merdeister

135 rote Waldameisen

25.10.2011 | 19:55

EmanNzipation

Beim Umlagern eines, nicht gerade leichten, Patienten rügt die OP-Schwester, ob meiner, im Gegensatz zur Kollegin, Position am vermeintlich leichteren Körperteil:

"Nun lasst doch die arme Frau da nicht alleine."

Meine Bemerkung, körperliche Kraft hätte mehr mit dem Durchmesser der Muskulatur als mit einem Vorhandenen Y-Chromosom zu tun, verkneife ich mir nach einem kurzen Blick auf die OP-Schwester. Und zwar genau deswegen.

 

Bald zu finden unter "Quickies".

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
j-ap schrieb am 25.10.2011 um 20:06
Game, set & match für diese Pointe.

[Man muß es sich mit Trompetenbegleitung denken (Thomas Mann).]
merdeister schrieb am 25.10.2011 um 20:20
Ich denke nur mit Trompetenbegleitung.
goedzak schrieb am 25.10.2011 um 20:12
Angst vor Schlägen? :)
merdeister schrieb am 25.10.2011 um 20:21
Die kann auch mit Instrumenten umgehen, wenn es nur bei Schlägen bleibt, hast Du noch Glück gehabt!
Streifzug schrieb am 25.10.2011 um 20:33
merdeister nach einem Blick auf die OP-Schwester - Mus musculus
merdeister schrieb am 25.10.2011 um 20:45
Pah!!!
merdeister schrieb am 25.10.2011 um 20:47
Außerdem habe ich Freunde!
Stepstone schrieb am 26.10.2011 um 19:00
Nahe am Anfang meines langen Lebens gab
mir mein Grossvater eine Käfigfalle mit einer
Mäusefamilie - es ware 8 junge Mäuschen drin-
mit dem Auftrag, ich soll sie im nahen Bach
ertränken. Als ich mich gweigert habe, nannte
er mich ein Weichei. Ich war so geschockt,
dass ich damals keinen weiteren Umgang
mit diesem "Unmenschen" haben wollte. Jetzt, rund 80 Jahre später, ist meine Einstellung gleich.
Liege i c h daneben?
merdeister schrieb am 31.10.2011 um 20:38
Wenn es heißt "Mann oder Maus?!" ist "Maus!" immer eine gute Antwort.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 31.10.2011 um 21:49
Ja, "Maus" ist als Mann immer eine gute Antwort für Männer, die sich vor weiblichen Mäuschen klein machen müssen, damit die altbekannte Symbiose funktionieren kann. Mann muss nur ein klitzekleines Bisschen größer sein als die andere abhängige Variable, um kein männlicher Duckmäuser zu sein.
merdeister schrieb am 31.10.2011 um 21:58
Lohnt es sich eine Unterhaltung anzufangen oder wird das ein kurzer Besuch?
Yola schrieb am 25.10.2011 um 21:08
EhMannZipation ohne Partyzipation...?

@merdeister "... genau aus deswegen."
Was ist denn das für ein putziger Sprech!?
Mundschutzträgerslang?

Deswegen? Genau! Aus.
Ebend.
merdeister schrieb am 25.10.2011 um 21:25
Ups, die Maske verhindert des Sauerstoffversorgung des Gehirns. Danke für den Hinweis, ist geändert.
kay.kloetzer schrieb am 25.10.2011 um 21:39
in meinem umfeld sprachen gestern männer über eine sehr, wirklich sehr couragierte kollegin: "so eine zarte person und so viel mut." als müsste aus der hüfte schießen, wer auf köpfe zielt.
Rosa Sconto schrieb am 25.10.2011 um 21:52
"als müsste aus der hüfte schießen, wer auf köpfe zielt." ist alles muskel, nix da mit Hüfte, naja etwas Birne...
Magda schrieb am 25.10.2011 um 21:53
@ kk - Gerade wollte ich merdeister fragen, ob er das nicht noch näher "verbeispielen" kann, damit unsereins das auch versteht .

Aber ich kann mich da nicht so richtig drüber "beölen".

Kann aber an mir liegen.
kay.kloetzer schrieb am 25.10.2011 um 22:02
liebe magda, ich höre da - aus merdeisters und meinem beispiel - gutgemeintes raus, das billig gedacht ist. da wird am krankenbett der gentleman gefordert, aber eigentlich die frau zur hilflos-schwachen erklärt. da wurden haltung und charakter der kollegin lange nicht wahrgenommen, nur weil sie zierlich ist. hier zeigt sich im lob ein frauenbild von vorgestern. und eben doch von heute.
kay.kloetzer schrieb am 25.10.2011 um 22:03
gibt es keine muskeln in der hüfte? ich dachte, andere hätten was drunter ...
merdeister schrieb am 25.10.2011 um 22:20
Da hast Du richtig gehört, liebe Kay. An meinen Hüften gibt es Muskeln, wenn auch zarte ;-)
ed2murrow schrieb am 26.10.2011 um 08:16
Kannte eine Chirurgin vom Rechts der Isar, spezialisiert auf Rückenmark und Gehirn, damit für Bandscheiben genauso zuständig wie für Tumore: 160 cm drahtige Höhe und Augen, da das eine nach Norden schaute, das andere nach West-Nord-West. Niemandem wäre eingefallen die Frau mit Marty Feldmann zu vergleichen.
claudia schrieb am 26.10.2011 um 09:02
>>...körperliche Kraft hätte mehr mit dem Durchmesser der Muskulatur als mit einem Vorhandenen Y-Chromosom zu tun,...<<
In medizinischen Kreisen ist das ja eigentlich eine Binse.

Es gibt allerdings eine Kette von hochakzeptierten Irrtümern:

a) wer als "männlich" am Standesamt eingetragen ist, müsse im Zellkern mindestens ein Y-Chromsom haben. Das ist zwar sehr oft so, aber nicht bei 100 % der Individuen.

b) Wer in allen oder in der Mehrheit der Zellkerne ein Y-Chromosom hat, müsse ab dem Pubertätsalter einen "normalmännlichen" Testosteronspiegel haben. Das ist zwar sehr oft so, aber nicht bei 100 % der Individuen.

c) Wer einen normalmännlichen Testosteronspiegel hat, müsse immer durchschnittliche Androgenrezeptoren haben. Das ist zwar sehr oft so, aber nicht bei 100 % der Individuen.

Tatsache ist, dass die "typisch männliche Muskulatur" auf einer Testosteronwirkung beruht. Auch ohne Y, aber mit Testo plus Androgenrezeptoren.
Kunibert Hurtig schrieb am 26.10.2011 um 10:02
Eine leichtere Massenverlagerung bei adipösen Patienten erreicht der OP-Schwestern Assistierende, indem er den Auftrieb nutzen tut!
Nein, merdeister, nicht den Patienten in Wasser einlegen und dann drehen ... Ich dachte mehr an große Luftballons an den Extremitäten und ein paar mehr in der Nähe der Hüftgegend.;-)
Gruß
merdeister
Ein guter Charakter erzieht sich selbst. - Indigokind - Blogtherapeut
Ort:
Aachen
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 255
Kommentare: 8070
Mein Projekt:
Logbuch
23:09
gerhard monsees hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:09
oi2503 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:07
gewissen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:06
danki hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:03
gewissen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG