Wo der Schuss

Sein tausendfaches Herz

So oft und wieder

Zerfetzte.

 

Das Herz

Im Kopf

Und...

-Daneben!

 

Die Splitter

Von „Damals“

Sie liegen so rum

Der fleißige Specht, der hackt

Am Baum

Und übersieht sie.

 

Weiterhin

Guten Flug!

(Ohne jegliche Ironie).

 

 
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Kommentare
Magda schrieb am 14.08.2011 um 12:20
Yepp - das trifft gut.
mcmac
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Logbuch
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weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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maxing hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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archinaut hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
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