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Wenn in Bayern Landtagswahlen wäre, dann könnte die CSU wahrscheinlich wieder alleine regieren. Laut der aktuellen Umfrage des Bayerischen Rundfunks würden sich satte 46 Prozent der Wähler für die Christsozialen entscheiden, Freie Wähler und Linke würden unter die fünf Prozent rutschen und die FDP gerade noch so im Landtag sitzen. Da ist es schon egal, dass SPD und Grüne jeweils 17 Prozent erreichen.
Auch wenn ich es ungern schreibe: In Bayern gibt es tatsächlich keine wirklich wählbare Partei, da entscheidet die Stimmungslage. Die Sozialdemokraten sind ausser in München und in einigen Enklaven Frankens und der Oberpfalz faktisch nicht präsent und die Politik erinnert an eine CSU-Light, wobei die Schwarzen teilweise sogar sozialer sind als die Fraktion der abgehalfterten Schröder-Fans bei den Roten.
DIE LINKE hat sich gerade mit der gescheiterten Demontage von Klaus Ernst unmöglich gemacht. Der BR ließ dazu noch einen - mir von Namen und Gesicht - völlig unbekannten Ex-Landesvorsitzenden zu bester Sendezeit im geschliffenen Sächsisch über Ernst herziehen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war DIE LINKE für den Fließbandarbeiter bei BMW in Dingolfing, Regensburg oder Wackersdorf unwählbar.
Die Freien Wähler (FW), die bei den letzten Wahlen auch gerne mal die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien gefordert hatten, treten medial kaum in Erscheinung. Das liegt in diesem Fall garantiert nicht an irgend welchen parteipolitischen Präferenzen in den Redaktionen - es kam wirklich keine vernünftige Initiative. Die FW muss so auf einen parteiinternen Streit bei der CSU hoffen und die Chancen stehen nicht schlecht.
Die 17 Prozent der Grünen in Bayern sind ein Ausdruck der Hilflosigkeit. Bei diesem politischen Angebot in Bayern bleibt ansonsten nur noch die Wahlenthaltung oder auf esoterische Grüppchen auszuweichen. Diese Partei schafft es tatsächlich nicht einmal, klare Position zum Olympia in Garmisch zu beziehen. Stadtratsfraktion von München Pro, Bundesvorsitzende aus Augsburg weiss nicht so recht und Landespartei Kontra.
Vergessen hätte ich beinahe die FDP, die bei der Umfrage mit geradezu monströsen 6 Prozent punkten kann. Wie das mit der anderen Aussage zusammen geht, dass 79 Prozent der Bayern mit der Arbeit der Liberalen unzufrieden sind, kann ich nicht nach vollziehen. Übrigens sehen die Bayern auch bei der CSU noch deutlich Luft in der Leistungsskala: 52 Prozent bescheinigen den Konservativen schlechte Arbeit.
Der Prozentsatz der Menschen in Bayern, die mit der CSU und der Landesregierung insgesamt zufrieden sind, wurde übrigens nicht veröffentlicht. Wie es weiter geht? Ich weiss es nicht. Aber wahrscheinlich bringt es mein Nachbar auf den Punkt: "Jetzt wähle ich schon 35 Jahre CSU, irgendwann muss sich doch was ändern!" In diesem Sinne fordere ich jetzt den Anschluß von Bayern an Österreich.
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Die nächste Landtagswahl ist erst im Herbst 2013, viel zu weit weg, heute darüber zu spekulieren.
Wenn erst einmal in BW ein anderer Wind weht, könnte das auch für Bayern ein Signalwirkung haben, schaun mer mal. dafür ein interessanter Blick zurück: tinyurl.com/ForenBoy17 |
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Man nehme ein Tageshoroskop, garniere es mit einigen Allgemeinplätzchen und schon landet das Elaborat in den Top Blogs eines irgendwie linken Meinungsmediums.
