142
]

Der Terrorismus-Experte Rolf Tophoven in einem Interview, am Tag danach:".....ist zwar noch offen, aber es deutet sehr viel auf militante ISLAMISTEN hin".
Nicht nur er, auch alle anderen Medien waren der gleichen Meinung. Schon am gleichen Tag hieß es in vielen verschiedenen Sendern dieses Landes "Islamischer
Fundamentalismus, Islamischer Terror, Islamischer Hassprediger...". Der Moslem war es, er ist schuld an dem Massaker!
Nun wissen wir das der Norweger Anders Behring Breivik, weder ein Moslem noch ein Jude war. Er war ohne Zweifel ein Christ.
Die Super-Manipulierer dieses Landes, die Supersender und ihre Experten spekulierten plötzlich, ob er denn ein Nazi wäre, ein Rechtsradikaler. Denn man wollte es nicht wahrhaben, ein christlicher Fundamentalist? Das passt ja so gar nicht in das aufgeklärte Europa. Fundamentalismus gibt es nur bei den Moslems, ein Christ macht so etwas nicht.
Andere waren der Meinung, dass es an den Computerspielen liegen könnte, man suchte verzweifelt nach einer Entschuldigung.
Fakt ist, dass dieser Mann ein christlicher Fundamentalist war, der sich als Kreuzritter verstand und die Meinung vertrat, das Muslime eine Krankheit wären.
76 Unschuldige Menschen hat er kaltblütig ermordet im Namen seiner Religion. Er war ein Fan von Geerd Wilders, und zitierte in seinem 1500 seitigem Manifest
Sarrazin, Necla Kelek, Broder und all die anderen selbsternannten Islamkritiker.
Und vergessen wir bitte nicht das er eine "schleichende Islamisierung Europas" als Grund für seine Tat angab. Seine nähe zu der Website" Politically Incorrect" sollte hier auch noch einmal erwähnt werden.
Nun nennt man ihn einen Psychopath. Warum eigentlich? Warum nennt man die Tat nicht beim Namen. Er ist ein christlicher Fundamentalist und seine Lehrmeister sind genau jene die ihn mit diesem Hass gefüttert haben. Die Islamkritiker dieses Landes. Sarrazin und co lässt grüßen. Ich habe mehrmals davor gewarnt das genau so etwas eines Tages passieren könnte.
Sarrazin, Necla Kelek, Giordino, Geerd Wilders und all die anderen sind Hassprediger! Genau wie die muslimischen Hassprediger dienen sie nur dem einen Zweck.
Den Hass auf andersgläubige oder andersdenkende zu feuern. Sie waren des Norwegers Prediger und er der Handlanger. So einfach ist das zu erklären!
Er sah sich in der Tradition der Kreuzritter.
Ohne Zweifel haben diese selbsternannten Apostel dazu beigetragen. Sie und ihresgleichen waren die geistigen Attentäter und sie waren es die dem Funken des Hasses gezündet haben.
Ich habe schon vor Monaten gefragt, wer denn nun die Schuld auf sich nehmen wird wenn es zu einem Attentat kommen würde. Denn ich war davon überzeugt dass dieser Tag kommen wird. Wenn mehrere Nationen anfangen, ihre inkompetenten Fehler auf den Rücken anderer abzuladen, dann wird es nicht lange
auf sich warten lassen, bis auch die ersten kranken Köpfe ihre Waffen nehmen und Jagd auf Menschen machen. Ganz Europa ist schuld an diesem Massaker.
Ausgenommen jene die von Anfang an davor gewarnt und immer wieder zu Vernunft gerufen haben.
Seien wir mal ehrlich, kann irgendjemand garantieren das so etwas nie wieder passiert? Oder kann jemand garantieren das es nicht schlimmer wird? Und seien wir
doch mal ehrlich, haben wir es wirklich nicht kommen sehen?
Ich muss zugeben, das ich mich hingekniet und Gott gedankt habe das es kein Moslem war der diese abscheulichen Taten begangen hat. Wäre er ein muslimischer
Fundamentalist gewesen , dann hätten die Sarrazins, Borders, Keleks dieser Nation ganz andere Töne von sich gegeben. Er ist ein christlicher Fundamentalist
der die Muslime hassen gelernt hat. Was wäre eigentlich wenn die Muslime nun einen Christentumkritiker an den Start bringen und argumentieren würden "Das ja
eigentlich die Bibel und Jesus daran schuld hätte, da ja die Bibel voll von Grausamkeiten wäre" . Vielleicht sollten die Muslime nun die Meinung vertreten, das man alle gläubigen Christen schärfer kontrollieren müsste, da sie ja alle potenzielle Terroristen sein könnten. Wie finden sie eigentlich den Gedanken?
Ich finde die Idee phänomenal!
Und wie fühlen sie sich jetzt? Immerhin ist es ein christlicher Fundamentalist gewesen der diesen Terroranschlag verübt hat. Wie fühlen sie sich wenn ein Moslem sie darauf anspricht?
Sind sie beschämt? Würden sie sich am liebsten in ein Loch verkriechen? Schimpfen sie innerlich das dieser Norweger ihre Religion für seine abscheulichen Taten missbraucht hat?
Gut...! Denn nun wissen sie wie sich ein Moslem fühlt, wenn man ihn mit den Terroranschlägen konfrontiert und die Meinung vertritt dass jeder Moslem eine
potenzielle Gefahr in sich tragen würde, da ja der Islam schuld an den Anschlägen wäre.
Das würde dann aber bedeuten, das sie die Mitschuld an dem Massaker in Norwegen tragen! Denn es ist ja ihre Religion. Ohne Christentum hätte dieser Norweger ja
niemals diese Tat verübt, daher trägt die Schuld jeder Christ.
Kein schöner Gedanke, oder..?
Vielleicht verstehen sie wie Menschen sich fühlen, wenn man ihre Religion für Terroranschläge missbraucht. Vielleicht dämmert es ihnen zum erstenmal ein das weder die Bibel noch der Koran schuld daran tragen das eine kranke Seele andere Menschen im Namen seines Gottes hinrichtet. Denn nichts anderes hat dieser Norweger getan!
Und nun...? Wollen wir weiter unsere Religionen dafür verantwortlich machen oder wollen wir endlich anfangen die Probleme genau dort anzupacken wo ihre Wurzeln liegen?
Traurig ist nur das 76 Menschen ihr Leben lassen mussten damit man merkt das der Terrorismus keine Religion hat.
Nun haben sie sich nicht so, natürlich war es Terrorismus und dieser Norweger war ein Christentum fanatiker, ein Fundamentalist.Nennen sie es ruhig beim Namen!
Mustafa Celebi
|
|
Der Attentäter -irgendwo - gelesen, sei ein "Extremist der Mitte" und die (hierzulande) verrohende, bildungsbürgerliche Mittelschicht, nicht nur die im Blog bebilderten muss sich fragen lassen, wo ihr Anteil an einer zumindest passiven Tatbeteiligung liegt.
"Der Extremismus der Mitte", bereits in den 1950ern von Seymour Martin Lipset analysiert und Faschismus als (eine) typische Mittelschichtbewegung erkannt. Erfahrungen im Bekanntenkreis (natürlich der bekannte Einzelfall...) gehen genau in diese Richtung, schaffen den Rekurs von der Theorie zur Praxis. Das "Versagen der Medien", der hofberichterstattenden Massenmedien, der sog. vierten Gewalt ist das im Grunde tragische und Gefährliche an der ablaufenden Entwicklung. Und die Krokodilstränen absondernde Eventkultur lediglich der wirtschaftsliberale Ausdruck des Verwertens; inhaltlich ist es ernster, fundamentaler, fanatischer; wohl auch in der Breite. www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-07/medien-norwegen-breivik |
|
|
@ Muhabbetci, zu Deinen rhetorischen Fragen:
Und wie fühlen sie sich jetzt? Immerhin ist es ein christlicher Fundamentalist gewesen der diesen Terroranschlag verübt hat. Wie fühlen sie sich wenn ein Moslem sie darauf anspricht? Sind sie beschämt? Würden sie sich am liebsten in ein Loch verkriechen? Schimpfen sie innerlich das dieser Norweger ihre Religion für seine abscheulichen Taten missbraucht hat? Als nichtreligiöser Mensch bin ich so überrascht nicht, weil diese Glaubensangelegenheiten, die fundamentalen "Erkenntnis"-Voraussetzungen für die theologisch affizierten Menschen sind. Zwischen Liberalität, die dem sog. toleranten Gläubigen zugemessen wird, und Desinteresse am aktiven gläubigen Leben, das wohl häufiger vorkommt als die theologischen Funktionäre wahrhaben wollen, sollte hier schon differenziert werden. Diejenigen, die sich vehement und emotional zu Wort melden, wie im hier vorliegenden Blog, und davon berichten, sich niedergekniet und Gott, also in diesem Fall Allah, gedankt hätten, dass das Attentat ein Christ und nicht ein Moslem begangen hat, unterscheiden sich von denen, die sie anklagen nicht so deutlich wie sie glauben. |
|
|
Dem wollte ich mich anschließen! Als ebenfalls kaum religiöser Mensch (bestenfalls im absolut Privaten) sind mir religiöse Fundamentalisten jedweder Couleur, Allwissende und Unfehlbare bis hin zu deren Institutionen, dem Korpsgeist der Funktionäre, der Mitläufer und dem allfälligen, medialen Beiwerk mehr als suspekt.
|
|
|
Achtermann schrieb am 28.07.2011 um 08:38
Diejenigen, die sich vehement und emotional zu Wort melden, wie im hier vorliegenden Blog, und davon berichten, sich niedergekniet und Gott, also in diesem Fall Allah, gedankt hätten, dass das Attentat ein Christ und nicht ein Moslem begangen hat, unterscheiden sich von denen, die sie anklagen nicht so deutlich wie sie glauben. Nun, antireligiöse Eiferer wie Sie, Achtermann, die sich hinter "sachlichen" Argumenten manchmal zu verbergen suchen, sollten dann vielleicht öfter auch einmal selbstkritisch sein. Wenn Sie Muhabettcis Blogtext aufmerksamer geslesen hätten sollten Sie z.B. seinem Satz "Traurig ist nur das 76 Menschen ihr Leben lassen mussten damit man merkt das der Terrorismus keine Religion hat." entnehmen können, dass der Autor gerade von der religiös orientierten Diskussion - von der ihm oft unterstellten "Missionierung" - gerade wegkommen will zu einem politisch-ökonomisch-kulturellen Deutungsrahmen. Sein Gebet sollten Sie genau da lassen, wo sie es sonst (angeblich) immer hin haben wollen: Im privaten Raum, wo es Dankbarkeit dem eigenene Gott gegenüberausdrückt. Nicht nebenbei: Einem Menschen das Gebet vorzuwwerfen offenbart mir mehr Intoleranz als Sie, achtermann, behaupten, zu haben. |
|
|
Den "privaten Raum" für Religiösität hatte ich weiter oben ein Stück weit auch für mich reklamiert. Nur dort und ohne jegliche, instrumentalisierende Institution ist Religion zu akzeptieren, zu tolerieren; ist dabei ohne missionierenden Eifer anzusiedeln.
|
|
|
wer mal in des "fundamentalistischen christen" manifest reinguckt, wird schnell feststellen, dass sein "christentum" auf das an ordnung/en (die er wiederhaben will) reduziert ist, was monotheismus in jeder form und farbe ausmacht. genau die ordnung/en, an die auch ausgewiesene anti-klerikale ihr herz hängen, und zwar völlig egal, ob sie dies in mehr oder weniger prononcierter machistischer art tun.
ein merkmal dieser ordnung ist übrigens, dass sie nicht in der lage sind, zwischen glaube, religion, theologie und klerus zu unterscheiden. |
|
|
@Achtermann 08:38
Ich stimme dir zu und hoffe, dass sein Gott (Allah) ihm die Ohren lang ziehen wird. |
|
|
@ koslowski schrieb am 28.07.2011 um 16:12
" ...und hoffe, dass sein Gott (Allah) ihm die Ohren lang ziehen wird.">/i> Dazu Sind Sie aber nicht zum Gebet auf die Knie gegangen, oder? |
|
|
@Achtermann schrieb am 28.07.2011 um 08:38
Oh ja, ich habe mich hingekniet und Gott gedankt das es nicht einer war der unter dem Deckmantel des Islams diese abscheuliche Tat begang. Nichts das etwas ändert an der Tat, wer es auch getan hätte, er wäre verabscheungswürdig. Doch weiss ich sehr genau wie die Medien und die Menschen in diesem Land aufgesprungen wären und seien wir doch mal ehrlich, hätte sie genau so argumentiert wie jetzt? Wären sie nicht einer von denen die den Islam kritisiert hätten und Oslo als Rechtfertigung für die Ausweisung bestimmter Gruppen verlangt hätten? Ich glaube schon. Und spätestens im zweiten Kommentar wäre das Unwort "Integration" gefallen. Schade ist nur das es über 70 Menschenleben kosten musste, damit viele merken das Fundamentalismus keine Religion kennt. Noch trauriger finde ich die Tatsache, dass es Menschen gibt, die diese abscheuliche Tat herunterspielen... Ich tippe auf Scham, wie sie sich das erklären wollen, das mag ihre Sicht der Dinge sein... |
|
|
@ koslowski schrieb am 28.07.2011 um 16:12
Ich muss noch überlegen ob ich was dazu schreibe... Nee ich passe... |
|
|
@ Uwe Theel schrieb am 28.07.2011 um 14:15
Hut ab Uwe und danke. Sehr gut auf den Punkt gebracht. |
|
|
Finde ich einfach gut. Das zeugt von tiefer Menschlichkeit und Mitgefühl.
Da sterben über 100 Menschen, und seine erste Sorge ist: hoffentlich waren das keine Moslems. Ja, hatten Sie den Grund zu solch einer Befürchtung ? Aber so ist es natürlich viel besser. Wie lange hat es gedauert, bis Sie etwas Mitgefühl für die Opfer hatten ? Obwohl es so ja eigentlich richtig gut ist, gell ? |
|
|
Und wenn es Moslems gewesen wären, dann wäre der Schaden nicht der Tod der Menschen gewesen, sondern viel schlimmer: das Image des Islans.
Das wär ja echt scheiße gewesen, was ? |
|
|
@Richard der Hayek schrieb am 28.07.2011 um 20:36
Was ist der Unterschied zwischen Kritik und Vorurteil? Vorurteile sind ein vorgefasstes Urteil, welches nicht auf seine Richtigkeit überprüft wird und die meist negativ besetzt sind. Kritik ist beinhaltet keinen Urteil sondern den Versuch etwas zum Positiven zu verbessern. Oder wie Konfizius gesagt haben soll. "Beklage dich nicht über die Dunkelheit, zünde eine Kerze an!". Mehr Worte bedarf es nicht... |
|
|
Der allahwerteste Muhabetecci kocht mit dem Massaker sein gewohnt fades Süppchen ... :
"Ich habe mehrmals davor gewarnt das genau so etwas eines Tages passieren könnte. ... So einfach ist das zu erklären! ... Ohne Zweifel haben diese selbsternannten Apostel dazu beigetragen ... Ich habe schon vor Monaten gefragt, wer denn nun die Schuld auf sich nehmen wird wenn es zu einem Attentat kommen würde. Denn ich war davon überzeugt dass dieser Tag kommen wird. ... Ganz Europa ist schuld an diesem Massaker. ( Vorurteile sind ein vorgefasstes Urteil, welches nicht auf seine Richtigkeit überprüft wird und die meist negativ besetzt sind. Muhabbetci an Richard der Hayek) ... Und seien wir doch mal ehrlich( ausnahmsweise? b2bm), haben wir es wirklich nicht kommen sehen? ... Ich muss zugeben, das ich mich hingekniet und Gott gedankt habe das es kein Moslem war der diese abscheulichen Taten begangen hat." ... und zeigt wie man sich beim Knien ins Knie schießen kann. |
|
|
@born2bmild schrieb am 28.07.2011 um 20:58
Sollte die Zerstückelung und Entstellung von Muhabbetcis Beitrag, als hermeneutischer Versuch angesehen werden ? Deutung verfehlt, würde ich sagen. |
|
|
Sehr verehrte Nil, was würde Herr Wilber zu so etwas sagen ?
|
|
|
Lieber Richard, ich weis es nicht. Ich habe nicht mit ihm gesprochen.
|
|
|
@Uwe Theel 19:06
Nein, ich habe lange nicht mehr gebetet und noch nie im Knien. M. mag beten, wie er will und darüber der Öffentlichkeit berichten; ich finde es degoutant, dem Gott, an den auch die Christen glauben, dafür zu danken, dass der Massenmörder nicht aus der eigenen, sondern der anderen Fraktion der Gottgläubigen kommt. |
|
|
koslowski schrieb am 28.07.2011 um 21:26
Nach den Ereignissen 11/09, nach 11 Jahre subtiler und offener Anfeindungen gegenüber dem Islam, ist das doch wirklich nicht schwer zu verstehen ? |
|
|
@ koslowski am 28.07.2011 um 21:26
Geehrter Koslowski, ich will das hier alles nicht mehr dramatisieren, als der Ernst der Sache es gebietet. Wenn Sie den gemeinsmen Gpott indirekt bitten, doch dem Muhabettci die Ohren lang zu ziehen, dann ist das nicht dramatisch, wohl aber ist es die Hoffnung auf eine Tat Gottes, so unwahrscheinlich es ihnen auch ist, dass diese Tat eintreten wird. - Wieviele Bitten oder Hoffnungen an Gott haben Sie statt dessen nicht geäußert? (Ich gehe davon aus, daß Ihr Gedanke nicht nur "rhetorischer" Art war). Genauso: Warum sollten wir, RdH tut es explizit, annehmen, dass der Dank über die Tatsache, dass Breivik kein Muslim war, die Trauer über 76 Opfer ausschlösse? Muhabettci hat ausgesprochen politisch und wenig persönlich oder religiös/theologisch argumentiert, sieht man von seinem nur mehr persönlichen Zeugnis ab, was er alles befürchtet, vorhergesehen habe. Eine Offenbarung, die vielleicht nicht sehr vornehm, aber immerhin ehrlich und menschlich verständlich ist. Dies sollte in der Diskussion hier keine negative Rolle spielen. Muhabettci arbeitet sich in dieser Community an nicht wenigem ab, bei sich und bei anderen und erscheint mir da beweglicher als mancher andere. Wir sind hier nicht da, um uns alle zu verbrüdern, Davor ist erst mal das verstehen (wollen) gesetzt. Man wird sehen. mfg ut |
|
|
@Theel
beweglich ist ein treffendes Wort, das beschreibt es genau. Beweglich ist er schon, findet immer wieder neue Lücken. |
|
|
@ Richard der Hayek schrieb am 28.07.2011 um 22:01
"Beweglich ist er schon, findet immer wieder neue Lücken. Dann stellt sich die Frage, wer ihm diese Lücken (welche?) warum läßt? |
|
|
Habe Labertasche Tophoven zufällig auch gesehen und mich gewundert was er da absondert.
Henryk M. Broder ist für Panzerlieferung nach Saudi-Arabien (hat er mir gemailt - siehe alter Blog von mir). Er ist für Unterdrückung pur (totalitäre liberale Versklavung). Gruß |
|
|
Genau dies sind die formellen, mehr noch die informellen Koalitionen, welche man mit gruseliger Faszination verfolgen darf. Mein Beispiel dabei, beinahe eine Schlüsselszene aus einer filmischen Dokumentation (OmU) und sehr aktuell:
Diese Gespräche von Robert-Jay Lifton mit ehemaligen KZ-Ärzten, von denen einer und jenseits jeglichem Unrechtsbewußtsein sofort wieder "losmachen" wollte, diesmal mit den Israelis (ggf. den Zionisten) und nun gegen die Araber; "mit" denen also, deren Vorfahren er als Arzt Jahrzehnte zuvor dem industriellen Massenmord unterzogen hatte. Und auch "im Kleinen" gibt es da ähnliche Koalitionen... |
|
|
@Soziale Freiheit schrieb am 28.07.2011 um 12:59
Man dachte wirklich das es Al-Qaida und co gewesen wäre, nicht das ich es diesen Spinnern nicht zutrauen würde, aber diesmal waren sie es nicht. Ich stimme ihnen völlig zu. |
|
|
Ich kann dich sehr gut verstehen. Was die armen muslimischen Menschen (vor allem männliche) die letzten elf Jahre alles durchgemacht haben wegen solchen Terroristen ist schon wirklich sehr sehr schlimm. Seelische Folter könnte man dazu auch sagen.
|
|
|
@Nil, koslowski,
und auch wenn´s schwer fällt: da schreibt einer von Scham, von der Scham, die er selbst empfunden hat, wenn es mal wieder hieß, im Namen seiner Religion sei... Und diese Scham wirft er - verletzt - auf die zurück, die ihn in Verantwortung zu ziehen versuchten für Dinge, mit denen er selbst nichts, aber auch garnichts zu tun hat. Sind Sie nicht in der Lage, das zu sehen? Es ist doch genau die Schuldfrage, der jeder Muslime, ob gläubig oder nicht, sich Tag für Tag in allen Medien gegenübergestellt sieht, bis hin zu den ersten Allgemeinverdächtigungen nach den Taten in Norwegen. Dieses sich angegriffen fühlen: Sie kennen das doch offensichtlich, sonst wären Ihre Reaktionen sicher anders. Wieso also dieses Aufrechnen, dieser Hass, der sich aus dem Nichts nährt? Wäre nicht die angemessene Antwort, auch im Gedenken an die Opfer in Norwegen, ein diesem pauschalen Schuldzuweisen entgegengesetztes Handeln? Keine Entschuldigung, aber doch so etwas wie ein Eingeständnis, daß Menschen überall nur Menschen sind? Und das Verletzungen besser heilen, wenn man die Wunden nicht stets aufs Neue mit Zangen aufzuhalten versucht? Es ist keine Freundschaft vonnöten, um sich jemandem gegenüber fair zu verhalten, und Höflichkeit ist eine friedensschaffende Maßnahme. Wir haben halt nur diesen einen Planeten, und wir alle müssen lernen, ihn zu teilen. Als Mitglied einer Gesellschaft, die täglich tausendfachen Blutzoll für ihre "lebensnotwendigen" Rohstoffe und Konsumgüter fordert, sollte diese Fairness möglich sein, auch wenn sie noch so schwer fällt. Hier werden Löhne gesichert, indem die saudische "Demokratie" mit Panzern unterstützt wird, während sich die hiesige Gesellschaft immer mehr als undemokratisch offenbart. Ich empfinde tatsächlich so etwas wie Scham, obwohl ich ganz sicher kein Christ bin. Und dementsprechend fühle ich mich durch Muhabbetcis Blog nicht im geringsten beleidigt. Ich muß nicht Recht haben und niemandem die Ohren langziehen - ich will nur leben... In diesem Sinne beste Grüße, carl |
|
|
@Carlfatal
Sie müssen mich wohl mit Achtermann und Koslowski verwechseln ? Ich teile Ihre Ansicht und schrieb an Muhabbetci: [ 1 ] nil schrieb am 28.07.2011 um 13:18 Ich kann dich sehr gut verstehen. Was die armen muslimischen Menschen (vor allem männliche) die letzten elf Jahre alles durchgemacht haben wegen solchen Terroristen ist schon wirklich sehr sehr schlimm. Seelische Folter könnte man dazu auch sagen. |
|
|
@nil,
ich hatte Ihren Beitrag irrtümlicherweise als ironische Replik verstanden. Dafür entschuldige ich mich gerne. Beste Grüße, carl |
|
|
Ja, @carlfatal, aber in dem Falle wäre @nil zu bestätigen, deren sonstigen Einlassungen zur (auch erweiterten) Thematik sind dahingehend und in der Regel sehr eindeutig und klar.
Ok, die en passant immer mal kolportierte Esoterik der "integralen Theorie" sollte man abkönnen, vielleicht als "nice to have" nicht überbewerten. Ich mag das, ein offenes, konsequentes Bekennen; brauche auch dahingehend keine Denkvorgaben. Der dahinter stehende Fundamentalismus ist aus meiner Sicht sehr begrenzt. So what... |
|
|
@Carlfatal
Ich meine es aber bitter ernst! Und schon gut, es gibt manchmal die eigenartigsten Missverständnisse. Gruß zurück... |
|
|
@nil schrieb am 28.07.2011 um 13:18
Danke, und ich bin überzeugt das Carlfatal nur einem Missverständniss unterlag. ;) |
|
|
@ carlfatal schrieb am 28.07.2011 um 17:39
Sie reden mir aus der Seele, carlfatal. Und ihre deduktion der Dinge ist einfach nur Super. Danke:) |
|
|
@carlfatal 17:39
M. hat mich nicht beleidigt, ich will ihm nicht die Ohren lang ziehen und seine Erleichterung, dass es diesmal kein Islamist war, verstehe ich. Aber Gott danken, dass der Mörder aus der anderen Fraktion der Gottgläubigen kommt? Wenn ich mit Gott spräche, fragte ich ihn, warum einer, der so etwas tut, sich auf seinen Glauben zu ihm berufen kann. |
|
|
@koslowsi,
was ist Rationalität? Muhabbetci hat emotional reagiert, und es mag Situationen im Leben eines jeden Menschen geben, in denen man - nach einer großen Anzahl von Angriffen auf das eigene Selbstverständnis - emotional reagiert. Es gibt auch leider keine andere Fraktion bei den Gottgläubigen: es gibt seit der frühen Antike nachweisbar nur Zweifler und Gläubige. Welcher Gott also sollte welchem Gläubigen die Ohren langziehen? Und noch eine Frage: was ist Rationalität? Ich habe eine ausgemachte Vorliebe für Konstrukte, aber Wahrheit werden sie dadurch auch nicht. Ich spare mir also entsprechende Urteile und versuche meinem Gegenüber mit Repekt zu begegnen, selbst wenn ich nichts verstehe. Kommunikation ist ohnehin schon das Schwierigste, was ich kenne. Und zwischen Freundschaft und Feindschaft liegen solche Weiten und Grauzonen: da bleibe ich im Zweifel lieber höflich: hab ich´s doch noch immer mit Menschen zu tun, die möglicherweise weniger einfältig sind als ich. Und ich habe eben nicht mal die Möglichkeit, mit MEINEM Gott zu sprechen, um mich abzusichern: der ist schon so lang tot... Beste Grüße nach Norden, carl |
|
|
Schön Ihre Tiraden wieder zu lesen, Herr Muhabbetci.
Wie Sie mit traumwandlerischer Sicherheit erkennen, daß diese Untat dieses Christen nicht auf mangelnde etymologische Kenntnis beruhen, beeindruckt mächtig. Haben Sie sich wirklich geschämt, als die Bomben in Spanien explodierten ? Haben Sie sich wirklich geschämt, als der Salafist vor kurzem auf dem Münchner Flughafen die beiden amerikanischen Soldaten ermordete ? Oder haben Sie nicht eher an die vielen christlichen, westlichen, amerikanischen und sonstigen Untaten gedacht, die die bedauernswerten Moslems andauernd aushalten müssen, vor allem die Männer, wie Nil treffend bemerkt ? Aber wieso soll ich mich für die Taten eines Menschen schämen, den ich nie kannte, nur weil er auch aus Europa kommt und auch Christ ist ? Aber Sie wissen sicherlich Gründe dafür, unwiederliegliche, und Sie können sich des stürmischen Applauses diverser Kommentare sicher sein. Genießen Sie diese Zeit ihres Triumphes, schlachten Sie alles aus, was gerade geht, und freuen Sie sich ob der vielen Zustimmung. Ich gönne es Ihnen. Jeder soll das bekommen, was er braucht. |
|
|
@Richard
Warum wirst du gleich wieder so ausfallend ? Muhabbetci hat die seelische Gefühlslage der Islamischen Gesellschaft sehr gut dargestellt. Die letzten 11 Jahre waren alles andere als angenehm, das liegt ja wohl auf der Hand, oder ? Jemand der auch nur ein kleines bißchen emotionale und moralische Intelliganz besitzt, muß das doch leicht erkennen können. Aber auch nach diesen aktuellen schrecklichen Taten in Norwegen, bist du komplett uneinsichtig ? So sollten wir nicht miteinander umgehen finde ich. |
|
|
@Richard der Hayek schrieb am 28.07.2011 um 19:50
Sehen sie Herr Hayek, dies ist der Unterschied zwischen ihnen und mir. Ich verabscheue jegliche Gewalt, egal von wem sie begangen wurde. Niemand hat das Recht einen anderen zu töten, es sei denn Notwehr. Und ja, ich habe mich geschämt mit Al-Qaida und Taliban die gleiche Religion teilen zu müssen. Ja, ich mag die Salafisten ganz und gar nicht. Das wüssten sie wenn sie sehen würden was so alles im Facebook abgeht. Ich applaudiere keinen Mord. Wenn irgendwelche Fundamentalisten unter dem Deckmantel des Islams andere Menschen töten, dann sage ich klar und deutlich, dass diese Menschen garantiert keine Muslime sind. Lassen sie es mich beim Namen nennen. "Es sind Mörder" Mörder haben keine Religion. Fanatiker haben keine Religion, Fundamentalisten haben keine Religion. Hass, hat keine Religion. Sie mögen sich für den Norweger nicht schämen oder Gedanken machen, ich mache mir schon Gedanken. Ich frage mich, ob nicht auch bestimmte Gruppen dazu beigetragen haben. Sehen sie, das ist der feine Unterschied zwischen ihnen und mir. |
|
|
Außer wenn man sich in einem Film wie Tal der Wölfe ansehen kann, wie edle Moslems böse Juden reihenweise abmurksen.
Da macht es schon wieder Spaß, aber das ist ja was ganz was anderes. |
|
|
@Richard
Höre doch bitte mal auf, Film und Wirklichkeit mit einander zu verwechseln. Du bist doch kein kleines Kind mehr ? Oder ? Wenn du die islamische Religion haßt, ist das dein Recht, aber beläßtige doch Muhabbetci nicht dauernd damit ? Das geht doch nicht. Das solltest du doch mal endlich bemerken ? |
|
|
Ich bin Christ und hasse keine Religion und keine Menschen.
|
|
|
Aber, @RdH, warum schämen Sie sich dann nicht auch für Ihren Glaubensgenossen in Oslo?
Von anderen verlangen sie das doch auch. Oder ist Schamgefühl reserviert für Muslime? Ich bin kein Christ, trotzdem empfinde ich Scham, wenn Menschen, egal aus welchem Grund, Unmenschliches tun. Ich schäme mich, weil diese Grausamkeit ein Teil von uns allen ist, auch von mir. Mit Schuldzuweisungen verringere ich da garnichts. Aber wie ich schon weiter oben gesagt habe: Kommunikation ist unendlich schwierig, und jeder Mensch spricht auch noch in seiner eigenen Sprache und besitzt seine eigene Begriffswelt. Ohne den Versuch, aufeinander zuzugehen, bleibt Sprache Gelalle im leeren Raum, eine Aneiinanderreihung von Lauten und Geräuschen, unverständich für jeden außer den Sprecher selber. |
|
|
Nun Richard, Muhab. verteidigt sich als Moslem, sie tun das als Christ. Denken Sie nicht, dass Sie beide da zunächst so viel trennen würde. In der Tendenz haben Sie jedoch den weitaus aggressiveren Ton.
Über Muhab. wahre Absichten würde ich nicht mit so einer Selbstverständlichkeit urteilen. Er sucht zwar auch hier wieder die Herausforderung und den Vergleich mit "Christen" - bietet aber immerhin an, dass keine Religion als ganze als "terroristisch" abgestempelt werden muss. Aus seiner Perspektive weist er daraufhin, dass er als Moslem nicht gleich als Terrorist verstanden werden möchte. "Terrorismus hat keine Religion" ist gar kein so schlechter Satz. Versuchen Sie doch mal, ein solchen Ball aufzunehmen und daran entlang zu diskutieren. Wissen Sie wirklich so genau, was Muhab. meint, wenn er seiner Erleichterung darüber Ausdruck gibt, dass es in Oslo keine Moslems waren? |
|
|
@Richard der Hayek schrieb am 28.07.2011 um 21:05
Und ich bin ein Moslem, hasse keine Religion oder auch keine Menschen... |
|
|
@Richard der Hayek schrieb am 28.07.2011 um 20:49
Nur weil ich die Passion Christi gesehen habe und auch gut finde, bin ich doch noch lange kein Christ geworden, oder? |
|
|
@carlfatel
Ich veralange von keinm Muslim sich zu schämen, was andere Muslims tun. Ich verlange von keinem Menschen, sich für andere zu schämen. So etwas zu verlangen ist kompletter Quatsch. Hat irgendein Muslim 9/11 oder sonst irgendeinen islamischen Anschlag verurteilt ? Irgendeine islamische Regierung ? Gibt es irgendeinen Muslim, der die Haßprediger öffentlich verurteilt, oder in trautem Kreis ? Sie geben allgemeine Lippenbekenntnisse, sie verurteilen Gewalt, aber daß sie konkret sagen, sie verurteilen die Sauerland-Attentäter, bzw deren Versuch ? Wenn die Polizei die nicht erwischt hätte, hätten die genauso gemordet wie der breivik. Und diverse islamische Attentäter haben so gemordet, und in Afrika bringen sie die Schwarzen um die Ecke, gnadenlos, um an die Bodenschätze ranzukommen: alles im Naman Allahs. Gibt es irgeneeine islamische Organisation, die die Selbstmordattentäter als Terroristen verurteilt ? In arabischen Ländern gelten die tatsächlich als Märtyerr, starben und mordeten für die gerechte islamisch Sache. Und kein Islam auf der ganzen Welt sagt was. Sie beten hier ihre unverbindlichen Friedlichkeiten heruner, tun sie etwas, damit da was anders wird ? Sie sagen, sie halten nichts von Pierre Vogel. Was kümmert das den und seine Anhänger ? Sie sagen, das wäre kein Islam, das ist aber Islam, das ist einers der vielen Gesichter des Islam, und Sie haben weder die Macht noch die Berechtigung, ihn zu exkommunizieren. Das ist auch einers der Gesichter des Islams, der gehört dazu wie die Haßprediger und die Selbstmordattentäter. Die Christen haben im Laufe der Jahrhunderte Toleranz gelernt, die bei den Moslems noch fehlt, sehr fehlt. Oder wollen Sie die Christenverfolgungen in islamischen Ländern abstreiten. Und nur weil die hierher kommen, werden die plötzlich ganz tolerant und friedlich ? Absoluter Quatsch. Ersschwerend kommt dazu, daß es keine zentrale Stelle gibt wie den Papst: der definiert, was Christentum ist und was nicht. Im Islam kann sich jeder Kameltreiber zum Glaubensverteidiger aufschwingen, Haß und Gewalt predigen, und kein anderer Islam auf der ganzen Welt sagt ihm: nein, so geht es nicht. Jeder Schwachkopf kann einen vom Dschihad, natürlich mit etymoligischen Schwächen, wie Sie bereits ausführten, schwafeln, und findet genügend, die ihm folgen und zu jeder Unmenschlichkeit bereit ist: selbstverständlich im Namen des Prohpeten & Allahs: und wie wollen Sie ihm das verwehren ? |
|
|
@carlfatal
"mit schuldzuweisungen verändern sie gar nichts" SIE machen solche Schuldzuweisungen, wenn Sie von mir verlangen, daß ich mich für Breivik schämen soll, weil er Christ ist. Es verlangt niemand von den Moslems sich zu schämen. Es sollte nur mal irgendein Zeichen kommen, daß gewisse Einsichten entstehen. Da merkt man aber nichts: Muha beteuert seine Friedlichkeit, schön, aber es gibt noch über eine Milliarde andere, die ganz anders denken, tun und handeln. |
|
|
Richard schrieb am 30.07.2011 um 22:46
Muha beteuert seine Friedlichkeit, schön, aber es gibt noch über eine Milliarde andere, die ganz anders denken, tun und handeln. Es gibt aber auch mehrere Milliarden Menschen, die ganz genauso denken wie Muhabbetci. |
|
|
Ob Milliarden so friedlich sind wie muha glaube ich nicht so ganz.
Mit der über eine Milliarde meinte ich die Moslems. |
|
|
Richard der Hayek schrieb am 30.07.2011 um 22:36
Ach ja.. Christen und Toleranz... Da fallen mir doch gleich die sogenannten "Islamkritiker" ein. oder sonstige Leute, welche ganz gezielt Hetze gegen Muslime betreiben. Was für Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Namen des Christentums wurden und werden immer noch begangen? Jeder erhebt den Anspruch auf die einzig wahre Religion für sich. Man sollte sich aber nicht in der Unterschiedlichkeit verbeißen, sondern auch ein Auge auf die Gemeinsamkeiten haben. Ich kann echt nicht verstehen, warum solch ein Hass in der Welt herrscht, wenn es um die Religion geht. Statt voneinander zu lernen und friedlich miteinander zu leben, wird sich gegenseitig das Leben schwer gemacht. Was soll der Quatsch? Herkese hepimize hayırlı, huzurlu bir Ramazan ayı dilerim... |
|
|
Können Sie mir bitte ein paar aktuelle Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufzählen, die im Namen des Christentums begangen werden ?
In der Türkei wurde vor einigen Monaten ein Mann ermordet, der für das Christentum missionierte. Hier in Deutschland plärren die Moslems für Gemeinsamkeit und Toleranz, aber in ihren Heimatländern, wo sie zu Urlaub fahren oder zum Teil zurückwandern, scheren sie sich einen Scheißdreck um Toleranz und Gleichberechtigung. |
|
|
@Richard
Na, das ist ja wohl eindeutig nichts weiter als eine pauschale Unterstellung. |
|
|
Wo ist bei der Tatsache, daß in islamischen Ländern Missionierungsverbot für andere Religionen herrscht, in christlichen aber nicht, eine pauschale Unterstellung, sehr geehrte Nil ?
Die Moslems verlangen hier von den Christen Toleranz, die in ihren Heimatländern keinesfalls herrscht. |
|
|
Ich liebe pauschale Unterstellungen, sonst müßte man ja dauernd jammern, wie schlimm alles ist.
|
|
|
@Richard der Hayek schrieb am 01.08.2011 um 16:09
Eine Muslimin wurde im Gerichtssaal ermordet weil sie eine Muslimin war... Gar nicht so lange her Herr Hayek. Sie wollen aktuelle Gewalttaten der Christen haben? Da kann ich ihnen nicht helfen, denn ich kann nicht eine ganze Religion für schuldig erklären was einige wenige in seinen Namen machen. Ich kann aber Gewalttaten zeigen die von "Christen" begangen wurden. Nun da wäre die aktuelle debatte in Norwegen, wie schon oben erwähnt die Muslimin die in einem Gerichtssaal ermordet wurde. Wie wäre es mit dem Irakkrieg? 1,5 millionen zivile Opfer, Bush nannte es "Kreuzzug" und nicht zu vergessen das er ein Konservativer Christ ist, denen er auch die Wahl verdankt. Wen muslimische Fanatiker in ein Land einfallen und einige hundet töten oder auch tausend sind sie Terroristen ( was auch absolut die richtige Wortwahl wäre und ist), doch wenn eine Armee in ein Land einmarschiert und 1,5 millionen zivile Menschen tötet.., wie nennen wir das eigentlich? Befreiung im Namen der Demokratie? Befreigunsschlag? Ich würde es Terrorismus nennen! |
|
|
"Eine Muslimin wurde im Gerichtssaal ermordet weil sie eine Muslimin war... Gar nicht so lange her Herr Hayek."
Bitte erläutern. "Wie wäre es mit dem Irakkrieg? 1,5 millionen zivile Opfer, Bush nannte es "Kreuzzug" und nicht zu vergessen das er ein Konservativer Christ ist, denen er auch die Wahl verdankt." Ein Propaganda-FauxPas, aber ganz sicher ist, dass die USA keine religiösen Ziele hatten bei der Eroberung des Irak und auch gar nicht versucht hat die Bevölkerung zu missionieren. "Wen muslimische Fanatiker in ein Land einfallen und einige hundet töten oder auch tausend sind sie Terroristen..., doch wenn eine Armee in ein Land einmarschiert und 1,5 millionen zivile Menschen tötet.., wie nennen wir das eigentlich?" Wunderbarer Revisionismus. Krieg ist ein Zustand zwischen Staaten, bei dem die Mission nicht die Tötung von Zivilisten ist, sondern das Erreichen militärischer Ziele. Die Zahl von 1,5 Mio ist frei erfunden. Der Bürgerkrieg während der Besatzung der Amerikaner, stammt aus dem Lande, ein Land, das in Schwertreligionen und autoritärer Herrschaft sozialisiert ist und über die Religion Gewalt legitimiert. An dem Bürgerkrieg tragen wohl kaum die Besatzer die Schuld, gegen die sich auch der Bürgerkrieg richtet. |
|
|
@Muha
"Muslimin im Gerichtssaal ermordet..." Das war ein Idiot, wie diverse muslimische Selbstmordattentäter. Aber das war mal einer, der wurde auch verurteilt. Wenn man dann allerdings an die tausende Musliminnen denkt, die in islamischen Länder aus religiösen Gründen, also in Wirklichkeit aus sexuellen, die als religiöse hingestellt werden, ermordet werden, weltweit, dann hat sich die islamische Welt über diese eine ganz schön aufgeregt. Aber dieses mit zweierlei Maß messen liegt in der Religion: die sind ja die Gerechten, haben den wahren Glauben. Wenn sie dann genau das gleiche tun, wie die, die sie krititieren, ist das trotzdem was anderes. |
|
|
schrieb am
04.08.2011 um 22:56
@ richard
Aber dieses mit zweierlei Maß messen liegt in der Religion: die sind ja die Gerechten, haben den wahren Glauben. Wenn sie dann genau das gleiche tun, wie die, die sie krititieren, ist das trotzdem was anderes. Und das Kuriose ist, das könnten sie Wort für Wort auch zelotti mit seinen gerechtfertigten judeo-christlichen Kreuzzügen ins Stammbuch schreiben. |
|
|
Feine, aber wichtige Unterschiede, die von schlauen Theoretikern manchmal übersehen werden: die Praxis.
Europäer pflegen im Wesentlichen seit Jahrhunderten bis Jahrtausenden einen christlichen Kulturkreis. Seit ein- bis zweihundert Jahren werden staatliche und sonstige Interessen in einem laizistislchen Umfeld verfolgt: auch wenn Kanonen vor 60 Jahren noch gesegnet wurden, der Auftrag zu Krieg und ähnlichem war nicht in Gottes Namen, die Religion nur Beiwerk. Und auch wenn Bush vom Kreuzzug schafelte, es war keiner, es ging nur um Öl. In der islamischen Welt ist der religiöse Bezug weit stärker, die Menschen lassen sich viel leichter mit solchen Inhalte ködern, um für ihre Herrscher dann doch wieder nur weltliche Ziele zu verfolgen. Beweis dazu sind die zahlreichen Selbstmordattentäter, die sich für letztlich irdische Belange in den Himmel bomben, weil sie glauben, daß ihnen Allah dann 72 Jungfrauen gibt. Damit meine ich nicht nur die paar, die in Europa und USA ihren Glauben lebten und starben, sondern die viel größere Anzahl dieser Menschen, die in islamischen Ländern ihr göttliches Wesen verfolgen: Afghanistan, Irak. Diese behaupten, ihre Motivation wären die christlichen Besatzer, es gibt aber auch viele, die sich aus inner-islamischen Streitigkeiten erhöhen: Schiiten bomebn Sunniten nieder, und umgekehrt. Eine solche religiöse Ausrichtung gibt es im christlichen Abendland nicht mehr. Auch nicht in Irland: die streiten sich nicht wegen der Konfession, sondern der Stammeszugehörigkeit: zufällig war der erobernde Stamm protestantisch, deshalb wurde dieses Motiv mit verwandt, war aber nicht ausschlaggebend. Die islamische Welt versucht ähnliches zu erreichen: sie faselt vom christlichen Kreuzzug, wo es doch kein bischen um missionarischen, sondern immer nur um machtpolitischen Eifer geht. Die Beschwörung des christlichen Kreuzzuges ist ein billiges Mittel, Menschen für eigene Machtpolitik zu gewinnen, und sonst gar nichts. |
|
|
Feine, aber wichtige Unterschiede, die von schlauen Theoretikern manchmal übersehen werden: die Praxis.
Europäer pflegen im Wesentlichen seit Jahrhunderten bis Jahrtausenden einen christlichen Kulturkreis. Seit ein- bis zweihundert Jahren werden staatliche und sonstige Interessen in einem laizistislchen Umfeld verfolgt: auch wenn Kanonen vor 60 Jahren noch gesegnet wurden, der Auftrag zu Krieg und ähnlichem war nicht in Gottes Namen, die Religion nur Beiwerk. Und auch wenn Bush vom Kreuzzug schafelte, es war keiner, es ging nur um Öl. In der islamischen Welt ist der religiöse Bezug weit stärker, die Menschen lassen sich viel leichter mit solchen Inhalte ködern, um für ihre Herrscher dann doch wieder nur weltliche Ziele zu verfolgen. Beweis dazu sind die zahlreichen Selbstmordattentäter, die sich für letztlich irdische Belange in den Himmel bomben, weil sie glauben, daß ihnen Allah dann 72 Jungfrauen gibt. Damit meine ich nicht nur die paar, die in Europa und USA ihren Glauben lebten und starben, sondern die viel größere Anzahl dieser Menschen, die in islamischen Ländern ihr göttliches Wesen verfolgen: Afghanistan, Irak. Diese behaupten, ihre Motivation wären die christlichen Besatzer, es gibt aber auch viele, die sich aus inner-islamischen Streitigkeiten erhöhen: Schiiten bomebn Sunniten nieder, und umgekehrt. Eine solche religiöse Ausrichtung gibt es im christlichen Abendland nicht mehr. Auch nicht in Irland: die streiten sich nicht wegen der Konfession, sondern der Stammeszugehörigkeit: zufällig war der erobernde Stamm protestantisch, deshalb wurde dieses Motiv mit verwandt, war aber nicht ausschlaggebend. Die islamische Welt versucht ähnliches zu erreichen: sie faselt vom christlichen Kreuzzug, wo es doch kein bischen um missionarischen, sondern immer nur um machtpolitischen Eifer geht. Die Beschwörung des christlichen Kreuzzuges ist ein billiges Mittel, Menschen für eigene Machtpolitik zu gewinnen, und sonst gar nichts. |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 14:04
@ richard
Man könnte schon darüber streiten inwieweit beim Irak- und auch beim Afghanistankrieg eine Missionierung als Rechtfertigung im Hintergrung steht. Nämlich die, den Ländern die westliche Demokratie und Wohlstand zu bringen. Daneben sind aber auch explizite religiöse Bezüge in diesen Kriegen und der Rhetorik auszumachen. Wie Sie bemerkz haben hat Bush mehrfach in der Öffentlichkeit "war on terrorism" synonym mit "crusade" verwendet und das ist keine bloße Rhetorik würde ich behaupten. z.B. hier eine besondere Praxis der Feindesliebe: oder hier die Verbindung zwischen der Missionierung zu Demokratie und der christlichen Religion: oder hier zu Gottes Plan in bezug auf den Krieg: oder hier nach innen gerichtete Frontziehung mit biblischen Zitaten: |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 14:05
|
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 14:15
nochmal die video mit richtigem Code:
allowfullscreen="true"> |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 14:17
|
|
|
Hier muß man wieder einige Dinge beachten: nicht nur der Islam, auch das Christentum hat viele Gesichter. Es gibt durchaus friedliche & verzeihende, aber halt weit seltener als Christen.
