Das hier ist ein Hintergund-Text zur Kurzfassung meiner Diplomarbeit.
Elternbildung ist organisiertes Lernen für Eltern – in Form von Kursen, Ratgebern, Internetseiten oder Radio- und Fernsehbeiträgen. In der Regel liegt ihnen ein humanistisches Menschenbild zugrunde. Es wird davon ausgegangen, dass hinter kindlichem Fehlverhalten legitime Bedürfnisse stecken, die es zu verstehen gilt (davon weichen behavoristische Ansätze, z.B. Triple P und Super Nanny ab, diese werden in der Fachwelt kritisch gesehen).
Folgende Inhalte sind bei den meisten Kursen üblich:
Bei der theoretischen Einordnung aber auch bei den anbietenden Einrichtungen und der Finanzierung gibt es Überschneidungen zwischen Erwachsenenbildung und Jugendhilfe/Fürsorge. Elternbildung wird beiden Bereichen zugeordnet.
In den letzten Jahren ist der Markt für Elternbildung von zertifizierten und zum Teil privatwirtschaftlichen Anbietern stetig gewachsen. Zudem wurde die öffentliche Finanzierung gekürzt. Beides setzt traditionelle Mitarbeiterinnen von Familienbildungsstätten und Bildungswerke der Kirchen unter Druck, ebenfalls die teuren Trainerausbildungen zu machen und kostenpflichtige Kurse anzubieten.
Neben den gestiegenen Kosten bestehen für sozial benachteiligte Familien aber weitere zahlreiche Zugangsbarrieren. Damit habe ich mich in meiner Arbeit beschäftigt.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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