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„Das Schönste für mich, als der Krieg zu Ende war, war die Stille. Die Sonne ging auf und es war ganz ruhig. Einfach nur still. Wenn auch nur für ein paar Sekunden. Das Schönste für mich nach dem Krieg war die Stille.“
Unbekannte Frau in der Dokumentationsreihe „6 Milliarden Menschen“ (planet-tv.de/highlights/archiv/2008/6-milliarden-menschen)
Wie kann denn das sein? Da ist ein schlimmer Krieg vorbei und das einzige, was diese Frau glücklich macht, ist die Stille? Doch das kann sein. Lärm macht krank, das weiß heutzutage jedes Kind, aber was haben wir daraus gelernt? Nichts. Während sich an der einen Stelle Nachbarn über den Lärm von Kindergärten und Sportplätzen echauffieren, teilweise sogar nachvollziehbar, produziert man an anderer Stelle ungeniert solche Lärmschleudern wie Laubbläser oder mechanische Reinigungsmaschinen, von kompressorbetriebenen Gießmaschinen ganz zu schweigen. Da werden zwar Umweltplaketten bei den PKWs verlangt, aber wer kümmert sich um den Lärm, den selbige absondern?
Es gilt also, der moderne Mensch ist fern von Stille. Nehmen wir die Jogger. Statt sich beim Lauf durch den Wald oder Park an der Stille oder den Geräuschen der Natur zu erfreuen, verstöpselt man sich mit dem I-Pod und lässt sich von Bässen umdröhnen. Dabei wäre es angebracht, einmal inne zu halten und der Stille zu lauschen.
Wer noch nie auf einer Waldlichtung gesessen hat, gestört allenfalls vom Gezwitscher der Vögel oder dem Rascheln von trockenem Gras, wer noch nie dem Wind zugehört hat, wenn er leise wispernd durch die Baumkronen streicht, der weiß nicht wovon ich rede. Es sei aber jedem empfohlen. Denn die äußere Stille öffnet die Tür zur inneren Stille. Dieses „Insichhineinhören“ kann sehr heilsam sein. Aber man muss lernen, auf sich zu hören, den Körper, die innere Stimme. Das aber nimmt man erst wirklich wahr, wenn man die innere Stille entdeckt hat.
Nach neuesten Erkenntnissen zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Ob das auch an der Ferne von Stille liegt? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Gang in die Natur bei depressiver Verstimmung durchaus heilsam ist. Also nutzen Sie die nächste Gelegenheit und lassen Sie sich auf die Stille ein. Sie werden vielleicht überrascht sein, wie unterhaltsam das sein kann.
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Mhm. Durfte ich schmerzlich kennenlernen. Man nehme einen handelsüblichen Feuerwehrhydranten, eine Gartenpumpe und kombiniere das Ganze mit einem ebenso handelsüblichen Kompressor (mangels Strom) und schon haben wir die Neuschöpfung des (lärmenden) Grauens. :-/
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Boah, da möchte man ausrufen: Gut, dass ich keinen Garten habe!
Übrigens: Willkommen auf dieser Bühne hier! |
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In diesen Genuss, lieber goedzak, kann man auch als Nichtgartenbesitzer aber dummerweise Anrainer kommen... :-)
Vielen Dank! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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