in einer marktwirtschaft würde eine bedingungsloses grundeinkommen nur das preisniveau anheben und somit nur kurzfristig die probleme aus der welt schaffen.
das kurzfristige aus der welt schaffen würde aber erstmal reichen, damit man sich nicht um die strukturellen probleme kümmern muss, was dann mittel- bis langfristig zu genau gegenteiligem effekt führt, nur eben von erhöhter basis aus.
Diese Fragestellung auf dieser Seite impliziert das Contra von vorneweg. Das allein reicht schon, um Pro zu sein. Doch auch die Tatsache, dass Politik in Deutschland keine Sache der Person ist.
Es besteht kaum eine Chance, Merkel als Person zu mögen. Auch ihre Art und Weise. Doch, und das ist politisch entscheidend, es gäbe kaum jemand Besseres für eine große Koalition.
Sie manövriert und laviert sich in einem durch. Hielt Machtpolitiker wie Münte und die CDU Landesväter im Zaum. Das fehlende Ego und die fehlende Meinung halfen ihr dabei.
Merkel hat somit, als Kanzlerin, eine gute politische Arbeit geleistet. Weniger gut war, was die Große Koalition an Ergebnissen fabriziert hat, in der Merkel nur ein etwas größeres Rädchen war.
Mit jeder Wahl besteht die Möglichkeit seiner Stimme ausdruck zu verleihen. Sei es durch Ungültigkeit, nicht Wahl oder alternatives wählen.
Bei dem Einfluss, den Europa mittlerweile auf unser Leben hat, wäre es fahrlässig diese Möglichkeit nicht zu nutzen und als Bürger somit nicht zu zeigen, was man von Europa in seiner jetzigen Aufstellung hält.
Es ist widersinnig sich seiner Möglichkeiten berauben zu wollen, weil man meint sie nicht wirksam nutzen zu können.
ja natürlich, dazu gibt es ja auch junge politiker, deren zeit dann gekommen ist.
permalinkes gibt auch heute junge politiker. die können durch konträre positionen nun ins rampenlicht rücken.
Ein "bedingungsloses Grundeinkommen" sagt ja noch nichts über die Höhe aus: Wäre das Armutsproblem mit 500 Euro Grundeinkommen gelöst? Ich glaube nicht. Der positive Effekt läge im immateriellen Bereich: Die Existenz des einzelnen hinge nicht mehr bedingungslos vom Geldwert seiner Arbeit ab.
permalinkwenn das geld dadurch weniger wert ist, muss man mit mehr geld nicht umbedingt an freiheit gewonnen haben.
in einer marktwirtschaft würde eine bedingungsloses grundeinkommen nur das preisniveau anheben und somit nur kurzfristig die probleme aus der welt schaffen.
das kurzfristige aus der welt schaffen würde aber erstmal reichen, damit man sich nicht um die strukturellen probleme kümmern muss, was dann mittel- bis langfristig zu genau gegenteiligem effekt führt, nur eben von erhöhter basis aus.
@JJK: das ist mir zu polemisch. der unsymetrische aufbau der sozialsicherungssystem wäre mir da eher als strukturelles problem genehm. das fängt dann aber auch schon bei der geldbeschaffung an und nicht bei der geldausgabe.
@thomas reis: wenn ich durch eine arbeit nicht mehr in der lage bin meine grundbedürfnisse zu sichern, kann die antwort nicht sein, dass der lohn zu niedrig ist. die antwort muss sein, für diesen job zu viel angebot besteht, wir also eine fehlbildung in der qualifikation der arbeitnehmer haben. dem kann der staat entgegenwirken.
das grundeinkommen wirkt in dem bereich dann ja auch nicht anders als das momentane aufstocken des lohnes durch den staat.
Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Problematisch ist aben, dass das von Rainer und Janusz angesprochene Phänomen, namentlich Qualitätsjournalismus, im Gros die Ausnahme bleibt. Die mehrheitliche Berichterstattung verliert sich in wilden Spekulationen und ereifert sich, jede noch so beduetungslose Stimme zum Tod Enkes einzufangen. Das ist schade. 11 Freunde und taz sind da Ausnahmen.
Dass eine kranke Psyche und Selbstmord Themen sind, die in unserer Gesellschaft gern verschwiegen werden, ist klar. Aber wenn sie aufbereitet werden, dann doch bitte wie auch auf der Contraseite gefordert würdevoll und ernsthaft. Nicht als weiterer Baustein im medialen Puzzle "Robert Enke", in dem es nur darum zu gehen scheint, als erster den "wahren" Grund seines Ablebens in die Welt zu posaunen.
jede frage muss jeder für sich selbst entscheiden. worauf ich hinaus wollte war die vermittelte metaebene. sprich kann ich, als person, erwarten dass man mein handeln im nachgang würdevoll behandelt, wenn mein handeln selbst nicht als würdevoll angesehen wird?
unabhängig meiner persönlichen meinung, ist es doch seit jahrhunderten so, dass selbstmord gesellschaftlich betrachtet zumindest in der westlichen welt als nicht würdevoll angesehen wird. entsprechend ist der umgang der gesellschaft damit. die entscheidung ist da bereits getroffen und somit auch der umgang mit dieser thematik die nun nur noch entsprechend dem ist.
Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Problematisch ist aben, dass das von Rainer und Janusz angesprochene Phänomen, namentlich Qualitätsjournalismus, im Gros die Ausnahme bleibt. Die mehrheitliche Berichterstattung verliert sich in wilden Spekulationen und ereifert sich, jede noch so beduetungslose Stimme zum Tod Enkes einzufangen. Das ist schade. 11 Freunde und taz sind da Ausnahmen.
Dass eine kranke Psyche und Selbstmord Themen sind, die in unserer Gesellschaft gern verschwiegen werden, ist klar. Aber wenn sie aufbereitet werden, dann doch bitte wie auch auf der Contraseite gefordert würdevoll und ernsthaft. Nicht als weiterer Baustein im medialen Puzzle "Robert Enke", in dem es nur darum zu gehen scheint, als erster den "wahren" Grund seines Ablebens in die Welt zu posaunen.
Ausgabe 11/10
18.03.2010
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