18.09.2010 | 20:39

Protest in Zahlen (S21 vs. Atomgegner)

 

Tatort: Stuttgart

Vorgang: Großdemo gegen Stuttgart 21 (Bahnhof)

Zielgruppe: Stuttgarter Einwohner / Baden-Württemberg

Einwohner: rund 600.000

Demo-Teilnehmer: 65.000

Protestquote: 10,8%

Wahlberechtigte Stuttgart: 360.000

Wahlbeteiligung Stuttgart: 68,8%

Potenzielle Gegenstimmen: 18,1%

Wahlberechtigte Baden-Württemberg: 7,9 Mio.

Potenzielle Gegenstimmen: 0,82%

 

Tatort: Berlin

Vorgang: Großdemo gegen den Atomkompromiss von Schwarz-Gelb

Zielgruppe: Deutschland gesamt

Einwohner: 81,7 Mio.

Demo-Teilnehmer: 100.000

Protestquote: 0,12%

Wahlberechtigte: 62,2 Mio.

Wahlbeteiligung: 70,8%

Potenzielle Gegenstimmen: 0,16%

 

Zuerst erschienen auf www.goowell.de

 

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 20:50
Lieber mh,

danke für die Zahlen.

Herzliche Grüße

rr
mh schrieb am 18.09.2010 um 20:54
zur saubereren darstellung, wurden die potenziellen gegenstimmen um die wahlberechtigten ergänzt und korrigiert.

mfg
mh
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:00
um die vergleichbarkeit für eine landtagswahl zu schaffen, habe ich bei s21 die zahlen auf bawü hochgebrochen.

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 21:01
Rein logisch von den aufgestellten Zahlen leuchtet mir die Zahl der potenziellen Gegenstimmen ein. Was ich nicht verstehe:

Ist die Zahl der potentiellen Gegenstimmen denn tatsächlich nicht höher?

Ich meine die Meinungsumfragen mit dem hohen %-Satz der Bevölkerung. die sich gegen Atomkraft äußert?

LG

rr
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:12
in den zahlen liegt keine greifbare wahrheit dieser form. es geht nur um das darstellen von relationen. die zahlen helfen bei der einordnung des vorgangs.

die wahrheit ist wie immer komplexer. ich bin beispielsweise gegen den atomkompromiss, aber nicht gegen die atomkraft.

gegen den kompromiss bin ich, da er der energiebranche planungssicherheit nimmt und das ist schlussendlich immer noch das schlimmste, was einem stark energieabhängigen land wie deutschland passieren kann.

mfg
mh
h.yuren schrieb am 22.09.2010 um 07:44
lieber mh, wer nicht gegen die atomindustrie ist, kann nicht rechnen. was also sollen die zahlen außer vortäuschen falscher tatsachen?
mh schrieb am 22.09.2010 um 08:18
na dann rechne mal... ich bin jetzt schon gespannt, wieviel falschheit die rechnung mir unterstellt.

ich bitte um einzelaufstellung der punkte, damit ich dann rausstreichen kann, was ich ohnehin als mangelhaft bezeichnete.

mfg
mh
goch schrieb am 18.09.2010 um 21:02
Es gibt keinen direkten oder abschätzbaren Zusammenhang zwischen Demoteilnehmern / Protestquote und potentiellen Gegenstimmen.
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 21:04
@goch

Meinst Du wirklich?

LG

rr
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:07
ich weiß. mir ging es mehr darum den sichtbaren protest in relation zu rücken.

wenn man z.b. tom strohschneider liest, könnte man ja meinen heute wäre die merkel gestürzt worden. faktisch ist der sichtbare protest jedoch quotal unter ferner liefen.

auffällig dabei ist an diesem beispiel, dass s21 die menschen wesentlich stärker mobilisiert als es der atomkompromiss tut.

d.h., polemisch betrachtet: die emotionale ansprache eines bahnhofs ist größer als eventuell explodierende atomkraftwerke.

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 21:19
@mh

Danke für die interessante und nachvollziebare Erläuterung.
Deine Perspektive mit der Relation ist wirklich
bedenkenswert!

Ich denke auch nicht, dass der heutige Protest gegen die Atomkraft Schwarz-Gelb stürzen wird.

MfG

rr
goch schrieb am 18.09.2010 um 21:30
Ja, ja Züge sind ja auch größer als das winzig kleine Atom.
goch schrieb am 18.09.2010 um 21:31
Ja, ja Züge sind ja auch größer als das winzig kleine Atom. Sieht man also besser.
Und jeder war schon mal im Bahnhof, aber wer schon in einem Reaktor bei Kernschmelze?
goch schrieb am 18.09.2010 um 21:39
Wenn ich's recht bedenke, selbst wenn da schon mal einer war, erzählen könnt' er 's nicht, vermutlich!
mcmac schrieb am 19.09.2010 um 03:17
-extrem geile ansprache! ohne stöhr! & nebensächlichen geist.
geiz!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:28
ich finde mhs perspektive sehr versachlichend.
sie rückt blank größenverhältnisse zurecht.

man sieht aber auch, je abstrakter das thema eines protests, desto weniger macht es mobil. das größte abstraktum wäre für mich der kapitalismus.
guckt man heute und in die geschichte, ist er, der kapitalismus, das kapitalverhältnis, einfach nicht mehr greifbar. anschaulich ist aber ein bahnhof (etc.) und ein allgegenwärtiges logo (antiatom etc.), zu dem 'man' eine beziehung aufgebaut hat.

blog gut, meine schlußfolgerung wäre jedoch anders. nämlich: jede konkrete kritik hat heute etwas kleinbürgerliches, jede abstrakte kritik etwas weltfremdes. beide zusammen haben eigentlich recht, können aber gegeneinander kleinmajorisiert werden.
dialektik. falsches wahres im unwahren ganzen.
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 12:46
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:12
"in den zahlen liegt keine greifbare wahrheit dieser form. es geht nur um das darstellen von relationen. die zahlen helfen bei der einordnung des vorgangs.

die wahrheit ist wie immer komplexer. ich bin beispielsweise gegen den atomkompromiss, aber nicht gegen die atomkraft.

gegen den kompromiss bin ich, da er der energiebranche planungssicherheit nimmt und das ist schlussendlich immer noch das schlimmste, was einem stark energieabhängigen land wie deutschland passieren kann."

und

"ich weiß. mir ging es mehr darum den sichtbaren protest in relation zu rücken.

wenn man z.b. tom strohschneider liest, könnte man ja meinen heute wäre die merkel gestürzt worden. faktisch ist der sichtbare protest jedoch quotal unter ferner liefen.

auffällig dabei ist an diesem beispiel, dass s21 die menschen wesentlich stärker mobilisiert als es der atomkompromiss tut.

d.h., polemisch betrachtet: die emotionale ansprache eines bahnhofs ist größer als eventuell explodierende atomkraftwerke."