Bush mag seine Lügen selber geglaubt haben, aber die Drahtzieher im Hintergrund hatten sicher nur Wirtschaft und keine Religion im Sinn. Und wenn die gesagt hätten: nein, hätte diese dumme Marionette kürzer getreten. Aber in Europa haben wir religionsfreie Politik, und nicht ganz so radikale Eroberungsgelüste. Da helfen die ganzen Videos dieser blöden Amis nichts. Und unter Obama schaut das noch anders aus: Religion ist kaum mehr wichtig. Doch in der islamischen Welt ist die Religion weiterhin noch sehr bedeutend, und wird es die nächste Zeit noch bleiben. Vor allem wird es hier von der breiten Masse getragen, und die selber wollen es so: die islamische Revolution im Iran spülte den schah weg, die einfachen Menschen auf der Straße wollten religiösen Einfluß auf Staatsebene. Das macht diese Sache so unangenehm und gefährlich: im Westen sind es die Machthaber, die das einfache Volk in Kriege und sonstige Dummheiten führen, das Volk läßt sich mehr oder weniger verleiten oder macht halb gezwungen, halb gewohntheitsmäßig mit. Im Islam sind es die ganz normalen Menschen selber, die sich so fanatischen Quatsch wünschen und herbeiführen. Je gebildeter und aktiver die Menschen sind, desto weniger Lust haben sie auf die religiöse Zwangsjacke: sieht man in dem sogenannten arabischen Frühling. Aber was da wird, ist sehr unsicher: Muhbarak & co waren jeweils nur die Spitze des Eisberges, und das Etablishment dahinter führt ein Bauernopfer durch, doch es ändert sich nichts wesentliches. Aber die Muslimbrüder: das sind schlaue Köpfe, die langfristig agieren, und da kann noch ziemlioche Scheiße rauskommen. Wenn so Schwachköpfe, die allen Ernste an Jungfrauen im Paradies direkt nach dem Tode glauben, an Atomwaffen oder ernsthafte militärische Macht kommen, dann kanns echt rund gehen. Wenn dann auch für uns ernste Probleme entstehen, dann bin ich ja auf die Islam-Fans hier gespannt. Aber jetzt dürfen sie noch rumschreien und schlau und moralisch sein, bei uns ist ja noch nichts ernsthaftes passiert. |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 15:02
@ richard
Ich schätze, in Amerika ist Religion unter den "einfachen" Menschen mindestens ebenso verbreitet wie in muslimischen Ländern. Ich weiß nicht, ob sie sich die Videos angeschaut haben. Ich glaube ehr nicht. Dort kommen auch "einfache" Menschen zu Wort, die diesen Krieg als einen heiligen Krieg bezeichnen. UNd dass Obama zur Zeit Präsident Präsident ist ändert nichts an der Bedeutung von Religion im öffentlichen leben in Amerika. Die Bedeutung der Religion in der islamischen Welt mag im Vergleich zu Europa sehr viel größer sein, im Vergleich zu Amerika schwindet die Diskrepanz defintiv. Und das Beispiel in Iran ist eigentlich sehr gut um zu zeigen, dass dort die Religion und ihre Sittenwächter unter der Bevölkerung verhasst sind. Ebenso ist die islamische Religion, die ursrpünglich eine säkulare Bewegung war, meines Wissens nach von den religiösen Funktionären, den Mullahs, instrumentalisiert worden. Ihr Labeling für mich als Islam-Fan, den der Gang der Geschichte schon noch zurecht weisen wird, finde ich ehrlich gesagt geschmacklos und deplaziert. Aber wenn Sie meinen hier den Propheten spielen zu müssen bitte schön. |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 15:04
Korrektur: Ebenso ist die islamische Revolution , die ursprünglich eine säkulare Bewegung war, von den religiösen Funktionären, den Mullahs, instrumentalisiert worden.
|
|
|
Sind die US so fanatisch bis zum Selbstmordattentat, bis zur Tötung eigener Töchter um Familienehren zu retten ?
Ich habe vorher darauf aufmerksam gemacht, daß bei uns kaum solche Attentate stattfinden. In den islamischen Ländern selber geschieht das beinahe täglich, zum größten Teil in innerislamischen Konflikten zwischen den großen Richtungen Schiismus und Sunnismus, aber auch auf und wegen der kleineren Gruppen, Alewiten und so. Vor 10 Jahren wurde im Irak eine berühnte Moschee mit goldenem Dach zerstört, von einem Attentäter der anderen Richtung: das hat kaum interessiert, in der linken Szene war das egal wie in den moslemischen Ländern. Aber wehe, ein Christ wäre das gewesen, oder gar eine fehlgeleitete US-Bombe: alle wären rumgehüpft und hätten geplärrt, bis die Lunge getrocknet wäre. Diese REALEN Geschmacklosigkeiten, die dauernd geschehen und gepflegt und hier von der Szene geflissentlich übersehen & mitgetragen werden, von Leuten wie Ihnen, diese zweierlei Maß messen in Selbstbeweihräucherung wegen Toleranz und über den primitiven Maßstäben der Rechte oder wie auch immer, stehen, verleitet mich zu genannten Geschmacklosigkeiten. Ich habe erlebt, wie arabische Studenten in Berlin den Saddam verehrten, weil er "den US die Stirn geboten hat." Diese stolzen Menschen. Eine US-Bombe tötete 300 Frauen in einem unterirdischen Versteck, das als Saddam's Schlupfwinkel vermutet wurde. Wie haben die sich drüber aufgeregt. Derselbe Saddam hat 10 Jahre einen Krieg gegen Iran geführt, für nichts und wieder nichts. Dabei kam eine Million Menschen ums Leben. Das sind 300 jeden Tag: wie diese Bombe, aber 10 ! Jahre ! jeden Tag ! Und diese Schwachköpfe, stolze Menschen, bewunderten Saddam, weil er ihren dummen Stolz befriedigen konnte. Bar jeder Einsicht in die Dummheit solcher basalen Reflexe. Und das waren Studenten, die Elite sozusagen. So ist deren Kultur & Relgion & Politik und Äußerungen zu sehen. Es wird leicht unterschätzt, was 200 Jahre Aufklärung & Säkularisierung bei uns bewirkten, was in diesen Kulturkreisen sehr fehlt. Was geschieht, wenn solche Macht bekommen, kann man hier nachsehen: www.freitag.de/community/blogs/sachichma/al-shabaabs-verbietet-wfp-hilfslieferungen-innerhalb-von-somalia#comment-298448 |
|
|
Da haben Sie Ihre stolzen Moslems, wenn sie mal nciht vom Westen unterdrück und als Immigranten intolerant behandelt werden: der shabaab will die schwarze Urbevlkerung dezimieren, damit er mit seinen stolzen Arabern leichter an deren Bodenschätze rankommen kann.
ABer irgendwo finden auch Sie wieder einen bösen US oder sonstigen Christ, der daran schuld ist. Viel Spaß und Erfolg ! |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 16:23
@ richard
Sind die US so fanatisch bis zum Selbstmordattentat, bis zur Tötung eigener Töchter um Familienehren zu retten ? In dem Video "the holy war exclusive video" sagt ein amerikanischer Missionar, dass er die Gefahr von körperlicher Bestrafung bis zum Tod gerne in Kauf nehme für das weitaus wichtigere seelische Heil im Jenseits. Also da kommt ebenso eine gewisse archaische Vorstellung von Märtyrertum zum Tragen. Das Chrsitentum kann also strukturell sehr ähnliche Legitimationen für Märtyrertum liefern. Dass Selbstmordattentate in islamischen Ländern häufiger vorkommen will ich ja gar nicht bestreiten. Würde man nach den Ursachen dafür forschen, käme man sicher auf vielfältige Strukturen, die sich im Einzelfall als Faktoren ausmachen lassen. Ich vermute das wären wirtschaftliche, politische, religiöse, familiäre und kulturelle Einflussfaktoren. Hier spielen sicher auch Formen der Vergemeinschftung ein große Rolle. Man könnte auch vermuten, dass das autonome und selbstbestimmte Subjekt in solchen Fällen von der Gemeinschaft komplett absorbiert werden, oder zumindest dass es so sehr ideologisch beeinflusst wird, dass bereit ist sich selbst für eine größere Sache zu opfern. Aber eine reine ideolische Indoktrination reicht als Begründung nicht aus, es mussen meiner Ansicht nach schon ein massiver Leidensdruck hinzu kommen. |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 16:27
Ein Unterschied ist, dass das christliche Märtyrertum in der Regel mit Verfolgung aufgrund des Glaubens begründet wird, während das islamische Märtyrertum in der Regel einen offensiven Angriff (der zwar als letzte Konsequenz der Selbstverteidigung legitimiert wird) asl legitim ansieht.
|
|
|
Muhabbetci schreibt:
Mörder haben keine Religion. Fanatiker haben keine Religion, Fundamentalisten haben keine Religion. So einfach kann man es sich machen, wenn das theologische Weltbild gerettet werden soll. Da ich selbst keine Religion habe, kann ich mir nun aussuchen, unter welches der drei Angebote ich mich rubriziere. Da ich bisher noch nicht des Mordes überführt wurde und mir auch persönlich nicht in Erinnerung ist, einen solchen je begangen zu haben, bleiben mir, dem Nichtreligiösen, der Fanatiker oder der Fundamentalist übrig. Fanatiker oder Fundamentalisten sind diejenigen, die an ihren Ideen festhalten, ohne auf die praktischen Konsequenzen ihres Handelns für sich und andere zu achten. Jedenfalls seien sie ohne Religion, meint der Autor des obigen Zitats. Gerade in Gesellschaften, in denen das Religiöse und das Staatshandeln sich aufeinander beziehen, sind nach meinen Beobachtungen die Menschenrechte am meisten gefährdet. Es liegt in der axiomatischen Struktur des Glaubens, dass das Dazwischen des Denkens, der Zweifel, nicht gestattet ist. Hauptsächlich deshalb, weil Herrschaftsstrukturen manifestiert werden müssen, ist meine nichtreligiöse Interpretation. Erst eine Trennung von Staat und Religion, die das Religiöse im Privaten belässt, birgt auf Dauer die Möglichkeit der Gewährung der Menschenrechte. Wenn religiöse Machthaber sich geistig so zurüsten, wie im Eingangszitat dargestellt, haben die Humanisten das Nachsehen. |
|
|
@Achtermann
Eine dümmere Interpretation von Muhabbetci Text ist Ihnen wohl nicht eingefallen? |
|
|
ich sag es mal so einfach wie möglich:
der begriff 'religion' (ein produkt der aufklärung) dient dazu, zu verdecken, dass anti-klerikalisten ganz genauso an das ordnungssystem glauben, welches die grundlage des 'religion' genannten gebildes ist, wie klerikalisten. der einzige unterschied ist der: klerikalisten behaupten, gesetze müßten als göttlich gesetzte beachtet werden, anti-klerikalisten behaupten, gesetze müßten beachtet werden, weil sie durch ihre vernunft gesetzt seien - menschenrechte sind im zweifel beiden schnurz. ach ja: glauben/spiritualität und rechtschreibung war schon immer privatsache! |
|
|
@ Achtermann schrieb am 29.07.2011 um 08:22
"Da ich selbst keine Religion habe, kann ich mir nun aussuchen, unter welches der drei Angebote ich mich rubriziere. Da ich bisher noch nicht des Mordes überführt wurde und mir auch persönlich nicht in Erinnerung ist, einen solchen je begangen zu haben, bleiben mir, dem Nichtreligiösen, der Fanatiker oder der Fundamentalist übrig." Unlogischer und inhaltlicher leerer als so kann man fast nicht mehr argumentieren: Bloß weil Muhabettci Mörder, Fanatiker und Fundamentalisten im zur Debatte stehenden Zusammenhang als "religionslos" bezeichnet und als relevant diskutiert, brauchen Sie sich als Religionsloser noch längst keine dieser drei Jacken anzuziehen, wo Sie, wie Sie "irgendwie" sogar richtig bemerken, zum Kreis der Mörder nicht gehören. Weder hat Muhabettci das Gegenteil intendiert, noch sie oder irgendjemanden der hie diskutierenden in die Nähe der Kreise gerückt, die für den diskutierten Terrorismus, Fanatismus s.M.n. verantwortlich sind oder ihn ausüben. Vielleicht wissen sie selbst nicht so recht weshalb Sie sich als Religionsloser betrachten, mindestens gehen Sie mit dieser Tatsache hier in der Diskussion nicht sehr souverän um, besonders, wenn Sie, ohne auf das Sachargument Muhabettcis einzugehen, diese, mindestens indirekt ad personam als "Religiösen" kritisieren. |
|
|
@Achtermann schrieb am 29.07.2011 um 08:22
Ich frage mich wie sie auf so etwas kommen? Wieso fühlen sie sich angesprochen? Mal abgesehen von der Tatsache das ich ein Laizist bin und die Trennung des Staates und der Religion unterstütze. Religion ist Privatsache, da hat der Staat nix zu suchen, genau so umgekehrt. Sie können das ganze Thema nicht religiös betrachten oder argumentieren, das ändert aber nichts daran, dass dieser Mensch sich selbst als Christ bezeichnet hat. Konservativ-Christlich. In meinen Augen hat er die Religion missbraucht, genau wie Al-qaida und Taliban die Religion missbrauchen. Ich verstehe nicht was ihr Problem ist wenn jemand solche Aussagen macht? Was passt ihnen nicht? |
|
|
@Rahab schrieb am 29.07.2011 um 09:56
Sehr schön formuliert. Danke! :) |
|
|
schrieb am
04.08.2011 um 01:20
@ achtermann
Wenn religiöse Machthaber sich geistig so zurüsten, wie im Eingangszitat dargestellt, haben die Humanisten das Nachsehen. Wenn hunanistische Machthaber geistig so abrüsten, sehe ich schwarz für den Säkularismus. Wie Uwe schon bemerkte, haben sie das Pferd von hinten aufgezäumt. Muhabettci hat nicht gesagt: Wer keine Religion hat ist ein Mörder, Fanatiker oder Fundamentalist, sondern und das ist dann doch ein feiner Unterschied, Mörder, Fanatiker und Fundamentalisten haben keine Religion. Man kann über den Inhalt der Aussage ja streiten, aber ihn so zu verbiegen grenzt schon an Böswilligkeit. |
|
|
schrieb am
04.08.2011 um 01:43
PS:
@ achtermann Erst eine Trennung von Staat und Religion, die das Religiöse im Privaten belässt, birgt auf Dauer die Möglichkeit der Gewährung der Menschenrechte. Die Trennung von Staat und Kirche hat der olle Kalle Marx ja erkannt als Verbannung der Religion in die bürgerliche Gesellschaft, während der Staat als die Sphäre des menschlichen Gattungswesens einen starken idealistischen Touch bekommt, der allerdings mit der konkreten Realität der Menschen nur noch wenig zu tun hat. Die Erklärung der Menschenrechte im Zuge der französischen Revolution beschreibt er dann als Verkehrung der Dinge, da diese droits de l'homme (Recht auf Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Unterdrückung) im wesentlichen Rechte des egoistischen Mitglieds in der bürgerlichen Gesellschaft sind, während die droits du citoyen als Rechte des Menschen als Gattunswesen diesen nachgeordnet werden. Damit will ich eigentlich nur sagen, dass es fraglich ist, ob sie mit der logischen Konstruktion die Ternnung von Staat und Kirche sei die Voraussetzung für die Gewährung der Menschenrechte, richtig liegen. Man müsste vielleicht doch mal nachhaken welche Menschenrechte sie meinen. Und daran erinnern, dass die schriftliche Fixierung eines Rechts irgendwo auf einem Papier noch lange nicht bedeutet, dass man dieses Recht faktisch auch wirklich für sich in Anspruch nehmen kann. |
|
|
Radikales Christentum existiert und manifestiert sich nicht in der Form, die Breivik gelebt hat.Aals ich oben die historischen Kreuzzüge verteidigte, biss ich auf einen Reflex. Als Christ ist einem die Idee peinlich, dass Religion mit dem Schwert, mit Gewalt verteidigt wird, das ist anrüchig. Der Einzeltäter Breivik kann kaum als besonders radikaler Exponent christlicher Werte verstanden werden.
