mephisto

kuponschneider

28.10.2011 | 11:50

Hilfe vom Klassenfeind

Ein Treppenwitz der Geschichte: mehr als 20 Jahre nachdem der real existierende Sozialismus entsorgt wurde flehen die vermeintlichen Sieger der Geschichte die Kommunistische Partei Chinas um Finanzhilfe an.

Klaus Regling, Chef des Rettungsschirms EFSF, muss Klinken putzen um das Geld aufzutreiben, dass in Europa gebraucht wird und das ist nicht wenig: nach Berechnungen von Morgan Stanley beläuft sich die Summe aller EU-Staatsanleihen, die in den kommenden drei Jahren auslaufen und refinanziert werden müssen auf etwa 1,7 Billionen € während gleichzeitig die Ratings bröseln und die Sicherheit europäischer Staatsanleihen zunehmend angezweifelt wird.

Wes Brot ich ess des Lied ich sing: man darf gespannt was so ein paar Menschenrechte kosten dürfen.

 
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Kommentare
apatit schrieb am 28.10.2011 um 12:07
"O Lamm! Wenn ich dich nicht fresse, frisst du mich", sagt die Hyäne.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 28.10.2011 um 12:10
Ein Treppenwitz der Geschichte: mehr als 20 Jahre nachdem der real existierende Sozialismus entsorgt wurde [...]
Falsch: ...nachdem der real existierende Sozialismus sich selbst entsorgt hat!

Im übrigen stimme ich Ihrer Ironie voll zu.
Geld stinkt eben immer noch nicht.
luggi schrieb am 28.10.2011 um 21:25
Hallo, regierungstreue Medien ... ich empfange seit Tagen keine Berichte mehr über 艾未未. Könnte mal jemand von den Verantwortlichen einen Blick drauf werfen? Oder gibt es da eine selbst befohlene Zensur?
Komisch. Seitdem klar ist, dass die ausführenden Organe der europäischen Finanzdiktatur auf Betteltour nach China gehen müssen, ist es fast still geworden ... mit Berichten über chinesische Dissidenten (was immer die sind). Ich glaub' mal, da beißen sich einige in den Allerwertesten, weil sie vor nicht all zu langer Zeit die Beziehungen mit ideologischen Krediten belastet haben ... das könnte den Zins erhöhen.
Die Chinesen sitzen an einem gaaaaanz langen Hebel ... und es wäre die Spitze einer Ironiekette, wenn Merkel zur Bittstellung nach Peking muss und sich vorher für die bisherigen missverstandenen "Hinweise" zum Umgang mit Feinden des prosperierenden Chinas entschuldigt.

Wie sagte doch ein Bekannter gestern: "Die Einlagen sind sicher." Und blickte auf seine orthopädischen Schuhe.
Danke für den Denkanstoß.
mephisto
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