Ich bin froh, das ich das alles nicht geschrieben habe, obwohl ich Deine Äußerungen hier aufs Schärfste (auch das mit der Atomkraft/Energiewirtschaft!) unterstütze und Deine Zahlen sehr aufschlußreich finde. :-)))
Fro schrieb am 18.09.2010 um 21:15
Da niemand gesichtet wurde, der für Atomkraft demonstrierte, ergibt sich eine überwältigende Mehrheit gegen die Atomkraftwerklaufzeitverlängerung.
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:21
extra für dich, habe ich noch was schönes:

0,12% der deutschen bevölkerung demonstrieren in berlin gegen atomstrom. das sind immerhin 0,24% der erwerbstätigen.
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 21:23
:) Danke! :)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 18.09.2010 um 21:23
@Fro
Bestechende Logik. Komischerweise sind es meist die Leute, die GEGEN etwas eingestellt ist, die demonstrieren gehen. So gut wie immer handelt es sich dabei um eine Neuerung, die abgelehnt wird. Mal ganz dumm gefragt: Sind es also die Konservativen, die auf Demos gehen?
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 21:24
@Fro

Wirklich?
Fro schrieb am 18.09.2010 um 21:27
Dieses Gegen ist ein Für, für Erneuerbare Energien.
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:31
@derdonnerstag

war es nicht katja kipping, die von konservativen und modernen linken sprach? :D

mfg
mh
Fro schrieb am 18.09.2010 um 21:33
Ja, rr. Nach mh's Rechnungsweise wurde heute eine nahezu 100%ige Ablehnung der Bevölkerung gegen Laufzeitverlängerung demonstriert.

In Stuttgart haben heute nach TV etwa 50 für S21 demonstriert. Dem stehen 65000 Befürworter des K21 Projektes gegenüber. Eindeutiger geht es nicht.
poor on ruhr schrieb am 18.09.2010 um 21:35
@Fro

Danke für die Antwort.
mh schrieb am 18.09.2010 um 21:37
@fro: das habe ich weiter oben bereits rr erläutert.. goch ebenfalls. ich schreib das für dich jetzt nicht nochmal.

mfg
mh
Ehemaliger Nutzer schrieb am 18.09.2010 um 22:17
@Fro

Und für mehr Kohlekraftwerke - für die Übergangszeit, die wahrscheinlich hundert Jahre dauert? Ehrlich gesagt, nehme ich es den Grünen nicht ab, dass es ihnen in erster Linie um die Umwelt geht.
Gegen Atomkraftwerke sind doch vor allem diejenigen, die Angst um ihre eigene Gesundheit haben - weil sie sonst keine (sozialen) Probleme haben. Dieselben Leute, die sich auch vor "Handystrahlen", "Erdstrahlen" und der Klimaerwärmung fürchten. Wobei letztere wenigstens real ist, durch mehr Kohlekraftwerke statt Atomkraftwerke allerdings noch verschlimmert wird.
mh schrieb am 18.09.2010 um 22:23
den grünen fallen jetzt nur die faulen eier auf den kopf, den sie per kompromiss unter rot-grün selbst gelegt haben.

was soll denn das für eine regierungsarbeit gewesen sein, dass man seinerzeit mit den "firmen" aushandelt, wie der ausstieg aussehen soll?

verträge sind abänderbar, wie man sieht. und jezt meckern die grünen über das abändern von selbstgeschaffenen verträgen... die sie dann später auch nur wieder ändern wollen.

mfg
mh
Ehemaliger Nutzer schrieb am 18.09.2010 um 22:32
@mh
Richtig. Das sollte eigentlich auch den Grünen selbst klar gewesen sein, dass der Atomausstieg noch länger auf sich warten lassen wird, falls sie in den nächsten 30 Jahren nicht dauerhaft an der Regierung beteiligt sind. Ich habe das eh nie verstanden, wie sie es geschafft haben, das auch noch als Erfolg zu verkaufen, neben dem grandiosen Dosenpfand und der Schwulenehe. Sonst war ja nicht viel in sieben Jahren rot-grün, außer der Aufkündigung der pazifistischen Grundsätze, Sozialstaatsabbau, Hartz IV etc.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:35
Atomkraft ist mehr als eine Energiediskussion. Ist es immer gewesen. Alle Parteien lügen da in die Tasche ihrer Wähler. Atom ist eine Politikoption, und selbst die Demonstrierer, mit denen ich sympathisiere, denken viel zu kurz. Gerade den Alternativen von ziemlich früher ins Palästinenseroutfit von damals gesprochen.
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 20:41
;) Was ist denn ein Politikoption? :)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 21:10
Mit der Option meine ich, eine Atommacht sein zu können. Use olle Adenauer hat wohl schon darüber nachgedacht ... Nation im Großmächtekonzert.
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 21:41
@wtl

Danke.
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 12:50
"Dieselben Leute, die sich auch vor "Handystrahlen", "Erdstrahlen" und der Klimaerwärmung fürchten. Wobei letztere wenigstens real ist, durch mehr Kohlekraftwerke statt Atomkraftwerke allerdings noch verschlimmert wird."