Radikaler Islam existiert und manifestiert sich in Gewalt und Unterdrückung wie im Islam vorgesehen. Es gibt eine positive Einstellung zum religiösen Imperialismus. Die Verbreitung des Islam durch die Eroberungen der Stämme ist die direkte Fortsetzung der Politik Mohammeds. Den Taliban kann man allenfalls vorwerfen, ihre Religion ohne Rücksicht auf die moderne westliche Aufklärung, besonders ernst zu nehmen. Laizismus schön und gut. Der Islam greift in einem kaum gekannten Maße in das öffentliche Leben ein, wo ein Begriff der Privatheit eben nicht existiert. Laizismus ist nichts anderes als die Erstickung der Religion und ihre Abwehr aus dem öffentlichen Leben. |
|
|
Übrigens hat Muhabbetci diesen Blockbeitrag erstellt, weil die Bloggerin Novalis ihn darum gebeten hat, vor einigen Tagen, wie ich mitbekommen habe.
|
|
|
Integraler methodologischer Pluralismus
(Integrales Forum Deutschland) Integration ist Wahre Autonomie Genau deshalb, weil das Selbst auf der integralen [Bewusstseins]welle jetzt bewusst globale und universelle Angelegenheiten erfasst, hat dieses Selbst auf dieser Stufe ein ausgedehntes moralisches Empfinden, welches alle Wesen mit einschließt, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft. Das Selbst ist nicht mehr länger ?frei', zu tun was es möchte, weil sein moralisches Empfinden in der Notwendigkeit gegründet ist, universelle Gerechtigkeit und Mitgefühl für alle Völker auszudrücken. Es hat nicht mehr die ?Freiheit', sich diesem Ruf zu widersetzen. Auf dieser Stufe ist das Selbst nur dann frei, wenn es diese globale Perspektive mit berücksichtigt. Und das ist die wahre Bedeutung von Autonomie: Ich bin nur dann von geringeren Motivationen befreit - frei von egozentrischen und ethnozentrischen Vorurteilen - wenn ich aus einem weltzentrischen Bewusstsein heraus agiere. Autonomie bedeutet nicht, die Freiheit zu tun, was immer ich will; es bedeutet die Freiheit, vom tieferen Raum eines postkonventionellen Bewusstseins heraus zu agieren. Und so, mit der Evolution des Bewusstseins von einer pluralistischen Weltsicht (wo das Selbst radikal einzigartig und daher oft isoliert ist) hin zu einer Weltsicht des Integralismus (wo das Selbst die moralische Forderung globaler Gerechtigkeit und Fairness anerkennt), bewegt sich das Selbst von einem Standpunkt des Individualismus hin zu dem der Autonomie... Diese Stufe, die das individualistische Selbst und seine Entfremdung transzendiert, gehört zum Heilungsprozess! |
|
|
"....unabhängig von Rasse, Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft", lese ich in diesem klaren und distinkten Text. Welche "Rassen" meinen Sie eigentlich?
|
|
|
@wwalkie
Richtig ausgesprochen, sollte es "unabhängig von Nationalität", Geschlecht, Hautfarbe, oder Herkunft (Elternhaus?, arm oder reich) bedeuten. |
|
|
Die Auslöschung der Ethnizität durch die esoterische Fiktion des transzendenten Weltgeistes ist nicht fundiert.
"Ich bin nur dann von geringeren Motivationen befreit - frei von egozentrischen und ethnozentrischen Vorurteilen - wenn ich aus einem weltzentrischen Bewusstsein heraus agiere." Wie soll man denn wissen, was weltzentrisch ist? Überhaupt setzt es erst mal voraus, dass man sich und seine Bedürfnisse ignoriert. Frei nach dem Motto, du bist nichts, die Weltseele ist alles. Respektive, deine ethnische Identität ist nichts Wert, der Weltgeist ist alles. Das erinnert mich an afrikanische Christradikale, die Konvertiten aus Stammesmitgliedschaften ihre Ahnen verfluchen lassen. |
|
|
Der Journalist und Friedensaktivist Uri Anvery zu den schlimmen Ereignissen in Oslo: www.uri-avnery.de/news/148/22/Der-neue-Antisemitismus
|
|
|
Der Journalist und Friedensaktivist Uri Anvery zu den schlimmen Ereignissen in Oslo: www.uri-avnery.de/news/148/22/Der-neue-Antisemitismus
|
|
|
Der Journalist und Friedensaktivist Uri Anvery zu den schlimmen Ereignissen in Oslo: www.uri-avnery.de/news/148/22/Der-neue-Antisemitismus
|
|
|
Swami Vivekananda:
„Wenn das Parlament der Religionen der Welt etwas gezeigt hat, dann ist es Folgendes: Es hat der Welt bewiesen, dass Heiligkeit, Reinheit und Mildtätigkeit nicht ausschließliche Besitztümer irgendeiner Kirche in der Welt sind und dass jedes System Männer und Frauen von erhabenstem Charakter erzeugt hat. Angesichts dieser Tatsachen bemitleide ich von ganzem Herzen denjenigen, der vom ausschließlichen Überleben seiner eigenen Religion träumt und von der Zerstörung der anderen; und ich zeige ihm, dass auf dem Banner jeder Religion trotz Widerstandes bald geschrieben stehen wird: „Hilfe und nicht Kampf“, „Gegenseitiges Durchdringen und nicht Zerstörung“, „Harmonie und Frieden und nicht Widerspruch“.“ – Übersetzung von Yotishman Dam aus Nikhilananda, Swami: Vivekananda, A Biography, Calcutta 1987 |
|
|
Die Kreuzritter hatten eine noble Mission, nämlich das heilige Land vor dem aggressiven, mit dem Schwert durchzusetzenden Islam zu beschützen, mithin die europäische Lebensart insgesamt, die auf judeo-christlichen Wurzeln fußt, zu verteidigen.
Die heutigen Kirchen führen keine Kreuzzüge mehr. Hier hat der Attentäter also gar keine Anknüpfungspunkte. Das ist im Islam anders, wo der Islamist nur ein besonders strenger Verfechter der Gewaltvorschriften des Islams, der Ausführung des Heiligen Krieges ist, die gerne verharmlosend als persönlicher Kampf sublimiert wird. Es ist das Christentum, dem nie gelang die Idee der Gütergemeinschaft der Urchristen zu überdecken und damit den progressiven Geist bewahrte wo der Islam sich auf Clanstrukturen und Unterdrückung stützte und eine geschäftsmässige Haltung zu Werten einnimmt, eine babylonische Unterwerfung des Menschen erwartet. Die Islamkritik ist freilich verlogen, aber ein fanatischer Christ macht nicht einen solchen Anschlag, ein fanatischer Christ ist auch nicht zugleich Freimaurer. Es handelt sich vielmehr um eine neue rechte Ideologie, die nach dem 11.9 gezielt von den Amerikanern in Europa implantiert wurde, in der Hoffnung Unterstützer zu gewinnen für den "Krieg gegen den Terror". |
|
|
Zitat: "Die Kreuzritter hatten eine noble Mission, nämlich das heilige Land vor dem aggressiven, mit dem Schwert durchzusetzenden Islam zu beschützen, mithin die europäische Lebensart insgesamt, die auf judeo-christlichen Wurzeln fußt, zu verteidigen."
Das glauben Sie aber nicht ernsthaft? Die Kreuzritter hatten zum übergrößten Teil höchst irdische Beweggründe und wenn sie und ihr Handeln allen Ernstes für irgendwas gestanden haben sollte, dann hoffentlich nicht für das Christentum. Es sei denn das ganze war eine grandiose Aufführung für das jüngste Gericht ... |
|
|
Die Kreuzzüge waren rein defensiv. Es wurde das heilige Land gegen muslimische Aggressoren verteidigt, die in der Folge halb Europa eroberten und die Völker unterjochten. Das Abendland ist nicht so fest in seiner Vorherrschaft, wie man das vermuten kann. Immer wieder war Europa durch die Schwertreligion Islam bedroht.
Die Verteidigung Israels heute ist daher hochsymbolisch in dieser Tradition zu betrachten. Entsprechenden "fog of war" und Projektionen mal aussen vor gelassen. Die Aufklärung und die moderne Religionskritik ist ohne judeochristliche Folie nicht denkbar und im Islam unmöglich, in dem nach wie vor der Rückfall in rückständige Auffassungen ein Risiko bleibt. Wer heute die Islamisierung Europas behauptet, der lügt, da der dominante Diskurs nicht der Islam ist. |
|
|
@zelotti schrieb am 03.08.2011 um 13:40
Ich würde ihnen empfehlen die Geschichte der Kreuzzüge nochmals zu studieren. Das was sie von sich geben hört sich so ziemlich nach eine Hasspredigt an, wenn ich das so sagen darf. youtu.be/hi9wKTjh-oM Wie komisch es doch klingt wenn sie sagen das es nichts mit dem Christentum zu tun habe und doch zugleich dem Islam unterstellen ( somit allen Muslimen) heilige Kriege führen zu müssen. Fakt 1: Das Wort "heiliger Krieg" kommt im Koran nicht vor, wird auch von Moslems nicht benutzt. Dies ist ein Christliches Wort, dass von der Zeit der Kreuzzüge stammt. Fakt2: Der Koran kenn keine Missionierung durch Gewalt, er sagt ausdrücklich "Es gibt keine Zwang im Glauben". Ich sagte ja schon vorher "terrorismus hat keine Religion". |
|
|
@zelotti schrieb am 03.08.2011 um 22:59
Können sie mir sagen was der Unterschied zwischen ihnen und einem Konservativen Moslem ist? Ich sehe keine...! Würde das was sie schreiben ein Moslem schreiben, würden hier alle laut rufen "Ein Fundamentalist". Wenn sie wirklich glauben was sie da sagen, dann kann ich ihnen nur empfehlen die Geschichte nochmals zu lesen. Mal abgesehen davon das beide Seiten schuldig waren in diesem Krieg, ist dennoch die Brutalität der Chrislichen Kreuzritter mehr als bekannt. Sie dürfen dies gerne nachschlagen. |
|
|
@zelotti schrieb am 03.08.2011 um 22:59
Können sie mir sagen was der Unterschied zwischen ihnen und einem Konservativen Moslem ist? Ich sehe keine...! Würde das was sie schreiben ein Moslem schreiben, würden hier alle laut rufen "Ein Fundamentalist". Wenn sie wirklich glauben was sie da sagen, dann kann ich ihnen nur empfehlen die Geschichte nochmals zu lesen. Mal abgesehen davon das beide Seiten schuldig waren in diesem Krieg, ist dennoch die Brutalität der Chrislichen Kreuzritter mehr als bekannt. Sie dürfen dies gerne nachschlagen. |
|
|
schrieb am
04.08.2011 um 01:05
@ zelotti
Es ist das Christentum, dem nie gelang die Idee der Gütergemeinschaft der Urchristen zu überdecken und damit den progressiven Geist bewahrte Die Gütergemeinschaft der Urchristen als Sinnbild eines Urkommunismus soll sich als progressiver Geist durch die Geschichte des Christentums ziehen? Woran machen Sie das bitte fest. Das Christentum hat sicher viele Geister, aber der der Gütergemeinschaft ist heute doch bestenfalls eine romantische Vergangenheitsverklärung. @ muhabbetci Das Wort "heiliger Krieg" kommt im Koran nicht vor, wird auch von Moslems nicht benutzt. Dies ist ein Christliches Wort, dass von der Zeit der Kreuzzüge stammt. Auch der umstrittene Begriff "gerechter Krieg", als Oberbegriff unter den auch der heilige Krieg fällt, hat in der Philosophie- und Theologiegeschichte Europas eine lange Tradition und wurde unterschiedlich definiert und gebraucht. @ zelotti Was Sie machen riecht ein bißchen sehr nach einer Rechtfertigung von einem Krieg als gerecht und messen mit zweierlei Maß, wobei ihre Kriterien mir da nicht ganz transparent erscheinen. |
|
|
@zelotti
"Noble Mission der Kreuzritter" "Kreuzzüge rein defensiv" "Europäische Lebensart, die auf judeo-christlichen Wurzeln basiert, zu verteidigen." - wohlgemerkt: die "europäische Lebensart" sei weit weg von Europa verteidigt worden. Naja, heute wird ja auch Deutschland am Hindukusch verteidigt ... Und die Kreuzritter seien im Auftrag ihrer "judeo-christlichen Wurzeln" unterwegs gewesen. Jüdische Wurzeln? Na, das hätten Sie mal einem anständigen Kreuzritter sagen sollen ... Kurzum: So einen Blödsinn habe ich lange nicht gehört! |
|
|
Ich möchte nur ausdrücken, dass ihre Polemik gegen das Kreuzrittertum konsequent auch die Existenz des Staates Israel in Frage stellt. Wie viele Völker hat der Islam erobert und wurden "freiwillig" konvertiert. Eine Reformation im Islam hat es nie gegeben.
Der Djihad als innerer Läuterungsprozess, nun gut, das wird so schön erzählt und entspricht der Natur des Menschen Gewalt zu sublimieren. Jesus ist im Gegensatz zu Mohammed nicht als militärischer Eroberer mit kruden Gewaltfantasien aufgetreten. Ohne die Eroberung des Heiligen Landes durch Muslime wären die Kreuzzüge gar nicht notwendig gewesen. Und dass die Bevölkerung der Türkei bis heute sich mehrheitlich zum Islam bekennt liegt, wer hätt es geahnt, am freiwilligen Übertritt der Bevölkerung zur Religion der islamischen Eroberer. Islam heisst nebenbei Unterwerfung. Nun glaube ich nicht, dass man krude Islamkritik von sich geben muss. Nur ist eben der gewaltsame Islamist ein radikaler Exponent der tatsächlichen Ideologie dieser Schwertreligion, während Breivik nicht in Anspruch nehmen kann auf dem Boden des Christentums mit seinen Ideen zu stehen wie das Muhabbetci unterstellt. Dass gegen den Wahnsinn der Religion immer auch der Mensch ins Spiel kommt als Faktor, das versteht sich von allein. |
|
|
@Muhabebetci: "Können sie mir sagen was der Unterschied zwischen ihnen und einem Konservativen Moslem ist? Ich sehe keine...!!"
