28.08.2010 | 11:34

Skandalöse Verschätzung beim DIW

 

Nach Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007, mit Flächenwirkung im Jahr 2008 und wirtschaftlicher Auswirkung im Jahr 2009, standen vor allem die Ratingagenturen und Wirtschaftsforschungsinstitute in der Kritik. Später folgte noch die Kritik an den Nachrichtenagenturen und der Presse im Allgemeinen, die alle nicht recht- und frühzeitig sowie genau informiert hätten.

Am 24. August 2010 gab es einen erneuten Skandal von Prognoseverfehlung, den die Medien diesmal allerdings zum Feiern der deutschen Wirtschaft nutzten. Das DIW erhöhte seine Wachstumsprognose für das Jahr 2010 von 1,9% auf “über 3,0%“. Im April vermutete das Institut noch +1,7% während es im Januar doch schon 2,1% waren. Dies, nachdem im Oktober 2009 noch auf +1,3% getippt wurde. Das war noch gut, denn im Juli 2009 wurde der absolute Tiefpunkt bei +0,5% erreicht.

Davor verzichtete das Institut ab Januar 2009 aufgrund der unsicheren Lage vollständig auf eine Prognose. Ich kann nicht erkennen, dass sich die Prognosefähigkeit des Instituts derweil verbessert hat, vom Verkünden positiver Nachrichten hält dies jedoch nicht ab. Im Gegenteil, die Öffentlichkeit nimmt es mit Wohlwollen zur Kenntnis.

Das Problem jeglichen Prognosemodells ist, dass Statistiken starr und undynamisch sind. Sie erfassen nicht einmal ansatzweise die Dynamik menschlichen Handelns. Sobald wir also nicht in einem klaren und stetem Trend unser Dasein fristen und Überraschungen Mangelware sind, taugen Prognosen nichts.

Zumindest nicht der Versuch mit Nachkommastellen das Wirtschaftswachstum zu erraten. Was an dieser Stelle sinnvoller wäre, ist die Messung der Dynamik des wirtschaftlichen Verlaufs. Daraus könnte man zumindest Verlangsamungen und Beschleunigungen von bestehenden Trends ableiten.

Es gibt keine Aktion ohne Reaktion. So fließen die Prognosen der Wirtschaftsinstitute bspw. In die Haushaltsplanung ein. Auch die versucht genau zu agieren, statt dass hier mit Puffern gearbeitet wird, weil man ja auch weiß, wie unsicher die Prognosefähigkeit ist.

Das Arbeiten mit genauen Zahlen hat die offensichtliche Folge, dass im Fall einer negativen Verschätzung der Leidensdruck unerwartet größer wird, während im Fall einer positiven Verschätzung sofort Begehrlichkeiten geweckt und unerwartete Mittel zur sofortigen, zumindest aber teilweisen, Verteilung neigen. Die Haushaltsplanung  verhindert vom Grundaufbau her somit die Haushaltskonsolidierung.

 

Zuerst erschienen auf www.goowell.de

 

 
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Kommentare
THX1138 schrieb am 28.08.2010 um 12:40
Sehr schöner Text, mh, wirklich sehr schön: als ebenfalls hochgradig statistikaffiner Mensch, der diese jedoch hauptsächlich auf die Gegenwart und die Vergangenheit anwendet- nebst Studien, Untersuchungen, Erhebungen, Befragungen und Umfragen (und immer vergleichend, es fiele mir nie ein, aus einer einzelnen Studie Rückschlüsse zu ziehen, wie das z. B. in der Journaille gang und gäbe ist) habe die die Lektüre Deines Textes richtig genossen!

Sehr schön auch, wie der Aufschwung 2009 euphorisch herbeigeredet wurde: Da wurde zuerst einmal plötzlich das laufende mit dem vorangegeangenen Quartal verglichen- statt mit dem Vorjahresquartal (kleiner statistischer Trick)- dann wurde auf einzelne Indikatoren verwiesen (z. B. die Industrieproduktion, die alleine für sich genommen nicht sehr viel über den Gesamtzustand einer Volkswirtschaft aussagt) und dann und dann und dann...

Das ist alles genauso verlässlich, wie Börsenprognosen, Kaufempfehlungen etc.

Prognosen sind grundsätzlich ein statistisches Problem, da sie eine (lineare) Entwicklung häufig auf die Zukunft projezieren. Schwierig wird's dann mit exponentiell verlaufenden Entwicklungen, wie zum Beispiel den Gegenwärtigen- daraus resultieren dann eben solche Prognosen wie die von Dir Beschriebenen. Die Gegenwart lässt sich nicht so einfach extrapolieren. Zudem fliesst da schon häufig der politische Wille mit ein. Und dann wird's erst recht heikel. Ich persönlich gebe gar nichts auf (Wirtschafts)Prognosen, da sie, wie Du richtig sagst, die Dynamik des menschlichen Handelns viel zu wenig miteinschliessen, bzw. reflektieren können.
mh schrieb am 28.08.2010 um 13:01
was mE auch ziemlich unlogisch ist, denn der gleitende durchschnitt einer statistik ergibt sich aus den bis dato vorhandenen dynamiken nach oben wie nach unten, deren ausprägung durch die jeweiligen höchst- und tiefpunkte markiert wird.

es ist diesbezüglich auch offensichtlich, dass die stärke der aufwärtsdynamik und ihre dauer, die dynamik nach unten hin definiert. die genaue ausprägung kann dadurch nicht "erraten" werden, denn durch das äußern der annahme, erzielt man eine wirkung in der breiten masse.

also selbst wenn man richtig liegt, führt das eher zu einer beschleunigung des jeweiligen trends, da der markt das versucht vorwegzunehmen, als zu irgendeiner form von treffergenauigkeit.

mfg
mh
THX1138 schrieb am 28.08.2010 um 17:30
"also selbst wenn man richtig liegt, führt das eher zu einer beschleunigung des jeweiligen trends, da der markt das versucht vorwegzunehmen, als zu irgendeiner form von treffergenauigkeit."

Die Märkte saugen solche Informationen natürlich begierig auf- manchmal habe ich den Eindruck, solche Prognosen würden nur für die Märkte geschrieben. Ob sich aus solchen Prognosen eine Stimmung herbeizaubern lässt, die in der gesamten Wirtschaft eine positive Wirkung erzielt, wage ich zu bezweifeln.

Ja, ich glaube tatsächlich, dass solche Prognosen primär für die Märkte herausgegeben werden. Zumindest reagieren die je nach Verfassung als Allererste und am allerstärksten darauf. Ob sie für die Verfasser (vom DIW) wirklich die ersten Adressaten sind, kann ich mir zwar kaum vorstellen.
mh schrieb am 28.08.2010 um 18:16
siehe antwort auf lea. die institute spielen für die marktteilnehmer kaum bis gar keine rolle.. da hat jeder seine eigenen "methoden".

die sind hauptsächlich für die politik da, daher habe ich sie auch nur in diesem bezug im originären text reingebracht.

mfg
mh
THX1138 schrieb am 28.08.2010 um 22:51
Kaum bis gar keine Rolle, stimmt. Das DIW ist ja privat und konzentriert sich auf für die Märkte tatsächlich kaum bis gar nicht relevante Daten. Die von staatliche Institutionen herausgegebenen Zahlen (z. B. PMI, ISM, Arbeitsmarktdaten, Häuserdaten etc.) spielen da eine wesentlich wichtigere Rolle.

Vielen dank für den unten erw. Link "Shadow Government Statistics"!!! Da blühe ich so richtig auf: sind Gold wert, pures Gold, solche Tips :o)
B.V. schrieb am 28.08.2010 um 13:07
"Das Problem jeglichen Prognosemodells ist, dass Statistiken starr und undynamisch sind. Sie erfassen nicht einmal ansatzweise die Dynamik menschlichen Handelns. Sobald wir also nicht in einem klaren und stetem Trend unser Dasein fristen und Überraschungen Mangelware sind, taugen Prognosen nichts...
Zumindest nicht der Versuch mit Nachkommastellen das Wirtschaftswachstum zu erraten. Was an dieser Stelle sinnvoller wäre, ist die Messung der Dynamik des wirtschaftlichen Verlaufs. Daraus könnte man zumindest Verlangsamungen und Beschleunigungen von bestehenden Trends ableiten."

