mephisto

kuponschneider

05.10.2009 | 14:14

Der Horst Mahler der Finanz-Community

 

Eine Polit-Karriere wie sie Horst Mahler hingelegt hat wird wohl so schnell niemand mehr hinkriegen, aber Thilo Sarrazin ist auf dem besten Wege, ein würdiger Nachfolger zu werden.

 

Aber wie wird man eigentlich Vorstandsmitglied der Bundesbank?

Präsident, Vizepräsident sowie ein weiteres Mitglied des Vorstandes werden von der Bundesregierung, die drei übrigen Vorstandsmitglieder vom Bundesrat vorgeschlagen wobei das Vorschlagsrecht im Bundesrat zwischen den Bundesländern reihum wechselt.

 

Anfang 2009 wurde Thilo Sarrazin von Berlin/Brandenburg vorgeschlagen und Bundesbank-Präsident Axel Weber war schon damals nicht sonderlich begeistert, weil er wohl geahnt hat, was für ein Spaßvogel ihm da ins Nest gesetzt wird.

 

Im Mai 2009 nahm Sarrazin seine neue Tätigkeit auf und schon begann die neue Leidenszeit für die Vorstandskollegen. Kaum im neuen Amt hetzte er im „Stern“ gegen Hartz-IV-Empfänger, die Energie verschwendeten, im August folgte die Prüfung eines Ermittlungsverfahrens gegen ihn wegen Untreue: er hatte als Berliner Finanzsenator dem Golf-Club Wannsee ein landeseigenes Grundstück für nur einmalige 3 Mio € auf  99 Jahre verpachtet.

Seinen neuesten rassistischen Äußerungen ging lt. "Handelsblatt" ein Streit mit Bundesbank-Chef Weber voraus:

Sarrazin hatte, wie in der Zentralbank üblich, den Text vor der Veröffentlichung vorgelegt. Präsident Weber hatte handschriftlich alle kritischen Passagen markiert und den Text als „nicht akzeptabel“ beurteilt. Gegen die Aufforderung, von einer Veröffentlichung abzusehen, habe sich Sarrazin heftig gewehrt. Vertreter der Bundesbank berichten, dass Sarrazin die Eingriffe Webers als „Zensur“ kritisiert und den Text schließlich eigenhändig autorisiert habe.

 

Einen Buba-Vorstand gegen den eigenen Willen rauszuschmeißen ist nicht so einfach, man darf gespannt sein wie dieses U-Boot entsorgt wird.

 

 

 
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mephisto
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