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Das Interessante an der Meldung ist doch, dass keine Partei wirklich Rückhalt hat und der Mensch dann das wählt, was er eben gewohnt ist oder für das kleinere Übel hält.
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Sarazzin hat in seinem Buch ein Kapitel vergessen. Es beschreibt, dass die Wahl der CSU in Bayern genetisch determiniert ist.
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Das sehe ich völlig anders: der Hype um die Guttenbergs wird sehr schnell verblassen wenn sich herum spricht, wie wenig Substanz (genauer Niveau) hinter dem ganzen Medien Theater von Herrn und Frau zu steckt.
Und dann ist der Lack bei der CSU wieder ab, der Bankskandal wird ein übriges tun, es bleiben ja noch zweieinhalb Jahre...... |
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schrieb am
13.01.2011 um 14:51
>>der Hype um die Guttenbergs wird sehr schnell verblassen wenn sich herum spricht, wie wenig Substanz (genauer Niveau) hinter dem ganzen Medien Theater von Herrn und Frau zu steckt.<<
Das spielt keine Rolle. Die Guttenberge haben mehr als eine Mrd. € im Sparschwein. Damit könnte man ca. 15 000 Abgeordnete kaufen. Man braucht aber nicht mal die Hälfte des Parlamentes, weil man zusammen mit anderen Käufern Synergien nutzen kann... |
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Der zackige Guttenberg kommt bei den Funktionären in der CSU gar nicht so gut an. Gestern durften sie im BR seine "Popularität" sogar klein reden. Kein gutes Zeichen für den Baron. Geduldet, nicht geliebt ....
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schrieb am
13.01.2011 um 15:31
Egal. Wer hat, regiert. Ob direkt oder indirekt.
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Ob die Österreicher einen Freistaat innerhalb ihrer Grenzen akzeptieren bzw. goutieren würden, wage ich zu bezweifeln. So dumm sind nur Piefkes.
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Ironie ist ein zartes Pflänzchen mit einem noch feineren Duft - nicht geeignet für Jedermanns Nase.
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Kann ich nur unterschreiben ... schade nur, dass auch Leute mit feiner Nase gelegentlich Schnupfen haben!
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2008 lag die Wahlbeteiligung in Bayern bei 57,9 %.
Die CSU wird das sicher bis zur nächsten Landtagswahl auf weit unter 55 % bringen können. Damit dürfte die absolute Mehrheit wieder sicher sein. >>Vergessen hätte ich beinahe die FDP, die bei der Umfrage mit geradezu monströsen 6 Prozent punkten kann.<< Na ja, die FDP-Wähler sind halt die Revoluzzer. --- Anschluss an Österreich? Ja, wenn der Haider Jörg noch leben täte... |
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genau, man darf auch nicht vergessen, dass 2013 auch die Bundestagswahl ist, und die Tendenz die dort zu beobachten ist, wird auch in Bayern nicht wirkungslos bleiben.
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Bayern zu Österreich ?! Bayern unabhängig (noch unabhängiger) ?!
Ein wundervoller Gedanke. Wäre gespannt, was vom "Mir san mir" bleibt, wenn es erst einmal auf eigene Rechnung läuft. **** Ich habe einen Traum . . . das Angela Merkel endlich die Ansage von Helmut Kohl in die Tat umsetzt. Ortsverbände der CDU in Bayern eröffnen ! |
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schrieb am
13.01.2011 um 15:26
Dann hätte Bayern ab der nächsten Wahl eine CDU/CSU-Regierung.
--- Folgende Massnahmen halte ich für sinnvoll: a) Parteien, die Spenden von jurustischen Personen annehmen, werden von allen Kandidaturen ausgeschlossen. b)Abgeordnete, die bezahlte "Nebentätigkeiten" annehmen, verlieren ihr Mandat. c) last but not least: Ein System der Volksabstimmung ungefähr nach dem Vorbild der Schweiz. (Abstimmung ohne Quorum: wer nicht will, der hat schon.) Das Ganze natürlich nicht nur in Bayern... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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