Ich lehne Imperialismus ab, und sehe defensive Aktionen gegen religiöse Eroberer, wie die Kreuzzüge, als vollkommen berechtigt an. Ich verehre keinen heidnischen Stein, fröne keines Mondkults, unterdrücke keine Frauen, berufe mich auf keine religiösen Vorschriften in der Strafjustiz, lehne Speisevorschriftsaberglauben ab, lehne Blutrache und Gewalt gegen andere ab. Im übrigen ist die Idee einer Unterwerfung für mich frevlerisch und antiemanzipatorisch. Ich bekenne mich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und zur Aufklärung in diesem Lande. Ich halte den heutigen Islam für hinderlich beim Aufbau des Sozialismus aber für kein großes Problem hierzulande. |
|
|
Hm - keine Ahnung wo Sie das herhaben. Mein Kenntnisstand ist:
Von defensiv kann keine Rede sein. Zu glauben, dass die Kreuzritter Verteidiger ein paneuropäischen Wertegemeinschaft (was auch immer das sein soll) waren, ist mehr als zweifelhaft. Das ganze Unternehmen war ein Versuch der Papstkirche Einfluss im "Heiligen Land" zurückzugewinnen, natürlich auf Kosten Konstantinopels. Religion spielte gar keine Rolle. Es ging um Land, Plünderungen und Macht. Der Propaganda der Papstkirche sollte man nach 1000 Jahren nicht mehr auf den Leim gehen. Dies geschah mit höchst unchristlichen Mitteln und Methoden. Lesen sie doch mal den "erheiternden" Bereich zur Einnahme Jerusalems durch die Kreuzritter. Oder den der "Befreiung" Konstantinopels. Aber da herrschten ja Christen .... Den Einwohner des Heiligen Landes ging es in der Mehrheit damals sicherlich besser als nach der Eroberung durch die Kreuzritter. Dass der Islam heute zum Teil für Intoleranz und Rückständigkeit steht, sollte nicht nicht vergessen mache, dass dies zur Zeit der ersten Kreuzzüge völlig anders war. .... |
|
|
@zelotti
"Ich möchte nur ausdrücken, dass ihre Polemik gegen das Kreuzrittertum konsequent auch die Existenz des Staates Israel in Frage stellt." Ich glaube das Hauptproblem ist, dass hier nun wieder das große Fass vom "Kampf der Kulturen" aufgemacht wird. Daran ist Muhabbetci auch nicht ganz unschuldig. Aber Sie versteifen sich jetzt derart darauf; Sie versuchen mit aller Gewalt, einer Religion bzw. einer "judeo-christlichen" Kultur das Recht zum Schwertgang zuzusprechen. Die Kreuzzüge hier hervorzukramen ist für das Thema "Breivik" alles andere als hilfreich. Genauso wie die vermeintlichen "judeo-christlichen" Wurzeln des Abendlandes, sind auch die "Kreuzzüge" ein im Rahmen der jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Abendland und Islam in Mode gekommenes polemisches Mittel. In beiden Fällen und mit der damit einhergehenden Zurechtbiegung der Geschichte, wird nur eine Verhärtung der Fronten erreicht. |
|
|
@zelotti schrieb am 04.08.2011 um 14:19
Wie bitte? Die Existenz des Staates Israel in Frage stellen? In dem ich die Kreuzritter Sache kritisiere? Also ich glaube sie sollten wirklich noch einmal, und noch einmal und noch einmal die Geschichte lesen und forschen. Die Kreuzritter waren nicht grad nett zu den Juden, ganz im Gegenteil wurden sie drangsaliert, geplündert, brutal niedergeschlagen. Die erneute befreiung Jerusalems durch die Moslems wurde breitwillig begrüßt. Den Urban der 2 versprach den Kreuzrittern, dass sie alles behalten durften was sie eroberten. 1071 eroberten die Seldschuken Jerusalem und gründeten dort ein Sultanat. Die Seldschuken waren nicht araber sondern gehörten der Turkstämme an. Auch bei eroberung Jerusalems ging es nicht um die Religion sondern um eine Macht demonstration. Jerusalem wurde nicht zwangsmissioniert, sie wurden nicht unnötig drangsaliert. Sie durften sowohl ihren Tempel weiterführen wie auch ihre Religion ganz offen ausleben. Viele Juden arbeiteten in Bankgeschäften oder Fernhandel. Es stimmt zwar das sie in Westeuropa nicht sehr verfolgt wurden, hatten aber dennoch keine Bürgerrechte! Bei den Kreuzritter predigten wurden die Juden etwa nicht verherrlicht sondern als "Jesusmörder", "Gottesmörder" abgestempelt. Viele sind erst gar nicht nach Jerusalem gezogen sondern plünderten und mordeten in der Umgebung, denn "ein Gottesmörder hat keine Berechtigung zum Leben". Also erzählen sie mir nicht von ihren "Christlich-Jüdischen wurzeln!". |
|
|
@zelotti schrieb am 04.08.2011 um 14:19
Wie bitte? Die Existenz des Staates Israel in Frage stellen? In dem ich die Kreuzritter Sache kritisiere? Also ich glaube sie sollten wirklich noch einmal, und noch einmal und noch einmal die Geschichte lesen und forschen. Die Kreuzritter waren nicht grad nett zu den Juden, ganz im Gegenteil wurden sie drangsaliert, geplündert, brutal niedergeschlagen. Die erneute befreiung Jerusalems durch die Moslems wurde breitwillig begrüßt. Den Urban der 2 versprach den Kreuzrittern, dass sie alles behalten durften was sie eroberten. 1071 eroberten die Seldschuken Jerusalem und gründeten dort ein Sultanat. Die Seldschuken waren nicht araber sondern gehörten der Turkstämme an. Auch bei eroberung Jerusalems ging es nicht um die Religion sondern um eine Macht demonstration. Jerusalem wurde nicht zwangsmissioniert, sie wurden nicht unnötig drangsaliert. Sie durften sowohl ihren Tempel weiterführen wie auch ihre Religion ganz offen ausleben. Viele Juden arbeiteten in Bankgeschäften oder Fernhandel. Es stimmt zwar das sie in Westeuropa nicht sehr verfolgt wurden, hatten aber dennoch keine Bürgerrechte! Bei den Kreuzritter predigten wurden die Juden etwa nicht verherrlicht sondern als "Jesusmörder", "Gottesmörder" abgestempelt. Viele sind erst gar nicht nach Jerusalem gezogen sondern plünderten und mordeten in der Umgebung, denn "ein Gottesmörder hat keine Berechtigung zum Leben". Also erzählen sie mir nicht von ihren "Christlich-Jüdischen wurzeln!". |
|
|
Guten Tag,
ich bin neu hier und hab leider nicht soviel Zeit aber einen Kommentar möchte ich doch zu Zelottis Aussage zu mein besten geben. Die Kreuzzüge, hmmm- waren die nicht in einer Zeit, wom es in Europa sehr lebenswert war und wo fast jede Familie seine eigene Hauspest pflegte? Welch judeo-christliche Wurzeln? wurden nicht die Juden zu allerzeit in Europa dämonisiert? Und noch was, als sich die ersten Kreuzzügler nach dem rummorden an die Kultur im heiligen Land anpassten, fingen sie an, sich zu integrieren- anpassen- die verschiedenen Religionen wert zu schätzen und dafür wurden sie vom Papst als Ketzer bestimmt..Die Geschichte ist schon eine schöne Wissenschaft, wenn man sich auch mit ihrer Gesamtheit beschäftigt. Bis zum nächstenmal- ich mus jetzt weg. |
|
|
In den vergangenen Jahrhunderten des Mittelalters wurden alle möglichen Gruppen hin und wieder mal dämonisiert aus welchen wirtschaftlichen Gründen auch immer. Das ist weltgeschichtlich in diesem Entwicklungszustand normal. Juden leben in Deutschland mindestens seit dem 4. Jahrhundert.
Als die kriegerische Expansion des Islam die Heiligen Stätten bedrohte und die Pilgerei von Christen nach Jerusalem, rief der Papst das heterogene Abendland zum Kreuzzug, immer nur mit dem Ziel der Rückeroberung Jerusalems und des Heiligen Landes. Erst die Franken haben die muslimischen Eroberer zurückgedrängt. Mühsam konnte der Islam wieder aus Spanien verdrängt werden. Bis heute ist Nordafrika und die Türkei unter der Knute des Islam. Die heutige islamische Einwanderung steht darin in keinem Zusammenhang, weil diese nach Europa nicht zur Eroberung kommen, sondern aufgrund der wirtschaftlichen Überlegenheit des Westens und der Rückständigkeit in der Entwicklung der muslimischen Welt. Deshalb wird allenfalls Aufklärung und judeochristliche Lebensart in die islamische Welt exportiert während unsere Gesellschaftsordnung weitgehend unbeeindruckt von der Schwertreligion bleibt. Dass das Alleinstellungsmerkmal, die Religion der Unterdrückung, in der Diaspora besonders verklärend gedeiht, das versteht sich von selbst. Leute wie Breivik und die Islamhasser übersehen die tatsächliche Unterlegenheit des Islam in unserer Gesellschaft. |
|
|
möglicherweise war Breivik für seine eigene Sache doch eher kontraproduktiv. Einer der vielen springenden Punkte scheint mir zu sein, dass Europa, seinen Medien sei dank, stante pede unterwegs zu einen geistigen Zustand war, bei dem die Gleichsetzung Terrorismus = Islamismus eine per Reflex zugewiesene Universalgültigkeit erlangte. Dieser Automatismus wurde durch die Morde massiv erschüttert, ob nachhaltig oder nur bis auf weitere Verdrängung werden wir sehen.
Jedenfalls waren vor Breivik praktisch alle relevanten Medien und Journalisten, inklusive Stammtische und Staatsmacht, bereit, dem Islamismus an die Kehle zu gehen, wo auch nur im entferntesten "alleinstehender Koffer" oder "bärtiger Mann mit Gürtel" drauf stand. Insofern, so verstörend das vielleicht klingt, könnten die Attentate eine Chance zu einem weniger einseitig verzerrten Blick bieten, zumindest, wenn das politisch erwünscht wäre. Wenn ich allerdings sehe, dass mittels muslimischer Terroristen zwar der Islamismus herbei geredet wurde, durch Breivik und Konsorten aber nicht der Christianismus definiert werden soll, könnte es aber auch sein, dass diese Chance schon längst wieder verspielt ist. Bei christlich-rechten Tätern tröstet sich das christliche Europa anscheinend lieber mit wahnsinnigen Einzeltätern und fragt nicht weiter nach Zusammenhängen. Im übrigen, echter Terrorismus in Gestalt seiner Hintermänner und -frauen ist nicht irrational. Er versteht sogar wesentlich mehr davon, wie die Welt tatsächlich funktioniert, als sich das ehrbare Bürger demokratisch-saturierter Gesellschaften je erträumen würden. Das macht die Art, wie Terroristen ihre Gesellschaftsutopien verwirklichen wollen, nicht erträglicher. Ist aber ein Indiz dafür, was für eine Welt sich Menschen tatsächlich geschaffen haben, unmittelbar unter dem Lack. Was Terroristen verbrecherischer Weise machen, wird von mächtigen Staaten legaler Weise betrieben, und damit meine ich bei weitem nicht nur die Achse des Bösen aka Schurkenstaaten. Den Unterschied für die befallenen Bevölkerungen lasse man sich von Staatstheoretikern erklären. |
|
|
Lieber Muhabbetci,
die Erleichterung darüber, dass es kein Moslem war, der den Terroranschlag verübt hat, kann ich nachvollziehen. Aber Norwegen ist bezüglich des christlichen Fundamentalismus noch ganz anders als zum Beispiel Deutschland. In den norwegischen Medien war man mit den Verdächtigungen Richtung Al-Quaida übrigens sehr vorsichtig. Selbst bei den Suggestivfragen deutscher Medienvertreter blieben die befragten Polizisten und Politiker immer neutral und verwiesen darauf, dass man noch nichts genaues darüber wisse. Auf N24, n-tv und den öffentlich rechtlichen Sendern hatte man den Terrorismus-Experten Elmar Theveßen zur Hand, der in dem Bombenanschlag sofort die Handschrift der Al-Quaida erkannte. Bei all den Hinweisen auf christlichen Fundamentalismus, darf man nicht vergessen, dass Norwegen erst um das Jahr 1.000 nach Christus und dann auch sehr langsam christianisiert wurde. Die Christianisierung Norwegens hatte eine lange Vorlaufzeit, weil die Norweger in der Wikingerzeit sehr stark mit der nordischen Mythologie der Asen verbunden waren. Der Prozess der Christianisierung kam erst in Gang mit der Berührung der norwegischen Wikinger mit dem Frankenreich und mit den Britischen Inseln, die schon Jahrhunderte früher christianisiert waren. Die Besiedlung Nordschottlands und Irlands durch Norweger brachte eine Mischkultur hervor, die im religiösen Bereich auch eine Mischreligion nach sich zog, die sich dann allmählich zum Christentum entwickelte. Diese Zögerlichkeit war übrigens reiner Pragmatismus. Man wollte weder Thor (den Gott des Hammers) noch Odin (den Gott des Sturms und der Blitze) verärgern, wenn man denn zum Christentum konvertierte. Heutzutage gehören etwa 80% der Norweger der evangelisch-lutheranischen Staatskirche an, deren Oberhaupt König Harald V. ist. In Norwegen gibt es starke fundamentalistische Strömungen, die auf das 19. Jahrhundert zurückgehen. Aus einer starken Laienbewegung entwickelten sich damals Freikirchen, die den christlichen Glauben besonders streng auslegten. Damals ging eine Welle des religiösen Wiedererwachens durch Norwegen. Es entstand eine Laienbewegung, die gegen die "halbherzige Religiosität" der ordinierten Kirchenmänner protestierte. Selbst heute ist es bei Einladungen zum Essen auf dem Lande angeraten, auf die manchmal zu später Stunde kommende Frage: "Hva tenker du om Darwin?" (Was halten Sie von Darwin?) möglichst diplomatisch zu beantworten, will man nicht die Herzlichkeit gegen ein eisiges Schweigen tauschen. In der norwegischen Politik waren und sind christlich-konservative Ansichten nicht aus der Mode. Von 1997 bis 2005 wurde Norwegen vom lutheranischen Pastor Kjell Magne Bondevik regiert, der sich den Kampf gegen Abtreibung, Homo-Ehe und Alkoholkonsum auf die Fahnen geschrieben hatte und mehr christliche TV- und Radiosender schaffen wollte. Durch Einwanderungen aus islamischen Ländern wird auch der Islam in Norwegen weiter verbreitet. Mittlerweile ist der Islam mit 100.000 Mitgliedern (2% der Bevölkerung) die größte Glaubensgemeinschaft nach der lutherischen Staatskirche. In der Hauptstadt Oslo, in der es seit einigen Jahren eine Groß-Moschee für 5.000 Gläubige gibt, stellen die Muslime bereits 7,5% der Bevölkerung. Die weltweit nördlichste Moschee befindet sich übrigens in der norwegischen Stadt Tromsø oberhalb des Polarkreises. |
|
|
@GeroSteiner schrieb am 03.08.2011 um 16:33
Danke Gerosteiner, sehr schöne info. Habe was dazu gelernt und stimme dir zu. Natürlich spielen sehr viele Faktoren eine Rolle und natürlich kann man das Christentum dämonisieren für die Tat eines einzigen. Mir geht es darum zu zeigen, das überall auf der Welt, durch Angst und Hasspredigt Menschen zu Amokläufern bzw. Terroristen werden können. Die Frage die wir uns eventuell stellen sollten wäre, hätte diese junger Mann diese Tat auch begangen wenn es nicht die Islamkritik gegen hätte so wie sie zur Zeit geführt wird? Man darf geteilter Meinung sein. Danke für die Info nochmals.. Liebe Grüße |
|
|
@Muhabbetci
Lieber Mustafa, freut mich, nach längerer Zeit mal wieder einen Deiner provokanten Texte lesen und kommentieren zu dürfen. Deine Hauptthese, dass der Terror keine Religion hat, kann ich nur unterstützen. Trotzdem gehst Du aus meiner Sicht zu weit, wenn Du im Umkehrschluss von Dir statt dessen Religionskritiker zu Anstiftern des Terror werden. Deren Meinung - selbst wenn sie falsch ist - ist für mich genauso von der Glaubens- und Gewissensfreiheit geschützt, wie mein eigenes Handeln und Reden, solange sie jenseits der Grenze der Gewalt bleiben. Diese Grenze zu überschreiten ist nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt, eigentlich nur, um noch größere Gewalt einzudämmen. Daraus leiten sich das Notwehrrecht des Einzelnen und das Gewaltmonopol des Staates ab, das nie ohne den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit angewendet werden darf. Gewalt ist dann abzulehnen, wenn sie nicht notwendig ist, wenn sie nur die zweitbeste Lösung darstellt, und andere Wege gangbar wären. Die hätte Anders Breivik gehabt. Er lebte nicht in einer Diktatur, sondern in einem freien Land, konnte seine Meinung - irrig oder zutreffend - frei äußern und damit die Hoffnung verbinden, die Welt zu verändern. Da liegt der Unterschied zwischen dem 20. Juli und dem 22. Und da liegt auch der Unterschied zwischen dem, was er vorher geschrieben oder abgeschrieben hat und dem, was er danach getan hat. Auf jeden Fall liegt ein klarer Bruch zwischen denen, die er zitiert und dem, was er getan hat. Alle Leute da auf Deinen Bildern werden das verurteilen und damit das Gegenteil ihres Anliegens verwirklicht sehen. Das ist anders als in der LTI-Diskussion (nach Klemperer). Der Judenmord des Dritten Reiches begann in der Sprache, dort gibt es keinen Bruch zwischen dem, was der Führer schrieb und was er umsetzte. Wichtigstes Kennzeichen einer gewaltevozierenden Sprache ist ihre Intoleranz, der vor sich her getragene Anspruch, alles platt zu machen, was sich einem im Weg steht. Da kann man nur mitmarschieren oder verlieren. So reden und argumentieren zweifellos auch heute noch Hassprediger aller Religionen, die Du und ich aber nicht im theologischen Ursinn des Wortes vor Gott als Christen oder Muslime ansehen würden. Durch diese Zweckenfremdung sind aber nur Herz und Verstand gefordert, das eine vom anderen zu unterscheiden, eine vollständige Diskreditierung jedweden Glaubens ist durch Hassprediger ebensowenig möglich wie durch die Aufnahme des "positiven Christentums" in das Programm der NSDAP von 1920. Für mich war bisher immer sehr wichtig, dass sich jemand so klar wie Du abgrenzt gegen eine falsche Inanspruchnahme seiner Religion zur vermeintlichen Legitimation von (anders nicht legitimer) Gewalt (s.o.). Genau dasselbe tut aber nach meiner bisherigen Kenntnis Necla ebenso, genau das. So verstehe ich jedenfalls ihr Anliegen. Vielleicht ist nur der Akzent anders als bei Dir: Du möchtest die Gläubigen vor der falschen Verdächtigung schützen, der Glaube an sich sei der Auslöser von Gewalt, sie schützt vielleicht eher die Gewaltopfer vor demselben Missverständnis. Ich kann deshalb nicht erkennen, dass irgendein gerader Weg von ihr zu Anders Breivik führt, den müsstest Du mir ggf. zeigen. Die umgekerte Tatsache, dass er sie zitiert und sich ihrer bedient hat, sagt darüber genauso wenig aus wie das "Postive Christentum" und die ganzen pseudoreligiösen Imitate des Nazi-Kultes etwas über das originäre Christentum rückwirkend determinieren können. Natürlich bin offen, mich überzeugen zu lassen, wenn Du diesen Zusammenhang tatsächlich (in kausaler Vorwärtsrichtung) belegen kannst, abr das müsstest Du schon. Bis dahin bin ich dafür, dass die oben Abgebildeten frei ihre Meinung weiter äußern dürfen, auch wenn sie nicht in jedem Fall die Meine ist. LG Dein Christian |
|
|
@ChristianBerlin schrieb am 04.08.2011 um 09:18
Hallo lieber Christian, wenn ein muslimischer hassprediger gegen Christen predigt und die Meinung vertritt " Christen hätten keine berechtigung zum Leben" und wenn darauf hin ein Spinner hingeht und Jagd auf Menschen macht, würdest du mir bestimmt zustimmen wenn ich diesen Prediger als den geistigen Anstifter hinstellen würde. Nun Broder und Wilders u.s.w. haben so ähnliche Sätze mehrmals von sich gegeben. Das dann irgendwann ein Spinner aufsteht und den Worten Taten folgen lässt ist, so leid es einem tut, nicht auszuschliessen. Beispiel:Und – so liest Breivik seinen “Mitstreiter” Broder – niemand unternimmt etwas dagegen, schon gar nicht die gefährlich naiven Linksliberalen, die – so wird Broder wiedergegeben – sich lieber physisch vergewaltigen liesen als den Gefahren zu widerstehen! Ich muss denke ich nicht alle hier zitieren. Das sind Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, dem entsprechend müssen sie oder sollten sie aufpassen wie sie etwas sagen. Kritik Islam ist nicht verboten, ich bin sogar ein absoluter befürworter dessen. So entsteht nämlich der Dialog. Aber ich finde es kontraproduktiv wenn fehler des einzelnen eine ganze Religion angeheftet wird. Al-Qaida wird von der Mehrheit der Muslime gehasst und dennoch müssen wir uns immer wieder anhören das wir ja eigentlich alle potenzielle Terroristen wären. Das ist eben das kontraproduktive an der Debatte. Necla Kelek hat in der ZDF wörtlich gesagt:" Wenn die muslimischen Männer keine Frau finden dann machen sie es mit Tieren, weil sie anders können". Lieber Christian, findest du dies produktiv, oder anders gefragt, ist so ein Satz für dich Islamkritik? Die Mehrheit der Muslime und der Christen finden den Terror nicht gut. Werden es auch nicht gutheißen, weil sie einfach nur Frieden wollen. Was auch immer vergessen wird, der Al-Qaida geht es nicht um ALLAH oder den Propheten, sie benutzen diese Wörter nur. Es war und ist nur politischer Natur. Aber damit drifte ich vom Thema. Meine Meinung ist, Terrorismus hat keine Religion und wird sie auch nie haben. Wir müssen lernen, das Christen und Moslems miteinander für eine Zukunft arbeiten müssen. Multikulturalität und der Fortschritt wird sich nicht aufhalten lassen, davon bin ich absolut überzeugt. Liebe Grüße |
|
|
Ihr Trick ist, dass sie Islam und Christentum auf eine Stufe stellen. Das ist anmaßend.