Bitte die Mikrowelle nicht vergessen, echtes Teufelszeug.
:-)
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 12:54
Mh: "den grünen fallen jetzt nur die faulen eier auf den kopf, den sie per kompromiss unter rot-grün selbst gelegt haben.
was soll denn das für eine regierungsarbeit gewesen sein, dass man seinerzeit mit den "firmen" aushandelt, wie der ausstieg aussehen soll?
verträge sind abänderbar, wie man sieht. und jezt meckern die grünen über das abändern von selbstgeschaffenen verträgen... die sie dann später auch nur wieder ändern wollen."

Das ist typisch Grüne Doppelmoral
(oder bairisch: -ach ich schreib´s lieber nicht- ) .
Nie würde ich diese Bagage wählen.
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 12:57
"neben dem grandiosen Dosenpfand"

Übrigens: es gibt wieder Dosen:
bei Netto, Aldi, Plus, Edeka, Norma, etc.
merdeister schrieb am 21.09.2010 um 13:03
Kernschmelzen in Mikrowellen wurden noch nicht beobachtet.
mh schrieb am 21.09.2010 um 13:13
das kann man für deutsche atomkraftwerke auch behaupten.

mfg
mh
THX1138 schrieb am 18.09.2010 um 21:38
Ich bin auch ein Statistikaffiner, lieber mh- aber Deine Aufstellung beinhaltet eine ganz grosse Komponente nicht: die schweigende Mehrheit.

Und wenn wir in der Schweiz wären, könntest Du noch die Abstimmungsresultate bei den Volksabstimmungen miteinbeziehen- womit auch die politischen Verhältnisse miteingerechnet werden könnten.

Deine Aufstellung ist eine nette Rechnerei- doch sie ist in keinster Art und Weise für irgendetwas- ausser rein quantitativ- repräsentativ, wie Du ja auch selber zugibst.

Infotainment also- aus einer für dieses Mal ganz speziell verspielten Perspektive.
Fro schrieb am 18.09.2010 um 21:51
Vollkommen irreführend, anscheinend mit der Zielsetzung, die Unzufriedenheit in der Bevölkerung klein zu reden.
Demnach dürfte es 0% potenzielle Gegenstimmen gegen den Afghanistankrieg geben – weil zur Zeit niemand dagegen demonstriert. Und jeder weiß, dass es hier im Lande eine 2/3 Mehrheit gegen diesen Krieg gibt.
Fro schrieb am 18.09.2010 um 21:53
Das bezieht sich auf die goowell-Berechnung
mh schrieb am 18.09.2010 um 22:01
@thx: es ist genauso produktiv wie das bejubeln von 100k demonstranten, die das regierungsviertel "überfluteten".

der kontrapunkt zur perspektive darf hoffentlich verspielt sein. ;P

mfg
mh
THX1138 schrieb am 18.09.2010 um 22:16
@mh: "es ist genauso produktiv wie das bejubeln von 100k demonstranten, die das regierungsviertel "überfluteten"."

Das ist allerdings auch wahr.

"der kontrapunkt zur perspektive darf hoffentlich verspielt sein. ;P"

Lustig sind beide Perspektiven irgendwie, wenn ich ehrlich sein soll...

...jeder auf seine Art natürlich ;-)

@Fro: Du solltest die spielerische Komponente bei mh nie ausser 8 lassen... seine "Provokationen" haben meistens- wie die meisten Witze übrigens auch- einen wahren Kern.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:42
ich finde es überhaupt nicht eine "nette rechnerei" oder "irreführend", was mh übersichtlich dargestellt hat: daß nämlich der protest ein nichts ist gegenüber der übereinstimmung.
das wollen linke - einst die stärkste der parteien - natürlich nicht wahrhaben. weil linke nicht rechnen können. sie rechnen immer mit dem schlimmsten, aber es kommt nur etwas, was in der ersten welt immer noch aushaltbar ist.
warum nehmt ihr nicht den stachel von mh an? er ist allemal kritischer als 100tsd. in berlin.
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 12:59
"Ich bin auch ein Statistikaffiner, lieber mh- aber Deine Aufstellung beinhaltet eine ganz grosse Komponente nicht: die schweigende Mehrheit."

Das stimmt, aber eine "schweigende Mehrheit" zeichnet sich dadurch aus das sie schweigt. ;-)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 18.09.2010 um 23:25
Irgendwie erinnert mich die Diskussion an Howard Zinn, amerikanischer Historiker und eine der Koryphäen der "Geschichte von unten". Vor kurzem fiel mir eines seiner Werke in die Hände, für einen Euro als Remittende. Gekauft. Bd. 9. von "Eine Geschichte des amerikanischen Volkes". Von Carter bis Bush sen.
Der Anfang ließ sich ja noch ganz gut an, obwohl der Fokus schon recht einseitig gewählt war. Aber dann: gefühlte 1000 Seiten Aufzählungen, wo wann wer demonstriert hat: "An der University of Georgia organisierten 70 Studenten, die gegen den Krieg waren, eine Mahnwache" (gegen den ersten Irak-Krieg) ... In Washington demonstrierten 75.000 Menschen. "Mehr als eintausend Reservisten verweigerten den Dienst aus Gewissensgründen." etc.pp.
Zwischendurch erfährt man, dass 84 % der weißen Amerikaner den Krieg befürworteten, aber nur 48 % der schwarzen - die natürlich nicht Schwarze (als Gegensatz zu "Weiße"), sondern "Afro-Amerikaner" genannt werden.
Interessant. Aber das war's dann auch schon, denn im Grunde interessiert den Autor nicht, wer warum nicht demonstriert hat. Im Zweifel sind die Medien schuld, nicht aber die Leute selbst, die zu faul sind, sich zu informieren oder sich informiert haben und sich bewusst entschieden haben, bornierte Nationalisten zu sein. Was in den USA ja durchaus möglich ist (sich zu informieren). Es ist ja nicht wie im Dritten Reich, wo das Abhören vom "Feindsendern" mit dem Tod bestraft wurde.
Bei aller Sympathie für die Kriegsgegner - ich finde den Irakkrieg nach wie vor falsch, im Gegensatz zu sogenannten Linken wie Hermann L. Gremliza - , man kann sich die Welt zwar schön reden, aber was ist der wirkliche Gewinn daraus?
Fro schrieb am 18.09.2010 um 23:26
Falls die Stuttgarter Erfolg haben sollten (und das liegt im Möglichkeitsbereich), wird es die Bürger ermutigen in ähnlicher Weise eine intelligente Politik Alle einzufordern. Falls sie keinen Erfolg haben werden, wird es die Bürger noch zorniger und trotzig machen. Wie auch immer, wir werden demnächst auch bundesweit den Engagementspegel erreichen, wie ihn jetzt Stuttgart hat. Insofern könnte nach deinen Zahlen, bei 43 Mio Wahlberechtigten, ein Potenzial von 4,6 Mio erwachsenen Demonstranten errechnet werden - das ist doch schon mal was. Und da bleibt es ja nicht stehen.;-)
Fro schrieb am 18.09.2010 um 23:36
Sorry, das macht natürlich demnächst 7,8 Mill Demonstranten in Berlin.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:44
ermutigen - einfordern - zornig - trotzig - Fro, bei allem goodwill, das ein ein vokabular zum einschlafen mitte füße ...
Fro schrieb am 20.09.2010 um 15:52
Und meinst du wirklich Walter:
„Vokabular – einschlafen – mitte - Füße“, wären der Reißer? Ich bin schon beim Schreiben dieser Worte mehrmals eingenickt..
Goodwill fand ich allerdings ganz gut.;-)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 22.09.2010 um 08:04
Ja, Schlafen allein ist auch keine Lösung :)
eykiway schrieb am 19.09.2010 um 00:52
es gibt Menschen die sind Grundsätzlich dafür das sie dagegen sind
mh schrieb am 19.09.2010 um 09:56
in diesem fall bin ich sogar dafür, nur aus anderen gründen.

