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Bis zum 6. Mai, so hat es die mexikanische Regierung angeordnet sind alle Schulen, Universitäten, Bars, Diskotheken und Kinos geschlossen. Genau an einem Wochenende mit Brückentag (Freitag, der 1. Mai ist auch in Mexiko Feiertag). Die meisten Mexikaner haben ihre gebuchten Reisen wahrgenommen, andere sind zu Hause geblieben. Von einigen Freunden musste ich gar hören, dass ihnen ihre Eltern das Verlassen des Hauses verbieten. Aber das sind eher die panisch- hysterischen Zeitgenossen.
Doch dieses Wochenende habe ich die Stadt, die sonst fast täglich aus allen Nähten bricht, so menschenleer wie lange nicht mehr gesehen. Nur einige Restaurants waren weiterhin geöffnet. Und in diesen Restaurants haben auffällig wenige einen Mundschutz getragen. In mein Stammcafé gehen vor allem Künstler und Politiker, und das war bis auf den letzten Platz voll. Was wohl darauf schließen lässt, dass dort die Menschen mit der besseren Informationsquelle saßen. Denn aus Fernsehen und den auflagenstärksten Zeitungen wird man vorrangig mit Falschinformationen und Panikmeldungen versorgt.
Um am Wochenende doch noch etwas zu erleben und weil Mexikaner nicht wirklich ohne desmadre auskommen, waren Virus oder Influenza Partys der große Hit. Das sich dabei Freunde mal wieder etwas ruhiger und in heimischer Atmosphäre zusammengefunden haben, lässt sich gutheißen.
Den größten Clou meiner Ansicht nach haben französische Universitäten gerissen, die laut meinen Mitbewohnern, auf Androhung der Sperrung ihres Stipendiums, die Rückkehr nach Frankfreich gefordert haben. Auch Siemens, die hier ein großes Werk betreiben, haben ihre deutschen Mitarbeiter heim geholt. Welche perfide Idee dahintersteckt möchte ich kaum laut sagen.
So langsam beruhigt sich jedoch die Lage, ich sehe kaum noch Menschen Atemmasken tragen und allgemein sind die Menschen inzwischen entspannter. Und obwohl es noch keine Entwarnung gegeben hat, hat sich das Straßenbild normalisiert. Gelegentlich hör ich noch Horrormeldungen von Freunden. Aber das sind eher Ausnahmen, neben den unglaublichen Verschwörungstheorien, die hier krassieren.
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möcht ja nicht meckern liebe Redaktion, aber ich wohne in Guadalajara. Daher ist die Überschrift mit Mexico- City füllt sich wieder etwas...hmmm...sie wissen schon! ;-)
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ist geändert, danke für den Hinweis!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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