meistermochi

André Moch: Meine Sicht

28.06.2009 | 01:19

SpOn: “Steinbrück schwört auf harte Sanierungsjahre ein”.

Guck mal hier “Steinbrück schwört Deutschland auf harte Sanierungsjahre ein”.

Wenn ich sowas lesen, habe ich doch überhaupt keinen Bock mehr. Wir sind doch gerade sozialsystemtechnisch runderneuert worden. Sind doch schon durch die Sanierung durch! Und jetzt wird schon wieder auf harte Jahre eingestimmt?!?!

Da fragst du dich doch, ob man in dieser Mühle noch weiter mit am Rad drehen soll. Ich meine, es kotzt mich einfach an. Mit Hartz IV hatte ich zum Glück bisher nichts am Hut. Mir tut es leid, dass viele darunter leiden, denn es sind wieder die Schwächsten. Auf der anderen Seite ist mir aber auch klar, dass denen, die noch Arbeit haben(!), nicht undendlich viel zugemutet werden kann.

OK - soviel dazu.

Aber jetzt schon wieder zu sagen, dass es in die nächste Runde geht… ja gut, bleibt vielleicht auch nix anderes übrig bei der Misere. Aber es ist so gekommen wie alle gesagt haben: Verluste werden - trotz aller Beteuerungen - sozialisiert.

Da fühlt man sich doch gefangen! Das Yin, das “Einer für alle” ist ja schön und gut. Aber wenn Effekte aus dem Yang, sprich “Alle für einen” gänzlich ausbleiben, wird’s ärgerlich. Und dann muss man sich doch fragen, was einem hier noch geboten wird.

Bei “Die Auswanderer”/Vox wird mich keiner sehen.

Aber man muss sich doch ernsthaft Gedanken machen, wie man die Dinge hier weiter angeht! Was ist beruflich der beste Weg, um zu tun was man kann und will? Und wie schafft man es, nicht ohne Ende ausgenommen zu werden für Dinge, die man nicht zu verantworten hat.

Habt Ihr nicht das Gefühl, dass euch Bürden auferlegt werden von Leuten die dann auch noch sagen “Was denkst du denn da? Du willst dich ausklammern? Wie unsolidarisch!”.

Aber bitte! Wie solidarisch waren die denn, die einem die ganze Kacksuppe hier eingebrockt haben?!

Es regt mich auf!

 
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Kommentare
Dreizehn schrieb am 28.06.2009 um 09:47
.. zurecht. Nur sind Empörung und Zorn in den noblen Sphären von "Höflichkeit" nicht trendy und "interessiert keine Sau". Mich verwundert die kaum fassbare Kaltblütigkeit, mit der die Entwicklung in diesem Land sehenden Auges hingenommen wird.

Da wird wolfsmäßig mitgeheu(che)lt, wenn die Banken Unmengen von Geldern verbrennen, die Schlagzeilen tönen im Gleichklang - und was geschieht? Du sagst es. "Harte Sanierungsjahre". Bildung? Kultur? War da was?

Wohlstand? War gestern. Bitte! Bitte! Das Wort ist längst gestrichen. Redet niemand mehr von. Außer die Ewiggestrigen.

Der Ärger ist absehbar. Und wenn einer nur vor sozialen Unruhen warnt - was geschieht? Wird schnurstracks gedeckelt.

Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz, kenntmanja, trifft wohl auch, teilweise. Hilft nicht weiter.
meistermochi
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