Die Frage ist: warum tut man das nicht.
Die Prognostizierenden wissen doch um ihre Fehlbarkeit (und jeder denkende Mensch sowieso).
Aber sie treiben das Spiel immer weiter.
Ja, ich weiß schon, damit läßt sich Geld verdienen...;-)
mh schrieb am 28.08.2010 um 13:18
siehe auch meine antwort auf thx.

es ist systemisch nicht möglich, selbst wenn man alles richtig macht, da es eine wirkung auf den markt hat.

in der hinsicht muss man das menschliche denken komplett ändern, welches dazu neigt auf perfektion und genauigkeit zu drängen und dahin wechseln, dass man instrumente entwickelt die richtungen weisen und die ausprägung von bestehenden risiken definieren. das kann dann wiederum dazu verwendet werden, wenn wir mal bei der haushaltspolitik bleiben, um die pufferzonen auszudefnieren, die man eventuell braucht. oder auch die wirtschaftspolitik entsprechend feinzusteuern.

dafür fehlt aber auch in der politischen kaste überhaupt das generelle bewusstsein für das, was wirklich ist. die arbeiten ja nur noch mit dem, was gerade zwingend und ausschliesslich im inland vorliegt und nicht mit dem, was demnächst, dann weltweit, passieren könnte.

mfg
mh
Streifzug schrieb am 28.08.2010 um 15:03
Man muss sich die Ansammlung des DIW (DebileIreeWirre) nur mal genauer ansehen. Aus wessen Hand sie fressen, um anschließend Herrchens Meinung salbungsvoll öffentlich auszuschleimen.

Als die von dem Kuckucksnest nicht vorhergesehene Krise eintrat, kam die Order: Mund halten, keine Prognosen mehr.

Nun stimmen sie wieder fröhlich in den WirtschaftsWunderAufschwungEuphorieUnsinn ein.

So ein Verhalten analysieren zu wollen ist albern. Die Ermittlung der statistischen Trefferwahrscheinlichkeit von Jahrmarktwahrsagern hat mehr Realitätsbezug.

Mit der Hilfskonstruktion Staat versucht man aus einem nichtlinearen dynamischen Haufen ein wohlgeordnetes Gebilde zu formen, welches dann mit Statistiken (von lat. statisticum "den Staat betreffend") beackert wird.

Positive Rückkopplung liegen in der Natur derartiger primitiver Hilfskonstrukte, letztlich bleibt der Klirrfaktor. Marktreaktionsmodelle nichtlinearer dynamischer Systeme erfordern etwas, was bei Wirtschaftswissenschaftlern genetisch als Anlage nicht vorhanden ist: mathematisches Verständnis.
mahung schrieb am 28.08.2010 um 15:16
Danke für diesen Blog. Hat mich weiter gebildet.

Ob beabsichtigt oder nicht, führen diese positiven Verschätzungen auch zu einem politischen Mehrwert. Bestimmte politische Projekte, vor allem die den Menschen ans Geld gehen, die den Menschen die immer noch ohne Arbeit dastehen und weiter dastehen werden, Kürzungen auferlegen, lassen sich mit den angeblichen Wirtschaftsaufschwüngen und "Jobwundern" besser unterstützen.

so ähnlich, aber mit anderen Vorzeichen, meinst Du wahrscheinlich den Satz:

"...während im Fall einer positiven Verschätzung sofort Begehrlichkeiten geweckt und unerwartete Mittel zur sofortigen, zumindest aber teilweisen, Verteilung neigen. Die Haushaltsplanung verhindert vom Grundaufbau her somit die Haushaltskonsolidierung".

Die FDP hat ja auch gleich wieder von Steuersenkungen fabuliert ...
mh schrieb am 28.08.2010 um 15:33
yupp, die forderungen verleiteten mich zu dieser aussage.

mfg
mh
Lea schrieb am 28.08.2010 um 17:20
Was in der Prognostizierung der wirtschaftlichen Entwicklung meist missachtet wird, ist, dass diese Entwicklung nicht einfach ein funktionales Resultat technischer Messwerte ist, sondern zum grössten Teil psychologisch ist.

Reden die Medien von Rezession, gehen die Börsenindizes runter. Warum?
Weil die Investoren davon ausgehen, dass diese Meldung die Konsumentenstimmung pessimistisch macht und somit weniger konsumiert wird. das hat dann die bekannten Auswirkungen auf Geldfluss, Produktion und Zerstörung von Arbeitskräften.

