mephisto

kuponschneider

05.11.2009 | 13:54

Absurdes Theater

Vorhang auf für „das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus“: 

Auto-Absatzmärkte werden mit Abwrackprämien gestützt, General Motors wird mit 50 Mrd. $ Staatshilfe saniert und die deutsche Regierung will 4,5 Mrd. € Staatshilfe zahlen, wenn  Arbeitsplätze in Deutschland bleiben und dafür anderswo in Europa die Leute auf die Straße fliegen.

Dann sagt die EU-Wettbewerbskommissarin: hey, wir haben Marktwirtschaft, der GM soll unterschreiben, dass der Verkauf an Magna ökonomisch und nicht politisch motiviert ist. Da sagt GM: ohje, das können wir aber nicht und außerdem geht’s uns allen ja wieder besser, da behalten wir doch lieber den Opel.

Das wiederum findet der marktliberale Wirtschaftsminister Brüderle „völlig inakzeptabel“, der lieber den Russen deutsche Steuergelder in den Rachen stopfen will und zwischendrin hopst hin und her Betriebsrat Franz als Manager, treibt die Schafe vor die Tor und droht GM wie nie zuvor. Das könnte blutig werden: GM-Chef Fix-it-Fritz Henderson wollte Opel eigentlich loswerden und wird jetzt wohl gnadenlos durchgreifen.

Irgendwie erscheint das Ganze als realsatirische Version der Stamokap-Theorie.

 

 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 05.11.2009 um 15:13
Natürlich erscheint dies so, auf den ersten Blick. Als die US-Regierung GM mit 50 Milliarden Staatshilfe gab musste GM auch die Technologie-Papiere von Opel verpfänden.
So, China hat nicht nur gigantische USDollar Reserven, sondern auch höllische Angst die US Regierung könnte die Geldpresse rotieren lassen. Also zahlt jetzt die US-Regierung die US Schulden in China und erhält obendrein noch billige Autos made in China. Deswegen hat sich China auch so freundlich aus dem Direkt-Angebot zurück gezogen.
Was ich hier beschreibe hat Rover schon hinter sich. Darum begrenzt jeder Euro, der von der Bundesregierung jetzt in Opel investiert würde, vielleicht für einen begrenzten Zeitraum Arbeitsplatzverluste, aber das ändert nichts an der Tatsache das dies eine "Kurzarbeitslösung für Opel gleichkommt. GM ist der klare Gewinner!

Bekanntlich hat GM die Technologie-Pläne dort verpfändet. Und die USA wiederum sind selbst dermassen in China verschuldet das nun all die schönen Pläne in China landen.
mephisto schrieb am 05.11.2009 um 16:21
ob das wirklich so funktioniert? GM ist faktisch ein Staatsunternehmen, wenn die Us-Regierung ihre Anteile an GM an einen chinesischen Hersteller verkauft dann haste richtig gelegen.
mephisto
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