Michael Lambertz

Blog von Michael Lambertz

Kommentare

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11.06.2009 | 22:51 Thomas Euler
@Thearcadier: Absolut! @Friedland: Stimmt, der Freitag ist wirklich ein interessantes Projekt. Auf der anderen Seite ist das Modell in meinen Augen nicht tragfähig um guten, investigativen Journalism...
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12.06.2009 | 12:21 Michael Lambertz
So könnte es wohl aussehen. Dann dürfte aber auch niemand mehr Ansprüche auf geistiges Eigentum stellen, und der Traum vom großen Geld wäre ausgeträumt, weil man sich mit einem Hit, einem Patent oder einem Buch nicht mehr lebenslang finanzieren könnte. Das ist es denn auch, was einen Jimbo Wales (Wikipedia-Gründer) von einem Rupert Murdock unterscheidet. Kein großer Tellerwäscher-Karrieren-Kapitalismus mehr. Das wäre eher erstaunlich nah an einer Art Sozialismus. Ich hab mich da nicht so genau reingelesen bisher, aber scheinbar ist das auch ein wesentlicher Teil des Wahlprogramms der Piratenpartei (vgl. t3n.yeebase.com/piratenpartei-mehr-hort-politischer-filesharer-246157/ )
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11.06.2009 | 22:51 Thomas Euler
@Thearcadier: Absolut! @Friedland: Stimmt, der Freitag ist wirklich ein interessantes Projekt. Auf der anderen Seite ist das Modell in meinen Augen nicht tragfähig um guten, investigativen Journalism...
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12.06.2009 | 10:16 Michael Lambertz
Um mal beim Beispiel der Bäckerei zu bleiben, ein Bekannter von mir hatte auch so eine kleine, nette Familienbäckerei. Die Qualität war immer die beste im Dorf, der Kundenkreis ging kaum über die Gemeindegrenzen hinaus. Doch dann wurde zunehmend die Idee des Wachstums populär. Weil einige Bäcker nicht genug kriegen konnten, entstand eine neue Konkurrenz, die auf die alten Bäckereien Druck ausübte, oder diese verstanden es zumindest so. Der Versuch der "Alten", sich anzupassen, indem man neue, größere Backöfen kaufte, und das Brotsortiment ausweitete und das Café teuer renovierte, ging auf Kosten der Qualität und der Authentizität. Es war der Versuch, sich an die Konkurrenz anzupassen, so zu werden wie sie. Die Konkurrenz war ihnen im unternehmerischen weit überlegen, aber schlechter in der Qualität. Doch auch die Qualität der Konkurrenz ist inzwischen sehr stark gewachsen, so dass es bald keinen Grund mehr geben wird, zu den Alten zu gehen, die ja nicht mehr die Alten sind. Das Klischee von der guten kleinen und der schlechten großen Bäckerei wird irgendwann nicht mehr stimmen. Ähnlich ist es ja inzwischen mit den Bloggern. Die Qualität der großen Print-Zeitungen ist teilweise erschreckend schlecht, die von Blogs teilweise sehr gut. Eine Lösung für das Problem des Geld Verdienens weiß ich auch nicht, aber die Situation ist bezeichnend für die aktuellen Probleme unserer Gesellschaft, die jahrelang nur Gewinn und Wachstum berücksichtigt hat. Das ging einmal einher mit Qualitätssteigerung, aber inzwischen sind Qualität und Wirtschaftlichkeit zwei unterschiedliche Dinge. Genauso wie den Journalisten geht es Musikern, Wissenschaftlern und sogar Ärzten. Insofern sind kreative Lösungen gefragt, wie das Dein Artikel ja auch schon teilweise vorgestellt hat. Freitag.de kannte ich übrigens vorher noch nicht, insofern hast Du etwas bewegt. Aber Geld bezahlen werde ich dafür trotzdem nicht. Warum sollte ich auch?
Michael Lambertz
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