Sarah Rudolph

Buchstabensüchtig

29.07.2011 | 16:13

Irgendwie Links: Alte Geister, weibliche Gamer und der GMail-Man

 

Freitag, 29.07.11

The GMail-Man, Microsoft

 

"Ich zerstöre alles um mich zu erneuern", Kurt Krömer, zeit.de

"Damals habe ich gelernt, dass man als Putzmann für die anderen unsichtbar oder schwer sichtbar ist – genauso wie ein Behinderter. Wenn man einen Menschen im Rollstuhl sieht, heißt es oft: Nicht beachten! Nicht hingucken! Und so haben die Menschen bei mir reagiert. Ich finde, das gehört sich nicht. Wenn ich heute den Hausflur hinuntergehe und jemand putzt gerade die Treppe, sage ich immer Guten Tag. Das ist kein Idiot, der da sauber macht, sondern ein Mensch."

 

Games-Studie der GFK: Hälfte deutscher Gamer sind Frauen , giga

Die neuen Zahlen werfen überaus interessante Fragen auf. Der Frauenanteil im Gaming-Segment mag in jüngster Zeit gewachsen sein, die digitale Spielekultur ist aber noch immer sehr stark an die vermeintlichen Vorstellungen und Erwartungshaltungen der Männerwelt angepasst. Insbesondere im Hardcore-Bereich sind viele Titel aufgrund ihrer sexistischen Rollenzuschreibungen zudem nicht gerade einladend für Frauen.“


Neue Medien und alte Geister, Peter Tauber

"Das Kino, das Radio, das Fernsehen und nun das Internet. Schon immer haben neue Medien ihre Zeit geprägt, haben teilweise dramatische Veränderungen in unserer Gesellschaft und Kultur nach sich gezogen, und in der Regel waren sie in ihrer Entstehungszeit alles andere als unumstritten. Am Ende haben sich all diese Medien nicht nur durchgesetzt, sie sind heute nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer pluralistischen Gesellschaft. Die Frage, wie wir mit neuen Medien umgehen, stellt sich aber jedes Mal aufs Neue.
Auch heute erleben wir wieder, dass es Menschen gibt, die aus verschiedenen Gründen das neue Medium Internet nicht verstehen – aus Angst, aus Unvermögen oder viel-leicht auch einfach, weil sie verlernt haben, die Welt um sie herum und ihren Wandel wahrzunehmen. Die oft irritierenden Sätze mancher Politiker, wie jüngst die Aussagen des CSU-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Uhl zur Bedeutung des Internets im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Norwegen und seine pauschale Schlussfolgerung, das Internet müsse strenger kontrolliert werden, sind hierfür ein gutes Beispiel. Neu ist das Unvermögen, mit neuen Medien umzugehen und – statt sie positiv zu nutzen und zu gestalten – vergeblich zu versuchen, ihre Entwicklung zu verhindern, allerdings nicht.

 

Onliner für Afrika

"Diese Sammelaktion ist die gemeinsame Idee einiger Online-Journalisten. Normalerweise liegen wir im kollegialen Wettstreit miteinander. Hier ziehen wir an einem Strang - weil wir hoffen, dass wir gemeinsam mehr Hilfe mobilisieren können als jeder für sich.

Spendet, wenn und was ihr mögt. Und vor allem: Sagt's weiter!"

 

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 29.07.2011 um 18:31
Liebe Sarah Rudolph,

den Krömer hatte ich heute in der Süddeutschen gelesen.
Es spricht mir aus der Seele, was er sagt ;).

Vom %-Anteil der weiblichen Gamer war ich überrascht.

Schön dass sich die Online-Journalisten zugunsten der Afrika-Hilfe zusammengerauft haben.

Der Norwegenanschlag war und ist fürchterlich, aber das ist schon komisch.

In Notwegen sprechen jetzt die meisten vom Beibehalt der offenen Gesellschaft und die Konservativen hierzulande entwickeln Begehrlichkeiten zur Kontrolle des Internets.
Kaum ein Wort zur Bekämpfung der Ursachen.
So unglaublich es klingt, aber Anders B.B. ist nach Auffassung des Kölner Bundesamtes kein Neonazi sondern ein christlicher Fundamentalist mit antiislamischer Einstellung. Das war heute auch ind er Süddeutschen zu lesen und ich halte diese Einschätzung für richtig.

Herzliche Grüße

por
Sarah Rudolph
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