Michael Preiner

Politikbeobachter

22.10.2009 | 11:25

Sacharow-Preis geht an russische Menschenrechtsaktivisten von Memorial

Der EU Parlamentspräsident Jerzy Buzek hat soeben verkündet, dass der diesjährige Sacharow-Preis an die drei Memorial-Aktivisten Ljudmila Alexejewa, Oleg Orlow und Sergej Kowalew vergeben werden. Dieser Vorschlag hatte die größte Unterstützung im europäischen Parlament und die Zustimmung am Donnerstag dieser Woche durch die Fraktionschefs galt – hinter vorgehaltener Hand – schon lange Sacharow Preis geht an Memorialals sicher. Sacharow persönlich war am Beginn von Memorial deren Vorsitzender.
Allerdings dürfte die Preisverleihung an die russische NGO nicht überall ungetrübte Freude auslösen, denn gerade die USA sehen in solch einer Aktion die Entspannungsbemühungen mit Russland gestört. Erwägungen wie diese haben allerdings das Europaparlament noch nie beeindruckt; der Pressekonfernzraum im EU-Parlament wurde z.B. nach der Journalistin Anna Politkowskaja benannt. Die Menschenrechtsaktivistin wurde im Jahr 2006 auf offener Straße ermordet. Die Benennung des Saales führt häufig dazu, dass dieser von russischen Besuchern noch heute boykottiert wird.

(Foto: Stihl024/pixelio.de)

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
radierer schrieb am 22.10.2009 um 23:24
Die Vergabe ist richtig und sinnvoll. Und die USA werden das schon verschmerzen.

Dass russische Besucher einen Anna-Politkowskaja-Saal boykottieren, erstaunt mich allerdings. Welche russischen Besucher? Und mit welcher Begründung?
Michael Preiner
Ich lebe und arbeite zur Zeit in Strasbourg und genieße die elsässisch-französische Leichtigkeit. Seit mehr als 25 Jahren beobachte ich das politische Geschehen und lebte in mehreren Städten Europas und bezeichne mich deshalb auch als Europäer mit deutschen Wurzeln.
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Zuletzt aktiv:
18.10.2010
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 25
Kommentare: 18
Mein Projekt:
Logbuch
00:53
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:35
mcmac hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:30
mcmac hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:27
oi2503 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:24
oi2503 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG