Der 81-jährige Egon Hopfenzitz, langjähriger Leiter des Stuttgarter http://kopfbahnhof-21.de/uploads/pics/egon-hopfenzitz-n_01.jpgHauptbahnhofs, hat sich heute in einem offenen Brief an Bahnchef Grube gewandt, nachdem durch eine Gruppe von Wissenschaftlern nachgewiesen werden konnte, dass die Bahn bei dem im vergangenen Sommer mit großem medialen Tam-Tam („Bahn hat Test bestanden!“) vorgestellten, sogenannten „Stresstest“ offensichtlich betrogen hat, resp., eine Leistungsfähigkeit vorgaukelte, die das Projekt S21 unter realen Bedingungen so niemals auch nur annähernd erreichen wird (und somit auch noch weiter hinter die Leistungsfähigkeit des bestehenden Kopfbahnhofs zurück fällt).
Egon Hopfenzitzs Fazit im Brief an Grube:
„[...]Es gibt deshalb nach wie vor keinen vernünftigen Grund für über fünf Milliarden Euro einen Tiefbahnhof zu bauen. Es sei denn, Stuttgart 21 ist vor allem ein Immobilien- und kein Eisenbahnprojekt.[...]“
Bereits vor zwei Tagen schreibt (selbe Seite; etwas weiter unten) der Gewerkschafter http://kopfbahnhof-21.de/typo3temp/pics/d2ca7a6c32.jpgBernhard Löffler vom DGB, Vorsitzender Region Nord-Württemberg, an Arbeitgeberpräsident Hundt:
„[...]wenn Arbeitgeber und Bahn AG zusammen mit politischen Verbündeten mit Millionenbeträgen mobil machen, ist Vorsicht geboten.[...] Geben Sie's doch zu Herr Hundt: Die Wirtschaft und die Banken wollen sich derartige Geschäftsaussichten nicht von selbstbewussten Bürgern vermiesen lassen. Und erzählen Sie uns bitte nicht zum wiederholten Mal die Mär vom Jobmotor Stuttgart 21. Das IMU-Institut hat nachgewiesen, dass die tollen Versprechungen unter anderem auf einer falschen Zahl beruhen. [...]“ (Link mcmac)
Ein dritter offener Brief (ebenda; noch etwas weiter unten) und quasi „innerparteilich“, ist gerichtet an den B/W-SPD-Vorsitzenden und http://kopfbahnhof-21.de/typo3temp/pics/166eb20785.jpgB/W-Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid, verfasst von seiner Mit-Genossin Brigitte Dahlbender, ihres Zeichens u.a. auch Landesvorsitzende des BUND. Sie weißt, Bezug nehmend auf das Ressort Schmids, darauf hin, dass auch die SPD-Abgeordneten seinerzeit über die wahren Kosten des Projekts getäuscht wurden und schreibt:
„[...] Lieber Nils Schmid, Sie wissen, dass der vereinbarte Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro nie gehalten werden kann. Aber weder die Bahn noch die Bundesregierung noch die Stadt Stuttgart haben sich bereit erklärt, die Mehrkosten übernehmen. Wollen Sie also zulassen, dass in Stuttgart eine Milliarden Euro teure Bauruine entsteht? Und wollen Sie dafür knapp eine Milliarde Euro an Steuergeldern des Landes vergeuden? Als seriöser Finanzminister sollten Sie die Reißleine ziehen. Jetzt. Steigen Sie um, bevor es zu spät ist.[...]“
- mehr zum Thema S21 auf freitag.de immer auch hier