Der jüdisch-christlich-humanistische Geist ist die Grundlage der Moderne. Darum stützen sich die Antimodernistischen ja auch auf den rückständigeren Islam in ihrem Terrorismus Der Widerspruch ist doch ganz klar, der Islam bewahrt reaktionäre Familienbilder und Gewaltpraktiken im Recht, hat den Schritt der Säkularisation noch nicht ganz vollzogen, die Zeichen stehen eher auf Umkehr, Durchdringen der staatlichen Ordnung, Einführung von Sharia usw. All das kann mir in Deutschland natürlich egal sein, weil ich ja nicht unter einer islamischen Gesellschaftsordnung leben muss. Leute, die behaupten, der Islam sei auf dem Vormarsch hierzulande, wissen, dass dies nicht mehr als eine xenophobe Lüge ist. Ich finde Leute wie Broder einfach unmöglich. Seine Haupthassfigur ist nicht der Islam, sondern der "Gutmensch", der Verhamloser. Die Wahrheit ist, dass wir islamischen Fundamentalismus intellektuell nicht ernst nehmen, auf ihn berechtigterweise hinabsehen. Jede Manifestation der Gewalt zeigt uns nur die Unterlegenheit dieser Ideologie, welche den Anschluss an die Moderne verpasst hat. Das kulturale Christentum auf das sich Breivik besinnt mit Referenz zu den Kreuzrittern ist letzten Endes nichts als eine Spiegelung des islamischen Terrors und kann ohne ihn kaum gedacht werden. Richtig ist aber, dass die Kreuzzüge und die Verteidigung unserer Zivilisation gegen die muslimen Herrschaftsbereiche die kulturelle Klammer der Völker Europas sind. Das verbindende Element Europas ist die Fahrt ins Heilige Land, so wie es für die Klassiker die Fahrt nach Rom war, oder für den Absolutismus der Besuch des französischen Hofs. In dem Maße wie Europa Identität sucht als Gemeinschaft, rückt die gemeinsame Gegnerschaft zur islamischen Gesellschaftsordnung wieder in das Zentrum. Natürlich braucht niemand eine "Multikulturalität" zu akzeptieren dergestalt, dass Frauen in der islamischen Bevölkerungssparte unterdrückt werden dürfen usw. Multikulturalität betont das Nebeneinander der Kultur, ganz wie in einem Zoo. Das ist ahistorisch. |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 19:51
@ zelotti
Fragt sich nur was hier anmaßend ist. Die maßlose Überlegeneheit des christlichen Kulturkreises zu behaupten oder von einer Gleichberechtigung der unterschiedlichen Religionen auszugehen? Das verbindende Element Europas ist die Fahrt ins Heilige Land, so wie es für die Klassiker die Fahrt nach Rom war, oder für den Absolutismus der Besuch des französischen Hofs. Von welcher Zeit sprechen sie jetzt? Von der heutigen? In dem Fall lägen sie falsch, würde ich meinen. Die meisten Europäer legen keinen Wert auf eine Fahrt ins heilige Land, um sich ihrer kulturellen Identität bewusst zu werden. Sie vergessen außerdem als kulturelle Wurzel Europas den Hellenismus, die Antike, und wie wir wissen sind die Texte über den Umweg einer Rezeption im islamischen Kulturkreis in der Renaissance erst wieder nach Europa gelangt. Ein schönes Beispiel für die gegenseitige Beeinflussung und Durchdringung der verschiedenen "Kulturkreise". Der jüdisch-christlich-humanistische Geist ist die Grundlage der Moderne. Darum stützen sich die Antimodernistischen ja auch auf den rückständigeren Islam in ihrem Terrorismus. Die Geschichte von Europa ist überhaupt durch brutalste Kriege und Zerrüttungen gekennzeichnet und der gegenwärtige Frieden ist ein denkwürdiger historischer Zustand. Ich denke, dass der von ihnen beschworene jüdisch-christlich-humanistische Geist mit Sicherheit zur Rationalierung und industriellen Revolution in Europa seinen Beitrag geleistet haben mag, er enthält aber ebenso die Grundlage für Rückständigkeit und antimodernistische Bestrebungen. Die Säkularisierung und Modernisierung ruft als Gegenbeweging auch immer fundamentalistische Bewegungen hervor. In dem Maße wie Europa Identität sucht als Gemeinschaft, rückt die gemeinsame Gegnerschaft zur islamischen Gesellschaftsordnung wieder in das Zentrum. Bei ihrer Beschreibung liegt es ja eigentlich klar auf der Hand, dass es sich hier auf der Ebene der Imagination um ein massenpsychologisches Phänomen der Feindbildkonstruktion handelt. Inwieweit die Realität dieser Feindbildkonstruktion entgegen kommt sei jetzt erstmal dahin gestellt. |
|
|
Das Feindbild spiegelt, wie gesagt, das islamische Feindbild: die Haßprediger, die Selbstmordattentäter, die Idioten, die sich über Karikaturen aufregen.
Gäbe es die nicht,wären die nur halb so tolerant wie Sie & Konsorten von uns fordern, gäbe es die auch nicht, jedenfalls weit weniger. Wenn ich Bilder sehe, wie in Pakistan ganze Straßen voller Leute mit Schaum vorm Mund, die haßerfüllt gegen europäische Kultur demonstrieren, dann habe ich keine Lust, eine Religion, die so etwas verursacht, hier stark werden zu sehen. Dann die offensichtliche Benachteiligung der Frauen durch Zwangsehen, Ehrenmorde, dumme sexuelle Vorschriften wie Verbot vorehe- und außerehelichen Geschlechtsverkehrs, vor allem für die Jugend eine Bevormundung und eine Tortur, auch wenn die das selber gut finden: deshalb ist es ja so blöd. Der weit verbreitete Glaube, der Koran sei wortwörtlich von Gottes Sekretär, dem Erzengel Gabriel diktiert worden: so eine dummes ungeordnetes Durcheinander, mit so primitiven Vorschriften. Allmählich verliere ich die Lust weil Sie sich so klug-blöd stellen: wie ein pubertierender Knabe, der Argumentationstricks versucht. Ein letztes Mal zur Bewertung mit zweierlei Maß: der Schleier ist eine Frechheit, eine rein sexuell motivierte Zwangsbekleidung für Frauen, die sie auf ihre sexuelle Funktion reduziert: der wurde ganz einfach deshalb eingeführt, weil in der Anfangszeit des Islams sehr rauhe Sitten galten: die Frauen wurden zugeteilt, waren weniger wert als ein gutes Kamel. Wenn die Frauen alleine waren, im Haus oder unterwegs, da mußten sie verdeckt werden, um Bewerber, und auch Vergewaltiger, zu dämpfen: die sexuellen Reize zudecken. Und natürlich auch: wenn die Männer sich die Frauen einfach nahmen, waren die unzufrieden, ob sie wollten oder nicht, und wenn sich dann Blicke trafen.... Also die sexuelle motivierte Verkleidung aus frühen, dumpfen Zeiten. Und diesen furchtbaren Quatsch jetzt als "Gotte Vorschrift" für die Menschen ausgeben: das ist so unverschämt, so dumm, so primitiv, so frech, das schlägt dem Faß den Boden aus. Und jetzt zu zweierlei Maß, ihr oberschlauen Möchtegernintellektuellen Klugscheißer: angenommen, durch einen historischen Zufall wäre es umgekehrt: dieses Kopftuch wäre christliche Vorschrift, trotz inzwischen freier Sexualität und Partnerwahl, und die islamischen Frauen bräuchten es nicht, trotz ihrer sexuellen Fremdbestimmung im Namen der Familienehre: war würdet ihr euch darüber aufführe ? Ihr würdet ohne Unterlaß, in jedem Kommentar zu diesem Thema auf diesen christlichen Brauch, wenn es ihn gäbe, herumhacken und den fortschrittlichen Islam herausstellen. Aber so müßt Ihr in Eurer Toleranz dieses Kopftuch tunlichst übergehen und irgendwie rechtfertigen,was weiß ich wie. Mein letzter Beitrag zu diesem Thema. Es hilft ja doch nichts. |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 22:59
Mein letzter Beitrag zu diesem Thema. Es hilft ja doch nichts.
Gott sei's gedankt. So viele Worte wurden verschwendet. |
|
|
Sie meinten sicher Allah.
|
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 23:13
Inch'allah, lieber richard, wollen wir jetzt aber den Mantel des Schweigens um ums hüllen, nicht.
|
|
|
Warum ?
Was sagen Sie zum Schleier ? |
|
|
Überhaupt, ich habe meinen Standpunkt dargelegt, ich warte auf Erwiderung.
Ich bringe jetzt nur keine neuen Argumente. Warte auf Ihre möglichst helle Reflektion. |
|
|
Hallo Richard,
Jeder kann herumlaufen, wie er möchte. Außer, möglichst nicht ganz Nacht und keine Burkas. Alles andere dazwischen soll nicht meine Sorge sein. Und ich sehe auch keine unterdrückten Frauen, wenn, dann selber Schuld. Nur meine unbedeutende individuelle Ansicht. (Mein Gott, jetzt Antworte ich schon auf pille palle Fragen:() Du bist echt ne Marke:) |
|
|
Sie behaupten also, alle islamischen Frauen wollen den Schleier tragen ?
|
|
|
schrieb am
07.08.2011 um 00:04
@ richard
Ich gehe mal über ihre Beschimpfungen hinweg. Zum Schleier kann ich nicht viel sagen. Soweit ich weiß ist er mehr ein kultureller als ein religiöser Brauch. Könnte ich jetzt nicht sagen, inwieweit das Tragen vom Schleier überhaupt ein religiöses Gebot ist. Der Schleier als Schutz vor den männlichen Blicken kann je nach Perspektve als unterdrückend oder befreiend verstanden werden. Unterdrückend, weil er die Frau die freie Entscheidung über ihr äußeres Erscheinungsbild nimmt und als Ausdruck einer patriarchalischen Machtausübung angesehen wird; befreiend, weil er die Sexualität aus der sozialen Praxis ausklammert. Also würde ich ihre Interpretation, dass der Schleier die Frau auf ihre Sexualität reduziert zumindest anzweifeln. Ich sehe auch die Gefahr, dass man hier die Situation der Frau in der anderen "Kultur" instrumentalisiert, um zu zeigen wie schlimm und verderbt diese Kultur ist, allerdings nur als Vorwand um dann gegen diese Kultur zu Felde zu ziehen. Dieses Muster ist zumindest historisch nicht neu und recht gut belegt. Z.B in der während der britischen Kolonialherrschaft in Indien oder in der jüngeren Geschichte die Rechtfertigung des Afghanistankriegs durch Bush mit der Lage der Frauen in dem Land. Die Lage der Frauen war zu dem Zeitpunkt sicher unbestreitbar und objektiv schlecht, nur ist die interessante Frage seit wann sich Bush dafür interessiert hat. Zur Sexualität im Christentum kann ich Ihnen mehr erzählen, da ich mich gerade damit beschäftige. Im (katholischen) Christentum ist das religiöse Symbol der Jungfrau Maria ein Vorbild für viele Frauen. Ein vollkommen entsexualisiertes Wesen, dass praktisch sprachlos ist und nur auf die Erscheinung reduziert wird. Dieses heilige, entsexualisierte Wesen hat kaum mehr menschliche Züge. Ihre konstruierte Biographie läuft den realen, konkreten Erfahrungen von Frauen, die mit der Marienverehrung aufwachsen, komplett zuwider. Der Sexualität steht das Christentum generell häufig ablehend gegenüber. Sie dient im Idealfall nur der sexuellen Reproduktion und schließt Lust und Freude absolut aus. Das geht u.a. zurück auf manichäische und gnostische Einflüsse ganz zu Beginn der Geschichte des Christentums. Im Übrigen ist ihr Beispiel mit dem christlichen Brauch des Kopftuches gar nicht so weit her geholt. Bei Paulus heißt es, die Frau habe in der Gemeinde ihr Haupt zu bedecken. Ich weiß nicht inwieweit diese eindeutige Anweisung in der Bibel auch tatsächlich zu einem Brauch wurde und bis wann er praktiziert wurde. Das Christentum hat jedenfalls geschichtlich belegbar eine innige Komplizenschaft mit der patriarchalen und heterosexuellen Ordnung, das fängt an mit dem Schöpfungsmythos und der Erschaffung der Frau aus der Rippe des Mannes als Legitimation für's Patriarchat und lässt sich beliebig fortsetzen... |
|
|
Das geht uns einfachmal so gar nichts an. Und ja, ich schätze, das 85% der Damen gerne ihren Schleier tragen.