Ditto wenn von Erholung geredet wird.

dazu ein Beispiel:

Kürzlich hat der oberste Prediger hierzulande, Mc Obama, in einer Ansprache davon geredet, wie viel schon erreicht worden sei und es gäbe nun 127'000 mehr Arbeitsplätze in der Maschinenindustrie. Riesen Medientamtam wie bekannt.
127'000 neue Jobs ist lachhaft wenig, wenn die Gesamtzahl zerstörter Arbeitsplätze seit beginn der Krise betrachtet wird, wo in etwa die gleiche Zahl an Arbeitsplätzen PRO WOCHE verschwand.

Er sagt also, dass die ganzen Bundesgelder an die Mastodon-Produzenten (Mastodon: was die Detroiter als Automobil bezeichnen) in dreistelliger Milliardenhöhe Arbeitsplätze für genau eine Kleinstadt schafften - wenn dann die Zahlen überhaupt stimmten.

Die Börsenindizes quittierten das kurz mit einem anstieg von berauschenden 50 Punkten.

Während die Rede lief, kam dann im Scrollbereich am unteren Bildschirmrand die Zahl der in der gleichen Woche sich neu bei der Arbeitslosenversicherung sich meldenden. die Zahl war: 360'000.
Weiter kam dann, dass der Immobilienhandel auf das Niveau von 1998 geschrumpft sei, also eine Schrumpfung von 27% und anscheinend ist da immer noch Luft drin.

Die Börsenindizes quittierten das vehement mit einem intra-day Absturz von 400 Punkten.

Später kamen die Medien dann damit, dass die Schrumpfung vielleicht nicht so gross gewesen sei.

Prompt ging der Dow Jones wieder über 10'000.

die Meldungen haben also mehr Auswirkungen in Dollars und Cents als die echten technischen Indices. Mit geschickt platzierten Stoporders konnte somit an dem Tag gewinne von etwa 5% realisiert werden. An einem einzigen Tag.

die frage nun: wie kann Manipulation in die Statistiken eingerechnet werden?
mh schrieb am 28.08.2010 um 18:13
bei den bewegungen auf tagesbasis geht es aber nicht um die news an sich, sondern darum ob die news die erwartungen trifft.

das sind schwankungen die innerhalb von rund 30 minuten stattfinden und dann beginnt das wirken der übergeordneten analyse, sprich wie sich die daten ins gesamte gefüge einordnen.

da haben die wirtschaftsinstitute keine macht, denn jeder schiebt seine eigenen tabellen.. banken haben für sowas ökonomen etc. und die weichen teilweise stark von dem ab, was da in der öffentlich durch die institute rausgehauen wird ..

wirtschaftsinstitute wie das diw sind hauptsächlich politisch relevant.

mfg
mh
mh schrieb am 28.08.2010 um 18:15
was die manipulation von daten betrifft, gibt es dafür u.a. seiten wie:

www.shadowstats.com

mfg
mh
j-ap schrieb am 28.08.2010 um 21:11
»Manipulationen« werden nicht in das Modell ein-, sondern aus ihm herausgerechnet, weshalb es bei den großen Banken stets zwei Modelle gibt, nämlich ein strikt internes und ein strikt externes. Das externe basiert auf dem internen, das um a) eigene Marktposition und b) Marktsentiment »bereinigt« wird.

Das alles ändert aber am Grundproblem dieses Ansatzes rein gar nichts. Und das Problem liegt nicht bei der Statistik oder den Extrapolationsmodellen, denn die sind, so raffiniert sie auch sein mögen, nichts anderes als hochmögendes Raten, sondern in der Rezeption der Modellergebnisse. Modelle können niemals die Zukunft vorhersagen, egal, wieviel Aufwand man betreibt. Aber zu viele Leute glauben das, und aus dieser meist stillschweigenden Überzeugung heraus erklärt sich manches.
Lea schrieb am 29.08.2010 um 04:33
sie verstehen meine aussage nicht:

die prognosen der institute sind nicht relevant. was geschieht, ist manipulation mittels der medien, um die intraday transaktionen wunschgemaess gedeihen zu lassen. das besipiel mit obamas ansprache neulich war sehr eindeitug. ich nehme an, dass bei ihnen wegen der zeitverschienung bzw der art und weise der news-vermittlung (i.e gepuffert und zensuriert) dieser aspekt nicht ersichtlich ist.

also man setzt stop orders auf, setzt die medienmeldung ab und ueber die software, die die stop orders ausfuehrt, lasst man gewinne machen.

das funktioniert auch bei termingeschaeften, wo auf den preis zu einem bestimmten zeitpunkt gewettet wird.

dies stop orders sind aufgesetzt, bevor die meldung abgeht. die autoren der meldung sind meist teilnehmer am deal.

