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Ein Unternehmer überlässt Seine Sammlung einer Kunsthalle. Man nennt das Mäzentum. Der Unternehmer hatte einen Stiefvater, der zu den ersten glühenden Fans der Nazis gehörte; Eintritt in die NSDAP am 20.4.1933 (Führers Geburtstag). Aufstieg in den inneren Kreis um Himmler. Staatsaufträge, Kraft durch Freude, Zwangsarbeit, das ganze Programm.
Der Unternehmer möchte, dass die Kunsthalle nach seinem Stiefvater benannt wird, die Stadt weigert sich. Der Mäzen wird zäh und nimmt alle seine Kunstwerke mit. Nach der Umbenennung droht er mit der Rückgabe seiner Ehrenbürgerschaft und der Verlegung des Firmensitzes nach Hamburg. Apropos Ehrenbürgerschaft. Unser Unternehmer trat 1942 der SS bei, obwohl er nicht eingezogen wurde und nahm am Russlandfeldzug teil.
Heute hat der Sohn des Unternehmers das Getränk für eine bessere Welt übernommen.
Prost!
Titel die mir auch noch in den Sinn kamen:
"Läuterung mit Biotrunk"
"Bioanade jetzt ohne Gutes Gewissen"
"Bionade jetzt auch in Khaki"
Der Freitag hat auch was dazu geschrieben.
Quelle:
home.arcor.de/lichtzeichner/soziologie/oetker.HTM
de.wikipedia.org/wiki/Dr._August_Oetker_KG
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Das Getränk für eine bessere Welt kann jetzt 1000 Jahre getrunken werden.
Und es macht alle Wehwechen heil! |
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Schau mal aufs Haltbarkeitsdatum...
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Auf die lebende "Tradition", die sich sicher einen Platz auch in so manch anderem Herzen gesichert hat... |
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100 Jahre? - 1000 Jahre! Schließlich hat Dr Oetker die Ostmark schon lange vor 38 heim in sReich geholt!
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Das ist gewiss der firmeninternen Bescheidenheit geschuldet. Oder den missinformierten Reportern. Gut, dass es solch aufmerksame Menschen wie dihc gibt, Idealist. Welch historischem Irrtum wären wir sonst erlegen?
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Kann mich nur anschließen :(
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Ja, ich auch und mir auch.
Schön, dass Du wieder da bist...übrigens. |
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schrieb am
02.10.2009 um 22:04
Bionade war mir schon immer suspekt. Sie gab sich den Anschein einer Bierflasche. Guckte man genauer, sah man aber Säfte, die dem deutschen Reinheitsgebot widersprachen.
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So ein Bierfetisch ist offenbar gut für die politische Hygiene.
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Ich habe Bionade nie getrunken.
Das Getränk kam mir immer ein bißchen wie die Grünen vor - eine Mogelpackung eigentlich. Vielleicht war es aber auch nur der Name... |
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Es schmeckt aber.
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schrieb am
02.10.2009 um 22:13
Bionade ist etwas für Hollandradfahrer mit Helm und Kind hinten im Anhänger. Die halten auch bei Rot, wenn Sonntagsfahrverbot für Autos ist.
Ich hab mal Bionade Holunder gekauft, und gleich aus Jux an eine Helmfahrerin verschenkt. Sie bedankte sich und sagte auf die Frage, was sie wähle: grün. |
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ich gestehe, bionade, verschiedene sorten, verschiedene male und verschiedenen orts eigenhändig beschafft, geöffnet und zum munde geführt, ja mehr noch, den ersten schluck genussvoll auf der zunge zergehen ließ. damals...............
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bald muss ich selbst getränke herstellen,
ich meide seit gut 2 jahren erfolgreich alle getränke des coca cola konzerns und viel schlimmer, weil weniger verbreitet vom nestle konzern |
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Ich auch. Welch umschuldige Zeit.
