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The revolution will (not) be downloaded
Autorin: Doris Akrap
Dieser Artikel ist zuerst in der Print-Ausgabe der taz vom 11. Dezember erschienen.
Ohne Ironie lässt sich das Wort Revolution schon lange nicht mehr denken, geschweige denn aussprechen. Und trotzdem ist in den vergangenen Jahren recht oft von Revolution die Rede, und zwar immer dann, wenn es irgendwas mit Medien oder genauer mit dem World Wide Web zu tun hat.
Am Anfang begnügte man sich ganz allgemein mit der Bezeichnung "digitale Revolution". Dazu kamen dann nach und nach die Sparten-Revolutionen wie die von eBay oder Facebook. In den vergangenen Tagen waren es die "Enthüllungen" von Wikileaks, die nach Meinung vieler Kommentatoren Demokratie und Diplomatie revolutionierten.
Vergangenes Jahr im Juni nannten westliche Journalisten den Aufstand im Iran "Twitter-Revolution". Oft übersehen wurde allerdings, dass Twitter nicht nur das Medium war, das Journalisten und andere Interessierte als Quelle nutzten, um sich zu informieren, was auf den Straßen Teherans los war. Auch der iranische Geheimdienst nutzte Twitter als Quelle, um sich ein Bild davon zu machen, wer sich auf den Straßen Teherans herumtrieb. Da stellt sich die Frage, ob die revolutionäre Internettechnik nicht gleichzeitig immer auch konterrevolutionär ist.
"Stürzt das System" steht in westeuropäischen Ländern höchstens noch als verblassendes Graffiti hier und da auf bröckelnden Mauern, doch ernst nimmt das kaum noch jemand. Den Systemabsturz der digitalen Zentralgehirne hingegen schon. Für die einen sind Hacker, die eine Regierungsseite oder eine Unternehmerseite zum Absturz bringen, Revolutionäre. Für den normalen User naht aber die Apokalypse, wenn der eigene Computer abstürzt. Statt alles dran zu geben, das System wieder hochzufahren und zum Laufen zu bringen, wäre vielleicht die revolutionärste aller Haltungen in dieser Situation, wie in so vielen, sich einfach eine Zigarette anzustecken.
Aber wer entscheidet, was nun revolutionär ist? Über das Update der berühmten Zeilen von Gil Scott-Heron: "The Revolution will not be televised" müssen wir wohl noch reden: "The revolution will not be downloaded", oder doch?
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Doris Akrap, geboren 1974, ist taz-Redakteurin und koordiniert mit Jan Feddersen das taz.lab medien
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jetzt mal ganz ehrlich und bodenständig, wenn ich einige linke von revolution reden höre frage ich mich "wogegen", und ich fühle mich an frontenaufteilung der welt anno dazu mal erinnert, ich meine das deutsche system ist nun mal nicht so, dass man es stürzen kann oder müsste. vielleicht können sie mir das sagen. ich wüsste nicht in welchem land noch eine revolution so denkbar wäre, wie sie sie wohl meinen. auch wenn das ihr bild zerstört, aber die wenigsten menschen sehen das als idealistischen akt. wir leben aber in einer unidealistischen, anderen, komplexeren welt. mir ist schon klar, dass das hier parolenmäßig gemeint ist und um auf den medienkongress aufmerksam zu machen. aber mit "system stürzen" holt man wohl nur noch die mühsamen und beladenen ins boot (geborgte worte vom verleger). wenn das die leute sind, mit denen sie eine revolution wagen möchten, viel spass.
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"...aber mit "system stürzen" holt man wohl nur noch die mühsamen und beladenen ins boot (geborgte worte vom verleger). wenn das die leute sind, mit denen sie eine revolution wagen möchten, viel spass...."
Was will uns die Autorin sagen? Dass man am Ende mit Leuten ohne Abitur reden müsste? Ogottogott. So weit darf es natürlich niemals kommen... Ekelhafter Standesdünkel - und im übrigenm genau der Grund dafür, dass es mit realen "Revolutionen" nicht klappen wird. |
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"...aber mit "system stürzen" holt man wohl nur noch die mühsamen und beladenen ins boot (geborgte worte vom verleger). wenn das die leute sind, mit denen sie eine revolution wagen möchten, viel spass...."
Was will uns die Autorin sagen? Dass man am Ende mit Leuten ohne Abitur reden müsste? Ogottogott. So weit darf es natürlich niemals kommen... Ekelhafter Standesdünkel - und im übrigen genau der Grund dafür, dass es mit realen "Revolutionen" nicht klappen wird. |
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vomsehen: wenn sie sich da angesprochen fühlen, bitte, bevor sie sich aber weiter hier im ton vergreifen machen sie von ihrem usernamen gebrauch und lesen richtig. ich beziehe mich auf den titel "system stürzen". und irgendwelche standesdünkelansprachen von leuten, die mich nicht kennen verbiete ich mir, jetzt mal an ihren anstand appellierend. herzlichst.
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Das Internet kann nur Hilfsmittel von realen Menschen sein. Es wird sich nichts verändern, wenn die Mehrheit es nicht will. Insofern muss eine Verbesserung der politischen Verhältnisse und die Aktionen und Kampagnen, die das realisieren sollen, von vorneherein für jeden aufgeklärten Menschen zustimmungsfähig sein. Internetaktivitäten sind nur als dienstleistende Ergänzung zu Medien und organisierter Bürgerschaft sinnvoll.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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