Sehr geehrter Herr Westerwelle, ich habe ein paar Fragen bezüglich Ihrer Aussagen über Hartz-IV-Empfänger in den letzten Wochen, da ich die Position der FDP gerne besser verstehen würde. Sie erweckten mehrfach den Eindruck, faule Hartz-I...>> mehr
„Macht Hartz IV faul?“ (BILD-Titelseite) +++ „Anstrengungsloser Wohlstand“ und „spätrömische Dekadenz“ (Westerwelle) +++ „Arbeitspflicht“ (Koch) +++ „Arbeit muss sich lohnen“ (FDP-Wahlplaka...>> mehr
Mein Beitrag zur Heldendiskussion auf Freitag.de, außerdem Gedanken zu Integration, Chancengleichheit und Grundeikommen und nicht zuletzt eine persönliche Liebesgeschichte an das wahre Leben
Konzentriert schauen die großen braunen Augen mich ...>> mehr
Ein Bericht meiner spontanen einwöchigen Reise nach Kopenhagen anlässlich der UN-Klimakonferenz (COP15) im Dezember 2009
Endlich entdecke ich die Eingangstür, irgendwo in dem Graffiti steht „please enter“. „You have come to th...>> mehr
Igitt, ist das ein Vorgeschmack auf das Wetter in Kopenhagen? Regenhose einpacken? Nasse Jeans gehen gar nicht. Schal? Hoffentlich wird der mir nicht als potentieller Vermummungsgegenstand abgenommen. Die sind nämlich verboten. Aber wie soll man sich bitt...>> mehr
Ich möchte hier Bedenken einbringen, die ich für grundsätzlicher halte als das Abwägen von vermeintlichem Nutzen gegen vermeintlichen Schaden. Erbsenzählerei. Was man gemeinhin Technologie, auch tech...
Dass es neue Gesundheitsrisiken gibt, leugne ich nicht - damit beschäftige ich mich sogar ziemlich viel. Würde aber trotzdem sagen, dass die höhere Anzahl von Menschen, die auch immer älter werden auf deutlich verbesserte Lebensbedingungen schließen lässt. Heute sind viele Krankheiten (bei uns) harmlos, an denen unsere Vorfahren gestorben sind. An Allergien und Übergewicht sterben die Leute nicht. Selbst mit HIV und künstlichen Gelenken können sie ein relativ normales Leben führen und haben Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten. Das ist mir ehrlich gesagt lieber als im Kindbett, an einer Lungentzündung oder einem Blinddarmdurchbruch zu sterben. In einer früheren Zeit wäre ich vielleicht mit vier Jahren an Masern oder einer Folgeerkrankung gestorben. Das wäre vielleicht auch Schirrmacher und ein paar anderen hier erwähnten oder diskutierenden Personen passiert und diese ganze Diskussion würde nicht stattfinden...
Seit einiger Zeit schenke ich dieser seltsamen Internet-Diskussion keine Beachtung mehr. Weil sie nicht relevant ist, dafür, wie ich das Internet nutze und was es mir nützt, was es mit meinem Leben macht und wie ich damit mein Leben gestalte. Ich lese viel, ich schreibe, ich nutze facebook, twitter, ebay, ich chatte und schreibe Mails. Viel mehr Dinge ließen sich aber aufzählen, die ich nicht im Netz tue, obwohl sie dort weit verbreitet sind. "Ich denke, diese „Jetzigkeit“ ist nur eine von vielen Dimensionen des Internets." Eben. Gelernter reiht Fetzen aneinander aber kommt nicht darauf, was das Netz für die Menschen bedeutet. Vielleicht weil es für jeden was anderes bedeutet. Weil sich nicht in einem einzigen Artikel erschöpfend behandeln lässt, was "das Internet" mit "uns" macht. Weil es unendlich viele Sachen mit der Gesellschaft und jedem Menschen macht. Die verzweifelte Suche solcher Autoren nach der "richtigen" Interpretation der Jetztzeit oder der "richtigen" (und trotzdem unendlich aufregenden) Zukunftsprognose macht mich inzwischen müde.
Ich möchte hier Bedenken einbringen, die ich für grundsätzlicher halte als das Abwägen von vermeintlichem Nutzen gegen vermeintlichen Schaden. Erbsenzählerei. Was man gemeinhin Technologie, auch tech...
Den Gedanken mit dem Schießpulver finde ich interessant. Aber das Internet (und vielen anderen Erfindungen) erscheint mir ungleich komplexer. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen kann ich nicht als Erbsenzählerei betrachten, sondern (im Idealfall) als sachliche, differenzierte Auseinandersetzung. Wie soll man denn sonst überprüfen, ob etwas sinnvoll ist??? Außerdem weiß ich nicht, ob es in den genannten Kulturen tatsächlich keinen gesellschaftlichen Wandel gab (nur weil sie es nicht aufgeschrieben haben), ganz zu schweigen, ob dort "alles besser" war. Offenheit für Neues als Problem für die gesellschaftliche Entwicklung darzustellen erscheint mir zweifelhaft. Dann müsste man ja im Grunde einen Großteil der Entwicklungen der letzten Jahrhunderte als Problem betrachten - trotzdem leben heute so viele Menschen so gesund und so lange wie nie zuvor. Ist das nicht ein gewisser Fortschritt? Klar haben sie dabei auch Probleme verursacht, aber bisher auch immer wieder soweit gelöst, dass das Überleben der Menschheit nicht gefährdet wurde. Von Fehlern, die im Grunde positive Entwicklungen begleiten, würde ich nicht sprechen. Sondern von sehr komplexen Veränderungen, die unendlich viele Vor- und Nachteile haben, oft nur eine Frage der Perspektive. Eben Entwicklung. Es gibt keine "natürliche" und "gute" Lebensform der Menschen, Gesellschaften verändern sich immer.
Ich bin absolut dafür. Aber ich bin überzeugt, dass das demokratische System bei uns noch nicht so optimal ist und dass dringend Verbesserungen nötig sind. Wenn ich mir anschaue, dass unser Bundeskabinett nicht nach Kompetenz besetzt wird, sonder nach diffusen Machtregeln, dass politische Entscheidungen extrem kurzsichtig getroffen werden und dass die meisten Menschen sich nicht mit Politik befassen, finde ich, dass wir das alles nochmal überdenken müssen. Eine Stimme bei einer Abstimmung reicht nicht, es muss viel mehr Möglichkeiten geben, sich einzubringen und auseinanderzusetzen, damit die Leute den Sinn sehen und aktiv werden.
"I arise in the morning torn between a desire to improve the world and a desire to enjoy the world. This makes it hard to plan the day." ~Elwyn Brooks White