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schrieb am
02.10.2009 um 22:23
outnumber, ausweg ist das deutsche bier, der deutsche wein, das deutsche wasser. in dieser kombination liegt man politisch etwa in der mitte, manchmal mitte links, manchmal mitte rechts.
weil wir aber in deutschland leben, kommen wir an brauner soße kaum vorbei. es gibt ja schließlich noch herrschafts- und eigentumverhältnisse. vfl osnabrück vs sv sandhausen 2:0. aber erst morgen. und garantiert ohne bionade. |
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@ Rainer Kühn:
Und die Frau hatte bestimmt vorne am Rad einen Einkaufskorb und hinten so ein großes, rotes, batteriegespeistes Flackerlicht. Dazu trug sie sicher eine Funktionsjacke mit Klimamembran, ja? Und sie sah aus, als wäre sie von Gott selbst dazu auserwählt worden, allen zu zeigen, wie toll das Leben sein kann, wenn man nur die richtige Überzeugung hat. Die gibt's bei uns auch. Ich glaube, die werden irgendwo geklont... |
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@ outnumber:
Ja, wir machen alle solche schrecklichen Fehler, wenn wir jung sind und glauben, die Unschuld gepachtet zu haben! Ich verstehe dich. Ich denke manchmal mit Wehmut an die Ahoj-Frigeo-Brause zurück. Zu welchem Konzern gehört die eigentlich heute? |
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schrieb am
02.10.2009 um 22:50
@ I.D.A. Ja, so fahren sie daher durch die Stadt, die sie ein Vorbild zu meinen sind. Helm, Korb, Rucksack, Outdoorkörper, Kind im Hänger, Bionade im Getränkepack am Radrahmen.
so ist der welten lauf daneben hier und da ein kleines beben viele tranken unschuldig den braunen schlick der noch nicht braun war aber schon grünlich aussah - welch schön gedicht, geschichte:: richt! ich ?? ich nicht !!! |
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"ist denn alles mist! mannn,
ich habs gern getrunken, aufklärung tut weh :-)" Aufklärung verleiht Flügel. Es ist nicht immer so, dass das, was schmeckt, der Allgemeinheit dient. Höre gerad Mötley Crüe, und dann hier im Freitag eine ellenlange Diskussion über Bionade. In meiner Gegend wird esoterisches Wasser produziert und erfolgreich verkauft. Da befindet sich dieses bioverdummende Chemiegebräu in derselben Liga wie das braune Backpulver und anderer Mist, den nur das Profitstreben braucht. |
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schrieb am
02.10.2009 um 23:28
endlich ein klarer beitrag.
danke, luggi. |
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Vielleicht ein paar Worte an all die abgebrühten Herren unter uns:
Es geht ja gar nicht recht um Bionade oder Cola (wobei man die Unterscheidung auch schon länger nicht mehr machen konnte). In der Schule habe ich gelernt, die Nazis, das ist Vergangenheit und ab und an ein brennendes Asylantenheim/ Wohnhaus. Nazis, das sind die anderen. Und dann erbeutet man immer wieder ein paar Brocken Wissen, wie lang der Schatten der Vergangenheit ist. Und dann trinkt man etwas, weil es gut schmeckt und erfreut sich daran, dass es offenbar noch Dinge gibt, die man mögen kann, und die nicht alles kaputt machen. Und dann fällt der Schatten drüber. Jaja, ich weiß, naiv. Lacht ruhig. |
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Dazu paßt auch sehr schön por's Blog-Beitrag:
www.freitag.de/community/blogs/poor-on-ruhr/eine-begegnung-mit-der-deutschen-geschichte-der-anderen-art- |
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Jan Pfaff vom Freitag hat auch was dazu geschrieben.
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Ist doch toll. Wird Bionade nun noch Sponsor unserer Armee? Dann bekommen die Krieger nicht nur ein leckeres Getränk in extra Kompaniepackgröße sondern saugen sozusagen ein glorreiches Stück Vergangenheit mit ein.
Dieser Krieg wird gesponsert von ... Wird bestimmt Schule machen. Unternehmen in guter alter Nazitradition gibt es ja genügend. |
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Was mir in diesem Blogbeitrag fehlt, sind Informationen über den Umgang der Firma mit ihrer Vergangenheit gerade in den letzten 10-20 Jahren. Stellt man sich den Fakten? Wurde in Zwangsarbeiterfonds eingezahlt? Etc., etc.!
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Man folge dem ersten Link und mache sich ein eigenes Bild.
Ob in den Fond eingezahlt wurde, hat wohl eher mit möglichem Imageschaden, als mit Einsicht zu tun. Herausgefunden habe ich dazu nichts. Ein Zitat dazu: "Zwar scheint sich nicht nachweisen zu lassen, dass die Firma Dr. A. Oetker Zwangsarbeiter in ihren Hallen beschäftigt hat, doch zumindest bei Beteiligungsfirmen haben diese wohl zu niedrigen Lohnkosten beigetragen (z.B. bei Gundlach oder den Adlernähmaschinen-Werken)." Die Quelle ist dieselbe wie oben. |
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Biofade hat mir noch nie geschmeckt, genauso wie ich den Hype darum nie recht verstanden habe. In Zukunft muß ich mich wenigstens nicht mehr dafür rechtfertigen.
