Gerade bei Schlüsselindustrieen war der Staat immer auch dabei die Vorgaben zu formulieren. Die Automobilindustrie als solche im Bereich Infrastruktur anzusehen fällt nicht schwer. Über die Mitbeteiligung des Staates in einem Unternehmen Vorgaben z.B. für die Loslöung vom Rohöl als Antriebsenergie zu machen hielte ich für eine durchaus legitime Zielsetzung, um neben unternehmerischen auch gesellschaftspolitische Weichen zu stellen.
Die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen funktioniert nicht. Die Mitbeteiligung sähe ich hier (OPEL) als grosse Chance.
Dies ist die erste Freitagsfrage meinerseits. Falls ich gearde einen Formfehler begehe, möge es mir nachsehen.
Danke.
LG
misterL
Grundsätzliche schliesse ich mich John Steven an will es aber um zwei Aspekte erweitern, die es dann relativieren.
Was wird aus dem Personenkreis, der am Rande des Grundeinkommens einer regulären Erwerbstätigkeit nachgeht? Die Problematik ist nicht neu und würde durch ein solches Grundeinkommen nur die Höhe ab der die Ungerechtigkeitsdebatte ansprint verschieben.
Aus dieser Überlegung/üblichen Verhalten ergibt sich am Ende immer auch eine (kleine) Systemfrage, wie man die Arbeitsgesellschaft innerhalb einer kapitalistischen Ordnung spalten kann ohne diese kapitalistische Ordnung aufgeben zu müssen. Wobei die Annahme gilt, dass diese Aufgabe möglicherweise wiedrum zu neuer (anderer?) Armut führen könnte.
LG
misterL
Eins gleich vorweg. Es ist kein lupenreines Pro, sondern eines mit Konditionen.
Sollte es bis zur Wahl als richtig zeigen, dass der Staat hilfreich zur Seite sprang, so ist Guttenberg in der Neuauflage einer Regierung mit CDU/CSU-Beteiligung sicher nicht mehr Wirtschaftsminister.
Es hängt also vom Stand der Dinge und ihrem Verlauf bis zur Wahl ab.
Man darf davon ausgehen, dass die Leute mit Interesse an der Rettung von OPEL alles daran setzen werden, dass es glückt und das für den Fall des Scheiterns es (auch) an der mangelnden Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium gelegen habe.
Um Gottes Willen, nein. Was soll das sein? Kommunismus?
permalinkNein, selbstverständlich nicht.
Warum soll der Staat auf Mitsprache verzichten aber alle Risiken im Zweifel tragen?
Gerade bei Schlüsselindustrieen war der Staat immer auch dabei die Vorgaben zu formulieren. Die Automobilindustrie als solche im Bereich Infrastruktur anzusehen fällt nicht schwer. Über die Mitbeteiligung des Staates in einem Unternehmen Vorgaben z.B. für die Loslöung vom Rohöl als Antriebsenergie zu machen hielte ich für eine durchaus legitime Zielsetzung, um neben unternehmerischen auch gesellschaftspolitische Weichen zu stellen.
Die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen funktioniert nicht. Die Mitbeteiligung sähe ich hier (OPEL) als grosse Chance.
Da haben wir sie: die erste kleine Schlammschlacht im Wahlkampf. Nun wirft die SPD Guttenberg bereits "dummes Gerede" vor und legt ihm den Rücktritt nahe. Als junger Politiker der Kanzlerin und dem Finanzminister nicht zu folgen, muss hingegen sehr gute Gründe haben. Bringt uns das nicht ins Grübeln?
permalinkWarum sollte uns das ins Grübeln bringen? Ich denke nein. Man darf annehmen, dass es durchaus starke Interessen gibt einen Wettberwerber weniger zu haben. Die Annahme, da ist ein reiner Markttheoretiker als Politiker unterwegs finde ich wenig glaubwürdig.
Eins gleich vorweg. Es ist kein lupenreines Pro, sondern eines mit Konditionen.
Sollte es bis zur Wahl als richtig zeigen, dass der Staat hilfreich zur Seite sprang, so ist Guttenberg in der Neuauflage einer Regierung mit CDU/CSU-Beteiligung sicher nicht mehr Wirtschaftsminister.
Es hängt also vom Stand der Dinge und ihrem Verlauf bis zur Wahl ab.