mfg
mh
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:45
ach, das olle ja zum nein.
nicht mal mehr witzig.
mh schrieb am 19.09.2010 um 21:10
witzig wars auch nicht gemeint.

ich habe generell kein problem mit der atomkraft, wenn die rahmenbedingungen stimmen. das tun sie aber nicht, wie das endlagerproblem und die vorgänge in der asse anschaulich darstellen. ebenso missfällt es mir, dass der staat einen großteil der kosten des atomstroms übernimmt... nicht zuletzt bei der entsorgung.

nur weiß ich auch, dass wir starke energiefirmen in dem sektor brauchen um die generelle versorgung zu garantieren.. denn nur starke firmen können außenpolitisch entsprechend auftreten. da kann ich über vieles hinwegsehen.

mich würde es btw. nicht wundern, wenn irgendwann mal rauskommt, dass die anti-atom-bewegung auch spenden aus russland erhält. das ist immer noch das beste was denen da passieren kann.
---------------

nur kann man das alles außen vor lassen. wer energiepolitik betreiben will, muss sie auf festen beinen stehen haben. dieses vertragszeugs, was wir rot-grün verdanken, und welches schwarz-gelb nun fortführen will, ist vieles, nur kein festes fundament für eine langfristig ausgelegte energiepolitik und allein schon deshalb, ist die jetzige lösung abzulehnen.

und wir stehen unter starkem druck, denn es geh hier auch um staatliche konkurrenz in einer globalisierten welt. die chinesen schliessen bspw.die partnerschaften die sie brauchen, um ihre künftigen probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. wir ändern in 3 jahren dann einfach wieder unsere politik, wie es zur zeit ausschaut.

mfg
mh
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 13:04
mh: "ich habe generell kein problem mit der atomkraft, wenn die rahmenbedingungen stimmen. das tun sie aber nicht, wie das endlagerproblem und die vorgänge in der asse anschaulich darstellen. ebenso missfällt es mir, dass der staat einen großteil der kosten des atomstroms übernimmt... nicht zuletzt bei der entsorgung.
nur weiß ich auch, dass wir starke energiefirmen in dem sektor brauchen um die generelle versorgung zu garantieren.. denn nur starke firmen können außenpolitisch entsprechend auftreten. da kann ich über vieles hinwegsehen."

Genau das ist der Punkt.
Hoffentlich wird er auch verstanden. ???
Jan Jasper Kosok schrieb am 19.09.2010 um 09:17
Mit 8 Mio Demonstranten wäre MH "zufrieden" (Protestquote 10%) gewesen. Und mein Vorgarten voller Pipi. ;)

LG JJK
mh schrieb am 19.09.2010 um 09:54
also alles wie gehabt. :P

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 16:18
@Jan Jasper Kosok

Das Mit Deinem Vorgarten und dem Pipi-Bassin darin wllen wir ja Wohl alle nicht. :)

LG

rr
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:47
10 prozent wäre mal ne marke, von leuten, die gegen alles sind, die komplett dagegen sind, und auch so leben. das wäre mal ne marke.
als andere ist staatsstatistik.
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 20:50
@walter ter linde

klar. In unserer BRD aber wohl nur ein Traum!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 21:15
ja, ruhrrot, ein traum, aber ich denke auch, ein 'von oben' verhinderter traum.
die macht fußt darauf, die objektiv ohnmächtigen auch subjektiv ohnmächtig zu halten, durch die mittel der ideologie: fernsehn, fressen, saufen ... bananen, gurken, ferrari ... bild, mopo, spiegel
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 21:24
Da ist sicher von oben verhindert.