bis die insitute dann ihre indices gerechnet haben ist das geschaeft schon laengst gelaufen - eben intraday.

oder kurz; das ganze ist nichts weiter als psychologie und genauer die ablaeufe eines poker spiels.

das ganze hat schon lange nichts mehr mit den klassischen technischen kennzahlen der wirtschaftswissenschaften zu tun. - genau deshalb sind deren auf klassischen theorien aufbauenden prognosen oft total falsch und deren protagonisten spooked out uber das was tatsaechlich geschieht.

jeder kann bei irgendeinem broker auch online ein paar franken deponieren und diese stop orders setzen. dazu gibt es sogar KI algorithmen, die das ganze automatisch tun und besser sind als die humanen teuer bezahlten analysten bei Sachs + Co.

die grossen haeuser haben dann bessere algorithmen gekauft, die auf eine groessere soll/ist datenbasis der boersenpreise zurueckgreifen kann. das ist nicht science fiction sondern tatsache. wie war das kuerzlich mit diesem schnellverkauf, den niemand erklaeren konnte? - genau. ein bug in der software wegen einer unueblichen kombination von rahmenwerten.

wenn sie zu einem klassischen finanzberater gehen wird der ihnen viel von langfristiger investitionsstrategie und dem ignorieren der taeglichen oder sogar monatlichen schwankungen schwafeln. dann wird er ihnen einige wetschriftenfonds empfehlen.

meine grosse erfahrung mit dem: wertschriftenfonds koennen meist nicht mal die inflation abfangen. das bisschen gewinne geht mit den managmentgebuehren weg.
studien die fonds manager mit 'hausfrauenclubs' und einer software, die an/verkaeufe zufaellig auswaehlte, verglich, ergaben keinen unterschied im erfolg der investitionsstrategie.

erfolgreich waren immer nur direkte investitionen (also ohne fonds als mittler) und antizyklisches verhalten.
die alternative mit intraday transaktionen war fureher laien verschlossen, da zu komplex. dazu gibt es inzwischen software, die von den grossen haeusern schon laenger angewandt wurde und nun auch in der public domain verfuegar ist.
Lea schrieb am 29.08.2010 um 04:35
obiger kommentar war an mh, aber die antwortfunktion auf diesem server merkt das leider nicht von selbst.....sehr exotisch, diese software hier.
ohitika33 schrieb am 29.08.2010 um 09:34
Quintessenz: Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast!

Wie wenig sich doch tatsächlich ändert...
j-ap schrieb am 29.08.2010 um 17:19
Ich weiß nicht, ob Sie sich tatsächlich über die Dimensionen und die sich daraus ergebende Strategie der »Großen« klar sind. Was Sie hier beschreiben, das funktioniert ganz passabel bei kleinen und mittelgroßen Volumina, aber nicht bei den großen und übergroßen Positionen, die die Bank hält — und die, die dort handeln, die sind an intraday-Bewegungen nur dann interessiert, wenn gerade Verfall ist.

Das können Sie auch sehr schön selbst und live mitverfolgen, wenn etwa der FDAX bis Mittag wie von Zauberhand über einer bestimmten Marke gehalten wird und ab 13.05 Uhr dann 300 Punkte abgibt. Die 300 Punkte interessieren zwar kleine und mittlere Prop-Trader, aber keine Bank, weil die das Geschäft nicht mit intraday-Kursbewegungen machen, sondern mit den Kontrakten, die nur 'richtig' verfallen müssen. Den Rest besorgt die in der Tat automatisierte Arbitrage.
Lea schrieb am 31.08.2010 um 20:37
"Ich weiß nicht, ob Sie sich tatsächlich über die Dimensionen "

ich behaupte, ich bin mir sehr wohl ueber die dimensionen bewusst. schliesslich und endlich lebe ich nicht in einem kleinstaat wie sie.

ich machte mein geld mit software, die unter anderem fuer die skizzierten dinge verwendet werden. kunden sind ...huestel... einige ganz grosse haeuser.

zudem treten banken meist als trader auf, nicht als besitzer- ausser sie reden von der UBS und den auction rate securities, wo diese bank als trader, besitzer und gleich noch als rueckkauefr auftraten.

andere banken machen also ihr geld mit den kommissionen.

oder ist eine pensionskasse bei ihnen bank? oder die lebensversicherung?
mh
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