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Der EU Parlamentspräsident Jerzy Buzek hat soeben verkündet, dass der diesjährige Sacharow-Preis an die drei Memorial-Aktivisten Ljudmila Alexejewa, Oleg Orlow und Sergej Kowalew vergeben werden. Dieser Vorschlag hatte die größte Unterstützung im europäischen Parlament und die Zustimmung am Donnerstag dieser Woche durch die Fraktionschefs galt – hinter vorgehaltener Hand – schon lange
als sicher. Sacharow persönlich war am Beginn von Memorial deren Vorsitzender.
Allerdings dürfte die Preisverleihung an die russische NGO nicht überall ungetrübte Freude auslösen, denn gerade die USA sehen in solch einer Aktion die Entspannungsbemühungen mit Russland gestört. Erwägungen wie diese haben allerdings das Europaparlament noch nie beeindruckt; der Pressekonfernzraum im EU-Parlament wurde z.B. nach der Journalistin Anna Politkowskaja benannt. Die Menschenrechtsaktivistin wurde im Jahr 2006 auf offener Straße ermordet. Die Benennung des Saales führt häufig dazu, dass dieser von russischen Besuchern noch heute boykottiert wird.
(Foto: Stihl024/pixelio.de)
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Die Vergabe ist richtig und sinnvoll. Und die USA werden das schon verschmerzen.
Dass russische Besucher einen Anna-Politkowskaja-Saal boykottieren, erstaunt mich allerdings. Welche russischen Besucher? Und mit welcher Begründung? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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