Es hat vielleicht nicht so viel mit dem Thema zu tun, aber ich habe habe mir gestern von P.Pasolini "Chaos gegen den Terror" in einem Antiquariat geholt.
Bei der Überschrift habe ich mich schon gewundert, weil ich Pasolini nicht gerade als Anti-Terror_Kämpfer eingeschätzt hätte und auf der Rückseite des Buches wird deutlich, das er den Terror der Autorität meint, der, wenn sie "noch so süß daher redet" einfach da ist.
Ich bin selbst so in meinem Trott drin, dass ich gar nicht darauf gekommen bin. Es war höchstens eine Ahnung in meinem Bauch, weil ich deartiges ja auch schon von Dir kennen gelernt habe.
Zum "Süß daher reden" passen "fernsehn, fressen, saufen ... bananen, gurken, ferrari ... bild, mopo, spiegel " ganz gut. Danke für Deine Antwort. Der Buchumschlag war übrigens ganz rot mit einem kleinen Schwarz-Weiss-Foto von Pasolini (nehme ich an) in der Mitte. Vom Medusa-Verlag. ;)

Herzliche Grüße

rr
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 21:51
:)
Gustlik schrieb am 19.09.2010 um 09:53
Protest in Zahlen. Community mit Ausschlag.

Zwar gibt es keinen einzigen Berlindemobericht, der sich lebendig als Blogeintrag hier zeigt, aber um so mehr "Experten" mit Tschenrechnerekzem, die sich in endloser Aufrechnerei die Lehne im Sessel hochstellen, um aufrecht zu sitzen.

Jonathan Lütticken schrieb am 19.09.2010 um 11:07
Der Vergleich hinkt natürlich total.

Erstens: der Anfahrtsweg nach Berlin ist für wahlbrechtigte teilweise enorm hoch. Insofern ist die Schwelle zur Demo zu erscheinen ungemein höher.

Zweitens: die Annahme bei Stuttgart 21 werde nur von Stuttgarter Wahlberechtigten demonstriert, ist sicherlich auch falsch. Das ist ein mindestens regionales Thema, das sicherlich links-alternative Demo-Liebhaber aus mindestens ganz BaWü anzieht.
mh schrieb am 19.09.2010 um 11:32
"Erstens: der Anfahrtsweg nach Berlin ist für wahlbrechtigte teilweise enorm hoch. Insofern ist die Schwelle zur Demo zu erscheinen ungemein höher. "

berlin hat 3,4 mio. einwohner... die protestrate ist allein da schon niedriger als in stuttgart.

der zweite punkt kannibalisiert den ersten punkt.

also wenn ihr euch schon auf die zahlenebene begeben wollt, dann doch bitte richtig.

mfg
mh
Jonathan Lütticken schrieb am 19.09.2010 um 14:31
Man muss die Städte schon kennen.

Ein nicht in Stuttgart Wahlberechtigter aus Ludwigsburg (zB) hat ca. 15 Minuten Anfahrt zum HBf.

Ein Berliner aus Köpenick (zB.) ca. 40 Minuten zum HBf.

Aber das ist natürlich Erbesenzählerei. Grundsätzlich ist es durch einen simplen Bruch einfach, Relation vorzutäuschen. Sie herzustellen in der Regel unmöglich. Deswegen lehne ich solche Zahlenspiele einfach grundsätzlich wegen ihrer Unterkomplexität ab.
mh schrieb am 19.09.2010 um 14:43
solange hier leute rumrennen und von regierungsstürzen fabulieren, weil mal 100.000 auf der strasse waren, ist es genau das, was es braucht um den simplen kontrapunkt zu setzen.

mehr wars nicht, mehr sollte es nie sein. mehr macht nur die krude interpretation einzelner daraus. siehe jayne.^^

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 17:11
Lieber mh,

sorry, bei allem Respekt, aber muss das denn sein dass
Du jaynes Befürchtungen als "krude interpretation einzelner" abtust?

Dein Kontrapunkt regt natürlich zu Kommentaren und Reaktionen an und nur wenn Dir diese wie im Falle von jayne nicht gefallen, sollten wir doch wenigstens versuchen, respektvoll miteinander umzugehen.

Auch wen ich meine, die Sichtweise Deines Kontrapunktes zu verstehen., verdienen die Demonstranten gegen die Atomkraft mit ihren Ängsten und Befürchtungen sicherlich genauso viel Respekt wie Du!

Herzliche Grüße

rr
mh schrieb am 19.09.2010 um 17:38
Synonyme für: krude

Bedeutung

grob
rau, roh, brutal, derb, grausam

------------------------------

"was ich aus dieser aufrechnung herauslese: eine delegitimierung des protests resp. der protestbewegung ..."

jayne behauptet, ich würde durch meine zahlenspielerei einer ganzen protestbewegung die legitimation absprechen, dann ist das zumindest mal grob oder rau... wäre ich empfindsam, wäre es auch grausam oder brutal.

lieber rr,

an dieser stelle vermisse ich dann aber zuvorderst mal den respekt von jayne mir gegenüber... mit ihren eben kruden interpretationen meiner worte/zahlen.

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 17:42
@mh
Hmmmh, die hat Dich doch bestimmt nicht verletzen wollen. Das machen wir in der FC untereinander doch nicht! ;)

LG

rr
mh schrieb am 19.09.2010 um 17:44
es wäre mir auch vollkommen egal gewesen, wenn du nicht in einem anfall von gefühlter fremdscham den weißen ritter hättest spielen wollen.

jetzt, so denke ich, bin ich mir sicher, dass jayne mich zutiefst verletzt hat.

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 18:05
Lieber mh,

na ja, ich wollte nicht den weissen Ritter spielen.

Mir ist auch klar, dass jane für sich selbst schreiben kann.

Ich kenne jane auch aus der Kommunikation mit anderen Blogs.

Ich finde sie genauso wie Dich ganz nett, auch wenn wir beide uns schon ab und zu mal heftig gezankt habe.

An Dir schätze ich Deinen klugen Kopf.

Auch wenn ich oft nicht Deiner Meinung bin ist die Untersuchung Deiner Gegenargumente doch fast immer ein Gewinn.

Ist das denn so schlimm, wenn ich Dir da schreibe, dass einem so eine Adjektiv an einem ihrer Interpretationen , weh tut!

Auch in Deinem Kommentar sehe ich schon wieder so eine zunehmende Schärfe, die ich gar nicht wollte.

Es tut mit leid wenn ich da durch meine Einmischung Irritationen bei Dir erzeugt habe, aber dann lade sie bitte bei mir ab.

Jayne hat nicht mehr geschrieben als sie geschrieben hat.