In dem Zusammenhang: Gibt's eigentlich noch Prickel-Pit? Der unvergeßliche brausende Höhepunkt meiner Kindertage. |
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schrieb am
06.10.2009 um 00:14
Auf jeden Fall gibt es nicht mehr das schöne Osnabrücker. Pils.
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Rainer denkt auch nur noch an seine Bierchen samt seinem Fußballverein. Hach wie deutsch.
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Das kenn ich auch, mocht ich auch...
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schrieb am
08.10.2009 um 20:36
Und jetzt wir alle:
Osnabrücker Pils wer wills? |
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Uh, 6:56 h, zu früh für kalte braune Brühen. Habe mir gerade einen fetten Kaffee in der Tasse aufgebrüht, fett nicht nur wegen des Quantums Coffein, sondern auch, weil ich in Ermangelung von Milch o. Kaffeesahne mit Schlagsahne geweißt habe. Mmmmh, ist zu empfehlen!
Titta, sag mal, kann es sein, dass Du, erholt, wie Du bist, gerade probierst, Dich an Rainer Kühn ranzuschmeißen? Gutes Gelingen! Schönen Gruß von mir, er soll unsere Verabredung zum Tee nicht vergessen. Worum geht's eigentlich in diesem thread? |
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ich dachte an "Nazis" und "Illusionen" aber beim zweiten bist Du ja gut dabei...
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schrieb am
08.10.2009 um 10:51
Ja, vor allem im Halbschlaf.
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schrieb am
08.10.2009 um 20:39
Hi, Meisterfalk, äh, ich hab immer noch ein Plätzchen frei auf einer Tischdecke ... für Titta sowieso ...
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lieber merdeister, eine schöne formel hast du gefunden für das produkt und die produzenten und konsumenten.
mir ist das zeugs durch die unausweichliche reklame hier im netz mal vor die lesebrille gekommen. nie würde ich so'n gesöff bestellen oder probieren. wozu? meine neugier richtet sich auf anderes als neueste drinks mit fragwürdigen inhalten. klar, als gewöhnlicher wassertrinker. das trinkwasser kaufe ich nicht in deutschland, sondern in der region (comme il faut). die firmengeschichte oetker ist ziemlich normaldeutsch. dass aber ein ausgewiesener nazipromi aus der familie trotzig hochgehalten wird, ist auch nicht so selten in diesem land. die erziehung zum credo quia absurdum war wohl zu gründlich. |
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Ich bin auch ein Freund des Krahnenberger.
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Aber das wird auch manchmal braun.
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mit trinkwasser meine ich nicht das nitrat-verseuchte leitungsnass, sondern möglichst stilles quellwasser aus der glasflasche.
aus dem puddingalter bin ich allmählich heraus. über die puddingberger am teuto (schon wieder sowas nationalromantisches; der gebirgszug sollte wieder osning heißen, das reimte sich auch besser auf osnabrück, rainer, oder?) hinaus ist es doch die frage, wie groß die schnittmenge ist zwischen dem nazireich und dem cdu-land. (so oetker-mentalitäten kommen doch nicht aus dem nichts und werden auch nicht von ungefähr konserviert in diesem lande. wolltest du nicht darauf hinaus, merdeister? |
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schrieb am
08.10.2009 um 20:42
ja, osning pils, da würde ich als wahlwestfale wieder einsteigen ...
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Auf sowas wollte ich hinaus. Sowas erstaunt mich. Sowas kann doch gar nicht sein. Sowas ist echt scheiße.
Aber wie so vieles was mir irgendwann auffällt, ist das alles schon ein alter Hut. |
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hüte kann mensch abnehmen, auch ganz alte.
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osning pils spricht sich doch viel besser als osnabrücker pils, rainer, nicht wahr? schnell das markenzeichen sichern!
nur die abkürzung OP tanzt aus der fröhlichen reihe. |
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Abschließend ließe sich vielleicht zur ganzen Diskussion bemerken:
Die braune Bürhe haben wir schon längst - Coca Cola. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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