Man darf davon ausgehen, dass die Leute mit Interesse an der Rettung von OPEL alles daran setzen werden, dass es glückt und das für den Fall des Scheiterns es (auch) an der mangelnden Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium gelegen habe.
Die Antwort weiß nur der Wind. ;-)
Es hängt wohl viel davon ab, wer sich am Ende durchsetzt. Die Mannschaft oder der Trainer. Zentrale Figur als Leitspieler.- und -figur ist Franck Ribery. Seine Rolle unter van Gaale und ob er sie akzeptiert oder nicht wird den Weg des Trainers vorzeichnen. Allgemein denke ich, dass ein Niederländischer Ordnungstyrann im durchaus bierseeligen, relaxten Bayernstadl an sich eine Fehlbesetzung ist.
Mein Tipp:
Ist ab Spieltag 5 der Abstand zu Spitze zweistellig, war es das bereits für den Trainer.
Was ist aus Schalker Sicht ein Erfolg? Die direkte Meisterschaft? Sicher aber unwahrscheinlich. International Geld einnehmen? Nicht unwahrscheinlich als ja ein Erfolg. Vor dem BVB in der Schlussabrechnung stehen? Mit Sicherheit ein Erfolg.
Am Ende also 2:1 für Maggath und S 04? Ich denke ja.
Aus Gewohnheit müßte man mit "pro" abstimmen, aus persönlicher Abneigung öffentlichen Gebären in Summe mit "contra". Sportlich betrachtet ist es so wahrscheinlich, wie Glück die wesentliche Konstante in diesem Sport ist. Ich denke, ein Niederländer in München wird mit der Truppe Pech haben und spätestens wenn Hoeneß wieder neben dem Trainer auf der Bank sitzt und rot vor Wut wird ist klar, die Bayern haben ein Problem.
permalinkWunschdenken. Nur weil drei Spieltage versemmelt wurden hat sich die bundeseutsche Fussballwelt nicht verändert. In München muss klar werden, wer die Richtung bestimmt. Das scheint noch offen. Kehrt Klarheit ein, wird sich auch der Erfolg und das Glück wieder unter der Münchener Sonne einziehen.
Zwei Siege in Folge reichen aus und Bayern München ist wieder Bayern München.
Natürlich ist die Luft oben dünner geworden. Dennoch gehört Bayern München zu den Top drei der Liga mit im Mittel weniger Anfälligkeit für schwierige Phasen.
Wenn sich etwas geändert hat, dann das. Auch BM ist seit der Klinsmannzeit anfälliger geworden. Also seit einer Saison und drei Spieltagen. Nicht viel im Vergleich zum HSV, Leverkusen, Stuttgart, Bremen, Schalke oder Wolfsburg.
Mit van Gaal dachte man, damit sei es vorbei. Dabei hat man nach einem lockeren Gesellen nun einen Dissziplinfanatiker (so man hört). Kreativkünstler und dieser Geist sind und bleiben inkompatibel. Das muss gelöst werden, dann klappts auch wieder.
Wunschdenken. Nur weil drei Spieltage versemmelt wurden hat sich die bundeseutsche Fussballwelt nicht verändert. In München muss klar werden, wer die Richtung bestimmt. Das scheint noch offen. Kehrt Klarheit ein, wird sich auch der Erfolg und das Glück wieder unter der Münchener Sonne einziehen.
Zwei Siege in Folge reichen aus und Bayern München ist wieder Bayern München.
Natürlich ist die Luft oben dünner geworden. Dennoch gehört Bayern München zu den Top drei der Liga mit im Mittel weniger Anfälligkeit für schwierige Phasen.
Wenn sich etwas geändert hat, dann das. Auch BM ist seit der Klinsmannzeit anfälliger geworden. Also seit einer Saison und drei Spieltagen. Nicht viel im Vergleich zum HSV, Leverkusen, Stuttgart, Bremen, Schalke oder Wolfsburg.
Mit van Gaal dachte man, damit sei es vorbei. Dabei hat man nach einem lockeren Gesellen nun einen Dissziplinfanatiker (so man hört). Kreativkünstler und dieser Geist sind und bleiben inkompatibel. Das muss gelöst werden, dann klappts auch wieder.
Wenn ich zwei Wünsche frei hätte: Bayern wird kein Meister und Borussia Mönchengladbach steigt nicht ab! Und da ich spätestens bis Mai nächsten Jahres mit dem Besuch der Wunschfee rechne, wird dies auch so geschehen...
permalink
Ausgabe 10/10
11.03.2010
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