Ich habe auch vor dem Schreiben meines Kommentar gesehen, das Dich das auch verletzen könnte, aber ich habe mich auf jaynes Seite gestellt, weil ich mir sicher war, das Sie niemandem ihrem Respekt versagt.

Sovielk Vetrauen hgabe ich einfach in meine geschätzten Kollegen aus der FC und auch in Dich.

Für mich ist das auch eine Lehre nicht mehr sofort im Fremden Namen reinzugehen.

Herzliche Grüße

rr
jayne schrieb am 19.09.2010 um 11:13
- was ich aus dieser aufrechnung herauslese: eine delegitimierung des protests resp. der protestbewegung ...
mh schrieb am 19.09.2010 um 11:34
genau. und jeder weiß, dass die umweltschützer den rasen vorm reichstag zertrampeln wollten.

zum glück hab ich die weggerechnet und der rasen darf leben. samt dazugehöriger tierwelt.

mfg
mh
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 17:05
Liebe jayne,

der Protest kann ja gar nicht delegetimiert werden, da er bei einer ordnungsgemäss angemeldeten Demonstration durch das Grundgesetz, also immerhin unserem höchsten Gesetz legitemiert ist.

Herzliche Grüße

rr
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 20:56
delegitimierung - also ehrlich. wer heute noch/wieder demonstriert wie zu abizeiten, der hat auch ganz andere interessen damit. natürlich ist der antiatomprotest heute weitgehend delegitimiert, denn mit einem absoluten protest gegen die spitze von staatlichen verbrechen gegen die unabsehbarkeit hat das doch gar nichts mehr zu tun. - sondern echt heute mit sauberem, beruhigendem strom aus der steckdose.
als wenn es keine atommächte gäbe. und wozu.
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 21:00
@walter ter linde

Ich lese und lerne. :)
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 21:01
...und finde, dass Du recht hast! ;)

rr
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 21:22
danke dir für leise zustimmung. - ich glaube wirklich, daß der alte protest neben seinem wissenschaftlichen halbwertzeitargument und neben der globusverstrahlenden empörung (also diesem bloßen öko-ding) auch wußte, daß es um machtpolitik im atommachtpoker ging, und geht. eine ideologische frage war damals: sind sozialistische atomkraftwerke sicherer als kapitalistische.
tschernobyl hat das ja gar nicht beantwortet. die olle su war nur der zufällige depp.
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 21:27
@wtl

Danke für die Antwort.
mh schrieb am 19.09.2010 um 12:58
empörend: einige tausend rasentrampler >> is.gd/fhOwU
fruehauf schrieb am 19.09.2010 um 19:50
Je mehr Leute sich irgendwo sammeln, desto enger wirds, und damit unangenehmer und gefährlicher. Solange nicht gegen eine unmittelbare Bedrohung demonstriert wird, dämpft dieser Umstand den Zustrom. Ich fands gestern erträglich mit 100.000 - die Zahl war natürlich begeisternd - was auch an den günstigen räumlichen Bedingungen gelegen hat, aber bei mehr mache ich nicht mehr mit und andere auch nicht. Und je mehr Menschen zu erwarten sind, desto stärker wird sich dieser Dämpfungseffekt auswirken.
mh schrieb am 19.09.2010 um 20:00
je mehr leute kommen, je weniger machen also mit.
das nenne ich mal eine steile these. :)

mfg
mh
fruehauf schrieb am 19.09.2010 um 20:12
Sollten beim nächsten Mal 150.000 erwartet werden, kämen auf einmal keine 100.000 mehr... das wär hart, aber so durchschlagend ist der Effekt wohl nicht einzuschätzen :-D
mh schrieb am 19.09.2010 um 20:30
es gibt, dem entgegen, aber auch eine menge leute die sich erst verpflichtet fühlen mitzumachen, wenn es genug andere auch tun und wenn zugleich das gefühl vorhanden ist, dass nun auch der punkt erreicht ist, an dem was bewegt werden kann.

die zeit der großen proteste ist jedenfalls noch nicht gekommen. bei der freiheit statt angst demo letzte woche war nur noch 1/3 soviel demo-vieh anwesend wie im jahr zuvor. diese generelle bewegung ist also ziemlich themen getrieben und nicht, wie zur zeit medial kolportiert, von der generellen unzufriedenheit getrieben.

das ist insofern ein interessanter punkt, als dass durch die behauptung der generellen unzufriedenheit die thematische bewegungen an sich klein geredet wird.

mfg
mh
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 21:00
andersherum: ich war bei den magischen 100.000 auf der hofgartenwiese dunnemals. mir warns zuviele, und dann noch der brandt und schlimme liedermacher. - wir standen am rande und küßten uns. weg aus der mitte.
poor on ruhr schrieb am 19.09.2010 um 21:25
@wtl ;)
jayne schrieb am 19.09.2010 um 22:44
mh schreibt 20.30: "bei der freiheit statt angst demo letzte woche war nur noch 1/3 soviel demo-vieh anwesend wie im jahr zuvor." - ist das auch nur ironisch gemeint oder als satire zu verstehen? "demo-vieh" - für mich klingt das wie "stimmvieh", und dieser zynismus geht mir auf den docht.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 19.09.2010 um 22:51
bei "stimmvieh" z.b. leuchtets mir sofort ein. warum nicht bei einem anderen grundwort? gewöhnungsbedürftig, aber: analog.
mh schrieb am 19.09.2010 um 23:25
so wie die grünen das thema atomenergie für ihren stimmenfang am dogmatischen rand nutzen, finde ich das sehr passend.

mfg
mh
jayne schrieb am 20.09.2010 um 07:22
@mh: und welche partei hat Ihrer meinung nach das thema "freiheit statt angst" für den stimmenfang genutzt? Denn diese demonstranten haben Sie ja als "demo-vieh" bezeichnet, und nicht die vom letzten samstag ... Und welche sicht haben Sie auf diese leute? Handeln die nicht auch selbstbestimmt?
mh schrieb am 20.09.2010 um 07:58
ich bin da nicht sehr wählerisch, der begriff eignet sich für jede politisch motivierte demonstration.

wolltest du mir nun beweisen, dass schlussendlich eh nur die einzelnen worte interessieren und nicht der gesamtkontext?

also ich finds ja ganz witzig, wenn ich einem hund einen knochen hinwerfe und der ihn sich schnappt. von menschen erwarte ich eigentlich mehr, naja nicht wirklich.

mfg
mh
ed2murrow schrieb am 19.09.2010 um 20:51
Schöne und böse Satire zu "Demokratisierung der Wirtschaft". In Zahlen. Fehlte nur das Ergebnis einer -beliebig ausgewählten- Volksbefragung.
Gern gelesen.
Uwe Theel schrieb am 19.09.2010 um 23:46
@ ed2murrow schrieb am 19.09.2010 um 20:51

Schöne und böse Satire zu "Demokratisierung der Wirtschaft".