|
|
|
@Richard
Das geht uns alles überhaupt nichts an, finde ich. Aber, ja, ich schätze, das 85% der Damen ihren Schleier lieben. |
|
|
@Richard
Das geht uns alles überhaupt nichts an, finde ich. Aber, ja, ich schätze, das 85% der Damen ihren Schleier lieben. |
|
|
@Richard
Das geht uns alles überhaupt nichts an, finde ich. Aber, ja, ich schätze, das 85% der Damen ihren Schleier lieben. |
|
|
@Richard
Das geht uns alles überhaupt nichts an, finde ich. Aber, ja, ich schätze, das 85% der Damen ihren Schleier lieben. |
|
|
@zelotti
"Das kulturale Christentum auf das sich Breivik besinnt mit Referenz zu den Kreuzrittern ist letzten Endes nichts als eine Spiegelung des islamischen Terrors und kann ohne ihn kaum gedacht werden. Richtig ist aber, dass die Kreuzzüge und die Verteidigung unserer Zivilisation gegen die muslimen Herrschaftsbereiche die kulturelle Klammer der Völker Europas sind." Ich würde Sie gerne falsch verstehen - aus dem zitierten Absatz verstehe ich aber nur: Breiviks Massaker wäre ohne den islamistischen Terror gar nicht denkbar gewesen. Breivik besinne (!) sich auf eine etwa 1000 Jahre währende Verteidigungshaltung des Christentums und "unserer Zivilisation" gegen den Islam, welche eine "kulturelle Klammer der Völker Europas" darstelle. Er habe sich also in das Gewand eines Kreuzritters begeben und einen in der Form drastischen Vollzug des Krieges geführt, in dem wir uns ohnehin befinden. Sagen Sie mir, dass ich Sie falsch verstehe und/oder, wie man diesen Absatz anders auffassen soll. Für mich ergibt sich bisher keine andere Konsequenz, als wie ich sie hier geschildert habe ... |
|
|
@nil
"Und ich sehe auch keine unterdrückten Frauen, wenn, dann selber Schuld. Nur meine unbedeutende individuelle Ansicht." "Aber, ja, ich schätze, das 85% der Damen ihren Schleier lieben." Sie wollen sich einreden, dass 85% der Damen ihren Schleier lieben. Auf welcher Wolke leben Sie eigentlich? Kleiner Tipp: Fahren Sie mal in den Iran, oder schärfer noch, nach Afghanistan oder Saudi-Arabien und lassen dort ihre "unbedeutende individuelle Ansicht" prüfen! |
|
|
@miauxx
bevor mann wer anderer eine reise vorschlägt, sollte mann vielleicht klären, über welche weltgegend mann gerade spricht. vielleicht liegt nil ja mit ihrer schätzung für deutschland nicht ganz daneben? für iran sähe das etwas anders aus - wobei auch im iran frauen sich wohl verbitten würden, ihr rechtssubjekt-sein auf das ablegen des tschador zu reduzieren, denn da gibt es einige, die halten es für wichtiger, richterin werden zu können, egal ob mit oder ohne, als ohne rumlaufen zu müssen und dennoch nicht richterin werden zu dürfen ..... aber: diesem wildgewordenen templer ging es nicht darum, die iranische frauenbewegung zu unterstützen. oder sich dafür einzusetzen, dass frauen in saudi-arabien nicht nur auto-fahren sondern auch geschäftliche verhandlungen mit männern führen. oder sonst irgendwo mit dafür zu sorgen, den slogan 'frauenrechte sind menschenrechte' umzusetzen. dem ging es nur darum, die zu bestrafen, welche ihn seiner meinung nach daran hindern, muslimischen und anderen männern die herrschaft über 'ihre' frauen streitig zu machen. und dabei hat er, dieser wildgewordene templer, nicht nur ein paar norwegische jungmänner abgeknallt, sondern auch ein paar norwegische jungfrauen, darunter auch unverschleierte muslimische -> www.tagesschau.de/ausland/norwegen218.html und es erzähle mir keiner, diese und andere hätte der wildgewordene templer ja eigentlich garnicht gemeint! |
|
|
Richard der Hayek schrieb am 06.08.2011 um 23:27
.. dann mal eine Erwiderung auch von mir: Ich bin eine "biodeutsche" Muslima. Blond. Mit einem getesteten und belegten IQ von 139 Punkten. Wenn ich meinen Hijab nicht hätte, würde ich wohl allerdings einzig und allein auf mein Aussehen reduziert werden: Blond. Mit einer durchaus sehr weiblichen Figur (Mal ehrlich: vermutet da jemand so einen IQ-Score? Eher nicht, würde ich sagen) Ich "verkleide" mich also mit einem Hijab. Hat für mich den Voreteil, dass ich auch mal intelligente Gespräche führen kann und nicht als "dummes Blondchen" angeguckt werde. So eine Kopfbedeckung schützt bei dem Wetter in İstanbul übrigens auch prima vor Wind und Sonne... |
|
|
@ Richard und Zottel
Und weil es so schön war, poste ich es noch einmal! Besser als Swami Vivekananda kann man es gar nicht ausdrücken. Swami Vivekananda: „Wenn das Parlament der Religionen der Welt etwas gezeigt hat, dann ist es Folgendes: Es hat der Welt bewiesen, dass Heiligkeit, Reinheit und Mildtätigkeit nicht ausschließliche Besitztümer irgendeiner Kirche in der Welt sind und dass jedes System Männer und Frauen von erhabenstem Charakter erzeugt hat. Angesichts dieser Tatsachen bemitleide ich von ganzem Herzen denjenigen, der vom ausschließlichen Überleben seiner eigenen Religion träumt und von der Zerstörung der anderen; und ich zeige ihm, dass auf dem Banner jeder Religion trotz Widerstandes bald geschrieben stehen wird: „Hilfe und nicht Kampf“, „Gegenseitiges Durchdringen und nicht Zerstörung“, „Harmonie und Frieden und nicht Widerspruch“.“ – Übersetzung von Yotishman Dam aus Nikhilananda, Swami: Vivekananda, A Biography, Calcutta 1987 ENDE und ANFANG |
|
|
@Redaktion
Warum finde ich diesen Beitrag nicht mehr bei den meist Kommentierten auf der ersten Seite ? |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 22:16
@ Nil
Wahrscheinlich, weil er älter als sieben Tage ist. |
|
|
@ Mabil
Aber er ist nicht älter als einen Monat, da ist auch keine Spur von diesem Beitrag. Auch nicht bei vergangene meist Kommentierte Beiträge. Ist doch komisch ? |
|
|
schrieb am
06.08.2011 um 22:43
@ Nil
Für die Monats Top Five sind's nicht genug Kommentare. Also ich glaube schon, dass alles mit rechten Dingen zugeht. |
|
|
@Mabil
Ich hatte mich geirrt. Danke Mabil. Hab eine gute Nacht. (Übrigens erwarte ich immer noch Kommentare zu meinem ersten Beitrag. Du bist auch herzlich eingeladen. Ich stehe nicht so sehr, auf die Inflation, von Beiträgen, deshalb.) |
|
|
schrieb am
07.08.2011 um 00:35
Danke schön. Mabli, übrigens. ;-)
|
|
|
Ich muss schon gestehen, ich bin hellauf begeistert von den Kommentaren die hier ganz offen geschrieben werden. PI-News würde vor Neid platzen wenn sie das hier sehen würden.
Es ist schon eine recht komische Sache mit dem Christlich-Jüdischer Kultur. Den eigentlich haben die Juden mehr gemein mit den Arabern ( beide Semiten) als mit den Christen. Was mich aber dann doch traurig stimmt ist die ausgrenzung ganzer Geschichtsepochen. Ich will gar nicht erst tief in die Geschichte eingehen, lassen sie uns über die letzten Kriege reden. 6 Millionen Juden wurden brutal ermordet. Die Kirche hat z.T. mitgemacht, dies gesegnet und auch gutgeheißen. Ich frage mich wo da der Humanismus blieb? Nun gut, lassen wir die Nazi-Zeit beiseite. Nehmen wir Iran als Beispiel, Wikipedia schreibt dazu:Am 3. August 1953 hatte Roosevelt eine lange Unterredung mit Schah Mohammad Reza Pahlavi. In den Planungsunterlagen von TPAJAX wurde festgehalten, dass „Wenn der Schah nicht den Vorschlägen der Vertreter der US-Regierung folgt, und die entsprechenden Dokumente unterzeichnet, wird General Zehadi davon in Kenntnis gesetzt, dass die Vereinigten Staaten auch ohne die aktive Zusammenarbeit mit dem Schah handeln werden.[13]“ Roosevelt hatte klare Anweisungen. Er sollte dem Schah mitteilen, „wenn er nicht kooperiere, seine Dynastie bald am Ende sein werde. Die Vereinigten Staat und Großbritannien hatten ihn in der Vergangenheit, trotz einiger Missverständnisse, unterstützt und würden ihn auch in Zukunft unterstützen. Wenn er allerdings jetzt nicht handle, würde diese Unterstützung beendet.[14]“ -Zitat ende- Kommen wir zum Afganistan Krieg. Man errinere sich an den Rambo-film. Als Stallone mit den Islamisten Seite an Seite gegen die Russen in den Krieg zog. Amerika unterstützte diese Islamisten, lieferte ihnen Waffen, Nahrung und allerlei was sie brauchten. Als dann die Russen geschlagen wurden und der Kommunismis im grossen und ganzen keine Bedrohung mehr darstellte, hörte Amerika auf die Islamisten zu beliefern! Diese wiederum merkten plötzlich das sie ja eigentlich nur benutzt worden, also machten sie genau das, was sie zuvor ja gelernt hatten. Sie suchten sich einen neuen Feindbild und da kam Amerika sehr gelegen, da sie ja die Islamisten hintergegangen und benutzt hatte. Aber lassen wir auch dies beiseite und schauen die ach so tolle humanitäre Seite Europas und Amerikas an. Die grössten Waffenhersteller dieser Welt und nicht ein muslimischer Land ist mit dabei! Amerika, Frankreich, Deutschland, Russland, Spanien, Italien u.s.w. Wofür Waffen produzieren wenn man sie nicht verkaufen sollte? Vor allem, an wen..? Das die Amis nicht von den Deutschen und die Deutschen nicht von Spanieren kaufen werden dürfte allen klar sein. Zwei mal dürfen sie raten an wen die Lieferungen nun gehen. Wollen wir über Saddam reden und wie es dazu kam das er Kuwait angriff? Ich denke lieber nicht. Christlicher Humanismus? Stellen sie sich vor sie wären ein Moslem und dann versuchen sie bei all diesen hinterhältigen Machtspielen den Humanismus zu sehen, ich kann es nicht.. |
|
|
"und dieser Norweger war ein Christentum fanatiker, ein Fundamentalist.Nennen sie es ruhig beim Namen!"
Ach was. In seinem dicken Schinken kann man nachlesen, dass er ein völlig instrumentelles Verhältnis zum Christentum hat, etwa S. 1344f. Es ist ihm einfach das Andere zum Islam, was immer er sich unter Islam und Christentum vorstellt. |
|
|
Wir, die Ungläubigen . . .
von Andrew Cohen Vor einigen Jahren machte ich eine schockierende, außergewöhnliche und zugleich völlig offensichtliche Entdeckung: Die meisten von uns glauben einfach nicht an die Evolution des Bewusstseins. Und ich meine damit nicht nur jene, die überzeugt sind, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschuf. Ich meine jene von uns, die die Evolutionstheorie akzeptieren und die sich, zumindest bis zu einem gewissen Grad, der multidimensionalen Natur ihrer Manifestation in unserer Umwelt bewusst sind. Wir glauben an eine kosmologische Evolution und begreifen, dass wir nicht in einem statischen Universum leben, sondern in einem, welches wesentlicher Bestandteil eines Tiefenzeit-Evolutionsprozesses ist. Wir hegen keinerlei Zweifel daran, dass das Universum vor vielen Milliarden Jahren aus einem blendenden Licht- und Energieblitz entstanden ist. Wir glauben an die biologische Evolution, und es fällt uns nicht schwer zu verstehen, wie das Leben sich von niederen Formen, wie Würmern und Schmetterlingen, entwickelt hat, hin zu höheren, wie Delphinen und Menschen. Und viele von uns erkennen sogar, dass die Kultur sich im Laufe der Zeit weiter entwickelt, und sehen diese Entwicklung–auf einer kollektiven Ebene– als Ausdruck unserer menschlichen Kapazität für immer größere Komplexität und Integration. Wir glauben an den evolutionären Prozess, weil wir ihn überall auf so überaus vielfältige Weise erfahren können: Bewegung, Ausdehnung, Veränderung, vom Leben zum Tod zu neuem Leben. Aber wenn es um Bewusstsein geht, insbesondere um das eigene, habe ich festgestellt, dass es da mit unserem Glauben an genau denselben Prozess doch sehr hapert. Wir glauben an Evolution als eine objektive Tatsache des Lebens und des kreativen Prozesses, aber nicht notwendigerweise als ein lebendiges Potenzial, welches unserer eigenen subjektiven Erfahrung innewohnt. Ich war verblüfft, dass sogar viele von uns, die bereits engagierte Sucher sind, nie darüber nachdenken, dass unser ureigenstes Bewusstsein, unsere tiefstempfundene Erfahrung des Selbst, sich tatsächlich weiterentwickeln könnte. Es muss daran liegen, dass es für ein Subjekt ein unglaublicher Quantensprung ist, zum Objekt seiner eigenen Aufmerksamkeit und Intention zu werden. Ich meine nicht nur das Gewahrwerden der Erfahrung oder Tatsache des Bewusstseins auf rein subjektiver Ebene, um die es bei der spirituellen Erfahrung typischerweise geht. Ich weise auf etwas hin, das noch schwieriger zu begreifen ist, und das ist das lebendige Potenzial für Entwicklung und Wachstum, welches dem Bewusstsein selbst innewohnt. Nun, was bedeutet das? Es bedeutet, dass die gefühlte/wissentliche Erfahrung, man selbst zu sein, sich entwickeln und in Richtungen verändern kann, die wir uns einfach nicht vorstellen können. Wie ist es für das Bewusstsein, sich weiter zu entwickeln? Wir können uns mit dem Verstand kein Bild davon machen, denn eine solche Entwicklung ist eine Reise vom Groben zum Subtilen und durch Denken nicht erreichbar. Wie sollen wir uns etwas bildlich vorstellen, das wir nicht begrifflich fassen können? Solange wir sie gedanklich objektivieren können, sind wir in der Lage, uns unsere eigene Entwicklung vorzustellen. Wir können uns beispielsweise vorstellen, dass wir Gewicht verlieren und Muskeln aufbauen, oder dass wir Algebra, Chinesisch oder Gitarrespielen lernen. Wir können uns sogar vorstellen, wie wir weniger egoistisch und stattdessen mitfühlender werden. Aber wir können uns schlichtweg nicht unser eigenes Selbst vorstellen, wie es sich auf der Ebene des Bewusstseins an sich entwickelt. Es ist wichtig zu sehen, welch unvertrauter Gedanke dies in unserer Kultur eigentlich ist. Wir werden so gut wie nie dazu ermutigt, uns mit unserem eigenen evolutionären Potenzial auf einer solch grundlegenden Ebene auseinander zu setzen, und folglich haben es die meisten von uns auch nie in Erwägung gezogen. Denken Sie einmal nur einen Moment darüber nach: Wie wäre es für mein Selbst, sich in seinem ureigensten Wesen weiter zu entwickeln? Wie wäre es, auf einer Ebene zu wachsen und sich zu entfalten, die so grundlegend ist, dass ich nie fähig wäre, sie zu sehen, und dennoch andere in der Lage wären, ihren Ausdruck zu erkennen? Wenn wir auch nur beginnen können, uns intensiv mit dieser Frage zu befassen, dann nehmen wir auf geheimnisvolle Weise bereits an eben jener Evolution des Bewusstseins teil, von der ich gesprochen habe. Und wenn wir das ernsthaft tun, werden wir daran beteiligt sein, einen wundersamen Prozess bewusst zu machen, der vor vielen Milliarden von Jahren in einem Blitz aus Licht und Energie geboren wurde und erst jetzt beginnt, sich seiner selbst bewusst zu werden–durch uns. Andrew Cohen, Gründer und Herausgeber von What Is Enlightenment?, ist seit 1986 spiritueller Lehrer und Autor zahlreicher Bücher, darunter Erleuchtet leben und Himmel und Erde umarmen. Weitere Informationen unter andrewcohen.org |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen