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... also wenn ich das lese:
Die Offensive habe das Ziel, das Gebiet zu "säubern" und anschließend zu "halten".
und selbst mal angenommen, das Wort "Säuberungsoffensive" sei eine polemische Zuspitzung des Verfassers der Überschrift, dann denke ich, man muss ihnen einfach nur zuhören. Oder nachlesen, was sie erzählen.
Was findet man da? Ein "Vier-Phasen-Modell".
Was ist das? "Planen, säubern, halten, wiederaufbauen", ausführlich erläutert bei tagesschau.de.
Woran erinnert mich das? Vielleicht an das "Säubern, Säuern, Salzen" des DDR-Fischkochs? Gut, von "planen" war da nicht die Rede, das musste man in der Planwirtschaft nicht eigens erwähnen.
Ja. Was war da noch? "Opfer-Bilanz". Nein, das sage ich nicht hämisch. Erfreulich finde ich das nicht. Aber auch nicht verwunderlich, leider. Und dass in der Berichterstattung immer nur von 600 fehlenden Bundeswehrärzten die Rede ist, aber nicht davon, warum sie fehlen (die Einsatzbedingungen, in die sie zu ihrer eigenen Überraschung geschickt werden, gefallen ihnen nicht), das verwundert halt auch nicht. Obwohl es doch bereits im Vorwort steht.
Nein. Ja. Wieso "dichtet und denkt"? So hat das eben Schiller gesagt, Klemperer hat's zitiert. Genau. Gute Idee, das mal wiederzulesen. Ja.
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Ein weiteres schönes Wort ist »Weichziel« für Mensch.
Der Krieg besitzt seinen ganz eigenen Zynismus. |
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Stimmt. Kann man ruhig öfter mal drauf hinweisen.
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schrieb am
19.03.2010 um 15:39
Früher, als ich wie ein junger Gott Fußball spielte, verglichen wir in der Schule diese Worte: Angriff, Verteidigung, Bomber (Müller), hinter der Linie, Abwehrschlacht, Schuß, Gegner, Turm in der Schlacht usw. Auf dem Feld begrüßten wir die anderen mit einem "Gut Sport!"
In der Schule betrieben wir Ideologie- also Sprachkritik, und ich höre heute noch bei der Konferenz auf WDR 2, daß alles beim alten geblieben ist. und auch doch nicht. |
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Schiller verweist in seinem Aphorismus auf das "Getragensein" des Schaffenden, der in einer hochstehenden Kultursprache, die von großen Geistern und Spachschöpfern geformt wurde, agiert.
Schiller tadelt aber die Unzulänglichkeit des "unreflektiert Dichtenden", der die Tragweite der von ihm gebrauchten Worte überhaupt nicht voll erfassen kann, deshab der Nachsatz ... glaubst du schon Dichter zu sein! Wir denken über Sprache - über Sprache aber werden wir auch manipuliert. Neueste Versprecher einer Fernseh-Moderatorin vor Tagen ( neben den schon gängigen Millionen und Milliardenverwechslungen): Herklit statt Herakles - der Philosoph (Panta rhei - alles fließt) musste für den Halbgott und Helden hinhalten. P.S. Zu "Afghanistan" habe ich gerade einen Blogbeitrag geschrieben. Carl Gibson |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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