Lieber e2m,

Sie pflegen sonst auch genau hinzuschauen.

Keinen Sorge, ich werde Ihnen jetzt keine Defintion der Satire und ihrer Mittel andienen, aber wenn mh auf
jayne (vom 19.09.2010 um 22:44) so reagiert, wie er reagierte, und mehrfach seinen Text ganz ernsthaft als Mittel angab, mit dem er die Relationen des Bürgerprotestes deutlich machen könnte, dann könnte ich bei Zudrücken sämtlicher Augen höchstens Ihren Kommentar als ironisch durchgeghen lassen, solange ich annehme, dass Sie die Grundmethoden empirischer Sozialforschung und dabei angewandter Statistik in ihren Grundzügen kennen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 20.09.2010 um 00:02
Um einmal vorzugreifen: Worte versteht man im Kontext. Empirisch gesichert.
Uwe Theel schrieb am 20.09.2010 um 01:19
Klar Herr Lektor,

kontexten Sie die Leute nur zu!!!
ed2murrow schrieb am 20.09.2010 um 10:14
Lieber Herr Theel,

dass Sie mir sogar die Fähigkeit der Clairevoyance zubilligen, könnte mich ja ehren: Ich schrieb um 20:51 Uhr, Sie zitieren jayne und mh ab 22:44 Uhr, jeweils des gestrigen Tages, so dass Sie erwarten, ich würde mich mit deren (aus meiner damaligen, vergangenen) künftigen Warte auseinandersetzen.

Nun scheint es sich aber genau anders herum zu verhalten, als jayne die von mir benutzten Worte aus 20:51 in ihrem Kommentar 22.44 duplizierte, so dass die Vermutung besteht: Ich könnte genau diese Argumente vorhergesehen haben; oder es wurde lediglich mein Beitrag als Anregung aufgefaßt, die Diskussion (auch) unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich neige eher letzterer Variante zu, denn für einen Guru bin ich noch eindeutig zu jung, auch das mit dem Bartwuchs will nicht so recht klappen.

Worüber man also sprechen könnte, wäre, wo die Grenzen verlaufen zwischen Satire und niedergeschriebenem Zynismus. Das habe ich versucht, mit dem Wort "böse" ins Spiel zu bringen. Mir scheint, jayne und mh haben das durchaus auch so gesehen, natürlich kontrovers.

Was wiederum anknüpfte an die Frage, (ab) wann denn nun "Vox Populi" Geltung haben solle: Wenn das Ergebnis stimmt (aus welcher Warte auch immer) oder wenn in Zahlen ausgedrückt eine Legitimierung (etwa Quorum) der vorgetragenen Anliegen vorliegt? Die unterschiedlichen Auffassungen zu Hamburg (Schulreform) und Bayern (Nichtrauchergesetz) waren doch das ganze Jahr über hier in den Blogs hübsches Anschauungsmaterial.

Aber ich mache Ihnen ein Geständnis: Das mit Satire ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen. Pipi im Vorgarten von JJKosok brachte mich darauf, der (Kosok, nicht der Rasen) ist schließlich Profi im Erkennen von Gehalt im Geschriebenen...
Uwe Theel schrieb am 20.09.2010 um 11:40
ed2murrow am 20.09.2010 um 10:14

Lieber e2m,

wenn Sie sich von meiner Einschätzung geehrt fühlen "könnten", dann tun Sie es, es war ehrlich gemeint.

Was die "Vox Populi" betrifft, so wäre die durchaus einer eigenen Diskusion wert, die ich im Augenblick aber nicht im Blick hatte. Mir ging es eigentlich ganz einfach darum, dass mh in eindeutiger Absicht Schindluder mit Zahlen getrieben hat und dabei war/ist kein Gran Satire zu entdecken.

Schließlich: Was die Ernsthaftigkeit (im Sinne mhs) des Anliegens von mh angeht, so ist diese schon aus seinen Einträgen vom 18.09.2010 eindeutig zu ersehen.

Auf ein andermal

mfg
ut
B.V. schrieb am 20.09.2010 um 13:08
"Was die "Vox Populi" betrifft, so wäre die durchaus einer eigenen Diskusion wert, die ich im Augenblick aber nicht im Blick hatte."

Schade, mir fällt da ein schöner Satz von FJS ein

"Vox Populi - Vox Rindviech" :-)))
sozenschreck schrieb am 20.09.2010 um 13:17
Hallo B. V.,
schon gemerkt, einige mögen uns hier nicht besonders! ;-)

Beispiel:

weinsztein schrieb am 20.09.2010 um 03:44
@goch

"Beschweigen ist mir zu passiv und zu wenig. Diesen Argumenten sehr viel Raum und Zeit einzuräumen halte ich ebenfalls für unproduktiv, weil nur teilweise auf Argumente eingegangen wird und sich entsprechend kein Diskussionsfortschritt und Erkenntnisgewinn einstellt, was ja der Sinn einer Diskussion ist oder?", schreibst Du.

Was also außer Dir ein wenig Aufmerksamkeit haben Deine Blogs zum schreck gebracht?
Dieses Blog nennst du ein Resümee, aber es ist keines. Du hast einem billigen Provokationsversuch Foren geboten. Der schreck wird weiter diese Community beschimpfen, nur das ist der Anlass für seinen Auftritt hier. Er will den Linken mal zeigen, wo's langgeht, ähnlich wie B.V. oder ein anderer armer Berliner.

Mutig, wie Du meine Kommentare mit Deinen Worten zusammenfasst.

Nach der Anzahl der Flusen in Deinem Nabel fragte Dich ed2murrow. Interessantes Thema, finde ich. Und sind es wirklich Flusen oder doch eher Salzkristalle?
B.V. schrieb am 21.09.2010 um 16:46
"Hallo B. V.,
schon gemerkt, einige mögen uns hier nicht
besonders! "

Damit muß man leben, das wechselt auch immer mal wieder.
Da ist immer mal ein Anderer dran und ich halt öfter.
:-)))

Aber ansonsten doch eine ganz nette Community.
Aber da gibt es halt die Berufsausgrenzer, die hier gerne den ABV* spielen. Die möchten natürlich gerne unter sich sein und eine gewisse irgendwie links Nischengemütlichkeit pflegen.

Ich glaube mh wurde auch schon als Faschist (oder ähnlich) beschimpft, weil er ein Liberaler ist.
Und Nikolas Luhmann muß hier manchmal auch was aushalten.
Es gibt noch mehr die sich hier öfter unterirdisch angehen.
Aber da ich kein Buch führe und mir das ehrlich gesagt auch egal ist, kann ich hier keine genaueren Ausführungen machen. ;-)

Es gibt übrigens, in einem anderen Forum (www.politikforen.net/) sowas wie eine Fraktionierung der User. Wer will (man muß es nicht) kann sich da einer Linken, Sozi, Liberalen, Konservativen, etc. Fraktion anschließen.
Jedenfalls diskutieren da alle Miteinander.

*Der ABV wachte über sein ihm angestammtes Revier, Abweichungen von der sozialistischen Norm wurden gemeldet. Beliebt war so ein "Abschnittsbevollmächtigter" daher nicht.
www.mdr.de/barbarossa/7418709.html
mh schrieb am 20.09.2010 um 18:10
100.000 gehen auf die straße, 6.000 unterschreiben

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=13587;sa=details

mfg
mh
Deaktivierter Nutzer schrieb am 22.09.2010 um 19:56
es heißt - nicht umsonst -
: was zählt!
Robinsohn schrieb am 23.09.2010 um 19:08
mhs Neiddiskussion?
100 000 von 82 Mio sind statistisch vernachlässigbar Wenige, 0 - oder doch 10 ? - Demonstranten FÜR die Atomkraft bei 82 Mio sind hier ebenso wenige/viele. Das beruhigt Atomkraftgegner-Gegner, wenn immerhin und unerwünscht 100 000 andersdenkende Leute Initiative ergreifen.
mh schrieb am 23.09.2010 um 19:14
worauf bin ich neidisch?

mfg
mh
TilLuMan schrieb am 24.09.2010 um 10:51
Meine Rechnung zu Zahlen und Stimmen:
Zahlenstimmen:
Stimmung und Stimmen life auf der Demo in Berlin siehe

www.youtube.com/watch?v=1lhpG4uZabM

Auszahlen muss sich das im November in Gorleben!
100 000 mal X!

TilLuMan
TilLuMan schrieb am 24.09.2010 um 10:52
Meine Rechnung zu Zahlen und Stimmen:
Zahlenstimmen:
Stimmung und Stimmen life auf der Demo in Berlin siehe

www.youtube.com/watch?v=1lhpG4uZabM

Auszahlen muss sich das im November in Gorleben!
100 000 mal X!

TilLuMan
TilLuMan schrieb am 24.09.2010 um 10:53
Meine Rechnung zu Zahlen und Stimmen:
Zahlen-Stimmen: Zahlen stimmen
Stimmung und Stimmen life auf der Demo in Berlin siehe

www.youtube.com/watch?v=1lhpG4uZabM

Auszahlen muss sich das im November in Gorleben!
100 000 mal X!

TilLuMan
Exilant schrieb am 24.09.2010 um 12:23
Großstädte wie Berlin und Stuttgart sind Orte, keine Tatorte. Eine Demonstration ist keine Tat, sondern ein hohes Gut i.S. Art.8 GG (kommt gleich nach dem Schulwesen).
Es wird auch nichts verkauft oder eine Dienstleistung angeboten, deshalb gibt es auch keine Zielgruppe.
Zu Relationen:
Im Frühjahr 2009 gingen aufgrund der Finanzkrise in Frankreich - aufs Land verteilt - ca.3 Mio. Menschen (entspricht ca. 5% der Bevölkerung) und in Portugal - zentral in Lissabon - 200000 (entspricht ca. 2%) Menschen auf die Straße. In Deutschland, wo die Bevölkerung in Mithaftung für die Schulden der HRE genommen wird, im Mai 2009 ganze 80000, was ca. 1Promille der Bevölkerung entspricht.
Gingen in Deutschland 1% der Bevölkerung auf die Straße (was etwa 800000 entspräche) sähen einige Millionen Bewohner dieses Territoriums die Welt untergehen.
Wenn 20Millionen auf die Straße gingen, wäre dies - der Logik des Bloggers folgend - immer noch eine Minderheit (eben ca. 25%).

Meines Erachtens will der Blogger das Salz in der Suppe der Demokratie, nämlich Demonstrationen (deshalb sind sie ein hohes Gut) , abqualifizieren.
.
mh schrieb am 24.09.2010 um 16:35
der quanitative vergleich zweier demos qualifiziert also demonstrationen als demokratisches element ab?

was dieser blogger hier so alles tut. skandalös!

mfg
mh
mh
Ich bin extrem geil und hochintelligent, da ist mein erheblich gestörter Geisteszustand absolut nebensächlich.
Mitglied seit:
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Zuletzt aktiv:
05.10.2011
Status:
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Beiträge: 38
Kommentare: 3931
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
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gewissen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Phineas Freek hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:01
h.yuren hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:57
Fro hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:56
Fro hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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