Muhabbetci

Lesen ist Lernen...!

24.12.2011 | 07:48

Völkermord: Ja oder Nein?

Der türkische Regierungschef Erdogan wirft Sarkozy "Hass gegen Muslime und Türken" vor und der türkische Botschafter verlässt Paris.

Die Frage was nun genau im 1. Weltkrieg zwischen Armeniern und der damaligen Türkei passiert ist, erhitzt die Gemüter in Europa.
Jedes Land, die eines Völkermordes beschuldigt wurde hatte eine Gerichtsverhandlung wo man versuchte eindeutig zu beweisen dass es entweder ein Völkermord gab oder nicht. Jedes Land...? Nein! Bis heute gab es keine Verhandlung darüber wie und was genau der Türkei eigentlich nun vorgeworfen wird. Denn wenn einem ein Mord vorgeworfen wird, dann erwartet man auch das man mit einem fairen Prozess rechnen kann.
Lassen sie uns die Beweise anschauen um einen Urteil zu fällen:

Seit Jahren erklärt sich die Türkei bereit; die Geschichte von einem unabhängigem Historiker-Gremium untersuchen zu lassen. Dafür braucht Armenien nur ihre Archive zu öffnen wie es auch die Türkei getan hat, doch aus unerklärlichen Gründen lehnt Armenien das ab. Warum eigentlich? Man müsste doch meinen die Armenier würden eine unabhängige Untersuchung begrüßen.

Lepsius ein Lügner!
Die Hauptquelle für den Vorwurf eines Völkermordes an den Armeniern ist der deutsche Missionar Johannes Lepsius. 1919 veröffentlichte er Dokumente, die den Völkermord belegten, aber an vielen Stellen manipuliert und verfälscht waren. Aber auch die Rolle Deutschlands an der Armenierfrage hat Lepsius gern verschwiegen. Historisch eindeutig bewiesen ist unter anderem, dass Lepsius  für das Deutsche Reich Spionage betrieben hatte und keineswegs der unschuldige Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde Kurz gesagt; er gilt unter Historikern als nicht glaubhaft und sollte mit Vorsicht zur Rate gezogen werden.

Die Bey-Dokumente
Auch die sogenannten "Andonian-Dokumente" (Die Bey-Memoiren) wird von vielen Experten als Fälschungen angesehen.

    Yves Ternon (1989): „Sie sind wahrscheinlich authentisch

    Michael M. Gunter (1989): „Die Arbeiten von Mevlanzade Rifat und Andonian sind notorische Fälschungen.“

    Andrew Mango (1994): „zweifelhaft dem osmanischen Kriegszeit-Innenminister Talaat Pascha zugewiesene Telegramme

    Klaus Kreiser (1996): „Talat-Paşa-Telegramme. Gefälschte Telegramme des osman. Innenministers und führenden Mitglieds des jungtürkischen Triumvirats.

  Guenter Lewy (2005): „Es ist klar, dass die Kontroverse über die Authentizität der Naim-Andonian-Dokumente nur dadurch gelöst werden wird, indem relevante osmanische Dokumente entdeckt und publiziert werden und das wird womöglich niemals geschehen. Bis dahin, würde ich argumentieren, dass Orels und Yucas äußerst sorgfältige Analyse dieser Dokumente genügend Fragen über ihre Echtheit aufgeworfen hat, um ihre jedwede Verwendung in einer seriösen wissenschaftlichen Arbeit unakzeptabel zu machen.

Heute geht man davon aus dass diese Dokumente Fälschungen sind und daher als Beweismaterial für ein Völkermord nichvon bedeutung sind.

Der britische Historiker
Dann hat man noch die Quelle des britischen Historikers Dr. Arnold Toynbee und sein Buch "Blue Book". Doch auch dieser wurde als Lügner entlarvt und wird seitens seriöser Historiker nicht mehr als Beweis zugelassen. Aber auch er selbst hat in seiner Biographie rückblickend zugegeben, dass seine Einseitigkeit ein" Verrat an der historischen Wahrheit" und dass er "den Türken gegenüber ungerecht war".

Die Frage bleibt weiterhin offen...

Das auf beiden Seiten Fehler gemacht und Menschen getötet wurden kann und sollte natürlich niemand abstreiten. Doch wurde bewusst ein Volk massakriert und wollte man Armenier ein für alle mal vernichten?
Diese Frage scheint Frankreich für sich beantwortet zu haben obwohl ich nicht verstehe warum Sarkozy die Armenierfrage für seine politischen Ziele instrumentalisiert. Selbst der Bruder des getöteten Hrant Dink sagte der türkischen Presse, das er gegen diese Art der Instrumentalisierung wäre und dies niemals unterstützen wird. Das von den 500 Abgeordneten der französischen Nationalversammlung, bei der Abstimmung nur knapp 50 anwesend waren sollte vielleicht auch zur Sprache gebracht werden.

Wenn sie der Angeklagte wären
Sie sind angeklagt einen Mord begangen zu haben. Es kommt heraus, die Beweise sind gefälscht, die Zeugen lügen, andere Beweise die sie entlasten könnten werden  vorenthalten und obwohl kein Richter bereit ist über sie zu Urteilen, sollen sie die Todesspritze bekommen.

Bei allem nötigem Respekt vor den Opfern, bei so vielen Täuschungen, gefälschten Beweisen, manipulierten Zeugenaussagen ist es mir nicht möglich den Völkermord anzuerkennen.
Die beste Losung wäre doch ein unabhängiges Experten Team mit dieser Sache zu beauftragen, alle Fakten auf den Tisch zu legen und sich dem Urteil dieser Experten zu beugen.
Ich kann nicht behaupten dass es keinen Völkermord gab aber auch nicht dass es einen gab!

Mustafa Çelebi

Bild

Quellen:

Gust, W., Vorwort zu den Manipulationen

Gust, W., Magisches Viereck - Johannes Lepsius, Deutschland und Armenien

The Memoirs of Naim Bey

Wer manipulierte die Dokumente in „Deutschland und Armenien“?


 Cem Özgönül

 

Da ich keine Lust mehr habe mich immer wieder zu wiederholen, habe ich beschlossen die wichtigsten Punkte, hinsichtlich der Manipulation zusammen zufassen. Dabei habe ich sowohl einen Genozidverfechter (Gust) wie auch einen Leugner zu rate gezogen.

NACHTRAG :

Jeder, der über den Völkermord an den Armeniern arbeitet, kennt das Standardwerk „Deutschland und Armenien 1914-1918- Sammlung diplomatischer Aktenstücke“ von Johannes Lepsius. Es enthält neben einem redaktionellen Teil von Lepsius selbst insgesamt 444 Akten des deutschen Auswärtigen Amts zum Thema Völkermord 1915/16 und seine Folgen sowie zum Vormarsch der türkischen Armee in den Kaukasus und den damit verbundenen weiteren enormen Verlusten des armenischen Volkes.


...Der andere Haken der Lepsius-Dokumente ist, daß ein großer Teil der veröffentlichten Akten nicht den Originalen entspricht....

...Ich möchte besonders auf die Frage eingehen, wer diese Manipulationen vorgenommen hat. Die Verantwortung für die Authentizität der Dokumente hat - in seinem Vorwort - ausdrücklich Lepsius übernommen, und er tat es wohl mit gutem Gewissen. Nur hat er sich damit einen Bärendienst erwiesen. Um das Ergebnis unserer Forschungen vorweg zu nehmen: Nicht Lepsius hat die wichtigsten Manipulationen vorgenommen, sondern das deutsche Auswärtige Amt. Und das Kuriose an der ganzen Sache ist: Lepsius hat – fast – nichts davon gemerkt....

Da die von Lepsius verwendeten Abschriften nicht mehr vorhanden sind, war die für uns entscheidende Frage nun, ob diese Kopien für Lepsius etwa manipuliert worden waren. Die Antwort findet sich in dem vor kurzer Zeit von Professor Goltz als Mikrofilmedition herausgegebene Lepsius-Nachlaß. Denn dort befindet sich eine ganze Reihe von Dokumenten des Auswärtigen Amts, die wir größtenteils kannten. All diese Schriftstücke waren ohne Ausnahmen Abschriften. Ein Vergleich dieser Abschriften mit den Originalen ergab nun, daß viele von ihnen manipuliert worden waren – und zwar nach dem gleichen Schema wie die von Lepsius herausgegebenen Akten.

...Trotzdem veröffentlichte er die Dokumente in der vom Auswärtigen Amt verfälschten Form...

Das Auswärtige Amt hatte für das Dokumentenwerk eine eindeutige politische Zielvorgabe: Es sollte Deutschlands Ausgangslage bei den anstehenden Friedensverhandlungen in Paris, die schließlich in den Versailler Verträgen mündeten, in einem für Deutschland günstigen Sinn beeinflussen. Denn während des ganzen Krieges hatten besonders die angelsächsische und französische Presse, aber auch Politiker immer wieder Deutschland beschuldigt, den Völkermord an den Armeniern mitverantwortet, wenn nicht initiiert zu haben. Diese Anschuldigungen sollten durch die Herausgabe der Akten widerlegt werden. Der bekannte Armenierfreund Johannes Lepsius sollte dafür bürgen, daß diese Botschaft im Ausland auch ankam.


Auch Lepsius war klar, daß sein Werk in erster Linie der politischen Werbung dienen müsse. „Der grössere Teil ist ja zur Verbreitung zu Propagandazwecken bestimmt“ schrieb Lepsius-Sekretär Richard Schäfer im Juni 1919 über die Verwendung der gedruckten Bände. Für das Auswärtige Amt sollte einzig die „Frage der deutschen Schuld“, wie Göppert sie nannte, genauer ihre Zurückweisung durch die von Lepsius zu veröffentlichen Dokumente, der Hauptzweck der Veröffentlichung „Deutschland und Armenien“ sein. Das sah auch Lepsius so. Er habe den Grundsatz befolgt, schrieb er später, „bei der Auswahl nur den Zweck der Entlastung Deutschlands von türkischen und internationalen Verleumdungen im Auge [zu] behalten“.

Lepsius selbst beschrieb seine Aufgabe in dem Brief so: „Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutsch­lands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier“.


Und in der Praxis hieß das, daß alle Akten-Stellen, in denen die Deutschen kompromittiert werden, aus den Dokumenten herausgenommen werden mußten.

Eine Verwicklung deutscher Offiziere in den internen Kampf gegen die Armenier beschrieb beispielsweise Scheubner-Richter, als er aufgefordert wurde, mit seinen Leuten gegen ein armenisches Dorf vorzugehen, was er unter Ausreden vermeiden konnte. Allein die Tatsache, daß deutsche Offiziere die Möglichkeit zu solchen Eingriffen hatten, war Göppert & Co offensichtlich unangenehm und sie strichen die entsprechenden Passagen.

Außenpolitisch schädlich mußten für das Auswärtige Amt auch die häufigen rassistischen Äußerungen deutscher Diplomaten sein und Ansichten, die klar auf einen deutschen Weltmachtanspruch zielten. Sie alle fehlen nicht nur in den in „Deutschland und Armenien“ veröffentlichten Dokumenten, sondern auch in den Abschriften des Lepsius-Archivs - sie sind folglich bereits vom Auswärtigen Amt vorgenommen worden.

Auch sind Äußerungen von Armeniern gestrichen worden, die Verfolgungen der Armenier sei nur deshalb möglich gewesen, weil die Deutschen sie stets gedrängt hätten, sich loyal zur türkischen Regierung zu verhalten.


Auch andere Streichungen gehen auf das Konto von Lepsius, was aus den handschriftlichen Aufzeichnungen hervorgeht. So notierte er ausdrücklich den Ort Fundadjak, in dem die armenische Bevölkerung sehr wahrscheinlich mit deutscher Hilfe zusammengeschossen worden war. Dieser Ort ist in dem von Lepsius in „Deutschland und Armenien“ veröffentlichten Dokument 193 nicht mehr vorhanden.


Als Belgien einverleibt worden war, hielt Lepsius im Oktober 1915 einen vertraulichen Vortrag vor ausgesuchten Journalisten der Berliner Presse. Über diesen Vortrag fertigte die Redaktion der ”Magdeburgischen Zeitung” ein nicht veröffentlichtes Protokoll an. ”In der Besprechung”, hieß es dort, ”wurde die grosse Gefahr für unser Wirtschaftsleben und für unseren Zukunftsplan Antwerpen-Bagdad hervorgehoben. Der Türke ist, wie ja bekannt, ein Nichtstuer, deshalb spielen Andere in seinem Lande solche Rolle, dass er sich dabei nicht wohl fühlt; aber er kann sie doch nicht ersetzen und das ist für uns wichtig. Die Armenier sind die geschäftstüchtigsten Elemente gerade an der anatolischen und Bagdadbahn, oder sie waren es.” Lepsius fand die Einverleibung Belgiens völlig normal und erweiterte Berlin-Bagdad flugs auf Antwerpen-Bagdad.


Das Fazit Littens zu seinem langen Bericht war vom Auswärtigen Amt fast auf die Hälfte zusammengestrichen, was Lepsius ganz offensichtlich nicht bemerkte. In dem Teil, in dem Litten vorschlug, die Armenier, statt sie verhungern zu lassen, besser zum Straßenbau einzusetzen, strich das AA den Satz: „In Persien tragen unsere Landsleute ihre Haut zu Markte und warten mit leeren Patronengurten sehnlichst auf die Munition, die bei den jämmerlichen türkischen Etappenverhältnissen irgendwo zwischen Konstantinopel und Bagdad in einer überverstopften Etappe festliegt“. Nicht gestrichen hatte das AA eine andere Passage viele Seiten zuvor, in der Litten von 20 Ochsenwagen berichtete, die mit Frauen, Kindern und Hausrat beladen waren und dann anmerkte: „Könnte man die Wagen nicht besser für Munitionstransporte gebrauchen?“. Diesen Satz, das geht eindeutig aus der Kladde hervor, strich nunmehr Lepsius. Die Kriterien des Auswärtigen Amts und die von Johannes Lepsius für Manipulationen dieses Dokuments waren also identisch.


...Trotzdem trauten die Verantwortlichen des Auswärtigen Amts Lepsius offensichtlich nicht so ganz und manipulierten lieber selbst....


In Wahrheit verfolgte das Reich im Kaukasus eine knallharte Wirtschafts- und Militärpolitik, wie die Originale belegen. Hauptziel war der Zugriff auf die Rohstoffe der Region, besonders das Erdöl von Baku. Die Armenier spielten für die Deutschen deshalb eine Rolle, weil sie in Baku das Sagen hatten, also mußten die Deutschen auf sie Rücksicht nehmen.


Im Dokument 436 zum Beispiel sorgt sich der Leutnant Eisenmann, der deutsche Vertreter in Jerewan über das Schicksal armenischer Gefangener. Das tat er in einem Nebensatz in der Tat. Hauptsächlich aber zieht er in kaum zu überbietender Arroganz über die Armenier her. Er tut seine Meinung kund, das armenische Volk sei "genau so ungebildet, roh und brutal wie die von den Armeniern stets so niedrig eingeschätzten Tataren". An anderer Stelle schildert er die Armenier als "unzuverlässig und faul", außerdem gäbe es unter ihnen "keine wirklich und allgemein Gebildete in unserem Sinne". Wegen ihrer "angeborenen Trägheit" seien sie "kulturellen Fortschritten nicht zugänglich".


Im Dokument 419 scheint die Sorge um die Armenier im Vordergrund zu stehen, wenn Hindenburg sich „als Christ für die Errettung von 500000 Glaubensgenossen vom sicheren Hungertod“ einsetzt. In Wahrheit ging es auch hier ums Erdöl aus Baku. „Als Gegenleistung werden sich von den in Baku befindlichen Armeniern voraussichtlich Zugeständnisse auf dem Gebiet der Öllieferungen aus den Bakuer Vorräten erreichen lassen“, hatte Hindenburg geschrieben und das AA in der Aktensammlung gestrichen.

(aus der Feder eines Pro-Armeniers und eines Pro-Lepsius./Wolfgang Gust)

 

Nachtrag 2:

Özgönül versucht zu beweisen, dass die (nach Özgönül durch Lepsius selbst) vorgenommenen Manipulationen an den Dokumenten nicht nur zur Kaschierung der deutschen Beteiligung entstanden wären (wie zuvor schon u.a. Wolfgang Gust erklärt hatte), sondern geht noch einen Schritt weiter, indem er behauptet, dass Lepsius nicht nur zu Gunsten der Deutschen, sondern auch zu Gunsten der Armenier die Dokumente manipuliert hätte.

Diese Behauptungen sind laut Özgönül für jedermann nachvollziehbar, der die Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit der Quellenedition von Lepsius vom Jahre 1919 (Deutschland und Armenien 1914-1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke) selbst vergleicht. Die Akten des Auswärtigen Amts Berlin zum Themenkomplex sind die Mikrofiche-Nr. 7086 bis 7204 (Akte: Türkei 183) und die Mikrofiche-Nr. 7205 bis 7270 (Akte: Botschaft Konstantinopel - Armenien).

Dass es Manipulationen in der Quellenedition von Lepsius gibt, ist unumstritten. Auch Wolfgang Gust hat darüber schon berichtet. Strittig ist der Grad der Manipulationen. Allerdings schreibt Özgönül Bezug nehmend auf die Schrift Magisches Viereck von Gust schon in seinem Buch auf Seite 116: wer aber die Originale mit der Lepsius-Edition vergleicht, wird sehen, das eben nicht nur zu Gunsten der Deutschen manipuliert wurde, sondern ebenso zugunsten der Armenier.

 

Auf der großen dreitägigen Konferenz Neue Ansätze in den türkisch-armenischen Beziehungen (2006) in Istanbul, auf der neben Gegnern und Infragestellern der Genozid-Auffassung auch drei Wissenschaftler, die die Ereignisse klar als Genozid klassifizieren teilnahmen, trat Özgönül als zweiter Historiker (nach Wolfgang Gust) in der Geschichte der Genozidforschung auf, der die deutschen Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit den Versionen in der Quellenedition verglichen hat, die 1919 von Johannes Lepsius veröffentlicht wurde, und als erster Historiker, der behauptete pro-armenische Manipulationen thematisiert hat. (Gust hatte nur die pro-deutschen Manipulationen thematisiert.) Ara Sarafian, einer der gegenwärtigen Genozidverfechter, sagte während der Konferenz den türkischen Historikern zu, in Zukunft gemeinsame Projekte zu machen. Hilmar Kaiser, ein weiterer Genozid-Verfechter auf der Konferenz, hat Özgönüls Thesen nicht widersprochen.

Boris Kalnoky sprach im März 2006 in der deutschen Tageszeitung Die Welt von einer möglichen "Trendwende in der Debatte über den Genozid an den Armeniern", die Özgönüls Buch herbeiführen könne, wenn es einer kritischen Prüfung standhalte. und nannte es als wohl das beste Werk in deutscher Sprache, das die türkischen Argumente synoptisch zusammenfaßt.

(Hervorhebungen sind von mir)

 

Nachtrag 2:

Es ist sehr interessant festzuhalten, dass seit 1925 180 türkische und nur 12 ausländische Forscher in den osmanischen Archiven über das armenische Thema recherchiert haben, und das, obwohl über dieses Thema zahlreiche Publikationen veröffentlicht und zahlreiche, miteinander konfligierende Meinungen geäußert wurden und die Zahlen im Zusammenhang mit den Ereignissen diskutiert werden. Bei den 12 ausländischen Forschern handelt es sich um jeweils vier Amerikaner und Iraner, jeweils einen Deutschen, Engländer und Bulgaren, sowie um einen Aserbaidschaner. Warum haben diejenigen, die gewisse Behauptungen machen, kein Interesse, in den osmanischen Archiven zu recherchieren? Haben sie etwa Angst, dass es ihnen wie den Engländern geht, die im Jahr 1920 in das Parlament in Istanbul eingedrungen sind und 140 osmanische Staatsmänner und Politiker nach Malta gebracht haben, um sie dort wegen angeblicher Massaker an den Armeniern zu verurteilen, aber nach ihren Recherchen und Ermittlungen feststellen mussten, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass ein solches kriminelles Vorgehen stattgefunden hat, und sie daraufhin alle wieder freilassen mussten?

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. März 2001

Die ganze Doku kann man auf Youtube finden.

 

 
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Kommentare
g. schrieb am 24.12.2011 um 07:57
Wenn man – wie ich – noch nicht einmal die unstrittigen Fakten kennt, welche Darstellung würden Sie als erste Orientierung empfehlen?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 08:05
Im Zweifel immer für den Angeklagten. Eventuell ändert sich aber in naher Zukunft vielleicht die Beweislast.
Ehrlich gesagt weiss ich selbst nicht genau welcher Seite ich eigentlich nun glauben soll, daher vertrete ich die Meinung "Im Zweifel dür den Angeklagten".
g. schrieb am 24.12.2011 um 08:21
Tja, Ihre Antwort hilft mir jetzt zwar nicht, mir eine Meinung zu bilden, aber wenn die Quellenlage derart unvollständig bzw. problembehaftet ist, ist Ihr Blogartikel zumindest insoweit hilfreich, dass man nicht in die allgemeine Verurteilung mit einstimmt, sondern sich in der Bewertung zurück hält. Insofern Danke
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 08:39
@ g. schrieb am 24.12.2011 um 08:21

Liebe/r G, ich kann nicht behaupten es gäbe keinen Völkermord aber auch nicht bestätigen das es einen gab. Ich kann mir ja selbst noch nicht einmal eine richtige Meinung bilden über das Thema weil die Quellen so problembehaftet sind.
Nur das eine steht fest, beide Seiten haben Grausame Morde begangen. Das ist das einizige was beide Seiten nicht bestreiten....
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 08:19
Muhabbetci!

zur Lektüre sei Ihnen empfohlen, dieses Dokument durchzuarbeiten.

www.aga-online.org/german-records/content/de/deutscheAktenStuecke.pdf

Die Bilder die Sie darin finden, ähneln doch sehr denen, die uns aus den Konzentrationslagern gezeigt wurden und werden.
Die unsägliche Verleugnung dieser Fakten und Ihr abschließender Satz:

Ich kann nicht behaupten dass es keinen Völkermord gab aber auch nicht dass es einen gab!

beweist Ihren türkischen Chauvinismus und verweist auf einen latent - islamischen Rassismus. Ich kann mich des gefühls nicht erwehren, dass Sie eine bezahlte Marionette des türkischen Staates sind ...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 08:34
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 08:19

Ich wusste dass ich solche Antworten bekommen werde, daher habe ich sehr sehr lange überlegt ob ich überhaupt zu diesem Thema etwas schreiben soll oder nicht.

Herr Hurtig, ich kann ihnen auch Bilder von Türken zeigen die von der armenischen Miliz brutal ermordet und zum Teil zerstückelt wurden. Es war Krieg und es gab auf beiden Seiten Grausamkeiten. Das leugnet doch keiner!
Die Frage hier ist "GAB ES EINEN VÖLKERMORD!!!" Was ist an dieser Frage nicht zu verstehen?
Das sind die Quellen und die Quellen sind nicht vertrauenswürdig. Was sollte ein Türke bei solchen Quellen bitte denken?

Ich stehe zu dem was ich sage " ich kann es weser abstreiten noch akzeptieren bei dieser Beweislage".

Und vor allem ihr letzter Satz ist zauberhaft...
"Ich kann mich des gefühls nicht erwehren, dass Sie eine bezahlte Marionette des türkischen Staates sind ..."

Ich bin mir noch nicht einmal sicher ob ich die Bilder überhaupt verlinken darf. Ich mache es einfach mal...

imageshack.us/photo/my-images/458/ermeni9oi.png/
kitapguncem.blogspot.com/2011/12/ermeniler-tarafndan-yaplan-soykrmn.html
dunyadanceviri.files.wordpress.com/2010/02/user5478_pic152_1251532082.jpg
img03.blogcu.com/images/m/u/s/musvettelerim/hocali1_1240402295.jpg
P.S. :Liebe Redaktion wenn das Bild nicht tragbar ist dürft ihr den Link sofort entfernen!

So und was beweist nun diese Bilder? Nur eines, das nämlich beide Seiten grausames in diesem Krieg gemacht haben, nicht mehr nicht weniger.
BanaBab schrieb am 24.12.2011 um 08:40
@K.Hurtig,
Du möchtest jetzt aber sicher nicht behaupten Deine verlinkte Arbeit wäre eine wissenschaftlich, objektive Arbeit? Schon der Titel enthält die Verurteilung. Und wo bleibt die Vorgeschichte in der die Morde in die andere Richtung gingen? Daten im Kaiserlichen Archiv sind von christlicher Sicht geprägt und willst Du behaupten diese wäre die letzten 1700 Jahre objektiv gewesen wenn der Gegner Moslem, Asiate oder Indianer war?? Es gab sicher unsägliche Greueltaten in der Zeit, aber die türkischen waren Reaktion auf Armenisch-Französische Agressionen mit ebenfalls Massenhaften Toten. Es wäre wirklich hilfreich Armenien würde seine Daten wirklich zugänglich machen, ich frage mich schon lange was sie zu verbergen haben. Chauvinismus findest Du auf Deiner Nasenspitze genug.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 09:05
BanaBab schrieb am 24.12.2011 um 08:40
@K.Hurtig,
Du möchtest jetzt aber sicher nicht behaupten Deine verlinkte Arbeit wäre eine wissenschaftlich, objektive Arbeit?


Wo habe ich das behauptet? Hast Du die Akte gelesen? Nein? geht auch nicht sind über 600 Seiten ... aber ich habe mir den Stapel angetan und musste kotzen.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 09:14
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 08:34

Ich wusste dass ich solche Antworten bekommen werde, daher habe ich sehr sehr lange überlegt ob ich überhaupt zu diesem Thema etwas schreiben soll oder nicht.

Ich hätte es nicht getan. Es gibt keine Lösung, nicht hier. Und das mit dem Denkmal hatten wir vor kurzen schon. Es regt mich nur alles fürchterlich auf. Das Bild sagt alles, Mustafa und Du wirst daran auch nichts mehr ändern, schreibe Erdogan, dass Du es unerträglich findest. Unsere Vorfahren haben sich alle mit Blut besudelt; es gibt keine europäische Nation, die nicht in Afrika und Asien gewütet haben, Holländer in Indonesien, Franzosen (nicht nur) in Algerien, Belgien im Kongo, Deutschland in Namibia, Italien in Lybien ... Du kennst die Reihe.
Und die Zeit, Mustafa, kennt nur eine Richtung, warum, weiß eigentlich niemend so genau, aber es bedeutet: Wir können nicht zurück und unsere Fehler korrigieren; wir haben unsere Erinnerungen und müssen mit ihnen leben ... auch den Türken wird nichts anderes übrig bleiben, kollektive Verdrängung macht die Gegenwart erträglicher, die Leiden der Vergangenheit aber nicht ungeschehen.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 09:53
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 09:14

Lieber Kunibert, du anwortest nicht auf die Frage!
Die Frage lautet "GAB ES EINEN VÖLKERMORD! JA ODER NEIN". Wenn ja, dann sollten die Quellen das beweisen können.

Wenn sie es nicht beweisen können dann kannst weder du noch ich, noch irgendwer behaupten " es hätte einen gegeben".

Jetzt komme ich aber auf deine Frage zurück ob damals Armenier masakiert worden sind.
Ganz klares ja! Das bestreitet doch keiner. Es war Krieg, viele vebrechen und Grausamkeiten sind begangen worden. Das ist nicht das Thema, damit hat auch die Türkei kein Problem.

Es gibt vieles was man hier erzählen kann aber das wäre Geschichte mit dem man kein Problem hat. Wie z.B. 1905 als armenische Terroristen einen Anschlag auf den Sultan Abdülhamit verübten. Oder wie sie mit den Russen zusammen viele Dörfer masakierten, weil die Russen ihnen einen Staat in aussicht gestellt hatten. Oder wie die Osmanischen Soldaten dies erfuhren und wiederum Racheakte an unschuldige Menschen verübten. Was wiederum dazu führte das armenier aus Rache das gleiche taten. u.s.w.

Oder wie die Franzosen die Armenier unter ihre Flügel nahmen, ihnen ein Land versprachen und die Armenier für ihre Zwecke benutzten. Auch bestreitet niemand das Armenier deportiert wurden und viele von ihnen durch Krankheit und Hunger starben. Aber auch Soldaten starben an Krankheiten und Hunger. Kein Wunder, es war Krieg und Nahrung war rar. Von Medikamenten gar nicht erst gesprochen...

Da aber diese Quellen von Lepsius stammen muss man sehr vorsichtig sein. Auch die Frage nach der Zahl der Opfer ist nicht so einfach zu lösen. Denn seriöse Quellen fehlen auf beiden Seiten!

Viele Staaten unter anderem Israel sehen die Kriterien für einen Völkermord nicht aber auch England sieht keinen Völkermord.

Daher muss unbedingt ein unabhängiges HistorikerTeam sich mit diesem Thema beschäftigen, alles andere wäre nur Spekulation auf kosten der Opfer beider Seiten und das ist meiner Meinung nach nicht akzeptabel!
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 10:30
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 09:53

Die Frage lautet "GAB ES EINEN VÖLKERMORD! JA ODER NEIN". Wenn ja, dann sollten die Quellen das beweisen können.

Dann: JA, es war ein systematischer und möglicherweise systemischer VÖLKERMORD!

Allg. anerkannte Definition:
Ein Völkermord oder Genozid ist seit der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht.

Gekennzeichnet ist er durch die spezielle Absicht, „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“. Daher wird er auch als einzigartiges Verbrechen[1], als Verbrechen der Verbrechen (engl. "crime of crimes")[1] oder als das schlimmste Verbrechen im Völkerstrafrecht[2] bezeichnet.


de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord

Da Du jedoch nicht auf das Dokument eingehst, das ich oben verlinkt habe, es handelt sich um diplomatische Depeschen und Augenzeugenberichte deutscher Beamter und Lehrer, sehe ich nicht, wie wir weiterkommen. Du benutzt hier und anderwo die bekannte, auch von Erdogan angewandte Taktik, auf Klage hin mit anderer Klage zu antworten. Aber wie ich Dir schon des Öfteren geschrieben habe: Das verfängt bei mir nicht. Gehe auf die Fragen ein und beantworte sie oder sage ich weiß es nicht oder behaupte das Gegenteil. Dein Lavieren um den heißen Brei lässt diesen auch nicht abkühlen. Du hast mal wieder eine Lunte angezündet und wunderst Dich jetzt, dass sie weiter brennt.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 10:54
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 10:30

Hast du dir wenigstens die Mühe gemacht die Quellen angabe des oben von die geposteten PDF links zu prüfen?
Ich glaube nicht.
Ich tue es aber gern für dich.

"Dokumente des politischen Archivs des auswärtigen Amts Deutschlands"
Worauf beruft sich das? Auf den Missionar Lepsius. Der bekannt ist das er die Archive manipuliert hat.
Haupquelle dieses Buches ist Dr. Lepsius.

Der von Historikern als "unglaubwürdig" eingestuft wird.
Wie soll dieses Buch nun für die Armenierfrage von bedeutung sein?
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 13:18
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 10:54

Die Hauptquelle für den Vorwurf eines Völkermordes an den Armeniern ist der deutsche Missionar Johannes Lepsius. 1919 veröffentlichte er Dokumente, die den Völkermord belegten, aber an vielen Stellen manipuliert und verfälscht waren.
Er veröffentlichte keine Dokumente, sondern ein Buch! (Seite 610, „Im übrigen glaube ich …“ ff) Die Berichte, also das verlinkte Dokument, sind nur in kleinen Teilen von Lepsius beeinflusst bzw. verfass; die meisten Abschnitte sind diplomatische Noten, die von anderen verfasst worden sind.
Eine der zentralen Fragen am ende ist die nach der Reputation des deutschen Reichs als Nachfolgerin des Kaiserreichs unter Wilhelm II., dass den Völkermord hat geschehen lassen, d.h. es hat dazu geschwiegen. Der Völkermord selber ist von den Siegermächten des WK I thematisiert worden.
Schon 1913 fanden Verhandlungen statt, die nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches die territorialen Fragen zu klären gedachten (siehe hierzu: Wangenheim, Jagow et. al.)
Es handelt sich somit nicht um eine Veröffentlichung die auf Aktivitäten des Dr. Lepsius zurückgehen, sondern als diplomatische Korrespondenz anzusehen sind, die von verschiedenen Zeugen, nämlich auch dem Dr. Lepsius untermauert wurden.
de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Lepsius
Auszug daraus:
Johannes Lepsius (* 15. Dezember 1858 in Berlin; † 3. Februar 1926 in Meran) war ein evangelischer Theologe und Orientalist Er studierte zunächst Mathematik und Philosophie in München und promovierte schon 1880 mit einer preisgekrönten Arbeit zum Doktor der Philosophie. Später studierte er Theologie. Sein Name ist unlösbar verbunden mit der Geschichte des armenischen Volkes. Der Autor Franz Werfel setzte ihm in einem seiner Werke ein Denkmal und nannte ihn den von Gott gesandten „Schutzengel der Armenier“. Kritiker werfen ihm unter anderem deutschen Nationalismus, eine antidemokratische Einstellung und Antisemitismus vor.[1][2]
Die Behauptung, Lepsius sei ein lügnerischer Missionar gewesen, kann also als gegenstandslos herausgestellt werden. Mustafa, Sie arbeiten, wie immer, mit Halbwahrheiten oder glatten Lügen.
Eines der wichtigsten Werke von Lepsius ist seine 1919 veröffentlichte Publikation Deutschland und Armenien 1914–1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke, auch bekannt als Lepsiusdokumente, die später zum wichtigsten Schriftstück zum Völkermord an den Armeniern werden sollte. Das Auswärtige Amt hatte Lepsius 1918 die Aufgabe erteilt, das Aktenmaterial über die Haltung der deutschen Regierung in der Armenierfrage zu veröffentlichen. Lepsius selbst ging es bei seiner Arbeit aber nicht nur um das Verwischen der deutschen Spuren, sondern darüber hinaus in seinen eigenen Worten um das Stellen in den Vordergrund der Faktizität des Völkermords an den Armeniern. siehe hierzu Seite 615/616 des Dokuments.
Es ging nicht darum, den Völkermord zu verheimlichen, es ging einzig und allein darum, das Ansehen des Deutschen Reiches zu wahren und die Spuren deutscher Beteiligung (hauptsächlich logistischer Art) zu verwischen.
Was bleibt, Mustafa, ist: der Völkermord hat stattgefunden, er ist von der Türkei durchgeführt worden und die Deutschen waren irgandwie daran beteiligt. Das ist eigentlich alles.
Was Sie hier streuen – wie auf Kommando übrigens – sind Nebelkerzen um das Thema zu verwaschen, die Fakten zu verdrehen und die historische Wahrheit zu klittern.
Das ist eigentlich alles.

Bericht:
Seite 23, Zeugen der Anklage?
Seite 607!!!
Seite 610, „Im übrigen glaube ich …“ ff
Seite 615, „Das ‚Algemeen Handelsblad’ …“ ff
Seite 616, „
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 12:09
Der Titel dieser Arbeit beruht aufgrund der nachfolgenden Abhandlung. Vielleicht mal durchlesen/-arbeiten? Es wird hier Stück für Stück alles abgehandelt und danach ein Urteil gefällt, hat also gar nichts mit einer Vorverurteilung zu tun, sondern mit dem Ergebnis einer wissenschaftlichen Arbeit. Wie sollte der Titel denn heissen, damit Sie damit zufrieden sidn: "Türkei heisst Frieden"?
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 10:14
"Wir können nicht zurück und unsere Fehler korrigieren; wir haben unsere Erinnerungen und müssen mit ihnen leben ... auch den Türken wird nichts anderes übrig bleiben, kollektive Verdrängung macht die Gegenwart erträglicher, die Leiden der Vergangenheit aber nicht ungeschehen."

ich stimme dir ja prinzipiell zu aber wer ist eigentlich wir?
ICH habe in der Vergangenheit keine Fehler gemacht, das waren andere.
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 08:36
Muhabbetci,
Ihr Beitrag ist aus dem Zeitfensterkontext herausgerissen.
Die Deutschen haben 1917 Senfgas gegen die "Pöhsen" Briten eingesetzt.
Die Liste koennte ich noch beliebig fortsetzen, deshalb belasse ich es dabei.
Auch die Franzosen haben sich in Algerien nicht mit Ruhm bekleckert, auch ohne Papi Praesident Frankroisch.
Die Frage ist einfach nur, setzt man sich mit der EIGENEN Verantwortung auseinander. Das z.B. Frankreich sich NICHT mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt hat koennte auch damit zu tun haben, dass in Algerien „De facto noch das Militär“ herrscht und wirtschaftspolitische Interessen, insbesondere Frankreichs und der EU alles Gel-mässig ablaeuft...
Jetzt nach "unabhängigen Experten Team" zu rufen, WOW, ich lurche vor Ehrfurcht...
Dreck haben wir alle am stecken, die Deutschen sowieso, aber hier solle es ja so etwas wie das Holocaustdenkmal geben...

Auch kein sehr zuverlaessiger Link, G.,
aber ich meine, wir brauchen da keine Experten mehr,
es ging eben auch um Kohle & Landverteilung, da ist der Mensch nicht zimperlich...

www.zeit.de/2005/13/Armenier/komplettansicht

Hintergründe, ganz wichtig:
www.wsws.org/de/2001/mai2001/arm2-m31.shtml

Noch What:
www.dw-world.de/dw/article/0,,1560190,00.html

MfG
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 08:44
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 08:36

So und hier liegt das Problem. Alle links du postest haben als Quelle eben jene die von Historikern als nicht "authentisch" abgelehnt wird oder die als Fälschungen deklariert wurden.

Allein die Zahl von 1,5 millionen, aus welcher Quelle hat man diese Zahl? Wo sind die historischen Beweise?
u.s.w.

Ich bin jemand der Fakten braucht. Beweise die nicht widerlegt werden können.
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 08:58
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 08:44
"Allein die Zahl von 1,5 millionen, aus welcher Quelle hat man diese Zahl? Wo sind die historischen Beweise?
u.s.w.
Ich bin jemand der Fakten braucht. Beweise die nicht widerlegt werden können."

Wir koennen ja mal hingehen und zaehlen, "historische Beweise" habe ich auch nicht in Auschwitz, ich war nicht da (LOL)...

Aber dass sich die deutsche Welle einfach mal so die Finger verbrennt, glaube ich wiederum auch nicht...
www.dw-world.de/dw/article/0,,1560190,00.html

Wenn die DW Fakten einfach verdrehen, kann es den einen oder anderen Chefredakteur den Stuhl kosten...

"Die Deutsche Welle ist ein öffentlich-rechtlicher Rundfunksender. Sie richtet sich an Menschen im Ausland. Organisation und Auftrag sind im DW-Gesetz geregelt."

Wenn die jetzt einfach mal luegen sollten und du es beweisen kannst, koennen wir ja mal an den Stuehlen sägen, da helfe ich Dir.
Im uebrigen, du bist mal NULL auf meine Argumentation eingegangen, was internationale Zeitfenster - Zusammenhaenge angeht....
Und das gibt mir hier SEHR zu denken...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 09:16
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 08:58

Das eine möchte ich sofort los werden. Wenn es um den Holocaust der Juden geht verstehe ich kein Spass! Überhaupt die armenier Frage mit dem Holocaust zu vergleichen finde ich mehr als Geschmacklos und ich finde es eine Schamlosigkeit die jüdischen Opfer unter dem Nazi Regime hier für dieses Thema zu instrumentalisieren!!!

So jetzt kommen wir zu der deutsche Welle.
Du hast meine Frage nicht beantwortet, woher hat die DW ihre Quellen?

Wenn die DW Fakten einfach verdrehen, kann es den einen oder anderen Chefredakteur den Stuhl kosten...
Bist du wirklich so naiv... Glaubst du was du jetzt sagst wirklich? o_o

Ich könnte dir jetzt hier angefangen von 1900 bist zum Aufstieg Atatürks die ganze Geschichte erzählen. Auch kann ich dir erzählen wie die Armenier mit den Russen zusammen ein Massaker an Frauen und Kinder begangen haben. Hier geht es mir aber nicht um die ganzen Zusammenhänge. Damit haben wir keine Probleme. Die Frage ist "GAB ES EINEN VÖLKERMORD" und wenn ja, "WO SIND DIE BEWEISE!". Quellen mit denen wir ohne zweifel zu haben arbeiten können.

Gibt es solche Quellen ja oder nein?
BanaBab schrieb am 24.12.2011 um 09:21
@ Ausschnitt zum Kontext:
"Die Intrigen der Großmächte haben entscheidend dazu beigetragen, jene Pogrome, Massaker, Kriege und Vertreibungen zu provozieren, denen im Verlauf von vier Jahrzehnten Millionen Angehörige nationaler Minderheiten - Armenier, Griechen, Serben, Albaner usw. - aber auch Türken zum Opfer fielen. (2) So führt eine direkte Linie von der Konferenz von Konstantinopel (Dez. 1876-Jan. 1877) und dem Londoner Protokoll (31. März 1877) über den russisch-türkischen Friedensvertrag von St. Stefano (3. März 1878), der die vollständige Kapitulation der Türkei bedeutete und dem Berliner Vertrag unmittelbar vorausging, zum Armeniermassaker von 1894-1896. (3) Alle von den Großmächten diktierten Verträge - von St. Stefano und Berlin (1878) bis hin zu Sèvres (1920) und Lausanne (1923) - hatten die imperialistische Unterjochung der Türkei zum Ziel und standen daher einer demokratischen Entwicklung diametral entgegen."

Die Aufarbeitung der grausamen Zeit kann nur im Gesamtzusammenhang geklärt werden. Bei permanenten gegenseitigen Schuldzuweisungen kommen wir nicht weiter. Die Reaktionen einer Türkischen Regierung sind genau so suboptimal wie das von Inneninteressen gelenkte Spielchen Sarkozys. Ohne die Rolle Englands, Frankreichs, Deutschlands, auch Russlands zu hinterfragen kommen wir zu keinem einigermassen objektiven Ergebniss.
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 09:22
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 09:16
"Das eine möchte ich sofort los werden. Wenn es um den Holocaust der Juden geht verstehe ich kein Spass!"

Deshalb bekenne ich MICH zum
"Dreck haben wir alle am stecken, die Deutschen sowieso, aber hier solle es ja so etwas wie das Holocaustdenkmal geben..."

Zitat tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 08:36
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 09:26
@ tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 08:58

Nachtrag.

DW Schreibt :

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs leiteten die westlichen Siegerstaaten erstmals Kriegsgerichtsprozesse ein, um die Verantwortlichen zu bestrafen. Das Istanbuler Kriegsgericht konnte beweisen, dass die Verbrechen zentral und systematisch vorbereitet wurden. Es verurteilte 17 Angeklagte zum Tode, konnte aber nur drei Hinrichtungen vollziehen.

Das ist nicht nur eine Halbwahrheit, nein man könnte hier der DW die bewusste Täuschung nachweisen.
Wie? Ganze einfach...

Etliche türkische Wissenschaftler, neben internationalen Historikern wie Erik-Jan Zürcher[139] oder Klaus Kreiser,[140] betrachten die kontrovers diskutierten Andonian-Dokumente als Fälschung.[141] Arnold J. Toynbees Blue Book und die Memoiren des amerikanischen Botschafters Henry Morgenthau bewerten sie als parteiisch.[142][143] Zudem bemängeln sie die Beweisaufnahme der Istanbuler Prozesse[144] und machen geltend, dass es eine Reihe von jungtürkischen Erlassen gab, die Deportierten gut zu behandeln.[145] Vereinzelte nicht-türkische Wissenschaftler, einige davon mit Professuren in der Türkei, stuften die Ereignisse ebenso nicht als Völkermord ein.
(Wikipedia)

Ich muss noch nicht einmal lange suchen, siehst du!
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 09:34
Super,
jetzt aber mal an den DW-Redakteursstühlen sägen. Das geht dann bis ans Oberlandesgericht, vielleicht kann Dir Freitag ein bisschen helfen. Ich habe nicht genuegend finanzielle Mittel frei, sonst waere ich dabei... :-(
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 09:56
@ tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 09:34

In den deutschen Medien wird doch tagtäglich gelogen... DW wird nichts passieren und wenn sie selbst ihren Fehler eingestehen würden, so gibt es einen mini-mini-mini erklärung auf der letzten Seite.
Sie können sich auch auf die unseriösen Quellen berufen und schon wären sie aus dem Schneider. Quelle ist ja Quelle...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 10:01
@BanaBab schrieb am 24.12.2011 um 09:21

Genau Banabab, ich darf mich dir anschliessen.
paulibahn schrieb am 24.12.2011 um 11:48
zunächst einmal frohe weihnachten an alle!
da haben uns die herren sarkozy und erdogan pünktlich zu weihnachten eine sehr schwere kost angedreht.
ich glaube, dass die eigentliche frage hier für uns nicht sein kann, OB es sich um einen Völkermord gehandelt hat. Mit ein bisschen Internetrecherche kann jeder von uns Wissenschaftler aus dem Hut zaubern, die dieses Kapitel der türkisch-armenischen Geschichte als Völkermord bezeichnen oder dies eben ablehnen.
Das die meisten Originalquellen (wie etwa Lepsius) subjektiv sind, liegt in der Natur der Sache, macht sie aber prinzipiell nicht unglaubwürdig. Vielmehr ist es Aufgabe der Wissenschaft diese Subjektivität zur Kenntnis zu nehmen, sie in einen Kontext einzuarbeiten und dann zu verwerten.
Die eigentlich interessante fragestellung ist doch vielmehr, wie die türkei und armenien mit diesem teil ihrer geschichte umgehen. die frage, ob es einen völkermord gab oder nicht, ist meiner meinung nach nicht so wichtig. wichtiger wäre es, konsequenzen aus den zweifellos (wahrscheinlich von allen parteien) begangenen gräueltaten zu ziehen: man muss sich eingestehen, dass es diese taten gab und sich dafür einsetzen, dass so etwas nie wieder geschieht!
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 12:39
@paulibahn schrieb am 24.12.2011 um 11:48

Auch dir Frohes Fest.

Das Problem sind nicht die Grausamkeiten die damals passiert sind. Das alles akzeptieren beide Seiten. Darüber gibt es keinen Zweifel.
Das was nicht akzeptiert wird, ist:
1: die Zahl der Opfer ( getöteten)
2: Die Frage des Völkermordes.

In den letzten Jahren hatte sich die Türkei und Armenien sich versucht einen Kompromiss zu schliessen. Die Grenzen wurden gelockert, armenische Kirchen wurden restauriert u.s.w.

Jetzt fürchte ich wird es wieder eine Eiszeit geben zwischen beiden Ländern.
Die eigentlich Frage sollte lauten was hat Frankreich davon?
Ganz einfach, die Türkei war auf dem besten Weg in die EU aufgenommen zu werden, nun kann Frankreich immer wieder auf die Armenierfrage pochen und dabei die eigene Geschichte und auch die Rolle die sie im 1 Weltkrieg gespielt hat, geschickt aussen vor lassen.
Nietzsche 2011 schrieb am 24.12.2011 um 12:12
Vermutlich ist es verlorene Liebesmüh, mit Ihnen zu diskutieren - ihr türkeifreundlicher Standpunkt ist nicht zu überlesen.
Vor einigen Jahren (in meiner Erinnerung 2006) gab es im DHM in Berlin eine Ausstellung, die diesen Völkermord belegte. Vor einigen Monaten lief auf Arte dazu eine Dokumentation, die sich auf präzise geführte Dokumente des damaligen deutschen Außenministeriums - tja, die Deutschen lebten Bürokratie - stützte.
Gerade die Türkei, welche doch derzeit als "Anwalt der Menschenrechte" im arabischen Raum unterwegs ist, sollte endlich mal über ihren Schatten der Leugnung springen.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 12:28
@ Nietzsche 2011 schrieb am 24.12.2011 um 12:12

Ich glaube sie verstehen nicht wie tief die Manipulation der Archive reicht.
Die Archive die sie grad nennen sind nachweislich manipuliert. Nicht weil man die Türkei oder die Armenier retten wollte sondern man versuchte die Rolle des Deutschen Reichs in dieser Angelegenheit zu verbergen. Daher wurden diese Archive verfälscht und manipuliert. Das ist nicht die Meinung der türkischen Historiker oder so, sondern westliche Historiker.
Wenn jetzt die Arte oder auch ein anderer TV -Sender eine Doku in Auftrag gibt und sich auf eben oben im Blog genannten Quellen bezieht, dann kann die Doku ja schlecht glaubhaft sein?

Was bitte ist eigentlich so schlimm daran eine internationale unabhängige Historiker-Kommission einzuberufen und diese mit der Aufarbeitung des Problems zu beauftragen. Die Türkei ist bereit das Urteil dieser Komission zu akzeptieren.
Dann wäre endlich klarheit und alle wären glücklich.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 12:31
Und besonders lästig ist, daß die Diskussion über Armenien mit Muhabbetci hier schon mehrmals geführt worden ist.
Da wurde schon alles dazu gesagt und viele seiner Argumente widerlegt.

Daß er es anders sieht, ist sein gutes Recht.

Aber das gefühlte 100ste Wiederkäuen des Gleichen nervt.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 12:35
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 12:31

Ich wüsste nicht was widerlegt worden sei.
Hättest du eventuell die links dazu?
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 13:41
Die Diskussion wurde hier schon mal geführt:

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/ich-bin-stolz-der-sohn-eines-gastarbeiters-zu-sein

Und es gibt noch mehr Threads, wo das Thema mit dir abgehandelt wurde.

Die werde ich jetzt nicht raussuchen, da du dann einen anderen Einwand vorbringen wirst.
Oder wie ich es von Dir in anderen Zusammenhängen kenne: Ach so das! Das habe ich doch noch nie bezweifelt.

Also kein "Stöckchen - spring!"
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 13:52
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 13:41

Du hast gesagt:
Da wurde schon alles dazu gesagt und viele seiner Argumente widerlegt.
Ich sehe nicht was widerlegt worden ist. Danach habe ich gefragt.

Mir geht es um die Argumente mit denen die Armenierfrage widerlegt worden sei.
Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 12:20
Muhabbetci schrieb:

Lepsius ein Lügner!
Die Hauptquelle für den Vorwurf eines Völkermordes an den Armeniern ist der deutsche Missionar Johannes Lepsius. 1919 veröffentlichte er Dokumente, die den Völkermord belegten, aber an vielen Stellen manipuliert und verfälscht waren. Aber auch die Rolle Deutschlands an der Armenierfrage hat Lepsius gern verschwiegen. Historisch eindeutig bewiesen ist unter anderem, dass Lepsius für das Deutsche Reich Spionage betrieben hatte und keineswegs der unschuldige Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde Kurz gesagt; er gilt unter Historikern als nicht glaubhaft und sollte mit Vorsicht zur Rate gezogen werden.


Es ist richtig, dass Lepsius manipulierte. Daraus ist jedoch nicht der Schluss zu ziehen, dass der Völkermord an den Armeniern nicht stattgefunden habe. Lepsius, ganz Kind seiner Zeit, war ein konservativer bis reaktionärer Politiker im Missionarskleid. Er sah sich als Freund und Verteidiger der Armenier und argumentierte gegen die türkische Politik in der Frage Armeniens. Deshalb ist Lepsius in der Türkei heute noch eine Art Persona non grata. Da er der damaligen deutschen Regierung positiv gegenüberstand, wollte er die Rolle der Deutschen am Armeniergenozid klein halten und argumentierte und redigierte im historischen Kontext deutschenfreundlich. Lepsius Verdienst ist es, wie kein anderer mit Wort und Tat auf den Völkermord hingewiesen zu haben. Ohne ihn wäre diese Frage eventuell in der Geschichtsforschung einfach eine kleine Fußnote geblieben. Dieses Verdienst sollte jedoch niemanden daran hindern, Lepsius wegen seiner Emphase in dieser Frage, die ihn zu Manipulationen greifen ließ, schärfstens zu kritisieren und seine Rolle aufzuklären.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland sieht, wie andere Verteidiger auch, Lepsius zuvorderst in der Rolle des Theologen.

Zitat: Lepsius nicht in erster Linie politisch zu bewerten, sondern als eine international wirkende, große humanitäre Persönlichkeit zu charakterisieren. Für die Armenier jeder politischen Richtung in Deutschland ist er eine unikale, positive Ausnahmeerscheinung unter den Deutschen, da er im Vergleich zu den deutschen Politikern aller Couleur nicht nur geredet, sondern auch gehandelt hat. Sein Leben und Werk ist untrennbarer Bestandteil der armenischen Geschichte und des armenischen Schicksals, wie auch das armenische Schicksal unlöslich mit seinem Leben und Werk verbunden ist.


Johannes Lepsius
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 12:34
@Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 12:20

Also wir halten mal fest.
Lepsius hat die Archive manipuliert und war ein Freund der Armenier, daher hat er auch gegen die Türkei Partei egriffen. Das heisst auf gut Deutsch; er war nicht objektiv bei seinen Berichten. Die er ja auch, obgleich er nicht objektiv war, manipulierte.
Nun sagst du hier, man solle ihn trotzdem als ein Experten zu rate ziehen?

Also sagen wir einmal sitzt im Gericht und bist der Richter, jetzt kommt heraus das die Beweise zum Teil manipuliert sind von einem Menschen der auch noch partei für die andere Seite greift. Trotzdem argumentiertst du, dass die Beweise zulässig sind weil der Zeuge und die Beweise( obgleich sie manipuliert sind) erhellend auf die Tat wäre.

Eines kann ich dir versichern, du würdest noch am gleichen Tag deinen Richteramt verlieren!
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 12:47
@Achtermann

Welche Manipulationen hat Lepsius vorgenommen?

Soviel ich weiß, haben auch Diplomaten - deutsche und andere - darüber berichtet.

Lepsius ist nicht die einzige Quelle.

Sein Buch "Bericht über die Lage des armenischen Volkes in der Türkei" wurde 1916 von der deutschen Zensur verboten.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 13:41
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 12:47

Sein Buch "Bericht über die Lage des armenischen Volkes in der Türkei" wurde 1916 von der deutschen Zensur verboten.

womit klar wird, dass es etwas zu verbergen gab, sei es aus Geheimheltungsgründen (es war Krieg) sei es wegen der dann beschädigten Reputation des Verbündeten.
Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 13:44
@ thinktankgirl

Ich beziehe mich auf die Auseinandersetzung der Fraktion Die Linke mit dem Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) aus dem Jahr 2008. Ulla Jelpke schreibt dazu:

Das ändert jedoch nichts daran, dass Lepsius 1919 im Auftrag des Auswärtigen Amtes seinen guten Namen für eine manipulierte Edition der Dokumentensammlung „Deutschland und Armenien 1914-1918“ hergab, aus denen durch Auslassungen und Fälschungen jede deutsche Mitverantwortung an dem Genozid vertuscht wurde. Gerade die vom ZAD benannte Tatsache, dass Lepsius 1920 – also nach dem Friedensvertrag von Versailles - in seiner Zeitschrift „Der Orient“ von einer „Mitschuld“ Deutschlands sprach, beweist, dass Lepsius die Wahrheit kannte und damit auch die Aktenmanipulationen durchschaut haben musste. Doch die vorgeblich weiße Weste des deutschen Reiches bei den Friedensverhandlungen war dem Anhänger eines Großdeutschen Kaisertums Johannes Lepsius offenbar wichtiger wie die Benennung der Mitverantwortlichen für den Genozid und deren strafrechtlicher Verfolgung.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 13:49
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 13:41

Warum sagst du Thinktankgirl nicht was er alles gefälscht und manipuliert hat.. Das heute sein Buch von Historikern als "nicht tragbar" angesehen wird und daher als Beweis nicht zugelassen wird.
Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 13:53
Muhabbetci schrieb an Achtermann:

Nun sagst du hier, man solle ihn [= Lepsius] trotzdem als ein Experten zu rate ziehen?

Ich schrieb: Dieses Verdienst sollte jedoch niemanden daran hindern, Lepsius wegen seiner Emphase in dieser Frage, die ihn zu Manipulationen greifen ließ, schärfstens zu kritisieren und seine Rolle aufzuklären.

Ich will deiner These vorbeugen, dass Lepsius, weil er bezogen auf die Rolle Deutschlands manipulierte, als Zeuge des Völkermordes völlig unbrauchbar wäre. Insbesondere die konservativen türkischen Politiker wollen mit dieser Argumentation die Ereignisse um die Armenier als Hirngespinst abtun. Warum wird Lepsius von den Armeniern denn so verehrt (s. mein Zitat oben)?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:10
@Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 13:53

Dann sind wir uns hier einig das Lepsius nicht brauchbar ist.

Welche anderen Quellen haben wir noch? Lass uns schritt für schritt gehen.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:14
@Achtermann

O.k., danke.
Heißt das, es wurden keine Manipulationen bei der ersten, von der Zensur kassierten Ausgabe vorgenommen?
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:16

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:10
@Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 13:53

Dann sind wir uns hier einig das Lepsius nicht brauchbar ist.

Welche anderen Quellen haben wir noch? Lass uns schritt für schritt gehen.


Nein, wir sind uns nicht einig, da die Manipulationsvorwürfe, wenn ich mich nicht irre, sich nur auf die Ausgabe von 1919 und nicht auf die von 1916 beziehen.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 14:23
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 13:49

Lieber Mustafa,
zensiert heiß nicht gefälscht, es bedeutet, dass Dinge darin stehen, die den Herrschenden lästig sind, Geheimnisse enthalten oder den Verbündeten belasten.
Aber das müsstest Du doch kennen, aus der Türkei, wo Journalisten verhaftet, verprügelt werden und manchmal auch einer Herzschwäche erliegen. Die Hämatome am ganzen Körper stammen alle von den Wiederbelebungsversuchen mit den Schlagstöcken. Punktuelle herzmassage nennt sich das.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:38
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 14:23

Mein lieber Kunibert dann solltest du eventuell noch etwas weiter forschen. Oder ich helfer dir dabei.

Lepsius beschreibt diese schwierige Aufgabe beim Erstellen dieses Werkes mit den Worten, dass es eine Kunst zwischen den vier Fronten Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier war.

Diese Behauptungen sind laut Özgönül für jedermann nachvollziehbar, der die Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit der Quellenedition von Lepsius vom Jahre 1919 (Deutschland und Armenien 1914-1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke) selbst vergleicht. Die Akten des Auswärtigen Amts Berlin zum Themenkomplex sind die Mikrofiche-Nr. 7086 bis 7204 (Akte: Türkei 183) und die Mikrofiche-Nr. 7205 bis 7270 (Akte: Botschaft Konstantinopel - Armenien).

Dass es Manipulationen in der Quellenedition von Lepsius gibt, ist unumstritten. Auch Wolfgang Gust hat darüber schon berichtet.[1]

Strittig ist der Grad der Manipulationen. Allerdings schreibt Özgönül Bezug nehmend auf die Schrift Magisches Viereck von Gust schon in seinem Buch auf Seite 116: wer aber die Originale mit der Lepsius-Edition vergleicht, wird sehen, das eben nicht nur zu Gunsten der Deutschen manipuliert wurde, sondern ebenso zugunsten der Armenier.

Das ist alles aus Wikipedia also noch nicht einmal etwas was man lange suchen müsste.

Wenn etwas manipuliert wurde und der Grad der manipulation nicht hundertprozentig ersichtlich ist, dann ist es als Beweis auch nciht mehr zulässig.
Mal abgesehen dass er ganz offen zugibt dass er nicht objektiv ist.

Daher wird auch Lepsius nicht von Historikern akzeptiert. Zumindest von denen die Objektiv bleiben wollen.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:42
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:16

Nein die Manipulationsvorwürfe gelten für alle seine Schriften. Übrigens wurde die Erste in einer Zeitung gedruckt wenn ich mich recht erinnere und später zu einem Buch zusammen gefasst.
Er selbst gibt ganz offen zu, dass er den Türken schaden wollte. Lepsius gilt unter Historikern als nicht brauchbar. Da hilft es auch nicht das er mal hier, mal da die Wahrheit gesagt haben mag.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 15:21
@Muhabbetci

Wegen Özgönül:

Gust bezichtigt ihn des Plagiats

siehe Seitenende

Özgönül hat nur einen einzigen mageren Satz mit vier unwesentliche Worten als Manipulation selbst entdeckt oder nach Abgleich mit unserem Original herausgefunden. Sonst hat er alle Armenier und Armenien betreffenden Manipulationen in den 1919 von Johannes Lepsius herausgegebenen Akten des deutschen Auswärtigen Amts aus unseren Vorarbeiten abgeschrieben und zumeist sogar einfach heruntergeladen, ohne jemals die Quelle anzugeben.

Der Hauptteil seines Buches - „eine kritische Betrachtung der Lepsiusdokumente“, wie er ihn im Buchuntertitel selbst nennt - basiert folglich eindeutig auf unseren bereits im Jahr 1998 aufgedeckten und damals auf der homepage Wolfgang Gust veröffentlichten bzw. auf den seit 2000 in diesem Internet-Portal publizierenten Veränderungen der von Lepsius herausgegebenen Dokumente. Cem Özgönül hat sich des Plagiats schuldig gemacht - für einen Autor, der sich „als wissenschaftlich arbeitender Mensch“ (S. 307) bezeichnet und diese angebliche Wissenschaftlichkeit seiner Arbeit immer wieder herausstellt, sicherlich eine schwere Hypothek.


Dort sind auch einige Gegenüberstellungen zwischen den Originaldokumenten und den Manipulationen Lepsius zu sehen.
Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 15:24
@thinktankgirl

Hier sind alle manipulierten und alle nichtmanipulierten Lepsius-Berichte zu finden. Es ist natürlich sehr müßig, diese nachzulesen.

Dort heißt es u.a.:

Folgende Dokumente - manchmal auch nur Teile von ihnen - wurden in dem Buch von Johannes Lepsius „Deutschland und Armenien 1914-1918, Sammlung diplomatischer Aktenstücke“ zwar wiedergegeben, sind dort aber sprachlich verändert worden, ohne allerdings den Inhalt zu verfälschen. Der Originalwortlaut findet sich in den Dokumenten dieser Internetseite. Alle nachfolgend nicht erwähnten Dokumente wurden manipuliert.

www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset
Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 15:30
Muhabbetci schrieb an Achtermann

Dann sind wir uns hier einig das Lepsius nicht brauchbar ist.

Du strapazierst meinen guten Willen ziemlich massiv, wenn du mir laufend Unterstellungen zuschiebst, die auch nicht im geringsten aus meinen Darlegungen zu entnehmen sind. Eine gewisse Redlichkeit sollte auch dir zu eigen sein.

Lepsius hat manipuliert in Bezug auf die Rolle der Deutschen. Das heißt mitnichten, dass er als Quelle unbrauchbar wäre.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 15:37
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:38

Mein lieber Kunibert dann solltest du eventuell noch etwas weiter forschen. Oder ich helfer dir dabei.

Lepsius beschreibt diese schwierige Aufgabe beim Erstellen dieses Werkes mit den Worten, dass es eine Kunst zwischen den vier Fronten Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier war.


Ich danke für Dein Hilfsangebot. Aber das von mir verlinkte Dokument stammt nicht von Lepsius, er war auch nicht an dessen Entstehung beteiligt. Es handelt sich vielmehr um eine Forschungsarbeit von Dr. habil. Aschot Hayruni aus dem Jahre 2003/2004. Die Dokumente sind definitiv diplomatische Noten aus dem Archiv des auswärtigen Amtes und von Dr. Hayruni ausgewertet worden und in dem Dokument ver- bzw. eingearbeitet worden. Lepsius wird lediglich als Quelle genannt. Der Name tritt im Dokument zwar 98mal auf, jedoch auch meist nur als Verweise.
Sie wollen nicht lesen Mustafa, das hat TTG ja auch schon beklagt … alles was Ihrem Türkentum entgegensteht, wird geflissentlich ignoriert. Ich habe das Gefühl, Mr. Celebi, dass die Schonzeit vorüber ist und hier und heute nicht jeder, der Dir auf die Füße tritt, sich gleich als NAZI denunzieren lassen muss.
In der ZEIT steht übrigens auch ein interessanter Artikel über migrantische Bildungsbürger und deren Herkunft. Was vor einem Jahr noch zur Löschung der Kommentare führte (Kommentare dazu lesen!!!), kann heute geschrieben werden. Die Wahrheit braucht halt manchmal etwas Zeit.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 15:37
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:38

Mein lieber Kunibert dann solltest du eventuell noch etwas weiter forschen. Oder ich helfer dir dabei.

Lepsius beschreibt diese schwierige Aufgabe beim Erstellen dieses Werkes mit den Worten, dass es eine Kunst zwischen den vier Fronten Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier war.


Ich danke für Dein Hilfsangebot. Aber das von mir verlinkte Dokument stammt nicht von Lepsius, er war auch nicht an dessen Entstehung beteiligt. Es handelt sich vielmehr um eine Forschungsarbeit von Dr. habil. Aschot Hayruni aus dem Jahre 2003/2004. Die Dokumente sind definitiv diplomatische Noten aus dem Archiv des auswärtigen Amtes und von Dr. Hayruni ausgewertet worden und in dem Dokument ver- bzw. eingearbeitet worden. Lepsius wird lediglich als Quelle genannt. Der Name tritt im Dokument zwar 98mal auf, jedoch auch meist nur als Verweise.
Sie wollen nicht lesen Mustafa, das hat TTG ja auch schon beklagt … alles was Ihrem Türkentum entgegensteht, wird geflissentlich ignoriert. Ich habe das Gefühl, Mr. Celebi, dass die Schonzeit vorüber ist und hier und heute nicht jeder, der Dir auf die Füße tritt, sich gleich als NAZI denunzieren lassen muss.
In der ZEIT steht übrigens auch ein interessanter Artikel über migrantische Bildungsbürger und deren Herkunft. Was vor einem Jahr noch zur Löschung der Kommentare führte (Kommentare dazu lesen!!!), kann heute geschrieben werden. Die Wahrheit braucht halt manchmal etwas Zeit.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 15:37
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:38

Mein lieber Kunibert dann solltest du eventuell noch etwas weiter forschen. Oder ich helfer dir dabei.

Lepsius beschreibt diese schwierige Aufgabe beim Erstellen dieses Werkes mit den Worten, dass es eine Kunst zwischen den vier Fronten Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier war.


Ich danke für Dein Hilfsangebot. Aber das von mir verlinkte Dokument stammt nicht von Lepsius, er war auch nicht an dessen Entstehung beteiligt. Es handelt sich vielmehr um eine Forschungsarbeit von Dr. habil. Aschot Hayruni aus dem Jahre 2003/2004. Die Dokumente sind definitiv diplomatische Noten aus dem Archiv des auswärtigen Amtes und von Dr. Hayruni ausgewertet worden und in dem Dokument ver- bzw. eingearbeitet worden. Lepsius wird lediglich als Quelle genannt. Der Name tritt im Dokument zwar 98mal auf, jedoch auch meist nur als Verweise.
Sie wollen nicht lesen Mustafa, das hat TTG ja auch schon beklagt … alles was Ihrem Türkentum entgegensteht, wird geflissentlich ignoriert. Ich habe das Gefühl, Mr. Celebi, dass die Schonzeit vorüber ist und hier und heute nicht jeder, der Dir auf die Füße tritt, sich gleich als NAZI denunzieren lassen muss.
In der ZEIT steht übrigens auch ein interessanter Artikel über migrantische Bildungsbürger und deren Herkunft. Was vor einem Jahr noch zur Löschung der Kommentare führte (Kommentare dazu lesen!!!), kann heute geschrieben werden. Die Wahrheit braucht halt manchmal etwas Zeit.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 15:54
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 15:37

Mein lieber Kunibert, woher stammen die Berichte? Wie kam das auswärtige Amt zu den Berichten? Von wem haben sie es?
Wer war der Mittelsmann?
Auf welchem Wege sind sie gelangt?
Und wenn Lepsius diese Berichte geschickt hat dann haben sie ein Problem.
Sie können aber auch von mir nicht behaupten 600 seiten innerhalb von einem Tag zu lesen.

Welt: Geschichtswissenschaft ist aber nicht nur ein juristisches Verfahren.

Stone: Es sollte nicht vergessen werden daß unter den Historikern eine beträchtliche Anzahl die Genozid-These nicht akzeptieren, angefangen bei Bernard Lewis. Es gibt auch Historiker, die die These akzeptieren. Aber wenn die Fachleute derart uneins sind, dann kann es überhaupt keinen Anlaß für die türkische Regierung geben, sich für irgend etwas zu entschuldigen.

Welt: Was ist mit den deutschen Dokumenten?

Stone: Ich glaube nicht, daß die deutschen Dokumente die These stützen, daß da jemand die Armenier vernichten wollte, Männer, Frauen und Kinder. Viele deutsche Zeitzeugen waren gewiß schockiert von dem, was sie sahen, und es war ja auch ziemlich schockierend. Es war sehr häßlich und die meisten diplomatischen Beobachter - und auch viele Türken - verabscheuten den ganzen Vorgang. Aber es gibt einen Unterschied zwischen all dem und einer hypothetischen Entscheidung in Konstantinopel, die armenische Nation auszurotten. Ich nehme an, was die Jungtürken damals dachten, war ungefähr: Diese Flüchtlingsströme mit all ihrem Leid und dem Sterben - das haben wir seit Jahren: die Türken aus dem Kaukasus, aus dem Balkan, von der Krim. Als dann der Erste Weltkrieg ausbrach haben sie sich entschlossen, die Armenier aus der Region zu deportieren. Das Entscheidende ist natürlich daß sie die Armenier in Aleppo oder Istanbul nicht angerührt haben. Wenn man das mit dem Holocaust vergleicht, ist das so, als wenn man sagt: Hitler wollte die Juden töten, aber er ließ jene von Berlin, Frankfurt und Köln in Ruhe.
www.welt.de/data/2006/05/09/884232.html

Also die deutschen Dokumente sind nach Meinung von Norman Stone, dem bekannten Britischen Historiker nicht beweis genug.

Versuche einfach Objektiv zu bleiben. Wenn es beweise gibt die ohne jeglichen zweifel das beweisen werde ich es akzeptieren. Es gibt halt aber diese Beweise nicht, das ist das Problem!
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 16:27
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 15:54

@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 15:37

Mein lieber Kunibert, woher stammen die Berichte? Wie kam das auswärtige Amt zu den Berichten? Von wem haben sie es?


Mustafa, jetzt wird es abstrus:
Wie kam das auswärtige Amt zu den Berichten?
Ich schrieb: aus dem Archiv!!!
Die Teutschen, Mustafa, sind gewissenhafte Bürokraten und stell Dir vor Mustafa, vor einigen Jahre ist das Kölner Stadtarchiv in eine Baugrube gefallen. In dem Stadtarchiv existieren Dokumente aus dem 12. Jahrhundert. Das Archiv des auswärtigen Amtes ist angefüllt mit Dokumenten aus Jahrhunderten und die Korrespondenz mit den Botschaften und Konsulaten ist sorgfältig und in Kopie in Akten abgelegt. Komm mir bloß nicht mit so einem Schwachsinn.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:49
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 16:27

Dr. habil. Aschot Hayruni ist ein armenischer Historiker und die Archive des auswärtigen Amtes gelten als nicht vertrauenswürdig. WIe oft muss ich das noch wiederholen?
Soll ich auch türkische historiker jetzt hier Zitieren und ihre Bücher als Quelle angeben?

Eines der wichtigsten Werke von Lepsius ist seine 1919 veröffentlichte Publikation Deutschland und Armenien 1914–1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke, auch bekannt als Lepsiusdokumente, die später zum wichtigsten Schriftstück zum Völkermord an den Armeniern werden sollte. Das Auswärtige Amt hatte Lepsius 1918 die Aufgabe erteilt, das Aktenmaterial über die Haltung der deutschen Regierung in der Armenierfrage zu veröffentlichen. Lepsius selbst ging es bei seiner Arbeit aber nicht nur um das Verwischen der deutschen Spuren, sondern darüber hinaus in seinen eigenen Worten um das Stellen in den Vordergrund der Faktizität des Völkermords an den Armeniern. Lepsius beschreibt diese schwierige Aufgabe beim Erstellen dieses Werkes mit den Worten, dass es eine Kunst zwischen den vier Fronten Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier war.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:04

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:49
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 16:27

... und die Archive des auswärtigen Amtes gelten als nicht vertrauenswürdig. WIe oft muss ich das noch wiederholen?


Wieso? Haben die versteckte Falltüren eingebaut? Sind schon Archivbenutzer in dunkeln Ecken ausgeplündert worden? Bescheißt der Archivar beim Geldwechseln?
Oder was wolltest du damit sagen?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 17:14
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:04

Überleg doch mal woher die damaligen Berichte stammen wer war der Mittelsmann? Na Lepsius.
Das sind die Lepsius dokumente!

Darum werden sie ja nicht akzeptiert und da kann der armenische Historiker noch so oft die zusammenstellen und behaupten sie wären neu aufgearbeitet. Ich kann doch nicht wissen was Lepsius nun eigentlich als manipuliert hat. Mal abgesehen von der Tatsache das ja ein armenischer Historiker nicht grad objektiv und unabhängig gelten kann.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 17:20
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:49

@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 16:27

Dr. habil. Aschot Hayruni ist ein armenischer Historiker und die Archive des auswärtigen Amtes gelten als nicht vertrauenswürdig. WIe oft muss ich das noch wiederholen?


Belege, bitte, Deine Aussage.
Und mit dem Hinweis armenischer Historiker willst Du sicher darauf verweisen, dass Erdogan objektiv ist, das auswärtige Amt der Türkei die ganze Wahrheit kennt und nichts als die Wahrheit enthält ... und diese Wahrheit gaaaaaaanz anders aussieht?
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass unsere Historiker Märchenbücher schreiben.
Mustafa ich glaube, du führst hier einen ganz anderen Kampf, als Alevit, dazu fand ich bei WIKI einige interessante Aspekte unter der Rubrik Unterdrückung
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 17:28
@ Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 17:20

Erst einmal sollte auch die aufgefallen sein dass ich keine türkischen Quellen in dem Blog habe!
Alles quellen die von vielen westlichen Historikern belegt sind.

Daher ist dein Satz Und mit dem Hinweis armenischer Historiker willst Du sicher darauf verweisen, dass Erdogan objektiv ist, das auswärtige Amt der Türkei die ganze Wahrheit kennt und nichts als die Wahrheit enthält
absolut daneben und nicht mehr Wert als ein missglücktes "totschlag Argument".

Du willst also Historiker aus dem Westen, kein Problem:

Literatur von Historikern, welche der Völkermordthese widersprechen:

- "Pursuing the Just Cause of Their People", Michael M. Gunter
- "History of the Ottoman Empire and Modern Turkey", Stanford Shaw
- "The Armenian Revolutionary Movement", Louise Nalbandian
- "The Turkish Tragedy", John Dewey
- "Armenia: Secrets of a "Christian" Terrorist State", Samuel A. Weems
- "A Myth of Terror", Erich Feigl

Hier die Namen weiterer namhafter Historiker, die allesamt der Genozidthese widersprechen und entsprechende Publikationen veröffentlicht haben:
Gilles Veinstein, Bernhard Lewis, Justin McCarthy, Heath Lowry, Malcolm E. Yapp, Andrew Mango, Norman Stone, Howard Reed, Jacob Landau, Kathleen Burrill, Daniel G. Bates und noch viele andere mehr.

Mustafa ich glaube, du führst hier einen ganz anderen Kampf, als Alevit, dazu fand ich bei WIKI einige interessante Aspekte unter der Rubrik Unterdrückung
Dann kommst du mit noch einigen missglückten "Totschlag Argumenten" an.
Was hat jetzt der Alevite mit dieser Sache zu tun?
Und die Unterdrückung?

Vor allem aber, wie hilft es uns weiter bei der Wahrheitsfindung?
*kopfschüttel*
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:29
Ich kann doch nicht wissen was Lepsius nun eigentlich als manipuliert hat.
Doch, das kannst du. Du gehst in das Archiv, wo die entsprechenden Dokumente lagern, nimmst das Lepsius-Buch in die Hand und vergleichst.
Ist natürlich viel Arbeit. Keine Angst, die hat sich schon jemand gemacht. Achtermann hat oben den Link dazu eingestellt:

www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset
Ganz unten: revidierte Lepsius-Edition

Mal abgesehen von der Tatsache das ja ein armenischer Historiker nicht grad objektiv und unabhängig gelten kann.

Während ein türkischer Historiker sicherlich viel objektiver und unabhängiger arbeitet.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 17:58
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 17:28

Mustafa ... Du hast ganz oben geschrieben:

Ich wusste dass ich solche Antworten bekommen werde, daher habe ich sehr sehr lange überlegt ob ich überhaupt zu diesem Thema etwas schreiben soll oder nicht.

So als spontane Eingabe kann ich diesen Blog nicht mehr ansehen, dafür bist Du viel zu gut auf (fast) alles vorbereitet.

Du willst also Historiker aus dem Westen, kein Problem:

Nein, wollte ich nicht, ich verwehre mich lediglich dagegen, dass die (fast) einzigen hsitorisch belegbaren Quellen (nämlich die des auswärtigen Amtes) von Dir als nicht vertrauenswürdig apostrophiert werden, ohne dass Du dafür Belege bringst.
Die amerikanische Literatur ist für mich kein Beleg für irgendetwas, sie ist wohl auch sehr spät entstanden. Nein, wir konzentrieren uns hier auf das, was belegbar ist, keine Sekundarquellen. Denn was wir von amerikanischen Beweisen zu halten haben ... ~300.000 Iraker haben die Beweisführung leider nicht überlebt. Und wenn Du Dich in AMI-land nicht opportun verhälst ... erkundige Dich mal nach der McCarthy Zeit.
Bringe doch mal einen Blog über türkische Journalisten, die sich unbotmäßig zeigten. Na? wie wäre das?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:23
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 17:58

Kunibert ich glaube nicht dass ich türkisch schreibe.
Die archive des auswärtigen Amtes stammen von Lepsius. Er war damals der Mann der die Berichte weiter gab. Das sind eben jene Berichte die manipuliert worden, gefälscht orden u.s.w.

Hier geht es weder um türkische Journalisten auch nicht über die Ungerechtigkeiten die heute passieren. Sondern um die Sache der Armenier und der Türkei.

Ich mein du kannst natürlich den armenischen Historiker als Beleg vorbringen was mir aber dann die Erlaubnis gibt auch türkische Historiker zu bringen. Das würde aber nur der Sache schaden. Daher lass uns die beiden Seiten aussen vor lassen.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:40
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:23
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 17:58

Kunibert ich glaube nicht dass ich türkisch schreibe.
Die archive des auswärtigen Amtes stammen von Lepsius. Er war damals der Mann der die Berichte weiter gab. Das sind eben jene Berichte die manipuliert worden, gefälscht orden u.s.w.


Nein, NEIN und nochmals NEIN, die Berichte in den Archiven stammen NICHT von Lepsius. Er hat "Diplomatenpost" in seinem Buch, nach Gusto redigiert und zusammengestellt. Ist auch aus dem Buchtitel zu erkennen.

Deutschland und Armenien 1914–1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke. Potsdam 1919 .

Ist auch völlig klar aus der "Revidierten Lepsius-Edition" auf www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset
zu erkennen.
Die Originale dieser Aktenstücke sind den Archiven des Auswärtigen Amtes, die folgedessen absolut "vertrauenswürdig" in dieser Hinsicht sind.
wwalkie schrieb am 24.12.2011 um 12:58
Es fällt mir schwer, auf einen solchen Beitrag einzugehen. Die Textsorte kommt mir zu bekannt vor. Sie fordern "unabhängige Experten", darum zitiere ich - nur kurz und um dem Eindruck entgegenzutreten, wissenschaftlich sei in dieser Frage nichts geklärt und es käme nur auf die politische Perspektive an - den Konstanzer Historiker und Fachmann Boris Barth:

"Die zugespitzte These, es habe sich nicht um Genozid gehandelt, weil - im Vergleich zu den Juden - relativ viele Armenier überlebt hätten, ist unhaltbar. Es gab Individuen, denen es aufgrund günstiger Umstände gelang, durch eine Konversion ihr Leben zu retten, aber dies war die Ausnahme von der Regel. Zentral ist aus jungtürkischer Sicht zudem, dass armenische Kinder, die in islamische Familien gelangten, und armenische Frauen, die faktisch versklavt wurden, für ihr Volk genauso verloren waren, als wenn sie erschlagen worden wären. Sicherlich war die Vernichtung der Armenier bei weitem nicht so perfekt und perfide organisiert wie der Mord an den Juden im deutschen Machtbereich seit 1941, aber dies liegt daran, dass den Deutschen ganz andere technische, bürokratische und militärische Möglichkeiten zur Verfügung standen als den Jungtürken 1915."

aus: Boris Barth, Genozid. Völkermord im 20.Jahrhundert. München 2006, S. 72 (darin der Verlauf des Genozids an den Armeniern im historischen Kontext, der ja - auch hier - angeblich nie berücksichtigt wird).

Muhabbetci, ich kann Sie nicht verstehen. Was motiviert Sie?

Trotzdem schöne Weihnachten!
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 13:14
@ wwalkie schrieb am 24.12.2011 um 12:58

Muhabbetci, ich kann Sie nicht verstehen. Was motiviert Sie?

Die Wahrheit! Ich möchte endlich mit diesem Thema ein für allemal abschliessen und möchte das auch die Türkei damit abschliessen kann. Wenn es einen Genozid gab dann wird das akzeptiert und kann sich endlich auf den Prozeß des Friedens konzentrieren ohne sich immer wieder die Frage zu stellen, was denn nun wirklich damals geschehen ist.

Mich interessiert jetzt zum Beispiel auf welche Quellen sich Boris Barth stützt. Das ist ja das Problem. Wenn er sich auf die Bey-Memoiren stützt ( was viele machen) haben wir das Problem das diese gefälscht sind.

Die Frage ist nämlich nicht so einfach wie sie auf dem ersten Blick scheint. Es gibt auch genau so viele Historiker die den Völkermord leugnet.

Übrigens verstehe ich auch nicht die Argumentation von dir. Warum sträubt man sich so sehr gegen eine unabhängige Komission von Historikern?

Das alles ist meine Motivation und auch vieler anderen Türken. Übrigens hat das Wort "Genozid" seit dem Holocaust einen sehr sehr harten und bitteren Geschmack.

Meinst du nicht auch dass die Suche nach der Wahrheit die beste Motivation ist?
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 13:36
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 13:14
"Wenn es einen Genozid gab dann wird das AKZEPIERT !!! und kann sich endlich auf den Prozeß des Friedens konzentrieren ohne sich immer wieder die Frage zu stellen, was denn nun wirklich damals geschehen ist."

Dein Wort in wem auch immers Ohr...
Das "AKZEPIERT" will ich dann aber auch vom türkischen Präsidenten hören, wenn wir dann mit der Zeitmaschine noch einen Zeitgenossen ausgraben...

Das Wort "Genozid" ruft seid Mengele und Eichmann eher die technischen Assoziationen hervor wie "Schreibmaschine", "Exel-Tabellen" oder "Listen", Genozide gab es schon seitdem wir aus Afrika ausgewandert sind vor 80 000 Jahren, hat bei den Neandertalern angefangen, das Gemetzel...
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 13:37
wwalkie schrieb am 24.12.2011 um 12:58

siehe:
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 08:19

meine Vermutung gewinnt immer mehr Konturen
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 13:44
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 13:36

Wir müssen vorsichtig sein bei dem Wort Genozid. Vor allem die Shoa war einmalig und mit nichts zu vergleichen.

Erdogan ( obgleich ich ihn nicht besonders mag) hat das schon mehrmals angeregt und gesagt dass er das akzeptieren wird.
Doch Armenien hat immer wieder abgelehnt...
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 13:59
"Wir müssen vorsichtig sein bei dem Wort Genozid."
Ja, vor der Resolution 260 am 12. Januar 1951 hiess es nur Massenmord.

"Erdogan ( obgleich ich ihn nicht besonders mag) hat das schon mehrmals angeregt und gesagt dass er das akzeptieren wird.
Doch Armenien hat immer wieder abgelehnt..."

Was hat Erdogan angeregt? und was haben die Armenen abgelehnt?

Bitte um Aufklärung.
Danke
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:03
@Muhabbetci

Die Quellen Barths?
Boris Barth, Genozid. Völkermord im 20.Jahrhundert. München 2006

Der Engel Gabriel sagte zu Mohammed: Lies!
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:18
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 13:59
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte an den armenischen Präsidenten Robert Kotscharian appelliert, man solle eine Historikerkommission mit Vertretern beider Länder und unabhängigen Experten bilden. Doch die einflussreiche armenische Diaspora machte dagegen Front. Ihre Strategie ist es vielmehr, möglichst viele nationale Parlamente weltweit dazu zu bewegen, den Völkermord explizit anzuerkennen und die Türkei letztlich auch dazu zu zwingen
derstandard.at/2466199

So auf die schnelle...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:23
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:03

So und was sagt der Autor dort? Das er vor allem deutsche Quellen benutzt hätte. Denn diese Quelle ist manipuliert und auch Achtermann stimmt mir da zu, dass diese Quelle daher nicht brauchbar ist.
Die anderen Quellen die der Autor benutzt sind Bücher die andere Autoren geschrieben haben und die Telegramme an und von Talat Pascha die aber als Fälschungen bekannt sind.

Daher...

Welt: Was ist mit den deutschen Dokumenten?

Stone: Ich glaube nicht, daß die deutschen Dokumente die These stützen, daß da jemand die Armenier vernichten wollte, Männer, Frauen und Kinder. Viele deutsche Zeitzeugen waren gewiß schockiert von dem, was sie sahen, und es war ja auch ziemlich schockierend. Es war sehr häßlich und die meisten diplomatischen Beobachter - und auch viele Türken - verabscheuten den ganzen Vorgang. Aber es gibt einen Unterschied zwischen all dem und einer hypothetischen Entscheidung in Konstantinopel, die armenische Nation auszurotten. Ich nehme an, was die Jungtürken damals dachten, war ungefähr: Diese Flüchtlingsströme mit all ihrem Leid und dem Sterben - das haben wir seit Jahren: die Türken aus dem Kaukasus, aus dem Balkan, von der Krim. Als dann der Erste Weltkrieg ausbrach haben sie sich entschlossen, die Armenier aus der Region zu deportieren. Das Entscheidende ist natürlich daß sie die Armenier in Aleppo oder Istanbul nicht angerührt haben. Wenn man das mit dem Holocaust vergleicht, ist das so, als wenn man sagt: Hitler wollte die Juden töten, aber er ließ jene von Berlin, Frankfurt und Köln in Ruhe.
www.welt.de/data/2006/05/09/884232.html
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 14:24
Danke fuer Info,
auf die schnelle
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:37

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:23
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:03

So und was sagt der Autor dort? Das er vor allem deutsche Quellen benutzt hätte. Denn diese Quelle ist manipuliert und auch Achtermann stimmt mir da zu, dass diese Quelle daher nicht brauchbar ist.


Ich bin zwar nicht der Engel Gabriel, aber ich sags nochmals etwas lauter: LIES!

Neben den Erinnerungen von überlebenden Armeniern stellen deutschsprachige Quellen bis heute die wichtigste Materialsammlung zur Erforschung des Völkermordes dar, ein Aspekt, der gelegentlich in der anglo-amerikanischen Literatur nicht genügend berücksichtig wird. Wegen der engen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Kontake der Vorkriegszeit und wegen des Kriegsbündnisses befand sich 1915 eine große Zahl von deutschen und österreichischen Staatsbürgern im Osmanischen Reich, die die Deportationen und Massaker beobachten konnten. So wurden Ärzte, Missionare, Missonsschwestern, Offiziere, Ingenieure, Facharbeiter, Vertreter von Banken, Orientalisten und Wissenschaftler zu unmittelbaren Zeugen der Vorgänge und sandten Berichte nach Deutschland, in denen sie detaillierte Informationen über die Massaker sammelten.

Hervorhebungen von mir
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:37

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 14:23
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:03

So und was sagt der Autor dort? Das er vor allem deutsche Quellen benutzt hätte. Denn diese Quelle ist manipuliert und auch Achtermann stimmt mir da zu, dass diese Quelle daher nicht brauchbar ist.


Ich bin zwar nicht der Engel Gabriel, aber ich sags nochmals etwas lauter: LIES!

Neben den Erinnerungen von überlebenden Armeniern stellen deutschsprachige Quellen bis heute die wichtigste Materialsammlung zur Erforschung des Völkermordes dar, ein Aspekt, der gelegentlich in der anglo-amerikanischen Literatur nicht genügend berücksichtig wird. Wegen der engen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Kontake der Vorkriegszeit und wegen des Kriegsbündnisses befand sich 1915 eine große Zahl von deutschen und österreichischen Staatsbürgern im Osmanischen Reich, die die Deportationen und Massaker beobachten konnten. So wurden Ärzte, Missionare, Missonsschwestern, Offiziere, Ingenieure, Facharbeiter, Vertreter von Banken, Orientalisten und Wissenschaftler zu unmittelbaren Zeugen der Vorgänge und sandten Berichte nach Deutschland, in denen sie detaillierte Informationen über die Massaker sammelten.

Hervorhebungen von mir
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:47
Wegen Norman Stone - Seit 1997 arbeitet Stone in der Türkei, zuerst an der Bilkent-Universität in Ankara; 2005 wechselte er an die Koç-Universität in Istanbul, wo er noch immer lehrt.
Honi soit qui mal y pense!

Stones Thesen wurden von Hans-Lukas Kieser widerlegt:

Es sei eine «vertretbare These», von «550000 Deportierten» zu sprechen, von denen 50000 unterwegs gestorben, die Hälfte davon getötet oder massakriert worden seien, meint Stone, gestützt auf Yusuf Halaçoglu, den Leiter des türkischen Geschichtsinstitutes.

Diese «These» ist eine Erklärung historischer Verantwortungsunfähigkeit. Kemal Atatürk selbst, der nicht dem jungtürkischen Komitee angehört hatte, ging nach 1918 von 800000 getöteten Armeniern aus. Talat Pascha, Komiteemitglied an der Spitze des Reichs und federführender Innenminister, das heisst Hauptverantwortlicher der «Verschickung», notierte 0,92 Millionen Deportierte und eine Bevölkerungszahl von 1,26 Millionen Armeniern. Dies gemäss der Zeitung Hürriyet, die im April 2006 Ausschnitte aus Talats bisher verschollenem Notizbuch veröffentlicht hat.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 15:05
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:37

Ich würde dir Empfehlen auch mal weiter zu lesen. Da könnte man meinen es gehe um Israel.

So und wo sind diese Berichte gesammelt? Rate mal...
Und wenn du es herausgefunden hast dann frage dich warum Historiker diese Quellen als "nicht glaubhaft" einstufen?

Ach komm ich helfe dir dabei:
Eine Seite vorher nennt er einen Namen als Beweis und zwar den amerikanischen Botschafter Morgenthau.

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Am 31. Juli 1915 berichtet Morgenthaus “Tagebuch” folgendes über das erste Treffen zwischen dem amerikanischen Gesandten und dem deutschen Pastor Lepsius:

“Um 15 Uhr sprach Dr. Johannes Lepsius aus Potsdam vor. Er erzählte uns sehr viel über die armenischen Angelegenheiten und war bestrebt, alles zu erfahren, was wir wissen... Lepsius scheint ernsthaft etwas unternehmen zu wollen. Er schlägt vor, von hier nach Genf zu reisen und sich an das Internationale Rote Kreuz, Oberhäupter neutraler Staaten und den Papst zu wenden, um weltweiten Protest kundzutun.”

<="" font="">

Am 31. Juli 1915 berichtet Morgenthaus “Tagebuch” folgendes über das erste Treffen zwischen dem amerikanischen Gesandten und dem deutschen Pastor Lepsius:

“Um 15 Uhr sprach Dr. Johannes Lepsius aus Potsdam vor. Er erzählte uns sehr viel über die armenischen Angelegenheiten und war bestrebt, alles zu erfahren, was wir wissen... Lepsius scheint ernsthaft etwas unternehmen zu wollen. Er schlägt vor, von hier nach Genf zu reisen und sich an das Internationale Rote Kreuz, Oberhäupter neutraler Staaten und den Papst zu wenden, um weltweiten Protest kundzutun.”[127]

Der von diesem Treffen handelnde “Familienbrief’ wiederholt Obiges und fügt folgendes hinzu: “Ich arrangierte ein Gespräch zwischen Tsarnados, dem griechischen Chargé d’Affaires und Lepsius, da der Professor erfahren wollte, wie die Griechen behandelt wurden,”[128] Morgenthau war von diesem Treffen so beeindruckt, daß er noch am selben Tag ein chiffriertes Telegramm an Washington sandte, in dem er um Erlaubnis bat, Lepsius alle in der Botschaft vorhandenen, in Akten angelegten Informationen zur Verfügung stellen zu dürfen. Er schrieb:

“Der Doktor [Lepsius] schlug vor, die Angelegenheit vor das Internationale Rote Kreuz zu bringen, um zu versuchen, Deutschland dazu zu bewegen, auf ein Ende dieser Gräueltaten zu dringen. Er verlangt ernsthaft Zugang zu den Informationen, die bet der Botschaft abgelegt sind. Werde sie ihm geben, wenn das Department keine Einwände erhebt.”[129]

Obwohl die Bitte um Zugang zu Informationen von Lepsius stammte, ist aus Morgenthaus Schlüssel doch eindeutig zu erkennen, daß er sie billigte.

Ihrem Treffen vorn 31. Juli folgend, lud Morgenthau Lepsius am 3. August zum Abendessen ein. Morgenthaus “Tagebucheintragung” für diesen Tag halt folgendes bezüglich ihrer Unterhaltung fest:

"Wir hatten eine lange und ausführliche Diskussion über armenische Angelegenheiten. Lepsius erzählte uns von seinen vorherigen Aktivitäten in dieser Sache... Lepsius denkt, daß momentan nur wenig getan werden kann, um die Deportationen zu stoppen; aber er will in die Schweiz, nach Genf, reisen, um das Internationale Rote Kreuz aufzurütteln. Ich sagte ihm, er solle mit Helferich sprechen, und erklärte ihm, daß dies das wirtschaftliche Aus für die Türkei bedeute, und daß die Deutschen nur noch “leere Hülsen” vorfinden würden, wenn sie von ihr Besitz ergriffen. Ich schickte nach Schrnavonian, und er gesellte sich zu uns, um nach dem Abendessen an der Diskussion teilzunehmen.”[130]
Kannst hier weiter lesen:
www.eraren.org/index.php?Lisan=en&Page=YayinIcerik&IcerikNo=263

<="" font="">

Das dies kein Zufall war, d.h. daß die Briten an dieses Material nicht durch andere Quellen gelangt waren, wird durch niemand anderen als Morgenthau selbst bestätigt, der in einem Schreiben an das Red Cross Magazine vom März 1919 folgendes über seine Rolle bei der Zustellung dieses Materials an Bryce aussagt:

“Damit die Fakten In genauer Weise festgehalten werden, habe Ich veranlaßt, daß Aussagen, die mir gegenüber von Augenzeugen über die Massaker gemacht wurden, sorgfältig aufbewahrt werden. Diese Aussagen beinhalten Berichte aller Arten von Flüchtlingen, christlichen Missionaren und anderen Zeugen... Ein Großteil des von mir gesammelten Materials ist schon in der exzellenten Sammlung dokumentarischen Materials, das von Lord Bryce zusammengetragen wurde, veröffentlicht worden.”

<="" font="">Macht man sich einmal klar, daß dieses Material, das das Rückgrat dessen formte, was eines der wirkungsvollsten Beispiele gegen die Türken gerichteter Kriegspropaganda war, von einem Botschafter der neutralen Vereinigten Staaten an den britischen Geheimdienst weitergeleitet wurde, wo es dann als Tell der britischen Bemühungen, die amerikanische öffentliche Meinung gegen die Türken und Deutschen aufzuhetzen, veröffentlicht wurde, mit dem Hintergedanken, Amerika in den Krieg zu verwickeln, kann man nicht umhin, sich über die Diskretion Morgenthaus zu wundern.

u.s.w.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 15:10
"... Im vergangenen Jahr gab es erstmals Kontakte zwischen türkischen und armenischen Historikern, die gemeinsam Archiv-Material untersuchen wollten; ein für Mai in Wien angesetztes zweites Treffen der Wissenschaftler wurde jedoch inzwischen abgesagt, weil die armenische Seite die vereinbarten Archiv-Dokumente nicht vorgelegt hat. In diesem April steht der 90. Jahrestag der Ereignisse von 1915 bevor. (AFP)"
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 15:32

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 15:05
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:37

Ich würde dir Empfehlen auch mal weiter zu lesen. Da könnte man meinen es gehe um Israel.


Wenn du lesen könntest oder vielleicht liegt es auch am Wollen, dann wäre dir die Gliederung aufgefallen:

2. Fälle von eindeutigem Völkermord
a) Das jungtürkische Regime und die Armenier S.
62
b) Die nationalsozialistischen Genozide S. 78

Mein Link/Zitat verweist auf die S.76f

So und wo sind diese Berichte gesammelt? Rate mal...
Und wenn du es herausgefunden hast dann frage dich warum Historiker diese Quellen als "nicht glaubhaft" einstufen?


Klär mich mal auf, wo diese Berichte gesammelt sind.
Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 15:39
Muhabbetci schrieb über Achtermann:

Denn diese Quelle ist manipuliert und auch Achtermann stimmt mir da zu, dass diese Quelle daher nicht brauchbar ist.

Auch an dieser Stelle muss ich die Interpretation nochmals zurückweisen. Stattdessen habe ich am 24.12.2011 um 12:20 geschrieben:

Lepsius Verdienst ist es, wie kein anderer mit Wort und Tat auf den Völkermord hingewiesen zu haben. Ohne ihn wäre diese Frage eventuell in der Geschichtsforschung einfach eine kleine Fußnote geblieben.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 15:46
Ach du schwarze Göttin, jetzt habe ich erst verstanden. Du willst doch nicht etwa behaupten, daß die von Barth beschriebenen deutschsprachigen Quellen mit den Berichten identisch sind, die Morgenthau Lepsius gab?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:14
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 15:46

Tu mir bitte ein Gefallen, beschäftige dich bischen mit der Materie und forsche nach wer oder was dieser Mann gemacht hat. Und wenn du grad dabei bist dann forsche auch nach diesem Namen:
Prof. Dr. Heath Lowry
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:18
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 15:32

Du verstehst es nicht oder. Wen zitiert Boris Barth um seine Thesen zu beweisen? Denn Morgenthau, der Morgenthau der nachweislich als nicht relevant angesehen wird. Ganz unten wirst du einen Buch namen finden in dem es mit allen möglichen Quellen nach gewiesen wurde. Was sagt das über Boris Barth aus? Das er seine schlüsse aus Quellen bezieht die wiederum aus quellen beziehen die widerlegt wurden.

Damit ist auch seine These fragwürdig. Denn um etwas beweisen zu müssen, sollten erst einmal die Quellen glaubwürdig sein.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 16:43
@Muhabbetci


Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:18
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 15:32

Du verstehst es nicht oder. Wen zitiert Boris Barth um seine Thesen zu beweisen? Denn Morgenthau, der Morgenthau der nachweislich als nicht relevant angesehen wird. Ganz unten wirst du einen Buch namen finden in dem es mit allen möglichen Quellen nach gewiesen wurde. Was sagt das über Boris Barth aus? Das er seine schlüsse aus Quellen bezieht die wiederum aus quellen beziehen die widerlegt wurden.

Damit ist auch seine These fragwürdig. Denn um etwas beweisen zu müssen, sollten erst einmal die Quellen glaubwürdig sein.


Willste du mich eigentlich verarschen?

Das steht da nirgends! Lies hier: Seite 76 letzter Absatz
rioges schrieb am 24.12.2011 um 15:23
Eine bizarre Diskussion zum Teil. Ich lese u.a.:
"..Das was nicht akzeptiert wird, ist:
1: die Zahl der Opfer ( getöteten)
2: Die Frage des Völkermordes.

In den letzten Jahren hatte sich die Türkei und Armenien sich versucht einen Kompromiss zu schliessen."

Kann man über Verbrechen einen Kompromiss schließen? Ist es wirklich relevant ob es 300.000 oder 1,5 Mio. Tote waren? Das Grauen war so und so allgegenwärtig.

Die abgeschlachteten Menschen sind tot - so oder so. Gab es den Krieg? Ja! Was gibt es da zu relativieren?

Lasst Euch doch von diesem französischen Kleinpolitiker nicht so verarschen und aufeinander Hetzen.
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 15:38
"Lasst Euch doch von diesem französischen Kleinpolitiker nicht so verarschen und aufeinander Hetzen."
Es ging auch nicht um den Simbel Sarkozy, es ging um:
"Völkermord: Ja oder Nein?"
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 15:32
Morgenthau?
Machen wir mal ein bisschen
Botschafter Morgenthau:
books.google.it/books?id=VcGOLZ1NyC8C&pg=PA77&lpg=PA77&dq=barth+quellen+genozid&source=bl&ots=8qjkmSiHXE&sig=fGJsjKuiXrqT1wfMxX81gj1AqKE&hl=de&sa=X&ei=28v1TvvIKciM4gTY2sCNCA&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

Seite 76:..."Schon der amerikanische Botschafter Morgenthau kam während des Krieges bei Gesprächen zu dem Schluss, dass die Jungtürken vorhatten, das ganze Volk zu vernichten. Am Ende seiner Memoiren, die 1918 publiziert wurden, schrieb er:
"Als die türkischen Behörden die Befehle zu diesen Deportationen erteilten, stellte sie einem ganzem Volk das Todesurteil aus; sie verstanden das gut, und in ihren Gesprächen mit mir machten sie keinen besonderen Hehl daraus."
Fussnote 54
Zitiert bei Naimark, Flammender Hass, S. 53.
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 16:01
Naimark ist bestimmt auch ein armenisches U - Boot: Norman Naimark wurde für seine herausragende Forschungsleistung vom Bundespräsident Roman Herzog das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ausserdem ist er im Frühjahr 2011 Axel Springer Fellow an der American Academy in Berlin.

Das sind natürlich höchst subversive Kontakte, die Amerikaner haben natürlich unglaubliches Interesse, die Türkei zu destabilisieren, insbesondere was Erdölvorkommen im nahen Osten, Natomitgliedschaft und auch NATO - Flugplätze angeht...

Auch Roman Herzog möchte am liebsten, da seine Vorfahren indirekt am deutschen Völkermord der Armenier beteiligt war, die ganze Sache unter den Tisch fallen lassen, nachher gibt es von der Merkel noch Rentenkürzungen was ehemalige Staatspräsidenten angeht...

Und Axel Springer war in der armenischen Geschichtsschreibung ja auch ein Staubsauger...
ja kein Staubkorn übriglassen, was der böse Morgenthau alles für Lügen verbreitet hat oder nicht, je nach Gefühlslage im Springer - Haus...

Fragen über Fragen, da warten 2049 noch 30 Doktorarbeiten von Historikern...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:05
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 15:32

Er zitiert also einen Autor aus einem Buch. Wenn ich also wissen möchte woher dieser Zitat nun endlich stammt muss ich dieses Buch kaufen. Wenn er es auch von irgendeinem anderen Buch zitiert hat, na dann aber Hallo...
Hier kann man es lesen
books.google.de/books?id=mQNjEB79iFEC&printsec=frontcover&dq=Naimark,+Flammender+Hass&hl=de&sa=X&ei=NOn1TpCTOs7LtAa8_rneDw&ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&q=Naimark%2C%20Flammender%20Hass&f=false

Laut Morgenthau kam die Idee, dass sich die Türkei der Armenier durch Völkermord entledigen könnte, von deutschen Offizieren, die damals in großer Zahl in der Türkei anwesend waren und halfen, das desolate türkische Heer zu reorganisieren.
(Wikipedia)
Also wären die Deutschen dann Schuld an dem Völkermord...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:12
Pfarrer Johannes Lepsius hat keinen Fuß auf anatolischen Boden gesetzt und war lediglich in Istanbul tätig. Er bezog seine Informationen von Herrn Morgenthau. Herr Morgenthaus Buch „Ambassador Morgenthau’s Story“ wurde von Prof. Dr. Heath Lowry in seinem Buch „The Story Behind Ambassador Morgenthau’s Story“ widerlegt. Es wurde gezeigt das nicht Morgenthau selbst, sondern seine armenischen Sekretäre und Gehilfen dieses Buch verfasst hatten. Es ist uns unerklärlich, warum diese widerlegten „Beweise“ immer noch angeführt werden.

en.wikipedia.org/wiki/Ambassador_Morgenthau%27s_Story
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 16:16
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:12
Deshalb ja:
Fragen über Fragen, da warten 2049 noch 30 Doktorarbeiten von Historikern...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:22
@ tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 16:16

Was meinst du mit "Deshalb ja:?" Konnte es grad nicht irgendwo einordnen.

Nöö keine Doktorarbeiten, einfach eine internationale Komission die alle fakten durch arbeiten und wir alle endlich einmal die Gewissheit haben was denn nun eigentlich dort passiert ist.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 16:28
Laut Morgenthau kam die Idee, dass sich die Türkei der Armenier durch Völkermord entledigen könnte, von deutschen Offizieren, die damals in großer Zahl in der Türkei anwesend waren und halfen, das desolate türkische Heer zu reorganisieren.
(Wikipedia)
Also wären die Deutschen dann Schuld an dem Völkermord...


a) ist das der obige Morgenthau (
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 15:05
), dessen Seriösität du mittels des dortigenLinks untergraben wolltest:

Obwohl die Absicht dieser Studie weniger darin liegt, die Frage zu untersuchen, ob das Schicksal der osmanischen Armenier als “Völkermord” bezeichnet werden sollte oder nicht, sondern einen Versuch darstellt, zwischen Realität und Dichtung in Ambassador Morgenthau’s Story zu unterscheiden, müssen wir uns doch der weitläufigeren Implikationen, die sie enthält, bewußt sein.

b) kannste wenigstens einen Nachweis bringen, daß Morgenthaus tatsächlich diese Äusserung getan hat? Primärquelle oder so wat, du verstehst. was ich meine. Oder haben seine armenischen Sekretäre, die deiner Ansicht nach das Buch verfasst haben, ihm das einfach in den Mund gelegt?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 17:08
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 16:28

Liebe Thintankgirl, ich glaube wir verstehen uns nicht. Dieser Mann wird von Historikern nicht akzeptiert. Denn er wurde widerlegt durch den Prof. Dr. Heath Lowry in seinem Buch „The Story Behind Ambassador Morgenthau’s Story

de.wikipedia.org/wiki/Henry_Morgenthau_senior

Du wirst kaum einen Historiker finden der diesen Mann zitiert oder sich auf seine Quellen bezieht.

Sonst wäre es kein Problem. Ich würde es sofort anerkennen. Was braucht man denn mehr. Aber leider gilt sein Werk als nicht authentisch. Weil da viele Faktoren eine Rolle gespielt haben und andere interessen im Spiel waren.

Die quelle ist:Prof. Dr. Heath Lowry in seinem Buch „The Story Behind Ambassador Morgenthau’s Story"
www.eraren.org/index.php?Lisan=en&Page=YayinIcerik&SayiNo=24

hier kannst du sein Buch lesen.

Zusätziich zu seinem “Tagebuch”, und größtenteils hierauf basierend, war es Morgenthaus Gewohnheit, einen ausführlichen wöchentlichen Brief in Form eines “Rundschreibens” an verschiedene, daheim in den Vereinigten Staaten gebliebene Familienmitglieder e zu schreiben.[18] Diese Briefe wurden ebenfalls von Hagop S. Andonian abgefaßt und sogar oft, wie Morgentha.u uns in einem Brief vom 11. Mai 1915 mitteilt, in der Tat von ihm geschrieb en:

“Es ist wirklich unmöglich für mich, mich hinzusetzen und in Ruhe elnen Brief zu diktieren. So habe ich Andonian angewiesen, mein Tagebuch zu nehmen und es zusammen mit einigen seiner eigenen Darstellungen zu kopieren. Dieses befreit mich selbstverständlich von jeglicher Verantwortung für etwalge Fehler.”
www.eraren.org/index.php?Lisan=en&Page=YayinIcerik&IcerikNo=258

Andonian dürfte bekannt sein. Er ist die Quelle für die Andonian Dokumente die als Fälschungen bekannt sind.

Ich denke das dürfte mehr als genug Zweifel aufbringen an den Aussagen dieses Botschafters.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:45

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 17:08
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 16:28

Liebe Thintankgirl, ich glaube wir verstehen uns nicht. Dieser Mann wird von Historikern nicht akzeptiert.


Und warum hast du folgendes eingesetzt - das wollte ich eigentlich von dir wissen und nix anderes:


Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 16:05

Laut Morgenthau kam die Idee, dass sich die Türkei der Armenier durch Völkermord entledigen könnte, von deutschen Offizieren, die damals in großer Zahl in der Türkei anwesend waren und halfen, das desolate türkische Heer zu reorganisieren.
(Wikipedia)
Also wären die Deutschen dann Schuld an dem Völkermord...
Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 18:06
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:45

lt. Mustafa:
Also wären die Deutschen dann Schuld an dem Völkermord...

Dann sind wir doch schon mal ein Stückchen weiter: Es war Völkermord, aber sicher haben die Teutonen ja schon mal geübt (Kotz) für spätere Zeiten
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:13
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:45

Ich glaube hier wirst du mehr als fündig.
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:21

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:13
@ thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 17:45

Ich glaube hier wirst du mehr als fündig.
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm


Ich will das Originalzitat, in dem Morgenthau die deutschen Offizieren als Ideengeber beschreibt. Den Link zum Buch haste ja schon gefunden, dann wirste ja früher oder später auch das Zitat finden. Bis dahin handelt es sich um eine Unterstellung, du verstehst.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:26
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 18:06

Das ist doch nicht meine Meinung. Sondern die von dem Botschafter. Ich habe gesagt das seine Schriften nicht authentisch sind, daher ist auch diese Aussage nichts sagend.
Wenn wir aber ihn als Beweis herführen dann müssten wir die Deutschen für den Massaker verantwortlich machen.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:26
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 18:06

Das ist doch nicht meine Meinung. Sondern die von dem Botschafter. Ich habe gesagt das seine Schriften nicht authentisch sind, daher ist auch diese Aussage nichts sagend.
Wenn wir aber ihn als Beweis herführen dann müssten wir die Deutschen für den Massaker verantwortlich machen.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:46

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:26
@Kunibert Hurtig schrieb am 24.12.2011 um 18:06

Das ist doch nicht meine Meinung. Sondern die von dem Botschafter. Ich habe gesagt das seine Schriften nicht authentisch sind, daher ist auch diese Aussage nichts sagend.
Wenn wir aber ihn als Beweis herführen dann müssten wir die Deutschen für den Massaker verantwortlich machen.


Wieso stellst du es überhaupt ein, wenn Morgenthaus Schriften nicht authentisch sind?
Nur mal so das Häufchen abgesetzt, das die Deutschen zu den ideellen Anstifter des Völkermordes macht. Aber war gar nicht so gemeint?
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:51
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:21

Also jetzt mal einen Moment. Du zitierst aus einem Buch der aus einem anderen Buch zitiert und das gilt als Quelle. Ich zitiere aus Wikipedia und suche für dich noch das Buch heraus wo du online nachforschen kannst und das gilt dann als was?
Ich setze mich doch jetzt nicht hin und suche das ganze Buch nach diesem Zitat auf English.
Also soviel solltest du schon selber tun.

Übrigens ist es gar nicht so schwer zu finden. Ich gebe dir einen Tip suche es in den letzten zwei Kapiteln. Dur wirst schon fündig.
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:56
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:46

Wenn einer von euch Boris Barth hier reinsetzt als Quelle, der wiederum aus Morgenthaus zitiert, dann kann ich doch auch mal darauf aufmerksam machen, das Boris Barth als Quelle nichts taugen kann.

Morgenthauts sagt das mit den Deutschen, mal abgesehen von der Tatsache das er die Deutschen und Türken überhaupt nicht mag. Zumindest in seinen Memoiren. Das ganze Buch besteht fast nur aus Deutschen und Türken. Armenier wird da gar nicht so oft zur Sprache gebracht.

Liest doch einfach das Buch, wieso muss ich hier eigentlich alles erklären obwohl man das Buch online lesen kann..ne ne ne
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 19:35

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:51
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:21

Also jetzt mal einen Moment. Du zitierst aus einem Buch der aus einem anderen Buch zitiert und das gilt als Quelle. Ich zitiere aus Wikipedia und suche für dich noch das Buch heraus wo du online nachforschen kannst und das gilt dann als was?
Ich setze mich doch jetzt nicht hin und suche das ganze Buch nach diesem Zitat auf English.
Also soviel solltest du schon selber tun.

Übrigens ist es gar nicht so schwer zu finden. Ich gebe dir einen Tip suche es in den letzten zwei Kapiteln. Dur wirst schon fündig.
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm


Wenn es nicht schwer zu finden ist, dann bring es endlich ein. Andernfalls ist es eben ein Häufchen.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 19:48
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:56
@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:46

Wenn einer von euch Boris Barth hier reinsetzt als Quelle, der wiederum aus Morgenthaus zitiert, dann kann ich doch auch mal darauf aufmerksam machen, das Boris Barth als Quelle nichts taugen kann.


Die Seriösität von Barth ist bereits in diesem Thread abgehandelt worden.

Die ständige Wiederholung desselben Schmus ersetzt keine fehlenden Argumente.
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 17:33
Muhabbetci:
Schreib mal was über Norman Naimark
und sein Bundesverdienstkreuz:
Das ist natuerlich ein unseriöser Trottel,
der kann nicht recherchieren,
doof ist er auch noch,
eigentlich muss man ihm das Bundesverdienstkreuz
gleich wieder abreissen, dieser Lusche,
aber Muhabbetci wird da für Gerechtigkeit sorgen
und diesen infamen Lügner entlarven...
Viel Spass noch im selbstgelegten Minenfeld
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 18:46
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/Morgen26.htm

Nehmen wir mal DEIN "Quellchen" Muhabbetci,
IST das jetzt deine heilige Schrift zu dem Thema oder nicht,
der Link
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/Morgen26.htm
???

Chapter XXVI

..."the Armenians had a fair warning" Enver began, "of what would happen to tham in case they joined our enemies...but if they ally themselfes with our enemies, as they did in the Van district, they will have tobe destroyed...
I did not take seriosly Enver's concluding statemant. At this time that he was speaking, massacres and depotations were taking place all over the Armenian provinces and they went on almost without interruption for several months..."

Sachte Morgenthau...
etc. Pi Pa Po...
Das natuerlich die Deutschen etc. auch keine gute Figur dabei gemacht haben, tut HIER eben nix zur Sache...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 19:00
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 18:46

Nur sind diese Berichte widerlegt worden. Daher nimmt man sie nicht als Quelle unter Historikern.
Es wurde viel manipuliert, gefälscht und propagandiert.

Übrigens wieso sagen alle es wäre meine Quelle, ich habe doch nicht die Quelle von Boris Barth hier reingesetzt. Das ist die Quelle von Boris Barth!
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 19:15
Moment:
Jetzt haben Sie sich keinen Gefallen getan, Muhabbetci

Sie schreiben mir:
"Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 19:00":
"@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 18:46
Nur sind diese Berichte widerlegt worden. Daher nimmt man sie nicht als Quelle unter Historikern.
Es wurde viel manipuliert, gefälscht und propagandiert.
Übrigens wieso sagen alle es wäre meine Quelle, ich habe doch nicht die Quelle von Boris Barth hier reingesetzt. Das ist die Quelle von Boris Barth!"
-----
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:51
"@thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 18:21
Also jetzt mal einen Moment. Du zitierst aus einem Buch der aus einem anderen Buch zitiert und das gilt als Quelle. Ich zitiere aus Wikipedia und suche für dich noch das Buch heraus wo du online nachforschen kannst und das gilt dann als was?
Ich setze mich doch jetzt nicht hin und suche das ganze Buch nach diesem Zitat auf English.Also soviel solltest du schon selber tun.
Übrigens ist es gar nicht so schwer zu finden. Ich gebe dir einen Tip suche es in den letzten zwei Kapiteln. Dur wirst schon fündig.
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm
"
SCHRIEB Muhabbetci an thinktankgirl

Damit haben SIE den
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm
Link ins Spiel gebracht,
weder ich noch sonstwer...

Und damit kann sich hier ein jeder Ihrer Argumentation ein Bild machen...
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 19:21
@tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 19:15

Oh nö, darauf lasss ich mich nicht ein. Bitte lese die vorherigen Kommentare vor allem diesen hier.
wwalkie schrieb am 24.12.2011 um 12:58

und diesen :thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 14:03

u.s.w.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 20:05
1915-08-21-DE-011-V

DuA Dok. 143 (gk.)

Der Generaldirektor der Bagdadbahn in Konstantinopel (Günther) an den Botschaftsrat der deutschen Botschaft in Konstantinopel (Neurath)

Chemin de Fer Ottoman d’Anatolie.

Constantinople, den 21. August 1915

Sehr geehrter Herr von Neurath!

Anliegenden Bericht aus Konia vom 16. d.M. möchte ich Ihnen aus naheliegenden Gründen nicht auf offiziellem Wege, sondern lediglich als Privatmann und zu Ihrer persönlichen Unterrichtung und Kenntnisnahme überreichen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr sehr ergebener

Günther
[Notiz Mordtmann 24.8.]

K. g.; ich füge eine ausführliche Aufzeichnung enthaltend die neuerlichen Berichte der Herrn Zabel und von Hollbach, die dazu gehen, hinzu.

Anlage 1
Konia, den 16. August 1915

Die Unterzeichneten zur Zeit in Konia ansaessigen deutschen Staatsangehoerigen gestatten sich der Kaiserlich Deutschen Botschaft folgenden Bericht zu unterbreiten.

Seit einer Woche sind wir Zeugen der ergreifendsten Szenen, ueber die sich ein Fernstehender kaum ein Bild machen kann. Taeglich kommen lange Zuege mit Armeniern an, die nach ihren Aussagen aus Ismidt, Ada-Basar und Umgebung ausgewiesen worden sind.

Von Durchreisenden haben wir erfahren, dass diese Ausweisungsmassregeln schon seit Monaten in Cilicien und Nordmesopotamien zur Anwendung kommen und wie wir hoeren, soll auch in anderen Orten Anatoliens mit den Armeniern aufgeraeumt werden. Heute erhielten auch die hiesigen Armenier den Befehl, die Stadt innerhalb acht Tagen zu verlassen.

Freilich steht es uns nicht zu, diese Massnahmen der Behoerden zu beanstanden, ist es uns doch auch bekannt, dass sich Schuldige unter den Armeniern befinden. Was wir mit unserem Bericht bezwecken, ist nur, gegen die jeder Menschlichkeit zuwiderlaufenden Art der Behandlung dieser Vertriebenen Einspruch zu erheben.

Weiber und Kinder werden mit Faust- und Stockschlaegen angetrieben. Auf offenen Karren und Tatar-Wagen werden sie in die Nacht gejagt und die Unbemittelten muessen zu Fuss mit dem Rest ihrer Habe die beschwerliche lange Reise fortsetzen.

Die des Noetigsten entbehren, muessen ihre geringen Habseligkeiten verschleudern, ja, sie werden ihnen oftmals mit Gewalt entrissen und gestohlen.

Wie gross die Verzweiflung ist, geht daraus hervor, dass Muetter ihre Kinder verschenken, um sie vor dem elendesten Los zu bewahren.

Kinder, die von mitleidigen christlichen Familien angenommen wurden, sind diesen spaeter von den Behoerden abgefordert und Tuerken gegeben worden.

Hilfleistungen von unserer Seite wurden nicht gern gesehen. Dies erinnert uns an einen Vorfall im April dieses Jahres, wo die Unterstuetzung der hiesigen amerikanischen Mission an die ca. 3000 von Seitun ausgewiesenen Armenier verboten wurde; dagegen wurde von keiner Seite Einspruch erhoben, als bei den Balkanwirren von der gleichen Mission fuer mehr als 500 Ltq. Betten und Waesche von Eski-Chehir bis Eregli unter den mohamedanischen Auswanderern verteilt wurden.

Der ganze Weg von hier bis hinter Aleppo gleicht einer Karawane des Jammers und des Elends. In Ortschaften wie Karaman, Eregli und Bozanti, wo die Bewohner selbst an Brotmangel leiden, ist das Los der Vertriebenen unausdenkbar; sie sind einem langsamen qualvollen Hungertode preisgegeben. Zur Kenntnisnahme erwaehnen wir, dass in Bozanti trotz einem Brotpreise von Piaster 8 per Oka, solches nicht zu bekommen ist.

In den Gebirgsgegenden diesseits und in der Ebene jenseits des Taurus sind diese Aermsten den schaendlichen Geluesten der halbwilden mohamedanischen Bevoelkerung ausgesetzt.

Die ganze Massregel laeuft also allem Anschein nach auf eine voellige Ausrottung der Armenier hinaus.

Diese unmenschliche Behandlung bildet nicht nur fuer die Tuerken einen unausloeschlichen Schandfleck in der Weltgeschichte, sondern auch fuer uns Deutsche, als ihre jetzigen Verbuendeten und Berater, falls wir der Sache untaetig zusehen und die Vernichtung dieses Volkes zulassen. Abgesehen davon ist dieses Vorgehen hoechst beklagenswert im Interesse der wirtschaftlichen Lage des Landes und auch deutsche Unternehmungen werden dabei in Mitleidenschaft gezogen wenn dieses arbeitsame Volk zu Grunde geht.

Wenn sich Unterzeichnete erlauben, der Kaiserlichen Botschaft einen Bericht ueber diese Zustaende zu uebersenden, so tun sie dies in der Annahme, dass diese der Kaiserlich Deutschen Botschaft nicht in vollem Umfange bekannt sind.

Wir Deutsche, die wir hier jetzt taeglich gezwungen sind, einem unmenschlichen Treiben zusehen zu muessen, fuehlen uns als Mitglieder eines Kulturstaates inmitten eines halb zivilisierten Volkes verpflichtet, dagegen zu protestieren.

In Erwartung, dass unsere Bitte dahin beruecksichtigt wird, dass wenigstens das Los der tausende und abertausende unschuldiger Frauen und Kinder gemildert wird, zeichnen wir

hochachtungsvoll

Willy Seeger, Leiter der Anatolischen Industrie- und Handelsgesellschaft m.b.H. Filiale Konia. Georg Biegel, Mittelschullehrer. Heinrich Janson, Werkmeister. J. E. Maurer, Diplom-Ingenieur.

Anlage 2

[Aufzeichnung Mordtmann 24.8.]

zu 4857

I) Herr Rudolf Zabel von der Tägl. Rundschau, der mich am 20. d.Mts. aufsuchte, hat auf seiner Reise von Mesopotamien hierher den Zug der Armenischen Auswanderer bis nach Konia und weiter beobachtet.

Von der Eingabe der Deutschen Konja’s besaß er einen Durchschlag.

Er schildert die Art, wie die Verschickung von Westen beginnend sich vollzieht, wie folgt:

Die Transporte werden zunächst nach Konja dirigiert, wo ein größeres Konzentrationslager sich befindet; wer nicht im Stande ist die Fahrkarte zu bezahlen, muß zu Fuß die Wanderung machen;

In Konja veräußern die Meisten ihre Habseligkeiten, dürfen aber nur an Türken verkaufen;

Wohlhabendere hinterlegten ihr Baargeld bei der Banque Ottomane; dies wurde später untersagt und die hinterlegten Gelder von der Behörde beschlagnahmt; so erging es u.A. einem reichen Sarrazen aus Izmid.

Der Armenische Grundbesitz ist von dem Armenischen Bischof von Ismid verzeichnet; das Verzeichnis befindet sich in Händen des Ingenieurs Maurer, der es später hierher mitteilen will.

Die Protestantischen und Katholischen Armenier werden in letzter Zeit verschont; die aus Izmid und Umgebung verschleppten Armenier sind z.Z. in Eskischehir, u. sollen angeblich nach Kintakja wo die Armenier ausgetrieben sind.

Die Unterbringung und Verpflegung der Vertriebenen ist schlecht, es herrscht unter ihnen große Sterblichkeit.

In Eregli ist ein großes Lager (ca. 3000 Menschen); anscheinend sind dort die mit der Bahn Beförderten untergebracht, denn die Leute führen noch eine Menge Sachen mit sich; es herrscht dort ebenfalls große Sterblichkeit.

In E. kommen täglich fünf Bahnzüge, jeder mit 1000 - 1500 Armeniern an; Hr. Zabel hat 8000 zu Fuß treiben sehen.

Ulukirchla ist eine der schlimmsten Stationen, das dortige Lager war vorher von Arbeiterbataillonen bezogen, mit Unrat, Ungeziefer etc. infiziert; die Lage der Verschickten ist dort sehr elend.

Hinter Ulukirchla hört die Bahnbeförderung auf; die Verschickten werden in einzelnen Trupps wie eine Heerde Vieh weitergetrieben.

Dort beginnen auch die Überfälle von Wegelagerern; von einem solchen Überfall hatte H. Z. sichere Kunde, es waren dabei einige 15 Armenier getötet und verwundet worden.

In Bozanti, der nächsten Station, giebt es weder Unterkunft noch Brot; von dort geht es ohne Aufenthalt 10 km weiter, u. zu einem Barackenlager an der Etappenstraße.

Jenseits Bozanti sieht man keine kräftigen Männer mehr unter den Verbannten, Wagen sind nur wenige für die Bemittelten zu haben, da alle verfügbaren Fahrzeuge vom Militär requiriert sind.

In Adana kommen die Auswanderer vollständig zusammengebrochen an.

Die Etappenstraße Adana - Osmanié - Hamidé wird nur noch zu Fuß zurückgelegt; die Lagerstellen (unter freiem Himmel) sind in fürchterlichem Zustand. Hinter Aleppo hören auch die mannbaren Mädchen unter den Verschickten auf.

Dem Oberstlnt. Klinckhardt wurden in Ratulem von türkischen Offizieren zwei Mädchen angeboten.

In Kubla ist wieder ein größeres Lager, wo u.A. auch die Armenier aus Dörtjol untergebracht sind.

Von andern Dingen, die Hr. Z. beobachtet, sei erwähnt, daß Azmi bej, der nach Beirut versetzt wurde, kurz vor seiner Abreise von Konja den Befehl gab, den Glockenturm der armenisch-protestantischen Kirche, die auch von den deutschen Protestanten besucht wird, zu zerstören. Trotz der dringenden Bitte von deutscher Seite wurde der Befehl ausgeführt.

Herr Zabel macht den Eindruck eines nüchternen, unparteiischen Beobachters; er hat viel Material, darunter auch eine Reihe von photographischen Aufnahmen u. Films gesammelt.

Sein Urteil über das Verhalten der türkischen Behörden im Innern lautete vernichtend; u.A. sagte er:

er habe viele Länder in unruhigen Zeiten - während Krieg u. Revolution im Lande herrschte - bereist, aber eine solche Anarchie wie hier habe er nirgends gesehen.

II Am 23. d.Mts. suchte mich Herr von Holbach (Regiebeamter, seit langen Jahren in der Türkei) auf; er war zuletzt in Adana und ist ungefähr gleichzeitig mit Zabel hierher gereist.

Seine Erzählungen von den Leiden der Deportierten stimmen mit dem Berichte des H. Zabel überein.

An Einzelheiten hebe ich hervor:

Die mit der Bahn Beförderten werden z.Z. zu 50 - 60 in Viehwagen gepfercht, die sonst kaum 40 Mann fassen.

In Konja und Adana haben viele Übertretungen zum Islam stattgefunden; bereits in Konja verkaufen viele Armenier ihre Kinder.

Der Handel in Adana wird durch die Armenierverfolgungen schwer geschädigt werden. Der ganze Bazar von Adana ist armenisch. Die Baumwollkultur ist ebenfalls fast ausschlieslich in armenischen Händen; der Handel in diesem Artikel in griechischen Händen.

Hakki bey (Generalstabsoffizier), Vali von Adana, hat sich anfänglich bemüht die Armenier zu schützen, wurde dann nach Konstantinopel berufen und ist seit seiner Rückkehr nach Adana unerbittlich gegen die Armenier.

Hr. v. Hollbach schloß seinen Bericht mit den Worten:

er sei von jeher durchaus türkophil gewesen; aber nach dem, was er jetzt mit eigenen Augen gesehen, sei er von diesen seinen Sympathien für die Türken gründlich geheilt;

jetzt schweige er, aber im gegebenen Momente werde er alles in die Zeitungen bringen.

[Aufzeichnung Mordtmann 24. 8.]

Willy Seeger in Konia, u. d. 19. 8. an Herrn Günther: (Auszug)

1) Die den hiesigen Armeniern gewährte Vorbereitungsfrist für die Auswanderung von 8 auf 6 Tage herabgesetzt; am 21. sollen 2000 Personen ausgewiesen werden. ...

2) Der Armenische Bischof bittet mich eine Depesche an S.M. den Kaiser zu senden, daß alle Gregorianischen Armenier Protestanten werden wollen, und um den Schutz des Kaisers bitten. ...

3) Es geht das Gerücht, daß die Katholiken durch Bemühung S.M. Kaiser Franz Josephs von der Ausweisung ausgeschlossen sind. ...

4) Die größte Verzweiflung herrscht unter den Armeniern. Polizisten erlauben sich Übergriffe. Der Besitz wird verschleudert u. beim Verkauf ihrer Habe wird den Armen jede mögliche Behinderung in den Weg gelegt. ...

5) Wie verlautet haben ca. 25 Armenier ihre Bereitwilligkeit, Muhamedaner zu werden kundgetan.

6) Wie ich bereits schrieb, sind auch meine Angestellten von der Weisung betroffen.

bittet bei der Botschaft Schritte für die Verfolgten zu tun.

[Notiz Mordtmann 24. 8.]

Bezüglich Katholiken und Protestanten wiederholte mir Talaat bej gestern seine früheren Zusicherungen; ich erwähnte speziell Punkt 6); Talaat b. bemerkte dazu, daß er die Sache bereits mit H. Günther besprochen. Die Eisenbahnbeamten bleiben, sollen aber allmählich ersetzt werden.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 20:12
1915-07-27-DE-001-V

DuA Dok. 120 (gk.); 144 (gk.)

Der Konsul in Aleppo (Rößler) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg)

K.Nr. 81/B. 1645

Aleppo, den 27. Juli 1915.

Über die Verschickung der Armenier und die Art ihrer Durchführung ist mir seit Abgang meines letzten Berichtes noch das folgende bekannt geworden:

1. Wie nach Absetzung des hiesigen Wali Djelal Bey zu erwarten, wird die Verschickung jetzt auf den Küstenstrich des Wilajets Aleppo ausgedehnt. Befehl zur Räumung von Alexandrette, Antiochien, Haram, Beilan, Soukluk, Kessab und anderen Ortschaften ist Nachrichten aus armenischer Quelle zufolge gegeben, doch wird eine kurze Frist in der Ausführung gewährt. - Das Kaiserliche Vizekonsulat Alexandrette hatte bis zum 17. d. M. keine Kenntnis.

2. Nachrichten zufolge, welche der Katholikos von Sis erhalten hat, sind 800 - 1000 Männer, die von Diarbekr nach Süden geschickt waren, nirgends angelangt. Man nimmt an, daß sie sämtlich umgebracht worden sind. Es muß sich hierbei um ein Geschehnis handeln, das schon wochenlang zurückliegt.

3. Das berichtete Vorbeitreiben von Leichen auf dem Euphrat, das in Rumkaleh, Biredjik und Djerabulus beobachtet worden ist, hatte, wie mir am 17. d. M. mitgeteilt wurde, 25 Tage lang gedauert. Die Leichen waren alle in der gleichen Weise, zwei und zwei Rücken auf Rücken, gebunden. Diese Gleichmäßigkeit deutet darauf hin, daß es sich nicht um Metzeleien, sondern um Tötung durch die Behörden handelt. Es heißt und ist wahrscheinlich, daß die Leichen durch Soldaten in Adiaman in den Fluß geworfen worden sind. Wie weiter unten zu berichten sein wird, hat das Vorbeitreiben nach einer Pause von mehreren Tagen von neuem begonnen und zwar in verstärktem Maße. Dieses Mal handelt es sich hauptsächlich um Frauen und Kinder.

4. Armenier in Tell Abiad haben, wie ich von einem unbedingt glaubwürdigen älteren, bisher in Tell Abiad ansässigen Schweizer Ehepaar erfahre, ihre Mädchen im Alter von 8 - 12 Jahren verkauft, zunächst für 2 Medjidi (eine Medjidi etwa 3,50 Mk.), später für 1 Medjidi und weniger oder haben sie umsonst weggegeben. Offenbar wollten sie ihnen das in der Wüste vom Klima und von den Beduinen ihrer harrende Geschick ersparen. Immer wieder haben die herbeigeeilten Türken im Dorfe Tell Abiad mit den Verbannten um die Kinder gefeilscht. Mein Gewährsmann hat mir Namen von Käufern genannt. Die in Tell Abiad Durchziehenden, deren erste Trupps aus Zeitun kamen - vorläufig nach Rakka bestimmt -, waren durch ihr Geschick stumpfsinnig geworden und ließen stillschweigend alles über sich ergehen. Nahrungsmittel waren ihnen in genügender Menge gegeben worden, aber zu unregelmäßig. Südlich von Tell Abiad müssen, wo das Wasser sehr knapp, die jüngeren Kinder sterben. Auch sonst müssen viele den Strapazen erliegen. Ein ganzer Trupp ist bereits vollständig an Wassermangel zugrunde gegangen. Landwirtschaftliche Geräte haben sie nicht mitnehmen können. Was sollen die Überlebenden am Bestimmungsort anfangen?

5. Bei der Härte der Befehle der Regierung hängt die Behandlung der Wandernden mehr oder minder von dem guten Willen der einzelnen Beamten und Gendarmen ab, deren Bezirk sie gerade durchziehen. Teilweise werden sie daher ernährt, teilweise nicht.

In Aleppo, wo die Ernährung durch die Regierung zeitweise ungenügend war, wird zurzeit auf Befehl Djemal Paschas nach Verwendung des Katholikos für den Erwachsenen 5 Metalik (20 Pf.), für das Kind 4 Metalik (16 Pf.) gezahlt. Die Zahl der hier auf der Durchwanderung Befindlichen wird gegenwärtig auf durchschnittlich mehrere Tausende geschätzt. Sie dürfen sich hier etwas ausruhen.

6. Es mehren sich die Anzeichen, daß die Regierung sich die Durchführung ihrer Maßregeln absichtlich oder unabsichtlich aus der Hand gleiten und in Armeniermetzeleien durch Tscherkessen und Kurden übergehen läßt.

7. Über Ras ul Ain (die gegenwärtige Endstation der Bagdadbahn) kommen neuerdings Armenier aus Kharput, Erzerum und Bitlis. Von den Armeniern aus Kharput wird berichtet, daß in einem Dorf, einige Stunden südlich der Stadt, die Männer von den Frauen getrennt wurden. Die Männer sind niedergemacht worden und haben rechts und links vom Wege gelegen, an dem die Frauen dann vorbeikamen. Ein Trupp Frauen und Mädchen ist zwischen Mardin und Ras ul Ain von Beduinen vollständig ausgeplündert worden. Solche, die den Beduinen gefielen, wurden mitgeschleppt. Was soll aus den Unglücklichen werden, wenn sie noch tiefer in das Beduinengebiet hineinkommen?

8. Ein hiesiger Armenier hat mir von einer ihm verwandten Familie aus Kharput erzählt, die aus 17 Köpfen bestand. 7 Männer sind abgeführt worden, ihr Geschick ist unbekannt, 2 Frauen sind den Strapazen des Weges erlegen, 8 Köpfe sind in Ras ul Ain angekommen. Dabei fängt der schlimmere Teil des Weges in Ras ul Ain erst an.

9. Die bekannten armenischen Abgeordneten Zohrab und Wartkes hielten sich, aus Konstantinopel verbannt, kürzlich einige Zeit in Aleppo auf. Sie wußten, daß sie den Tod erleiden würden, wenn der Befehl der Regierung, sie nach Diarbekr zu verbannen, ausgeführt würde. Auch hatte ich Anlaß, die Kaiserliche Botschaft hiervon zu unterrichten. Nach den Erzählungen der sie begleitenden jetzt hierher zurückgekehrten Gendarmen, wonach sie Räubern begegnet wären, welche zufällig gerade die beiden Abgeordneten erschossen hätten, kann kein Zweifel mehr daran bestehen, daß die Regierung sie auf dem Wege zwischen Urfa und Diarbekr hat ermorden lassen.

10) Soweit war mein Bericht vollendet, als mir ein Beamter der Bagdadbahn die in anliegender Abschrift gehorsamst hier beigefügt Aufzeichnung übergab, auf welche ich hiermit gehorsamst Bezug nehmen darf. Den grauenerregenden Inhalt hier im Text meines Berichtes zu wiederholen, sei mir erspart. Der Beamte, dessen Namen ich auf Erfordern angeben kann, steht für die Wahrheit seiner Aufzeichnung beziehungsweise die Sorgfalt seiner Erkundigung ein. Er ist mir seit Jahren als unbedingt zuverlässiger Mann bekannt.

Die geschilderte Behandlung des armenischen Volkes verdient meines gehorsamen Erachtens außer aus anderen Erwägungen auch aus dem Grund besondere Aufmerksamkeit von deutscher Seite, als sie von weiten Kreisen der Bevölkerung, auch der muhammedanischen, auf deutsche Einwirkung bei der türkischen Regierung zurückgeführt wird. Es heißt, Deutschland sei der Anlaß zu dem Entschluß der türkischen Regierung, das armenische Volk bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu zerschmettern. Die türkische Regierung wird vermutlich alles tun, dieser Ansicht Vorschub zu leisten. Sie wird froh sein, das Odium ihrer Maßregeln auf uns abwälzen zu können. Deutschlands Name aber wird dadurch in den Schmutz gezogen.

Die deutschen Konsuln in der Türkei haben von der Kaiserlichen Botschaft den Auftrag erhalten, die Denkschrift des Deutschen Weißbuchs über die Russengreuel in Ostpreußen nach Möglichkeit zu verbreiten. Mit welchem Erfolg aber kann dieser Auftrag einer Bevölkerung gegenüber ausgeführt werden, welche durch die Ereignisse dazu herausgefordert wird, das Vorgehen ihrer Regierung gegenüber ihren eigenen Untertanen mit dem Vorgehen der Russen in Ostpreußen in Vergleich zu stellen?

Meine bisherige telegraphische und schriftliche Berichterstattung dürfte dargetan haben, daß die türkische Regierung über den Rahmen berechtigter Abwehrmaßregeln gegen tatsächliche und mögliche armenische Umtriebe weit hinausgegangen ist, vielmehr durch die Ausdehnung ihrer Anordnungen, deren Durchführung sie in der härtesten und schroffsten Weise den Behörden zur Pflicht gemacht hat, auch gegen Frauen und Kinder, bewußt den Untergang möglichst großer Teile des armenischen Volkes mit Mitteln herbeiführen bestrebt ist, welche dem Altertum entlehnt sind, einer Regierung aber, die mit Deutschland verbündet sein will, unwürdig sind. - Sie hat, wie wohl kein Zweifel sein kann, die Gelegenheit, da sie sich im Kriege mit dem Vierverband befindet, während das verbündete Deutschland einen Einspruch nicht für opportun erachtet, dazu benutzen wollen, um sich der armenischen Frage für die Zukunft zu entledigen, dadurch, daß sie möglichst wenige geschlossene armenische Gemeinden übrig läßt. Hekatomben Unschuldiger hat sie mit den wenigen Schuldigen geopfert.

Wäre es nicht möglich, noch jetzt weiteren Greueln Einhalt zu tun und wenigstens die Armenier aus dem Küstenstrich des Wilajets Aleppo noch zu retten, deren Verschickung erst noch bevorsteht? Sollte aus militärische Gründen ihre Verschickung unumgänglich notwendig sein, könnte nicht wenigstens ihr Transport um ein bis zwei Monate hinausgeschoben und sorgfältig vorbereitet werden durch Bereitstellung der nötigen Tragtiere und Lebensmittel? Könnten sie nicht in den Städten Aleppo oder Urfa bleiben, mit dem schon jetzt auszusprechenden Recht späterer Rückkehr? Die türkische Regierung hat in einer in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung vom 9. Juni veröffentlichten Denkschrift, "Die Ottomanische Regierung gegen feindliche Beschuldigungen", behauptet, daß die Verschickungen zeitweilig seien. Sie hat erklärt: "Wenn gewisse Armenier zeitweilig auf andere Reichsgebiete übersiedeln mußten, so geschah das, weil sie im Kriegsgebiet wohnten . . ." Könnte sie hier beim Wort genommen werden? Sind Beilan, Soukluk, Kessab u. a. wirklich Kriegsgebiet? Ist die Anwesenheit vor Frauen und Kindern dort gefährlich, da doch die Männer so gut wie alle eingezogen sind?

Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung veröffentlicht am 13. Juli in Nr. 192, erste Ausgabe, eine Erklärung der offiziösen osmanischen Depeschenagentur "Agence Milli", welche gegen die Behauptung der "Gazette de Lausanne" protestiert, die osmanische Regierung leihe den gegen die in der Türkei lebenden Armenier begangenen Ausschreitungen ihren Schutz und diese Ausschreitungen beständen häufig in Metzeleien.

Leider wird sich vieles für diese Behauptung der "Gazette de Lausanne" sagen lassen.

Mein telegraphischer Bericht über die ungewöhnlich gut bezeugten Metzeleien in Tell Ermen lag bei Veröffentlichung des Dementis bereits vor. Herr Major von Mikusch hat Photographien über den Befund aufgenommen und ist in der Lage, sie einzureichen. Diese von Kurden vorgenommenen Metzeleien sind nachgewiesenermaßen im Beisein der bewaffneten Macht der türkischen Regierung, wahrscheinlich aber unter deren aktiver Teilnahme vor sich gegangen.

Die türkische Regierung hat ihre armenischen Untertanen, wohlgemerkt unschuldige, unter dem Vorwande, sie aus dem Kriegsgebiet entfernen zu müssen, zu Tausenden und Abertausenden in die Wüste getrieben, weder Kranke noch Schwangere noch die Familien der zu den Waffen einberufenen Soldaten ausgenommen, hat sie ungenügend und unregelmäßig ernährt und mit Wasser versorgt, hat nichts gegen die unter ihnen ausgebrochenen Epidemien getan, hat die Frauen in Not und Verzweiflung getrieben, daß sie ihre Säuglinge und ihre Neugeborenen am Wege ausgesetzt, ihre dem mannbaren Alter entgegengehenden Mädchen verkauft, daß sie sich selbst mit ihren kleinen Kindern in den Fluß gestürzt haben, sie hat sie der Willkür der Begleitmannschaft und damit der Schande preisgegeben, einer Begleitmannschaft, die Mädchen an sich genommen und verkauft hat, sie hat sie den Beduinen in die Hände gejagt, die sie ausgeplündert und entführt haben, sie hat die Männer in einsamen Gegenden ungesetzlich niederschießen lassen und läßt die Leichen ihrer Opfer den Hunden und den Raubvögeln zum Fraß, sie hat angeblich in die Verbannung geschickte Abgeordnete ermorden lassen; sie hat Sträflinge aus den Gefängnissen entlassen, in Soldatenkleider gesteckt und in die Gegenden geschickt, wo die Verbannten durchziehen mußten, sie hat tscherkessische Freiwillige angeworben und sie auf die Armenier hingelenkt. Was aber behauptet sie in ihrer halbamtlichen Erklärung? "Die Osmanische Regierung . . . erstreckt ihren wohlwollenden Schutz auf alle ehrlichen und friedlichen in der Türkei lebenden Christen . . ."

Fürwahr, ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich diese Erklärung gesehen habe, und ich finde keinen Ausdruck, um den Abgrund ihrer Unwahrheit zu kennzeichnen. Denn die türkische Regierung wird die Verantwortung für alles, was geschehen ist, auch soweit es aus mangelnder Fürsorge und Voraussicht, aus der Verderbtheit der ausführenden Organe und aus den an Anarchie grenzenden Zuständen der östlichen Teile ihres Gebietes hervorgeht, nicht ablehnen können, hat sie doch die Verbannten mit Vorbedacht in dieses Chaos hineingetrieben. Die Verantwortung wird auch dann auf ihr lasten, wenn sie die Herrschaft über die von ihr gerufenen Elemente verlieren sollte, wie es besonders im Wilajet Diarbekr leicht sich ereignen könnte. Wie hierzulande die Vernichtung der Armenier auf deutsche Anregung zurückgeführt wird, so versucht die türkische Regierung vor der europäischen Öffentlichkeit ihre Handlungsweise durch unsere Autorität zu decken.

Euerer Exzellenz aber darf ich gehorsamst anheimstellen, in Erwägung ziehen zu wollen, ob türkische Erklärungen zur Armenierfrage noch ferner zur Veröffentlichung in der deutschen Presse geeignet sind und ob nicht Gefahr besteht, daß wir durch unseren Verbündeten kompromittiert werden.

Gleichen Bericht lasse ich der Kaiserlichen Botschaft zugehen.

Rößler.
Anlage
Aleppo, den 27. Juli 1915
Aufzeichnung

Anlage zu No. 81

Am Sonnabend den 24. Juli 1915 habe ich 8 Armenier von der Strecke Ras ul Ain mitgebracht; 3 Frauen, 1 vierzehnjäriges Mädchen und 4 Mädchen im Alter von 5 - 8 Jahren. Eine der Frauen, deren Mann zwischen Charput und Ras ul Ain vor ihren Augen getötet und verbrannt wurde, wurde in der Station Touem vom Personal der Bahn (7 - 8 Männern) derartig vergewaltigt, dass an ihrem Aufkommen gezweifelt wurde - sie hatte 2 Tage lang beständig Ohnmachtsanfälle und ist bis jetzt in meiner Wohnung in Pflege meiner Frau und ärztlicher Behandlung. Ihr 7 Monate altes Kind, ihr einziger Sohn, zum Skelett abgemagert, haben wir in Nuss Tell bei Herrn Ingenieur Linsmeyer beerdigt. Die zweite Frau fand ich mit ihren beiden Mädchen in einem Steinbruche in einem Arbeiterzelte. Vor dem Zelt sassen im Halbkreis mit der Front zu der offenen Seite des Zeltes, in dem die Frau als einzige Person zusammengekauert sass, 1 Tschausch und circa 15 Soldaten. Herr Ingenieur Linsmeyer hatte mir einen Gendarmen mitgegeben, der mit Gewalt die Frau aus dem Zelte hervorholte; wir brachten sie so schnell als möglich nach Nuss Tell in Sicherheit. Das 14jährige Mädchen fanden wir auf der Station Hodja in der Baracke eines 22 - 25 jährigen Stationschefs, der unverheiratet ist. Der Stationschef suchte das Mädchen zu vergewaltigen, dem sich das Mädchen 2 Tage widersetzte. Am dritten Tage liess der Stationschef das Mädchen 24 Stunden ohne Essen, um sie seinen Gelüsten gefügig zu machen. Durch Herrn Ingenieur Linsmeyer, der die Begebenheit Herrn Direktor Hasenfratz telegraphisch zu melden drohte, wurde uns das Mädchen übergeben. In Ras ul Ain sind zur Zeit circa 1600 Frauen und Kinder, der Ueberrest von mehreren Tausenden, die mit ihren Männern zusammen aus Charput und Umgebung ausgewiesen wurden. Unter diesen 1600 Personen befindet sich kein einziger Mann mehr, oder männliche Person über 12 Jahren. Ohne Verpflegung oder irgend welchen Schutz gegen die Sonne liegen die Gesunden wie die Kranken bei einer Hitze von 43 % C. in der Sonne der Willkür der sie begleitenden Soldaten preisgegeben. Herr Ingenieur Linsmeyer, der mir gegenüber im letzten Monat von "Armeniergesindel" sprach, sagte mir wörtlich: "Ich bin nicht ein Mann, der leicht gerührt ist, aber bei dem Anblick der armen Leute habe ich mich der Tränen nicht enthalten können. Ich hielt es nicht für möglich, dass in unserem Jahrhundert so etwas passieren könne." Ein Tschausch, namens Süleman, nahm sich 18 Frauen und Mädchen und gab sie für 2 - 3 Medjidie an Araber und Kurden ab. Ein türkischer Kommissar sagte mir: Wir haben keine Uebersicht mehr darüber, wieviel Frauen und Mädchen von Arabern und Kurden fortgeholt worden sind, mit Gewalt oder im Einverständnis der Regierung. Diesmal haben wir unser Werk an den Armeniern ausgeführt wie wir seit langem wünschten, von zehn haben wir nicht neun leben lassen.

Während ich dies niederschreibe, kommt meine Frau von einem Gang aus der Stadt zurück und erzählt mir unter Tränen, dass sie einem Transport von ca. 800 Armeniern soeben begegnet ist, barfuss und zerrissen, ihre wenigen Habseligkeiten auf dem Rücken mit sich fortschleppend.

In Besnije ist die ganze Bevölkerung von circa 1800 Frauen und Kindern und nur wenigen Männern ausgewiesen; sie sollten angeblich nach Urfa abtransportiert werden. Am Göksu, einem Nebenfluss des Euphrat, mussten sie sich auskleiden, wurden sämtlich niedergemacht und in den Fluss geworfen.

In den letzten Tagen hat man am Euphrat an einem Tage circa 170 an anderen 50, 60 und mehr Leichen den Fluss hinabkommen sehen. Herr Ingenieur Awdis sah mit seinem Rechnungsführer zusammen bei einem kurzen Ritt circa 40 Leichen. Die ans Ufer geschwemmten Leichen werden von Hunden, die im Strom an Sandbänken etc. angeschwemmten von Geiern gefressen. Es sind neuerdings hauptsächlich Frauen und Kinderleichen.

Die obenerwähnten 800 Armenier wurden aus der Umgebung von Marasch, aus Döngeli und Tschürükkos ausgewiesen. Man sagte ihnen, sie würden nach Aintab abgeführt und sollten sich für 2 Tage verproviantieren. Als sie in die Nähe von Aintab kamen, hiess es: wir haben uns geirrt, ihr solltet nach Nisib, in Nisib: ihr solltet nach Bumbudsch, in B.: ihr solltet nach Bab etc. Und kamen endlich nach 17 Tagen in Aleppo an. In 17 Tagen erhielten sie an Verpflegung nicht das geringste von der Regierung, mussten ihre wenigen Habseligkeiten gegen Brot abgeben, in der Nähe von Nisib für 5 Ltq Habseligkeiten verkaufen und den Betrag an die sie begleitenden Gendarmen abgeben, andernfalls ihnen gedroht wurde, man würde Frauen und Mädchen für die Nacht abführen und schänden.

Die in Ras ul Ain angelangten Frauen mussten sich unterwegs mehrere Male vor den sie begleitenden Gendarmen völlig auskleiden. Ihre Kleider wurden nach Geld untersucht, auch ihre Haare und ... ihre Scham, ob sie nicht etwa Geld versteckt hätten.

Einer Frau wurde ihre älteste Tochter mit Gewalt abgenommen. Aus Verzweiflung nahm sie ihre beiden übrigen Kinder und stürzte sich in den Euphrat. Ein Unternehmer erzählte mir, dass er mit eigenen Augen gesehen habe, wie eine Frau am Fluss zur Niederkunft kam, ihr Kind nahm und es in ihrer Verzweiflung in den Fluss warf.

Said, ein Auswanderer aus Tripoli, seit 4 Jahren Pferdeknecht bei Herrn Linsmeyer, angestellt mit einem Monatsgehalt von 400 Piaster stellte sich als Kriegsfreiwilliger, um, wie er sagte, auch einige Armenier mit "abschlachten" zu können. Als Lohn sei ihm ein Haus in A., einem armenischen Dorfe in der Nähe von Urfa zugesagt. Zwei Tscherkessen bei Herrn Magazinverwalter Seemann in Tell Abiad stellten sich aus demselben Grunde als Kriegsfreiwillige. Der Dorfälteste in Tschadakli einem Tscherkessendorf in der Nähe von Göksun, äusserte sich einem Bekannten von mir gegenüber: Ew jikmak itschün giderler (diese gehen, um Familien zu ruinieren).

Im Arab Punar äusserte sich mir gegenüber ein deutsch sprechender türkischer Major: Ich und mein Bruder haben uns aus Ras ul Ain jeder ein armenisches Mädchen mitgebracht, das wir unterwegs fanden. Wir sind ganz "böse" auf die Deutschen, dass sie so etwas machen, und als ich ihm widersprach sagte er: Unser Generalstabschef ist ein Deutscher, v. d. Goltz ist Kommandant und so viele deutsche Offiziere sind in unserer Armee - unser Koran erlaubt eine solche Behandlung nicht, wie sie jetzt die Armenier erdulden. In Nuss Tell äusserte sich ein muhamedanischer Aufseher einem Schichtenschreiber, (Elias Salfetty) gegenüber in derselben Weise. Als ich ihn in Gegenwart anderer darüber zur Rede stellte, erwiderte er: "effendim, das sage ich nicht bloss, das sagt hier jedermann." Kürzlich äusserte sich mir gegenüber ein muhamedanischer Ladeninhaber bei einem gemeldeten Siege der Türken: Der Wali veröffentlicht die Siegesnachricht noch nicht, er fürchtet die Muselmanen würden in ihrer Freude auf die Christen (Syrier, nicht etwa Armenier) losgehen.

[Name]

[Zimmermann (Nr. 1547) an Botschaft Konstantinopel 18. 8.]

Bitte zu geeigneter Zeit und in entsprechender Form Bericht aus Aleppo vom 27. Juli tunlichst ohne Bloßstellung des Kaiserl. Konsuls bei Pforte verwerten und Überzeugung aussprechen, das Vorgehen gegen die Armenier widerspreche ihren Absichten und Instruktionen.

Unsere Freunde im türkischen Kabinett werden begreifen, daß wir schon wegen des gegen uns erhobenen Vorwurfs der Anstiftung an energischer Unterdrückung [der Ausschreitungen] lebhaft interessiert sind. Der hohe Sinn für Menschlichkeit und Kultur der die türkische Kriegsführung im Gegensatz zur feindlichen auszeichnet gewähren daß unser Bundesgenosse gleiche Grundsätze auch im Innern Geltung verschaffen wird.

Konsul Rößler wollen Ew. Durchlaucht unter Hinweis auf die Umtriebe der Armenier und unsere trotzdem für sie unternommenen Schritte nach Möglichkeit aufklären und beruhigen.

Zimmermann.

Achtermann schrieb am 24.12.2011 um 20:37
@Muhabbetci

Die Tagesschau (ARD) berichtet am 04.03.2010:

US-Ausschuss spricht von Völkermord in Armenien

Der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat in einer rechtlich nicht bindenden Resolution die Verfolgung von Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord eingestuft. Die Türkei verurteilte den Schritt und zog seinen Botschafter für "Konsultationen" aus den USA ab. (...)

Bis zu 1,5 Millionen armenische Opfer

Historiker schätzen, dass damals von osmanischen Türken bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet wurden, viele Forscher sprechen vom ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Der Vorwurf des Genozids wird von der Türkei allerdings vehement bestritten. Die christlichen Armenier hätten an der Seite des Kriegsgegners Russland gestanden, heißt es in der Türkei zur Begründung. Im Osmanischen Reich lebten gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis zu 2,5 Millionen Armenier. Heute sind sie im Nachfolgestaat Türkei nur noch eine kleine Minderheit.


Quelle: www.tagesschau.de/ausland/armenienresolution100.html

Der Standard aus Österreich berichtet am 06.03.10:

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Armenien-Resolution eines US-Kongressausschusses als "Komödie" und "Parodie" bezeichnet. Die Resolution des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus sei das Ergebnis einer "verfehlten Politik", sagte Erdogan am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Rede vor Wirtschaftsvertretern in Istanbul. (...)

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu forderte die Regierung von US-Präsident Barack Obama auf, die Armenien-Resolution zu blockieren, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht zu gefährden. Zuvor hatte Ankara bereits den türkischen Botschafter in Washington abberufen. Türkischen Zeitungsberichten zufolge bereitet Ankara eine Reihe von Entscheidungen vor, um Washington weiter unter Druck zu setzen. So sollen etwa die gegenseitigen Kontakte auf ein Mindestmaß zurückgefahren und angeblich auch Waffengeschäfte überdacht werden.


Quelle: derstandard.at/1267743398252/Ministerpraesident-Erdogan-nennt-US-Resolution-eine-Komoedie
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 20:47
@Achtermann,

nochmals danke für den Link zu www.armenocide.net/ aus dem ich die obigen zeitgenössischen Beschreibungen entnahm.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 21:09
British Government Report on the Armenian Massacres of April-December 1915 by Lord Bryce


I am grieved to say that such information as has reached me from several quarters goes to show that the number of those who have perished in Armenia is very large. It has been estimated at the figure of 800,000.

Though hoping that figure to be beyond the mark, I cannot venture to pronounce it incredible, for there has been an unparalleled destruction of life all over the country from the frontiers of Persia to the Sea of Marmora, only a very few of the cities of the Aegean coast having escaped.

This is so, because the proceedings taken have been so carefully premeditated and systematically carried out, with a ruthless efficiency previously unknown among the Turks. The massacres are the result of a policy which, as far as can be ascertained, has been entertained for some considerable time by the gang of unscrupulous adventurers in possession of the Government of the Turkish Empire.

They hesitated to put it in practice until they thought the favourable moment had come, and that moment seems to have arrived about the month of April, 1915. That was the time when these orders were issued, orders which came down in every case from Constantinople, and which the officials found themselves obliged to carry out on pain of dismissal.

There was no Moslem passion against the Armenian Christians. All was done by the will of the Government, and done not from any religious fanaticism, but simply be cause they wished, for reasons purely political, to get rid of a non-Moslem element which impaired the homogeneity of the Empire, and constituted an element that might not always submit to oppression.

All that I have learned confirms what has already been said elsewhere, that there is no reason to believe that in this case Musulman fanaticism came into play at all. So far as can be made out, though of course the baser natures have welcomed and used the opportunities for plunder which slaughter and deportations afford, these massacres have been viewed by the better sort of religious Moslems with horror rather than with sympathy. It would be too much to say that they have often attempted to interfere, but at any rate they do not seem to have shown approval of the conduct of the Turkish Government.
thinktankgirl schrieb am 24.12.2011 um 21:28
The Armenian Massacres

Armenian Christians massacred by Turks

When I returned to Aleppo in September, 1915, from a three months' holiday at Beirut, I heard with horror that a new phase of Armenian massacres had begun which were far more terrible than the earlier massacres under Abdul-Hamid, and which aimed at exterminating, root and branch, the intelligent, industrious, and progressive Armenian nation, and at transferring its property to Turkish hands.

Such monstrous news left me at first incredulous. I Was told that, in various quarters of Aleppo, there were lying masses of half-starved people, the survivors of so-called "deportation convoys."

In order, I was told, to cover the extermination of the Armenian nation with a political cloak, military reasons were being put forward, which were said to make it necessary to drive the Armenians out of their native seats, which had been theirs for 2,500 years, and to deport them to the Arabian deserts. I was also told that individual Armenians had lent themselves to acts of espionage.

After I had informed myself about the facts and had made inquiries on all sides, I came to the conclusion that all these accusations against the Armenians were, in fact, based on trifling provocations, which were taken as an excuse for slaughtering 10,000 innocents for one guilty person, for the most savage outrages against women and children, and for a campaign of starvation against the exiles which was intended to exterminate the whole nation.

To test the conclusion derived from my information, I visited all the places in the city where there were Armenians left behind by the convoys. In dilapidated caravansaries (hans) I found quantities of dead, many corpses being half-decomposed, and others, still living, among them, who were soon to breathe their last.

Armenians fighting Turks at VanIn other yards I found quantities of sick and starving people whom no one was looking after. In the neighbourhood of the German Technical School, at which I am employed as a higher grade teacher, there were four such hans, with seven or eight hundred exiles dying of starvation.

We teachers and our pupils had to pass by them every day. Every time we went out we saw through the open windows their pitiful forms, emaciated and wrapped in rags. In the mornings our schoolchildren, on their way through the narrow streets, had to push past the two-wheeled ox-carts, on which every day from eight to ten rigid corpses, without coffin or shroud, were carried away, their arms and legs trailing out of the vehicle.

After I had shared this spectacle for several days I thought it my duty to compose the following report:

As teachers in the German Technical School at Aleppo, we permit ourselves with all respect to make the following report:

We feel it our duty to draw attention to the fact that our educational work will forfeit its moral basis and the esteem of the natives, if the German Government is not in a position to put a stop to the brutality with which the wives and children of slaughtered Armenians are being treated here.

Out of convoys which, when they left their homes on the Armenian plateau, numbered from two to three thousand men, women and children, only two or three hundred survivors arrive here in the south. The men are slaughtered on the way; the women and girls, with the exception of the old, the ugly and those who are still children, have been abused by Turkish soldiers and officers and then carried away to Turkish and Kurdish villages, where they have to accept Islam.

They try to destroy the remnant of the convoys by hunger and thirst. Even when they are fording rivers, they do not allow those dying of thirst to drink. All the nourishment they receive is a daily ration of a little meal sprinkled over their hands, which they lick off greedily, and its only effect is to protract their starvation.

Opposite the German Technical School at Aleppo, in which we are engaged in teaching, a mass of about four hundred emaciated forms, the remnant of such convoys, is lying in one of the hans. There are about a hundred children (boys and girls) among them, from five to seven years old. Most of them are suffering from typhoid and dysentery.

When one enters the yard, one has the impression of entering a mad-house. If one brings them food, one notices that they have forgotten how to eat. Their stomach, weakened by months of starvation, can no longer assimilate nourishment.

If one gives them bread, they put it aside indifferently. They just lie there quietly, waiting for death.

Amid such surroundings, how are we teachers to read German Fairy Stories with our children, or, indeed, the story of the Good Samaritan in the Bible?

How are we to make them decline and conjugate irrelevant words, while round them in the yards adjoining the German Technical School their starving fellow-countrymen are slowly succumbing?

Under such circumstances our educational work flies in the face of all true morality and becomes a mockery of human sympathy.

And what becomes of these poor people who have been driven in thousands through Aleppo and the neighbourhood into the deserts, reduced almost entirely, by this time, to women and children?

They are driven on and on from one place to another. The thousands shrink to hundreds and the hundreds to tiny remnants, and even these remnants are driven on till the last is dead. Then at last they have reached the goal of their wandering, the 'New Homes assigned to the Armenians,' as the newspapers phrase it.

'Ta'alim el aleman' ('the teaching of the Germans') is the simple Turk's explanation to every one who asks him about the originators of these measures.

The educated Moslems are convinced that, even though the German nation discountenances such horrors, the German Government is taking no steps to put a stop to them, out of consideration for its Turkish Ally.

Mohammedans, too, of more sensitive feelings - Turks and Arabs alike - shake their heads in disapproval and do not conceal their tears when they see a convoy of exiles marching through the city, and Turkish soldiers using cudgels upon women in advanced pregnancy and upon dying people who can no longer drag themselves along.

They cannot believe that their Government has ordered these atrocities, and they hold the Germans responsible for all such outrages, Germany being considered during the war as Turkey's schoolmaster in everything.

Even the mollahs in the mosques say that it was not the Sublime Porte but the German officers who ordered the ill-treatment and destruction of the Armenians.

The things which have been passing here for months under everybody's eyes will certainly remain as a stain on Germany's shield in the memory of Orientals.

In order not to be obliged to give up their faith in the character of the Germans, which they have hitherto respected, many educated Mohammedans explain the situation to themselves as follows: 'The German nation,' they say, 'probably knows nothing about the frightful massacres which are on foot at the present time against the native Christians in all parts of Turkey. Knowing the German love of truth, how otherwise can we explain the articles we read in German newspapers, which appear to know of nothing except that individual Armenians have been deservedly shot by martial law as spies and traitors?'

Others again say: 'Perhaps the German Government has had its hands tied by some treaty defining its powers, or perhaps intervention is inopportune for the moment.'

I know for a fact that the Embassy at Constantinople has been informed by the German Consulates of all that has been happening. As, however, there has not been so far the least change in the system of deportation, I feel myself compelled by conscience to make my present report.

Talaat Pasha, Turkish Interior Minister who authorised the massacresAt the time when I composed this report, the German Consul at Aleppo was represented by his colleague from Alexandretta - Consul Hoffmann.

Consul Hoffmann informed me that the German Embassy had been advised in detail about the events in the interior in repeated reports from the Consulates at Alexandretta, Aleppo and Mosul. He told me that a report of what I had seen with my own eyes would, however, be welcome as a supplement to these official documents and as a description in detail. He said he would convey my report to the Embassy at Constantinople by a sure agency.

I now worked out a report on the desired lines, giving an exact description of the state of things in the han opposite our school.

Consul Hoffmann wished to add some photographs which he had taken in the han himself. The photographs displayed piles of corpses, among which children still alive were crawling about.

In its revised form the report was signed by my colleague, Dr. Graeter (higher grade teacher), and by Frau Marie Spiecker, as well as by myself. The head of our institution Director Huber, also placed his name to it and added a few words in the following sense: "My colleague Dr. Niepage's report is not at all exaggerated. For weeks we have been living here in an atmosphere poisoned with sickness and the stench of corpses. Only the hope of speedy relief makes it possible for us to carry on our work."

The relief did not come. I then thought of resigning my post as higher grade teacher in the Technical School, on the ground that it was senseless and morally unjustifiable to be a representative of European civilization with the task of bringing moral and intellectual education to a nation if, at the same time, one had to look on passively while the Government of the country was abandoning one's pupils' fellow-countrymen to an agonizing death by starvation.

Those around me, however, as well as the head of our institution, Director Huber, dissuaded me from my intention. It was pointed out to me that there was value in our continued presence in the country, as eye-witnesses of what went on. Perhaps, it was suggested, our presence might have some effect in making the Turks behave more humanely towards their unfortunate victims, out of consideration for us Germans. I see now that I have remained far too long a silent witness of all this wickedness.

Our presence had no ameliorating effect whatever, and what we could do personally came to little. Frau Spiecker, our brave, energetic colleague, bought soap, and all the women and children in our neighbourhood who were still alive - there were no men left - were washed and cleansed from lice.

Frau Spiecker set women to work to make soup for those who could still assimilate nourishment. I, myself, distributed two pails of tea and cheese and moistened bread among the dying children every evening for six weeks; but when the Hunger-Typhus or Spotted-Typhus spread through the city from these charnel houses, six of us succumbed to it and had to give up our relief work.

Hanged Armenian doctorsIndeed, for the exiles who came to Aleppo, help was really useless. We could only afford those doomed to death a few slight alleviations of their death agony.

What we saw with our own eyes here in Aleppo was really only the last scene in the great tragedy of the extermination of the Armenians. It was only a minute fraction of the horrible drama that was being played out simultaneously in all the other provinces of Turkey. Many more appalling things were reported by the engineers of the Baghdad Railway, when they came back from their work on the section under construction, or by German travellers who met the convoys of exiles on their journeys. Many of these gentlemen had seen such appalling sights that they could eat nothing for days.

One of them, Herr Greif, of Aleppo, reported corpses of violated women lying about naked in heaps on the railway embankment at Tell-Abiad and Ras-el-Ain. Another, Herr Spiecker, of Aleppo, had seen Turks tie Armenian men together, fire several volleys of small shot with fowling-pieces into the human mass, and go off laughing while their victims slowly perished in frightful convulsions.

Other men had their hands tied behind their back and were rolled down steep cliffs. Women were standing below, who slashed those who had rolled down with knives until they were dead. A Protestant pastor who, two years before, had given a very warm welcome to my colleague, Doctor Graeter; when he was passing through his village, had his finger nails torn out.

The German Consul from Mosul related, in my presence, at the German club at Aleppo that, in many places on the road from Mosul to Aleppo, he had seen children's hands lying hacked off in such numbers that one could have paved the road with them. In the German hospital at Ourfa there was a little girl who had had both her hands hacked off.

In an Arab village on the way to Aleppo Herr Holstein, the German Consul from Mosul, saw shallow graves with freshly-buried Armenian corpses. The Arabs of the village declared that they had killed these Armenians by the Government's orders. One asserted proudly that he personally had killed eight.

In many Christian houses in Aleppo I found Armenian girls hidden who by some chance had escaped death; either they had been left lying exhausted and had been taken for dead when their companions had been driven on, or, in other cases, Europeans had found an opportunity to buy the poor creatures for a few marks from the last Turkish soldier who had violated them.

All these girls showed symptoms of mental derangement: many of them had had to watch the Turks cut their parents' throats. I know poor things who have not had a single word coaxed out of them for months, and not a smile to this moment.

Orphaned Armenian childrenA girl about fourteen years old was given shelter by Herr Krause, Depot Manager for the Baghdad Railway at Aleppo. The girl had been so many times ravished by Turkish soldiers in one night that she had completely lost her reason.

I saw her tossing on her pillow in delirium with burning lips, and could hardly get water down her throat.

A German I know saw hundreds of Christian peasant women who were compelled, near Ourfa, to strip naked by the Turkish soldiers. For the amusement of the soldiers they had to drag themselves through the desert in this condition for days together in a temperature of 40 degrees Centigrade, until their skins were completely scorched.

Another witness saw a Turk tear a child out of its Armenian mother's womb and hurl it against the wall.

There are other occurrences, worse than these few examples which I give here, recorded in the numerous reports which have been sent in to the Embassy from the German Consulates at Alexandretta, Aleppo and Mosul. The Consuls are of opinion that, so far, probably about one million Armenians have perished in the massacres of the last few months. Of this number, one must reckon that at least half are women and children who have either been murdered or have succumbed to starvation.

It is a duty of conscience to bring these things into publicity, and, although the Turkish Government, in destroying the Armenian nation, may only be pursuing objects of internal policy, the way this policy is being carried out has many of the characteristics of a general persecution of Christians.

All the tens of thousands of girls and women who have been carried off into Turkish harems, and the masses of children who have been collected by the Government and distributed among the Turks and Kurds, are lost to Christendom, and have to accept Islam. The abusive epithet "giaour" is now heard once again by German ears.

At Adana I saw a crowd of Armenian orphans marching through the streets under a guard of Turkish soldiers; their parents have been slaughtered and the children have to become Mohammedans. Everywhere there have been cases in which adult Armenians were able to save their lives by readiness to accept Islam.

Sometimes, however, the Turkish officials first made the Christians present a petition to be received into the communion of Islam, and then answered very grandly, in order to throw dust in the eyes of Europeans, that religion is not a thing to play with.

Starved Armenian mother with her childrenThese officials preferred to have the petitioners killed. Men like Talaat Bey and Enver Pasha, when prominent Armenians brought them presents, often tempered their thanks with the remark that they would have been still better pleased if the Armenian givers had made their presents as Mohammedans.

A newspaper reporter was told by one of these gentlemen: "Certainly we are now punishing many innocent people as well. But we have to guard ourselves even against those who may one day become guilty."

On such grounds Turkish statesmen justify the wholesale slaughter of defenceless women and children. A German Catholic ecclesiastic reported that Enver Pasha declared, in the presence of Monsignore Dolci, the Papal Envoy at Constantinople, that he would not rest so long as a single Armenian remained alive.

The object of the deportations is the extermination of the whole Armenian nation. This purpose is also proved by the fact that the Turkish Government declines all assistance from Missionaries, Sisters of Mercy and European residents in the country, and systematically tries to stop their work.

A Swiss engineer was to have been brought before a court-martial because he had distributed bread in Anatolia to the starving Armenian women and children in a convoy of exiles. The Government has not hesitated even to deport Armenian pupils and teachers from the German schools at Adana and Aleppo, and Armenian children from the German orphanages, without regard to all the efforts of the Consuls and the heads of the institutions involved.

The Government also rejected the American Government's offer to take the exiles to America on American ships and at America's expense.

The opinion of our German Consuls and of many foreigners resident in the country about the Armenian massacres will some day become known through their reports. I can say nothing about the verdict of the German officers in Turkey. I often noticed, when in their company, an ominous silence or a convulsive effort to change the subject when any German of warm sympathies and independent judgment began to speak about the Armenians' frightful sufferings.

When Field Marshal von der Goltz was travelling to Baghdad and had to cross the Euphrates at Djerablus, there was a large encampment of half-starved Armenian exiles there. Just before the Field Marshal's arrival, so I was told at Djerablus, these unhappy people, the sick and dying with the rest, were driven under the whip several kilometres away over the nearest hills.

Baron von der GoltzWhen von der Goltz passed through, there were no traces left of the repulsive spectacle; but when I visited the place shortly afterwards with some of my colleagues, we found corpses of men, women and children still lying in out-of-the-way places, and fragments of clothes, skulls and bones which had been partly stripped of the flesh by jackals and birds of prey.

The author of the present report considers it out of the question that, if the German Government is seriously determined to stem the tide of destruction even at this eleventh hour, it would find it impossible to bring the Turkish Government to reason.

If the Turks are really so well inclined to us Germans as people say, cannot they have it pointed out to them how seriously they compromise us before the whole civilized world, if we, as their allies, have to look on passively while our fellow-Christians in Turkey are slaughtered in their hundreds of thousands, their women and daughters violated, their children brought up as Mohammedans?

Cannot the Turks be made to understand that their barbarities are reckoned to our account, and that we Germans will be accused either of criminal complicity or of contemptible weakness, if we shut our eyes to the frightful horrors which this war has produced, and seek to pass over in silence facts which are already notorious all over the world?

If the Turks are really as intelligent as is said, should it be impossible to convince them that, in exterminating the Christian nations in Turkey, they are destroying the productive factors and the intermediaries of European trade and general civilization?

If the Turks are as farsighted as is said, can they blind themselves to the danger that, when the civilized States of Europe have taken cognizance of what has been happening in Turkey during the war, they may be driven to the conclusion that Turkey has forfeited the right to govern herself and has destroyed once for all any belief in her tolerance and capacity for civilization?

Will not the German Government be standing for what is best in Turkey's own interest, if it hinders Turkey from ruining herself morally and economically?

In this report I hope to reach the Government's ear through the accredited representatives of the German nation.

Enver Pasha, leader of the Young TurksWhen the Reichstag sits in Committee, these things must no longer be passed over, however painful they are. Nothing could put us more to shame than the erection at Constantinople of a Turco-German palace of friendship at huge expense, while we are not in a position to shield our fellow Christians from barbarities unparalleled even in the bloodstained history of Turkey...

Even apart from our common duty as Christians, we Germans are under a special obligation to stop the complete extermination of the half-million Armenian Christians who still survive. We are Turkey's allies and, after the elimination of the French, English and Russians, we are the only foreigners who have any say in Turkish affairs.

We may indignantly refute the lies of our enemies abroad, who say that the massacres have been organized by German Consuls. We shall not be able to dissipate the Turkish nation's conviction that the Armenian massacres were ordered by Germany, unless energetic steps are at last taken by German diplomatists and officers.

And even if we cleared ourselves of everything but the one reproach that our timidity and weakness in dealing with our ally had prevented us from saving half a million women and children from slaughter or death by starvation, the image of the German War would be disfigured for all time in the mirror of history by a hideous feature.

It is utterly erroneous to think that the Turkish Government will refrain of its own accord even from the destruction of the women and children, unless the strongest pressure is exercised by the German Government. Only just before I left Aleppo, in May, 1916, the crowds of exiles encamped at Ras-el-din on the Baghdad Railway, estimated at 20,000 women and children, were slaughtered to the last one.

Source: Source Records of the Great War, Vol. III, ed. Charles F. Horne, National Alumni 1923

Photographs courtesy of Photos of the Great War website.
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 23:05
Also was ihr könnt kann ich auch. Mal abgesehen von der Tatsache dass es schon wieder die Dokumente von Lepsius sind.

Übrigens liebe TTG, in dem Blog oben habe ich den Link den Achtermann geschickt hat schon mit drin. Vielleicht hättest du mal drauf klicken sollen!

Özgönül befasst sich in seinem Buch mit den so genannten Lepsiusdokumenten, einer Quellenedition der Originalakten des deutschen Auswärtigen Amts, die nach dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1919 von Johannes Lepsius publiziert wurde und bis in die 1960er Jahre als die wichtigste Quelle für den Völkermord an den Armeniern galt. Nachdem Manipulationen in den Lepsiusdokumenten festgestellt wurden, hat der Journalist Wolfgang Gust 2005 eine überarbeitete Quellenedition der Originalakten des Auswärtigen Amts veröffentlicht.

Özgönül versucht zu beweisen, dass die (nach Özgönül durch Lepsius selbst) vorgenommenen Manipulationen an den Dokumenten nicht nur zur Kaschierung der deutschen Beteiligung entstanden wären (wie zuvor schon u.a. Wolfgang Gust erklärt hatte), sondern geht noch einen Schritt weiter, indem er behauptet, dass Lepsius nicht nur zu Gunsten der Deutschen, sondern auch zu Gunsten der Armenier die Dokumente manipuliert hätte.

Lepsius habe entsprechende Passagen in den Telegrammen der deutschen Botschafter im Osmanischen Reich, in denen sie mitteilten, dass die Osmanische Regierung die humane Durchführung der Umsiedlung angeordnet hat oder die Passagen, die Massaker der Armenier an der muselmanischen Bevölkerung oder Verwüstung der muselmanischen Stadtteile durch die Armenier aufzeigen und Passagen über weitere Vor- und Nachgeschichten konsequent ausgeblendet oder manipuliert.

Diese Behauptungen sind laut Özgönül für jedermann nachvollziehbar, der die Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit der Quellenedition von Lepsius vom Jahre 1919 (Deutschland und Armenien 1914-1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke) selbst vergleicht. Die Akten des Auswärtigen Amts Berlin zum Themenkomplex sind die Mikrofiche-Nr. 7086 bis 7204 (Akte: Türkei 183) und die Mikrofiche-Nr. 7205 bis 7270 (Akte: Botschaft Konstantinopel - Armenien).

Dass es Manipulationen in der Quellenedition von Lepsius gibt, ist unumstritten. Auch Wolfgang Gust hat darüber schon berichtet.[1]

Strittig ist der Grad der Manipulationen. Allerdings schreibt Özgönül Bezug nehmend auf die Schrift Magisches Viereck von Gust schon in seinem Buch auf Seite 116: wer aber die Originale mit der Lepsius-Edition vergleicht, wird sehen, das eben nicht nur zu Gunsten der Deutschen manipuliert wurde, sondern ebenso zugunsten der Armenier.

Auch unumstritten ist die Bedeutung und der Stellenwert der Lepsius-Edition in der bisherigen Genozidforschung. Gust hat dazu kurz vor Erscheinen von Özgönüls Buch in seiner Schrift Magisches Viereck schon folgendes geschrieben: Ohne Lepsius hätte die deutsche Öffentlichkeit nur wenig von den Ungeheuerlichkeiten erfahren, die die Armenier erst im befreundeten, dann sogar verbündeten Osmanischen Reich zu erleiden hatten. Und bis heute gelten im deutschen Sprachbereich seine Schriften über die Tragödien der Armenier als die wichtigsten.[2]

Die zweite Quellenedition der Originaldokumente des Auswärtigen Amts hat nun Wolfgang Gust 86 Jahren nach der manipulierten Lepsius-Edition veröffentlicht (Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amts). Özgönül schreibt, dass wegen der Manipulationen in den Lepsiusdokumenten der Ruf nach einer neuen, auf den ersten Blick von Lepsius unabhängigen Edition des deutschen Archivmaterials erschallte. Diesen Bedarf hat neuerdings Wolfgang Gust mit einer fast siebenhundert Seiten starken Edition mehr oder minder gedeckt. Mehr oder minder deswegen, da auch diese neue Edition auf der Grundlage des Postulats eines in seiner Faktizität zweifelsfreien Genozids vorgenommen und dementsprechend selektiv gestaltet wurde. (Zitat aus Özgönül S. 25)

Özgönül kritisiert dieses selektive Vorgehen von Gust bei dessen Analyse der Manipulationen von Lepsius als unverständlich. Gust betitelt eine seiner Schriften schon als "Magisches Viereck", wobei Gust in dieser Schrift eben jenes Viereck erwähnt, das die in einem Brief selbsterklärte Lebensaufgabe von Lepsius war, nämlich: Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier[3]

. Özgönül schreibt in Bezug auf Gusts Arbeitsweise bei dessen Analyse der Lepsius -Manipulationen: Wie man sich trotz dessen auf eine beim wahrsten Sinne des Wortes - zweidimensionale Analyse hinsichtlich der Manipulationsmotive des Lepsius fokussieren kann, welche sich auf die Motive "Entlastung Deutschlands" sowie "Reservebedürftigkeit des Amtes" beschränkt, ist offen gesagt ein Rätsel. (Zitat Özgönül S. 119)

Auf der großen dreitägigen Konferenz Neue Ansätze in den türkisch-armenischen Beziehungen (2006) in Istanbul[4]

, auf der neben Gegnern und Infragestellern der Genozid-Auffassung auch drei Wissenschaftler, die die Ereignisse klar als Genozid klassifizieren teilnahmen, trat Özgönül als zweiter Historiker (nach Wolfgang Gust) in der Geschichte der Genozidforschung auf, der die deutschen Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit den Versionen in der Quellenedition verglichen hat, die 1919 von Johannes Lepsius veröffentlicht wurde, und als erster Historiker, der behauptete pro-armenische Manipulationen thematisiert hat. (Gust hatte nur die pro-deutschen Manipulationen thematisiert.) Ara Sarafian, einer der gegenwärtigen Genozidverfechter, sagte während der Konferenz den türkischen Historikern zu, in Zukunft gemeinsame Projekte zu machen. Hilmar Kaiser, ein weiterer Genozid-Verfechter auf der Konferenz, hat Özgönüls Thesen nicht widersprochen.

Boris Kalnoky sprach im März 2006 in der deutschen Tageszeitung Die Welt von einer möglichen "Trendwende in der Debatte über den Genozid an den Armeniern", die Özgönüls Buch herbeiführen könne, wenn es einer kritischen Prüfung standhalte.[2] und nannte es als wohl das beste Werk in deutscher Sprache, das die türkischen Argumente synoptisch zusammenfaßt[3].

Tessa Hofmann und Wolfgang Gust sprachen sich bereits kurz nach der Konferenz massiv gegen die Thesen Özgönüls aus. Gust kritisiert dessen Kernthesen in der Zeitschrift Armenisch-Deutsche Korrespondenz als wissenschaftlich unhaltbar.[4]. Er führt an, dass die von Özgönül vorgetragene Kritik an den durch Johannes Lepsius bekannt gewordenen Dokumenten aus dem Archiv des Deutschen Auswärtigen Amtes zum Armenier-Genozid erstens unbegründet und zweitens noch nicht einmal durch eigene Quellenstudien untermauert sei. Özgönül werte Manipulationen in der von Lepsius 1919 herausgegebenen Dokumentensammlung, die seit der Neuedition sämtlicher Originaldokumente durch Wolfgang Gust 2005 sowohl als Buch[5] als auch im Internet[6] für jedermann nachvollziehbar sind, als Beleg für die Fälschung historischer Zeugnisse; er lasse dabei außer Acht, dass die Augenzeugenberichte über die Deportationen und Massaker, auf die sich die deutschen Konsuln im (mit Deutschland kriegsverbündeten) Osmanischen Reich in ihrer internen Korrespondenz mit der deutschen Botschaft in Konstantinopel beziehen, die den wichtigsten Teil der Dokumentensammlung ausmachen, von Lepsius in keiner Weise beeinflusst sein könnten, da dieser nach Kriegsbeginn keine direkte Verbindung mehr zu den Orten des Geschehens gehabt habe. Özgönüls Versuch, Lepsius als Schlüsselfigur der Orientpolitik des Deutschen Kaiserreiches aufzubauen, der während des Völkermordgeschehens Verbindungen ins Innere des Osmanischen Reiches hinein gehabt habe, erscheint in der kritischen Betrachtung von Gust, der Lepsius' Rolle unter bestimmten Aspekten selbst problematisiert hat[7], als abwegig.

Darüber hinaus hat Wolfgang Gust zugesagt, den "Assistenten von Özgönül zu spielen", indem er in seinem Internetportal[5]

die Telegramme des Auswärtigen Amtes so umbenennen wird, wie Özgönül sie in seinem Buch genannt hat.Seite 39

Özgönül kritisiert in seinem Buch (S. 26), dass Gust in seiner Quellenedition unverständliche Quellverweise auf die Originaldokumente des AA verwendet hat und dass eine solche Zitation faktisch eher einer Quellverweigerung gleicht, als dem Nachweis einer solchen. Gust verwendet in seiner Quellenedition sogenannte "R"-Nummern als Verweise. Eine "R"-Nummer fasst drei bis fünf Mikrofiche-Nummern zusammen. Es ist demnach keine Seltenheit, dass ein Verweis auf eine "R"-Nummer ein Verweis auf bis zu 500 Seiten AA-Dokumente ist. (Eine Mikrofiche-Nr. umfasst in der Regel 98 Seiten). Özgönül gibt in seinem Buch dagegen die exakte Mikrofiche-Nummer als Verweis an, so wie sie in den Originaldokumenten des Auswärtigen Amts vergeben sind. Allerdings sind R-Dokumente im Archiv auffindbar, einen Microfiche muss man käuflich erwerben.

Tessa Hofman hat sich dagegen nicht mehr gemeldet. Sie hatte sich kurz nach der Nachricht über die Konferenz im WDR zu Wort gemeldet und das Werk "als alten Hut" bezeichnet. Sie hat dann allerdings zugegeben, das Buch noch gar nicht gelesen zu haben. Seitdem hat sie zu dem Buch nicht mehr Stellung genommen. [6]

Der Turkologe und Historiker Hans-Lukas Kieser von den Universitäten Bamberg und Zürich warf Özgönül ein folgenschweres gravierendes Fehlurteil vor. Er wies darauf hin "dass der Hauptbefund des Vergleiches zwischen Originaldokumenten und der Lepsiusausgabe von Özgönül übergangen wird, nämlich derjenige, dass die Veränderungen zum allergrößten Teil vom Auswärtigen Amt vorgenommen wurden", das daran interessiert gewesen sei, die deutsche Mitverantwortung am Völkermord zu verwischen. "Insofern irrt sich Özgönül schlicht im Adressaten". Außerdem gebe es im Gegensatz zu Özgönüls Behauptungen zahlreiche voneinander unabhängige Primärquellen für die Vernichtung der Armenier. [1]

Wolfgang Gust und Tessa Hofmann haben bezweifelt, dass es Özgönül, der die bekannten Tatsachen des Völkermordes an den Armeniern formal nicht abstreitet, wirklich um seriöse wissenschaftliche Arbeit gehe. Özgönüls Meinung nach ist dieses Kapitel der osmanischen Geschichte noch zu wenig erforscht, um eine abschließende Beurteilung darüber zu ermöglichen, inwieweit die Bezeichnung der zweifelsohne für die Armenier vernichtenden Geschehnisse als Völkermord historisch haltbar ist. In diesem Zusammenhang versucht Özgönül mit seiner Hinterfragung der Lepsius-Dokumente, Zweifel daran aufzuwerfen, dass das Thema aus historisch-kritischer Sicht tatsächlich bereits eindeutig einzuordnen ist.

Özgönül versucht hauptsächlich durch simple Abgleichung mit den Originaldokumenten des Auswärtigen Amts Berlin die Behauptung aufzustellen, dass sich durch mehrere Manipulationen und selektive Vorgangsweisen seitens der radikalsten Genozidverfechter mittlerweile ein Mythos vom Völkermord in den Köpfen festgesetzt hat, obwohl die wissenschaftliche Beweislage aus seiner Sicht längst nicht so eindeutig ist. Özgönül behauptet, dass es besonders schwer ist, gegen Mythen anzukämpfen, da Mythen auch einen Teil der Identität eines jeden Volkes ausmachen und die radikalsten Genozidverfechter zu weiteren selektiven Vorgehensweisen verleiten - auch unbewusst.

Eine Sichtweise auf Mythenbildung, die der Vorwortautor Dr. Udo Witzens teilt.
[Bearbeiten] Kritik

In seinem Buch "Der Mythos eines Völkermordes" versucht Özgönül, Johannes Lepsius als Kopf[8] einer angeblichen Verschwörung gegen das damalige Osmanische Reich darzustellen, die das Ziel verfolgt habe, den Völkermord an den Armeniern vorzutäuschen. Özgönül bestreitet in diesem Buch außerdem die Verantwortung der jungtürkischen Regierung für die systematische Planung und Durchführung des Völkermordes an den Armeniern. Damit steht Özgönül's Buch ganz in der Tradition der staatlichen türkischen Leugnungspolitik, die türkische Geschichtswissenschaftler ermuntert[9], den Völkermord an den Armeniern zu leugnen, um die türkische Geschichte von belastenden Verbrechen zu "säubern". Die Türkei sieht sich jedoch aufgrund ihrer Leugnungspolitik seit einigen Jahren einer wachsenden internationalen Kritik ausgesetzt, die sich in erster Linie auf einen breiten Konsens unter internationalen Historikern bezüglich der Faktizität des Völkermordes an den Armeniern stützt. Wolfgang Gust betont[9] dabei, die Vernichtungsabsicht der osmanischen Regierung gegenüber den Armeniern sei in den deutschen Dokumenten wiederholt belegt.

de.wikipedia.org/wiki/Cem_%C3%96zg%C3%B6n%C3%BCl

Also können wir nun endlich von Lepsius und seinen Manipulierten Dokumenten wegkommen? Oder wollen wir weiterhin die manipulierten Quellen verwenden?
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 10:16
Also können wir nun endlich von Lepsius und seinen Manipulierten Dokumenten wegkommen? Oder wollen wir weiterhin die manipulierten Quellen verwenden?

Nee nicht schon wieder.
Haben wir doch oben schon durchgekaut. Die Originale sind hier einsehbar, die von Lepsius vorgenommenen Veränderungen sichtbar gemacht und somit "entmanipuliert":

www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset

Stichwort "Revidierte Lepsius-Edition"

daraus habe ich folgende Kommentare entnommen:

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/voelkermord-ja-oder-nein#comment-349579

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/voelkermord-ja-oder-nein#comment-349580

Was meine Geduld allmählich überstrapaziert, ist, daß du Behauptungen, die bereits ausdiskutiert sind - allerdings nicht zu dem von dir gewünschten Ergebnis geführt haben - einfach wieder 20 Kommentare weiter unten einfach wieder einsetzt, als hätte es nie eine Diskussion gegeben.

Ein für alle mal: Es gibt Quellen, die die Massaker, Deportationen und das Elend beschreiben. Und es gibt z.B. auch englische Quellen, die sich mit dem Armenierproblem beschäftigen, wie dieserRegierungsbericht.
Und wenn ich anfange richtig im Internet zu buddeln, werde ich Dir Dutzende Beschreibungen und Berichte aus dem Jahr 1915 vorlegen können.
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 10:16
Also können wir nun endlich von Lepsius und seinen Manipulierten Dokumenten wegkommen? Oder wollen wir weiterhin die manipulierten Quellen verwenden?

Nee nicht schon wieder.
Haben wir doch oben schon durchgekaut. Die Originale sind hier einsehbar, die von Lepsius vorgenommenen Veränderungen sichtbar gemacht und somit "entmanipuliert":

www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset

Stichwort "Revidierte Lepsius-Edition"

daraus habe ich folgende Kommentare entnommen:

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/voelkermord-ja-oder-nein#comment-349579

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/voelkermord-ja-oder-nein#comment-349580

Was meine Geduld allmählich überstrapaziert, ist, daß du Behauptungen, die bereits ausdiskutiert sind - allerdings nicht zu dem von dir gewünschten Ergebnis geführt haben - einfach wieder 20 Kommentare weiter unten einfach wieder einsetzt, als hätte es nie eine Diskussion gegeben.

Ein für alle mal: Es gibt Quellen, die die Massaker, Deportationen und das Elend beschreiben. Und es gibt z.B. auch englische Quellen, die sich mit dem Armenierproblem beschäftigen, wie dieserRegierungsbericht.
Und wenn ich anfange richtig im Internet zu buddeln, werde ich Dir Dutzende Beschreibungen und Berichte aus dem Jahr 1915 vorlegen können.
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 10:36
Apropos über Özgönül:
aus:
Sehpunkte
Rezensionsjournal für Geschichtswissenschaften


Daher kann der Versuch des jungen Deutschtürken nicht ins Freie führen, sondern er endet in der Sackgasse des Nationalismus: Anstatt universaler Opfer- und Menschenwürde wird am Schluss durch angebliche Komplotte verletzter türkischer Nationalstolz aufs Podest gehoben; anstatt ans Wahrheitsethos wird ans "hohe Offizierethos" so fragwürdiger Gestalten des deutschen Weltkriegsmilitarismus wie Bronsart von Schellendorf und Hans Humann appelliert (310). Anstatt von der historisch verbürgten, staatlich zu verantwortenden Vernichtung der Armenier Kleinasiens ist von einem rufmörderischen Mythos die Rede.

Gerne möchte ich Cem Özgönül für die Fortsetzung seiner Arbeit einen substanziellen Umbruch, einen Satz über Tabuschwellen, den Mut zu einer wirklichen Opferperspektive wünschen. Im vorliegenden Buch schießt sich Özgönül stattdessen auf die verzerrte Negativfigur Lepsius ein. Dieser habe ein weltweites antitürkisches Komplott namens Genozidmythos initiiert, unter anderem weil er als Philarmenier den Bruch des deutsch-osmanischen Kriegsbündnisses und einen Separatfrieden mit England verfolgt habe (309).

Die "Genozidthese" sei sowieso "Teil eines revanchistischen Konzeptes" (54). Das passt zwar zur kemalistischen Meistererzählung, die Lausanne als "alles überstrahlende Referenz, den Dreh- und Angelpunkt zur Konstituierung einer modernen türkischen Identität" gegenüber lauter Feinden kultiviert (303). Um der vorausgehenden Gründungsetappe des Nationalstaats und den die Türkei heute bedrängenden historischen Fragen, auf den Grund zu gehen, reicht dies nicht.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 11:23
@thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 10:16

Bei allem nötigem Respekt, jeder Richter vor einem Gericht würde die Anklage sofot fallen lassen.
Herr Gust der die Lepsius Dokumente neu ausgearbeitet hat, hat es aber nur aus der Sicht der Deutschen gemacht. Ob Lepsius auch für die Armenier die Berichte Manipuliert hat, steht weiter offen. Da die Armenier ihre Archive nicht öffnen bleibt diese Frage offen.

Ein manipuliertes 700 seitiges Beweismaterial wird dadurch nicht glaubwürdiger, weil es überarbeitet wurde. Daher nehmen Historiker Lepsius nicht auf. Da kann Herr Gust sich noch tausendmal darum bemühen, die Quelle ist nicht akzeptabel.
Ohne Lepsius aber gibt es überhaupt nichts worauf sich die These stützen könnte.

Wenn ihr andere Glaubwürdige quellen habt, dann bringt bitte diese.
Und es bringt auch nichts hier die ganze Zeit Copy-Paste zu machen, denn dadurch werden die Dokumente nicht echter!
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 16:26
Ein manipuliertes 700 seitiges Beweismaterial wird dadurch nicht glaubwürdiger, weil es überarbeitet wurde. Daher nehmen Historiker Lepsius nicht auf. Da kann Herr Gust sich noch tausendmal darum bemühen, die Quelle ist nicht akzeptabel.
Ohne Lepsius aber gibt es überhaupt nichts worauf sich die These stützen könnte.

Wenn ihr andere Glaubwürdige quellen habt, dann bringt bitte diese.
Und es bringt auch nichts hier die ganze Zeit Copy-Paste zu machen, denn dadurch werden die Dokumente nicht echter!


Und nochmals. Inzwischen glaube ich nicht mehr an deine intellektuelle Unbedarftheit.
Sondern unterstelle deiner Unfähigkeit die Quellenlage angemessen zu werten, ein gewisses Kalkül. Wie oft willst du noch behaupten, ohne es wissenschaftlich zu verifizieren, daß die Lepsius-Dokumente ohne Wert seien.
Wenn du keine Ahnung von der Arbeitsweise in den historischen Wissenschaften hast, warum hältst du dann nicht einfach den Mund und/oder erwirbst dir die nötigen Kenntnisse?

Und es gibt, ich habe sie hier bereits eingestellt , genügend Quellen, die nicht mit Lepsius verbunden sind und trotzdem von den Massakern berichten.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:27
@thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 16:26

Du hast nicht das Recht mir mein Mund zu verbieten! Das zum Anfang.

Du bist eine Wissenschaftlerin. Hier geht es um Historische Dokumente. In der Wissenschaft kannst du ein missglücktes, manipuliertes Experiment wiederholen. In einem Schriftstück das nachweislich manipuliert wurde kannst du nicht im nach hinein dich hinsetzen, ohne Originale zu haben die manipulierten Zeilen ändern. Gust hat auch nicht die manipulierten Stücke aus der Sicht der Armenier wieder versucht zu rekonstruiren sondern nur aus der deutschen Sicht. Daher kann man nicht ausschliessen das in dem Werk, die Sicht der Armenier durch manipulation und Fälschungen verschönigt wurde.

Kein seriöser Historiker würde manipulierte Quellen nehmen und es in seine Arbeit hineinfliessen lassen. Denn jeder würde seine Schlussfolgerungen damit in Frage stellen, weil man niemals ausschliessen könnte, dass nicht eventuell falsche Schlussfolgerungen gemacht wurden.

Die Quellen die du nennst, sind die Lepsius Quellen! Sie sind durch die Hand dieses Mannes gegangen, das deutsch Reich damals hat ausserdem (Nachweislich!!!) berichte verfälscht, manipuliert. Denn man wollte Deutschland in einem guten Licht da stehen lassen.
Dadurch sind die Archive aus Deutschland unbrauchbar ohne archive aus der Türkei und Armenien. Nur dadurch kann man einen Vergleich herstellen.
Armenien soll einfach die archive öffnen, denn die türkischen Archive sind offen. Dann könnte man heraus bekommen was manipuliert worde und was nicht. So lange dies nicht geschicht bleiben Zweifel über.

Übrigens warum Urteilst du über mich? Woher willst du wissen wie viel Zeit ich wofür investiere?

Du suchst nach der Wirkung ohne eine Ursache gefunden zu haben! Das ist garantiert nicht Wissenschaftlich!
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:52
Die Quellen die du nennst, sind die Lepsius Quellen! Sie sind durch die Hand dieses Mannes gegangen, das deutsch Reich damals hat ausserdem (Nachweislich!!!) berichte verfälscht, manipuliert. Denn man wollte Deutschland in einem guten Licht da stehen lassen.
Dadurch sind die Archive aus Deutschland unbrauchbar ohne archive aus der Türkei und Armenien. Nur dadurch kann man einen Vergleich herstellen.


OK, du willst uns für blöd verkaufen, indem du den selben Murks wieder und wieder auftischt.
Das Quellenproblem ist geklärt worden.
Ich unterstelle dir inzwischen nicht mehr eine geistige Trägheit, sondern gewisse Absichten.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 18:37
@thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:52

So so...

Dann will ich mal genau die Quelle zu rate ziehen die dur hier gepostet hast und zwar den Herrn Gust.

Wer manipulierte die Dokumente in „Deutschland und Armenien“?
...
Ich möchte besonders auf die Frage eingehen, wer diese Manipulationen vorgenommen hat. Die Verantwortung für die Authentizität der Dokumente hat - in seinem Vorwort - ausdrücklich Lepsius übernommen, und er tat es wohl mit gutem Gewissen. Nur hat er sich damit einen Bärendienst erwiesen. Um das Ergebnis unserer Forschungen vorweg zu nehmen: Nicht Lepsius hat die wichtigsten Manipulationen vorgenommen, sondern das deutsche Auswärtige Amt. Und das Kuriose an der ganzen Sache ist: Lepsius hat – fast – nichts davon gemerkt.


Das ist deine Quelle! Was steht da?
Das auswärtige Amt hat die Quellen manipuliert!

Nun hat aber auch Lepsius zum Teil falsche Berichte geliefert. Denn seine politische Gesinnung ist von größter Bedeutung für einen Historiker.

Lepsius habe entsprechende Passagen in den Telegrammen der deutschen Botschafter im Osmanischen Reich, in denen sie mitteilten, dass die Osmanische Regierung die humane Durchführung der Umsiedlung angeordnet hat oder die Passagen, die Massaker der Armenier an der muselmanischen Bevölkerung oder Verwüstung der muselmanischen Stadtteile durch die Armenier aufzeigen und Passagen über weitere Vor- und Nachgeschichten konsequent ausgeblendet oder manipuliert.

Diese Behauptungen sind laut Özgönül für jedermann nachvollziehbar, der die Originaldokumente des Auswärtigen Amtes mit der Quellenedition von Lepsius vom Jahre 1919 (Deutschland und Armenien 1914-1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke) selbst vergleicht. Die Akten des Auswärtigen Amts Berlin zum Themenkomplex sind die Mikrofiche-Nr. 7086 bis 7204 (Akte: Türkei 183) und die Mikrofiche-Nr. 7205 bis 7270 (Akte: Botschaft Konstantinopel - Armenien).

de.wikipedia.org/wiki/Cem_%C3%96zg%C3%B6n%C3%BCl

„Eine einseitige Überhöhung der Rolle Lepsius’ leistet darüber hinaus deutsch-nationaler Geschichtsklitterung Vorschub, wenn gleichzeitig seine nachgewiesene antidemokratische und antisemitische Gesinnung verschwiegen wird.“ S. 2
dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/008/1700824.pdf

Lepsius selbst beschrieb seine Aufgabe in dem Brief so: „Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutsch­lands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier“.

Lepsius, „es war selbstverständlich nicht möglich, die Mitschuld Deutschlands an den notorischen Massenmorden von Männern, Frauen und Kindern restlos zu entkräften und zugleich die Vorgänge selbst mit dem Schleier der Liebe zu bedecken.“ (Gust)

Der Briefwechsel belegt bereits, daß die Rolle der Deutschen in positivem Licht dargestellt werden sollte. Und in der Praxis hieß das, daß alle Akten-Stellen, in denen die Deutschen kompromittiert werden, aus den Dokumenten herausgenommen werden mußten. Das betraf in erster Linie Aktionen deutscher Militärs gegen armenische Zivilisten. (Gust)

Eine Verwicklung deutscher Offiziere in den internen Kampf gegen die Armenier beschrieb beispielsweise Scheubner-Richter, als er aufgefordert wurde, mit seinen Leuten gegen ein armenisches Dorf vorzugehen, was er unter Ausreden vermeiden konnte. Allein die Tatsache, daß deutsche Offiziere die Möglichkeit zu solchen Eingriffen hatten, war Göppert & Co offensichtlich unangenehm und sie strichen die entsprechenden Passagen. Da gleiche gilt für wiederholte Anweisungen Wangenheims an seine Konsuln, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Türken einzumischen und Einwände allenfalls in der Form freundlicher Ratschläge vorzubringen, auf jeden Fall aber den Eindruck zu verhindern, es handele sich dabei um eine offizielle Demarche.(Gust)

Im Dokument 436 zum Beispiel sorgt sich der Leutnant Eisenmann, der deutsche Vertreter in Jerewan über das Schicksal armenischer Gefangener. Das tat er in einem Nebensatz in der Tat. Hauptsächlich aber zieht er in kaum zu überbietender Arroganz über die Armenier her. Er tut seine Meinung kund, das armenische Volk sei "genau so ungebildet, roh und brutal wie die von den Armeniern stets so niedrig eingeschätzten Tataren". An anderer Stelle schildert er die Armenier als "unzuverlässig und faul", außerdem gäbe es unter ihnen "keine wirklich und allgemein Gebildete in unserem Sinne". Wegen ihrer "angeborenen Trägheit" seien sie "kulturellen Fortschritten nicht zugänglich".

Das ist aus deiner Quelle!
Die Gesinnung ist ganz klar von lepsius und den Offizieren.
Das wäre so, als würde man einen Nazihistoriker beauftragen über den Holocaust zu schreiben. Das meine liebe ist nicht akzeptabel!
paulibahn schrieb am 25.12.2011 um 00:29
mal so am rande: wikipedia ist keine quelle für irgendwas!
ChristianBerlin schrieb am 25.12.2011 um 03:30
@Muhabbetci

Lieber Mustafa,

wahrscheinlich ist es nicht möglich, zu eine Versachlichung dieser Debatte beizutragen. Ich versuche es trotzdem und bin wie immer gespannt, was Du mir antwortest.

Für mich müssten wir erstmal das ganze entwirren.

Das meiste, was Du schreibst, bezieht sich auf eine historische Debatte, in der mehrheitlich türkische Geschichtsforscher teilweise zu völlig anderen Befunden und Bewertungen kommen als die Mehrheit ihrer armenischen, europäischen oder internationalen Kolleginnen und Kollegen.

Außerdem gibt es diametral entgegengesetzte Strafbestimmungen im türkischen Recht und im Recht einiger europäischer Staaten, zu denen sich Frankreich in einem zweiten Anlauf erneut gesellen will, was Du ebenfalls zum Thema machst.

Natürlich besteht zwischen beidem ein unverkennbarer Zusammenhang, weil die jeweilen Gesetzgeber sich auf Konsense ihrer Historiker berufen, wie umgekehrt die Historiker - obwohl als Wissenschaftler von den Strafbestimmungen ausgenommen - sich möglicherweise umgekehrt von in Stein gemeißelten Strafbestimmungen hier wie dort evtl. beeinflussen lassen.

Dennoch sollten wir beides logisch trennen, wenn wir der Sache auf den Grund gehen wollen.

I

Den rechtspolitischen Frankreichs kritisierst Du mit folgenden Argumenten:

Das auf beiden Seiten Fehler gemacht und Menschen getötet wurden kann und sollte natürlich niemand abstreiten. Doch wurde bewusst ein Volk massakriert und wollte man Armenier ein für alle mal vernichten?

Diese Frage scheint Frankreich für sich beantwortet zu haben obwohl ich nicht verstehe warum Sarkozy die Armenierfrage für seine politischen Ziele instrumentalisiert. Selbst der Bruder des getöteten Hrant Dink sagte der türkischen Presse, das er gegen diese Art der Instrumentalisierung wäre und dies niemals unterstützen wird. Das von den 500 Abgeordneten der französischen Nationalversammlung, bei der Abstimmung nur knapp 50 anwesend waren sollte vielleicht auch zur Sprache gebracht werden.


Um das zu verstehen, was Du nicht verstehst, hätte ich mir als erstes die Einbringung des Gesetzes angesehen. Dort werden die Gründe regelmäßig erklärt. Als zweitest könntest Du die Gründe prüfen und evtl. Zweifel anmelden, ob sie schlüssig sind oder ob dies wirklich die wahren Gründe sind. Diese Zweifel müsstest Du dann aber begründen und die Fehlerhaftigkeit der offiziellen Begründung nachzuweisen versuchen. Sonst: Im Zweifel für den Angeklagten, also hier für die Assemblée Nationale. ;)

Mir scheint die Begründung des Gesetzes auf den ersten Blick logisch zu sein und aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung in Verbindung dem Prinzip zu folgen "Wer A sagt, muss auch B sagen".

In der offiziellen Begründung heißt es, dass die Änderung des Pressefreiheitsgesetzes eine Umsetzung des Rahmenbeschlusses 2008/913/JI des Rates vom 28. November 2008 zur strafrechtlichen Bekämpfung bestimmter Formen und Ausdrucksweisen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit darstellt, die Frankreich zwingend auferlegt sei.

In Deutschland ist diese Umsetzung zwar ebenfalls erfolgt, soweit mir bekannt (rechtskundigere User mögen mich korrigieren) jedoch durch eine Änderung des § 130 StGB (Volksverhetzung), bei der jedoch in Absatz 3 nur die Leugnung von Verbrechen nach § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches unter Strafe stellt, die "unter der Herrschaft des Nationalsozialismus" begangen wurden.

In Frankreich ist eine solche Ausnahmestellung insbesondere der Shoa ebenfalls die bisherige Rechtslage, im Unterschied zu Deutschland hält man diesen besondern Schutz für die Überlebenden und Hinterbliebenen allein einer Bevölkerungsgruppe in Frankreich inzwischen für einen Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Also war man gezwungen, die bisherige Strafbestimmung auf die Leugnung aller Verbrechen nach dieser Strafbestimmung auszudehnen, auch wenn sie nicht unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangen wurden.

Soweit wirst Du vielleicht noch mitgehen. (?)

Eine weitere Besonderheit in Frankreich ist, dass dort seit 2001 auf der Grundlage eines Gutachtens einer hundertköpfigen Historikerkommission die Geschehnisse von 1915 als Völkermord an den Armeniern per Gesetz anerkannt sind. Außerdem gelten Menschenhandel und Sklaverei durch ein Gesetz aus demselben Jahr in Frankreich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Deshalb musste bei der Umsetzung der Richtlinie nur pauschal auf die geltende Rechtslage verwiesen werden: Was nach französischem Gesetz ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, dessen Leugnung, Rechtfertigung oder Verharmlosung fällt auch unter die neue Strafbestimmung.

Das sieht mir alles sehr logisch aus.

Was Du angreifen müsstest, wäre das Gesetz von 2001 und das ihm zugrundeliegende Gutachten.

"Auch Konzilien können irren" hat Luther gesagt. Das gilt selbstverständlich auch für Historiker-Kommissionen, insbesondere, wenn Quellen nicht berücksichtigt wurden oder (noch) nicht verfügbar waren. Es ist gefährlich, aus reversiblen Forschungsständen ein irreversibles Gesetz zu machen. Es kann allenfalls eine Momentaufnahme abbilden - sollte dann aber für spätere Revisionen bei fortschreitender Erkenntnis offen sein.

2

Die Frage, zu der Du deshalb am meisten schreibst, ist die, inwieweit der Forschungsstand des Gutachtens inzwischen überholt ist oder schon damals überholt war.

Um 1 anzugreifen, reicht aber nicht aus, dass es in einzelnen Punkten neuere oder bessere Erkenntnisse gibt. Du müsstest nachweisen, dass sie die entscheidende Frage tangieren: Ob die unstreitige Tatsache, dass auf beiden Seiten Fehler gemacht und Menschen getötet wurden aufgrund der Prämissen, unter denen da getötet wurde, nach den allgemein anerkannten Definitionen des Völkerstrafrechts als "Völkermord" und/oder "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu qualifizieren sind.

Nur wenn die neueren Erkenntnisse und besseren Quellen ggf. diese Qualifizierung erschüttern können, gäben sie Anlass, das Gutachten und die darauf aufbauende Gesetzgebung zu revidieren.

Diesen Nachweis bleibst Du in meinen Augen schuldig. Du zeigst zwar, dass bestimmte klassische Quellen z.T. als Fälschungen enttarnt wurden und dass an anderen Manipulationen nachgewiesen wurden. Du sagst aber auch nicht: Alles falsch, kein Wort wahr, es gab keine Toten. Also müsstest Du zeigen, dass sich aus dem besseren Material ergibt, dass die Tötungen, die es gab, in Anbetracht aller Umstände, die wir gesichert über sie wissen können, im Einklang mit dem Völkerrecht stattfanden und kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten bzw. ob und wie dies überhaupt denkbar ist.

An dieser Stelle sagst Du aber nur (sinngemäß): Ich weiß es nicht. Diese Tötungen können Völkermord gewesen sein, sie können aber auch etwas anderes gewesen sein. Abgesehen von einer letzten Ungewissheit, die natürlich immer bleibt, ist das zumindest erklärungsbedürftig.

Ergänzend kann man auch noch mal logisch trennen zwischen dem in der Definition hier beim Freitag schon öfter umstrittenen Begriff "Völkermord" und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, deren Leugnung in einigen Ländern ebenfalls unter Strafe steht.

Bei der Dir sicher bekannten Verurteilung von Dr. Perincek brauchte der Schweizer Bundesgerichtshof das Strafurteil deshalb lediglich auf die in den Vorinstanzen festgestellte Rechtfertigung von Massakern abzustellen, weil Massaker an Zivilisten - selbst im Krieg - ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen (selbst wenn sie leider nicht immer geahndet werden).

Dogu Perincek, geboren im Jahre 1942, ist Generalvorsitzender der Arbeiterpartei der Türkei. Am 7. mai, 22. Juli und 18. September 2005 in Lausanne, Opfikon (ZH) und Köniz (BE) hat er öffentlich und mehrmals die Existenz eines durch das Osmanische Reich an den Armeniern 1915 und in den folgenden Jahren begangenen Völkermords geleugnet. Er hat insbesondere diese Periode als „internationale Lüge“ bezeichnet. Dogu Perincek stellt die Existenz von Massakern und Deportationen nicht in Frage. Er rechtfertigt die Massaker durch das Kriegsrecht anhand der Behauptung, die Verbrechen waren gegenseitig, und bestreitet die genozidale Natur der Deportationen, die seiner Meinung nach einem Sicherheitsbedarf entsprachen.
...
Es muss allerdings festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer weder die Existenz der Massaker noch der Deportationen bestreitet (siehe oben Punkt A), die auch mit Vorsicht nur als Verbrechen gegen die Menschheit qualifiziert werden können (NIGGLI, Discrimination raciale, Nr. 976, S. 262). Die Rechtfertigung solcher Verbrechen, auch im Namen des Kriegsrechts oder angeblichen Sicherheitsgründen, fällt schon in den Anwendungsbereich des Art. 261bis Abs. 4 StGB, so dass auch unter diesem Blickwinkel und unabhängig von der Qualifikation dieser Tatsachen als Völkermord die Verurteilung des Beschwerdeführers unter Anwendung des Art. 261bis Abs. 4 StGB im Ergebnis nicht willkürlich erscheint; sie hat das Bundesrecht nicht verletzt.

Dr. Perincek wurde in der Urteilsbegründung vorgehalten, dass er selbst nichts vorgetragen hat, was das hätte erschüttern können, sondern lediglich eine neue Historikerkommission im Zuge der Beweisaufnahme gefordert habe, die ihm erst einmal beweisen solle, dass ein Völkermord vorliege. Da er jedoch die Massaker selbst zugab, sie aber rechtfertigte, war das aus Sicht des Gerichtes überflüssig, weil dies schon den Tatbestand der Rechtfertigung von Massakern erfüllt.

Die Massaker oder Tötungen leugnest Du ja nicht, und so, wie ich Dich verstehe, rechtfertigst oder verharmlost Du sie auch nicht.

Dann kann es lediglich um zwei Fragen gehen: Um die Frage, welches System und welcher Plan dahintersteckte, wer darin verwickelt war und welche Rolle insbesondere die Regierung und der Außenminister damals spielten. Und dann, daraus abgeleitet um die Frage, ob die Massaker an Zivilisten und die Opfer der Deportationen als Völkermord oder "nur" als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten. Ein Beispiel, das den Unterschied zeigt, sind die deutschen Racheaktion in den besetzten Gebieten im 2. Weltkrieg, z.B. das Massaker von Marzabotto. Ein klares Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dem aber nicht die Absicht zugrundelag, das italienische Volk auszurotten oder zu dezimieren und deshalb nach der strengen Definition wahrscheinlich kein Genozid. Trotzdem ein Verbrechen, das auch nach deutschem Strafrecht nicht geleugnet, gerechtfertigt oder verharmlost werden darf, da es unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangen wurde.

Ich weiß nicht, ob das die Diskussion allgemein beruhigt, aber mich würde freuen, wenn Du noch mal klar sagst, worauf Du hinaus willst, was Du bestreitest oder in Frage stellst, und was Du nicht bestreitest. Vielleicht werden wir uns dann hier alle schneller einig, als es bisher den Anschein hat.

LG und frohe Festtage

Christian
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 12:43
@ChristianBerlin schrieb am 25.12.2011 um 03:30

Lieber Christian,
die Angelegenheit ist schwerer als man glaubt. Weil der Westen die ganze Schuld auf den Rücken der Türken ausbaden möchte. Dabei haben sie erst damit angefangen und sind die eigentlichen Schuldigen bei diesen Grausamkeiten auf beiden Seiten. Deutschland, England, Frankreich, Russland und zum Teil auch Amerika. Diese Sicht dürfen wie nicht ausser acht lassen. Denn sonst machen wir den Fehler nicht objektiv genug auf die Situation der damaligen Zeit uns einzuarbeiten.

Das meiste, was Du schreibst, bezieht sich auf eine historische Debatte, in der mehrheitlich türkische Geschichtsforscher teilweise zu völlig anderen Befunden und Bewertungen kommen als die Mehrheit ihrer armenischen, europäischen oder internationalen Kolleginnen und Kollegen.
Es tut mir leid dass ich hier widersprechen muss. Der Westen propagandiert immer damit, dass es ja die Türkei wäre die das nicht akzeptiert. Nur jene Historiker die daran Zweifeln werden tot geschwiegen. Sie werden nicht zu Talkshows eingeladen oder ihre Bücher vorgestellt.
Die Hälfte der Historiker im Westen haben Zweifel an dem Genozid.

Literatur von Historikern, welche der Völkermordthese widersprechen:

- "Pursuing the Just Cause of Their People", Michael M. Gunter
- "History of the Ottoman Empire and Modern Turkey", Stanford Shaw
- "The Armenian Revolutionary Movement", Louise Nalbandian
- "The Turkish Tragedy", John Dewey
- "Armenia: Secrets of a "Christian" Terrorist State", Samuel A. Weems
- "A Myth of Terror", Erich Feigl

Hier die Namen weiterer namhafter Historiker, die allesamt der Genozidthese widersprechen und entsprechende Publikationen veröffentlicht haben:
Gilles Veinstein, Bernhard Lewis, Justin McCarthy, Heath Lowry, Malcolm E. Yapp, Andrew Mango, Norman Stone, Howard Reed, Jacob Landau, Kathleen Burrill, Daniel G. Bates und noch viele andere mehr.

Das sind keine Menschen die unbekannt sind, sonder die meisten von ihnen haben Auszeichnungen oder Belobigungen und werden hoch angesehen unter Historikerkreisen.

Es gibt zwei Probleme die man uns versucht zu verschweigen.
Das erste ist, die Armenier waren und sind Christen. Wären sie Moslems gewesen, hätte es niemanden in Westen interessiert. Das zweite Problem ist, der Westen trägt an diesen Grausamkeiten mit die Hauptschuld. Vor allem Deutschland und Frankreich. Der Missionar Lepsius hat die Dokumente deswegen manipuliert um die Schuld Deutschland daran zu kaschieren. Dadurch aber das die Dokumente manipuliert sind gelten sie heute als nicht beweisfähig.

Lieber Christian,
wusstest du das es noch keine Gerichtsverhandlung über diesen Genozid gab? Das heisst, Türkei wurde nie offiziel angeklagt einen Genozid am armenischen Volk verübt zu haben. Nun sind wir beide Gläubige Menschen und wir glauben an die Gerechtigkeit. Ohne das jemand vor Gericht gestellt und einen Fairen Prozeß bekommen hat würden wir es niemals zulassen (sofern wir die Macht darüber haben) das diese Menschen verurteilt werden. Darüber denke ich sind wie uns beide einig. Es ist doch nicht die Aufgabe von Frankreich darüber zu entscheiden was Europa zu machen hat. Mehrmals hat die Türkei dazu aufgerufen einen unabhängigen Historiker-Gremium einzuberufen. Man war sogar damit einverstanden das die UN die Experten aussucht. Armenien hat das abgelehnt. Zwei mal wurde ein Termin mit Armenien ausgemacht damit die Archive geöffnet werden, Armenien hat es beide mal abgelehnt. Es ist nicht die Aufgabe von Frankreich einen Urteil zu fällen bevor überhaupt ein für allemal geklärt ist ob der Angeklagte Schuldig ist.
Also liebe Christian, wir haben hier einen Angeklagten (die Türkei) beschuldigt mit Morden an millionan von Menschen. Das die Hauptbeweise manipuliert sind weiss man schon seit langem. Die Telegramme die dem Angeklagten zu schuld gelegt werden ( Die Bey-Memoiren) sind gefälscht, wird unter Fachkreisen nicht akzeptiert. Die Zeugenaussagen widersprüchlich.
Kein Richter findet sich bereit diesen Angeklagten zu verurteilen. Unter diesen Umständen, würdest du es akzeptieren das Deutschland als Staat diesen Angeklagten verurteilt?
Aus meiner Sicht wäre das die Ungerechtigkeit pur.

Dann müsste man aber Frankreich, Deutschland und andere Länder auch unter Strafe stellen.
Zum Beispiel hier:
Am 11. Dezember 1904 war erstmals von "Konzentrationslagern" in Deutsch-Südwestafrika die Rede. Leichenpräparate der dort gestorbenen Herero und Nama sind noch in Deutschland.
www.taz.de/Herero-fordern-Schaedel-zurueck/!27090/

Frankreich Algerien
Russland Türken
Italien Türken
Engländer Türken
u.s.w.
Frauen wurden vergewaltigt, aus Spass wurde auf Zivilisten geschossen, Babys lebendig begraben, Frauen die Schwanger waren der Bauch aufgeschlitzt. Männer dazu gezwungen das tote Fleisch der eigenen Frau oder umgekehrt zu essen und noch tausend andere Grausamkeiten die sich wahrscheinlich nur Satan ausdenken kann. Wenn wir von Gerechtigkeit sprechen lieber Christian dann darf sie nicht nur für "FÜR UNS" gelten sondern für alle!
Frankreich hat mehr Morde auf dem Gewissen als Armenien und die Osmanen zusammen. Der Mörder beschuldigt einen angeklagten des Mordes ohne einen Richter. Das ist nicht akzeptabel. Egal wie ehrenwert die absichten sein mögen.

Ich verstehe auch nicht warum der Westen sich gegen einen Historiker-Team sträubt. Jedes Land das Greueltaten hinter sich hat musste sich, früher oder später, vor einem Gericht dafür verantworten. Warum wird das meinem Volk verwehrt?

Eine weitere Besonderheit in Frankreich ist, dass dort seit 2001 auf der Grundlage eines Gutachtens einer hundertköpfigen Historikerkommission die Geschehnisse von 1915 als Völkermord an den Armeniern per Gesetz anerkannt sind. Außerdem gelten Menschenhandel und Sklaverei durch ein Gesetz aus demselben Jahr in Frankreich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ich glaube du liegst hier etwas falsch lieber Christian. Es gab meines wissens nach niemals eine Hundertköpfige Komission von Historikern. Ich wäre glücklich wenn du mir die Quelle nennen könntest.
Also das können wir so nicht stehen lassen weil der Leser das sonst für "Wahrheit" halten wird.

Du sagst:
Deshalb musste bei der Umsetzung der Richtlinie nur pauschal auf die geltende Rechtslage verwiesen werden: Was nach französischem Gesetz ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, dessen Leugnung, Rechtfertigung oder Verharmlosung fällt auch unter die neue Strafbestimmung.

Das sieht mir alles sehr logisch aus.


Dann bin ich dafür das man Deutschland und Frankreich und einige andere Länder mit dazu aufnimmt.

"Innerhalb der Deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr … erschossen." Mit dem "Vernichtungsbefehl" des Generals Lothar von Trotha vom 2. Oktober 1904 begann der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. In den Jahren von 1904 bis 1908 fielen zehntausende Herero und Nama Krieg, Vertreibung und den Bedingungen in den deutschen Internierungslagern zum Opfer.
www.taz.de/Herero-fordern-Schaedel-zurueck/!27090/

Mal abgesehen von der Tatsache das der Völkermord oder Genozid seit der Konvention von 1948 ein Strafbestand im Völkerstrafrecht war und ist.

Diesen Nachweis bleibst Du in meinen Augen schuldig. Du zeigst zwar, dass bestimmte klassische Quellen z.T. als Fälschungen enttarnt wurden und dass an anderen Manipulationen nachgewiesen wurden. Du sagst aber auch nicht: Alles falsch, kein Wort wahr, es gab keine Toten. Also müsstest Du zeigen, dass sich aus dem besseren Material ergibt, dass die Tötungen, die es gab, in Anbetracht aller Umstände, die wir gesichert über sie wissen können, im Einklang mit dem Völkerrecht stattfanden und kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten bzw. ob und wie dies überhaupt denkbar ist.

Es gibt Quellen und archive die offen zugänglich sind. Die Türkischen. Die Armenischen sind leider immer noch geschlossen und daher können wir sie nicht heranziehen. Alle anderen Quellen sind "leider" manipuliert worden. Das bedeutet man hat nichts ausser die einseitigen Quellen der Türkei. Ich bin dafür das Armenien dazu gezwungen werden sollte alle Archive zu öffnen. Es müsste doch in ihrem interesse sein.

Aber ich zeige dir mal wie der Krieg abgelaufen ist. Wie beide Seiten aufeinander losgegangen sind. Die Armenische Miliz war nämlich ziemlich brutal und gut ausgerüstet. Auch das streitet kein Historiker ab. Doch das lassen wir gern unter dem Tisch fallen und das ist das gefährliche.

Als der Niedergang des Osmanischen Reiches einsetzte, und das Reich fast in jeder Angelegenheit von den Europäern angegriffen wurde, unterbrachen sich auch die türkisch-armenische Beziehungen. Um das Osmanische Reich zu spalten und damit zu ihren Interessen in dieser Region zu gelangen, hatten die europäischen Länder es sich zum Ziel gesetzt, eine Entfremdung zwischen den Türken den Armeniern herbeizuführen. Besonders einige Großmächte Europas mischten sich einerseits unter dem Schein der "Reformen" in die innere Angelegenheiten des Osmanischen Staates ein und andererseits ließen sie die Armenier gegen die Osmanische Regierung organisieren. Als Folge der Provokationen, der im In- und Ausland organisierten und bewaffneten armenischen Komitees und der armenischen Kirchen begann sich das armenische Volk allmählich von der türkischen Gesellschaft zu isolieren.

Trotz der türkischen Toleranz verbündeten sich die Armenier mit anderen Ländern und kämpften gegen die Türken und um die Unterstützung der westlichen Länder zu erlangen, versuchten sie, sich als "ein unterdrücktes Volk" darzustellen und brachten die Behauptung zur Sprache, dass "die Türken die armenischen Herrschaftsrechte auf Anatolien den Armeniern geraubt haben". Als der Reform-Ferman (Erlass des Sultans) den Armeniern die Privilegien entzog und sie den Moslems und anderen nicht-moslemischen Bürger gleichsetzte, verlangten die Armenier nach dem Osmanisch-Russischen Krieg (1877-1878) von den Russen, "sie sollten die Besatzungsgebiete in Anatolien nicht evakuieren und diesem Gebiet sollte man Autonomie zugestehen oder es sollten zugunsten der Armenier Reformen durchgeführt werden". Erst nach diesen Forderungen entstand die armenische Frage und nahm einen internationalen Charakter an.

Nach dem Osmanisch-Russischen Krieg (1877-1878) wurde das San Stefano-Abkommen unterzeichnet und der Artikel 16 dieses Abkommens, zur dessen Annahme die Osmanische Regierung gezwungen war, lautet wie folgt:

"Da der Rückzug der Russen aus den russischen Besatzungsgebieten in Armenien und die Übergabe dieser Gebiete an die Osmanische Regierung den freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten schaden und in diesen Gebieten zu Unruhen führen kann, garantiert der Osmanische Staat, in den von Armeniern bewohnten Provinzen die für lokale Interessen erforderlichen Reformen und Regelungen sofort einzuleiten und die Sicherheit der Armenier gegenüber den Kurden und Tscherkessen zu gewährleisten".

Wenn auch diese Bestimmung des Abkommens die Armenier, die eigentlich auf eine vollständige Unabhängigkeit spielten, nicht ganz befriedigte, war sie trotzdem von großer Bedeutung, so dass sie "Die Armenische- Frage" zum ersten Mal in der Geschichte in einem internationalen Dokument zur Sprache brachte und von der Existenz einer Region Namens "Armenien" sprechen ließ.

Ebenfalls beinhaltet Artikel 61 des Berliner- Abkommens, das 1878 am Abschluss der Versammlung des Berliner Kongresses unterzeichnet wurde, anstelle des Artikels 16 des Abkommens von San- Stefano folgende Bestimmung:

"Die Osmanische Regierung verpflichtet sich, in den Provinzen mit armenischer Bevölkerung, die für den lokalen Bedarf notwendigen Reformen vorzunehmen und den Armeniern die Ruhe und Sicherheit gegenüber den Tscherkessen und Kurden zu gewährleisten und die dafür getroffenen Maßnahmen den das Abkommen schließenden Staaten mitzuteilen, damit diese Staaten die Durchführung dieser Maßnahmen überwachen können".

Mit dieser Bestimmung des Berliner- Abkommens wurde den fremden Mächten das Recht darauf zugestanden, sie sich in die türkisch-armenischen Beziehungen einzumischen.

Und dadurch wurden die Armenier von Engländern und Russen ausgenutzt und erfüllten für Engländer die Funktion eines Vorpostens gegen den russischen Expansionismus. Die armenische Frage, die von Engländer und Russen auf die Bühne der Geschichte gebracht wurde, ist eigentlich ein Teil der Politik der imperialistischen Mächte, die das Osmanische Reich niederwerfen und dann unter sich teilen wollten. Die Behauptungen und die unrealistischen Aussagen eines Pseudogenozids sind ebenfalls Propagandamittel für diese Politik.
Nachdem das Osmanische Reich in die Periode der allmählichen Rückgang geriet, hatten die Völker, die das Reich darstellten, mit der Förderung von Russland, England, Frankreich und dem österreichisch-ungarischen Reiches nacheinander mit dem Kampf um ihre Unabhängigkeit begonnen und waren dabei erfolgreich geworden.

Diese Entwicklungen stellten auch ein Beispiel für die Armenier dar. Sie leiteten mit der finanziellen und moralischen Unterstützung derjenigen, die das Osmanische Reich teilen wollten, regionale Aufstände ein. Somit sprach man ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer "Armenier Frage".

www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/konflikts/berlin.html

Nun fragst du worauf ich hinaus will.

Ich möchte das die Türkei vor einem Kriegsgericht gestellt wird wenn sie schuldig ist. Wenn sie nicht vor einem Kriegsgericht gestellt wird dann darf und kann man sie nicht einfach so verurteilen. Vor allem aber sollte Armenien endlich dazu gezwungen werden ihre Archive einem unabhängigem UN-Rat zu öffnen. Vor der ganzen Welt können wir dann "endlich" sehen was wirklich geschehen ist.
Dann können wir auch endlich mit der Geschichte abschliessen. Seit ich ein Kind bin wirft man mir und meinem Volk vor, wir hätten einen Genozid an den Armenien verübt. Ohne gericht, ohne eindeutigen Beweise, ohne irgendwelche Anstalten zu machen damit die Sache aufgeklärt wird.

So lange die Archive von den Armeniern nicht offen zugänglich sind und es kein Gremium darüber befindet was damals nun geschehen ist bin ich gezwungen die Genozid frage zu verneinen. Wenn ein unabhängiges Experten-Team einberufen wird und dort sich heraustellt das ein Genozid verübt wurde, dann bin ich sogar dafür das Türkei schmerzensgeld bezahlen muss für die Greueltaten.

Bis das nicht eindeutig geklärt ist habe ich Zweifel an der heutigen Sicht auf die Armenierfrage.

Liebe Grüße und ein frohes Fest.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 12:43
@ChristianBerlin schrieb am 25.12.2011 um 03:30

Lieber Christian,
die Angelegenheit ist schwerer als man glaubt. Weil der Westen die ganze Schuld auf den Rücken der Türken ausbaden möchte. Dabei haben sie erst damit angefangen und sind die eigentlichen Schuldigen bei diesen Grausamkeiten auf beiden Seiten. Deutschland, England, Frankreich, Russland und zum Teil auch Amerika. Diese Sicht dürfen wie nicht ausser acht lassen. Denn sonst machen wir den Fehler nicht objektiv genug auf die Situation der damaligen Zeit uns einzuarbeiten.

Das meiste, was Du schreibst, bezieht sich auf eine historische Debatte, in der mehrheitlich türkische Geschichtsforscher teilweise zu völlig anderen Befunden und Bewertungen kommen als die Mehrheit ihrer armenischen, europäischen oder internationalen Kolleginnen und Kollegen.
Es tut mir leid dass ich hier widersprechen muss. Der Westen propagandiert immer damit, dass es ja die Türkei wäre die das nicht akzeptiert. Nur jene Historiker die daran Zweifeln werden tot geschwiegen. Sie werden nicht zu Talkshows eingeladen oder ihre Bücher vorgestellt.
Die Hälfte der Historiker im Westen haben Zweifel an dem Genozid.

Literatur von Historikern, welche der Völkermordthese widersprechen:

- "Pursuing the Just Cause of Their People", Michael M. Gunter
- "History of the Ottoman Empire and Modern Turkey", Stanford Shaw
- "The Armenian Revolutionary Movement", Louise Nalbandian
- "The Turkish Tragedy", John Dewey
- "Armenia: Secrets of a "Christian" Terrorist State", Samuel A. Weems
- "A Myth of Terror", Erich Feigl

Hier die Namen weiterer namhafter Historiker, die allesamt der Genozidthese widersprechen und entsprechende Publikationen veröffentlicht haben:
Gilles Veinstein, Bernhard Lewis, Justin McCarthy, Heath Lowry, Malcolm E. Yapp, Andrew Mango, Norman Stone, Howard Reed, Jacob Landau, Kathleen Burrill, Daniel G. Bates und noch viele andere mehr.

Das sind keine Menschen die unbekannt sind, sonder die meisten von ihnen haben Auszeichnungen oder Belobigungen und werden hoch angesehen unter Historikerkreisen.

Es gibt zwei Probleme die man uns versucht zu verschweigen.
Das erste ist, die Armenier waren und sind Christen. Wären sie Moslems gewesen, hätte es niemanden in Westen interessiert. Das zweite Problem ist, der Westen trägt an diesen Grausamkeiten mit die Hauptschuld. Vor allem Deutschland und Frankreich. Der Missionar Lepsius hat die Dokumente deswegen manipuliert um die Schuld Deutschland daran zu kaschieren. Dadurch aber das die Dokumente manipuliert sind gelten sie heute als nicht beweisfähig.

Lieber Christian,
wusstest du das es noch keine Gerichtsverhandlung über diesen Genozid gab? Das heisst, Türkei wurde nie offiziel angeklagt einen Genozid am armenischen Volk verübt zu haben. Nun sind wir beide Gläubige Menschen und wir glauben an die Gerechtigkeit. Ohne das jemand vor Gericht gestellt und einen Fairen Prozeß bekommen hat würden wir es niemals zulassen (sofern wir die Macht darüber haben) das diese Menschen verurteilt werden. Darüber denke ich sind wie uns beide einig. Es ist doch nicht die Aufgabe von Frankreich darüber zu entscheiden was Europa zu machen hat. Mehrmals hat die Türkei dazu aufgerufen einen unabhängigen Historiker-Gremium einzuberufen. Man war sogar damit einverstanden das die UN die Experten aussucht. Armenien hat das abgelehnt. Zwei mal wurde ein Termin mit Armenien ausgemacht damit die Archive geöffnet werden, Armenien hat es beide mal abgelehnt. Es ist nicht die Aufgabe von Frankreich einen Urteil zu fällen bevor überhaupt ein für allemal geklärt ist ob der Angeklagte Schuldig ist.
Also liebe Christian, wir haben hier einen Angeklagten (die Türkei) beschuldigt mit Morden an millionan von Menschen. Das die Hauptbeweise manipuliert sind weiss man schon seit langem. Die Telegramme die dem Angeklagten zu schuld gelegt werden ( Die Bey-Memoiren) sind gefälscht, wird unter Fachkreisen nicht akzeptiert. Die Zeugenaussagen widersprüchlich.
Kein Richter findet sich bereit diesen Angeklagten zu verurteilen. Unter diesen Umständen, würdest du es akzeptieren das Deutschland als Staat diesen Angeklagten verurteilt?
Aus meiner Sicht wäre das die Ungerechtigkeit pur.

Dann müsste man aber Frankreich, Deutschland und andere Länder auch unter Strafe stellen.
Zum Beispiel hier:
Am 11. Dezember 1904 war erstmals von "Konzentrationslagern" in Deutsch-Südwestafrika die Rede. Leichenpräparate der dort gestorbenen Herero und Nama sind noch in Deutschland.
www.taz.de/Herero-fordern-Schaedel-zurueck/!27090/

Frankreich Algerien
Russland Türken
Italien Türken
Engländer Türken
u.s.w.
Frauen wurden vergewaltigt, aus Spass wurde auf Zivilisten geschossen, Babys lebendig begraben, Frauen die Schwanger waren der Bauch aufgeschlitzt. Männer dazu gezwungen das tote Fleisch der eigenen Frau oder umgekehrt zu essen und noch tausend andere Grausamkeiten die sich wahrscheinlich nur Satan ausdenken kann. Wenn wir von Gerechtigkeit sprechen lieber Christian dann darf sie nicht nur für "FÜR UNS" gelten sondern für alle!
Frankreich hat mehr Morde auf dem Gewissen als Armenien und die Osmanen zusammen. Der Mörder beschuldigt einen angeklagten des Mordes ohne einen Richter. Das ist nicht akzeptabel. Egal wie ehrenwert die absichten sein mögen.

Ich verstehe auch nicht warum der Westen sich gegen einen Historiker-Team sträubt. Jedes Land das Greueltaten hinter sich hat musste sich, früher oder später, vor einem Gericht dafür verantworten. Warum wird das meinem Volk verwehrt?

Eine weitere Besonderheit in Frankreich ist, dass dort seit 2001 auf der Grundlage eines Gutachtens einer hundertköpfigen Historikerkommission die Geschehnisse von 1915 als Völkermord an den Armeniern per Gesetz anerkannt sind. Außerdem gelten Menschenhandel und Sklaverei durch ein Gesetz aus demselben Jahr in Frankreich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ich glaube du liegst hier etwas falsch lieber Christian. Es gab meines wissens nach niemals eine Hundertköpfige Komission von Historikern. Ich wäre glücklich wenn du mir die Quelle nennen könntest.
Also das können wir so nicht stehen lassen weil der Leser das sonst für "Wahrheit" halten wird.

Du sagst:
Deshalb musste bei der Umsetzung der Richtlinie nur pauschal auf die geltende Rechtslage verwiesen werden: Was nach französischem Gesetz ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, dessen Leugnung, Rechtfertigung oder Verharmlosung fällt auch unter die neue Strafbestimmung.

Das sieht mir alles sehr logisch aus.


Dann bin ich dafür das man Deutschland und Frankreich und einige andere Länder mit dazu aufnimmt.

"Innerhalb der Deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr … erschossen." Mit dem "Vernichtungsbefehl" des Generals Lothar von Trotha vom 2. Oktober 1904 begann der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. In den Jahren von 1904 bis 1908 fielen zehntausende Herero und Nama Krieg, Vertreibung und den Bedingungen in den deutschen Internierungslagern zum Opfer.
www.taz.de/Herero-fordern-Schaedel-zurueck/!27090/

Mal abgesehen von der Tatsache das der Völkermord oder Genozid seit der Konvention von 1948 ein Strafbestand im Völkerstrafrecht war und ist.

Diesen Nachweis bleibst Du in meinen Augen schuldig. Du zeigst zwar, dass bestimmte klassische Quellen z.T. als Fälschungen enttarnt wurden und dass an anderen Manipulationen nachgewiesen wurden. Du sagst aber auch nicht: Alles falsch, kein Wort wahr, es gab keine Toten. Also müsstest Du zeigen, dass sich aus dem besseren Material ergibt, dass die Tötungen, die es gab, in Anbetracht aller Umstände, die wir gesichert über sie wissen können, im Einklang mit dem Völkerrecht stattfanden und kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten bzw. ob und wie dies überhaupt denkbar ist.

Es gibt Quellen und archive die offen zugänglich sind. Die Türkischen. Die Armenischen sind leider immer noch geschlossen und daher können wir sie nicht heranziehen. Alle anderen Quellen sind "leider" manipuliert worden. Das bedeutet man hat nichts ausser die einseitigen Quellen der Türkei. Ich bin dafür das Armenien dazu gezwungen werden sollte alle Archive zu öffnen. Es müsste doch in ihrem interesse sein.

Aber ich zeige dir mal wie der Krieg abgelaufen ist. Wie beide Seiten aufeinander losgegangen sind. Die Armenische Miliz war nämlich ziemlich brutal und gut ausgerüstet. Auch das streitet kein Historiker ab. Doch das lassen wir gern unter dem Tisch fallen und das ist das gefährliche.

Als der Niedergang des Osmanischen Reiches einsetzte, und das Reich fast in jeder Angelegenheit von den Europäern angegriffen wurde, unterbrachen sich auch die türkisch-armenische Beziehungen. Um das Osmanische Reich zu spalten und damit zu ihren Interessen in dieser Region zu gelangen, hatten die europäischen Länder es sich zum Ziel gesetzt, eine Entfremdung zwischen den Türken den Armeniern herbeizuführen. Besonders einige Großmächte Europas mischten sich einerseits unter dem Schein der "Reformen" in die innere Angelegenheiten des Osmanischen Staates ein und andererseits ließen sie die Armenier gegen die Osmanische Regierung organisieren. Als Folge der Provokationen, der im In- und Ausland organisierten und bewaffneten armenischen Komitees und der armenischen Kirchen begann sich das armenische Volk allmählich von der türkischen Gesellschaft zu isolieren.

Trotz der türkischen Toleranz verbündeten sich die Armenier mit anderen Ländern und kämpften gegen die Türken und um die Unterstützung der westlichen Länder zu erlangen, versuchten sie, sich als "ein unterdrücktes Volk" darzustellen und brachten die Behauptung zur Sprache, dass "die Türken die armenischen Herrschaftsrechte auf Anatolien den Armeniern geraubt haben". Als der Reform-Ferman (Erlass des Sultans) den Armeniern die Privilegien entzog und sie den Moslems und anderen nicht-moslemischen Bürger gleichsetzte, verlangten die Armenier nach dem Osmanisch-Russischen Krieg (1877-1878) von den Russen, "sie sollten die Besatzungsgebiete in Anatolien nicht evakuieren und diesem Gebiet sollte man Autonomie zugestehen oder es sollten zugunsten der Armenier Reformen durchgeführt werden". Erst nach diesen Forderungen entstand die armenische Frage und nahm einen internationalen Charakter an.

Nach dem Osmanisch-Russischen Krieg (1877-1878) wurde das San Stefano-Abkommen unterzeichnet und der Artikel 16 dieses Abkommens, zur dessen Annahme die Osmanische Regierung gezwungen war, lautet wie folgt:

"Da der Rückzug der Russen aus den russischen Besatzungsgebieten in Armenien und die Übergabe dieser Gebiete an die Osmanische Regierung den freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten schaden und in diesen Gebieten zu Unruhen führen kann, garantiert der Osmanische Staat, in den von Armeniern bewohnten Provinzen die für lokale Interessen erforderlichen Reformen und Regelungen sofort einzuleiten und die Sicherheit der Armenier gegenüber den Kurden und Tscherkessen zu gewährleisten".

Wenn auch diese Bestimmung des Abkommens die Armenier, die eigentlich auf eine vollständige Unabhängigkeit spielten, nicht ganz befriedigte, war sie trotzdem von großer Bedeutung, so dass sie "Die Armenische- Frage" zum ersten Mal in der Geschichte in einem internationalen Dokument zur Sprache brachte und von der Existenz einer Region Namens "Armenien" sprechen ließ.

Ebenfalls beinhaltet Artikel 61 des Berliner- Abkommens, das 1878 am Abschluss der Versammlung des Berliner Kongresses unterzeichnet wurde, anstelle des Artikels 16 des Abkommens von San- Stefano folgende Bestimmung:

"Die Osmanische Regierung verpflichtet sich, in den Provinzen mit armenischer Bevölkerung, die für den lokalen Bedarf notwendigen Reformen vorzunehmen und den Armeniern die Ruhe und Sicherheit gegenüber den Tscherkessen und Kurden zu gewährleisten und die dafür getroffenen Maßnahmen den das Abkommen schließenden Staaten mitzuteilen, damit diese Staaten die Durchführung dieser Maßnahmen überwachen können".

Mit dieser Bestimmung des Berliner- Abkommens wurde den fremden Mächten das Recht darauf zugestanden, sie sich in die türkisch-armenischen Beziehungen einzumischen.

Und dadurch wurden die Armenier von Engländern und Russen ausgenutzt und erfüllten für Engländer die Funktion eines Vorpostens gegen den russischen Expansionismus. Die armenische Frage, die von Engländer und Russen auf die Bühne der Geschichte gebracht wurde, ist eigentlich ein Teil der Politik der imperialistischen Mächte, die das Osmanische Reich niederwerfen und dann unter sich teilen wollten. Die Behauptungen und die unrealistischen Aussagen eines Pseudogenozids sind ebenfalls Propagandamittel für diese Politik.
Nachdem das Osmanische Reich in die Periode der allmählichen Rückgang geriet, hatten die Völker, die das Reich darstellten, mit der Förderung von Russland, England, Frankreich und dem österreichisch-ungarischen Reiches nacheinander mit dem Kampf um ihre Unabhängigkeit begonnen und waren dabei erfolgreich geworden.

Diese Entwicklungen stellten auch ein Beispiel für die Armenier dar. Sie leiteten mit der finanziellen und moralischen Unterstützung derjenigen, die das Osmanische Reich teilen wollten, regionale Aufstände ein. Somit sprach man ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer "Armenier Frage".

www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/konflikts/berlin.html

Nun fragst du worauf ich hinaus will.

Ich möchte das die Türkei vor einem Kriegsgericht gestellt wird wenn sie schuldig ist. Wenn sie nicht vor einem Kriegsgericht gestellt wird dann darf und kann man sie nicht einfach so verurteilen. Vor allem aber sollte Armenien endlich dazu gezwungen werden ihre Archive einem unabhängigem UN-Rat zu öffnen. Vor der ganzen Welt können wir dann "endlich" sehen was wirklich geschehen ist.
Dann können wir auch endlich mit der Geschichte abschliessen. Seit ich ein Kind bin wirft man mir und meinem Volk vor, wir hätten einen Genozid an den Armenien verübt. Ohne gericht, ohne eindeutigen Beweise, ohne irgendwelche Anstalten zu machen damit die Sache aufgeklärt wird.

So lange die Archive von den Armeniern nicht offen zugänglich sind und es kein Gremium darüber befindet was damals nun geschehen ist bin ich gezwungen die Genozid frage zu verneinen. Wenn ein unabhängiges Experten-Team einberufen wird und dort sich heraustellt das ein Genozid verübt wurde, dann bin ich sogar dafür das Türkei schmerzensgeld bezahlen muss für die Greueltaten.

Bis das nicht eindeutig geklärt ist habe ich Zweifel an der heutigen Sicht auf die Armenierfrage.

Liebe Grüße und ein frohes Fest.
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 00:50
@Muhabbetci

Lieber Mustafa,

in einem Punkt kann ich Dich gut verstehen, in den anderen folge ich Dir jeweils nur bis zu den Prämissen.

Was ich verstehe ist Dein Motiv. Frankreich fehlt es in dieser Sache zum Teil am nötigen Sensibel. Das zeigen zwei Sätze aus der Rede des Abgeordneten Louis Mermaz am 18. Januar 2001, die in der Nationalversammlung mit großem Applaus bedacht wurde:

Si l'Allemagne a retrouvé sa place au sein de la communauté européenne, c'est parce qu'un jour le Chancelier Willy Brandt a eu le courage de s'agenouiller devant le mémorial d'Auschwitz. Nous sommes en droit d'attendre du gouvernement turc un geste semblable, mais hélas nous en sommes loin.

[Übersetzung: Wenn Deutschland heute seinen Platz in der Mitte der Gemeinschaft Europas wiedergefunden hat, dann weil der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt eines Tages den Mut hatte, vor dem Denkmal von Auschwitz niederzuknien. Wir haben ein Recht, eine solche Geste von der türkischen Regierung zu erwarten, aber leider sind wir weit davon entfernt.

Willy Brandt konnte die Weltöffentlichkeit überzeugen, weil er das von sich aus tat und niemand ihn zwang. Hier wird dagegen die Intention unverholen ausgesprochen, die Türkei in die Knie zwingen zu wollen. Das kann nur Trotz hervorrufen.

Das ist der Punkt, den ich verstehe, zu den anderen Punkten gleich mehr.

LG
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 01:06
Fortsetzung @Muhabbetci

Ich glaube du liegst hier etwas falsch lieber Christian. Es gab meines wissens nach niemals eine Hundertköpfige Komission von Historikern. Ich wäre glücklich wenn du mir die Quelle nennen könntest.

Auf die Quelle habe ich oben verlinkt. Diese Information steht im Urteil des Schweizerischen Strafgerichtshofs am Bundesgerichts vom 12.12.2007 gegen Dr. Perincek:

Es[das Gericht] hat ebenfalls die Bedeutung der wissenschaftlicher Gemeinschaft bei der Anerkennung des Völkermords an der Armeniern in den Staatenhervorgehoben, insbesondere in Frankreich, wo das Gesetz vom 19. Januar 2001 (loi n° 2001-70 v. 29. Januar 2001 zur Anerkennung des Völkermords an den Armeniern 1915) auf dem Gutachten eines Gremiums von rund hundert Historikern beruhte.

Die Primärquelle, das Gutachten selbst, habe ich bisher im Internet nirgends gefunden, würde aber nicht an seiner Existenz zweifeln. Wenn's nirgends sonst steht, müssten wir die Assemblée Nationale kontakrieren.

LG
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 01:22
Fortsetzung @Muhabbetci

Jetzt zu den Punkten, wo ich Deinen allgemeinen Prämissen zustimme, die Konsequenzen so aber nicht ziehen würde.

1) Gleichbehandlung

Prämisse:

Dann müsste man aber Frankreich, Deutschland und andere Länder auch unter Strafe stellen.

Die Leugnung von deutschen Genoziden steht unter Strafe. Im Grunde sollten und irgendwann werden die Verbrechen anderer Länder das auch tun.

Trugschluss:

Man kann das Erreichen dieses Ziels, dass alle bestraft werden, nicht zur Vorbedingung für eine Schuldfeststellung im Einzelfall machen, denn dann wird es nie erreicht.

Sonst könnte sich mit diesem Argument jeder ergriffene und überführte Straftäter gegen seine Bestrafung wehren, dass man erst mal alle anderen fassen müsste, dies genauso verdient hätten.
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 01:25
Mehr bitte morgen, ich bin jetzt zu müde, um noch klar zu denken.

LG, GN und einen gesegneten 2. Feiertag

Christian
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 06:21
@ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 01:06

Jemand der Französisch kann sollte Frankreich kontaktieren und die Quelle herausfinden. Denn sollte es wirklich ein Gremium von hundert Historikern gegeben haben ( von der ich weiss das es noch nie gab) dann würde ich mich sofort entschuldigen. Sogar die Historiker in Frankreich waren erbost über diesen alleingang von Frankreich.

Französische Historiker waren aus anderen Motiven über die Verabschiedung des Gesetzes im Parlament empört. Es sei Aufgabe der Historiker, in dieser Frage für Klarheit zu sorgen und nicht die des Parlaments. Diese Ansicht vertrat auch die französische Ministerin für Europaangelegenheiten Catherine Colonna.[5] Nur durch historische Aufarbeitung könne die Schuldfrage geklärt werden. Nur so sei eine Versöhnung mit den Armeniern möglich. (wikipedia

Es wäre irrsinnig von Historikern diese Haltung zu haben wenn es schon einmal ein gremium von 100 Historikern gegeben hätte. Daher würde ich hier die Meldung eher als Ente einstufen. Auch würde es im Internet Wellen schlagen wenn es so etwas gegeben hätte. Denn du siehst selber wie heikel das Thema ist.
Hoffe das jemand die Quelle dafür findet..
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 06:37
@ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 01:22

Im Normalfall hättest du ohne Zweifel Recht und ich würde die absolut zustimmen. Doch bei der Sache um Türkei/Armenien sieht es anders aus.
Ich versuche es mal so zu erklären. Die Berichte aus dem auswärtigem Amt damals wurden zugunsten des deutschen Reichs manipuliert. Vom A-Amt wie auch von dem Missionar Lepsius. Es besteht kein Zweifel das der Westen sowohl die Armenier aufgestachelt haben und die armenische Miliz mit Waffen ausgestattet hat, wie auch die Türkei versuchte gegen Russland aufzustacheln. Selbst Amerika wollte man unbedingt in den Krieg mit reinbringen. Natürlich waren die Armenier hier nur der Spielball der Kriegsspekulanten.

Würde man die Berichte für wahr halten ( Gust hat dies gemacht, aber nur aus deutsche Sicht) dann wäre es bewiesen das Deutsche im Krieg ganz klar ein Völkermord begünstigt haben. Dann wäre neben Türkei auch Deutschland auf der Anklagebank! Dazu kommt auch die Massaker die von der armenischen Miliz begangen wurde und wir reden hier nicht von ein paar Menschen. Sondern von einer halben Million laut armeniern. Die Türkei geht von mehr toten aus. Vergewaltigungen, kindermorde, und bestialische zerstückelungen.
Abgesehen davon bedeutet ein Völkermord, dass man ein ganzes Volk vernichten will! Diesen Befehl gab es nicht kann auch nicht nachgewiesen werden.
Die Armenier in Istanbul und einigen anderen Großstädten wurden überhaupt nicht deportiert oder angegriffen. Denn die Türken gingen davon aus dass sie nichts mit der Miliz zu tun hatte.
Das wäre ungefähr so als würde Hitler alle Juden vernichten aber die in Berlin und München nicht.

Gehen wir zurück zu Lepsius ( Ich muss dazu sagen, dass Gust ein Pro-Armenier ist aber selbst er muss zugeben)
So unglaublich es klingen mag, so wahrscheinlich ist es: Johannes Lepsius hat den für einen Quellen-Historiker unverzeihlichen Fehler gemacht, die ihm als Kopien zugeschickten Schriftstücke nicht mit den Originalen zu vergleichen. Gelegenheit dazu hätte er mehrmals gehabt, denn er war häufiger in Berlin und im Auswärtigen Amt. So verständlich es ist, daß er in Holland nicht mit den Originalen arbeiten konnte, so unverständlicher ist dieser Fauxpas.

Auch Lepsius war klar, daß sein Werk in erster Linie der politischen Werbung dienen müsse. „Der grössere Teil ist ja zur Verbreitung zu Propagandazwecken bestimmt“ schrieb Lepsius-Sekretär Richard Schäfer im Juni 1919 über die Verwendung der gedruckten Bände. Für das Auswärtige Amt sollte einzig die „Frage der deutschen Schuld“, wie Göppert sie nannte, genauer ihre Zurückweisung durch die von Lepsius zu veröffentlichen Dokumente, der Hauptzweck der Veröffentlichung „Deutschland und Armenien“ sein. Das sah auch Lepsius so. Er habe den Grundsatz befolgt, schrieb er später, „bei der Auswahl nur den Zweck der Entlastung Deutschlands von türkischen und internationalen Verleumdungen im Auge [zu] behalten“.

...Lepsius selbst beschrieb seine Aufgabe in dem Brief so: „Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutsch­lands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier“.

Auch sind Äußerungen von Armeniern gestrichen worden, die Verfolgungen der Armenier sei nur deshalb möglich gewesen, weil die Deutschen sie stets gedrängt hätten, sich loyal zur türkischen Regierung zu verhalten.

Auch andere Streichungen gehen auf das Konto von Lepsius, was aus den handschriftlichen Aufzeichnungen hervorgeht. So notierte er ausdrücklich den Ort Fundadjak, in dem die armenische Bevölkerung sehr wahrscheinlich mit deutscher Hilfe zusammengeschossen worden war. Dieser Ort ist in dem von Lepsius in „Deutschland und Armenien“ veröffentlichten Dokument 193 nicht mehr vorhanden.

Als Belgien einverleibt worden war, hielt Lepsius im Oktober 1915 einen vertraulichen Vortrag vor ausgesuchten Journalisten der Berliner Presse. Über diesen Vortrag fertigte die Redaktion der ”Magdeburgischen Zeitung” ein nicht veröffentlichtes Protokoll an. ”In der Besprechung”, hieß es dort, ”wurde die grosse Gefahr für unser Wirtschaftsleben und für unseren Zukunftsplan Antwerpen-Bagdad hervorgehoben. Der Türke ist, wie ja bekannt, ein Nichtstuer, deshalb spielen Andere in seinem Lande solche Rolle, dass er sich dabei nicht wohl fühlt; aber er kann sie doch nicht ersetzen und das ist für uns wichtig. Die Armenier sind die geschäftstüchtigsten Elemente gerade an der anatolischen und Bagdadbahn, oder sie waren es.” Lepsius fand die Einverleibung Belgiens völlig normal und erweiterte Berlin-Bagdad flugs auf Antwerpen-Bagdad.

es geht so weiter und das aus dem Munde von jemand der eigentlich ein Pro-Armenier ist. Daher er möchte beweisen, obwohl er zugibt das die Berichte manipuliert worden sind, dass es diesen Völkermord gab.

Bei allem nötigem Respekt lieber Christian, würdest du auf diese Quelle zurückgreifen wenn du etwas beweisen wollen würdest?
Wenn ja, müsste Deutschland nicht mit auf der Anklagebank sitzen?
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 09:35
Die Berichte aus dem auswärtigem Amt damals wurden zugunsten des deutschen Reichs manipuliert. Vom A-Amt wie auch von dem Missionar Lepsius.

Hatten wir das nicht schon x-mal durchgekaut?

Daher er möchte beweisen, obwohl er zugibt das die Berichte manipuliert worden sind, dass es diesen Völkermord gab.

Bei allem nötigem Respekt lieber Christian, würdest du auf diese Quelle zurückgreifen wenn du etwas beweisen wollen würdest?


Hast du schon wieder vergessen, daß die unmanipulierten Originalakten noch existieren?
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 09:39
@Muhabbetci

Lieber Mustafa,

danke für die Antwort. Wegen der Quelle stimme ich zu, da sollten wir dranbleiben, bis wir die im Urteil erwähnte hunderköpfigen Historikerkommission entweder verifiziert oder falsifiziert haben. Wenn das nicht stimmt, wäre das in der Tat ein Skandal, weil dann der türkischstämmige Jurist unter falschen Voraussetzungen verurteilt worden wäre, und das geht nicht.

Der Rest Deiner Erwiderung kam ein bisschen zu früh, weil ich noch nicht fertig war, sondern einfach nur zu müde. Ich nehme einen neuen Anlauf und hoffe, dass ich Dir diesmal erklären kann, was ich wahrnehme.

Dazu gleich mehr. LG
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 10:42
[Fortsetzung]

Ein Problem Deiner Entlastungsbeweise ist, dass sie alle nach dem Prinzip der Verschwörungstheorie funktionieren:

VT 1 - Verschwörung der armenischen Minderheit mit dem Westen gegen die Türken im WK I

VT 2 - Verschwörung des Auswärtigen Amtes mit Lepsius u.a. zur Belastung der Türken und Entlastung der Deutschen

VT 3 - Verschwörung Frankreichs u.a. Länder des Westen, um die Türkei aus der EU herauszuhalten und sie zum Vorreiter und Sündenbock für alle Genozide des 20. Jh zu erklären

Das Problem dabei ist:

Verschwörungstheorien sind selten beweisbar, aber niemals widerlegbar.

Alles, was gegen sie spricht, beweist nur, wie perfekt die Verschwörer zu Werke gehen. Dass Du noch nie einen Elefanten im Kirschbaum gesehen hast, zeigt bloß, wie gut er sich darin verstecken kann.

Verschwörungstheorien sind deshalb beliebte Entlastungsbeweise in Beschuldigtenvernehmungen. In Strafprozessen mit Anwaltzwang haben sie aber meistens schon erledigt, weil einem ein guter Anwalt erklärt, dass man seine Lage mit diesem Verteidigungsansatz nur verschlimmbessert.

Man kann mit Verschwörungstheorien aber auch Politik machen oder Bestseller schreiben. Alles zur Genüge bekannt.

Ich nach dieser Vorrede auf zwei Gegenargumente gefasst:

- Eine Verschwörungstheorie muss nicht notwendig falsch sein. Es gibt im Gegenteil echte Verschwörungen, die wegen der verbreiteten Abneigungen gegen Verschwörungstheorien nie entdeckt werden (Beispiel: Die NSU-Morde. Hier haben die Strafverfolgungsbehörden alles Mögliche geglaubt, nur nicht die Wahrheit).

- Die Annahme eines planvollen Genozides an den Armeniern ist selbst eine Verschwörungstheorie.

Beides ist richtig. Wir wissen deshalb nicht

Jede echte Verschwörung betrachtet sich selbst als Gegenverschwörung. Von außen sieht das dann so aus, als würden zwei konkurrierende Verschwörungstheorien existieren. Bei konkurrierenden Verschwörungstheorien ist es nie ganz einfach zu erkennen oder nachzuweisen, welche Verschwörung die echte und welche die nur fingierte ist oder ob gar beide echt oder beide Fiktion sind.

Wir können dennoch eines tun: alle echten oder vermeintlichen "Beweise" auf ihre Schlüssigkeit prüfen, unzulässige Umkehrschlüsse und jede unzulässige Beweislastumkehr vermeiden. So lässt sich erkennen, was wir sicher wissen und was wir zwingend ausschließen können. Am Ende lässt sich Bilanz ziehen, ob das sicher Erkennbare ausreicht für Antworten auf konkrete Fragen, z.B. ob ein bestimmte Tatbestände von bestimmten Beteiligten verwirklicht wurden.

Um die Mühe einer solchen Untersuchung werden wir nicht herumkommen, deshalb dazu gleich noch mal mehr. LG
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 11:06
@Christian

Wir können dennoch eines tun: alle echten oder vermeintlichen "Beweise" auf ihre Schlüssigkeit prüfen, unzulässige Umkehrschlüsse und jede unzulässige Beweislastumkehr vermeiden. So lässt sich erkennen, was wir sicher wissen und was wir zwingend ausschließen können. Am Ende lässt sich Bilanz ziehen, ob das sicher Erkennbare ausreicht für Antworten auf konkrete Fragen, z.B. ob ein bestimmte Tatbestände von bestimmten Beteiligten verwirklicht wurden.

Absolut richtig.
Nur sollte die Quellenkritik dem Standard in den Geschichtswissenschaften entsprechen. Das ist bei Muhabbetci nicht der Fall.
ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 11:45
@thinktankgirl

Nur sollte die Quellenkritik dem Standard in den Geschichtswissenschaften entsprechen.

Ich denke, in dieser Forderung stimmen wir alle überein, auch Mustafa.

Das ist bei Muhabbetci nicht der Fall.

Es kann sein, dass er da etwas missverstanden hat oder sich missverständlich ausdrückt. Das kriegen wir vielleicht geklärt, wenn ich mich zu VT 2 geäußert habe und er darauf eingeht.

Ich muss nur jetzt erst mal eine Pause machen.

@Muhabbetci

Warte bitte noch mit der Antwort auf VT 1, 2 und 3, bis ich dazu überhaupt vorgetragen habe, was ich meine.

Ich kann das aber erst nachher machen.

LG Christian
ChristianBerlin schrieb am 28.12.2011 um 01:40
Lieber Mustafa,

danke Dir für Deine Geduld. Familiäre Verpflichtungen. Die Diskussion ist hier schon viel weiter, ich will trotzdem zu Ende bringen, was ich angefangen habe.

Ich fange jetzt hinten an und kann erst mal nur auf die nach meiner Zählung dritte Verschwörungstheorie eingehen.

VT 3 - Verschwörung Frankreichs u.a. Länder des Westen, um die Türkei aus der EU herauszuhalten und sie zum Vorreiter und Sündenbock für alle Genozide des 20. Jh zu erklären

Deine These dazu war, dass Frankreich die türkischen Kriegsverbrechen anders bewertet als die eigenen und wahrscheinlich sogar gezielt mit zweierlei Maß misst, um von eigenen Verbrechen abzulenken.

Dasselbe wirfst Du den Deutschen vor, die für die Kriegsverbrechen an den Armeniern eine hohe Mitverantwortung tragen, wenn sie nicht gar die eigentlichen Anstifter waren.

Meine Erwiderung zur Sündenbock-Theorie fällt unterschiedlich aus.

Deutschland lenkt bei so etwas nie vom eigenen Versagen nicht ab:

„Der Deutsche Bundestag verneigt sich im Gedenken an die Opfer von Gewalt, Mord und Vertreibung, unter denen das armenische Volk vor und während des Ersten Weltkrieges zu leiden hatte. Er beklagt die Taten der jungtürkischen Regierung des Osmanischen Reiches, die zur fast vollständigen Vernichtung der Armenier in Anatolien geführt haben. Er bedauert auch die unrühmliche Rolle des Deutschen Reiches, das angesichts der vielfältigen Informationen über die organisierte Vertreibung und Vernichtung von Armeniern nicht einmal versucht hat, die Gräuel zu stoppen.“ einstimmig beschlossen am 15.06.2005 (Drucksache 15/5689)

Möglicher Einwand: Dieses eigene Schuldeingeständnis kann immer noch eine Verharmlosung der deutschen Rolle sein.

Gegenargument: Für die Bundesregierung gibt es keinen Grund, die Authentizität ihrer Archivdokumente im AA zu bezweifeln. Historische Tatsachenermittlung und -bewertung ist dagegen nicht Sache der Politik, sondern der Wissenschaft.

„Die Bundesregierung begrüßt alle Initiativen, die der weiteren Aufarbeitung der geschichtlichen Ereignisse von 1915/16 dienen. Eine Bewertung der Ergebnisse dieser Forschungen sollte Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern vorbehalten bleiben.“ (Drucksache 17/82)

Frankreich stellt mit dem neuen Gesetz alle Genozid-Leugnungen gleichermaßen unter Strafe, ggf. auch die eigener Genozide, allerdings mit dem problematischen Zusatz, dass sie dazu gesetzgeberisch anerkannt sein müssen.

Art. 24 ter. – Les peines prévues à l’article 24 bis sont applicables à ceux qui ont contesté ou minimisé de façon outrancière, par un des moyens énoncés à l’article 23, l’existence d’un ou plusieurs crimes de génocide défini à l’article 211-1 du code pénal et reconnus comme tels par la loi française.
Übersetzung: Artikel 24 b – Mit den in Artikel 24 a festgelegten Strafen werden ebenso jene bestraft, welche die Existenz von einem oder mehreren Genozidverbrechen im Sinne des Artikel 211-1 Strafgesetzbuch leugnen oder mit einem der in Artikel 23 aufgeführten Mittel verharmlosen, wenn diese Genozidverbrechen durch das französische Gesetz als solche anerkannt werden.

(TEXTE ADOPTÉ n° 813

Dieser Zusatz ist rechtssystematisch problematisch, weil dadurch mit zweierlei Maß gemessen werden kann. Gleichartige Sachverhalte müssen eigentlich gleiche strafrechtliche Konsequenzen haben.

Diese Gleichheit wird umgangen, indem der Grundsatz der Gewaltenteilung verletzt wird: Der Gesetzgeber kann eigentlich nur Straftatbestände definieren, deren Vorliegen müssen jedoch unabhängige Gerichten feststellen, das ist nicht Sache des Gesetzgebers.

Aus diesen Gründen stimme ich – was Frankreich betrifft – Deinem Einwand zu !!!

Möglicherweise lässt der Senat das Gesetz auch erneut nicht passieren.

Allerdings wäre das ganze einfach zu lösen. Eigentlich müsste nur der letzte Halbsatz gestrichen würde, dann unterfiele die Frage, ob ein Genozid vorliegt, im Einzelfall der Beweisaufnahme.

Wenn ein Genozid tatsächlich eindeutig feststeht, kann auch darauf vertraut werden, dass das Präzedenfall-Gericht dies herausfinden wird. Ein gesetzgeberischer Akt ist dazu nicht notwendig.

Damit hätten alle Genozid-Leugner ggf. dasselbe Risiko, egal ob sie deutsche, französische, italienische oder türkische Genozid-Straftaten leugnen oder verharmlosen. Wenn es die gab, müssten dann Leugner mit Strafe rechnen, ohne Unterschied.

Ich hoffe, Du erkennst in meinen Dir teils zustimmenden, teils widersprechenden Einlassungen, dass ich mir wenigstens Mühe gebe, halbwegs durchdacht und begründet zu antworten, und bin gespannt auf Deine Erwiderung.

Mehr später, dann folgt was VT 2 und als letztes zu 1 (am schwierigsten).

LG Christian
ChristianBerlin schrieb am 28.12.2011 um 10:43
Intermezzo

Inzwischen ist mir aufgefallen, dass Du eine vierte Verschwörung unterstellst, die chronologisch zwischen VT 1 und 2 einzureihen wäre.

VT 1 a - Verschwörung von türkischer Militärjustiz und liberaler Interimsregierung zu "stellvertretender Siegerjustiz", um in politisch motivierten Prozessen mit vorher feststehendem Ergebnis die Siegermächte von der Reformfähigkeit der Türkei zu überzeugen und so durch Bauernopfer ihr Bestehen zu sichern.

Oben zitierst Du dazu aus einem Bericht der Deutschen Welle:

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs leiteten die westlichen Siegerstaaten erstmals Kriegsgerichtsprozesse ein, um die Verantwortlichen zu bestrafen. Das Istanbuler Kriegsgericht konnte beweisen, dass die Verbrechen zentral und systematisch vorbereitet wurden. Es verurteilte 17 Angeklagte zum Tode, konnte aber nur drei Hinrichtungen vollziehen.

... und widersprichst darin der Bewertung "konnte beweisen".

Hätte dort gestanden "sah als erwiesen an", hätte dieser Bericht keine eigene Bewertung enthalten.

Durch "konnte beweisen" werden Urteile, deren rechtsstaatliche Grundlagen mehr als fraglich sein dürften (allein schon das Wort "Kriegsgericht" sollte die Alarmglocken klingeln lassen) zu einer tragenden Säule der Überzeugung, dass es tatsächlich eine Regierungs-Verschwörung zur Ausrottung der Ost-Armenier gab (V 0).

Auch in diesem Punkt stimme ich Dir zu !!!!

Durch diese Prozesse ist weder erwiesen, dass es die fragliche Verschwörung zum Völkermord (V 0) gab, noch, dass es sie nicht gab. Sie genügten rechtsstaatlichen Standards nicht im Mindesten, die (oft abwesenden) Angeklagten hatten keine Chance, die vermeintlich beweiskräftigen Dokumenten (u.a. die später von Andonian veröffentlichte) als unecht oder zweifelhaft zu erweisen.

Das fiel selbst den Siegermächten auf. Insbesondere die Briten waren sich bei der Vorbereitung eigener Prozesse gegen Verdächtige auf Malta einig, dass ihre Gerichte ihren Urteilen keine Feststellungen der türkischen Kriegsgerichte als erwiesene Tatsachen zugrundelegen dürfen.

Die Quellen dafür stehen in den Fußnoten 21-23 der kritischen Analyse von Guenter Lewy zu folgendem Abschnitt:

Contemporary Turkish authors dismiss the military tribunals of 1919-20 as tools of Allied retribution.[21] At the time, the victorious Allies considered them a travesty of justice. The trials, British high commissioner S.A.G. Calthorpe wrote to London, are "proving to be a farce and injurious to our own prestige and to that of the Turkish government."[22] In the view of Commissioner John de Robeck, the tribunal was such a failure "that its findings cannot be held of any account at all."[23] When the British government considered holding trials of alleged Ottoman war criminals in Malta, it declined to use any evidence developed by the 1919-20 Ottoman tribunals.

Daraus folgt, dass selbst die Todesurteile gegen die drei obersten Köpfe der türkischen Weltkriegs-Regierung (Enver, Cemal und Talaat) nichts beweisen - zumal die türkische Justiz sie nach Deutschland entkommen ließ und sie dann in Abwesenheit verurteilte, was nach einem sehr billigen Trick aussieht, der alliierten Forderung nach "Bestrafung der Schuldigen" zum Schein genügen zu wollen, ohne wirklich jemandem weh zu tun. In Nürnberg wäre das nicht gegangen.

Das Problem ist tatsächlich, dass die Geschichtsschreibung z.B. der Deutschen Welle im Unterschied zu den Engländern auf diese nicht-rechtsstaatlichen Prozesse und die darin als vermeintlich beweiskräftig anerkannten Dokumente ihre eigenen, heutigen Feststellungen aufbauen will.

Davon müsste sie abrücken. Die Echtheit der verwendeten Dokumente müsste erneut und eigenständig untersucht werden und nicht als durch diese Prozesse als erwiesen gelten. Ebenso sind Berichte über Aussagen von Zeugen in diesen Prozessen mit gebotener Vorsicht auszuwerten.

Die türkische Regierung könnte zur Lösung dieses Problems durch ein Rehablitationsgesetz beitragen, das eine rückwirkende Aufhebung bestimmter Unrechtsurteilen ermöglicht, ähnlich wie das in Deutschland bei politisch motivierten Urteilen aus zwei Diktaturen (NS-Staat und DDR) möglich ist.

Gleichzeitig sollte dann aber auch das Amnesty-Gesetz der Kemal-Regierung aufgehoben werden. Ein erneutes oder weiteres Tribunal wegen Verbrechen an Armeniern (wie Du es hier dauernd forderst) ist seit Beginn der 20er Jahre rechtlich ausgeschlossen (übrigens eine Parallele zu den Forderungen der Himmeroder Denkschrift von 1950 nach "Rehabilitation der Wehrmacht, der Waffen-SS und verurteilter Kriegsverbrecher.").

LG Christian
ChristianBerlin schrieb am 28.12.2011 um 15:45
Lieber Mustafa,

ich komme jetzt zu Deiner nächsten Verschwörungstheorie.

VT 2 - Verschwörung des Auswärtigen Amtes mit Lepsius u.a. zur Belastung der Türken und Entlastung der Deutschen

Unstreitig ist, dass die Archivdokumente der Auswärtigen Amtes in der Lepsius-Edition nicht vollständig korrekt wiedergegeben werden, dass dies offenbar sowohl an bewussten Auslassungen des Editors lag, als auch an der Unzuverlässigkeit der Abschriften, die ihm vom AA zur Verfügung gestellt wurden, und dass hinter beiden Verfälschungen die Absicht stand, die Deutschen zu entlasten und die Türken zu belasten.

Auch diese Konspiration hat es gegeben, darin stimme ich Dir ebenfalls zu – und auch sonst hat Dir in diesem Punkt hier niemand widersprochen !!!

ABER

1. Das heißt nicht, dass Lepsius oder das Auswärtige Amt die Originale im Archiv verfälscht hätte, dann wären die Abweichungen in der Edition auch für Gust nicht mehr feststellbar gewesen.
Der Vorwurf gegen Lepsius ist nur erweisbar, weil die von Gust geprüften Originale valide Quellen sind. Deren Quellenwert wird durch seine Untersuchung gerade nicht in Frage gestellt.
Mir ist deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb die Neuedition dieser Dokumente durch Gust nicht valide sein soll. Von einer Fälschung der Originale ist der Bundesregierung nichts bekannt, noch geht das aus Gusts Untersuchung hervor, noch hast Du sonst einen Beweis oder eine Begründung dafür angeführt oder einen Autor, der das nachweist.
Oder habe ich etwas übersehen? Vielleicht ein sprachliches Missverständnis?

2. Beweist das nicht, das Lepsius ein „Spion“ war. Das behauptest Du mehrfach, ohne zu sagen, für welche Seite er wann spioniert haben soll. War er ein Agent der Engländer? Oder der Russen? Oder Franzosen? Oder der Amerikaner? Oder der Türken? Und wann, wo und durch wen wurde er als Spion enttarnt? Von einer rechtskräftigen Verurteilung ist mir zumindest nichts bekannt und auch von sonst keiner Biografie oder Untersuchung, die Lepsius Agententätigkeit erwähnt oder nachweist.

3. Ist diese von Gust nachgewiesene doppelte Verfälschung der AA-Quellen bei ihrer Wiedergabe in der Erstedition kein zwingender Entlastungsbeweis. Das sind auch nicht drei von Lewy u.a. nachgewiesenen Fälschungen und Fehlschlüsse im Zusammenhang mit dem Istanbuler Prozess.

Wenn man herausfindet, dass ein Angeklagter mit falschen Zeugen oder Beweisen belastet wird, ist man zwar geneigt, ihn freizusprechen, aber seine Unschuld beweist das noch nicht.

Diesen Effekt kennen wir aus Agatha Christies Roman bzw. Billy Wilders Film „Zeugin der Anklage“, wo Marlene Dietrich ihren Mann als Hauptbelastungszeugin überführt, aber zugleich Charles Laughten als nichtsahnendem Anwalt Beweise dafür zuspielt, dass sie eine Lügnerin ist. Das führt tatsächlich zum Freispruch, der aber auf dem geschilderten Irrtum basiert, denn der Leser oder Zuschauer erfährt am Ende, dass ihr Mann tatsächlich der Mörder war.

Dass übereifrige Zeugen oder Opfer der Gerechtigkeit durch falsche oder suggerierte Aussagen nachhelfen wollen, kommt leider in der Rechtspraxis immer wieder vor, darf aber für sich genommen weder zum Freispruch noch um Schuldspruch führen. Hat man es mit zweifelhaften Beweisen zu tun, muss die Justiz wie die Geschichtsschreibung sie statt dessen außer Acht lassen und prüfen, was an glaubwürdigen Beweisen übrigbleibt und welches Urteil sich auf sie gründen lässt.

Wenn die Nachweise, auf denen die Völkermordtheorie lange Zeit aufbaute, teilweise zweifelhaft sind, muss man schauen, was erstens davon dennoch als sicher erwiesen übrig bleibt und was zweitens an neueren Beweisen inzwischen verfügbar ist und herangezogen werden kann.

Jetzt fehlt noch meine Stellungnahme zu VT 1 in Verbindung mit VT 0, die ich hoffentlich ebenfalls noch heute liefern kann.

LG Christian
ChristianBerlin schrieb am 29.12.2011 um 02:27
@Muhabbetci

Lieber Mustafa,

im letzten Teil reagiere ich auf die Verschwörungstheorie, die die Massaker offenbar ausgelöst hat:

VT 1 - Verschwörung der armenischen Minderheit mit dem Westen [bzw. der Entente] gegen die Türken im WK I

Die Quellenlage lässt keinen Zweifel daran, dass es auch diese Verschwörung wirklich gab.

ABER

Die Terroranschlänge und die Milizenattacken von Russland oder Persien aus verübte laut Quellenlage eine Minderheit aus dieser Minderheit. Die Mehrheit war friedlich. Das waren Armenier, aber nicht dieselben, die dann umgebracht wurden.

Dass die Deutschen sich bei Partisanenanschlägen in WK II ähnlich exzessiv verhalten und ganze Städte oder Landstriche ausgelöscht haben, wird heute wegen der Unverhältnismäßigkeit solcher Razzien als Kriegsverbrechen angesehen. Klare Verstöße gegen die Haager Landkriegsordnung.

So bewertete schon 1915 Oberstleutnant Lange das Vorgehen der türkischen Verwaltung und Militärs gegen die friedlich in Dörfern und Städten lebenden Armenier (in einem Dokument, von dem Du mir sagen musst, ob Du seine Echtheit infragestellst, sonst muss ich sehen, ob ich im AA Einsicht ins Original bekomme):

Dabei scheinen die Behörden den Grundsatz als berechtigt anzuerkennen, an Unschuldigen Vergeltung zu üben für die Vergehen Schuldiger, deren man aber nicht habhaft werden kann.

Sein Nachsatz:

Für den Europäer erklärt sich dieser Grundsatz damit, daß tatsächlich der Türke Begriffe von Anstand und Moral hat, die sich mit den unsrigen keineswegs decken.

ist allerdings durch die weitere Geschichte des 20 Jh. lügengestraft worden.

Das ist genauso falsch wie die apodiktische Annahme des Gegenteils, Türken seien aufgrund ihrer Mentalität zu so etwas nicht fähig. Für Türken, Deutsche und alle anderen Völker gilt vielmehr: Das Milgram-Experiment bringt im Ergebnis überall dieselben Quoten, was beweist, dass Menschen kulturunabhängig unter extremen Umständen in mehrheitlich zu unmenschlichen Handlungen fähig sind.

Wenn Oberstleutnant Stange nicht das Blaue vom Himmel log - wofür nichts spricht - sind seine Schlussfolgerungen aus dem August 1915 unabweisbar:

Alle wehrfähigen Armenier waren bis auf einen verhältnismäßig geringen Bruchteil eingezogen. Ein besonderer Anlaß eine wirksame Erhebung zu befürchten lag demnach nicht vor. Trotzdem scheint die Regierung eine solche Furcht vor den Armeniern gehabt zu haben, die in keinem Verhältnis zu dem machtlosen Zustande stand, in dem sich zur Zeit hier die Armenier befanden. Wenn nun auch immer die Entscheidung über Entsendung dieses nicht ganz zuverlässigen Elementes allein Sache des Oberkommandos ist, so dürfte doch erwartet und verlangt werden, daß diese Maßnahme ohne Schaden für Leben und Eigentum der Ausgewiesenen, denen persönlich nicht die geringste Schuld nachzuweisen war, durchgeführt wurde. Hierdurch wird die Berechtigung und Verpflichtung, einzelnen Schuldigen den Prozeß zu machen, nicht berührt. Daß aber Hunderte und Tausende regelrecht ermordet wurden, daß die Behörden über jedes zurückgelassene Eigentum (Häuser, Läden, Waren, Hausrat) willkürlich verfügten - in der armenischen Kirche lagen Vorräte im Werte von etwa 150000 Ltq. - daß überhaupt die Entfernung in der unmenschlichsten Weise vor sich ging und Familien und Frauen ohne männlichen Schutz vertrieben wurden, daß endlich die zum mohammedanischen Glauben übergetretenen Armenier nicht mehr als verdächtig betrachtet und also in Ruhe gelassen wurden, gibt zu der Vermutung berechtigten Anlaß, daß militärische Gründe erst in zweiter Linie für die Vertreibung der Armenier in Betracht kamen, und daß es hauptsächlich darauf ankam, diese günstige Gelegenheit, wo von außen her Einspruch nicht zu erwarten war, zu benutzen, einen lang gehegten Plan die gründliche Schwächung wenn nicht Vernichtung der armenischen Bevölkerung zur Ausführung zu bringen. Hierzu boten militärische Gründe und die aufrührerischen Bestrebungen in verschiedenen Landesteilen willkommenen Vorwand.

Bei der Frage nach den Verantwortlichen ist sich Stange ebenfalls sicher, und wenn er hier ebenfalls keine Fakten erfindet, sind seine Schlussfolgerungen ebenso zwingend:

Der Oberkommandierende mußte von der Ermordung der ersten Armenier Kenntnis haben, auch von dem Verhalten der begleitenden Gendarmen; er kannte die Unsicherheit der Straßen, tat nichts zur Beseitigung dieses Übelstandes und befahl trotzdem die Vertreibung der Armenier auf eben diese Straßen. Dieses Verhalten entspricht allerdings seiner Äußerung zum Konsul, daß es nach dem Kriege eine Armenierfrage nicht mehr geben werde.

Nach allem vorgefallenen kann folgendes als sicher angenommen werden:

Die Austreibung und Vernichtung der Armenier war vom jungtürkischen Komitee in Konstantinopel beschlossen, wohl organisiert und mit Hilfe von Angehörigen des Heeres und von Freiwilligenbanden durchgeführt. Hierzu befanden sich Mitglieder des Komitees hier an Ort und Stelle:

Hilmi Bey, Schakir Bey, der Abgeordnete für Erserum Seyfoulla Bey; außerdem hier im Amt: der Wali Tachsin Bey, der Polizeidirektor Chouloussi Bey und endlich, der in der Ausführung der Maßnahmen nebst dem Polizeidirektor sich am rohesten erwiesen hat, Mahmud Kiamil Pascha.


Quelle: www.armenocide.de/armenocide/armgende.nsf/$$AllDocs/1915-08-23-DE-013?OpenDocument

Dokumente wie dieses bestätigen, dass nicht nur eine eine Armenierverschwörung im Sinne von VT1 gegeben haben muss, sondern auch die osmanische Gegenverschwörung im Sinne der VT 0, die zur fast vollständigen Auslöschung des ostarmenischen Volkes führte.

Dieselbe Sprache spricht der Bericht des deutschen Sonderbotschafters an den Reichskanzler vom 31.01.1916:

Die Uebergriffe und Ausschreitungen der türkischen Organe sind von unseren Konsulaten in Erserum, Mossul, Aleppo, Adana und Trapezunt in einer umfangreichen, drei Aktenbände füllenden Berichterstattung behandelt, nach welcher folgende Punkte als erwiesen und durch Beispiele belegbar zu erachten sind:

A. Ausschreitungen gegen das Leben der Ausgesiedelten.

1) In sehr vielen Fällen sind von der Regierung armenische oder andere christliche Volkselemente ausgesiedelt worden, ohne dass die in dem Gesetze vom 14. Mai hierfür geforderten Voraussetzungen gegeben waren. Vielfach sind diese Voraussetzungen sogar von türkischen Polizeiorganen dadurch geschaffen worden, dass sie in die Taschen von Armeniern heimlich Patronen steckten, die dann bei der nachfolgenden polizeilichen Untersuchung als Beweis für aufrührerische Gesinnung verwertet wurden.

2) Die türkischen Behörden haben es unterlassen, die zum Zwecke von Ausschreitungen gegen Leben und Eigentum der Ausgesiedelten organisierten Banden zu unterdrücken. Von vielen türkischen Beamten und Militärs ist offen zugegeben worden, dass das von der Regierung mit ihren Massnahmen verfolgte Endziel nicht die Umsiedlung, sondern die Ausrottung der Armenier sei.

3) Türkische Polizisten, Gendarmen und Soldaten haben sich, teils auf Befehl ihrer Vorgesetzten, teils eigenmächtig, an der Tötung der Ausgesiedelten beteiligt. Besonders stark belastet sind in dieser Beziehung der Wali von Diarbekir, Reschid Bey, der Wali von Erserum, Tachsin Bey, der Polizeidirektor von Erserum, Chulussi Bey, und ein gewisser Machmud Kiamil Pascha. Vielfach sind auch Privatleute von Regierungsbeamten zur Ausrottung von Umsiedlern angestiftet worden.

4) Die Regierung hat es unterlassen, die in den Umsiedlerzügen ausgebrochenen ansteckenden Krankheiten zu bekämpfen.


Das Beschämende daran ist, dass es Wolff-Metternich bei seiner Analyse und Dokumentation nicht um die Rettung noch lebenden Armenierinnen und Armeinier ging, sondern nur darum, zu erreichen, dass deutsche Gläubiger Schadensersatz von der türkischen Regierung fordern können, wenn sie ihre Forderungen nicht mehr aus dem Eigentum der enteigneten, vertriebenen und/oder ermordeten Armenier befriedigen konnten.

Dass die systematischen Enteignungen, Tötungen und Misshandlungen planvoll vorgesehen waren, wird sowohl durch die Anwesenheit der in beiden Berichten benannten hohen Verantwortungsträger vor Ort belegt, als auch durch die sloganhaft immer wieder den Deutschen gegebene Auskunft bewiesen, nach dem Krieg werde es keine Armenierfrage mehr geben.

Können diese Zitate eine reine systematische Erfindung verschiedener deutscher Diplomaten sein? Aber warum dann passen sie dann exakt zu den Tatsachen, die zum Teil erst später geschaffen werden?

Aufgrund der rein sprachlichen und inhaltlichen Nähe zu der späteren deutschen Parole "Endlösung der Judenfrage" liegt natürlich der Verdacht nahe, dass die Deutschen die Morde schon in der Türkei ausgedacht und angestiftet haben könnten. Dieser Schluss wäre aber ohne zusätzliche Beweise sehr spekulativ und keineswegs zwingend.

Die Gegenbeweise, die Du bisher angeführt hast, halte ich samt und sonders nicht für schlüssig.

Was Simon Perez z.B. sagt, kann politisch motiviert sein. Das beweist genausowenig, wie wenn Eli Wiesel vom Holocaust vor dem Holocaust spricht. Auch die Vorsicht der Bundesregierung, hier nicht offiziell von Genozid sprechen zu wollen, kann politisch motiviert sein.

Dass in den Metropolen keine Armenier verhaftet und deportiert wurden, kann auch nicht als Entlastungsbeweis herhalten. Erstens stimmt es nicht ganz, am Gedenktag der Armenier, dem 24. April, wurden zunächst die Intellektuellen dort verhaftet und deportiert oder getötet, das ist eigentlich unstreitig. Ebenso geht aus den Quellen hervor, dass sich deutsche Offiziere und Diplomaten in den Metropolen durch unverholene Drohungen vor die Armenier gestellt haben, wenn auch eher aus diplomatischen und kriegstaktischen Beweggründen, als aus humanitären (die USA waren noch nicht in den Krieg eingetreten und sollten nicht provoziert werden).

Nach alledem stellt sich mir die Frage, wodurch Du widerlegt oder in Frage gestellt sehen willst, was schon allein aus den beiden zitierten Quellen von Oberstleutnant Stange und S.E. Wolff-Metternich klar hervorgeht.

Ich bin durchaus für neue Erkenntnisse und Argumente offen, aber einstweilen komme ich zu dem Ergebnis: Ja (zur Frage des Blogtitels). Nach Quellenlage schon allein Stange/Wolff-Metternich war es so, jedenfalls auf den ersten Blick.

Jetzt darfst Du mir gerne vorführen, wie der zweite Blick das wieder weg kriegt. Ich bin gespannt.

LG Christian
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 13:13
@ChristianBerlin schrieb am 26.12.2011 um 10:42

Du schreibst:Ein Problem Deiner Entlastungsbeweise ist, dass sie alle nach dem Prinzip der Verschwörungstheorie funktionieren:

VT 1 - Verschwörung der armenischen Minderheit mit dem Westen gegen die Türken im WK I


Ich halte nichts von Verschwörungstheorien, ich brauche immer Fakten um zu arbeiten. Theorien, wie oder wann, wieso es geschehen mag bringen niemanden weiter. Fakten sind das einzige was Licht ins Dunkel bringen kann, vor allem bei so einem Thema. Fakt ist aber, das der Westen für die Armenier Partei egriffen hat und diese damals sehr wohl für die eigenen Zwecke benutzt hat. Der Missionar Lepsius sagt es mit den Worten:
Zum Beispiel: Lepsius selbst beschrieb seine Aufgabe in dem Brief so: “Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier”
Hier ist ganz offen die Rede davon und ganz klar was beabsichtigt wurde. Das wird auch "Das magische Viereck" genannt.

Dies lieber Christian sind nicht die Worte von jemandem der Objektiv wäre, ganz im Gegenteil schreibt er weiter :

Lepsius, “es war selbstverständlich nicht möglich, die Mitschuld Deutschlands an den notorischen Massenmorden von Männern, Frauen und Kindern restlos zu entkräften und zugleich die Vorgänge selbst mit dem Schleier der Liebe zu bedecken.”
Kurz gesagt bedeutet das, er hat die Rolle im Krieg in seinen dokumenten verfälscht und manipuliert!

Aber dazu später mehr...

VT 2 - Verschwörung des Auswärtigen Amtes mit Lepsius u.a. zur Belastung der Türken und Entlastung der Deutschen

Auch das ist keine Verschwörungstheorie sondern bittere Wahrheit mit dokumenten belegt. Wie oben die Worte Lepsius ganz offen zugeben “Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier”.
Daher kann man mitnichten von einer Verschwörungstheorie ausgehen sondern von Fakten!

VT 3 - Verschwörung Frankreichs u.a. Länder des Westen, um die Türkei aus der EU herauszuhalten und sie zum Vorreiter und Sündenbock für alle Genozide des 20. Jh zu erklären
Nicht für alle Genozide aber für den Armenier-Krieg. Halten wir einmal fest.
Der Westen hat die Kolonialkriege, und auch den Weltkrieg angefangen. Es war weder die Türkei noch andere muslimische Länder die diese Kriege angefangen haben. Das osmanische Reich verlor 85% seines Territoriums und schrumpfte immer weiter. Als Russland dann in den Krieg zog und die Armenier dafür benutzte kam es zu den ersten massakern unter der zivilbevölkerung durch die armenische Miliz ( alles dokumentiert und belegt). Das wiederum provoziert die Soldaten die armenier zu massakieren. Die Sache eskalierte immer weiter. Auf der einen Seite die Armenier auf der anderen Seite die türken. Beide Seiten begangen Grausamkeiten. Deutschland kam das gelegen aber auch Frankreich, den Briten und sogar Amerika. Denn je mehr das osmanische Reich geschwächt wurde, desto einfacher wäre es das Land zu kolonisieren. Atatürk machte denen ein Strich durch die Rechnung, das man bis heute den Türken nicht verziehen hat. Auch diese Sachen sind alle belegt und mit dokumenten nachweisbar. Frankreich hat archive, England, Amerika, Russland, Israel u.s.w.
Alle archive zusammen zeigen ein ganz klares Bild. Der Westen hat die Armenier benutzt und auch Russland hat sie benutzt. Dann wurden sie fallen gelassen wie eine faule Frucht. Das diese dann hingingen und osmanisches Territorium für sich einnehmen wollten ist, aus ihrer Sicht, die logische Schlussfolgerung.

Lepsius wurde übrigens nicht seit gestern kritisiert sondern schon damals von den Briten.

Die Kritik der Briten, die Lepsius durch jahrelange Lektüre bestens kannte, tat er zynisch ab: “Die ‚Times‘ ist verlogen wie immer”

Wir können dennoch eines tun: alle echten oder vermeintlichen "Beweise" auf ihre Schlüssigkeit prüfen, unzulässige Umkehrschlüsse und jede unzulässige Beweislastumkehr vermeiden. So lässt sich erkennen, was wir sicher wissen und was wir zwingend ausschließen können.

Genau das ist es was ich angeregt habe hier in diesem Blog. Alle Fakten auf den Tisch. Hier sind nämlich Menschen die alle verschieden Sprachen können und daher auch in allen möglichen Ländern nach den Dokumenten suchen können. Leide hat man mir lieber die "Leugnung der Armenier" angeheftet, als sich auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben. Dabei ist die Suche nach der Wahrheit bei diesem Thema gar nicht so schwer. Niemand bestreitet die Grausamkeiten die damals geschehen sind aber war es ein Völkermord? Wollte man alle Armenier vernichten? Diese Fragen können nur beantwortet werden, wenn wir uns alle zusammen tun und die archive gemeinsam Stück für Stück aufarbeiten.

Nicht nur die archive des AA sondern auch Französische, britische, osmanische, russische u.s.w. Wenn man das nämlich macht, bekommt schnell ein Überblick davon was dort geschah.

Dann muss man sich auch hinsetzen und sich fragen wie überhaupt 800 Jahre friedliches Miteinander zu so einer Tat führen konnte? Warum geschah es urplötzlich? Im Westen wird darüber nichts gesagt, es wird totgeschwiegen. Das ist sehr gefährlich.

Niemand weiss hier wahrscheinlich, das die Armenier an der Seite von Russland in den Jahren 1877-1878 dazu benutzt worden Anatolien zu besetzen. Sie sollten dort die Bevölkerung terrorisieren. ( alles in archiven festgehalten!).

Nach dem Osmanisch-Russischen Krieg (1877-1878) wurde das San Stefano-Abkommen unterzeichnet und der Artikel 16 dieses Abkommens, zur dessen Annahme die Osmanische Regierung gezwungen war, lautet wie folgt:

"Da der Rückzug der Russen aus den russischen Besatzungsgebieten in Armenien und die Übergabe dieser Gebiete an die Osmanische Regierung den freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten schaden und in diesen Gebieten zu Unruhen führen kann, garantiert der Osmanische Staat, in den von Armeniern bewohnten Provinzen die für lokale Interessen erforderlichen Reformen und Regelungen sofort einzuleiten und die Sicherheit der Armenier gegenüber den Kurden und Tscherkessen zu gewährleisten".

Ebenfalls beinhaltet Artikel 61 des Berliner- Abkommens, das 1878 am Abschluss der Versammlung des Berliner Kongresses unterzeichnet wurde, anstelle des Artikels 16 des Abkommens von San- Stefano folgende Bestimmung:

"Die Osmanische Regierung verpflichtet sich, in den Provinzen mit armenischer Bevölkerung, die für den lokalen Bedarf notwendigen Reformen vorzunehmen und den Armeniern die Ruhe und Sicherheit gegenüber den Tscherkessen und Kurden zu gewährleisten und die dafür getroffenen Maßnahmen den das Abkommen schließenden Staaten mitzuteilen, damit diese Staaten die Durchführung dieser Maßnahmen überwachen können".

So wurden die Armenier von Briten, Deutsche und Russland ausgenutzt, damit sie so etwas wie ein Vorposten in Anatolien haben. Die Armenier wollten aber einen eigenen Staat also fing der Terror unter der Zivilbevölkerung an!

Wer sie am Ende nun finanziert hat mag ich nicht zu beantworten, man weiss aber das sie (armenier) von aussen finanziert wurden. Sie sollten das osmanische Reich aus Anatolien heraus schwächen.

Daraufhin wurde die Partei "Hindschak" gegründet, die Marxistischen ideologie folgte.

a. Einleitung einer Revolution
b. Vernichtung der herrschenden Klassen der absoluten Regierung
c. Befreiung der Armenier vom Sklaventum
d. Ermächtigung der Armenier, damit sie sich in politische Angelegenheiten einmischen können.
e. Beseitigung der Hindernisse, die die Entwicklungen im kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen stören.
f. Gewährleistung einer Atmophäre, in der die Arbeiterklasse ihre Wünsche und Neigungen offen zur Sprache bringen kann.
g. Verbesserung der schweren Arbeitsbedingungen.
h. Gewährleistung von politischen Informationen, damit sich die Arbeiterklasse politisch organisieren kann.
i. Erleichterung der Arbeit des Volkes. Unterstützung des Volkes für die Erreichung der weit entfernt liegenden Ziele.


Ab diesem Zeitpunkt ging es los mit terrorakten gegen die Bevölkerung. Was wiederum die osmanische Bevölkerung dazu brachte armenische Dörfer zu massakieren.

auch dazu später mehr.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 13:39
@ChristianBerlin schrieb am 28.12.2011 um 01:40

Hier irrst du dich lieber Christian wenn du sagst:
Gegenargument: Für die Bundesregierung gibt es keinen Grund, die Authentizität ihrer Archivdokumente im AA zu bezweifeln. Historische Tatsachenermittlung und -bewertung ist dagegen nicht Sache der Politik, sondern der Wissenschaft.

Man weiss heute das die AA ihre Archive nicht nur manipuliert hat sondern auch zum Teil vernichtet, oder gefälscht hat. Nun sagt Wolfgang Gust das Lepsius das nicht gemerkt haben soll, ich bitte dich wie glaubhaft ist das? Aber auch Wolfgang Gust ( obwohl er Lepsius verschönigt) nicht umhin kommt zu erwähnen, dass Lepsius:"Auch dieser von Lepsius - frei von AA-Auflagen - veröffentlichte Litten-Bericht enthält Streichungen unterschiedlicher Art. " zu sagen.

Das bedeutet, nicht nur das Ausärtige Amt hat Dokumente manipuliert sondern auch Lepsius. Das wiederum mach beide Archive nicht mehr beweisfähig und daher sind sie unbrauchbar.

Wolfgang Gust hat eine überarbeitete Ediditon herausgebracht. Doch diese Edition hat das Problem, das Herr Gust davon ausgeht :
1. Das Lepsius nicht gelogen und nicht manipuliert hat.
2. Das Lepsius nicht auch für die armenische Seite die Berichte bewusst manipuliert hat.

Es bestreitet aber nicht, das Lepsius sehr wohl für Deutschland manipuliert hat!
Doch wie können wir sicher sein das er nicht auch für Armenien manipuliert hat? Vor allem nachdem er ganz offen zugibt, das er den Türken schaden möchte?!
Noch ein Beispiel:"Auch andere Streichungen gehen auf das Konto von Lepsius, was aus umfangreichen handschriftlichen Aufzeichnungen hervorgeht, die er zum Verfassen des Vorworts angefertigt hatte. So notierte er ausdrücklich den Ort Fundadjak, in dem die armenische Bevölkerung sehr wahrscheinlich mit deutscher Hilfe zusammengeschossen worden war."
Woher hat man aber den Vergleich und woher weiss man das es gestrichen worden war? Weil die AA diese dokumente noch hat. Daher hat man zwar bis zu einem Grad ein vergleich aber man weiss auch das sowohl Lepsius wie auch das AA dokumente völlig vernichtet haben. Vor allem jene die absolut beweiskräftig gewesen sind. Das hat man nicht aus irgendwo, sondern dies geht aus den Akten des AA hervor.

Daher kann man nicht mit 100% Sicherheit auf die Archive des AA und die dokumente von Lepsius vertrauen.
In seinem Kapitel über die Orientpolitik der Großmächte, schrieb Lepsius, seien “zum erstenmal Dokumente gesammelt, die den Beweis von der Perfidie der englischen und der russischen Politik und der Korrektheit der deutschen erbringen”39. Denn auch diese Dokumentation sollte vor allem Deutschland von dem im Versailler Vertrag proklamierten Grundsatz reinwaschen, die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu tragen – diente also vorwiegend propagandistischen Zwecken. ”Die historische Wahrheit ist mir gleichgültig”, habe ihm Richard Delbrück, der Leiter der auftraggebenden AA-Abteilung, gesagt, schrieb Lepsius an Freunde.

Auch kann es sein das Lepsius selbst für die Zwecke Deutschland und armeniens benutzt worden ist. Das kann man nicht ausschliessen. Denn manchmal hat sich auch Lepsius gewundert warum Deutschland nichts unternimmt. Was viele nicht wissen ist, Lepsius ist kein Augenzeuge sondern nur ein Berichterstatter aus Istanbul. Er hat alle seine Berichte entweder von Morgenthau oder von armenischen Miliz bzw. Offizieren. Da kann man natürlich nicht ausschliessen das auch Lepsius eventuell für die Zwecke der Briten, armenier oder aber auch Deutschland benutzt worden wäre.

Beispiel:
Ein Beleg dafür, daß Lepsius nur mit Kopien gearbeitet hat, findet sich in der handschriftlichen Anweisung zum Verbrennen der Unterlagen. Das zur Stellungnahme aufgeforderte Zentralbüro schrieb unter dem 21.6.1920 zur Bitte der Prüfung, ob sich Urschriften unter dem Material befänden: ”Urschriften waren nicht unter dem Material. Die Abschriften werden demnächst verbrannt werden.”30 Die vom Amt aufbewahrten Unterlagen waren also nur Abschriften.

Diese Information habe ich nicht von irgendwoher sondern von Wolfgang Gust, der ein Pro-Armenier und Pro-Lepsius ist. Wenn ich andere Quellen benutzen würde, könnte man mir vorwerfen ich würde nicht objektiv genug sein und würde "pro-osmanische" Quellen benutzen. Was man mir hier auch paar mal vorgeworfen hat.

Was die Sache mit den Genozidleugnung und Frankreich angeht sind wie absolut einer Meinung. Frankreich hat sich damit nun wirklich keinen Gefallen getan.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 13:42
@ChristianBerlin schrieb am 28.12.2011 um 01:40

Hier irrst du dich lieber Christian wenn du sagst:
Gegenargument: Für die Bundesregierung gibt es keinen Grund, die Authentizität ihrer Archivdokumente im AA zu bezweifeln. Historische Tatsachenermittlung und -bewertung ist dagegen nicht Sache der Politik, sondern der Wissenschaft.

Man weiss heute das die AA ihre Archive nicht nur manipuliert hat sondern auch zum Teil vernichtet, oder gefälscht hat. Nun sagt Wolfgang Gust das Lepsius das nicht gemerkt haben soll, ich bitte dich wie glaubhaft ist das? Aber auch Wolfgang Gust ( obwohl er Lepsius verschönigt) nicht umhin kommt zu erwähnen, dass Lepsius:"Auch dieser von Lepsius - frei von AA-Auflagen - veröffentlichte Litten-Bericht enthält Streichungen unterschiedlicher Art. " zu sagen.

Das bedeutet, nicht nur das Ausärtige Amt hat Dokumente manipuliert sondern auch Lepsius. Das wiederum mach beide Archive nicht mehr beweisfähig und daher sind sie unbrauchbar.

Wolfgang Gust hat eine überarbeitete Ediditon herausgebracht. Doch diese Edition hat das Problem, das Herr Gust davon ausgeht :
1. Das Lepsius nicht gelogen und nicht manipuliert hat.
2. Das Lepsius nicht auch für die armenische Seite die Berichte bewusst manipuliert hat.

Es bestreitet aber nicht, das Lepsius sehr wohl für Deutschland manipuliert hat!
Doch wie können wir sicher sein das er nicht auch für Armenien manipuliert hat? Vor allem nachdem er ganz offen zugibt, das er den Türken schaden möchte?!
Noch ein Beispiel:"Auch andere Streichungen gehen auf das Konto von Lepsius, was aus umfangreichen handschriftlichen Aufzeichnungen hervorgeht, die er zum Verfassen des Vorworts angefertigt hatte. So notierte er ausdrücklich den Ort Fundadjak, in dem die armenische Bevölkerung sehr wahrscheinlich mit deutscher Hilfe zusammengeschossen worden war."
Woher hat man aber den Vergleich und woher weiss man das es gestrichen worden war? Weil die AA diese dokumente noch hat. Daher hat man zwar bis zu einem Grad ein vergleich aber man weiss auch das sowohl Lepsius wie auch das AA dokumente völlig vernichtet haben. Vor allem jene die absolut beweiskräftig gewesen sind. Das hat man nicht aus irgendwo, sondern dies geht aus den Akten des AA hervor.

Daher kann man nicht mit 100% Sicherheit auf die Archive des AA und die dokumente von Lepsius vertrauen.
In seinem Kapitel über die Orientpolitik der Großmächte, schrieb Lepsius, seien “zum erstenmal Dokumente gesammelt, die den Beweis von der Perfidie der englischen und der russischen Politik und der Korrektheit der deutschen erbringen”39. Denn auch diese Dokumentation sollte vor allem Deutschland von dem im Versailler Vertrag proklamierten Grundsatz reinwaschen, die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu tragen – diente also vorwiegend propagandistischen Zwecken. ”Die historische Wahrheit ist mir gleichgültig”, habe ihm Richard Delbrück, der Leiter der auftraggebenden AA-Abteilung, gesagt, schrieb Lepsius an Freunde.

Auch kann es sein das Lepsius selbst für die Zwecke Deutschland und armeniens benutzt worden ist. Das kann man nicht ausschliessen. Denn manchmal hat sich auch Lepsius gewundert warum Deutschland nichts unternimmt. Was viele nicht wissen ist, Lepsius ist kein Augenzeuge sondern nur ein Berichterstatter aus Istanbul. Er hat alle seine Berichte entweder von Morgenthau oder von armenischen Miliz bzw. Offizieren. Da kann man natürlich nicht ausschliessen das auch Lepsius eventuell für die Zwecke der Briten, armenier oder aber auch Deutschland benutzt worden wäre.

Beispiel:
Ein Beleg dafür, daß Lepsius nur mit Kopien gearbeitet hat, findet sich in der handschriftlichen Anweisung zum Verbrennen der Unterlagen. Das zur Stellungnahme aufgeforderte Zentralbüro schrieb unter dem 21.6.1920 zur Bitte der Prüfung, ob sich Urschriften unter dem Material befänden: ”Urschriften waren nicht unter dem Material. Die Abschriften werden demnächst verbrannt werden.”30 Die vom Amt aufbewahrten Unterlagen waren also nur Abschriften.

Diese Information habe ich nicht von irgendwoher sondern von Wolfgang Gust, der ein Pro-Armenier und Pro-Lepsius ist. Wenn ich andere Quellen benutzen würde, könnte man mir vorwerfen ich würde nicht objektiv genug sein und würde "pro-osmanische" Quellen benutzen. Was man mir hier auch paar mal vorgeworfen hat.

Was die Sache mit den Genozidleugnung und Frankreich angeht sind wie absolut einer Meinung. Frankreich hat sich damit nun wirklich keinen Gefallen getan.

Ich schreibe nach weiter...

Fortsetzung folgt
weinsztein schrieb am 25.12.2011 um 03:42
Ich möchte gern meine Ratlosigkeit zur Diskussion beitragen. Nicht mit Beispielen der Massaker von Türken und Kurden an Armeniern oder solchen von Armeniern an Türken und Kurden. Solche Massenmorde hat es gegeben, damals gedeckt durch auswärtige Mächte im Lande.

Aus meiner Sicht entschuldigt kein Massaker das vorherige oder das danach.

Alles fand statt unter den Bedingungen des 1. Weltkriegs, unter den Bedingungen des Umsturzes im osmanischen Reich (Jungtürken), während ein von mehreren Mächten besetztes Land den Befreiungskrieg vorbereitete. Ein Vielvölkerstaat (u.a. Armenier, Griechen, Kaukasen, Lasen, Kasaken, Georgiern ...) mit muslimischen Mehrheiten und starken christlichen Minderheiten. Die alle nach Befreiung, nach Emanzipation streben, zur Entfaltung ihrer Nationalismen. Dies unter dem Schutz ausländischer Besatzungsmächte, die das Land unter sich aufteilen wollen, ganz nach eigenen Interessen und mit allen Mitteln, auch massenmörderischen, weil es auch damals schon ums Öl ging.
Da wurden Mehrheiten auf Minderheiten gehetzt, Minderheiten auf Minderheiten. Kurden auf Armenier, später Türken auf Kurden, aktuell Armenier auf Türken.

Zwei Lebensläufe googlete ich, vielleicht hilft das weiter:

Zunächst Enver Paşa (Enver Pascha), (1881 - 1922). Er war Politiker, Generalleutnant und Kriegsminister des Osmanischen Reichs und einer der führenden Jungtürken.
"Der junge, aufstrebende Ismail Enver stand damals noch in der zweiten Reihe der Jungtürkischen Bewegung. Er setzte sich gegen probritische und profranzösische Kräfte für ein Militärbündnis mit dem Deutschen Kaiserreich ein und amtierte folgerichtig von 1909 bis 1911 als Militärattaché an der osmanischen Botschaft in Berlin. Dort entwickelte er maßgeblich die engen deutsch-türkischen Bündnisbeziehungen vor dem Ersten Weltkrieg und sorgte persönlich dafür, dass deutsche Offiziere höchste Funktionen in der türkischen Armee einnahmen. Mit Hilfe preußisch-deutscher Militärberater und moderner deutscher Waffen wollte er das zurückgebliebene osmanische Militärwesen reformieren, um drohenden Angriffen durch Italien in der Cyrenaika und im Dodekanes und britischen Expansionsgelüsten nach Palästina, Syrien, Arabien und Mesopotamien begegnen zu können. Diese Militärpolitik vergiftete die Beziehungen zur Weltmacht Großbritannien, die durch die Konzession an die Deutsche Bank zum Bau der Bagdadbahn schon länger belastet waren."
Aus: de.wikipedia.org/wiki/Enver_Pascha

Dann das Wirken des deutschen Offiziers Otto Liman von Sanders.
"Nach seiner Ernennung zum Leiter einer Militärmission am 30. Juni 1913 wurde Liman von Sanders im Dezember in das Osmanische Reich entsandt, um dort die Osmanische Armee, die sich in einem äußerst schlechten Zustand befand, neu zu organisieren. Der Rang, den er in der kaiserlichen Armee bis zu seiner Abreise in das Osmanische Reich bekleidet hatte, war Generalleutnant. Dem Kontrakt der Militärmission gemäß, hatte er, wie auch die übrigen deutschen Offiziere, innerhalb der osmanischen Armee den um einen Dienstgrad höheren Rang erhalten und wurde somit zum osmanischen General (Birinci Ferik). Infolge des Konfliktes um seine Ernennung zum Korpskommandanten in Konstantinopel (Liman-von-Sanders-Krise) wurde dieselbe annulliert, und Liman von Sanders wurde vom deutschen Kaiser zum General der Kavallerie befördert - und somit zum Marschall der osmanischen Armee (osm. Müschir, türk. Mareşal)."
de.wikipedia.org/wiki/Otto_Liman_von_Sanders
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 11:43
@weinsztein schrieb am 25.12.2011 um 03:42

Lieber Weinszstein, danke! Endlich mal jemand der wieder die Geschichte in den Vordergrung rückt anstatt diese auszublenden. Denn das ist ja die Preisfrage gemein. Wie ist es denn dazu gekommen, was haben die Armenier gemacht, was haben die Türken gemacht.
Auch wurden die Armenier in Istanbul z.B. nicht deportiert. Die westlichen Mächte wie Deutschland, Frankreich aber auch Russland haben die Armenier damals aufgestachelt. Vor allem die armenische Miliz hat die türkischen Dörfer masakkiert. Auch die Türken haben die Armenier masakkiert.
Daher kann man gar nicht von einem Völkermord reden.

In der Zeit nach dem Berliner-Abkommen entwickelte sich die Armenische- Frage in zweier Art und Weise: Erstens, die westlichen Staaten begannen das Osmanische Reich zu unterdrücken und sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen. Zweitens, begannen die in Anatolien, Syrien und Thrazien lebenden Armenier, sich in verschiedenen Gebieten des Anatoliens, besonders in Ostanatolien und in Zilizien im Untergrund zu organisieren und zu bewaffnen. Die ersten Provokationen kamen aus Russland, und dieses Verhalten von Russen erweckte bei Engländern und Franzosen weiterhin mehr Interesse auf Armenier. Daraufhin nahm die Zahl der englischen Konsulate in Ostanatolien rasch zu, außerdem wurden viele protestantische Missionare in diese Region versandt. Als Folge dieser Provokationen wurden ab 1880 in Ostanatolien verschiedene armenische Komitees gegründet. Diese Komitees blieben auf lokaler Ebene und hatten keinen Erfolg, da sie keine Interessen des armenischen Volkes auf sich ziehen konnten, welches mit der Osmanischen Regierung zufrieden war und in Frieden und Wohlstand lebte.
Als es nicht mehr möglich war, die Armenier im Osmanischen Reich durch, die im inneren des Landes, gegründeten Komitees gegen den Osmanischen Staat aufzuhetzen, versuchte man nun durch die Armenier in Russland außerhalb des Osmanischen Reiches armenische Komitees gründen zu lassen. Daraufhin wurde im Jahre 1887 in Genf ein sozialistisch orientiertes, gemäßigtes, militantes Komitee der Hintschaken und im Jahre 1890 in Tibilissi ein extremistisches, terroristisches, kämpferisches und unabhängigkeitsfreundliches Komitee der Taschnaken gegründet. Diese Komitees hatten "die Befreiung der anatolischen Böden und der Armenier vom Osmanischen Reich" als Ziel zu verfolgen. Die Hintschaken, die sich in Istanbul organisierten und die Aufmerksamkeit der europäischen Länder auf die Armenische- Frage zu lenken und die Armenier im Osmanischen Reich zu provozieren suchten, fingen mit den Aufstandsversuchen an. Diesen Versuchen folgten die Aufstände der Taschnaken, welche sich im politischen Kampf mit den Hintschaken befand. Die Gemeinsamkeit dieser Aufstandsversuche besteht darin, dass alle von den Anhängern der Komitees geplant und geleitet wurden, die von Außen in das Osmanische Reich eingedrungen sind und dass für die Organisierung dieser Komitees die Missionare einen großen Beitrag leisteten, die sich auf das ganze Anatolien verstreut hatten.

Der erste Aufstand trat im Jahre 1890 in Erzurum auf. Diesem folgte in dem selben Jahr die Demonstration in Kumkapi, und weitere Unruhen in den Jahren 1892-93 in Kayseri, Yozgat, Corum und Merzifon, 1894 der Sasun-Aufstand, 1894 Demonstrationen in Babiâli und der Zeytun-Aufstand, 1896 der Van-Aufstand und die Besetzung der Osmanischen Bank, 1903 der zweite Sasun-Aufstand, 1905 versuchtes Attentat auf Sultan Abdülhamid und als letztes 1909 der Adana-Aufstand. Wegen armenischen Grausamkeiten bei Zeytun-Aufstand im Jahre 1914 kamen 100, bei Unruhen in Van im Jahre 1915 3000, und bei Unruhen in Mus in den Jahren 1914-1915 20.000 Türken ums Leben.

Die Aufstände wurden von den osmanischen Sicherheitskräften niedergeschlagen; aber dies wurde der Weltöffentlichkeit in der Form "die Moslems richten den Armeniern ein Massaker an" zur Kenntnis gebracht. Allmählich nahm die Armenische- Frage eine verbreitete und internationale Dimension an. So wird in den Berichten der englischen und russischen, diplomatischen Vertreter aus dieser Zeit mitgeteilt: "Das Ziel der armenischen Aufständischer sei, Unruhen anzustiften und die Türken zum Gegenangriff zu zwingen und damit die Einmischung anderer Länder zu gewährleisten". Auf der anderen Seite waren die diplomatischen Vertretungen und Botschaften der mächtigen Staaten auf alle Regionen Anatoliens verstreut und sie spielten eine große Rolle dabei, dass die armenische Propaganda der westlichen Öffentlichkeit mitgeteilt und von denen anerkannt wurde.

Dem türkischen Volk richteten die Armenier den größten Schaden mit ihrem Massaker im Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit spionierten die Armenier für die Russen. Sie hörten nicht auf den Mobilmachungsbefehl und begangen Fahnenflucht. Diejenigen, die eingerückt waren, gingen samt ihren Waffen zur russischen Seite über und begangen somit alle zusammen "Landesverrat". Schon zu Beginn der Mobilmachung griffen armenische Partisanengruppen die türkischen Dörfer an und richteten der Zivilbevölkerung großen Schaden an. z.B. alle Bewohner des Dorfes Zeve bei Van wurden von den Armeniern getötet, ohne einen Unterschied zwischen Frauen, Kindern und älteren Menschen gemacht zu haben.

www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/massenmorde/index.html

So fing es an. Es war Krieg, der Westen ( wie immer) stachelte die einzelnen Völker gegeneinander auf.

Danke nochmals, genau hier sollte man ansetzen und schritt für schritt weiter gehen...
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 09:05
Dem türkischen Volk richteten die Armenier den größten Schaden mit ihrem Massaker im Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit spionierten die Armenier für die Russen. Sie hörten nicht auf den Mobilmachungsbefehl und begangen Fahnenflucht. Diejenigen, die eingerückt waren, gingen samt ihren Waffen zur russischen Seite über und begangen somit alle zusammen "Landesverrat".

Du bist also der Meinung, die Armenier hätten ihr Schicksal verdient?
g. schrieb am 25.12.2011 um 07:49
Offensichtlich vermintes Gelände. Hat den jemand einen Tipp für mich, wo man sich einigermaßen zuverlässig informieren kann? Gibt es beipeilsweise den Bericht der französischen Historikerkommission auch auf Deutsch?
g. schrieb am 25.12.2011 um 08:15
Das hier scheint eine ganz gute Orietierung zu bieten: sehepunkte.de/2007/03/10400.html
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 10:39
Danke für den sehr guten Link.

Ich habe daraus Teile der Rezension überÖzgönül entnommen.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 11:46
www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/massenmorde/index.html

Das hier kann ich auch empfehlen. Hier sind die Quellen und die einzelnen Geschichtlichen details mit genannt.
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 13:13
Ihre Lust, Geltung zu finden, vermischt mit Ihren Lieblingsthemen, hier eingefordert wie ein braver Funktionär, aber etwas rücksichtslos gegen die, welche Scham pfinden, zur Weihnachtszeit ein solches Kapitel zu diskutieren - dazu in irrigster Fragestellung, die möglich ist "ja oder nein". Wie sehr müssen Sie insgeheim bedrängt sein, lieber Muhabbetci, und eingenommen von sich selbst ..
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 13:17
" .. dazu in irrigster Fragestellung, die möglich ist "ja oder nein?" .. freilich fehlte das Fragezeichen.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 13:52
@Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 13:13

Liebe Amanda, da müssen sie schon Frankreich fragen warum sie es so eilig hatten. Wenn Frankreich nicht zwei Tage vor Weinachten damit angefangen hätten, hätte sich meine wenigkeit nicht am Weihnachten damit befassen müssen.
Frankreich hätte doch bis Januar warten können.
Daher schieben sie bitte die Schuld nicht auf mich...;)
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 14:11
Sorry. Diesmal vollständig korrigiert:

Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 13:13
Ihre Lust, Geltung zu finden, vermischt mit Ihren Lieblingsthemen, hier eingefordert wie ein braver Funktionär, aber etwas rücksichtslos gegen die, welche Scham empfinden, zur Weihnachtszeit ein solches Kapitel zu diskutieren - dazu in irrigster Fragestellung, die möglich ist "ja oder nein?". Wie sehr müssen Sie insgeheim bedrängt sein, lieber Muhabbetci, und eingenommen von sich selbst ..

Danke.
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 14:11
Lieber Muhabbetci, diesen Schuldvorwurf mache ich Ihnen nicht. Aber Sie hätten durchaus abwarten können.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 14:56
@Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 14:11

Liebe Amanda, ich glaube sie verstehen nicht die tragweite dessen was alles geschieht zur Zeit. Die Türkei hat als Antwort auf Frankreich seinen Botschafter zurückberufen. Die illegalen armenier in der Türkei (ca 70.000), die über die Grenze rüber kommen und in der Türkei arbeiten, sollen alle abgeschoben werden. Bis Frankreich damit angefangen hat wurden sie geduldet. Die Friedensbemühungen mit Armenien sind auf Eis gelegt worden und die Türkei überlegt ob sie nicht die Grenzen nach Armenien dicht machen. Dadurch wäre Armenien von Westen komplett abgeschnitten.
Die Türkei droht ausserdem mit Santionen gegen Frankreich. Die meisten Menschen denken die Türkei wäre noch die Türkei von 2001 aber das ist sie schon lange nicht mehr. Würde die Türkei diese Sanktionen wahr machen, müsste Frankreich mit großen finanziellen Einbußen rechnen. Da die EU aber zur Zeit wirklich jeden Cent brauch, betrifft es somit alle in der EU.

Natürlich sind das zur Zeit noch Drohungen die nicht in die Tat umgesetzt worden sind.

Übrigens feiern Armenier nicht am 24 -26 Dezember Weihnachten sondern am 6. Januar.
Daher ist keine religiösen Gefühle von Armeniern beleidigt oder verletzt worden.
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 15:33
Muhabbetci,
das dürfen Sie gern mutmaßen, obgleich ich im Einfangen aktueller Nachrichten (sofern dies überhaupt verläßlich möglich ist) mich durchaus nicht ungeschickt anstelle. Ihren Hinweis (6. Januar;-) find' ich amüsant. Aber geht es nicht viel mehr um die Solidrität von Gläubigen grundsätzlich und ebenso um das Recht auf ihren Schutz? Jeder, der mordet, ist es wert ein Mörder geheißen zu sein ..

www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,805737,00.html
D. Feldhahn schrieb am 25.12.2011 um 15:51
Da klingt doch schon das Großmacht-Denken von Erdogan durch...die Türkei bestraft Frankreich (Europa) und droht schon mit finanziellen Einbußen. Dabei wird vergessen, das Wirtschafts Beziehungen eine bilaterale Angelegenheit ist, und die Türkei mindestens genau so viel Schaden nehmen würde. Man sollte die Türkei nicht mit China verwechseln
paulart schrieb am 25.12.2011 um 15:53
Nur ein kurzer Einschub, weil ich Amanda Donata hier gerade entdecke:
Liebe Amanda Donata, noch ein paar schöne Weihnachtsstunden und ein gesundes und interessantes neues Jahr!

Zeitgenosse paulart
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 17:17
Lieber paulart,
grazie. Ja, über Deinen Gruß freue ich mich besonders. An Dich meine besten Grüße, ein schönes noch verbleibendes Weihnachten und einen angenehmen Jahresbeginn.

Liebe Grüße
einer Zeitgenossin
Amanda
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:38
@Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 15:33

Ich mache ihnen einen Vorschlag liebe Amanda.
Da ihr Link überhaupt nichts mit dem Thema hier zu tun hat, warum öffnen sie über dieses Thema einen Blog wo man darüber reden kann. Aber bevor sie das tun, was wollen sie mit diesem Link mir nun eigentlich sagen? Das ich ein Fundamentalist bin? Was hat dieser Link mit dem Thema zu tun? Welche neue Sicht auf die Dinge bringt dieser Link in die Diskussion?

Auf die Antwort bin ich aber jetzt gespannt.

Ihren Hinweis (6. Januar;-) find' ich amüsant. Aber geht es nicht viel mehr um die Solidrität von Gläubigen grundsätzlich und ebenso um das Recht auf ihren Schutz? Jeder, der mordet, ist es wert ein Mörder geheißen zu sein ..

Frankreich scheint diese Solidarität als ein christliches Staat nicht zu interessieren. Sollten sie da nicht lieber Frankreich diese Frage stellen?

Ihr letzter Satz hat jetzt was mit der Armenier Frage zu tun?
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 19:44
Und soll etwa die Klage darüber verstummen und vom Bösen überdeckt werden? Nein!

Denn .. www.youtube.com/watch?v=2yHFXCSMr78&feature=related :-)
Amanda Donata schrieb am 25.12.2011 um 13:13
Ihre Lust, Geltung zu finden, vermischt mit Ihren Lieblingsthemen, hier eingefordert wie ein braver Funktionär, aber etwas rücksichtslos gegen die, welche Scham pfinden, zur Weihnachtszeit ein solches Kapitel zu diskutieren - dazu in irrigster Fragestellung, die möglich ist "ja oder nein". Wie sehr müssen Sie insgeheim bedrängt sein, lieber Muhabbetci, und eingenommen von sich selbst ..
D. Feldhahn schrieb am 25.12.2011 um 15:42
Ja, ich könnte kotzen wenn ich dieses pseudo-wissenschaftliche Geschreibsel hier lese... Darum finde ich es als absolut angebracht, das Frankreich Vorreiter ist, in der Sache, Leugnen des Genozids, und dies auch unter Strafe stellt..
Es gibt unzählige Augenzeugen, Berichte, usw. Das sich die Frage eigentlich gar nicht mehr stellen muss. Dieser Völkermord hat stattgefunden, und wird von der Türkei bis heute geleugnet. Ihre Aussage "Ich kann nicht behaupten dass es keinen Völkermord gab aber auch nicht dass es einen gab!" verunglimpft diese vielen, qualvoll zu Tode gekommenen
Menschen. Ihre verlinkten Fotos beweisen gar nichts, haben auch nichts mit der Sache des Völkermordes zu tun! Damit wollen Sie nur Mitleid schinden, oder eine falsche Fährte legen!
Ja, es war Krieg, beide Seiten waren waren grausam und unmenschlich, aber, wie gesagt, hierbei geht es um andere Dinge. Die "Aktenstücke", und viele andere, seriöse Berichte und Sendungen, sprechen eine deutliche Sprache, und es ist eine Verhöhnung der Opfer, wenn man hier von "problem- behafteten Quellen faselt, dies soll wohl den Anschein einer seriösen Arbeit vermitteln.
Ihr Kommentar:" Du möchtest jetzt aber sicher nicht behaupten Deine verlinkte Arbeit wäre eine wissenschaftlich, objektive Arbeit? " ist auch irrelevant, denn darum geht es hier nicht, sondern um die TATSACHE das Türken Hunderttausende von Armeniern auf verschiedenste Art und Weise, vom verhungern lassen, über verweigerte Hilfe von Kranken, bis zur gnadenlosen Erschießung, umgebracht haben. Das war, ist und bleibt ein Völkermord! Darüber gibt es genauso wenig Diskussionen wie über den Mord an Millionen von Juden, Zigeunern, Kommunisten, Sozialdemokraten, Geistlichen, Homosexuellen, geistig Behinderten usw.!
Es ist schon pervers, überhaupt mit Ihnen diskutieren zu wollen, ob es "wissenschaftliche Beweise" gab, oder nicht!
Deutschland sollte dem Beispiel Frankreichs folgen, und niemand sollte eine Plattform für solch ein Geschmiere wie diesen Blogbeitrag bereit stellen, und es sollte strafbar sein den Genozid zu leugnen!!!
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:02
@D. Feldhahn schrieb am 25.12.2011 um 15:42
Ja, es war Krieg, beide Seiten waren waren grausam und unmenschlich, aber, wie gesagt, hierbei geht es um andere Dinge. Die "Aktenstücke", und viele andere, seriöse Berichte und Sendungen, sprechen eine deutliche Sprache,

Ich habe wirklich keine Lust mehr mich immer fort zu wiederholen und immer wieder die sogenannten Aktenstücke zu erklären.

FAKT: Die Aktenstücke oder Archive des auswärtigen Amtes stammen von dem Missionar, der eigentlich ein Spion war. Es besteht keinen Zweifel daran das Lepsius zugunsten der Deutschen die Berichte gefälscht hat. Und auch für die armenischen Christen die Berichte manipulierte. Deswegen hat Gust versucht die Berichte über Deutschland wieder herzustellen, dabei hat er aber die Manipulationen zugunsten Armeniens ausser acht gelassen. Das bedeutet auf gut Deutsch "DIE DOKUMENTE SIND NICHT ZULÄSSIG und wird von seriösen Wissentschaftler nicht akzeptiert!".

"problem- behafteten Quellen faselt, dies soll wohl den Anschein einer seriösen Arbeit vermitteln.
Diese Problem-behafteten Quellen werden von Westlichen Quellen als Fälschungen deklariert und werden daher von Wissentschaftlern aus dem Westen nicht akzeptiert. Nun können sie ja wohl schlecht behaupten das Wissentschaftler aus Israel, Deutschland, Amerika, Frankreich, Italien, Spanien u.s.w. alle Pro-Türkisch wären und daher das erfunden hätten um die Armenier zu beschmutzen?!

Darüber gibt es genauso wenig Diskussionen wie über den Mord an Millionen von Juden, Zigeunern, Kommunisten, Sozialdemokraten, Geistlichen, Homosexuellen, geistig Behinderten usw.!
Hier in Freitag gibt es mehr als genug Blogger die genau über diese oder ähnliche Fälle diskutieren. Sie sollten sich vielleicht mal ein bisschen umsehen in Freitag!

Das war, ist und bleibt ein Völkermord!

2001 sagte der jetzige Präsident und damalige Außenminister Israels, Shimon Peres in einem Interview: die Armenier hätten zwar eine Tragödie durchlebt, jedoch keinen Völkermord

Dann möchte ich das ein unabhängiges Kriegsgericht einberufen wird und ein Experten-Team sich dieser einnimmt. Denn das ist mein gutes Recht als Türke. Was die dann Urteilen das nehme ich sehr gern an!
Ich habe das Recht so lange darüber zu zweifeln, so lange es keinen Rechtsgültigen Urteil darüber gibt.

Übrigens haben die Briten sehr wohl damals ein Gericht gehalten über die Türken. Doch man fand nichts für einen Genozid.

thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:34

Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:02

FAKT: Die Aktenstücke oder Archive des auswärtigen Amtes stammen von dem Missionar, der eigentlich ein Spion war. Es besteht keinen Zweifel daran das Lepsius zugunsten der Deutschen die Berichte gefälscht hat.

Nachdem diese Behauptungen mehrmals widerlegt wurden, wäre es schön, sie nicht mehr zu wiederholen. Falls doch, werde ich es unter Lügen verbuchen.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:43
@thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:34

Widerlegt durch wen? Ich verbitte mir ausserdem die Unterstellung einer Lüge.

Ich werde dich jetzt etwas fragen und möchte das du mir darauf antwortest denn du hast mir grad eine Lüge unterstellt.

Sind die Berichte des auswärtigen Amts und die Berichte von Lepsius manipuliert worden?
Ja oder Nein?
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:56

Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:43
@thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:34

Widerlegt durch wen? Ich verbitte mir ausserdem die Unterstellung einer Lüge.

Ich werde dich jetzt etwas fragen und möchte das du mir darauf antwortest denn du hast mir grad eine Lüge unterstellt.

Sind die Berichte des auswärtigen Amts und die Berichte von Lepsius manipuliert worden?
Ja oder Nein?


Schnuckelchen, deine Behauptung:

FAKT: Die Aktenstücke oder Archive des auswärtigen Amtes stammen von dem Missionar, der eigentlich ein Spion war.

ist unwahr, falsch, eine Lüge. Das haben wir schon weiter oben ausdiskutiert.
Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 18:42
@thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 17:56

Ich habe es oben geschrieben. Dort kannst du deine Antwort lesen. Danach sage es mir noch einmal das ich lügen würde oder dies unwahr wäre.
thinktankgirl schrieb am 25.12.2011 um 19:03

Muhabbetci schrieb am 25.12.2011 um 17:02

FAKT: Die Aktenstücke oder Archive des auswärtigen Amtes stammen von dem Missionar, der eigentlich ein Spion war. Es besteht keinen Zweifel daran das Lepsius zugunsten der Deutschen die Berichte gefälscht hat.


Stimmt nicht, habe ich am 24.12.2011 um 18:40hier schon widerlegt:
Nein, NEIN und nochmals NEIN, die Berichte in den Archiven stammen NICHT von Lepsius. Er hat "Diplomatenpost" in seinem Buch, nach Gusto redigiert und zusammengestellt. Ist auch aus dem Buchtitel zu erkennen.
Deine Aussage ist unwahr!
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 14:09
Wie können Sie hier einem türkischen Moslem widersprechen. Bestimmt werden gleich alle negativen Berichte hier auf druck des türkischen Aussenministers gelöscht ;-)
wwalkie schrieb am 25.12.2011 um 19:53
Muhabbetci, ich erinnere mich an einige ziemlich weit zurückliegende "Diskussionen" mit Neonazis. Irgendwann stellt man resigniert fest: das bringt nichts. Man kann mit Nazis nicht diskutieren. Nicht, weil man keine Argumente hat, sondern weil diese nicht erkenntniswillig sind. Man kann Sektenmitglieder nicht aufklären. Man kann Scientology-Mitglieder nicht eines Besseren belehren. Man kann mit manchen Serben nicht über Srebenica sprechen. Mit einigen Kroaten nicht über die Vertreibung von Serben. Über die Ustascha erst recht nicht. Man kann, wie ich erfahren musste, manchmal selbst mit manchen Linken türkischer Herkunft nicht über den Genozid reden, während andere verzweifelt die Augen verdrehen und einem zu verstehen geben: Lass es, bei dem Thema ist der nicht ansprechbar. Da ist er auf einmal Türke. Was er eigentlich nie so richtig war (anderes Thema). Man kann, was sowieso schon schwer genug ist, mit alten Männern nicht über die Verbrechen der deutschen Wehrmacht sprechen, so dass sie das, was sie waren, zugeben . Da reicht ein einziges Photo unter Tausenden, und schon wird das , was mit Descartes clare et distincte ist, zur Unkenntlichkeit, und damit zur Exculpation relativiert.

Genauso, Muhabbetci, verfahren auch Sie. Ich bin entsetzt. Bezüglich unserer "Heiligen" Schriften (Koran inklusive) vergessen Sie alle Regeln der historischen Quellenkritik (ich respektiere das, auch wenn ich es nicht verstehe), um dann bezüglich des Völkermords an den Armeniern auf einmal hyperkritisch in Bezug auf einzelne Quellen zu werden (auch dies ein bekanntes Verfahren) und andere Quellen einfach nicht akzeptieren (bei naturgemäß nicht einfacher Quellenlage, die Opfer konnten nicht mehr sprechen. Damit gehen professionelle Historiker allerdings vorsichtig um, lesen Sie mal Hilbergs "Quellen zum Holocaust", um zu erfahren, wie umsichtig die meisten Historiker mit der Materie Völkermord umgehen) - und damit zu RELATIVIEREN, eine Methode, die wir bis zum Erbrechen von den Anwälten von Naziverbrechern kennen (denen es natürlich nur um die Wahrheit geht)

Das ist, tut mir leid, das sagen zu müssen, nicht stimmig. Den Widerspruch müssen Sie klären. Die Erfahrung sagt mir, dass es hier auch um Interessen geht. Um welche?
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 06:49
@wwalkie schrieb am 25.12.2011 um 19:53

Lieber Wwalkie, ich schreibe aber doch hier nicht aus einem Glauben heraus sondern bringe Quellen ein, Berichte, Beweise die Zweifel an der Mainstreammeinung zulassen.

Anstatt sich diese Beweise anzuschauen willst du mich lieber verurteilen. Ich kann doch nichts dafür dass zugunsten von Armeniern gelogen, manipuliert, gefälscht wurde.
Ich kann nur die Beweise darbringen und hoffen dass der Leser Gerecht darüber urteilt.

Niemand, weder ich, noch die Türkei noch ein Historiker bestreitet dass es auf beiden Seiten Grausamkeiten gegeben hat.
Niemand bestreitet dass die Armenier im Osten deportiert wurden. Das bei dieser Deportation die Organisation so schlecht war, das viele armenier aus Krankheit und Hunger starben. Aber auch nicht zu vergessen ist, das die Armenier in Istanbul und anderen Städten nicht deportiert worden und mann sie in Ruhe gelassen hat.

Ein Völkermord bedeutet, dass man ein ganzes Volk vernichten wollen würde.
800 Jahre lang haben die Armenier unter den Osmanen gelebt und die osmanischen Türken hätten mehr als genug Zeit gehabt die armenier zu vernichten, haben sie aber nicht! Genau im Gegenteil, die Armenier haben Kirchen überall in der Türkei, sie wurden nicht zwangsbekehrt, nicht drangsaliert oder auf andere Art und weise ermordet. Erst als der Westen in die Türkei einmarschierte, plötzlich gab es einen armenischen Miliz.

1+1 ergeben immer zwei. Bisschen nachdenken und man bekommt schon mit was da passiert ist.

Ich habe so viele Quellen gegeben, die Geschichte einfach mal lesen wie es dazu kam, anstatt sofort darüber zu Urteilen!

Übrigens finde ich es schamlos den Holocaust auch nur ansatzweise mit den Armeniern zu vergleichen. Ich finde das Leid der Juden unter Hitler ist mit nichts auf dieser Welt zu vergleichen. Daher bitte ich dies nicht wieder zu tun. Die Juden hatten Deutschland nichts getan und sie wurden zu millionen umgebracht. Es war ein organisiertes Vebrechen dass mit nichts zu vergleichen ist. Die Armenier haben haben sich mit den Russen zusammen getan um die Türkei zu bekriegen. Es gab eine armenische Miliz, die türkische Dörfer masakkierte. u.s.w.

Den Holocaust hier reinzubringen ist nicht akzetabel und ich lasse das auch nicht zu. Dafür habe ich zu viel Respekt vor den Opfern des Holocaust!
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 09:00

Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 06:49
@wwalkie schrieb am 25.12.2011 um 19:53

Lieber Wwalkie, ich schreibe aber doch hier nicht aus einem Glauben heraus sondern bringe Quellen ein, Berichte, Beweise die Zweifel an der Mainstreammeinung zulassen.

Anstatt sich diese Beweise anzuschauen willst du mich lieber verurteilen. Ich kann doch nichts dafür dass zugunsten von Armeniern gelogen, manipuliert, gefälscht wurde.
Ich kann nur die Beweise darbringen und hoffen dass der Leser Gerecht darüber urteilt.


Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, deine Einlassungen sind hinterfragt und verworfen worden.

Die Juden hatten Deutschland nichts getan und sie wurden zu millionen umgebracht. Es war ein organisiertes Vebrechen dass mit nichts zu vergleichen ist. Die Armenier haben haben sich mit den Russen zusammen getan um die Türkei zu bekriegen. Es gab eine armenische Miliz, die türkische Dörfer masakkierte. u.s.w

Ich verstehe, die Armenier sind selber schuld, weil sie den Türken etwas getan haben.
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 09:32
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 09:00

Liebe TTGirl, ich verstehe dass es dir als Wissenschafterin nicht passt, das ein unwissender wie ich, Dir, aus deinen Quellen das Gegenteil beweist und du dich deswegen angegriffen fühlst. Wolfgang Gust, der ja nun wirklich ohne Zweifel ein Pro-Armenier ist und sich für den Völkermord einsetzt, musste zugeben das sowohl das auswärtige Amt wie auch Lepsius manipuliert hat.
Das ist unstrittig! Du wirst keinen Historiker finden der etwas gegenteiliges aussagt.

Daher ist die Quelle nicht akzeptierbar, denn niemand kann mit 100% sagen, wie viel denn nun manipuliert wurde.

Vielleicht solltest du ausserdem dich hinsetzen und die Geschichte wie es zu der Deportation kam immer wieder lesen. Nicht das Volk "ARMENIEN" war schuld daran, sondern Deutschland, die armenische Miliz, Russland, Frankreich, England und auch die Türken. Die Deportation der Armenier fiel nicht vom Himmel, sondern es wurden türkische Dörfer vorher angegriffen. 500.000 türkische Frauen und Kinder wurde von der armenischen Miliz ermordet.

Beide Seiten haben Grausamkeiten begangen.
Die Juden in Deutschland aber waren absolut Unschuldig!
Daher tragen natürlich auch die armenische Miliz eine Mitschuld an der Deportation.
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 10:48
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 09:00

Liebe TTGirl, ich verstehe dass es dir als Wissenschafterin nicht passt, das ein unwissender wie ich, Dir, aus deinen Quellen das Gegenteil beweist und du dich deswegen angegriffen fühlst.


Du hast nirgends das Gegenteil bewiesen. Und durch gebetsmühlenhaftes Wiederholen wird es nicht wahrer. Meine Geduld ist deswegen ziemlich angegriffen.


Daher ist die Quelle nicht akzeptierbar, denn niemand kann mit 100% sagen, wie viel denn nun manipuliert wurde.

Das ist nicht richtig.
Hatten wir schon hier .

Die Deportation der Armenier fiel nicht vom Himmel, sondern es wurden türkische Dörfer vorher angegriffen. 500.000 türkische Frauen und Kinder wurde von der armenischen Miliz ermordet.

Ich nehme an, du hast dafür Belege zur Hand.

Deine Meinung ist also, die Armenier seien selbst verantwortlich für ihre Deportation + die Kollateralschäden von xxx.tausend Toten, da sie

a) Landesverrat begangen, wie du behauptest

b) 500.000 türkische Frauen und Kinder ermordet

hätten.
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 10:56
Korrektur:

die beiden Links sind unvollständig

Das hatten wir schon hier:


a) Landesverrat begangen, wie du behauptest
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 12:03
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 10:48

Ich schreibe in Sachen Quellen nur noch ein letztes mal, danach ist dieser Punkt für mich mit dir abgeschlossen. Ich kann nichts dafür, wenn du dir nicht die Mühe machst die Quellen richtig zu lesen oder dich bemühst mal in dem Link den du und Achtermann gibst zu forschen!

Ich zitiere nur zwei Sachen, damit endlich mal begriffen wird, das sowohl der Missionar Lepsius wie auch das auswärtige Amt manipuliert haben !!!

Von Seiten des Auswärtigen Amts war alles geschehen, die Spuren der Manipulationen zu verwischen. In den AA-Akten findet sich eine kurze handschriftliche Notiz des nach Berlin zurückgekehrten früheren kaiserlichen Konsuls in Aleppo, Walter Rößler. Der hatte am 26. Mai 1919 verfügt: ”Die beifolgenden Materialien zur Herausgabe des Buches Deutschland und Armenien, herausgegeben von Dr. Johannes Lepsius, sind aufzubewahren.” Darüberhinaus hatte Rößler angeordnet, daß diese Materialien nach einem Jahr dem Geheimen Legationsrat Göppert wieder vorzulegen seien für die Entscheidung ”ob zu vernichten.
...Die Unterlagen der einzigen quasi-offiziellen Aktenpublikation des Auswärtigen Amts über den Ersten Weltkrieg wurden nur ein Jahr nach der Veröffentlichung der Dokumente verbrannt – ein ungewöhnlicher Vorgang in einer Behörde, die sehr behutsam mit wichtigen Schriftstücken umzugehen gewohnt ist...


und auch Lepsius manipuliert:
Auch andere Streichungen gehen auf das Konto von Lepsius, was aus umfangreichen handschriftlichen Aufzeichnungen hervorgeht, die er zum Verfassen des Vorworts angefertigt hatte. So notierte er ausdrücklich den Ort Fundadjak, in dem die armenische Bevölkerung sehr wahrscheinlich mit deutscher Hilfe zusammengeschossen worden war. Dieser Ort ist in dem von Lepsius in “Deutschland und Armenien” veröffentlichten Dokument 19333 nicht mehr vorhanden. Ob Lepsius diese Streichungen nach Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt vorgenommen hat oder nicht, geht aus den Aufzeichnungen nicht hervor.

Du als wissenschaftlerin solltest wissen was das zu bedeuten hat. Das sowohl die Originale von Lepsius manipuliert sind wie auch die Originale vom auswärtigem Amt.

www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 12:33
Bitte mal selber die Dokumente ihres Links durchgehen. Dort heisst es eher, dass der Genozid stattgefunden hat und die Türkei der Schuldige des Völermords ist. Sie scheinen hier einen sehr selektiven Lesestil zu verfolgen ;-)
Ein Schelm schrieb am 25.12.2011 um 20:10
Ich habe mich nun mühsam durch diesen Blog gequält und bin ebenso entsetzt wie mein Vorschreiber.
Muhabbetci kannte ich vorher nicht (ich lese hier nur noch sporadisch, da der Umgangston teilweise unerträglich wurde), aber nach dem hier Gelesenen sehe ich mich nicht mehr in der Lage, ihn intellektuell ernst zu nehmen. TTG hat alles wesentliche zu den Quellen gesagt, und Muhabbetci ignoriert es "gekonnt".

Ich empfehle Ihnen, Muhabbetci, die Lektüre von Grundlagenwissen, etwa Borowsky/Vogel/Wunder: Einführung in die Geschichtswissenschaft. ;-)
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 12:23
Wie können Sie am Interlekt eines Muhabbetci zweifeln,
Morgen kommt dann seine Abhandlung über die Gräultaten der Christen in Nigeria.
Oder der Jugoslawienkrieg wird wieder aufgewärmt.
Habe übrigens moslemisch-jugoslawische Nachbarn und deren Verhalten regt meinem netten (tatsächlich integrierten) türkischen Nachbarn genauso auf, wie den Polen, Kolumbianern und meiner brasilianischen Frau.
Oder vielleicht einen Bericht über die Taten der Juden gegen die Moslems.
Vielleicht wär es mal interessant von Muhabbetci zu erfahren, warum fasst alle anderen Religionen/Kulturen/Staaten probleme mit Moslems haben?
Aber nach Muhabbetci haben die Kopten in Ägypten ja selber schuld, dass seit dem arabischen Frühling 100.000 Kopten das Land verlassen haben und viele Kopten regelrecht hingerichtet wurden, die haben alle versucht die Moslems zu bekehren (hatte er wirklich mal geschrieben) und das rechtfertigt, genauso wie der Austritt aus dem Moslemtum deren Tod?
Lethe schrieb am 26.12.2011 um 02:00
vielleicht können wir uns ja so einigen: überall auf der Welt hat es einen Völkermord der Türken an den Armeniern gegeben. Nur in der Türkei hat es keinen Völkermord der Türken an den Armeniern gegeben.

Spontane lokale zeitliche Paralleluniversen, wir kennen das aus anderen Ländern mit anderen Themen.
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 06:51
@ Lethe schrieb am 26.12.2011 um 02:00

Wow, wirklich eine sehr geistreiche Bemerkung, die der ganzen Welt und vor allem den Armeniern jetzt super hilft.
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 06:52
@ Lethe schrieb am 26.12.2011 um 02:00

Wow, wirklich eine sehr geistreiche Bemerkung, die der ganzen Welt und vor allem den Armeniern jetzt super hilft.
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 12:02
Tja, der nun wirklich in aller Welt bekannte Völermord gegen die Armenier hat stattgefunden.
Leider gibt es in der Türkei sehr viele David Irving.
David Irving würde in Deutschland ins Gefängnis kommen und in der Türkei würde ein David Irving halt zu einem Helden.
Die Türkei zeigt wirklich hier ihre ganze geschichtliche Schwäche. Wer nicht für das einsteht, was er verbrochen hat, hat einfach noch keine wirkliche Reife.
Deshalb wird die (immer noch jedes Jahr einem 20 Milliarden Euro Aussenhandelsdifizit hinterherlaufende) Türkei auch kein EU-Mitglied.
Der unreife Staat: Die Türkei.
Es zeigt wieder mal, das moslemisch geprägte Länder immer alles richtig machen und alle anderen Schuld sind.
abghoul schrieb am 26.12.2011 um 14:22
Tja Lethe weiß halt wo der Fluss hinfließen tut.
Es ist traurig wieviel Gift gespuckt wird ob eines so traurigen Themas.
Wenn wir die Anwohner des Flusses Lethe befragen könnten, würden sie uns von so vielen bitteren Dingen berichten können, das es wohl eine Schande währe einer solch blutdrünstigen und sichselbstverachtenden Spezies anzugehören wie der homo "sapiens"...
Lethe schrieb am 26.12.2011 um 23:21
..., die der ganzen Welt und vor allem den Armeniern jetzt super hilft.

ach es geht um die Armenier und gar um Hilfe für die Armenier ... wie dumm ich bin, ich dachte die ganze Zeit, es ginge um türkisches Pathos und davon abgeleitete nationale Blindheit^^

das es wohl eine Schande währe einer solch blutdrünstigen und sichselbstverachtenden Spezies anzugehören wie der homo "sapiens"...

Die Spezies ist eine Schande, einige ahnen es bereits, der Rest wird es schon noch merken^^ es ist ja nicht so, dass wir locker ließen in unserem unausgesetzten Bemühen, einander zu beglücken^^
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 12:38
Es gibt zeitgenössische Berichte, die bereits 1915 von der Ausrottung der Armenier sprechen.

The Blackest Page of. Modern History. Events in Armenia in 1915. The Facts and the Responsibilities. By Herbert Adams Gibbons

Dieses Buch wurde am 1. Dezember 1915 fertiggestellt und erschien 1916.

"In April, 1915, the Ottoman Government began to put into execution throughout Turkey a systematic and carefully-prepared plan to exterminate the Armenian race. In six months nearly a million Armenians have been killed. The number of victims and the manner of their destruction are without parallel in Modern History."
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 14:56
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 12:38

Meine Liebe lass mich dir helfen bei deiner Quellensuche. Vielleicht solltest aber in dem Buch mal lesen welche Quellen er angibt. Die Andonian-Dokumente!

Aber hier kannst du viele viele viele andere Autoren und Historiker finden die "Pro-Armenisch" sind und daher den Genozid akzeptieren.

sbe.dpu.edu.tr/9/251.pdf
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 15:04
Hier hast du noch die türkischen Archive mit original Bild und deutsche Übersetzung.

Damit du nicht die ganze Welt absuchen musst. Vielleicht schaust du mal einfach rein und durchforstet ein bisschen die Quellen und Archive.

www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/archiv/index.html
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 15:19
Und wenn du dich auf hier für interessierst. Es kann ja sein dass du eventuell ein bisschen auch Mitleid für die türkischen Opfer hast.

www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/massenmorde/kaukasus.html
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 15:19
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 15:44
Sie haben, glaube ich, den französischen Beschluss nicht verstanden, dort geht es nicht um den Völkermord an den Armeniern, sondern um das Verbot der Leugnung anerkannter Völkermorde.
Das bedeutet, dass ich in Frankreich nicht die Taten des 3.Reichs in Abrede stellen darf und das bedeutet natürlich auch, dass ein Türke nicht bestreiten darf, dass es einen Genozid gegen die Armenier gab. Da können Sie noch soviele obskure Links bringen wie Sie wollen, der Genozid ist international anerkannt.
Das Gesetz "Beleidigung des Türkentums", wo man nicht mal den Genozid thematisieren darf, gilt International als mehr als fragwürdig.
Warum gehen Sie nicht mal darauf ein.
Verbot der Leugnung in Frankreich und verbot der Thematisierung in der Türkei.
Vielleicht erkennen Sie dann, dass die (Mord-)Drohungen und andere nationalistische Umtriebe (hier waren wohl staatliche Stellen an dem Hacken der Webseite beteiligt) bzw. vollkommen überzogen Reaktionen der Türkei das Land immer weiter ins Abseits befördert.
So wie Sie sich jeden Tag mehr ins Abseits stellen.
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 15:52

Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 14:56
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 12:38

Meine Liebe lass mich dir helfen bei deiner Quellensuche. Vielleicht solltest aber in dem Buch mal lesen welche Quellen er angibt. Die Andonian-Dokumente!

Aber hier kannst du viele viele viele andere Autoren und Historiker finden die "Pro-Armenisch" sind und daher den Genozid akzeptieren.

sbe.dpu.edu.tr/9/251.pdf


Wie du aus den unten angeführten Quellen entnehmen kannst, haben diese absolut nichts mit den Andonian-Dokumente zu tun, dies ist auch nicht möglich, da jene erst 5 Jahre später veröffentlicht wurden.

Du streust hier bewußt falsche Informationen.

Aus den Sources entnehme ich auch, daß 1915 die halbe Welt über die Massaker an den Armeniern informiert war, daß Zeitungen, Komitees und Regierungen sich damit beschäftigten.

The Blackest Page of. Modern History. Events in Armenia in 1915. The Facts and the Responsibilities. By Herbert Adams Gibbons
S.69
SOURCES

1. Report of American Committee on Armenian Atrocities. New York, October, 1915.

The report contains thirty-five extracts from the testimony of eye-witnesses, covering the period April 2"] to August 3, 1915, from all parts of Asia Minor. Twenty-five representative Americans (including Hon. Oscar S» Strauss, twice American Ambassador to Turkey, Cardinal James Gibbons, Rabbi Stephen S. Wise, and former President Charles W. Eliot of Harvard University), signed this report, which states that each bit of testimony has been subjected to careful and extensive investigation, and that "the sources are unquestioned as to the veracity, integrity, and authority of the writers."

2. Official report of the Parliamentary Debate in the House of Lords, on Wednesday, October 6, 1915. London, Parliamentary Debates, H. of L., volume xix., 67.

Interpellation of the Earl of Cromer,"speech of Viscount Bryce, and comments of the Marquess of Crewe.

3. Lord Bryce*s revision and enlargement of the official report of his speech, as given in ^'Armenian Atrocities: The Murder of a Nation,"

by Arnold J. Toynbee. London, November, 1915.

4. German missionaries* letters to the Son-nenaufgang, published by Deutscher Hiilfsbund fiir christliches Liebeswerk im Orient.

5. Narrative of Dikran Andreasian, translated by Rev. Stephen Trowbridge, and published in The Star of the East. London, November, 1915.

6. Testimony of eye-witnesses, published in the Boulogne-sur-Mer Telegramme, September 17; Paris Temps, September 15; Limoges Courrier du Centre, September 15; Tribune de Geneve, September 4 and 24, October 14; Journal de Geneve, October 13 and 24; Gazette de Lausanne^ October 24; New York Evening Post, October 18. Resumes and editorial comments in Manchester Guardian, August 16 and October 26; London Times, October 8; Frankfurter Zeitung, October 9; Paris-Midi, October 17. All these dates, of course, are in 1915.
7. Circular letters of various dates from July 6 to October 22, 1915, sent out by the American Board of Commissioners for Foreign Missions, Boston, Mass., which are signed by James L. Barton.

8. A number of as yet unpublished personal letters. For obvious reasons, I cannot give the names of the writers, and the places from which they were written.

9. Personal conversations with persons of unimpeachable integrity and unquestioned authority, who have returned between September 15 and November 20 from Constantinople and Asia Minor. Their names must of necessity be withheld at this moment.
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 15:52

Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 14:56
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 12:38

Meine Liebe lass mich dir helfen bei deiner Quellensuche. Vielleicht solltest aber in dem Buch mal lesen welche Quellen er angibt. Die Andonian-Dokumente!

Aber hier kannst du viele viele viele andere Autoren und Historiker finden die "Pro-Armenisch" sind und daher den Genozid akzeptieren.

sbe.dpu.edu.tr/9/251.pdf


Wie du aus den unten angeführten Quellen entnehmen kannst, haben diese absolut nichts mit den Andonian-Dokumente zu tun, dies ist auch nicht möglich, da jene erst 5 Jahre später veröffentlicht wurden.

Du streust hier bewußt falsche Informationen.

Aus den Sources entnehme ich auch, daß 1915 die halbe Welt über die Massaker an den Armeniern informiert war, daß Zeitungen, Komitees und Regierungen sich damit beschäftigten.

The Blackest Page of. Modern History. Events in Armenia in 1915. The Facts and the Responsibilities. By Herbert Adams Gibbons
S.69
SOURCES

1. Report of American Committee on Armenian Atrocities. New York, October, 1915.

The report contains thirty-five extracts from the testimony of eye-witnesses, covering the period April 2"] to August 3, 1915, from all parts of Asia Minor. Twenty-five representative Americans (including Hon. Oscar S» Strauss, twice American Ambassador to Turkey, Cardinal James Gibbons, Rabbi Stephen S. Wise, and former President Charles W. Eliot of Harvard University), signed this report, which states that each bit of testimony has been subjected to careful and extensive investigation, and that "the sources are unquestioned as to the veracity, integrity, and authority of the writers."

2. Official report of the Parliamentary Debate in the House of Lords, on Wednesday, October 6, 1915. London, Parliamentary Debates, H. of L., volume xix., 67.

Interpellation of the Earl of Cromer,"speech of Viscount Bryce, and comments of the Marquess of Crewe.

3. Lord Bryce*s revision and enlargement of the official report of his speech, as given in ^'Armenian Atrocities: The Murder of a Nation,"

by Arnold J. Toynbee. London, November, 1915.

4. German missionaries* letters to the Son-nenaufgang, published by Deutscher Hiilfsbund fiir christliches Liebeswerk im Orient.

5. Narrative of Dikran Andreasian, translated by Rev. Stephen Trowbridge, and published in The Star of the East. London, November, 1915.

6. Testimony of eye-witnesses, published in the Boulogne-sur-Mer Telegramme, September 17; Paris Temps, September 15; Limoges Courrier du Centre, September 15; Tribune de Geneve, September 4 and 24, October 14; Journal de Geneve, October 13 and 24; Gazette de Lausanne^ October 24; New York Evening Post, October 18. Resumes and editorial comments in Manchester Guardian, August 16 and October 26; London Times, October 8; Frankfurter Zeitung, October 9; Paris-Midi, October 17. All these dates, of course, are in 1915.
7. Circular letters of various dates from July 6 to October 22, 1915, sent out by the American Board of Commissioners for Foreign Missions, Boston, Mass., which are signed by James L. Barton.

8. A number of as yet unpublished personal letters. For obvious reasons, I cannot give the names of the writers, and the places from which they were written.

9. Personal conversations with persons of unimpeachable integrity and unquestioned authority, who have returned between September 15 and November 20 from Constantinople and Asia Minor. Their names must of necessity be withheld at this moment.
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 16:34
@ thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 15:52

Bevor ich über diese neue Quelle mit dir Rede möchte ich dass du mich darüber aufklärst.
Wer war dieser Mann? Welches Amt hatte er in der Türkei? War er Augenzeuge? Hat er Berichte gesammelt? Woher hat er seine Quellen?

So so, dies hat also nichts mit Andonian Dokumente oder die sogenannten Bey-Memoiren zu tun? Dann will ich dir mal dabei helfen die bestimmten Seiten zu finden!

Seite 22 schreibt er:
Telegrams began to pour in upon Talat bey at constantinopel, announcing that there, there, and everywhere Armenian uprisings had been put down, and telegrams were returned, congratulating the local officials upon the success
of their prompt measures.


Hier kanns du nachlesen was die Andonian dokumente sind!
de.wikipedia.org/wiki/The_Memoirs_of_Naim_Bey

Wenn du aber nicht lesen möchtest dann zitiere ich daraus:
Heute werden die Andonian-Dokumente aufgrund ihrer Diskrepanzen weitestgehend nicht mehr als Beweismaterial für einen Genozid eingesetzt. Dabei herrscht in der Wissenschaft weiterhin keine Einigkeit darüber, ob sie trotz der Diskrepanzen authentisch oder Fälschungen sind. Nach Angaben von Guenter Lewy werden sie von den meisten Historikern schlimmstenfalls als Fälschungen, bestenfalls als unverifizierbar und problematisch abgelehnt.[6] Yves Ternon stellt fest, dass die Historiker die Andonian-Dokumente nicht mehr als Beweis für einen Genozid einsetzen.

Reicht das oder möchtest du das ich das Buch noch weiter auseinander nehme?

Jetzt möchte ich dir ein paar Fragen stellen und dir mal ein bisschen in den Osmanischen Archiven helfen. Die haben wir bis dato noch gar nicht ins Spiel gebracht obgleich sie doch die wichtigsten Urkunden gewesen wären. Man wirft auch bis heute den osmanischen Archiven nicht vor dass sie manipuliert worden seien. Wieso also lässt man sie außer acht?

Frage 1: Gibt es einen direkten Befehl von der osmanischen Regierung einen Völkermord zu begehen und wo ist dann dieser Befehl?( Bitte mit quellenangaben)

Frage 2: Wenn es einen Völkermord war, wieso wurden dann die Armenier, wie z.B. der Botschafter, die geistlichen, die katholischen Armenier, die in Istanbul, Ankara, Izmir u.s.w. leben nicht getötet?

Frage 3: Gibt es irgendeine Quelle woraus ersichtlich ist das 1,5 millionen armenier umgebracht worden sind? Also eine quelle für die Zahlen? (bitte eine archiv nummer oder ähnliche quelle mit angeben)

Frage 4: Warum zerren die Armenier die Türken nicht vor das oberste Gerichtshof ? Wäre das nicht die einfachste Form?

Frage 5 und die letzte: Es gibt berichte von Briten und deutsche die über die Armenier ganz genau berichten wie sie mit der türkischen Bevölkerung umgegangen sind. z.B.
Der britischeKonsul Elliot berichtete:
“Sie [die Daschnaken] quartierten sich selbst in den christlichen Dörfern ein, lebten von dem Besten, was zu bekommen war, trieben die Beiträge zu ihrenFonds ein und machten die jüngeren Frauen und Mädchen ihrem Willen unterwürfig. Diejenige, die sich ihren Missmut zuzogen, wurden kaltblütig ermordet.“


oder:
Konsul Seele schrieb 1911:„Von dem, was ich in Teilen des Landes, die ich besucht habe, gesehen habe, wurde ich mehr denn je von dem schädlichen Einfluss des Daschnak-Komitees auf das Wohlergehen der Armenier und auf diesen Teil der Türkei im Allgemeinen überzeugt. Es ist unmöglich, dieTatsache zu übersehen, dass Armenier an allen Orten, wo es keine armenischen politischenOrganisationen gibt oder wo diese Organisationen unvollständig entwickelt sind, in relativer Harmonie mit Türken und Kurden zusammenleben.“

oder:
Schon 1908 hatte der britische KonsulDickson berichtet:„Die Aufständischen in Van und Salmas [im Iran] wurden durch ihr Komitee in Tiflis davonin Kenntnis gesetzt, dass sie sich im Falle eines Krieges auf die Seite der Russen und gegendie Türkei stellen werden. Ohne die Unterstützung der Russen konnten sie rund 3 500 bewaffnete Scharfschützen mobilisieren, um die Türken und ihre Kommunikationslinien über die Grenze hinweg zu stören.“
quelle:www.scribd.com/doc/14102251/Die-Wahrheit-Der-Armenienfrage-Justine-Mc-Carthy

Ich bin ja sehr gespannt auf deine Antworten.
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 17:04

Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 16:34
@ thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 15:52

Bevor ich über diese neue Quelle mit dir Rede möchte ich dass du mich darüber aufklärst.
Wer war dieser Mann? Welches Amt hatte er in der Türkei? War er Augenzeuge? Hat er Berichte gesammelt? Woher hat er seine Quellen?


Lies das Buch, lies die Sources, dann erfährst du mehr.
Selber recherchieren könntest du auch, um dir deine Fragen zu beantworten.

So so, dies hat also nichts mit Andonian Dokumente oder die sogenannten Bey-Memoiren zu tun? Dann will ich dir mal dabei helfen die bestimmten Seiten zu finden!

Du hattest behauptet, die Quellen von "The Blackest Page of. Modern History. Events in Armenia in 1915. The Facts and the Responsibilities. By Herbert Adams Gibbons" würden auf den Adionian-Dokumenten basieren.
Das ist schlicht nicht möglich, da diese 1920 erschienen sind. Zudem werden sie auch nicht in den Sources aufgeführt.
Damit hat sich dieser Einwand erledigt!
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 17:18
Seinen Vortrag (aus dem deine Zitate über die Daschnaken sind) hat McCarthy mit diesen Worten abgeschlossen:

Ich hoffe und vertraue darauf, dass die Europäische Union die Forderungen der armenischen Nationalisten ablehnen wird. Ich hoffe, sie werden erkennen, dass die armenischen Nationalisten nicht daran interessiert sind, was das Beste für Europa ist. Was aber auch immer die Europäischen Union verlangt, ich habe Vertrauen in die Ehre der Türken. Was ich über die Türken weiß, sagt mir, dass sie nie fälschlicherweise sagen werden, dass es einen Völkermord an den Armeniern gab. Ich habe Vertrauen in die Ehrenhaftigkeit der Türken. Ich weiß, dass die Türken den Forderungen widerstehen werden, ein Verbrechen zuzugeben, was sie nicht begingen, unbesehen des Preises für die Ehrlichkeit. Ich habe Vertrauen in die Integrität der Türken. Ich weiß, dass die Türken in Bezug auf diese Geschichte nicht lügen werden. Ich weiß, dass die Türken nie sagen werden, ihre Väter waren Mörder. Ich habe Vertrauen in die Türken.

Prof. Dr. Justin Mc Carthy
Abteilung für Geschichte University of Louisville, Kentucky

Dieser Text ist die Niederschrift einer Rede von Prof. Dr. Justin Mc Carthy vom 24. März 2005 in Ankara vor türkischen Abgeordneten.


Wirklich ein Ausbund an Wissenschaftlichkeit!
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 17:31
Schöner Abschluss zu diesem Thema, vielen Dank!
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 17:41
Falls der hier nun schon in unglaublich vielen Punkten und Sichtweisen widerlegte Herr Muha...
etwas schreiben will, dann doch über das Gesetz "Beleidigung des Türkentums", wo man nicht mal den Genozid thematisieren darf.
Sellen Sie doch mal gegenüber
Verbot der Leugnung von Völkermord in Frankreich, Spanien etc. und Verbot der Thematisierung des Völkermords an die Armenier in der Türkei.
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 17:42
Falls der hier nun schon in unglaublich vielen Punkten und Sichtweisen widerlegte Herr Muha...
etwas schreiben will, dann doch über das Gesetz "Beleidigung des Türkentums", wo man nicht mal den Genozid thematisieren darf.
Sellen Sie doch mal gegenüber
Verbot der Leugnung von Völkermord in Frankreich, Spanien etc. und Verbot der Thematisierung des Völkermords an die Armenier in der Türkei. So mit vs. ;-)
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 18:18
@ thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 17:18

Wirklich toll, super!
Du bringst mir hier einen sonst was, der ein buch geschrieben hat. Von dem man nicht weiss was er für ein Amt hatte, woher er die berichte hat. Von dem in google nichts steht. Nur dieses kleine Büchlein. Der von den telegrammen von Talat bey ( pasa) redet ( die übrigens unter den Andonian Dokumenten bekannt geworden sind). Aber willst den Prof. Dr. Justin Mc Carthy nicht akzeptieren weil er für dich "unwissenschaftlich" ist.

Wirklich super toll!

Du beantwortest nicht meine Fragen. Egal was gesagt wird, du bestehst unbedingt darauf dass die Dokumente nicht manipuliert sind obwohl die ganze Welt etwas anderes sagt.

Ich versuche Geduldig dir die möglichkeit zu geben, alle archive zu untersuchen. Versuche deine Beweggründe zu verstehen, lasse mich auf deine Spiele ein. Zeige dir aus deinen eigenen Links das diese Quellen nicht ok sind. Egal was ich auch getan habe, du bestehst darauf, dass du recht hast.

Du hast nicht die osmanischen archive durchforstet, nicht versucht die Armenier mal zu fragen warum sie nicht bereit sind ihre archive zu öffnen. Du stellst dir nicht die Frage warum Armenien nicht vor das oberste Gerichtshof geht und um sein Recht kämpft. In all diesen Quellen die du und andere hier gepostet haben, habt ihr euch nicht bemüht auch nur einen osmanischen Bericht zu finden und zu posten. Dabei wären die osmanischen Archive wohl die ersten und die wichtigsten gewesen. So wie man beim Holocaust die deutschen Archive als erste konsultiert!

Ich hatte gehofft mit den Kommentatoren die Geschichte aufzuarbeiten, neue Kenntnisse zu gewinnen und eventuell auch fehler einzugestehen. Doch ich sehe dass es überhaupt nichts bringt. Die Gefällt die Rede nicht von diesem Professor. Darauf schlussfolgerst du jetzt genau was? "Das er lügt"?

Diesen Maßstab hast du aber weder bei Lepsius ( der bewiesenermassen ein Anti-Türke und Anti-Semit ist) nicht angewendet. Auch nicht bei dem buch den du postest, oder bei den Berichten des auswärtigen Amtes, oder bei all den anderen quellen die du hier reinsetzt.

Das meine liebe ist weder Wissenschaftlich noch Menschenfreundlich.

Ich könnte mit dir noch wochen so weiter machen aber das führt nur dazu, dass der Blog von zwielichtigen Typen torpediert wird. Was ich aber schon so gewöhnt bin, dass ich es jedesmal erwarte.

Daher macht ihr bitte weiter und torpediert den Blog so wie ihr wollt. Denn meiner Meinung nach ist der Blog völlig im Eimer.

Ich werde eventuell später noch einmal auf die Frage zurück kommen.
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 18:51
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 18:18
@ thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 17:18

Wirklich toll, super!
Du bringst mir hier einen sonst was, der ein buch geschrieben hat. Von dem man nicht weiss was er für ein Amt hatte, woher er die berichte hat.

Woher er seine Berichte hat steht in den Quellen/Sources S.69f. Lies.

Von dem in google nichts steht. Nur dieses kleine Büchlein.
Ich weiß nicht welches Google du benutzt, in meinem fand ich einiges zu Gibbons.

Der von den telegrammen von Talat bey ( pasa) redet ( die übrigens unter den Andonian Dokumenten bekannt geworden sind).
Ich weiß, es ist für dich schwer nachvollziehbar, daß ein Buch, 1915 geschrieben, sich nicht auf ein Buch (Andonian Dokumente) von 1920 berufen kann, ausser Gibbons hätte eine Zeitreise ins Jahr 1920 unternommen.
Allerdings können wir mit den Telegrammen von Talat Bey unsere Einführung in die Quellenkunde fortsetzen:
Gibbons Erwähnung der Telegramme könnte eine Bestätigung für die Authenzität der Andonian Dokumente sein. Warum? Wenn zwei von einander unabhängige (das wäre hier natürlich noch zu prüfen) Quellen über denselben Sachverhalt berichten, ist das ein Hinweis auf die Authenzität des Sachverhaltes.

Aber willst den Prof. Dr. Justin Mc Carthy nicht akzeptieren weil er für dich "unwissenschaftlich" ist

Ja! Aber es wird wahrscheinlich wenig Sinn machen, dir zu erklären, daß für Historiker eine angenommene Ehrenhaftigkeit kein wissenschaftliches Kriterium ist.

Ich hatte gehofft mit den Kommentatoren die Geschichte aufzuarbeiten, neue Kenntnisse zu gewinnen und eventuell auch fehler einzugestehen.

Ich habe eine Menge neue Kenntnisse gewonnen, du leider nicht.

Diesen Maßstab hast du aber weder bei Lepsius ( der bewiesenermassen ein Anti-Türke und Anti-Semit ist) nicht angewendet. Auch nicht bei dem buch den du postest, oder bei den Berichten des auswärtigen Amtes, oder bei all den anderen quellen die du hier reinsetzt.

Ich glaube, dir ist irgendwie völlig entgangen, was ich zur Quellenlage von Lepsius und den Berichten des Auswärtigen Amtes gesagt habe.
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 18:58
McCarthy ist bekannt für seine Leugnung des Völkermordes an den Armeniern. (Wikipedia)
Anerkannte Vökermorde: wozu auch der Aufstand der Herero und Nama genauso wie Ereignisse (1915) im Zusammenhang mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches (Wikipedia).
Der Unterausschuss für die Verhütung von Diskriminierung und den Schutz von Minderheiten der UN-Menschenrechtskommission erwähnte die Ereignisse am 29. August 1985 in einem Bericht über Völkermordverbrechen als Genozid. In einem Zusatz wurde aufgenommen, dass einige Mitglieder des Unterausschusses Einwände dagegen hatten, weil sie die Massaker an den Armeniern als nicht ausreichend dokumentiert ansahen und bestimmte Beweismittel für gefälscht hielten. Dennoch gilt der Völkermord an den Armeniern durch die Annahme des Berichtes als von diesem Unterausschuss der UNO anerkannt. Das Europäische Parlament hat mit den Beschlüssen vom 18. Juni 1987 und 15. November 2001 die Anerkennung des Völkermordes durch den heutigen türkischen Staat zu einer Voraussetzung des EU-Beitritts der Türkei erklärt und am 28. Februar 2002 in einer weiteren Beschlussfassung die Türkei zur Einhaltung dieser Vorgabe gemahnt.
Ja und dann lese ich...
"...dass die Dokumente nicht manipuliert sind obwohl die ganze Welt etwas anderes sagt..."
da habe ich aufgehört zu lesen, schwach, ganz schwach.
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 19:54
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 18:51

Ich glaube langsam das du nicht an einer aufarbeitung interessiert bist. Du scheinst auch nicht die Links anzuklicken die man dir anbietet, damit du eventuell verstehst was da steht.

Aram Andonian ( ein Armenier) hat 1920 kopien von einigen Telegrammen vorgelegt die seit 20 Jahren als Fälschungen bekannt sind. Die Original Telegramme gab es schon vorher als Fälschungen. Logisch, denn sie mussten ja für Propagandazwecke des Westens herhalten. 1922 wurden diese Telegramme in der Daily Telegraph veröffentlicht.

Briten und Franzosen nahmen nach der Besatzung Istanbuls Verhaftungen vor, um die Verantwortlichen für das angebliche „Massaker“ an Armeniern zu bestrafen. Die aus der Freiheits- und Einigkeitspartei bestehende osmanische Regierung tat wegen ihrer Feindseligkeit der Partei für Einheit und Fortschritt sowie ihren Funktionären gegenüber ihr Bestes, um den Besatzungsmächten dabei zu helfen. Die Verhafteten
wurden zum Teil in Istanbul vor Gericht gestellt und zum Teil nach Malta verbannt.

Das Gericht in Istanbul verurteilte 4 flüchtige Funktionäre der Partei für Einheit und Fortschritt zur Todesstrafe in Abwesenheit. Später hat sich herausgestellt, dass diesen Todesstrafen Meineide zugrunde lagen.

Die Briten suchten überall nach Dokumenten und Zeugen, die die nach Malta verbannten Angeklagten belasten sollen. Trotz der Hilfe der osmanischen Regierung konnten sie nirgendwo ein solches Dokument finden. Daraufhin wurden US-Archive eingesehen. Auch in diesen Archiven konnte kein Dokument gefunden werden, welches die Behauptung des Massakers bewiesen hätte.

Die britische Botschaft in Washington gab dem britischen Außenministerium diesbezüglich die folgende Antwort:

„Ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass kein Dokument vorhanden ist, das als Beweis gegen die in Malta inhaftierten Türken dienen könnte. Es gibt keinen konkreten Fall, der einen ausreichenden Beweis darstellen könnte. Die besagten Berichte scheinen nicht einmal Beweise zu enthalten, die die Informationen, die der Regierung Ihrer Majestät über die Türken vorliegen, untermauern könnten.“ 40

Angesichts dieser Antwort konsultiert das britische Außenministerium die Königliche Staatsanwaltschaft über weiteres Vorgehen. Die Antwort der Staatsanwaltschaft lautet wie folgt:

„Bis jetzt liegen keine Zeugenaussagen vor, die die gegen die Inhaftierten erhobenen Anschuldigungen bestätigen könnten. Eigentlich ist es auch unklar, ob überhaupt ein Zeuge gefunden wird....“ 41

Im Endeffekt wurden die Inhaftierten auf Malta Ende 1921 auf freien Fuß gesetzt, ohne dass gegen sie eine Anschuldigung erhoben und ein Gerichtsverfahren durchgeführt worden wäre.

Zu dem Zeitpunkt, als die Briten nach Dokumenten suchten, waren die gefälschten Telegramme Andonians bekannt. Dass die Briten kein Interesse an diesen Telegrammen zeigten, ist darin begründet, dass sie über ihre erfundene Natur Bescheid wussten.
40. Britische Botschaft in Washington, von R.C. Craigie an Lord Jurzon, 13. Juli 1921; Archiv des britischen Außenministeriums, 371/6504/8519.

41. 29. Juli 1921, Archiv des britischen Außenministeriums, 371/6504/E8745, 371/6504/E 8745.


Gleich nach dem Ersten Weltkrieg, infolge der Besetzung von Istanbul und anderen Gebieten durch die Armeen der Ententestaaten wurden ein paar Hundert osmanische politische und militärische Führer und Gebildete mit der Beschuldigung Kriegsverbrechen begangen zu haben, von den Briten auf die Insel Malta geschickt und verhaftet worden. Die Regierung in Istanbul hat um das Sultanat und die eigene Existenz zu wahren und die Partei für Einheit und Fortschritt, die in den letzten zehn Jahren das Reich verwaltete und die Regierung beherrschte, ausschalten zu können, war in jedem Thema bereit mit den Besatzungsmächten zu kollaborieren.

"Ich bedauere es, Ihnen mitzuteilen,dass es überhaupt kein Dokument gegen die auf Malta inhaftierten Türken gibt...Es ist kein konkreter Fall vorhanden ,der als Beweismaterial dienen könnte... Die entsprechenden Berichte beinhalten keine Angaben die die Informationen der majestätischen Regierung über Türken bestätigen könnten..."

Letztendlich wurden in den osmanischen Archiven umfangreiche Forschungen eingeleitet, um Beweise gegen die Partei für Fortschritt und Einheit oder die in Istanbul und auf Malta gefangen gehaltetenen Personen zu finden. Doch konnten dem Gericht weder Beweise gegen die Regierung in Istanbul noch gegen die auf Malta verhafteten Personen eingereicht werden. Die britische Regierung hat in ihrer Hilfslosigkeit in den eigenen Archiven und den US-Archiven in Washington Berichte untersucht, doch keinen Nachweis über die Behauptungen finden können.

In der Nachricht vom britischen Botschafter in den USA, R. C Craigie vom 13. Juli 1921 an Lord Curzon steht folgendes:

"Ich bedauere Ihnen mitteilen zu müssen, dass es überhaupt kein Dokument gegen die auf Malta inhaftierten Türken gibt...Es ist kein konkreter Fall vorhanden, der als Beweismaterial dienen könnte... Die entsprechenden Berichte beinhalten keine Angaben, die die Informationen der majestätischen Regierung über Türken bestätigen könnten..." (1)

Am 29. Juli 1921 haben die Rechtsberater in London beschlossen, dass die Beschuldigungen gegen die auf der Liste im Außenministerium stehenden Personen zur Hälfte politische Bedeutung tragen und dass sie aus diesem Grund wegen Gewalttaten gegenüber britischer Kriegsgefangenen während des Kriegs auf den Antrag der britischen Rechtsberater unter anderen Umständen als die türkischen Kriegsverbrecher verurteilt werden sollen. Außerdem, erklärten die Rechtsberater in London "Bisher gab kein einziger Zeuge eine Aussage ab, die die Gefangenen belastet und die Beschuldigungen beweist. Ferner ist unklar, ob überhaupt ein Zeuge gefunden werden kann. Es ist auch unnötig zu erwähnen, wie schwer es ist, nach solanger Zeit einen Zeugen in Armenien zu finden, das es weit entfernt liegt und sehr schwer zu erreichen ist." (2)

Schließlich wurden die auf Malta Inhaftierten Ende 1922 ohne irgend eine Anklage freigelassen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde in der britischen Presse einige Dokumente veröffentlicht, die die Osmanische Regierung des angeblichen Völkermordes beschuldigten und versuchten diese Beschuldigungen zu beweisen. Es wurde behauptet, dass die genannten Dokumente in den osmanischen Behörden in Syrien von den britischen Besatzungskräften unter der Leitung von General Allenby gefunden wurden. Doch stellte sich später bei den Ermittlungen des britischen Außenministeriums heraus, dass diese Dokumente nicht von der britischen Armee gefunden wurden, sondern von der nationalistischen Armenier-Delegation in Paris an die alliierten Delegationen geschriebe und erfundene Dokumente waren.

Quellen:

1.PRO. FO. 13. Juli 1921, 371 / 6504 / E. 8519

2.Foreign Office, 29. Juli 1921, 371 / 6504 / E. 8745


Dein Buch dort ist erschienen 1915. Komisch das niemand darauf aufmerksam wurde obwohl alle Welt nach Zeugen, Dokumenten u.s.w. gesucht hat.

Und wenn du wissen willst ob das stimmt, dann beschwöre ich dich, geh und verlange übers Internet nach genau diesen Archiven bei den Briten. Sie haben es noch und sie schicken es dir.
Oder such dir einen deutschen Historiker oder was auch immer. Nur tu mir einen Gefallen und lehne es nicht ab ohne es gründlich untersucht zu haben. Denn das ist und wäre wahrhaftig unwissenschaftlich!

Noch zwei Sachen, obgleich ich glaube das du sie nicht lesen wirst oder einfach ignorieren wirst nachdem du es gelesen hast. Oder wie auch immer.
Es hätte eine Diskussionsplattform werden können, auf der armenische Historiker ihren türkischen Kollegen einmal richtig hätten zeigen können, wie das armenische Volk 1915 bis 1917 von türkischer Hand vernichtet wurde. Aber die meisten zogen es vor, fernzubleiben. Vier armenische Historiker, die die Genozidthese vertreten, waren zur dreitägigen Konferenz "Neue Ansätze in den türkisch-armenischen Beziehungen" in Istanbul eingeladen worden, lehnten aber ab.
www.welt.de/print-welt/article204923/1634_tuerkische_Offiziere_zum_Tode_verurteilt.html

Der Historiker Mihran Dabag hält die Vereinbarung zwischen der Türkei und Armenien, eine gemeinsame Historikerkommission zur Erforschung des Völkermordes an den Armeniern für eine "Verzögerungstaktik" der Türkei. "Man will mit dieser Historikerkommission gerade eine Relativierung oder Revidierung des Geschichtsbildes erreichen".
www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1050961/

Wenn das für dich Wissenschaftlich ist was die Armenier mit ihren archiven machen. Dann solltest du dich wirklich über dieses Thema nicht mehr mit mir unterhalten oder diskutieren, denn wir können uns nicht auf dieser Ebene verstehen.

So und nun darfst du glauben was du möchtest. Ich behalte mir die Zweifel vor und werde weiterhin nach der Wahrheit suchen. Irgendwann, so meine Hoffnung, wird alles geklärt werden und dann erst werden wir wissen ob es einen Genozid gab oder ob es ein Kriegsvebrechen war.
Doch so lange es solche Quellen und suspekt erscheinende Aussagen gibt, darf und muss ich die Mainstream Meinung hinterfragen!

Trotz allem Danke für die Diskussion.
der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 20:04
Ach hören Sie mit ihren Verschwörungstheorien auf, jetzt erzählen Sie gleich, dass 9/11 eine jüdische Verschwörung war.
Die Armenier sind 2006 nicht in die Türkei gekommen, weil 2005 die Beleidigung des Türkentums in Gesetz gegossen wurde.
Sie hätten eine Haftstrafe von einem Jahr bekommen können, ich wär nicht nach Istanbul gekommen.
Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 20:17
@ der Hetiritter schrieb am 26.12.2011 um 20:04

Ich weiss nicht ob ich das Recht dazu habe im Freitag aber ich habe das Recht sie darum zu bitten um meine Blogbeiträge einen Bogen zu machen.

Auf solche dumme kommentare kann ich beim besten Willen völlig verzichten.

Ich lasse in meinen Blogs nicht zu das Juden für irgendetwas instrumentalisiert werden! Dafür habe ich viel zu viel Respekt vor dem Leid dieses Volkes unter dem Naziregime!

Für die Behauptung, hinsichtlich der Armenier möchte ich einen beweis von ihnen, ansonsten werde ich sie der Lüge bezichtigen müssen!
thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 20:30

Muhabbetci schrieb am 26.12.2011 um 19:54
@thinktankgirl schrieb am 26.12.2011 um 18:51

Ich glaube langsam das du nicht an einer aufarbeitung interessiert bist. Du scheinst auch nicht die Links anzuklicken die man dir anbietet, damit du eventuell verstehst was da steht.

Aram Andonian ( ein Armenier) hat 1920 kopien von einigen Telegrammen vorgelegt die seit 20 Jahren als Fälschungen bekannt sind. Die Original Telegramme gab es schon vorher als Fälschungen. Logisch, denn sie mussten ja für Propagandazwecke des Westens herhalten. 1922 wurden diese Telegramme in der Daily Telegraph veröffentlicht.


Und was hat das nun mit dem Buch von Gibbon zu tun?

Irgendwann, so meine Hoffnung, wird alles geklärt werden und dann erst werden wir wissen ob es einen Genozid gab oder ob es ein Kriegsvebrechen war.

Ach, die Türken standen im Krieg mit den Armeniern?
Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 06:30
Es ist wichtig, den Genozid an den Armeniern auch von einer anderen Perspektive aus zu betrachten, nämlich aus der der römisch-katholischen Kirche. Fündig wurde ich bei der katholischen Nachrichtenagentur ZENIT, die der Sichtweise des Papstes nahesteht.

WIEN, 22. April 2011 (ZENIT.org). - Vertreter der armenisch-apostolischen Kirche, der syrisch-orthodoxen Kirche und des armenisch-katholischen Mechitaristenordens haben alle Kirchen in Österreich dazu aufgerufen, am Ostersonntag, dem 24. April, in besonderer Weise der Opfer des Völkermordes an den Armeniern zu gedenken und in den Gottesdiensten für sie zu beten, wie die österreichische Agentur Kathpress berichtet.

Zwischen 1915 und 1918 wurden im damaligen Osmanischen Reich rund 1,5 Millionen Armenier und Angehörige anderer christlicher Minderheiten ermordet. Der 24. April ist bei den Armeniern der Tag des Gedenkens an die Opfer der Massaker.

„Dieses Jahr fällt der 24. April auf den Ostersonntag. Wie jedes Jahr werden sich an diesem Tag alle Gebete auf die konzentrieren, die in diesem Völkermord ihr Leben auf grauenhafte Weisen verloren haben, mit der Hoffnung, dass ihre Seelen Frieden finden", heißt es in der Erklärung. Neben den Armeniern seien auch syrisch-orthodoxe Christen, Assyrer, Chaldäer und Griechen „systematisch aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und zum überwiegenden Teil ermordet worden“. (…)

Der 24. April ist bei den Armeniern deshalb der Tag des Gedenkens an die Opfer der Massaker, weil an diesem Tag im Jahr 1915 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion im damaligen Konstantinopel von einer Sondereinheit des Innenministeriums Hunderte führende armenische Repräsentanten verhaftet wurden, unter ihnen Senatoren, Abgeordnete, Universitätsprofessoren, Chefredakteure, hohe Staatsbeamte und Künstler.

Die Verantwortung für diese Aktion und den nachfolgenden Völkermord lag bei der vom jungtürkischen „Komitee für Einheit und Fortschritt" (Ittihad ve Terakki) gestellten kaiserlich-osmanischen Regierung, die im Ersten Weltkrieg mit dem damaligen Deutschen Reich und Österreich-Ungarn verbündet war.

Hintergrund des Völkermords waren Versuche der 1909 an die Macht gekommenen nationalistischen Jungtürken, ein einheitliches Reich zu schaffen, Türkisch als Einheitssprache und den Islam als alleinige kulturelle und religiöse Basis durchzusetzen. Der Erste Weltkrieg lieferte die Gelegenheit, dieses Konzept durchzusetzen. Nach dem Scheitern der türkischen Offensive gegen Russland im Januar 1915 begann am 24. April die systematische Verfolgung und Ermordung.

Mehmed Talat (ab 1917 als Großwesir Talat Pascha) setzte als Innenminister durch Codetelegramme an alle Valis (Gouverneure) die Armenierdeportationen in Gang, die offiziell als kriegsbedingte Umsiedlung einer unzuverlässigen Minderheit begründet wurden. Gleichzeitig sorgte er „inoffiziell" durch die ittihadistischen Provinzsekretäre dafür, dass diese Befehle als Genozid-Anweisungen verstanden und umgesetzt wurden.

Zu diesem Zwecke wurde vor allem die „Teskilat-i-Mahsusa" (Spezialorganisation) eingesetzt, eine Miliz, die aus entlassenen Häftlingen und muslimischen Flüchtlingen vom Balkan und aus dem Kaukasus bestand. Gouverneure, die sich querlegten, wurden abgesetzt oder liquidiert. Der Palast wurde offensichtlich nicht informiert, der Sultan hatte keine Möglichkeit zum Eingreifen.

Die Gesamtzahl der Opfer wird auf 1,5 bis zwei Millionen geschätzt. Außer den Armeniern waren vor allem auch die altsyrischen Christen in Ostanatolien und die Pontus-Griechen betroffen.

Nach dem Ende des Weltkriegs leiteten die westlichen Siegerstaaten Prozesse gegen die Kriegsverbrecher ein. Ein Istanbuler Kriegsgericht konnte beweisen, dass die Verbrechen zentral vorbereitet worden waren. Es verurteilte 17 Angeklagte zum Tode, drei Hinrichtungen wurden vollzogen. Die Haupttäter flohen, einige wurden später von armenischen Attentätern ermordet.

Mittlerweile haben eine Reihe von Staaten den Genozid offiziell anerkannt, darunter Frankreich, Italien und die Niederlande. 1985 erschien der Begriff „Armenian genocide" in einem offiziellen Papier der UNO. Die Türkei bestreitet offiziell bis heute, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe.
Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 06:32
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 09:28
@Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 06:32
Die Massaker von 1915/16 an den Armeniern waren weder Dschihad noch geplante Ausmerzung. Die Türken standen im Krieg, wurden provoziert und verteidigten ihr Reich, behauptet Historiker Norman Stone. Eine polemische Replik auf die Genozid-These von Hans-Lukas Kieser in der vergangenen Weltwoche.
www.weltwoche.ch/ausgaben/2006-43/artikel-2006-43-es-war-kein-voel.html

Heise: Der Knackpunkt bei diesen Protokollen, die da unterschrieben wurden, ist ja die Einsetzung der Historikerkommission, die die Wahrheit über die Massaker an der armenischen Bevölkerung 1915 bis 1917 herausfinden soll. Was bedeutet für Sie diese Einsetzung einer internationalen Historikerkommission?

Dabag: Ja, mit dieser Historikerkommission hat die Türkei eine ganz wichtige Zielsetzung erreicht, nämlich zur Diskussion der Frage des Völkermords, der Relativierung der Geschichte und die Verhinderung der Anerkennung des Völkermords durch Drittstaaten dienen soll.

Heise: Es ist ja eigentlich nicht klar, was die Historiker herausfinden werden. Halten Sie es denn nicht für möglich, dass durch die Ergebnisse die Türkei sich gezwungen sieht, historische Zugeständnisse zu machen und den Genozid zuzugeben?

Dabag: Ja, ich glaube nicht, dass die Türkei diesen Genozid zuzugeben bereit ist, sonst wäre sie schon längst bereit gewesen, sondern man will mit dieser Historikerkommission gerade eine Relativierung oder Revidierung des Geschichtsbildes erreichen. Außerdem ich bin der Meinung, die Erforschung eines Genozids setzt zunächst die Anerkennung der Tat voraus, da ansonsten die Diskussion in der Frage, Völkermord ja oder nein, gefangen bleibt und zudem die Opfer dazu gezwungen werden, den Nachweis für die Wahrheit ihrer Geschichte und ihrer Erfahrung zu erbringen. Zur Qualifizierung eines Aktes staatlicher Gewalt als Genozid genügt das Ergebnis dieser Gewalt. Wenn eine Bevölkerung vernichtet und ihre Präsenz, ihre Kultur und Geschichte in einem Staat beendet worden ist, dann ist die Faktizität eines Völkermords nicht mehr zu hinterfragen. Das war auch eine Forderung von Lemkin, Raphael Lemkin, der den Begriff Genozid geprägt hat.
www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1050961/

der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 09:36
Sehen Sie, Sie können keine anderen Meinungen akzeptieren.
Art. 301 (1) Wer das Türkentum, die Republik und die Große Nationalversammlung der Türkei öffentlich herabsetzt, wird mit sechs Monaten bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft.
Das trat am 01. Juni 2005 in Kraft.
Würden Sie dann im Jahr 2006 behaupten der Genozid hat stattgefunden? Denn dieses ist nach dem Verständnis der türkischen Strafverfolgungsbehörden eine Straftat.
Ich habe mit einem kurzen Exkurs der türkischen Gesetze belegt, dass kein normaldenkender Mensch etwas in der Türkei behaupten würde, wofür er ins Gefängnis kommen könnte.
Wieso sollten also die Armenier im Jahr 2006 nach Istanbul kommen? Damit die gleich ins Gefängnis gehen können?
Wissen Sie dieses wirklich nicht, oder wollen Sie mich hier verunglimpfen, weil ich Ihnen die Wahrheit ins Gesicht sage?
Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 11:45
zu Muhabbetci schrieb um 09:28 und den verlinkten Film "Eine Kontroverse zu..."

Einer der Gewährsmänner dieses Films (ab 7'16) ist der Österreicher Erich Feigl. Vorgestellt wird er als Historiker und Forscher. Aufgefallen ist er nicht durch Seriosität als Historiker, sondern vielmehr als Interessenvertreter der Widerherstellung der Monarchie in Österreich. Er war ein Lobbyist der Dynastie Habsburg und Biograph der kaiserlichen Sprosse. Feigl: "Der Kaiser ist ein Nothelfer sondergleichen, ein wirklicher Spezialist für ausweglose Situationen."

Bekannt wurde Feigl u.a. wegen seines Buches über Rudolf von Österreich-Ungarn, den einzigen Sohn des Kaisers Franz-Josef I., der seinem Leben 1889 ein Ende setzte. Feigl und ein paar wenige andere behaupteten, er sei ermordet worden, sei Opfer einer französischen Verschwörung geworden. Dazu gibt es das Buch, das im Internet unter diesem Titel gehandelt wird: "Legende und Wirklichkeit von Kaiserin Zita (Autor), Erich Feigl (Herausgeber)".

Auf einer kurdischen Website ist über Feigl zu lesen:

Sein Buch "Die Kurden - Geschichte und Schicksal eines Volkes", dass er selbst und der Türkischen Staat stets als "Akademische Arbeit" zu verkaufen versuchten, stellt in höchstem Maße eine Beleidigung für all Jene dar, die sich mit diesem Thema nach den Regeln von Wissenschaftlichem Arbeit auseinandersetzen. (…)

Gemäß eigenen Angaben Feigl´s war ein prägendes Ereignis in seinem Leben der Anschlag der armenischen ASALA auf seinen nahen türkischen Freund Erdoğan Özen im Jahr 1984. Dem folgten seine tendenziösen Auseindersetzungen mit den Problemen des türkischen Staates : Armenier und Kurden.

In seinem Buch „Ein Mythos des Terrors. Armenischer Terrorismus“ beschreibt er entsprechend der offiziellen türkischen These den "Völkermord" an den Armeniern als Komplott und Erfindung der europäischen Länder gegen über der türkischen Regierung und dem türkischen Volk.

Seine Aktivitäten in dieser Richtung trug er dann weiter fort. Diesmal als "renommierter Gastdozent" bei Veranstaltungen der "Vereine zur Förderung von Atatürks Gedankengut" oder türkischer Studentenvereinigungen quer durch Europa, insbesondere wenn es darum ging, den Genozid an den Armeniern aus der Welt zu reden.


Ob man jetzt von dem sehr interessengeleiteten Gewährsmann Erich Feigl auf den ganzen Film und dessen Qualität schließen kann, will ich mal offen lassen. Er nährt jedoch den Verdacht, dass dieser Film nicht anderes als ein staatspropagandistisches Werk ist.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 12:08
Der Feigl wuerde Dir jetzt sogar noch weissmachen, dass die Charlotte von Belgien noch alle Tassen im Schrank hatte...

de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_von_Belgien
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:12
@Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 11:45

Alle Historiker, Wissenschaftler, Journalisten, Gelehrte u.s.w. die den Völkermord anzweifeln falsch, aber alle die behaupten es hätte einen gegeben, obwohl sie schriften manipuliert, telegramme gefälscht, nicht bereit sind sich einem Historiker-Gremium zu stellen, nicht bereit sind die armenischen Archive zu öffnen, nicht bereit sind sich vor einem internatonlem Gericht zu verantworten alle richtig.

Na da bin ich aber beruhigt!
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:30
@ Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 06:30

Seit wann ist die Meinung der Katholiken und vor allem des Papstes wichtig? Vor allem der PAPST??!!

Die ja nun wirklich bekannt sind für ihre Menschenrechte in der Geschichte und der wissenschaftlichen Seriösität.

Also das hättest du dir nun wirklich sparen können!

Du und der Papst... Na da soll mal einer sagen es gäbe keine Wunder.
Aber ich verstehe dich, zu Not nimmt man sich alles was man nur bekommen kann.
Die Not macht halt erfinderisch.

Dürfte ich jetzt eigentlich den Korangelehrten über den Genozid hier rein posten? Wäre das akzeptabel?

ne ne ne...
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 18:10
katholische Kirche und Wissenschaft
Ihnen ist bewusst, das gerade die katholische Kirche die Wissenschaft in fasst allen Bereichen unglaublich bereichert hat. Nur bei ganz wenigen Fragen hatten sich die Wissenschaftler der Kirchenmeinung zu beugen.
aber das nur mal am Rande
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 21:28

Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:12
@Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 11:45

Alle Historiker, Wissenschaftler, Journalisten, Gelehrte u.s.w. die den Völkermord anzweifeln falsch, aber alle die behaupten es hätte einen gegeben, obwohl sie schriften manipuliert, telegramme gefälscht, nicht bereit sind sich einem Historiker-Gremium zu stellen, nicht bereit sind die armenischen Archive zu öffnen, nicht bereit sind sich vor einem internatonlem Gericht zu verantworten alle richtig.


Tätätärtä, zum 1000. Mal die gefälschten Telegramme und manipulierten Schriften, die ungeöffneten armenischen Archiven - nur gab es niemanden und nicht mehr zum Archivieren, nach den Massakern und Deportationen
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 08:30
So, da nehmen wir mal ein bisschen Sekundärliteratur, Morgenthau würde bestimmt
sagen, alles Döner oder was?
Wiki, Stern, Spiegel, alles Luschen im Netz!
Wer aber meint, der europäischer Gerichtshof ist ein Karniggelverein, siehe Srebrenica,
hat hier im Blog wirklich nix mehr verloren...

"...Hrant Dink wurde am 19. Januar 2007 in Istanbul, Türkei; erschossen...war Armenier und türkischer Staatsbürger, Journalist und einer der Herausgeber der in
Istanbul erscheinenden zweisprachigen Wochenzeitung Agos. Der von nationalistischen Kräften in Gesellschaft und Justiz seit Jahren verfolgte Redakteur wurde auf offener Straße erschossen... Hrant Dink wurde wegen „Agos“ unzählige
Male vor Gericht gestellt, aus nichtigen Anlässen, wie international kritisiert wurde.
Mehrfach wurde er wegen „Beleidigung des Türkentums“ vor Gericht zitiert, wie vor ihm auch der Träger des Literaturnobelpreises Orhan Pamuk
de.wikipedia.org/wiki/Orhan_Pamuk
... So wurde er im Oktober 2005 wegen angeblicher rassistischer Äußerungen gegen Türken angeklagt, da einer seiner Artikel impliziere, türkisches Blut sei „giftig“.
Tatsächlich hatte Dink in dem fraglichen Artikel die Diaspora-Armenier dazu aufgerufen, sich von ihrem Hass auf die Türken zu befreien, der ihr Blut vergifte, und dieses „vergiftete Blut“ durch das „reine Blut“ einer normalen Beziehung zu ihrem
Heimatland Armenien zu ersetzen. Aus dem Kontext gerissen, wurde der entsprechende Satz dahingehend miss gedeutet, das Blut der Armenier sei durch den türkischen Anteil
daran vergiftet worden. Entgegen dem Rat einer juristischen
Sachverständigenkommission wurde Dink aufgrund dieser Interpretation zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Seine Berufung wurde 2006 vom obersten
Gerichtshof der Türkei abgewiesen. Drei weitere Verfahren waren bei seinem Tod noch anhängig, unter anderem weil er geschrieben hatte, dass der Völkermord an den
Armeniern im Osmanischen Reich dazu geführt habe, dass ein Volk, das 4000 Jahre auf diesem Boden gelebt hat, ausgemerzt worden ist. Mit der Verurteilung erhielten die
Angriffe auf Hrant Dink offiziellen Rückhalt, resümierte die NZZ. Dink zog daraufhin im Oktober 2006 vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, vor einer
Entscheidung wurde er jedoch ERMORDET.
In seinem letzten Artikel in der Zeitung „Agos“ beschreibt Dink, wie er von „bestimmten Kräften“ zur Zielscheibe gemacht und seine Äußerungen instrumentalisiert worden seien, und beklagt u.a., dass Personen wie der bekennende
Nationalist und Rechtsanwalt Kemal Kerinçsiz ihn ständig mit neuen Prozessen überzögen, die Justiz in der Türkei nicht unabhängig sei und er mit Drohbriefen übersät
werde...
Am 19. Januar 2007 wurde Hrant Dink in Istanbul vor dem Verlagshaus der Agos erschossen. Einem Augenzeugen, Muharrem Gözütok, zufolge, rief der Täter beim
Weglaufen: „Ich habe den Ungläubigen erschossen“...Die türkische Polizei untersuchte mögliche Verbindungen zwischen den Morden an Dink und an Santoro. In Hinblick auf die Minderjährigkeit beider Attentäter sagte der Präsident der Istanbuler Anwaltskammer, Kazım Kolcuoğlu, dass in der Türkei Minderjährige für Morde benutzt werden, weil sie geringere Strafen als Volljährige erhalten... Auch der nationalistische Anwalt Kemal Kerinçsiz, der Anklagen nach Artikel 301 gegen Dink, Orhan Pamuk und andere Autoren erhoben hatte, vermutet eine Verschwörung hinter dem Mord. Laut Zaman sagte er: “Ich glaube nicht, dass dies das Werk eines
fanatischen Einzeltäters war, dem Dinks Ansichten nicht gefielen.”

...WICHTIG:
"Der türkische Ministerpräsident Erdoğan verurteilte den Anschlag als „abscheuliches
Verbrechen“. An der Beerdigung nahm er jedoch nicht teil, obwohl er den Mord an Hrant Dink zuvor mit „Schüssen auf die Türkei“ umschrieben hatte. Er ließ sich entschuldigen, da er einen Autobahntunnel zu eröffnen hatte. Auch der türkische
Präsident Ahmet Necdet Sezer verurteilte den Anschlag auf Dink scharf, nahm aber ebenfalls wie alle Spitzenpolitiker des Landes nicht an der Beerdigung teil"...

Laut der türkischen Zeitung Hürriyet gab der bereits wegen eines Anschlags auf ein McDonald’s-Restaurant im Jahr 2004 zu elf Monaten Haft verurteilte nationalistische Extremist Yasin Hayal zu, Ogün Samast eine Pistole und Geld beschafft zu haben.

Ogün Samast wurde am 25. Januar 2007 in das Gefängnis Bayrampaşa in Istanbul eingeliefert. Laut seinem Anwalt Levent Yıldırım hatte sein Klient keine Kontakte zu
terroristischen Organisationen. Er betonte jedoch, dass Samast beeinflusst wurde. Yıldırım zufolge soll Samast, entgegen Berichten in den Zeitungen, die Tat bedauern.

..."CNN Türk zitierte Samast mit den Worten: „Ich habe ihn nach dem Freitagsgebet
erschossen. Ich bedaure es nicht“. Der als arbeitslos geltende Tatverdächtige soll in den
beiden Wochen vor dem Attentat fünf Mal mit einer Privatfluggesellschaft nach
Istanbul geflogen sein.
----
...Five flights to Istanbul in last two weeks

Samast who confessed to the murder of Hrant Dink during the first interrogation session in Samsun, turned out to have visited Istanbul five times during the past two
weeks, according to flight records. The suspect, who traveled via a private flight company, left Trabzon's Pelitli town three days before the assassination took place. The
17-year-old suspect left school in 2nd grade and turned out to be unemployed.
www.turkishweekly.net/news/42189/murderer-of-hrant-dink-captured.html
----
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,717382,00.html
www.spiegel.de/spiegel/print/d-66055480.html
www.stern.de/politik/ausland/letztes-interview-mit-hrant-dink-die-angst-begleitet
-mich-taeglich-580795.html
----
Nicht mehr ein Schelm, sondern ein Depp wer nix böses denkt:
Es wurden Quellen zitiert:

Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:51
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm

auf die ich ebenso verwiesen haben:

tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 18:46
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/Morgen26.htm

"Chapter XXVI
..."the Armenians had a fair warning" Enver began, "of what would happen to tham in
case they joined our enemies...but if they ally themselfes with our enemies, as they did
in the Van district, they will have tobe destroyed...
I did not take seriosly Enver's concluding statemant. At this time that he was speaking,
massacres and depotations were taking place all over the Armenian provinces and they
went on almost without interruption for several months..."
Auf dessen Antwort ich bis heute warte...
----
So, jetzt zum Kasperleverein europäischer Gerichtshof:
GROSSBUCHSTABEN bitte genauer beachten!

www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/tuerkei-dink-mord
Fall Hrant Dink Menschenrechtsgericht gibt Türkei Mitschuld an Journalistenmord
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei für den Mord an Hrant
Dink mitschuldig erklärt. Das Land habe das Leben des Journalisten nicht geschützt.
Eine KLEINE Kammer (Warum wohl, NUR NIX STAUB AUFWIRBELN BEI EU - BEITRITT) des Straßburger Gerichts wies die Türkei an, den Hinterbliebenen von Hrant Dink insgesamt 105.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen, weil der Staat ihn
nicht ausreichend geschützt habe.
Dink war im Januar 2007 auf offener Straße von einem Rechtsextremisten erschossen worden. Zuvor hatte ihn die türkische Justiz wegen "Beleidigung des Türkentums"
(BELEIDIGUNG DES TUERKENTUMS, WAT IS DAT DENN?
MAN STELLE SICH MAL VOR: BELEIDIGUNG DES DEUTSCHTUMS 2011???)
verurteilt, weil er über den Genozid an den Armeniern 1915 im Osmanischen Reich geschrieben hatte.
Die türkischen Behörden hätten zumindest wissen müssen, dass Dink besonders gefährdet war, befanden die Straßburger Richter. Es sei absehbar gewesen, dass ihm
ein unmittelbar bevorstehender Angriff auf sein Leben drohe. Die Behörden hätten ihn darauf nicht ausreichend geschützt. Gegen das Urteil können beide Parteien binnen drei
Monaten Rechtsmittel einlegen.Dink wurde im Alter von 53 Jahren im Istanbuler Stadtteil Sisli vor dem
Redaktionsgebäude seiner Zeitung Agos von dem 17-jährigen Ogün Samast ermordet. Vor dem Überfall hatte er überlegt, zu emigrieren.Mehr als 100.000 Menschen demonstrierten nach der Gewalttat gegen die
Nationalisten, die den Journalisten bedroht hatten. Die Maske skandierte: "Wir sind alle Hrant Dink!" und "Wir sind alle Armenier!" Das Attentat auf Dink hatte weltweit
Empörung ausgelöst.
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www.faz.net/aktuell/politik/ausland/urteil-des-europaeischen-gerichtshofs-fuer-m
enschenrechte-tuerkei-traegt-mitschuld-an-ermordung-hrant-dinks-11041945.html
Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Türkei trägt Mitschuld an Ermordung Hrant Dinks

14.09.2010 · Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei für den
Mord des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink mitverantwortlich gemacht. Die Türkei habe das Leben des Journalisten nicht ausreichend geschützt - und muss
den Hinterbliebenen 105.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Nach dem Mord an Hrant Dink fordern Demonstranten Anfang 2008 Gerechtigkeit und eine Bestrafung der Täter.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei für schuldig befunden, das Leben und die Meinungsfreiheit des im Januar 2007 ermordeten Journalisten Hrant
Dink nicht ausreichend geschützt zu haben. Die Richter verurteilten den türkischen Staat am Dienstag zu einer Zahlung von 105 000 Euro an die Witwe und einen Bruder
Dinks. Zusätzlich muss Ankara der Familie mehr als 28 000 Euro Verfahrenskosten ersetzen.
Die sieben Richter, darunter EINER AUS DER Türkei, urteilten einstimmig. Es ging um zwei Klagen, die nach Dinks Tod zusammengefasst wurden: Noch zu Lebzeiten
hatte Dink selbst wegen Verletzung seiner Meinungsfreiheit geklagt. Nach seinem Tod strengten seine Hinterbliebenen eine gesonderte Klage an, weil der Staat Dink nicht vor
seinen Mördern beschützt habe. Dink, ein türkischer Armenier, war Chefredakteur der zweisprachigen Wochenzeitung
„Agos“. In seinen Artikeln hatte er immer wieder den türkischen, aber auch den armenischen Nationalismus beleuchtet. Seine Artikel brachten ihm in der Türkei eine Anklage wegen „Beleidigung des Türkentums“ ein. Gegen die Verurteilung in diesem Prozess hatte Dink selbst in Straßburg geklagt und dadurch noch mehr Aufmerksamkeit und Hass türkischer Nationalisten auf sich gezogen, als das schon zuvor aufgrund seiner journalistischen Arbeiten der Fall war.
Die Straßburger Richter sahen es als erwiesen an, dass die türkischen Sicherheitskräfte von den Plänen zur Ermordung Dinks wussten und sogar die Identität
der verdächtigten Drahtzieher kannten. Dennoch sei nichts zu Dinks Schutz unternommen worden.
Zwar akzeptierte das Gericht die Darstellung der türkischen Regierung, auch Dink selbst habe nicht um Polizeischutz gebeten. Doch habe der Journalist im Gegensatz ZU
DEN BEHOERDEN nichts von den Plänen zu seiner Ermordung gewusst. Auch der von den Hinterbliebenen vertretenen KRITIK an den Ermittlungen nach dem Mord schlossen sich die Straßburger Richter an. Bei den Untersuchungen, inwiefern
Polizisten vor der Ermordung Dinks von den Plänen dazu wussten, sei dem Verdacht nicht nachgegangen worden, dass mindestens einer der betroffenen Polizeichefs den
Mord begrüßte. Polizisten, die von den Attentatsplänen Kenntnis hatten und diese an ihre Vorgesetzten weitergaben, seien später zu Falschaussagen zu deren Gunsten
genötigt worden.
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www.tagesspiegel.de/politik/menschenrechtsgericht-tuerkei-mitschuldig-an-mord
-an-hrant-dink/1933102.html

Menschenrechtsgericht Türkei mitschuldig an Mord an Hrant Dink
Blamage für die Türkei: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei für den Mord an dem türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink mitverantwortlich gemacht. Dink war 2007 auf offener Straße erschossen worden.
Nur zwei Tage nach der mit viel internationalem Lob bedachten Verfassungsreform in der Türkei hat die Regierung in Ankara am Dienstag eine schallende Ohrfeige aus
Europa kassiert. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg gab den türkischen Behörden eine Mitschuld an der Ermordung des prominenten armenischstämmigen Journalisten Hrant Dink vor drei Jahren. "Eine Blamage für die
Türkei", sagte der Istanbuler Politologe Cengiz Aktar unserer Zeitung. Immerhin sei aber jetzt zu hoffen, dass die Aufarbeitung des Mordes durch die türkische Justiz
endlich vorankomme.
Einstimmig hielten die Europa-Richter den türkischen Behörden vor, sie hätten Dink trotz vorliegender Hinweise auf Mordpläne aus der rechtsextremen Szene nicht
geschützt.
Nach den tödlichen Schüssen auf den Journalisten in Istanbul im Januar 2007 hätten die Behörden zudem eine gründliche Untersuchung des Falles verweigert und
insbesondere Ermittlungen wegen der mutmaßlichen Verwicklung hochrangiger Mitglieder der Sicherheitskräfte in die Verschwörung gegen Dink abgeblockt.
Nun muss Ankara der Familie von Dink knapp 134.000 Euro an Schmerzensgeld und Gerichtskosten zahlen; als Mitglied des Europarats ist die Türkei an Urteile aus
Straßburg gebunden. Doch nicht die Geldstrafe macht den Fall so besonders. Das Europa-Gericht stellte mit seinem Urteil offiziell fest, was viele Kritiker der türkischen
Behörden schon lange vermuten: dass offizielle Stellen in der Türkei untätig zuschauten, wie militante Rechtsradikale den Mord an einem der prominentesten Journalisten des Landes planten und ausführten.
Die Regierung in Ankara hatte das Urteil kommen sehen und in letzter Minute noch versucht, sich mit Dinks Familie außergerichtlich zu einigen. Deshalb bekannte sich
das Kabinett kürzlich zur Mitschuld der Behörden - doch die Geste kam zu spät.
Im Straßburger Urteil kann die türkische und die internationale Öffentlichkeit nun nachlesen, wie vor und nach dem Mord an Dink bei den türkischen Behörden
geschlampt, verschleiert und geleugnet wurde. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in der Türkei seien im Grunde nur "eine Verteidigung der betroffenen
Polizeibeamten" gewesen, kritisierte das Menschenrechtsgericht. Den Gründen für das Versagen der Polizei sei nicht weiter nachgegangen worden.
Zu der immer noch offenen Frage, ob hinter dem zur Tatzeit minderjährigen Todesschützen Ogün Samast eine Organisation stand, zu der auch Mitglieder von Polizei und paramilitärischer Gendarmerie gehörten, äußerten sich die Straßburger
Richter nicht. Diese Frage zu beantworten, ist Aufgabe der Richter in Istanbul, die das immer noch laufende Verfahren gegen Dinks Mörder führen.
Bisher schleppt sich der Istanbuler Prozess dahin, ohne dass auf mutmaßliche Hintermänner in den Reihen der Sicherheitskräfte eingegangen wurde. Professor Aktar erwartet aber, dass die Entscheidung aus Straßburg dem türkischen Gericht auf die
Sprünge helfen wird. "Niemand glaubt, dass der Mord von drei kleinen Jungs eingefädelt wurde," sagte Aktar über die Hauptbeschuldigten.
Das Europa-Gericht könnte also dazu beitragen, dass die Hintergründe des Mordes an Dink doch noch ans Tageslicht kommen. "All das ist richtig, und die Türkei verdient
das auch", sagte Aydin Engin, ein Istanbuler Journalist und Freund von Dink, unserer Zeitung nach dem Straßburger Urteil. "Aber das bringt uns Hrant auch nicht wieder
zurück."
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Es ist ja schön, dass der Autor immer noch die Primzahl von 271 sucht, ebenso die
Wurzel aus 1,259921049894, aber 2 + 2 = 4 nicht versteht...

Was das mit dem Blog "Völkermord: Ja oder Nein?" zu tun hat?
Man muss nur die Ereignisse der letzten 10 Jahre Revué passieren lassen, dann erkennt
man GANZ klar ein MUSTER, um was es hier geht.
Bei ökonomisch frustrierten Staaten, muss man als STAATENLENKER die
NATIONALKEULE RAUSHOLEN, um mehr geht es hier nicht...
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 09:42
@tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 08:30

DRAHTZIEHER DIESES WELTBETRUGES, DER BIS IN UNSERE TAGE
NACHWIRKT, HIESSEN ARAM ANDONIAN, DER EIN GANZES BUCH
MIT FREI ERFUNDENEN MORDBEFEHLEN DER JUNGTÜRKEN PRO-DUZIERT HATTE, DANN DER EHER SUBTILE FÄLSCHER PASTOR
JOHANNES LEPSIUS, DESSEN MACHENSCHAFTEN ERST JÜNGST ANS
LICHT KAMEN, UND DAS BUCH DES EHEMALIGEN US-BOTSCHAFTERS MORGENTHAU, DER SICH AUSSCHLIESSLICH MIT
ARMENISCHEN VERTRAUTEN UND MITARBEITERN UMGEBEN
HATTE UND DEREN EINLÜSSTERUNGEN BLIND – HOFFENTLICH
BLIND, SONST WÄRE ER EINER DER HAUPTSCHULDIGEN AM
ARMENISCHEN TERROR – VERTRAUTE.


Nach Kriegsende machten sich
armenische Fälscher daran, die
Geschichte umzuschreiben, wie eine
Vorwegnahme aus George Orwells
„1984“ wo es ein „Ministerium für
Wahrheit“ gibt. Typisch für diese
Epoche ist das Machwerk eines
gewissen Aram Andonian, der
„Mordbefehle“ erfand, die es nie
gegeben hat. Die Entlarvung dieser
Falsifikationen gelang Sinasi Orel
und Süreyya Yuca mit ihrem Buch
THE TALÂT PASHA TELEGRAMS
„FAKE“ – „GEFÄLSCHT“!.


Das gefälschte „Dokument No.537“,
datiert „12. Oktober 1915“: Hier unter-stellt er dem Innenminister Talaat: “Wir
erfuhren, dass gewisse Leute und
Beamte armenische Frauen heiraten. Wir
verbieten das energisch und empfehlen
dringend, dieselben auszusondern und in
die Wüsten zu schicken“.


Und die wahren Opferzahlen? Dazu gibt es eine unwiderlegbare Aussage des
seinerzeitigen Chefs der armenischen Exilregierung in Paris Bogosch Nubar:
“Lieber Minister,
Da Sie Ihren Wunsch
geäußert haben, ist mir die Ehre
wiederfahren, Ihnen die unge-fähre Anzahl der armenischen
Umsiedler und Flüchtlinge aus
der Türkei, die dringende Hilfe
brauchen, zu schreiben.
Dafon befinden sich ungefähr:
250.000 im Kaukasus
40.000 in Persien
80.000 in Syrien und Palestina
20.000 in Mosul und Bagdad
das macht : 390.000
Die Gesamtzahl der
Deportierten schätzt man auf
600-700.000 Seelen. Die
Ziffern, die ich Ihnen
geschrieben habe, zeigen die
Anzahl der überlebenden
Flüchtlinge, die zur Zeit auf den
von Alliance eroberten neuen
Territorien leben. Die übriggebliebenen sind in den Wüsten verstreut, deshalb kön-nen wir keine genaue Information darüber geben.’’
Lieber Minister, nehmen Sie meine besten Wünsche entgegen.
Herrn Guv
Dem bevollmächtigten Minister
Das Aussenministerium
Der Brief ist von Boghos Nubar – Vertreter der Armenier in Frankreich, an das
Aussenministerium gesendet.
(Das Archiv des Aussenministeriums Frankreichs, Abteilung: Nahe Osten,
«Armenien», 2.Band, St. 47)

Aus diesem Dokument geht eindeutig hervor, dass die wahre Opferzahl unter den umge-siedelten Armeniern 300 000 Menschenleben beträgt, während die islamische Seite
(Kurden, Türken, Tscherkessen...) auf Grund dieses Bürgerkrieges und seiner Folgen etwa
500 000 Tote zu beklagen hat, die man einfach vergisst, über die man niemals spricht oder
schreibt, weil es eben nur „wertlose Türken“ sind, wie ein armenischer Bischof meinte.

Ein inzwischen weltweit bekanntes
und verachtetes Ereignis ist die
Auslöschung des aserbaidschanis-chen Städtchens Chodschaly. Dort
geschah nicht nur eine Austreibung,
sondern auch ein Massenmord an
unschuldigen, der nur mit den
schlimmsten Ereignissen der Hitler-oder Stalin-Ära verglichen werden
kann.

Die Ereignisse des Jahres 1905 bildeten bloß ein Vorspiel zu dem Versuch, ganz
Aserbaidschan zu erobern. Die Bilder der Zerstörungen, die von den Armeniern
in Baku dreizehn Jahre später angerichtet wurden, sprechen für sich.

Im März 1918 wiederholte sich das Ganze, allerdings bereits auf einem
„höheren“ Niveau: Armenische Truppen marschierten in Baku ein und gerierten
sich als die neuen Herren der Stadt. Damals kamen im Zuge dieses
Eroberungsfeldzuges mit dem armenischen Kriegsziel, die einheimische
Bevölkerung zu vertreiben, auszulöschen, 20 000 Aserbaidschaner ums Leben.


karabakh-doc.azerall.info/ru/armyanstvo/arm72/arm72de.pdf
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 09:51
ARMENISCHE FRAGE: BEHAUPTUNGEN-FAKTEN
Von armenischen Terroristen umgebrachte türkische Diplomaten

Datum Ciudad / Cargo Nombre - Apellido
27.01.1973 Santa Babara / Konsul Mehmet BAYDAR
Generalkonsul Bahad›r DEM‹R
22.10.1975 Wien / Botschafter Danifl TUNALIG‹L
24.10.1975 Paris / Botschafter ‹smail EREZ
Fahrer Talip YENER
16.02.1976 Beirut / Erster Sekretär Oktar C‹R‹T
09.06.1977 Vatikan / Botschafter Taha CARIM
02.06.1978 Madrid / Frau des Botschafters Necla KUNERALP
Botschafter a. D. Beflir BALCIO⁄LU
12.10.1979 Den Haag / Sohn des Botschafters Ahmet BENLER
22.12.1979 París / Konsul für turistische Angelegenheiten Y›lmaz ÇOLPAN
31.07.1980 Athen / Verwaltungsattaché Galip ÖZMEN
Tochter des Verwaltungsattachés Neslihan ÖZMEN
17.12.1980 Sidney / Konsul fiar›k ARIYAK
Sicherheitsattaché Engin SEVER
04.3.1981 París / Botschaftsrat für Arbeitsangelegenheiten Reflat MORALI
Botschaftsrat für religiöse Angelegenheiten Tecelli ARI
09.06.1981 Genf / Sekretär M. Savafl YERGÜZ
24.09.1981 Paris / Sicherheitsattaché Cemal ÖZEN
28.01.1982 Los Angeles / Generalkonsul Kemal ARIKAN
08.04.1982 Ottawa / Botschaftsrat für Handel Kani GÜNGÖR
04.05.1982 Boston / Honorargeneralkonsul Orhan GÜNDÜZ
07.06.1982 Lissabon / Verwaltungsbeamter Erkut AKBAY
27.08.1982 Ottawa / Militärattaché Atilla ALKIKAT
09.09.1982 Burgas / Verwaltungsattaché Bora SUELKAN
08.01.1983 Lissabon / Frau des Verwaltungsoffiziers Nadide AKBAY
09.03.1983 Belgrado / Botschafter Galip BALKAR
14.07.1983 Brüssel / Verwaltungsattaché Dursun AKSOY
27.07.1983 Lissabon / Frau des Botschaftsrates Cahide MIHÇIO⁄LU
28.04.1984 Teheran / Frau des Sekretärs Ifl›k YÖNDER
20.06.1984 Wien / Arbeits- und Sozialattaché Erdo¤an ÖZEN
19.11.1984 Wien / UNO Mitarbeiter Enver ERGÜN
07.10.1991 Athen / Presseattaché Çetin GÖRGÜ
11.12.1993 Bagdad / Verwaltungsattaché Ça¤lar YÜCEL
04.07.1994 Athen / Konsul Haluk S‹PAH‹O⁄LU

In diesem Zusammenhang habe ich zwei Schlüsselerlebnisse nach dem Erscheinen der deutschen
Ausgabe dieses Buches. Das erste war mit einem sehr hohen Vertreter der Armenisch-Orthodo-xen (Gregorianischen) Kirche in Mitteleuropa, der mir im Verlauf eines Treffens mit den (kat-holischen) Mechitaristen (die aber tatsächlich mit seiner Aussage nichts zu tun hatten), ins Ge-sicht sagte:
„Wie können Sie es wagen, in Ihrem Buch die wertlosen Türken gegen die toten Armenier auf-zurechnen!“ Als ich entsetzt fragte, ob ich ihn auch richtig verstanden hätte, wiederholte er mit
noch größerem Nachdruck, „Ja, ich sagte: die wertlosen Türken!“

CHODSCHAL‹ VÖLKERMORD
Begangen von Armenien
am 26. Februar 1992.

Vor allem bleibt Dr. Gerard Libaridian in meinem
Gedächtnis, er ist der Direktor des Armenischen Zorian Instituts in Cambridge, Massachussets.
Ich verbrachte mehrere Stunden mit ihm in seinem Büro und wir hatten eine äußerst interessan-te Konversation. Dr. Libaridian ist ein brillanter Mann, überschäumend mit Vitalität, Wissen,
Talent und
Selbstvertrauen. Man könnte ein packendes Theaterstück über unsere Konversation schreiben.
Ich habe noch die Notizen über die höchst provokanten Aussagen meines Gastgebers im Verlauf
unserer faszinierenden Diskussion. Mehrmals brachte er die so genannten „Andonian-Papiere“
zur Sprache.
Da es anzunehmen war, dass auch Dr. Libaridian darüber Bescheid wusste, dass diese Papiere
Fälschungen waren, wollte ich kein Wort über dieses Thema verschwenden. Es gab so viele an-dere, interessantere Dinge zu besprechen. Aber erstaunlicherweise kam er immer wieder auf die-ses Buch von Aram Andonian zurück und auf die darin enthaltenen „Dokumente“.
Schließlich konnte ich nicht anders als zu sagen, „Aber Doktor Libaridian, Sie wissen doch so
gut wie ich, dass diese „Andonian-Papiere“ Fälschungen sind!“
Ich werde niemals Dr. Libaridians Antwort und seinen Gesichtsausdruck dabei vergessen, als er
auf meinen Vorwurf schlicht und einfach entgegnete: „NA UND?“

Wie landet man einen Tiefschlag gegen die Türkei?
Es genügt, Adolf Hitler zu „zitieren“: „Ich habe meinen Todesschwadronen den Befehl erteilt, alle Männer,
Frauen und Kinder, die der polnischen Rasse angehören, ohne jedes Mitleid auszurotten. Es erinnert sich ja
heute auch niemand mehr an die Ausrottung der Armenier!“ Der Führer, am 22. August 1939.
Das „Zitat“ ist eine reine Erfindung der armenischen Maffia. NA UND?...
(unten im Link mit nachweis Foto)

karabakh-doc.azerall.info/ru/armyanstvo/arm72/Mythomania_Low_de.pdf
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 09:58
DRAHTZIEHER DIESES WELTBETRUGES, DER BIS IN UNSERE TAGE
NACHWIRKT, HIESSEN ARAM ANDONIAN, DER EIN GANZES BUCH
MIT FREI ERFUNDENEN MORDBEFEHLEN DER JUNGTÜRKEN PRO-DUZIERT HATTE, DANN DER EHER SUBTILE FÄLSCHER PASTOR
JOHANNES LEPSIUS, DESSEN MACHENSCHAFTEN ERST JÜNGST ANS
LICHT KAMEN, UND DAS BUCH DES EHEMALIGEN US-BOTSCHAFTERS MORGENTHAU, DER SICH AUSSCHLIESSLICH MIT
ARMENISCHEN VERTRAUTEN UND MITARBEITERN UMGEBEN
HATTE UND DEREN EINLÜSSTERUNGEN BLIND – HOFFENTLICH
BLIND, SONST WÄRE ER EINER DER HAUPTSCHULDIGEN AM
ARMENISCHEN TERROR – VERTRAUTE.


Irgendwie ist dir immer noch nicht bewußt geworden, daß sich HEUTE die Forschung nicht mehr auf Lepsius Dokumentensammlung und The Memoirs of Namir Bey stützt.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 10:01
Nicht nur das Osmanische Reich bot den Juden Schutz
an (als sie durch die katholischen Könige Spaniens
bedroht wurden). Auch unter Kemal Atatürk wurde die
Türkei zum Asylland für zehntausende jüdische
Flüchtlinge in der Hitler-Zeit. Trotz massiver
Drohungen und Interventionsversuchen hat die Türkei
niemals auch nur einen einzigen jüdischen Flüchtling
ausgeliefert.

1896 war ein Jahr des exzessivsten Terrors der
Armenier, auch der spektakuläre Überfall auf die Osmanische Bank mit
Geiselnahme fand damals statt. Aber islamische Geiseln zählten in der
kritiklosen Bevorzugung der „armenischen Rasse” damals offenbar über-haupt nicht mehr, „glauben doch Mohammedaner vor allen anderen
Dingen an den Harem”. Schlussfolgerung: „Die Armenier sind die
Nation; der Sultan und seine Soldaten sind des Teufels Geißel;
kaltherziger Zuschauer ist die angelsächsische Rasse” - zumindest inter-venierten England und die Vereinigten Staaten nach Meinung der protes-tantischen Missionare noch immer zu wenig; ähnliche Ansichten wurden
übrigens auch von russischer Seite geäußert. Die Armenier waren um die
Jahrhundertwende bereits zum beliebtesten Vorwand der Mächte gewor-den, sich in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches ein-mischen zu können.

Die armenische Mythomanie ruht auf zwei Pfeilern. Da ist zunächst der rassistische Wahn von der direk-ten Abstammung der Armenier von Noah, der trotz all seiner Absurdität die Grundlage der Ansprüche
auf ein „Großarmenien“ bildet, und gleichzeitig Angriffs- und Eroberungskriege, wie zur Zeit gegen
Aserbaidschan, nicht nur rechtfertigt sondern als zwingend notwendig ausgibt. Wer sind schon diese
„wertlosen Türken“, wie Erzbischof Mesrop Krikorian so typisch zu klassifizieren geruhte?

Mark Sykes beschreibt z.B. einen recht harmlosen Zwischenfall zwischen Turkomanen und Armeniern aus Zei-tun und die sich daraus ergebenden Folgen:
„Irgendeine revolutionäre Vereinigung, die mit dem allgemeinen Zustand in der Türkei nicht zufrieden war und
sich auf Geldzuwendungen und zukünftige Unterstützungen Hoffnung machte, hielt es im Jahr des Herrn 1895
für zielführend, in Zeitun eine halb-erfolgreiche Revolution auszulösen und beorderte daher sechs ihrer
unerschrockensten Agenten in diese Region. Wie diese Revolution enden würde, kümmerte diese Desperados
recht wenig, so lange sie nur in Europa die Aufmerksamkeit auf ihre Sache und auf ihre Sammelbüchsen lenken
konnten.
Diese Individuen mussten aber feststellen, dass ihr Volk keineswegs reif für einen Aufstand war und ihr Einfluss
war daher recht gering. Sicherlich gab es gewisse Leute, die bereit waren, sentimentale und närrische, vielleicht
sogar verräterische Aussprüche von sich zu geben, aber in keiner Weise waren sie bereit, tatsächlich zur Waffe
zu greifen. Dann aber bot sich unerwartet eine Gelegenheit, ihre Landsleute in einen Konflikt hineinzuziehen,
die sie ergriffen und so die Regierung zum Eingreifen zwangen.“

karabakh-doc.azerall.info/ru/armyanstvo/arm72/Mythomania_Low_de.pdf
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 10:03
In diesem Zusammenhang erwähnt Mark Sykes einen
typischen Vorfall in Malatya:
„Die Armenier hatten geplant zu kämpfen; hatten eine
Revolution vorbereitet; aber, wie gewöhnlich, verloren
sie bei der ersten Kampfhandlung den Mut und gerie-ten in Panik, und was sie als Schlacht geplant hatten,
endete in einem erbärmlichen Gemetzel …
Die Wenigen, die so etwas wie eine tapfere Frontlinie
aufrecht hielten, waren auch diejenigen, die die arme-nische Kirche besetzten und gegen den Mob verteidig-ten; aber meine Bewunderung für sie verflog, als ich er-fuhr, dass diese elenden Hunde aus einer Entfernung
von zweihundert Yards auf die Franziskanermönche
schossen, als sie diese aus ihrem Kloster flüchten sahen
- in der Hoffnung, dabei einen Europäer zu töten und
so die Mächtigen zum Eingreifen zu zwingen. Diese
List habe ich schon früher erwähnt und sie scheint eine
bevorzugte Strategie der Armenier zu sein, was ihren
Charakter in ein recht ungünstiges Licht rückt.“

karabakh-doc.azerall.info/ru/armyanstvo/arm72/Mythomania_Low_de.pdf
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 14:27
Der Quellenkunde III. Teil:


Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 09:51

Wie landet man einen Tiefschlag gegen die Türkei?
Es genügt, Adolf Hitler zu „zitieren“: „Ich habe meinen Todesschwadronen den Befehl erteilt, alle Männer,
Frauen und Kinder, die der polnischen Rasse angehören, ohne jedes Mitleid auszurotten. Es erinnert sich ja
heute auch niemand mehr an die Ausrottung der Armenier!“ Der Führer, am 22. August 1939.
Das „Zitat“ ist eine reine Erfindung der armenischen Maffia.


Dieses Zitat ist Hitler vermutlich in den Mund geschoben worden.

Zu welchem Zweck wurde der Hinweis auf die Ausrottung der Armenier erfunden? Die Antwort auf die dahinterstehende Absicht enthüllt oft etwas ganz anderes.

Das Zitat erscheint zum ersten Mal 1946 während den Nürnberger Prozessen. Dem Gericht wurden drei Mitschriften von Hitlers Geheimrede am 22.August 1939 auf dem Hohensalzberg vor den Oberfehlshabern aller drei Waffengattungen vorgelegt. Zwei Abschriften enthalten das Zitat nicht, in der dritten, vorgelegt vom Journalisten Louis P. Lochner, findet sich der Hinweis auf die Ausrottung der Armenier:

So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken. Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?

Die Authenzität ist unklar. Wenn wir davon ausgehen, daß es sich um ein erfundenes Zitat handelt, müssen wir uns auch fragen, wozu der Hinweis auf die Ausrottung der Armenier diente.

- Ich nehme an, es sollte Hitlers Absichten, die Polen auszurotten, unterstreichen, also seinen Vernichtungswillen nochmals herausstellen und die Richter der Nürnberger Prozesse beeinflussen.
- Warum wurde gerade Armenien als Beispiel gewählt? Ein wichtiger Grund ist sicherlich, daß 1946 im kollektiven Gedächtnis der Siegermächte die Massaker an den Armeniern nach 30 Jahren immer noch präsent gewesen sein müssen. Und daß diese Massaker als Vernichtung des armenischen Volkes gesehen wurden.

Das Zitat ist NICHT eine Erfindung der armenischen Maf(f)ia, sondern wurde aus völlig anderen Gründen erfunden.

Das manipulierte Zitat enthüllt uns, daß 1946 die westliche Weltöffentlichkeit überzeugt war, daß die Armenier ausgerottet wurden.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 14:27
Der Quellenkunde III. Teil:


Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 09:51

Wie landet man einen Tiefschlag gegen die Türkei?
Es genügt, Adolf Hitler zu „zitieren“: „Ich habe meinen Todesschwadronen den Befehl erteilt, alle Männer,
Frauen und Kinder, die der polnischen Rasse angehören, ohne jedes Mitleid auszurotten. Es erinnert sich ja
heute auch niemand mehr an die Ausrottung der Armenier!“ Der Führer, am 22. August 1939.
Das „Zitat“ ist eine reine Erfindung der armenischen Maffia.


Dieses Zitat ist Hitler vermutlich in den Mund geschoben worden.

Zu welchem Zweck wurde der Hinweis auf die Ausrottung der Armenier erfunden? Die Antwort auf die dahinterstehende Absicht enthüllt oft etwas ganz anderes.

Das Zitat erscheint zum ersten Mal 1946 während den Nürnberger Prozessen. Dem Gericht wurden drei Mitschriften von Hitlers Geheimrede am 22.August 1939 auf dem Hohensalzberg vor den Oberfehlshabern aller drei Waffengattungen vorgelegt. Zwei Abschriften enthalten das Zitat nicht, in der dritten, vorgelegt vom Journalisten Louis P. Lochner, findet sich der Hinweis auf die Ausrottung der Armenier:

So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken. Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?

Die Authenzität ist unklar. Wenn wir davon ausgehen, daß es sich um ein erfundenes Zitat handelt, müssen wir uns auch fragen, wozu der Hinweis auf die Ausrottung der Armenier diente.

- Ich nehme an, es sollte Hitlers Absichten, die Polen auszurotten, unterstreichen, also seinen Vernichtungswillen nochmals herausstellen und die Richter der Nürnberger Prozesse beeinflussen.
- Warum wurde gerade Armenien als Beispiel gewählt? Ein wichtiger Grund ist sicherlich, daß 1946 im kollektiven Gedächtnis der Siegermächte die Massaker an den Armeniern nach 30 Jahren immer noch präsent gewesen sein müssen. Und daß diese Massaker als Vernichtung des armenischen Volkes gesehen wurden.

Das Zitat ist NICHT eine Erfindung der armenischen Maf(f)ia, sondern wurde aus völlig anderen Gründen erfunden.

Das manipulierte Zitat enthüllt uns, daß 1946 die westliche Weltöffentlichkeit überzeugt war, daß die Armenier ausgerottet wurden.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 09:51
Was'n mit Ihnen los?
..."UND DAS BUCH DES EHEMALIGEN US-BOTSCHAFTERS MORGENTHAU, DER SICH AUSSCHLIESSLICH..."

Sie haben mit dem Morgenthau Link angefangen:
"
Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:51
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm
"

Ich kannte den gar nicht, aber ich danke Ihnen trotzdem für den hilfreichen Link...
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 10:01
Bitte ihre Meinung dazu, Herr Autor:
Stellen Sie die Urteile des europäischer Gerichtshofes in Frage oder nicht?
JA oder NEIN,
dazwischen gibt es nichts,
da können Sie 2 Milliarden Zitate benennen.
Ich bin gespannt...
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 10:08
@ tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 09:51

Morgenthau wird dir nicht helfen. Wenn du oben einige Kommentare lesen würdest, wüsstest du das sein Buch nichts beweisfähig ist. Er bindet einen Bären dem Leser auf. Das ist auch bekannt. Aus seinem Buch zu zitieren würde nur ihrer Glaubwürdigkeit schaden, daher habe ich mich nicht weiter darum gekümmert.

Lies ein bisschen, ein link schicke ich schon mal, alles andere bitte selbst suchen. Ich habe keine Lust jedesmal auf die gleichen Themen zu antworten.
Daher werde ich wahrscheinlich über jedes dieser einzelnen Fälle einen eigenen Blog schreiben müssen.
www.eraren.org/index.php?Lisan=en&Page=YayinIcerik&IcerikNo=263
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 10:11
@tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 10:01

Wenn es um Armenien und Türkei geht dann hat darüber der UN-Gerichtshof zu entscheiden, nicht der Europäische Gerichtshof. Die kann nur darüber entscheiden was innerhalb der Grenzen in der EU passiert.

Ja ich respektiere die Urteile des Gerichtshof.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 10:55
tlacuache hat einen Link (leider funktioniert er bei mir nicht) zum Tagesspiegel mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingestellt.
Das Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gilt auch für Russland, Türkei und Zypern.
Was wollen Sie da noch von einem UN-Gerichtshof?
Einen Un-Gerichtshof? Sie meinen wohl den Internationalen Gerichtshof.
Wie Sie sehen gibt es a. den einen gewünschten Gerichtshof (UN-Gerichtshof) unter dem Namen nicht und auf das Urteil bezogen heisst das zuständige Gerichtshof kurz EGMR.
Meine Beiträge versuche ich immer kurz zu halten, Sie dagegen versuchen mit vielen Worten Tatsachen zu vernebeln.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:16
@ der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 10:55

Vielleicht sollten sie ihre Gehirnzellen nicht weiter strapazieren, gehen sie lieber Spazieren oder bilden sie sich.

Die UN sind die Vereinten Nationan!
Internationaler Gerichtshof ist das Hauptrechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen. Sitzt übrigens in Den HAAG. Wenn sie nicht wo Den Haag ist, sie ist in der Niederlande.

Da ich aber ein Fauler Sack bin der jetzt nicht unbedingt "Das Hauptsprechungsorgen der Vereinten Nationen" schreiben möchte, habe ich in meiner verwirrtheit geglaubt, sie würden es auch verstehen wenn der Türke "Un-Gerichtshof" sagt.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:26
Viele Worte und wieder nicht auf den wichtigen Teil des Kommentars geantwortet EGMR hat auch für die Türkei Gültigkeit, aber wenn Sie ehrlich sind, erkennen Sie nur Urteile auf Grundlage der Scharia an ;-)
Ich habe hier nun belegt, dass der Völkermord international anerkannt ist, habe Ihnen die Zuständigkeit des EGMR erleutert und Sie wollen micht zum Spaziergang schicken?
Machen Sie sich keine Sorgen, nachdem ich Email meiner Firma, der Firma meiner Frau, meine Email und einige Bewerbungen geschrieben habe, werde ich gleich drei Kilometer schwimmen gehen.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 10:25
Ich kann auch ein bisschen um den heissen Brei reden:
Wir stellen Fest:

1.
"Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 10:08
Morgenthau wird dir nicht helfen."

Der soll mir auch gar nicht helfen, den haben Sie eingebracht, nicht ich!
"Muhabbetci schrieb am 24.12.2011 um 18:51
net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/comment/morgenthau/MorgenTC.htm"

---
2.
"Wenn es um Armenien und Türkei geht dann hat darüber der UN-Gerichtshof zu entscheiden, nicht der Europäische Gerichtshof. Die kann nur darüber entscheiden was innerhalb der Grenzen in der EU passiert."

Na dass ist doch mal ein Wort!!!
Also:
"...nicht der Europäische Gerichtshof", sondern der UN-Gerichtshof hat da zu entscheiden."

Fazit:
Der europäische Gerichtshof ist nur eine Tasche von Luschen und Idioten, der hat da eh' keine Ahnung von.
Dankeschön
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:06
@tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 10:25

Wie eine gute Freundin sagte:"schließlich ist es eine der Errungenschaften der Aufklärung, dass Angeklagte nur vom zuständigen Richter verurteilt werden dürfen."
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:12
Nochmal, das Urteil erging vor dem EGMR und das gilt auch für die Türkei.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:24
@der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:12

Her mit dem Link. Mal schauen um was dort ging. Ging es dort um Armenien und Türkei?
Wurde Gericht gehalten über die Türkei? Hat Armenien den Gerichtshof bemüht?
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:35
Es ging um ein Attentat, bemühen Sie google und nicht kaabagoogle.
Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 12:43
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 10:08

Daher werde ich wahrscheinlich über jedes dieser einzelnen Fälle einen eigenen Blog schreiben müssen.

BITTE NICHT!!!
Die Erbärmlichkeit dieses Blogs ist kaum noch erträglich. Was Du damit beabsichtigst ist jetzt endgültig jedem klar geworden.
Ergänzend wäre zu fordern: Einreiseverbot für die Ver-leugner(fechter???) des Genozids an den Armeniern.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 13:02
vielleicht hat er hierzu auch einige Kommentare, warum das alles vollkommen in Ordnung war und bringt einen (oder mehr, vielmehr) neuen Blog(s)
de.wikipedia.org/wiki/Religion_in_der_T%C3%BCrkei#Schwierigkeiten_der_religi.C3.B6sen_Minderheiten
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 13:19
Nach Muhabbetci-Logik kann man den rechtsradikalen Terror in Deutschland nicht verurteilen, weil immer noch mehr Deutsche von Türken umgebracht werden als umgekehrt.
Also ich würde so etwas nie behaupten, würde aber nach meiner Auffassung eine Kausalität zu den Standpunkten von Muhabbetci bestehen.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 13:44
@Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 12:43

Wenn es so unterträglich ist, dann verstehe ich nicht warum du immer wieder meine Blogs liest und auch meine Kommentare?
Ich lese deine Blogs nicht!
Du meine schon!

Warum eigentlich?
Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 13:54
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 13:44

Wenn es so unterträglich ist, dann verstehe ich nicht warum du immer wieder meine Blogs liest und auch meine Kommentare?
Ich lese deine Blogs nicht!
Du meine schon!


Deine Kommentare lese ich nicht unbedingt, vor allen Dingen dann nicht, wenn sie aus dem 1.391-sten Aufguss des gestrigen Tees bestehen.
Deine Blogs sind insofern aufschlussreich, als man aus Ihnen erkennen und erlesen kann, was die türkische Gemeinde in ihren Phantasmen und Selbstbeweihräucherungen so umtreibt.
Man muss schließlich gewappnet sein, wenn die Bunderepublik per Dekret aus Ankara aus dem Zustand postneolithischer Barbarei zur türkischen Provinz ausgerufen wird.
Verstanden? Nein? Dich versteht hier aber jeder
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 14:05
@Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 13:54

Danke, das war mehr als aufschlussreich.
Ich würde es jedem empfehlen diesen einen Kommentar von ihnen zu lesen.

Übrigens bin ich nicht "DIE türkische community" sondern nur ein türkischer Blogger!
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 12:25
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:06
"schließlich ist es eine der Errungenschaften der Aufklärung, dass Angeklagte nur vom zuständigen Richter verurteilt werden dürfen."

Ja, da haben Sie wieder den heiligen Gral dazu gefunden, zur Aufklärung,
der wurde aber scheinbar wieder verpennt, was so Morde an Journalisten angeht.
Wer schon den "Karniggelverein" europäischen Gerichtshof nicht anerkennt
(...Rest von VERFASSER moderiert !...)
Nein, Sie werden hier nicht das letzte Wort haben
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:44
@ tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 12:25
@der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:35

So so, euch ging es also um einige Attentate.

Wie sieht es dann eigentlich mit den Attentaten die von Armeniern verübt worden sind. Und ich rede hier von der Neuzeit.

Ermordete türkische Diplomaten, Beamte und Staatsbürger durch armenische Terroristen:

Datum Stadt / Titel Name

27.01.1973 Santa Barbara, Generalkonsul Mehmet BAYDAR
Santa Barbara / Konsul Bahadır DEMİR
22.10.1975 Wien, Botschafter Daniş TUNALIGİL
24.10.1975 Paris, Botschafter İsmail EREZ
Paris / Fahrer Talip YENER
16.02.1976 Beirut, Erster Sekretär
Oktar CİRİT
09.06.1977 Vatikan, Botschafter Taha CARIM
02.06.1978 Madrid, Botschafter Necla KUNERALP
Madrid / Pensionierter Botschafter Beşir BALCIOĞLU
12.10.1979 Den Haag, Sohn des Botschafters Ahmet BENLER
22.12.1979 Paris, Berater für Tourismus Yılmaz ÇOLPAN
31.07.1980 Athen administrativer Attaché Galip ÖZMEN
Athen, Tochter des administrativen Attaché Neslihan ÖZMEN
17.12.1980 Sydney, Generalkonsul Şarık ARIYAK
Sydney / Attaché für Sicherheit

Engin SEVER

04.03.1981
Paris, Attaché für Arbeitsangelegenheiten Religionsberater Reşat MORALI
Paris /Counsellor for Religiotis Affairs Tecelli ARI
09.06.1981 Genf Sekretär M.Savaş YERGÜZ
24.09.1981 Paris, Attaché für Sicherheit Cemal ÖZEN
28.01.1982 Los Angeles, Generalkonsul Kemal ARIKAN
08.04.1982 Ottawa, Handelsberater Kani GÜNGÖR
04.05.1982 Boston, Ehrengeneralkonsul Orhan GÜNDÜZ
07.06.1982 Lissabon, admnistrativer Attaché Erkut AKBAY
27.08.1982 Ottawa, Militärattaché Colonel Atilla ALTIKAT
09.09.1982 Burgaz, admnistrativer Attaché Bora SÜELKAN
08.01.1983 Lissabon, Ehefrau des admnistrativen Attaché Nadide AKBAY
09.03.1983 Belgrad, Botschafter Galip BALKAR
14.07.1983 Brüssel, admnistrativer Attaché Dursun AKSOY
27.07.1983 Lissabon, Ehefrau des Beraters Cahide MIHÇIOĞLU
28.04.1984 Teheran, Ehefrau des Sekretärs Işık YÖNDER
20.06.1984 Wien, Arbeitsattaché Erdoğan ÖZEN
19.11.1984 Wien, internationaler Beamter Enver ERGUN
07.10.1991 Athen, Presseataché Çetin GÖRGÜ
11.12.1993 Bagdat, admnistrativer Attaché Çağlar YÜCEL
04.07.1994 Athen, Berater Haluk SİPAHİOĞLU
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:48
vielleicht braucht Muhabbetci doch die Hilfe einen passenden Link zu finden:
www.sueddeutsche.de/politik/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-tuerkei-traegt-mitschuld-an-hrant-dinks-ermordung-1.999573
dort steht das Urteil
de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Gerichtshof_f%C3%BCr_Menschenrechte
und hier die Zuständigkeit auch für die Türkei.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:53
Sehen Sie, Sie wollen ein Unrecht mit einem anderen vergelten. Mag vielleicht an ihrer Sozialisierung liegen ;-)
Nur weil die Armenier keine Sängerknaben sind, darf man trotzdem keinen Völkermord oder den Mord an Journalisten verüben/nicht verhindern.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 13:41
@der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 12:48
@tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:05

Ich frage noch einmal.

Hat der europäische Gerichtshof über Armenien und Türkei entschieden? Wenn ja wo ist das Urteil?

Doch sie sprechen hier von Hrant Dink. Hrant Dink ist ein anderes Thema als die Sache mit dem Genozidvorwurf.

Ach da fällt mir ein, Orhan Dink, der Bruder von Hrant Dink. Schauen sie mal was er zu dem Thema zu sagen hat!

Hrant Dinks Bruder: Genozid-Gesetz verstößt gegen Meinungsfreiheit!

Bei einem am Montag in dem Fernsehsender CNN Türk gesendeten Gespräch appellierte Dink auch und besonders an die armenische Diaspora in Frankreich, den Gesetzesentwurf abzulehnen. „Dieses Gesetz ist eine Beleidigung auch für euch.“ Er appelliert an sie, nicht zuzulassen, dass der damals erlebte Schmerz instrumentalisiert wird. „Lasst die Menschen von heute nicht für die Schmerzen eurer Vorfahren leiden“, so Dink weiter.


Also ist der Bruder von Hrant Dink dann wohl jemand der den Europäischen Gerichtshof nicht respektiert?
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 19:39
Behauptung über angeblichen Bericht auf CNN Türk. Könnte auch nicht anders gelaufen sein, da er ja ansonsten ins Gefängnis kommen könnte.
Die Belege für den formaljuristisch abgehandelten Völkermord hatte ich schon, den Bezug auf ...
Ach, auch wenn man alles 100x wiederholen würde, Sie würden doch nichts verstehen (wollen) und kommen dann, wenn die Wahrheit ihnen um die Ohren fliegt, wieder mit seitenlangen Kopien irgendwelcher Berichte oder Listen, damit die Wahrheit untergeht... gähn
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:05
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:44
es nutz' nix,
wieder & wieder 2000 Zitate & oder Attentate runterzulöten,
Sie gehen einfach nicht auf die "Grundargumente" ein...
Ein Schelm wer Zitatlisten liest, aber und / oder noch nicht mal den europäische Gerichtshof anerkennt
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 13:08
Hey der europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilt nicht auf Grundlage der Scharia. Da kann man dieses Gericht bestimmt nicht anerkennen ;-)
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 09:21
"Hey der europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilt nicht auf Grundlage der Scharia. Da kann man dieses Gericht bestimmt nicht anerkennen ;-)"

Dein westlich/europäischer nationalismus gepaart mit ner ordentlichenn ladung Islamophobie schimmert doch immer wieder durch. Vor allem wenn sie versuchen witzig zu sein
merdeister schrieb am 27.12.2011 um 13:27
Wenn Ihr geklärt habt, ob es Völkermord war, sagt Ihr mir dann auch, was wir für die Zukunft daraus lernen?
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:33
merdeister schrieb am 27.12.2011 um 13:27
So jetzt mal Maske abnehmen und Farbe bekennen,
Fachpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie, und nicht nur kluge Sprüche klopfen...
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 13:36
@merdeister schrieb am 27.12.2011 um 13:27

Ich für meinen Teil hoffe und auch viele andere Türken, dass man sich dann endlich auf die Probleme von heute konzentrieren kann und endlich Frieden einkehren kann, ohne das man den anderen für irgendetwas beschuldigen muss.

So lange aber die Schuldfrage nicht geklärt ist und es wird sich nicht klären so lange Armenien nicht bereit ist ihre archive zu öffnen. :)
Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 14:04
Muhannetci: So lange aber die Schuldfrage nicht geklärt ist und es wird sich nicht klären so lange Armenien nicht bereit ist ihre archive zu öffnen.

Im Netz gefunden unter
www.armenien.am/9998-armeniens-archive.html

Die Archive, die Armenien hatte, sind nach dem "Beitritt" zur Sowjetunion nach Moskau gebracht worden, weil die sowjetische Regierung nicht wollte, dass einzelne Republiken in die Außenpolitik reinregieren. Der Grenzvertrag mit der TR wurde denn auch von der Moskauer Regierung abgeschlossen.

Die armenischen Archive in Moskau sind nach dem Ende der UdSSR geöffnet worden, die TR hat eine vollständige Kopie bekommen.

Armenien selbst hat eine vollständige Kopie des deutschen Archivs bekommen, und zwar 2001. Die Akten waren aber schon vorher frei zugänglich, sie stehen zum Teil auch im Internet.

Die Propaganda der türkischen Regierung richtet sich an die eigene Bevölkerung: Sie behaupten armenische Aufstände und Ähnliches, die es nie gab, darüber gibt es auch keine Unterlagen. Also fordern sie von Armenien, die Archive über diese Aufstände zu öffnen – das wird aber nicht als Forderung nach Armenien geschickt, sondern auf Türkisch an die eigene Bevölkerung.

Das Europaparlament hat wiederholt die Türkei aufgefordert, ihre Archive zu öffnen. Das wird von der TR-Regierung bisher verweigert. Geöffnet ist das Regierungsarchiv, neuerdings auch das Grundarchiv (wo Eigentumsübergaben an Grundstücken und Häuser zwischen 1915 und 1923 zu erkennen sind) und Teile des Militärarchivs. Dort ist zu erkennen, dass es 1915/16 keinerlei Truppenbewegungen zur Bekämpfung "armenischer Aufstände" gab, die zeitgenössischen Militärs konnten also noch nicht ahnen, welche Propaganda die TR nach dem Militärputsch von 1980 machen würde.

Wenn Du bei "politikcity" liest: Die paar Leute, die sich ein bisschen besser auskennen, sind genervt über diese Wiederholung der alten Propagandalüge, weil sie ja wissen, dass in Eriwan alles zugänglich ist und die eigene Regierung Probleme mit dem Öffnen von Archiven hat. So hat Derya Tulga neulich auf die Wiederholung der Forderung, "die Armenier" sollten ihre Archive öffnen, relativ genervt geantwortet:

Zitat:
Die Armenier haben mehr als genug veröffentlicht, die türkische Seite bettelt nur nach einer Historikerkommission. Sie selbst ist anscheinend nicht in der Lage aus freien Stücken wissenschaftlichen Kriterien zu genügen.
miauxx schrieb am 27.12.2011 um 15:41
@merdeister schrieb am 27.12.2011 um 13:27
"Wenn Ihr geklärt habt, ob es Völkermord war, sagt Ihr mir dann auch, was wir für die Zukunft daraus lernen?"

Der einzige vernünftige Kommentar bis hierher!

Ansonsten nur recht armseliges Rechthaberei-Gebahren.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 15:57
"Der einzige vernünftige Kommentar bis hierher!"
miauxx schrieb am 27.12.2011 um 15:41

Na dann bitten wir miauxx höflichst um eine eigene Meinung zu diesem Thema...

Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wieviel Stunden an Recherchen dahinterstehen bei den "armseliges Rechthaberei-Gebahren"?
So einen Schnullikommentar kann man sich auch schenken...
Dankeschön
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:35
Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wieviel Stunden an Recherchen dahinterstehen bei den "armseliges Rechthaberei-Gebahren"?
So einen Schnullikommentar kann man sich auch schenken...
Dankeschön


grummelte er finster:

thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:40
@tlcuache:

Sorry, ich konnte nicht widerstehen, mea culpa ....
Du darfst auch ein Panzerbildchen einsetzen.
merdeister schrieb am 27.12.2011 um 16:49
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:33
So jetzt mal Maske abnehmen und Farbe bekennen
Wozu?
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 16:54
@Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 14:04

Toll jetzt verlinken wir schon auf Foren und Blogs. Ich frage mich wieso du nicht weiter geforscht hast. Es gibt mehr als genug armenische archive. Seit Jahren schreit die Türkei "öffnet die archive" und keiner sagt was dazu bis auf irgendeinem typen in einem Forum der keine Quellen nennt.

Darf ich eigentlich jetzt auch solche quellen benutzen?
Ich bin nicht so tief gefallen das ich Foren ohne Quellen verlinken möchte.

Heise: Jetzt soll es sich ja um eine international besetzte Historikerkommission handeln. Hikmet Özdemir, der die türkische Regierung berät, wünscht sich, dass alle Beteiligten die Archive öffnen und die Tageszeitung "Die Welt" zitiert ihn eben damit, dass wenn dabei herauskäme, dass es ein Genozid war, dass die Türkei das auch anerkennen würde. Sie zweifeln aber daran?

Dabag: Ich zweifele sehr daran, weil ich das als eine Verzögerungstaktik sehe, um die Verhinderung der Anerkennung des Völkermords durch dritte Staaten zu erreichen.
www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1050961/

Also gibt es archive oder gibt es keine Archive?
Dann will ich auch noch das hier mit einbringen dürfen:
Armenische Quellen:
Dazu zählen neben anderen die Nachkriegsbestände des Patriarchats von Konstantinopel der Armenischen Apostolischen Kirche, die in Jerusalem lagern.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 17:26
"merdeister schrieb am 27.12.2011 um 16:49
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:33
So jetzt mal Maske abnehmen und Farbe bekennen
Wozu?"

Ja, man kann sich natuerlich bequem zuruecklehnen und keine Stellung beziehen, so lebt es sich leicht...
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 17:33
ttg,
Du weisst schon, mit wem Du dich anlegst?
;-)
www.youtube.com/watch?v=JulE6Q2YcjY&feature=related
merdeister schrieb am 27.12.2011 um 17:55
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 17:26
Es besteht ein Unterschied darin, sich zurückzulehnen und sich mit einem Rabauken, wie Dir einzulassen. Wozu, also zu welchem Punkt, soll ich Stellung beziehen und warum?
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 18:12
merdeister schrieb am 27.12.2011 um 17:55
Klar sollen Sie sich nicht mit einem Rabauken wie mir einlassen, dass verstehe ich vollkommen,
aber zur Sache haben Sie hier nichts beigetragen...
ausser mal
"Wenn Ihr geklärt habt, ob es Völkermord war, sagt Ihr mir dann auch, was wir für die Zukunft daraus lernen?"
Ob es Massenmord, Völkermord oder sonstwie was zu sagen gibt, spielt ja auch keine Rolle...
...
miauxx schrieb am 27.12.2011 um 18:54
@tlacuache/ ttg

Um's "Stellung-Beziehen" geht's also ... irgendwie, verflixt, habe ich das die ganze Zeit beim Mitlesen hier geahnt ...

Man sollte Muhabbetcis Intentionen, die eine starke nationale Parteinahme vermuten lassen, hinterfragen. Und hier möchte ich mich mal korrigieren: Wenn man sich schon auf den recht schlechten Artikel Muhabb.'s einlassen will, so hat
ChristianBerlin hierzu weiter oben die besten Einlassungen formuliert. Milde, wie man ihn kennt. Wesentlich ist aber, dass er das Moment des vermeintlichen Anlasses für Muhab. Artikel, die strenge Unter-Strafe-Stellung von Völkermord-Leugung in Frankreich als reine "Provokation" der Türkei, von der Klärung der Frage 'Völkermord - ja oder nein?' trennt. Ferner ist dort der nicht zu unterschätzende Hinweis zu lesen, dass jede Feststellung geschichtlicher Tatsachen nicht dem Irren entgehen kann.
Ganz zu schweigen von vitalen politischen Interessen an der auch Zurichtung von Geschichte, die ja geschrieben wird und nicht einfach vorliegt.
Auch wenn es objektiv 1:0 contra Muhabb.'s Behauptungen steht - es ist, wie hier irgendwo jmnd. bemerkte, "vermintes Gebiet".
Ich wäre gespannt darauf, wie hier (die Frage des Ortes stellt sich zudem), endgültig die Frage der Textkritik gelöst wird. Schwierig wird es da, wenn es um "Meinung" und vielmehr noch "Stellung-Beziehen" geht ...
miauxx schrieb am 27.12.2011 um 19:04
Im Link iss'n Fehler; also nochmal zu Christians Anmerkungen:

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/voelkermord-ja-oder-nein#comment-349610
ngng schrieb am 27.12.2011 um 19:09
Der Blog steht nun durch die vielen Kommentare ganz oben, was schon mal aussagt, dass die Meistkommentierten nichts mit produktivem Inhalt zu tun haben.

Nun kann man fragen, ob man die Leugnung eines Völkermordes (darum geht es merdeister) ignoriert, auch die Intentionen des Autors, oder ob man darauf eingeht. Das ist jedem selbst vorbehalten.
Großkotzert und ohne jeden Inhalt bei dem Thema einen Kommentar zu posten von wegen "Wenn ihr geklärt habt" ist eigentlich nur peinlich. Und die Frage "Wozu sollte ich", da hätte man doch etwas anderes erwartet, oder auch nicht.
Es geht um das Thema Völkermord, dessen Leugnung ich nur gruselig finde, und dagegen anzugehn kann wohl kaum etwas mit Rechthaberei zu tun haben, jedenfalls nicht nach meiner Logik.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 19:25
Muha... ist hier nur noch als Verteidiger der Moslems und Türken unterwegs.
Kritik in jeglicher Form an seinen Ausführung unangebracht.
Belegte Verweise, andere Quellen, unglaubwürdig.
EGMR nicht zuständig, etc. pp.
Wir leben in Deutschland, hier kann man alles von sich geben, muß aber damit leben, dass andere eine andere Meinung haben.
Und da hapert es bei Muha... gewaltig.
Muha... entfernt sich immer mehr in eine religös-nationalistische Ecke, die, wenn ein Deutscher dieses in gleicher Form hier tuen würde, seinen sofortigen Ausschluss aus dem Blog bedeuten würde, inkl. Löschung aller Beiträge.
wwalkie schrieb am 27.12.2011 um 20:05
Die Hartnäckigkeit, miauxx, mit der hier "argumentiert" wird, ist nicht grundlos, hat auch weniger mit "Rechthaberei" zu tun. Was mich betrifft, habe mich auch nicht grundlos zurückgehalten - von zwei kleineren Bemerkungen abgesehen.

Da ist einmal die Gott sei's gedankt Sensibilität gegenüber denen, die man pauschalisiert, aber nicht falsch Negationisten oder Revisionisten nennt. Und diese sind in der Tat unerträglich. Was Muhabbetci hier zum Besten gab und gibt, ist, ist - nicht nur für Armenier - kaum auszuhalten, wobei ich den Bodycount am schlimmsten finde (eiskalt wird diskutiert: waren es 300.000 oder 1.500.000 tote Armenier? Waren darunter "Terroristen", "Banden"? Wenn ja, was heißt das angesichts der Zahlen?). Es ist diese Sprache, die einen sprach-los macht. Dazu ein Generalverdacht gegenüber Historikern, die ihr "Handwerk" in der Regel gut verstehen, professionell allerdings oft unterschiedlicher Meinung über Quellenrelevanz sind und in ihrer wissenschaftlichen Naivetät von den Negationisten instrumentalisiert werden. Andererseits frage ich mich, wie kommt ein Nichthistoriker wie Muhabbetci dazu, kilometerlange Internetarchive über den Völkermord anzulegen und bei Gelegenheit abzurufen? Oder werden diese "geliefert"? Die Argumente der Negationisten in Frankreich, der Türkei, in Belgien und in der BRD ähneln sich derart, ,dass der Verdacht nahe liegt. Wie kommt er dazu, ein "unabhängiges Gericht" als Wahrheitsinstanz anerkennen zu wollen, das doch auch wieder von Gutachtern, also Historikern, abhängt. Und warum ist das für ihn so wichtig, existentiell wichtig, fast hundert Jahre nach diesen Verbrechen gegen die Menschheit, die Völkermord zu nennen er sich weigert? Warum schafft er es nicht zu sagen: Ja, diesen Völkermord haben Türken begangen, in einer bestimmten historischen Situation, ideologisch verblendet von Nationalismus, Sozialdarwinismus und Rassismus? Wo ist das Problem? Warum schreibt er nicht: Ja, unter dem gegenwärtigen Regime in der Türkei ist es dort schwierig, die Wahrheit zu erforschen, geschweige denn zu sagen? Muhabbetci aber lebt gefahrlos in Deutschland. Woher dieser obstinate Stolz, ein Türke zu sein, der von DEN Armeniern spricht (ist es nur die Kehrseite der Dummköpfe, die stolz sind, Deutsche zu sein?)?

Plausible Antworten auf diese Fragen bleibt er schuldig. Geht es ihm um die Wahrheit, wie er behauptet? Dann würde er nicht so schludrig argumentieren. Geht es ihm darum, deutsche Vorurteile gegen DIE Türken in der BRD zu entkräften? Dann würde er merken, dass er genau diese verstärkt (wie man an einigen Kommentaren hier merkt), indem er pauschal von DEN Armeniern und DEN Türken spricht, indem er, was doch evident ist, verneint (und dann doch, ungelenk, indirekt zugibt), indem er methodisch so verfährt, wie bei uns die Holocaustleugner und indem er die zu kritisierende Geschichtspolitik der in der Türkei Herrschenden und ihrer Medien nicht hinterfragt (ich könnte fortfahren, doch mag es nicht, dieses Niveau geht mir dermaßen gegen den Strich).

Und zum Schluss. Es betrübt mich, solche schlechten Texte, wie Sie zurecht feststellen, in der Freitag-Community lesen zu müssen. Ich möchte nicht, dass die vielen guten Texte, die hier zu lesen sind, mit diesen in einen Topf geworfen werden.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 21:52
@wwalkie

Du hast das gesagt, was ich nicht ausdrücken konnte.
Merci
miauxx schrieb am 28.12.2011 um 13:24
@wwalkie (u. alle anderen)

Was die Vorwürfe an und Verdächtigungen gegen Muhabbetci bezüglich seiner Argumentationen und auch Diskussionsweise angeht, würde ich gar nicht widersprechen.
Zunächst ist das Thema an sich schon heiß. Dazu kommt die Haltung des Autors, die provokativ nach einer Ja- oder Nein-Entscheidung ruft. An diesem Punkt ist bereits eine Grenze überschritten. Schon für ein Historikerkonsortium, das erkennbar nicht für ein nationales Interesse arbeitet, wäre eine so gestellte Frage keine gute Arbeitsgrundlage.
Für einen Blog auf der Oberfläche des Netzauftrittes einer Wochenzeitung und eine sich wahrscheinlich daran hängende Forendiskussion ist das Thema mit so gestellten Voraussetzungen aber völlig daneben.
Auch wenn der/ die eine oder andere hier durchaus Erfahrungen im unmittelbaren Thema bzw. geschichtlichem Arbeiten haben mag, ist hier nicht der Ort, der Klärung der Frage um den Tatbestand eines Völkermordes nachzugehen.

Allein wegen der zweifelhaften Prämissen, die Muhabb. hier zur "Diskussion" stellt, aber auch, weil ich in diesem Thema so gut wie gar nicht drinstecke, wollte ich mich auch völlig enthalten. Zumindest eben in der Sache und weil das Thema hier in der Vergangenheit schon zu Explosionen führte.
Aus vielleicht Voyeurismus habe ich aber mitgelesen und empfand die Gegnerschaft contra Muhabbetcis Trotz dann als ebenso einseitig insistierend. Insistierend auf der Feststellung, dass es damals dort nun ebenmal einen Völkermord gab und basta. Es ist allein den Möglichkeiten eines solchen threads im Internet nicht angemessen, eine Ja-Nein-Frage von solcher Brisanz lösen zu wollen (abgesehen, wie schon gesagt, von der Unmöglichkeit der Frage an sich). Da mögen auch im Netz noch so viele Quellen oder Quellverweise rumfliegen; man kann die sich hier endlos um die Ohren hauen ... es kommt nichts dabei heraus! Auch aus journalistischer Sicht kann ein solches Thema nicht so angegangen werden.
Mein Vorwurf der Nur-Rechthaberei mag nicht die Intention des einen oder anderen hier treffen; der Eindruck entsteht aber - für mich allein? - zwangsläufig.

Die Beleuchtung eines solchen Themas unter den Vorzeichen der Brisanz zwischen beteiligten Staaten, der Auswirkungen auf das aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehen oder einfach die Darstellung des Standes der geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung (oder Nicht-Aufarbeitung) - all' das könnte einen Artikel abgeben, der nicht in den Geruch eines puren Revisionismus kommen will.
Und somit fand ich merdeisters Kommentar, später auch Christians, als am treffendsten. Wie wird mit der Thematik Kriegsverbrechen und Völkermord umgegangen? Lernen "wir" überhaupt was daraus? Oder geht es einzig um nationale Behauptung? Werden solche dunklen Flecken in der Geschichte eines Landes vielleicht auch am falschen Ort nur instrumentalisiert?

Alles, was Sie, wwalkie, gegen Muhabbetci vorbringen, würde ich so unterschreiben. Und, ich wiederhole mich, für mich war nicht erkennbar, dass es bei den Engagiertesten hier um mehr als um die reine Feststellung 'ja, es war ein Völkermord' geht. Die Recherche-Arbeit, welche sich einige hier gemacht haben in allen Ehren! Trotzdem ist eine solche Diskussion hier deplaziert. Wie gesagt: Die Voraussetzungen stimmen schon nicht.

Mit meinem Vorwurf der "armseligen Rechthaberei" bin ich wohl zu weit gegangen. Dafür entschuldige ich mich!
GEBE schrieb am 28.12.2011 um 13:48
@ miauxx schrieb am 28.12.2011 um 13:24:

Liebe /lieber miauxx,

diesem klugen Kommentar kann ich nur zustimmen!
merdeister schrieb am 28.12.2011 um 19:47
@miauxx

Danke
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:49
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 12:44
"So so, euch ging es also um einige Attentate.
Wie sieht es dann eigentlich mit den Attentaten die von Armeniern verübt worden sind. Und ich rede hier von der Neuzeit"...

Das ist ja eine schoene Schleimerei, brauchen Sie daheim einen neuen Pass oder was?
Recep Tayyip Erdoğangive love and peace & Stempel...
..."um einige Attentate"...etc. ....

www.amnesty.org/en/library/asset/EUR44/017/2011/en/080180c8-5361-411a-89ce-892ed86834d0/eur440172011en.html

oder

www.amnesty.org/en/region/turkey

Oder is' amnesty international auch wieder so'n Karnevalsverein, AUTOR?
Bidde bidde, weidersoinformieren...

Ich zieh' das durch,
Herr Autor, und das hat einen ganz trivialen Grund:
Ich weiss wie es in so Ländern aussieht bei denen Pressefreiheit mit dem Tode bedroht bzw. getötet WIRD und Menschenrechte mit Füssen getreten werden, davon haben Sie scheinbar noch keine Ahnung und ich hoffe es bleibt Ihnen erspart...

Viel Spass im "Wohlfühlland" Deutschland in dem man alles sagen darf...
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 14:41
@tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 13:49

Deutschland war am Genozid an den Armeniern beteiligt. Das ist aus den Berichten des auswärtigen Amts belegt.

Leugnest du das?
Auch Frankreich, Briten, Griechen und Russland war daran beteiligt!
Leugnest du das?

Ich hoffe nicht...!
Wenn ja, musst du es beweisen dass sie nicht beteiligt gewesen sind anhand der Dokumente der Armenier.
Mal abgesehen von der Tatsache dass es jetzt unter strafe gestellt wurde.
Soll bedeuten, du würdest in Frankreich 1 Jahr Gefängniss und 45tausend € strafe zahlen müssen.

Denn das Gesetzt gilt nicht explizit für Türken, sondern für jeden der die Beteiligung oder den Genozid leugnet.

Soll heissen, niemand kann ab sofort leugnen dass Deutschland am Genozid beteiligt gewesen ist.

Wehe wenn....
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 14:54
Was erzählst'n SIE da wieder für'n Kram:
Ich hatte schon (Gäähhn)...

Sie können mich hier weiterlangweilen,
aber Sie bekommen hier nicht das letzte Wort,
verstanden?
---
tlacuache schrieb am 24.12.2011 um 18:46
"Das natuerlich die Deutschen etc. auch keine gute Figur dabei gemacht haben, tut HIER eben nix zur Sache..."
---
Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 15:09
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 14:41

Deutschland war am Genozid an den Armeniern beteiligt. Das ist aus den Berichten des auswärtigen Amts belegt.

Das klingt interessant, was Du da schreibst. Würdest Du, bitte, die Zeilen oder Textstellen aus dem auswärtigen Amtsbericht mal hier rein stellen, wir brauchen nämlich dringenst Nachhilfe in Geschichte und lesen können wir hier auch nicht ... anscheinend
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 15:54
@tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 14:54
@Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 15:09

Leugnet ihr beide den Genozid etwa?
Ihr wisst aber schon das dies unter Strafe steht in Frankreich, oder?
Wollt ihr etwas behaupten das Deutschland nichts damit zu tun hätte?
Übrigens wieso muss ich das eigentlich beweisen.
Armenien muss es beweisen und Deutschland...

Obwohl ich dokumente habe aus archiven...

Vielleicht einfach mal im Blog den Nachtrag lesen...? Dort stehts drin, sogar mit Quellenangaben ;)
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 16:25
Sie schweifen nur noch ab.
Es wurde belegt, dass es ein anerkannter Völkermord ist.
Fasst alle Aussagen von Muhabbetci wurden eindrucksvoll widerlegt, nur die Einsicht des Herrn Muhabbetci fehlt noch.
Wissen Herr Muhabbetci, vielleicht sollten Sie sich mal mit einem echten Problem beschäftigen, wie den rechtsradikalen Türken in der Türkei und in Deutschland (googlen hilft).
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:27

Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 14:41

Deutschland war am Genozid an den Armeniern beteiligt. Das ist aus den Berichten des auswärtigen Amts belegt.


Gut, damit ist ja deine Eingangsfrage gelöst: Völkermord: Ja oder Nein? Antwort: Ja!
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 16:51
Es bestreitet ja keiner, dass auch deutsche Militär an der Ausbildung der osmanischen Streitkräfte beteiligt war und das manche Truppenteile sogar von deutschen Soldaten geleitet wurde und es bestreitet auch keiner, dass Deutschland (übrigens auch Österreich-Ungarn) seine hinreichende Informationen nicht weitergegeben hat, aber der Unterschied hierzu ist, dass der Genozid von den Türken ausging.
Nach dieser Lesart waren alle europäischen Staaten an der Vernichtung der Juden beteiligt.
Aber die Schande steht nur Deutschland zu, so wie die Schande des Völkermords den Türken zusteht und sie dazu stehen sollen.
Wie es ehrhafte Menschen machen.
Mir würde es nie in den Sinn kommen Fahrerflucht zu begehen, denn ich stehe zu meinen Taten.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 16:59
@ thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:27

Deutschland muss sich also ab sofort zum Völkermord an den Armeniern verantworten? Das bedeutet dann aber, das die Türkei von Deutschland dazu angestiftet worden wäre und daher Deutschland die Hauptschuld tragen würde.

Schade nur das die archive vom AA manipuliert und gefälscht worden...Sonst hätte man Deutschland verantwortlich machen können. Türkei war halt nicht so klug ihre archive zu manipulieren...

Völkermord: Ja oder Nein?
Antwort: Noch nicht vollständig bewiesen!
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 17:07
Wieder im Bereich der Verschwörungstheorien.
Nur weil Sie viel schreiben, muß da nicht auch etwas gutes bei sein.
googlen Sie doch mal anerkannte Völkermorde...
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 17:24
Irgendwie solltest du dich allmählich für eine Linie entscheiden:

entweder
a)


Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 14:41

Deutschland war am Genozid an den Armeniern beteiligt. Das ist aus den Berichten des auswärtigen Amts belegt.


oder

b)
Schade nur das die archive vom AA manipuliert und gefälscht worden...Sonst hätte man Deutschland verantwortlich machen können. Türkei war halt nicht so klug ihre archive zu manipulieren...

Völkermord: Ja oder Nein?
Antwort: Noch nicht vollständig bewiesen!


Und überhaupt, wir habens schon diverse Male erörtert, nicht die Archive sind manipuliert worden, sondern Abschriften von Dokumenten aus diesen Archiven.
Kunibert Hurtig schrieb am 27.12.2011 um 17:39
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 15:54

Du bist einfach nur eine Marionette. Verkauf deine Beschneidungskarten weiter und gut ist.

Dieser Kommentar wurde von der Moderation editiert.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:59
@ thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 17:24

Die Sache ist noch nicht ganz geklärt, auch das musst du zugeben. Nur aus der Sicht der Deutschen wurden sie archive neu überarbeitet aber woher sollen wir wissen ob sie nicht auch aus der Sicht der Armenier manipuliert worden sind. Ok, die Abschriften.

Fakt ist das sowohl Lepsius wie auch das AA die dokumente Manipuliert haben. Mal abgesehen davon finde ich es natürlich toll das herr Gust dies überarbeitet aber schade finde ich, dass er es nur aus der Sicht der Deutschen macht.
Abgesehen davon sind manipulierte dokumente, von denen man ja nun nicht mit 100% Sicherheit sagen kann wieviele diesem Irrsinn zum Opfer gefallen sind, vor einem Gericht niemals zugelassen werden würde.

Man müsste die Dokumente mit den archiven der Armenier, Engländer, türkischen u.s.w. vergleichen damit man ein komplettes Bild hat.

Wäre es nicht die einfachste Art die Wahrheit in vollem Umfang herauszufinden?
Dafür braucht es aber die Historiker-Kommission.
Was denkst du eigentlich darüber?
Ich meine über die Historikerkomission idee?
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 19:19
Formaljuristisch ist der Fall ja abgeschlossen, es ist ein international anerkannter Völkermord. Ob man jetzt durch eine Historiker-Kommission noch etwas aufarbeiten muß, ausser die Einstellung der Türken mit ihren obskuren Türkentumparagaphen, will ich nicht entscheiden, aber unbedingt nochmal erwähnen.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 21:35

Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:59
@ thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 17:24

Die Sache ist noch nicht ganz geklärt, auch das musst du zugeben. Nur aus der Sicht der Deutschen wurden sie archive neu überarbeitet aber woher sollen wir wissen ob sie nicht auch aus der Sicht der Armenier manipuliert worden sind. Ok, die Abschriften.

Fakt ist das sowohl Lepsius wie auch das AA die dokumente Manipuliert haben. Mal abgesehen davon finde ich es natürlich toll das herr Gust dies überarbeitet aber schade finde ich, dass er es nur aus der Sicht der Deutschen macht.


Und nochmals, damit irgendwelche Leute überhaupt gemerkt haben, daß irgendwelche Abschriften manipuliert wurden, müssen irgendwo die Originale zum Vergleich vorhanden sein.
Heute befaßt sich die Forschung mit diesen Originalen. Diese Originale sind einsehbar, den Link habe ich dir oben schon mehrmals angegeben und werde ihn zum gefühlten 100. Male wiederholen:

www.armenocide.net/armenocide/armgende.nsf/WebStart-De?OpenFrameset

Stichwort "Revidierte Lepsius-Edition"

Ich werde es dir auch noch ein 101. Mal erklären.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 15:03
"Leugnest du das?"
"Leugnest du das?"

"Uhhh!!! Ich leugne Menschenrechte und Pressefreiheit...
Wehe wenn....

Und
www.amnesty.org/en/region/turkey

www.amnesty.org/en/library/asset/EUR44/017/2011/en/080180c8-5361-411a-89ce-892ed86834d0/eur440172011en.html

wird von mir sowieso geleugnet.
Leugnen Sie Amnesty International?
Leugnen Sie diese?
Nur zu, raus mit der Sprache....
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 15:39
Überhaupt ARCHIVE:

Dafür braucht Armenien nur ihre Archive zu öffnen wie es auch die Türkei getan hat, doch aus unerklärlichen Gründen lehnt Armenien das ab.

Was für Archive soll Armenien öffnen?

Armenien war kein eigenständiger Staat, sondern gehörte zum Osmanischen Reich, somit ist alles in osmanischen/türkischen Archiven registriert. Nach dem 1. Weltkrieg kam ein Teil zu Russland, also gab es wieder kein armenisches sondern ein russisches Archiv.

Hat das heutige Armenien aus den türkischen Archiven die betreffenden Unterlagen bis 1920 erhalten? Wenn ja, wann?
Wenn nein, ist die von Muhabbetci geforderte Öffnung schlicht unsinnig.
Die russischen Unterlagen sind wohl im heutigen russischen Nationalarchiv.

Dann gibt es wohl noch ein Archiv im russischen Armenien:
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:07
Korrektur:

Die russischen Unterlagen sind wohl im heutigen armenischenNationalarchiv:

www.armarchives.am/en/content/17/

In Armenia archive keeping started in 1923 and has passed a glorious way during 8 decades.
Not having a state for centuries, the Armenian people had no opportunity to maintain its material and spiritual treasures, its historical-cultural monuments. Starvation, diseases, economical exhaustion and financial difficulties arisen by the World War I and then by civil wars, naturally made it difficult to found cultural institutions.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:07
Korrektur:

Die russischen Unterlagen sind wohl im heutigen armenischenNationalarchiv:

www.armarchives.am/en/content/17/

In Armenia archive keeping started in 1923 and has passed a glorious way during 8 decades.
Not having a state for centuries, the Armenian people had no opportunity to maintain its material and spiritual treasures, its historical-cultural monuments. Starvation, diseases, economical exhaustion and financial difficulties arisen by the World War I and then by civil wars, naturally made it difficult to found cultural institutions.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 16:40
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 15:39

TTGirl, Armenien hat natürlich archive. Sie haben Kirchen, Botschafter, korrespondenz mit der armenischen Miliz, korrespondenz mit dem Ausland u.s.w.
Die Osmanen haben die Armenier nicht gehasst, ganz im gegenteil. Sie waren im Militär, in der Botschaft, als Lehrer in Schulen u.s.w.
Die Frage müsste daher lauten, wie und warum es überhaupt dazu kam und da wäre es mir lieber gewesen die Geschichte aufzuarbeiten. Nur leider sind wir davon weit entfernt in diesem Blog.

Ja, sie haben akteneinsicht in die türkischen archive erhalten. Jeder darf Kopien, fotos, und Mikrofilme machen lassen oder machen. Nicht nur sie, die ganze Welt kann sie einsehen. Die osmanischen Archive sind zum Teil sogar aus dem Internet abrufbar.
Das wird auch nicht bestreitet nur einsehen will man sie nicht im Westen und das finde ich ist mehr als Seltsam. Jetzt könnte man natürlich auch den türkischen archiven vorwerfen sie wären eventuell manipuliert, doch ohne vorher darüber geforscht zu haben wäre es nur eine Theorie.

Hier sind sie zum Beispiel einsehbar:
www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/archiv/index.html

Hier ein Interview mit einem armenischen Historiker. Er bestreitet nicht das sie archive haben auf die Frage hin :"dass alle Beteiligten die Archive öffnen...".

Heise: Jetzt soll es sich ja um eine international besetzte Historikerkommission handeln. Hikmet Özdemir, der die türkische Regierung berät, wünscht sich, dass alle Beteiligten die Archive öffnen und die Tageszeitung "Die Welt" zitiert ihn eben damit, dass wenn dabei herauskäme, dass es ein Genozid war, dass die Türkei das auch anerkennen würde. Sie zweifeln aber daran?

Dabag: Ich zweifele sehr daran, weil ich das als eine Verzögerungstaktik sehe, um die Verhinderung der Anerkennung des Völkermords durch dritte Staaten zu erreichen.

www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1050961/

Findest du die Antwort nicht wenigstens ein bisschen komisch?

Hier ist ein Film:
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:45

Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 16:40
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 15:39

TTGirl, Armenien hat natürlich archive. Sie haben Kirchen, Botschafter, korrespondenz mit der armenischen Miliz, korrespondenz mit dem Ausland u.s.w.


Von welchem Armenien sprichst du? Dem heutigen, der türkischen Provinz Armenistan, der russischen Sowjetrepublik?
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:01
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:07

Dankeschön...
Das wusste ich nicht das die russichen Archive zurück geschickt worden sind.

Was mich am allermeisten zweifeln lässt warum Armenien sich sträubt die archive zu öffnen. Ich meine dann hätten ich zum Beispiel keine Argumente mehr und auch die zweifel wären weg. Ist doch logisch das ich mich frage was in den Akten steht.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 17:08
Vielleicht brauchen die aufgrund ihrer Geschichte noch einige Jahrzehnte um selber genau zu sichten, was da alles drin ist.
Da würde ich mir dreimal überlegen, ob ich da mal einen Türken reinsehen lasse ;-)
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:10
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:45

von allen. Armenien wollte damals einen eigenen Staat, bzw wurde ihnen von Russland in Aussicht gestellt. Daher haben sie sich mit den Russen gegen die Türkei in den Krieg gezogen. Später hat aber Russland nichts davon wissen wollen und daraufhin hat die armenische Miliz türkische Dörfer masakkiert. Was wiederum dazu führte, das Soldaten die nach Hause kamen und das Elend sahen, Rache ausübten an den unschuldigen armenischen Dörfern.
Was ich damit sagen möchte ist, das beide Seiten masakkiert worden sind und sehr viel unschuldiges Blut vergossen wurde.
Den Krieg gegen Armenien hat aber nicht die osmanische Regierung sondern Armenien begonnen. Obgleich jeder toter einer zuviel ist meiner Meinung nach.

halbe Million frauen und Kinder wurden laut osmanischen archiven von der armenischen Miliz getötet. Beide Seiten haben Fehler gemacht. Aber Völkermord? Nein
Kriegsvebrechen? Ja, von beiden Seiten!

1885 wurde in Van, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wurde, die erste armenische politische Partei gegründet, die Demokratisch-Liberale Partei (unter dem damaligen Namen Armenakan).

Nach dem endgültigen Zerfall der osmanischen Türkei sollte Armenien im Friedensvertrag von Sèvres (1920 zwischen dem Sultan und der Entente) die Selbständigkeit erhalten, was aber durch neue politische Bewegungen (v. a. Atatürk) und andere Spannungen nicht zustande kam.
u.s.w.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 17:17

Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:01
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 16:07

Dankeschön...
Das wusste ich nicht das die russichen Archive zurück geschickt worden sind.

Was mich am allermeisten zweifeln lässt warum Armenien sich sträubt die archive zu öffnen. Ich meine dann hätten ich zum Beispiel keine Argumente mehr und auch die zweifel wären weg. Ist doch logisch das ich mich frage was in den Akten steht.


Nochmals: woher soll das heutige Armenien Material aus der Provinz Armenien im osmanischen Staatsgbiet haben? Die Deportierten durften kaum etwas mitnehmen, wie sollten da Akten/Briefwechsel/Sterberegister etc. gerettet werden und falls wunderbarerweise doch, 80 Jahre später irgendwie in das heutige Armenien gelangt sein.
Vermutlich ist das allermeiste Material zurückgeglieben in den Kirchen, in Häusern, in Behörden. Das heißt, es ist in türkische Hände übergegangen.
zephyr schrieb am 27.12.2011 um 17:32
Was bitte, soll der Unterschied sein zwischen Kriegverbrechen und Völkermord? Soll das heißen, wenn sich Völker gegenseitig morden, so ist das kein Völkermord, sofern beide sich im Krieg miteinander befanden? Beiderseitige Kriegsverbrechen ja, Völkermord nein?

2008 wurde Frankreich von Ruanda vorgeworfen, am Völkermord von 1994 beteiligt gewesen zu sein. Frankreich räumte im Folge ein man habe "politische Fehler" gemacht. Wie nett von Frankreich, nicht wahr?
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 17:43
zephyr schrieb am 27.12.2011 um 17:32
"Was bitte, soll der Unterschied sein zwischen Kriegverbrechen und Völkermord?"

Auch Netiquetten gehören zu einem humanistischen Journalistenmord um romantische Seerosendemokratien aufrechtzuerhalten...
"Politische" Fehler werden dann mit "Autobahntunnel musste eingeweiht werden" abgehandelt...

(tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 08:30)...
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:45
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 17:17

Ich glaube du hast nicht verstanden wie es in der Geschichte zu diesem Krieg kam und wann die Armenier archive bzw. Dokumente hatten. Es gibt immer Dokumente, seien sie durch andere Staaten wie auch Dokumente über Parteien und dergleichen. Sie mussten sich ja verständigen, Telegramme u.s.w.
Übrigens können wir das nicht wissen weil die Armenier weder sagen "Sie hätten keine archive" noch ihre archive öffnen. Woher sollen wir also wissen wie viel sie nun haben oder nicht haben?
Aber da sie nichts darüber sagen ob sie welche haben, gehe ich davon aus das sie welche haben.

Wenn sie keine hätten, bräuchten sie es doch nur zu sagen. Niemand würde ihnen einen Vorfall machen, sondern man würde ( ich auch) so argumentieren wie du!

Die Türkei leugnet nicht und hat es noch nie geleugnet das es ein Massaker gegeben hat.
Ich bitte dich, sei ganz ehrlich.
Kommt es dir nicht, auch nur ein kleines bisschen, komisch vor das Armenien ihre archive nicht öffnen? Oder eine Historikerkommission ablehnen?
Wäre doch toll gewesen wenn, deutsche, engliche, französiche, türkische, russische, armenische historiker sich zusammen gesetzt hätten, vor den Augen aller Welt. Alle archive wären weit geöffnet worden und wir hätten heute nicht diese Unterhaltung gebraucht.

Ich habe das Recht darauf die Wahrheit zu erfahren! Wenn Armenien nicht bereit ist ihre archive zu öffnen oder wenn sie keine haben wie du es andeutest, das wenigstens zugeben. Dann sehe ich nicht ein warum ich aufgrund theoretischen archivmateralien einen Genozid zugeben soll.

DIE WAHRHEIT, mehr will ich nicht!

Es ist sehr interessant festzuhalten, dass seit 1925 180 türkische und nur 12 ausländische Forscher in den osmanischen Archiven über das armenische Thema recherchiert haben, und das, obwohl über dieses Thema zahlreiche Publikationen veröffentlicht und zahlreiche, miteinander konfligierende Meinungen geäußert wurden und die Zahlen im Zusammenhang mit den Ereignissen diskutiert werden. Bei den 12 ausländischen Forschern handelt es sich um jeweils vier Amerikaner und Iraner, jeweils einen Deutschen, Engländer und Bulgaren, sowie um einen Aserbaidschaner. Warum haben diejenigen, die gewisse Behauptungen machen, kein Interesse, in den osmanischen Archiven zu recherchieren? Haben sie etwa Angst, dass es ihnen wie den Engländern geht, die im Jahr 1920 in das Parlament in Istanbul eingedrungen sind und 140 osmanische Staatsmänner und Politiker nach Malta gebracht haben, um sie dort wegen angeblicher Massaker an den Armeniern zu verurteilen, aber nach ihren Recherchen und Ermittlungen feststellen mussten, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass ein solches kriminelles Vorgehen stattgefunden hat, und sie daraufhin alle wieder freilassen mussten?

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. März 2001
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 17:59
Hier nochmal und nochmal aus Wikipedia:
Wesentlicher Unterschied zwischen den Straftatbeständen anderer Länder und der Türkei war es, dass im Gegensatz zur heutigen Formulierung „türkische Nation“ der Begriff des „Türkentums“ verwendet wurde. Ein entsprechendes Pendant zu diesem Tatbestandsmerkmal weisen ähnliche Strafgesetze anderer Länder, in denen die Herabwürdigung staatlicher Institutionen mit Strafe bedroht ist, nicht auf. Die vermeintliche Beleidigung des Türkentums bietet türkischen Justizbehörden und privaten Klägern Interpretationsspielraum für Klagen gegen Kritiker aus dem eigenen Land sowie für kritische Anmerkungen über den türkischen Umgang mit dem Völkermord an den Armeniern und die öffentliche Anerkennung des Völkermordes.

Der Artikel war und ist durch die unbestimmten Rechtsbegriffe „Herabwürdigung“ und „Türkentum“ inhaltlich vage und offen für willkürliche Deutungen: Es ist ungeklärt, was „Herabwürdigung“ des sogenannten Türkentums etwa von „Kritik“ an ihm unterscheidet. So wurde z. Bsp. der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk wegen Beleidigung des Türkentums und Kritik am Völkermord an den Armeniern angeklagt. Das Verfahren wurde am 22. Januar 2006 zunächst eingestellt, Orhan Pamuk wurde aber nach Wiederaufnahme im März 2011 zu einer Geldstrafe verurteilt. Ebenso wurde die türkische Schriftstellerin Elif Shafak wegen ihres 2007 in den Vereinigten Staaten in englischer Sprache erschienenen Romanes The Bastard of Istanbul wegen Herabwürdigung des Türkentums in der Türkei angeklagt. Dieses Verfahren wurde eingestellt.

Der Artikel beschneidet im internationalen Vergleich die Meinungsfreiheit und wurde u. a. vom Europarat, der Europäischen Kommission und auch Amnesty International als ernste Bedrohung der Meinungsfreiheit und Pressefreiheit in der Türkei angesehen.

Die von der Türkei als Richterin an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte entsandte Rechtswissenschaftlerin Işıl Karakaş kritisiert den „Türkentum“-Artikel 301 und setzt sich für seine Entschärfung ein.

Im Jahr 2007 forderten zahlreiche in der deutschen Politik aktive türkischstämmige Politikerinnen und Politiker, darunter der heutige Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen Cem Özdemir, die türkische Regierung in einer Petition auf, nicht nur semantische Verbesserungen des Gesetzestextes vorzunehmen, sondern den Paragraphen 301 ersatzlos aus dem türkischen Strafgesetzbuch zu streichen.

Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament stellten im Fortschrittsbericht Türkei 2010 fest, dass der Artikel 301, Türkisches Strafgesetzbuch, auch in seiner am 30. April 2008 von der türkischen Nationalversammlung verabschiedeten und am 8. Mai 2008 in Kraft getretenen Neufassung weiterhin die Meinungsfreiheit in der Türkei verletzt: „Das Europäische Parlament (...) bedauert, dass einige Rechtsvorschriften wie etwa Artikel 301 (...) sowie Erklärungen der Regierung und Maßnahmen von Staatsanwälten – die freie Meinungsäußerung weiterhin einschränken. Es wiederholt seine frühere, an die Regierung gerichtete Forderung, die Überprüfung des Rechtsrahmens für die Meinungsfreiheit abzuschließen und ihn unverzüglich in Einklang mit der EMRK und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu bringen.
Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 18:15
Nach dem was Muhabbetci hier in diesem Blog zelebrierte, muss man den Eindruck gewinnen, die Welt irrt, nur die nationalen Türken nicht.

Deshalb noch eine Stimme aus der Welt des vermeintlichen Irrtums:

Frankfurt, 26. Oktober 2005
WORT DER ARBEITSGEMEINSCHAFT CHRISTLICHER KIRCHEN IN DEUTSCHLAND (ACK)

ZUM 90. GEDENKJAHR DES VÖLKERMORDS AN DEN ARMENIERN

Im Jahre 2005 gedenken Armenier in Armenien und in der weltweiten Diaspora gemeinsam mit Menschen vieler Völker der Opfer des Genozids an der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich. Vor und während des Ersten Weltkrieges wurden über 1,5 Millionen Armenier aus ihrer Heimat deportiert und ermordet. Damit wurde auch eine mehr als Jahrtausendalte christliche Kultur in Anatolien systematisch vernichtet.
Seit dem Völkermord an den Armeniern sind 90 Jahre vergangen. Der Rechtsnachfolger des Osmanischen Reiches, die heutige Republik Türkei, leugnet dieses Verbrechen am armenischen Volk. Doch wir können die zahlreichen Opfer des armenischen Volkes nicht vergessen. Die Vergangenheit wird uns nicht loslassen, solange sie nicht wirklich aufgearbeitet ist. Schuld muss angenommen werden, die Wahrheit muss für alle deutlich hörbar werden.


Was Muhabbetci und andere aus nationalem Stolz heraus nicht an sich heranlassen können, ist der letzte Satz dieses Zitats:

Schuld muss angenommen werden, die Wahrheit muss für alle deutlich hörbar werden.

Schuld annehmen bedeutet in diesem Fall, die offizielle türkische Politik zu hinterfragen und nicht das Gegenteil zu betreiben. Ein großes Verdienst der 68-Bewegung in Deutschland ist, dazu beigetragen zu haben, die Verdunkelungsversuche in die Verstrickungen der Verbrechen des Naziregimes zu verhindern. Eine solche Bewegung müsste in der Türkei entstehen. Vorwürfe über die Armenier zu verbreiten, sie hätten Schuld am Mangel der Aufarbeitung, weil sie beispielsweise ihre angeblichen Archive nicht öffneten, hilft in dieser ernsthaften Angelegenheit nicht. Das sind propagandistische Ablenkungsmanöver. Die Reputation der hier aufgeführten Zeugen, wie die des österreichischen Monarchisten Erich Feigl, die den Völkermord zumindest mit einem dicken Fragezeichen versehen, ist derart bescheiden, dass man mit großer Wahrscheinlichkeit von gekauften oder überzeugten Propagandisten ausgehen muss, die der türkischen Regierung zuarbeiten.
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 19:31
@Achtermann schrieb am 27.12.2011 um 18:15

Ich finde das toll wie du in deiner Not sogar Kirchen und Päpste zu raten ziehen möchtest. Dabei ist die Kirche doch bekannt dafür das sie ihre Greueltaten nicht anerkannt. Irre ich mich oder war es der Papst der den Indios ins gesicht sagte "Es gab nie einen Genozid an Indios?".

Oh nein moment, der Papst sagte es sogar noch liebevoller:

".... Der Papst glaubt, die Kirche habe die Indianer in Lateinamerika erlöst.

...Auch Sandro Tuxa wies als Koordinator der nordöstlichen Stämme die Worte des Papstes zurück. "Zu sagen, dass die kulturelle Dezimierung unserer Volkes eine Reinigung darstellt, ist beleidigend und - offen gesagt - beängstigend", sagte Tuxa."
diepresse.com/home/panorama/welt/304122/PapstRede-beleidigend-und-beaengstigend

Wirklich köstlich....
Das wäre ja fast so, als würde ich Bin Laden für den Frieden aussagen lassen!
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 19:43
Bin Laden ist wohl schon gestorben, wann auch immer ;-)
Aber, wir kommen vom Thema ab, es geht hier nicht darum andere Schuld jetzt mit der Schuld der Türken aufzuwiegen. Aber Sie versuchen es wieder und wieder.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 21:14

Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:45
@thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 17:17

Ich glaube du hast nicht verstanden wie es in der Geschichte zu diesem Krieg kam und wann die Armenier archive bzw. Dokumente hatten. Es gibt immer Dokumente, seien sie durch andere Staaten wie auch Dokumente über Parteien und dergleichen. Sie mussten sich ja verständigen, Telegramme u.s.w.
Übrigens können wir das nicht wissen weil die Armenier weder sagen "Sie hätten keine archive" noch ihre archive öffnen. Woher sollen wir also wissen wie viel sie nun haben oder nicht haben?


Nochmals, dieselbe Frage:

Woher soll das heutige Armenien Material aus der Provinz Armenien im osmanischen Staatsgbiet haben? Die Deportierten durften kaum etwas mitnehmen, wie sollten da Akten/Briefwechsel/Sterberegister etc. gerettet werden und falls wunderbarerweise doch, 80 Jahre später irgendwie in das heutige Armenien gelangt sein.
Vermutlich ist das allermeiste Material zurückgeglieben in den Kirchen, in Häusern, in Behörden. Das heißt, es ist in türkische Hände übergegangen.

Erklär mir mal, woher all deine geforderten Schriftwechsel wie z.B. zur armenischen Miliz etc. kommen soll, wenn das armenische Siedlungsgebiet platt gemacht wurde.
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 18:00
Muhabbetci schrieb am 27.12.2011 um 17:45
"Die Türkei leugnet nicht und hat es noch nie geleugnet das es ein Massaker gegeben hat."
Ach so....

"DIE WAHRHEIT, mehr will ich nicht!"
Ach so....

No WAY, Ihr gesonntes Wohlfühlgeblogge, da ist gar nichts mehr zu beschönigen.
Es ist Zeit, die vielzitierten Tütchen aus dem Flugzeug auszuteilen, bei denen immer so komische Einführungsvideos gezeigt werden....
Muss man jetzt wieder alles von ↑↑↑↑↑↑↑ runterholen?
"
tlacuache schrieb am 27.12.2011 um 08:30
So, da nehmen wir mal ein bisschen Sekundärliteratur, Morgenthau würde bestimmt
sagen, alles Döner oder was?
Wiki, Stern, Spiegel, alles Luschen im Netz!
Wer aber meint, der europäischer Gerichtshof ist ein Karniggelverein, siehe Srebrenica,
hat hier im Blog wirklich nix mehr verloren..."
...
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 18:06
Nach Muha... sind die Deutschen natürlich am Völkermord gegen die Armenier schuld.
Wie es bei Ihm sowieso immer die Deutschen sind, die die Bösen sind.
Argumente, Belege, wozu was nicht von seinem alle-wollen-den-Türken-was-böses-webseiten kommt, kann keine Argumente und Belege liefern.
Wikipedia, wohl ein Hort des westlich-christlichen Imperialismus.
Demke schrieb am 27.12.2011 um 19:03
Ein junge Serbe erzählte mir über Gräueltaten der Türken was sein Großvater als Augenzeuge erzählt haben soll, von Massen Vergewaltigung bis Entführung der Jugendlichen für Osmanische Armee. Was sein Hass gegenüber Türken begründete.
Wie soll als Augenzeuge sein Großvater erlebt haben, da die Türken schon 1815 vertrieben wurden und im Janitscharen schon seit 17. Jahrhundert kein junger Mann mehr von Christlichen Familien mehr aufgenommen wurde.
Wie können wir heute Feindseligkeiten und Vorurteile abbauen. So dass es keine Diskriminierung, Mord und Totschlag wegen Herkunft und Religion stattfindet.
Wir werden ständig manipuliert, über Vergangenheit versuchen viele Kapital zu schlagen. Zweifelhafte Dokumente belegen wie die Menschen beeinflusst werden.
Traditionell gesehen Islam und Türken immer die Schuldigen
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 19:17
Nein, die Türken und Moslems sind immer die, die sich ungerecht behandelt fühlen. Es sind immer die anderen Schuld. Das sagt z.B. meine brasilianische Frau, meine kolumbianischen und polnischen Nachbarn, sogar mein türkischer Nachbar ist dieser Auffassung.
Demke schrieb am 27.12.2011 um 19:23
sind.
Ich glaube wir müssen unsere Parteilichkeit überwinden.
Wir können von der Geschichte viel lernen, wenn wir die Vorfälle genau analysieren.
Alle Tragödien haben viele Ursachen.
Türken und Armenier haben fast 800 Jahre miteinander im Frieden gelebt.
Was wurde passiert?
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 19:29
Wieso die Parteilichkeit überwinden?
Muha... bringt hier ganz klar rechtes türkisches Gedankengut zum Vorschein und wir sollen jetzt alle unsere Position verlassen und Muha... auf die Schulter klopfen?
Soll ich meiner brasil. Frau ein Kopftuch kaufen?
Soll ich den Glauben wechseln?
Nur damit Muha... und andere sich nicht mehr gekränkt fühlen?
Wer krade Gedanken postet, muß mit Widerworten rechnen.
Amanda Donata schrieb am 27.12.2011 um 20:01
Irgenwie hab' Mitleid ich mit Ihnen, mein lieber
Muhabbetci ..

Bedenken - am richtigen Haus die Werkzeuge einsetzen und mit Fleiß an ihm arbeiten .. nicht wahr ..;-)

www.youtube.com/watch?v=SEhH5pRrXvA&feature=related
koslowski schrieb am 27.12.2011 um 20:23
Ein denkwürdiges Blog. Es vertritt die These, der Völkermord an den Armeniern sei nicht erwiesen, mit ähnlichen rhetorischen Strategien wie die Leugner des Holocaust. Und die FC diskutiert diesen Quatsch mit Inbrunst. Weil der Autor sich als "linker Türke" inszeniert?
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 20:59
@koslowski

Es geht für mich darum, formal und sachlich seine Denkfehler zu analysieren. Irgendwo hat oranier mal gesagt, wir müssen zum Überzeugen die besseren Argumente haben.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 21:36
Ich habe in verschiedenen Ländern dieser Welt Menschen wie ihn getroffen, vergessen Sie es mit der Überzeugung durch bessere Argumente.
Denn diese Menschen sind Argumenten nicht aufgeschlossen.
In den meisten Ländern hätte man gesagt, dass die Integration gescheitert wär und hätte die Konsequenzen daraus gezogen. Diese sind landesspezifisch.
In Deutschland gibt man die eigenen Positionen auf und passt sich den Einwandern an, verfluchte Vergangenheit.
thinktankgirl schrieb am 27.12.2011 um 21:46
@Hetiritter

Ich will nicht ihn überzeugen, sondern vorführen, daß er unrecht hat.
Ob er es kapiert oder nicht, ist mir egal, aber das Publikum soll nachvollziehen, wo er unrecht hat.
Ich habe zum Thema ein bißchen recherchiert und bemerkt, daß durchgängig M.s Argumente fast wortgleich auftauchen.
Wenn wir hier handwerklich sauber seine Argumente widerlegen, hilft es anderen in ähnlichen Diskussionen.
der Hetiritter schrieb am 27.12.2011 um 21:52
Sie meinen, dass man mit Argumenten wirklich etwas ändern kann? Wann ist das denn passiert, war ich in den letzten 50 Jahren im Koma?
Nein, so sehr ich ihre Hoffnungen doch teile, so sehr habe ich leider immer etwas anders erlebt.
Wissen Sie, wenn man leider schon viele Menschen sterben sehen mußte, vertraut man nicht mehr dem gesunden Menschenverstand.
Ich habe mich aus der 2. und 3. Welt wieder zurück gezogen, nicht weil die Menschen hier vernünftiger sind, sondern weil die Gesetze besser beachtet und durchgesetzt werden.
Aus keinem anderen Grund.
So wird es immer und überall geistige Brandstifter geben, immer dagegen angehen, Argumente spielen keine Rolle, es ist nur wichtig, das genug dagegen angehen, denn der Mensch ist feige und will immer auf der Seite der Mehrheit, auf der Seite der Stärkeren sein.
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 07:12
"Weil der Autor sich als "linker Türke" inszeniert?"

naja, von den knapp 300 kommentaren kommen alleine 140 (!!!! ich habs gezählt) kommentare von dem unsäglichen "hetiritter", der als deutschnationalist und islamophob mustafa sicher nicht angreift weil er linker türke ist sondern angreift weil er türke ist.
ansonsten ist es vermutlich sinnlos mit nationalisten zu dikutieren, mir ist nationalismus fremd, argumenten wie es hier thinktankgirl versucht sind nationalisten nicht zugänglich.
vieleicht sollte man sich einfach klar machen, dass jede nation dreck am stecken hat, an jeder flagge klebt blut, das liegt einfach in der natur von nationen, ein nationalismus beeinhaltet minimal "wir sind anders als die anderen" meistens jedoch "ein wir sind besser".
und in beiden fällen ist schon der keim für mord, totschlag und folter gelegt.
im ersten fall verursacht durch angst
im zweiten durch chauvinismus.
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 08:48
Deutschnationalist?
Weil ich meine Kultur nicht bedingungslos aufgebe?
Weil ich gegen Burkas bin?
Weil ich gegen das Leugnen von Völkermord bin?
Wir Deutschen, die meisten, haben akzeptiert und stehen dazu, dass wir eine unglaublich widerwärtige Vergangenheit haben. Klingt irgendwie nicht nach Deutschnationalist.
Ihnen mag jede Form von Nationalismus fremd sein, dass wird die freuen, die aus Saudi Arabien, dem Iran und aus der Türkei unterstützt werden, damit Deutschland islamistisch wird, zwar haben diese 3 Staaten untereinander Probleme miteinander, aber eine Islamisierung ist auf der Agenda aller dieser Staaten.
Sehen Sie sich doch mal genau die Entwicklung an, die Palästinenser wollen mit der Geburtenrate versuchen die Israelis zu vertreiben. Die Israelis versuchen wenigstens ihre Extremisten in den eigenen Reihen zu zügeln, in Palästina ist davon nichts zu sehen.
Die moslemischen Ägypter haben schon sehr viele Kopten umgebracht und seit dem arabischen Frühling sind mehr als 100.000 Kopten aus Ägypten geflohen. In den anderen arabischen Ländern síeht es für Andersgläubige nicht viel besser aus.
Überall wird das Kopftuch wieder eingeführt, ein Zeichen von religöser Eigenständigkeit, wird behauptet. Dabei ist es für die, die es propagieren nur ein Zeichen der Macht, Machtübernahme. Ob nun die Hitlerjugend oder die FDJ hat den teilnehmenden Kindern viel Spass gebracht und bei den jungen Mädchen ist es bestimmt Heute schick ein Kopftuch zu tragen, aber es ist nicht eine Mode, die von der Jugend entwickelt wurde, sondern z.B. von der türkischen Regierung vorgelebte "Mode". Hier wie dort ging diese Jugendbewegungen immer vom Staat / von einem Staat aus. Hier muß man mal aufwachen. Ich, als evangelisch-lutherischer Mensch, habe mir schon überlegt, ob ich nicht ein Kreuz tragen sollte, um zu zeigen, was meine kulturellen Ursprünge sind.
Denn ich will nicht aufgrund falschverstandener Toleranz erleben, wie die Töchter meiner Töchter Kopftücher tragen müssen.
Diese Art der Toleranz bringt nur den wirklich Intoleranten etwas.
So ist vielen Linken, zu denen ich mich auch zähle, immer noch nicht der Widerspruch zu religöser Toleranz und Gleichberechtigung aufgefallen. Wie kann man zu einer Religion tolerant sein, die unsere Werte in den Dreck zieht und Frauen als Menschen zweiter Klasse ansieht? Wenn Sie mir das bitte mal erklären können, wär ich doch sehr dankbar.
Und zur Anzahl meiner Beiträge: man muß zeigen, dass man gewisse Ansichten nicht teilt und dagegen vorgehen.
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 09:03
"Deutschnationalist?
Weil ich meine Kultur nicht bedingungslos aufgebe?
Weil ich gegen Burkas bin?
Weil ich gegen das Leugnen von Völkermord bin?
Wir Deutschen, die meisten, haben akzeptiert und stehen dazu, dass wir eine unglaublich widerwärtige Vergangenheit haben. Klingt irgendwie nicht nach Deutschnationalist."

Für mich schon. Offensichtlich scheinen sie sich ja anderen Kulturen überlegen zu fühlen.
Ach ja, sie haben noch das Islamophob überlesen.

"Ihnen mag jede Form von Nationalismus fremd sein, dass wird die freuen, die aus Saudi Arabien, dem Iran und aus der Türkei unterstützt werden, damit Deutschland islamistisch wird, zwar haben diese 3 Staaten untereinander Probleme miteinander, aber eine Islamisierung ist auf der Agenda aller dieser Staaten.
Sehen Sie sich doch mal genau die Entwicklung an, die Palästinenser wollen mit der Geburtenrate versuchen die Israelis zu vertreiben. Die Israelis versuchen wenigstens ihre Extremisten in den eigenen Reihen zu zügeln, in Palästina ist davon nichts zu sehen.
Die moslemischen Ägypter haben schon sehr viele Kopten umgebracht und seit dem arabischen Frühling sind mehr als 100.000 Kopten aus Ägypten geflohen. In den anderen arabischen Ländern síeht es für Andersgläubige nicht viel besser aus.
Überall wird das Kopftuch wieder eingeführt, ein Zeichen von religöser Eigenständigkeit, wird behauptet. Dabei ist es für die, die es propagieren nur ein Zeichen der Macht, Machtübernahme. Ob nun die Hitlerjugend oder die FDJ hat den teilnehmenden Kindern viel Spass gebracht und bei den jungen Mädchen ist es bestimmt Heute schick ein Kopftuch zu tragen, aber es ist nicht eine Mode, die von der Jugend entwickelt wurde, sondern z.B. von der türkischen Regierung vorgelebte "Mode". Hier wie dort ging diese Jugendbewegungen immer vom Staat / von einem Staat aus. Hier muß man mal aufwachen. Ich, als evangelisch-lutherischer Mensch, habe mir schon überlegt, ob ich nicht ein Kreuz tragen sollte, um zu zeigen, was meine kulturellen Ursprünge sind.
Denn ich will nicht aufgrund falschverstandener Toleranz erleben, wie die Töchter meiner Töchter Kopftücher tragen müssen."

Ihr Weltbild ist gruselig, menschenverachtend und westlich nationalistisch, kein deut besser als mustafas türkischer nationalismus, typen wie sie und mustafa hauen sich schon seit jahrhunderten den schädel ein ohne zu erkenne wie ähnlich sie sich doch sind.....
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 09:08
@thinktankgirl
ohne jetzt mustafa verteidigen zu wollen findest du das nicht irgendwie sonderbar, dass ausgerechnet ein hetiritter mit dir an einem strang zieht?
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 09:17
Sehen Sie, ich würde mir nie den Schädel mit jemanden einhauen, dieses ist eine klare unhaltbare Unterstellung. Ich bin für Gewaltverzicht, ich habe als einer der ersten den Kriegsdienst damals verweigert.
Das bedeutet aber nicht, das ich mich nicht mit Worten wehre.
Denn was hier gerade passiert verstehen weder sie, noch die armen Mädchen, die jetzt mit dem Kopftuch umherlaufen, alles eigentlich sehr nette Mädchen, das waren auch die Kinder in der FDJ und in der Hitlerjugend. Es hat einfach Spass gemacht daran teil zu nehmen.
Am Schluss war die Hitlerjugend nur ein Ausbildungslager für den Krieg und am Schluss wird das jetzt locker getragene Kopftuch mit einem Übergang mit Verdeckung aller Haare in eine Vollverschleierung übergehen.
Mein türkischer Nachbar, der etwas ausserhalb von Istanbul eine Wohnung hat, hat mir von diesen Tendenzen schon berichtet.
Sehen Sie, jetzt bin ich der Nationalist für Sie und damit fertig, sich aber mit meinen Argumenten auseinanderzusetzen können Sie nicht, weil ihr Weltbild von einer friedlichen und offenen Welt ins Wanken geraten könnte.
Sehen Sie sich den Beginn dieser Entwicklung in der Türkei an und wohin sie schon geführt hat und Sie können gar nicht anders als mir doch in mindestens einigen Teilbereichen recht zu geben.
Achtermann schrieb am 28.12.2011 um 09:21
@ Hetiritter, Off-Topic

Warum lässt du dich provozieren? Rheinhold2000 brachte kein Argument in der Sache ein. Er arbeitet mit persönlichen Unterstellungen, die so bieder angedacht sind, dass sie sich selbst richten. Es wäre schade, wenn sich die Diskussion ins Persönliche wendete. Man muss den Mitdiskutanten zutrauen, dass sie die Strategie solcher Argumente durchschauen. Zum Mobben gehören immer zwei Seiten. Auch wenn eine Mobbing-Absicht bestanden habe sollte (weiter unten schreibst du davon), ist deren Ziel erst dann erreicht, wenn man sich als potenzielles Opfer als leicht erregbar zeigt und emotional überreagiert.
Achtermann schrieb am 28.12.2011 um 09:29
@ rheinhold2000, Off-Topic

Du schreibst an thinktankgirl: ...ohne jetzt mustafa verteidigen zu wollen findest du das nicht irgendwie sonderbar, dass ausgerechnet ein hetiritter mit dir an einem strang zieht?

Du musst deine persönlichen Differenzen, die du mit hetiritter pflegst, hier nicht austauschen. Trag doch inhaltlich zum Thema bei. Das nützt der FC mehr. Es ist im realen Leben nun manchmal so, dass zu bestimmten Themen sich gemeinsame Meinungen ergeben, auch wenn man sonst nicht übereinstimmt. Wir leben immer noch in einer pluralen Gesellschaft, zumindest setzen wir uns dafür ein.
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 09:42
@achtermann

hetiritter hetzt hier in der fc auf das allerübelste gegen (moslemische) migranten und spult hier auf das widerlichste diesen ganzen islamophoben schrott und die westliche (christliche) wertegemeinschaft ab.
da krieg ich das kotzen
und deswegen habe ich reagiert.
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 09:45
Tja, befinde mich gerade in einem brasilianischen Forum im verbalen Kampf mit einem radikalen Christen. In Brasilien wird nichts ungesagt, hab das wohl gerade mitgenommen ;-) Danke nochmal für den Hinweis.
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 09:46
was wollen sie denn dann gewaltlos gegen die moslemische gefahr die sie ja hier immer wieder aufs trapez bringen machen?
Burka verbot?
lässt sich nicht gewaltlos durchsetzen
nicht assimilierte moslems raus?
gewaltlos?
sollen wir sie bitten?
oder vieleicht doch von der polizei rauschmeißen lassen?
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 10:09
Auf alle Fälle nicht klaglos hinnehmen.
Ein Burkaverbot läßt sich nicht gewaltlos durchsetzen? Gab es da jetzt irgendwelche Probleme bei unseren Nachbarn?
Eine Assimierung ist eine Verschmelzung. Wer sicht nicht assimilieren will, der kann gerne gehen. Was ist an einer Ausweisung gewalttätig? Wenn, dann geht die Gewalt von dem nicht assimilierten aus.
Ich will keine brasilianische Methoden einführen, entweder Du passt Dich an oder dir passiert was. Und ein paar Wochen später lag er dann auf der Strasse. Wenn jemand nicht die Sprache richtig sprechen kann (2. oder 3. Generation), was will er dann bitte in Deutschland? Meine Frau hat nach ein paar Monaten Integrationskurs besser Deutsch gesprochen als manche Türken, die 20 Jahre in Deutschland gelebt haben. Danach fühlte sie sich als vollkommen in der Gesellschaft aufgenommen, ihre Hautfarbe: Schwarz. So schlecht sind wir in Deutschland nicht. Wir sind ein tolerantes Land und sollten auch etwas stolz auf unsere Werte sein. Toleranz bedeutet nicht, dass man sich den Neubürgern unterwirft (Islam bedeutet unterwerfung de.wikipedia.org/wiki/Islam )
Wenn also ein Muha... hier Geschichtskittung betreibt, dann muß ich dieses nicht einfach hínnehmen, nur damit Muha... mich mag, sondern ich muß klar meine Position besetzen, damit Muha... mich respektiert (was für gewisse Menschen noch wichtiger ist, als für mich).
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 10:18
Sie sehen hier widerliche Islamphobie?
Lesen Sie mal die Kommentare von Muha...
der ein hoch auf die Türkei anstimmt, den Deutschen die Schuld am Völermord der Armenier unterstellt (dann plötzlich doch ein Völkermord), der den Deutschen eh für alles in seinen Beiträgen die Schuld gibt. Im anderen Strang ist Krieg im Irak und in Afghanistan (kurz und etwas feiner ausgedrückt) sind Kreuzzüge und der Islam ist so friedlich.
Nur leicht überspitzt gehen seine Äusserungen in die Richtung, dass die Kopten versuchten wohl die moslemischen Ägypter zu begehren, dann haben die das ja im Grunde auch verdient.
Unsere Sicherheitskräfte sind vielleicht auf dem rechten Auge blind, aber Sie haben auch nicht gerade mit Sehkraft geglänzt.
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 11:02
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 09:08
@thinktankgirl
ohne jetzt mustafa verteidigen zu wollen findest du das nicht irgendwie sonderbar, dass ausgerechnet ein hetiritter mit dir an einem strang zieht?


Nee, finde ich überhaupt nicht sonderbar, noch wundert es mich.
Oder willst du mich dafür verantwortlich machen, daß er sich an meine Fersen heftet?
Ich werde hier keine zweite Front aufmachen, solange ich dabei bin, M.s Behauptungen Punkt für Punkt zu sezieren.
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 11:19
rheinhold2000 schrieb am 28.12.2011 um 07:12
ansonsten ist es vermutlich sinnlos mit nationalisten zu dikutieren, mir ist nationalismus fremd, argumenten wie es hier thinktankgirl versucht sind nationalisten nicht zugänglich.


Es geht nicht darum, die Nationalisten zu überzeugen, sondern sie zu widerlegen.
Wenn so ein Text eingestellt wird, fragen sich manche Leser, hat er nun recht?
Bei M. zeigt sich schnell, daß er unsauber arbeitet. Andere (ausserhalb der FC) sind da geschickter, die selben Argumente zu präsentieren. Also müssen diese Argumente bis auf die Knochen seziert werden, um sie vollständig aus der Welt zu schaffen.
claudia schrieb am 28.12.2011 um 11:30
>>...dass ausgerechnet ein hetiritter mit dir an einem strang zieht?<<
Das würde ich auch nicht allzu ernst nehmen. Der klemmt überall dran, wo er eine Chance auf Zustimmung wittert, um dann wieder zu seiner Hauptagitation zurückzukehren.
Demke schrieb am 27.12.2011 um 23:21
Jeder hat recht nach seine Wissenslage. Wir haben unterschiedliche wissen über die Dinge.
Ich habe viele Serben getroffen, die das Srebrenica-Gemetzel leugnen.
im 1. Weltkrieg und anschließenden Befreiungskriegen 7,5 Millionen türken fanden den Tod.
Viele Armenier haben mir in den vertraulichen Gesprächen mit stolz erzählt, wie Sie dem Türken herbe Verluste beigebracht haben.
Bei der Argumentation sollten Helden Taten der Armenier auch Erwähnung finden.
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 08:50
Jaja, ich wurde hier gemoppt, weil ich es gewagt habe zu erzählen, dass meine Tochter sich in einer Schule in Hamburg-Harburg nicht mehr traut kurze Röcke zu tragen, weil sie nicht von den überwiegend moslemischen Kindern als Schlampe bezeichnet zu werden (was wird erst ihre Kinder erleben).
Das sind nicht belegbare Äusserungen, die hier nichts zu suchen haben, wurde mir gesagt. Gleiches dürfte für ihren Beitrag gelten.
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 11:06
Demke schrieb am 27.12.2011 um 23:21

Viele Armenier haben mir in den vertraulichen Gesprächen mit stolz erzählt, wie Sie dem Türken herbe Verluste beigebracht haben.
Bei der Argumentation sollten Helden Taten der Armenier auch Erwähnung finden.


Na, du bist mir mal ein langlebiger Bursche. Das ist ja sicher schon 100 Jahre, als dir die Armenier vertrauliche Mitteilungen machen konnten. Macht das der Kefir ausm Kaukasus?
Vaustein schrieb am 28.12.2011 um 14:24
Manche Beiträge von Herrn Muhabetcci las ich gerne und mit Gewinn.

Bei diesem Beitrag geht es mir ziemlich anders.

Denn er ist schlichtweg nichts anderes als "Turkish Whitewash", also ein recht missglückter Versuch, den türkischen Völkermord an den Armeniern so umzudeuten, dass diese 1. selbst schuld sind an ihrem "verdienten Schicksal" und 2. die Türken moralisch entlastet werden.

Bedanken möchte ich mich bei allen Kommentatoren, die mir durch ihre klugen Bemerkungen und links zu etlichen neuen (Er)Kenntnissen den Weg gezeigt haben.

Egal, wie diese Diskussion einmal bewertet wird, kein/e getötete/r Armenier/in wird dadurch wieder lebendig. Und das ist eben das Ergebnis von Völkermord.
Muhabbetci schrieb am 28.12.2011 um 15:34
Ich glaube manche verstehen nicht was sie lesen oder sie wollen es gar nicht verstehen.

Ich habe niemals die Grausamkeiten die auf beiden Seiten geschah verleugnet. Beide Seiten haben die andere Seite masakkriert. Niemand hat sich die Frage gestellt wie viele Türken eigentlich dort umgekommen sind. Eine halbe million, durch die Hand der Armenier. Beide Seiten sind nicht besser gewesen als die andere Seite. Das Problem ist, dass es immer die Unschuldigen traf und nicht die Soldaten oder die armenische Miliz.

Seit dem Holocaust, dass von Menschenhand schrecklichste was je auf Erden geschah, finde ich das Wort Völkermord als problematisch. Entweder ist jeder Krieg ein Völkermord, egal wie viele getötet werden oder es sind nur die Kriege, die ähnlich wie der Holocaust ein systematisches Töten vorschreibt.

Laut UN ist Völkermord „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören.

Das ist aber mehr als problematisch, denn dann würden auch die Nazi-Morde darunter fallen. Denn die absicht war ja "Eine Gruppe zu dezimieren aus rassistischen Motiven".

Ein Völkermord sollte voraussetzen ( so auch von vielen eigentlich wahr genommen) dass die beiden Parteien nicht in einem Krieg sind. Das eine der Seiten nicht bewaffnet ist und auch nicht Grausamkeiten an dem jeweiligem anderen Gesellschaft verübt. Tut sie es doch, so sind es Kriegsvebrechen ( die auch verabscheuungswürdig sind) aber nicht ein Völkermord.

Niemand hat sich hier die Mühe gemacht die armenische Miliz und die Terroristen von damals genauer unter die Lupe zu nehmen, auch hat sich niemand die Mühe gemacht, danach zu forschen wie es überhaupt dazu kam. Lieber wollte man den Türken Muhabbetci, "Nationalismus, Islamismus, Rassismus, Sozialdarwinismus" u.s.w. vorwerfen.
Ich war nie in meinem Leben ein Rassist oder Nationalist. Was viele hier nicht wissen ist, das in der Geschichte der Türken sehr viele Menschen gibt die armenisches Blut in sich tragen. In meiner Familie wie auch in vielen anderen Familien wurden armenische Frauen geheiratet und somit ist der Rassismus absoluter Blödsinn. (Nebenbei bemerkt, ich trage auch Kurdisches, arabisches, mongolisches und türkisches Blut.).

Eine geschichtliche Aufarbeitung darf nicht anhand von persönlichen Gefühlen geführt werden sondern sollte sich an Fakten halten. Erst wenn man alle Fakten auf dem Tisch hat kann und sollte man seine Schlussfolgerungen ziehen dürfen.

Niemand macht sich die Mühe um zu Fragen wie es dazu kam, welche Nationen daran eine Mitschuld tragen, wie die Armenier an Waffen kamen, wie viele armenier und türken umgebracht sind von der anderen Seite, wie die Fakten und archive darüber berichten. Nein, man hat einfach die Mainstream-Meinung genommen und diese nicht mehr hinterfragt. Nun wissen wir aber, das der Westen schon mehr als einmal bewusst die Menschen getäuscht hat. Auch muss man sehr vorsichtig sein bei den Augenzeugenberichten ( Lepsius übrigens war nicht im Osten der Türkei!) oder Telegrammen( andonian gefälscht).
Daher kann man sie nur vergleichen, wenn man auch die andere Seite mit in die geschichtliche Aufarbeiten mit einbezieht.
Soll bedeuten, die türkischen archive, griechichen, italienische, britische, russische und auch armenische archive.
So viel habt ihr jetzt geschrieben und verlinkt und gelesen. Wo sind die osmanischen Archive bei dem ganzen Thema abgeblieben? Warum hat sich nicht ein einziges Thema, Historiker oder Journalist gefragt, was in den osmanischen Archiven steht? Man stelle sich einmal vor, jemand möchte Ägypen erforschen, lehnt es aber ab ägyptische funde mit in seine Arbeit mit einzubeziehen.
Das würde ich "einseitiges berichten" nennen, wie würdet ihr es nennen? Armenier waren sehr grausam, die geschichte leugnet es noch nicht einmal, doch geredet wird in Europa nicht. Warum nicht? Wenn man von einem Krieg redet dann sollte man doch auch beide Seiten beim Namen nennen. Und das finde ich ungerecht und mit zweierlei mass gemessen. Es gibt türkische, deutsche, britische augenzeugenberichte. Ist nicht aus der Luft gegriffen aber auch die türken haben Grausamkeiten unter den armenischen zivilisten gemacht.
Dann wird auch gern von der "Ausrottung der Armenier durch Türken" geredet. Erst einmal ist dieser Satz völliger Schwachsinn denn es wurden nur Armenier im Osten ( wo auch die Miliz war) umgesiedelt aber alle anderen Armenier in der Türkei gar nicht angerührt. Auch wurde 1915 armeniern in Istanbul die erlaubnis gewährt eine Kirche zu eröffnen, schulen zu errichten und Waisen - Krankenhäuser zu errichten. Alles nachweislich in dokumenten und für jeden einsehbar. Daher ist die Behauptung von einer "ausrottung eines ganzen Volkes" schlicht unwahr. Aber auch das scheint niemand zu interessieren.

Auch haben sich manche gedanken darum gemacht warum ich mich in der Historie so gut auskenne. Wer Islam und Religionen studiert und forscht kommt nicht umhin auch die Geschichte zu kennen. Vor allem aber weiss jemand der mit der Geschichte arbeitet, das man immer das gesamtbild vor den Augen halten muss und erst dadurch verstehen kann, wie es zu einem Gemetzel oder Krieg oder was auch immer kommen kann. Sogar beim Holocaust muss man sich von den Anfängen bis zu Hitler anschauen und erst dann versteht man wie die Deutschen von Hitler verführt wurden. Wenn man sogar noch weiter geht dann merkt man das sogar die Kirchen eine mit-Schuld daran tragen. Allem voran Martin Luther u.s.w.
Sowas nennt man ein Kollektives Bewusstsein. Alles was irgendwann gesagt oder getan wurde wird mit der nächsten Generation nicht verloren gehen sondern sie geht in ein kollektives Bewusstsein über. Sie ist da, ohne das wir es merken. Aber das ist ein anderes Thema .

Noch einmal, auf beiden Seiten sind Grausamkeiten passiert, das habe ich nicht verschönigt oder abgelehnt. Ist aber ein Völkermord passiert im Sinne von "ähnlich wie der Holocaust?" Nein!
Wenn Völkermord aber bedeuten soll, das allein die absicht aus Rassismus oder ähnlichem genügt um dies als "Völkermord" zu bezeichnen. Dann ist jeder Krieg zugleich ein Völkermord.
Daher ist das Wort meiner Meinung nach Problematisch, denn es beschreibt nicht genau was es alles abdeckt. Daher ist das Wort "Kriegsvebrechen" oder "vebrechen gegen die Menschlichkeit" viel besser.

Jeder Genozid ist ein Kriegsvebrechen aber nicht jedes Kriegsvebrechen ist ein Genozid!

Ich werde jetzt hier niemanden zitieren und archive schreiben oder Historiker zu Wort kommen lassen. Nach dem der Blog völlig zerschossen wurde (vor allem von Hetiritter und seinen lustigen rittern) bringt es auch nichts, über dieses Thema zu schreiben oder weiter zu machen. Hier ging es weniger um die aufarbeitung des Themas, mehr ging es um mich und meine Persönlichkeit. Ich hätte auch als Inhalt schreiben können " was denkt ihr über Muhabbetci".

Obwohl mich keiner hier kennt meint jeder dieser lustigen Clowns etwas über mich zu wissen. Das geht sogar soweit, dass man mir unterstellt ich würde von der türkischen Regierung bezahlt o_o

Was mich traurig gemacht hat ist die Tatsache das hier niemand bereit war, sich mit der Geschichte auseinander zusetzen. Nach zu forschen wie es dazu kam. Nach zufragen wie viele türken diesem Krieg zum Opfer gefallen wurde. Wie viele Armenier umkamen.

Am allertraurigsten ist, das 10 Jahre friedensbemühungen mit Armenien absolut torpediert wurde. Endlich hatte man es geschaft, vor allem nach dem Tod von Hrant Dink, das beide Seiten einigermassen ein friedliches miteinander hatten.

Der Westen sollte endlich lernen seine Nase nicht immer wieder in die Angelegenheiten anderer Staaten zu stecken. Der Westen war an dem 1 Weltkrieg schuld. Aber war auch nie bereit die verantwortung dafür zu nehmen.
Nein lieber mischt man sich irgendwo ein und torpediert friedensbemühungen für die eigenen egoistischen Ziele.
Das ist das einzige was mich traurig macht. Das die friedensbemühungen um Zehn Jahre zurück geworfen worden ist.

Dieser Blog zeigt wie borniert der westeuropäer eigentlich denkt. So eingelullt von den lügen der Medien und eigenen Staatlischen Organisationen, dass sie nicht mehr fähig ist eigene Gedanken zu fassen und zu hinterfragen. Ein Geist, das nichts mehr hinterfragt, wird zu einem Dämon...!

Mehr habe ich dazu nichts mehr zu sagen.
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 16:21
Hoffentlich wird das Verbot der Leugnung von Völkermord bald auch in Deutschland gesetz werden.
Hier wird wieder versucht die eigene Schuld durch die Schuld anderer zu relativieren.
Da ich nicht ein Wort zu dem wirklich peinlichen Art. 301 des türkischen Strafgesetzbuches von Ihnen lesen durfte ist für jeden wirklich ganz einfach ersichtlich, dass es um eine Weisswaschung der Türkei hier geht.
Es stellt sich wirklich nicht nur für mich die Frage, ob Sie zu den Bozkurtlar gehören.
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 16:40
So viel habt ihr jetzt geschrieben und verlinkt und gelesen. Wo sind die osmanischen Archive bei dem ganzen Thema abgeblieben? Warum hat sich nicht ein einziges Thema, Historiker oder Journalist gefragt, was in den osmanischen Archiven steht?

Die Antwort darauf ist in den Sehepunkte zu finden:

Zu Kévorkians Quellen gehören auch brisante Nachkriegsbestände aus dem Istanbuler Patriarchat, die jetzt in Jerusalem lagern, darunter eine amtlich beglaubigte Kopie von General Vehip Paschas schriftlichem Zeugnis vom 5. Dezember 1918 für eine osmanische, post-jungtürkische Ermittlungskommission. Darin hielt dieser, der Oberkommandierende der 3. Armee, die in Ostanatolien stationiert war, unter anderem fest: "Die Deportationen der Armenier [1915/16] wurden im völligen Widerspruch zur Menschlichkeit, Zivilisation und behördlichen Ehre durchgeführt. Die Massaker und die Ausrottung der Armenier, der Raub und die Plünderung ihres Eigentums waren das Resultat von Entscheidungen, die vom Zentralkomitee des Komitees für Einheit und Fortschritt ausgingen."

Diese armenischen Quellen kombiniert mit Dokumenten osmanischer und anderer Provenienzen ermöglichen es Kévorkian, in dichter, oft Schwindel erregender Weise die Interaktionen der Mitglieder des jungtürkischen Comité Union et Progrès (CUP) mit der Daschnak nachzuverfolgen. Die Daschnak war die wichtigste armenische Partei und trat für eine pluralistische, liberale Reform des Osmanischen Reichs, insbesondere für Sicherheit in den hauptsächlich von Kurden und Armeniern bewohnten Ostprovinzen ein; seit der jungtürkischen Revolution von 1908 unterhielt sie ein Wahlbündnis mit dem CUP. Der dritte Teil des Buches zeichnet die dramatischen zweieinhalb Jahre vom Balkankrieg bis zum Frühjahr 1915 nach: Aus einem ungleichen Paar von "Brüdern" (so bisweilen ihre wechselseitige Anrede!) wurden Verfolger und tödlich Verfolgte, die aber noch fast bis zum Sommer 1915 Kontakt hielten und Verhandlungen führten.
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 16:51
Seit dem Holocaust, dass von Menschenhand schrecklichste was je auf Erden geschah, finde ich das Wort Völkermord als problematisch. Entweder ist jeder Krieg ein Völkermord, egal wie viele getötet werden oder es sind nur die Kriege, die ähnlich wie der Holocaust ein systematisches Töten vorschreibt.

Laut UN ist Völkermord „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören.

Das ist aber mehr als problematisch, denn dann würden auch die Nazi-Morde darunter fallen. Denn die absicht war ja "Eine Gruppe zu dezimieren aus rassistischen Motiven".


Hättest du rechiert, dann wüßtest du, daß der Begriff Völkermord in Folge der Nazi-Verbrechen in einer UN-Konvention festgelegt wurde. Pikanterweise entsteht der Begriff in Folge der Armenienmassaker.
Muhabbetci schrieb am 28.12.2011 um 21:38
@thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 16:51

Ich weiss wann dies entstanden und festgelegt wurde. Ich meine die "Nazi-Trio Morde". Auch die müssten man laut der UN-Resolution als Völkermod bezeichnen.

Die meisten Menschen glauben bei einem Völkermord an "Holocaust". Daher ist das Wort Völkermord oder aber auch Genozid sehr problematisch. Aber eigentlich wollte man mit einem Völkermod/Genozid nur eine einzigartige Kriegsführung, wie zum Beispiel der Holocaust bezeichnen.
Ansonsten wäre jeder Krieg ein Völkermord, sogar die Armenier müssten ansonsten einen Genozid zugeben denn auch sie haben Grausamkeiten begangen.

Ist das was in der Türkei damals geschah etwas einzigartiges was nie in der Geschichte passiert ist oder ist sie nur eines von vielen Kriegsvebrechen die immer wieder auf der Welt passiert. Das ist eines der Sachen die anscheinend hier manche gar nicht wissen oder nicht wissen möchten.

Die Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören:

a) das Töten von Angehörigen der Gruppe
b) das Zufügen von schweren körperlichen oder seelischen Schäden bei Angehörigen der Gruppe
c) die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen
d) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung
e) die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe“


Dann sind alle Morde auf dieser Welt jewals ein Genozid! Jedes Land, jeder Krieg müsste demnach einen Völkermord akzeptieren und zugeben. Was macht den Unterschied zwischen dem Vietnamkrieg, Balkankriege oder Napeleons kriege und das was im osmanischen Reich geschah verschieden? Vor allem aber auch, wie weit zurück sollten die Schuldzuweisungen reichen?

Mein fehler war, das ich glaubte jeder wüsste was mit einem Völkermord gemeint ist.
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 22:02
Wenn Sie tatsächlich die Voraussetzungen eines Völkermords verstanden hätten, dann würden Sie etwas anderes schreiben.
So versuchen Sie nur immer noch ein klein wenig die Geschichte der Türkei schönzureden.
Wobei, warum über die Vergangenheit der Türkei reden, wo die Gegenwart doch genügend Kritik bietet.
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 22:02
Vielleicht solltest du nochmals über die Bedeutung von "ganz oder teilweise zu zerstören" meditieren ...

Die Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören
zephyr schrieb am 28.12.2011 um 22:06
Der Holocaust war kein Resultat einer "Kriegsführung". Der Holocaust war die Durchführung und Umsetzung einer sorgfältig geplanten Endlösung zur Vernichtung/Zerstörung des Judentums in Europa. Diese wurde geplant und durchgeführt vor und während des zweiten Weltkrieges.

Ob im Verlauf eines Krieges zwangsläufig Völkermorde stattfinden, ist eine interessante Frage. Ich kann sie nicht beantworten.
Muhabbetci schrieb am 28.12.2011 um 23:14
@thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 22:02

Kläre uns auf TTgirl.

Laut dieser Erklärung oben ist jeder Krieg der je geführt wurde ein Genozid! Es gibt und gabs niemals Kriege, die sich nicht auf ethnische, Nationale, rassische oder religiöse absichten berufen haben und teilweise die Gesellschaft zerstört haben. Wenn es einen solchen Krieg gab dann würde ich gerne hören welcher es gewesen sein mag. Auf die Antwort von dir bestehe ich.
Muhabbetci schrieb am 28.12.2011 um 23:17
@zephyr schrieb am 28.12.2011 um 22:06

Absolut richtig, die Antwort darauf ist sehr sehr schwierig. Die meisten verstehen ja noch nicht einmal was eigentlich ein Völkermord bedeutet. Meistens versteht man unter einem Völkermord den Holocaust oder ähnliches. Die Frage ist, haben die Armenier einen Holocaust erfahren?
thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 23:43

Muhabbetci schrieb am 28.12.2011 um 23:14
@thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 22:02

Kläre uns auf TTgirl.

Laut dieser Erklärung oben ist jeder Krieg der je geführt wurde ein Genozid! Es gibt und gabs niemals Kriege, die sich nicht auf ethnische, Nationale, rassische oder religiöse absichten berufen haben und teilweise die Gesellschaft zerstört haben. Wenn es einen solchen Krieg gab dann würde ich gerne hören welcher es gewesen sein mag. Auf die Antwort von dir bestehe ich.


Hätteste den Wikipediaartikel über Völkermord weitergelesen, dann wüßtest du, was nicht unter Völkermord fällt.
Guck einfach mal nach.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 01:33
Zu beachten ist, dass nur die Absicht zur Vernichtung der Gruppe erforderlich ist, nicht aber auch die vollständige Ausführung der Absicht. Es muss eine über den Tatvorsatz hinausgehende Absicht vorliegen, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.

Die Handlungen nach Artikel II Buchstaben a) bis e) der Konvention (in Deutschland umgesetzt durch § 6

Abs. 1 Nr. 1 bis 5 VStGB) hingegen müssen tatsächlich (und willentlich) begangen werden. Dies bedeutet insbesondere, dass es nicht vieler Opfer bedarf, damit die Täter sich des Völkermordes schuldig machen. Bloß ihre Vernichtungsabsicht muss sich auf die ganze Gruppe oder einen maßgeblichen Teil von ihr richten. Die Täter erfüllen den Straftatbestand beispielsweise, wenn sie – in dieser besonderen Absicht – einzelnen Gruppenmitgliedern ernsthafte körperliche oder geistige Schäden zufügen oder den Fortbestand der Gruppe verhindern wollen, etwa durch Zwangskastration. Eine Anklage wegen Völkermord bedarf daher nicht der Ermordung auch nur eines Menschen.

Umgekehrt gilt auch: Handlungen nach Artikel II Buchstaben a) bis e) der Konvention sind kein Völkermord, wenn ihr Ziel nicht darin besteht, eine Gruppe ganz oder teilweise zu vernichten, egal wie viele Mitglieder getötet oder sonst wie beeinträchtigt werden. Solche Maßnahmen sind ebenfalls kein Völkermord, wenn ihr Ziel darin besteht, eine Gruppe auszurotten, die nicht durch nationale, ethnische, rassische oder religiöse Eigenschaften definiert ist.
@thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 23:43

Ob in jedem Fall, wo Einzelne sich des Völkermordes schuldig machen, der Rahmen des Geschehens pauschal als „Völkermord“ bezeichnet werden sollte, ist eine andere Frage. Denn es ist für die Strafbarkeit Einzelner nicht erforderlich, dass sie ihre Taten im Rahmen eines breit angelegten oder systematischen Angriffs auf die Opfergruppe begehen (im Gegensatz etwa zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit).

Artikel 6 der Konvention geht grundsätzlich vom Territorialitätsprinzip aus, wonach Völkermord vor den Gerichten in den Ländern verfolgt wird, in denen die Tat begangen worden ist. Darüber ist die Zuständigkeit von internationalen Gerichtshöfen vorgesehen, soweit die Vertragsstaaten sich dieser Gerichtsbarkeit unterworfen haben.

Genau das war eines der Kritikpunkte die ich immer wieder gesagt habe. Warum man dies vor einem Internationalem Gericht aufrollt und ein Urteil fällt. Aber wie du siehst habe ich den Wikipedia-Artikel sehr gut gelesen. Ich kenne keinen Krieg der nicht aus ethnischen, Religiösem, rassistischen Motiven geleitet wird.

Daher ist das Wort, meiner Meinung nach, ein Problem und nicht anwendbar bei der Frage um osmanisches Reich und Armenien. Es sei denn jeder Krieg ist ein Genozid.
thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 09:41
@thinktankgirl schrieb am 28.12.2011 um 23:43

Ob in jedem Fall, wo Einzelne sich des Völkermordes schuldig machen, der Rahmen des Geschehens pauschal als „Völkermord“ bezeichnet werden sollte, ist eine andere Frage. Denn es ist für die Strafbarkeit Einzelner nicht erforderlich, dass sie ihre Taten im Rahmen eines breit angelegten oder systematischen Angriffs auf die Opfergruppe begehen (im Gegensatz etwa zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit).


Thinktankgirl schrieb das Obige NICHT, weder am 28.12.2011 um 23:43, noch sonst irgendwann.



Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 01:33
Aber wie du siehst habe ich den Wikipedia-Artikel sehr gut gelesen. Ich kenne keinen Krieg der nicht aus ethnischen, Religiösem, rassistischen Motiven geleitet wird.

Daher ist das Wort, meiner Meinung nach, ein Problem und nicht anwendbar bei der Frage um osmanisches Reich und Armenien. Es sei denn jeder Krieg ist ein Genozid.


Dummerweise gab es aber keinen Krieg zwischen den Türken und den Armenier.

Artikel 6 der Konvention geht grundsätzlich vom Territorialitätsprinzip aus, wonach Völkermord vor den Gerichten in den Ländern verfolgt wird, in denen die Tat begangen worden ist. Darüber ist die Zuständigkeit von internationalen Gerichtshöfen vorgesehen, soweit die Vertragsstaaten sich dieser Gerichtsbarkeit unterworfen haben.

Genau das war eines der Kritikpunkte die ich immer wieder gesagt habe.


Und warum vergißt du jetzt zu erwähnen, daß es bereits 1919 in der Türkei Prozesse wg. den Massakern an den Ameniern gab?
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 12:02
@ thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 09:41

Liebe TTGirl, ich habe nicht gesagt das du das geschrieben hast, dies war ein Zitat aus eben dem Wikipediaartikel, den du mir empfohlen hast, zu lesen. Schade das du den Artikel nicht gelesen hast obgleich du sie mir empfiehlst. Sonst müsstest du wissen das es aus dem Artikel ist. Trotz allem hätte ich es wohl besser bemerken müssen.

Dummerweise gab es aber keinen Krieg zwischen den Türken und den Armenier.
Meine Liebe, da irrst du dich aber gewaltig. Es gab nicht nur den Krieg zwischen Armeniern und Türken sondern sogar Terroranschläge von eben diesen. Natürlich ist das Volk ( osmanen oder armenier) nicht im Krieg, aber die Staaten oder im Fall von Armenien die Parteien und die Miliz, die einen eigenen Staat haben wollten. Daher wurden auch die Masakker in Van u.s.w. angerichtet.

Als Russland den Osmanen den Krieg erklärte, waren die Armenier mit den Russen zusammen im Krieg, im gegenzug sollten sie armenien erhalten. Was Russland später aber nicht eingehalten hat. Daraufhin dachte sich die Miliz, sie müssten eine Säuberung der eben genannten Gebieten machen um diese Länder zurückzuerobern.

Diese sind ganz gut Dokumentiert und bestreitet auch eigentlich keiner. Sie werden nur im Westen gern totgeschwiegen!

Zum Beispiel wurden in Kars 30 000 zivilisten brutal durch armenier getötet. Das war im Jahr 1914! u.s.w.

Und warum vergißt du jetzt zu erwähnen, daß es bereits 1919 in der Türkei Prozesse wg. den Massakern an den Ameniern gab?
Tu mir bitte einen Gefallen und gehe sowohl auf den Blogbeitrag wie auch die einzelnen Kommentare durch. Niemals habe ich oder irgendein anderer Türke auf dieser Welt die massaker vergessen oder geleugnet. Die Frage ist ja auch nicht "Masakker ja oder nein" sondern "Völkermord, ja oder nein".

Beide Seiten haben grausamkeiten angerichtet unter der Zivilbevölkerung. Die Türkei gibt es sogar zu und hat sich dafür nicht nur entschuldigt sondern auch geschämt. Die Frage ist war es ein Völkermord? Und da sagt die Türkei und sehr viele namhafte Historiker auch "nein, es war kein Völkermord aber ein massaker".

Man streitet sich ausserdem über die Zahl der Toten auf beiden Seiten. Das aber ist ein anderes Thema...
zephyr schrieb am 29.12.2011 um 14:09
Also ich schlage jetzt vor die betreffenden Begriffe, um dies hier zu gehen scheint synonym zu setzen:
Völkermord, Massaker, Kriegsverbrechen usw...alles ein einziges Schlachten allerseits. Und schon ist das Problem erledigt, hm?

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wieso diese Formen des gegenseitigen Schlachtens bzw. Vernichtens von Ihnen, Muhabbetci, meiner Wahrnehmung nach in eine Art Hierarchie gesetzt werden. Kriegsverbrechen und/oder Massaker sind nicht "so schlimm" wie ein Völkermord? Deshalb Kriegsverbrechen ja, aber Völkermord nein?
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 14:49
@zephyr schrieb am 29.12.2011 um 14:09

Liebe Zephyr, ich bin es nicht der einen Unterschied zwischen einem Massaker und einem Völkermord macht sondern der Westen. Bis auf den Holocaust, der ja auch daher "Holocaust" genannt wird, sind für mich alle Kriege entweder Völkermorde, daher Genozid; oder sie sind Kriegsvebrechen. Der Westen wird aber diese deutung niemals akzeptieren, das sie sonst gezwungen wäre sich für alle Kriege zu verantworten.
Ich habe ja immer wieder gesagt "Jeder tote ist einer zuviel!". Meiner Meinung nach müsste jeder Staat sofort angeklagt werden und zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die Türkei, auch Armenien, auch Deutschland, Frankreich, England u.s.w.

Denn alle haben sie einen Völkermord ( Kriegsvebrechen) gemacht. Auch das dürfen wir nicht vergessen, Geschichte wird immer von Siegern geschrieben...
thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 15:31

Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 14:49
@zephyr schrieb am 29.12.2011 um 14:09

Liebe Zephyr, ich bin es nicht der einen Unterschied zwischen einem Massaker und einem Völkermord macht sondern der Westen. Bis auf den Holocaust, der ja auch daher "Holocaust" genannt wird, sind für mich alle Kriege entweder Völkermorde, daher Genozid; oder sie sind Kriegsvebrechen. Der Westen wird aber diese deutung niemals akzeptieren, das sie sonst gezwungen wäre sich für alle Kriege zu verantworten.


Ja, ja, alle machen es falsch, nur M. machts richtig ...

Im Strafrecht wird unterschieden - soweit ich weiß - zwischen fahrlässiger Tötung, minder schwerem Totschlag und Totschlag, mit verschiedenen Erschwerungen, wie aus niederen Motiven oder wie immer das auch heißen mag.
Analog dazu gibt es eben auch beim Abschlachten größerer Menschenmengen Unterscheidungsmerkmale.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 15:49
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 15:31

und ich fragte dich was der Unterschied laut UN-Resolution zwischem einem Völkermord und den Morden des Nazi-Trios oder Kolonialkriege, Balkankriege, Irakkrieg, Golfkrieg u.s.w. wäre.

Müssten diese nicht auch als Völkermorde bezeichnet werden? Doch warum nennt man diese nicht als Genozid?
Entweder sind alle Kriege der letzten 300 Jahre Genozids oder sie sind keine laut UN-Resolution.
Was bitte ist in dem Krieg türkei-Armenien anders als der Krieg in Vietnam.

Oder was ist mit Israel und Palästina. Ist es ein Genozid am palästinensichen Menschen? Oder wir würdest du die Lage dort nennen. Ich zitiere aus:Ethnische Säuberung der Palästinenser oder das demokratische Israel ist an der Arbeit von Gideon Levy"

"Einige Leute denken, es genügt, wenn wir das Leben der Palästinenser in den besetzten Gebieten unerträglich machen, dass sie von alleine gehen, und tatsächlich sind viele schon gegangen. Ein israelischer Erfolg: Nach der Zivilverwaltung haben eine Viertel Million Palästinenser in den blutigen Jahren von 2000-2007 die Westbank verlassen. Aber das genügt nicht; also wurden verschiedene administrative Methoden hinzugefügt, um den Traum wahr zu machen.

Jeder, der sagt: „Das ist keine Apartheid“ sollte erwidern: warum wird es einem Israeli erlaubt, sein Land für den Rest seines Lebens zu verlassen und keiner schlägt vor, seine Staatsbürgerschaft zu widerrufen, während einem Palästinenser, einem Einheimischen, dies nicht erlaubt wird? Warum ist es einem Israeli erlaubt, eine Ausländerin zu heiraten und für sie das Wohnrecht zu erhalten, während es einem Palästinenser nicht erlaubt ist, seine frühere Nachbarin zu heiraten, die jetzt in Jordanien lebt? Ist das nicht Apartheid? Jahrelang habe ich endlose Tragödien von Familien dokumentiert, die aus einander gerissen wurden, deren Söhnen und Töchtern es wegen drakonischer Verordnungen – nur für Palästinenser - nicht erlaubt war, in der Westbank oder im Gazastreifen zu leben. "
www.israel-palaestina.de/Nahostkonflikt-Artikel/Levy-ethnische-Saeuberung-Demokratie-Israel.html

Also komme mir nicht mit solchen Kommentaren von "Ach da macht man einen Unterschied u.s.w.".
Der Westen nennt nur das einen Genozid was ihm grad in den Kram passt. Das, meine liebe, ist das unterträgliche. Dieses hochmütig und von oben herab redende, westliche Boniertheit gegenüber dem kranken Mann am Bosporus.
Nein, es ist sogar schrecklich mit welchen Methoden der Westen den kranken Mann am Bosporus heilen möchte. Man schreibt ihm vor wie er wann sich zu demokratiesieren hat, wann er sich für welches Vebrechen zu bekennen hat und wann und wie gefälligst die Religion zu liberalisieren hat.
Das nenne ich den geistigen Völkermord wenn nicht einen geistigen Holocaust.

Also komm mir nicht mir dem so überheblichen West-europäischen Fingerzeig Märchen!
Also frage ich dich ganz deutlich. Verübt der Israelische Staat einen Genozid an den Palästinensern? Oder würdest du sagen das dies eher doch ein "Kriegsvebrechen" wäre...

Auf die Antwort bin ich mal gespannt!
zephyr schrieb am 29.12.2011 um 17:21
Also geht es Ihnen darum, Muhabbetci, dass der Westen nicht zu allen seinen Kriegsverbrechen/Völkermorden/Genoziden steht, bzw. nur zu denen, die dem Westen "in den Kram passen". Zustimmung.
Wieso aber sollte das die Voraussetzung dafür sein, dass z.B. die Türkei die Massaker an den Armeniern einräumt und Verantwortung dafür übernimmt und zwar ohne die ewigen Wenns und Abers? Würde dies nicht vielmehr sich deutlich abheben vom Vorgehen des sogenannten "Westens" ? Taktisch scheint mir das nicht sehr klug, wenn's denn hier um Taktik gehen sollte.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 18:10
@ zephyr schrieb am 29.12.2011 um 17:21

Liebe Zephyr, die Türkei bekennt sich zu den massakern doch. Schon seit jahrzehnten. Niemand bestreitet in der Türkei das es zu Grausamkeiten kam. Diese bzw. so eskalierten das türkische Dörfer armenische Menschen atackierten.

Doch der Westen sagt "Das ist nicht genug, ihr müsst euch auf ein Genozid bekennen".
Nun sollte man sich fragen was denn passieren würde wenn sich die Türkei zu einem Genozid bekennt. Übrigens hat die Türkei mehrmals gesagt, man solle eine unabhängige Historiker-Kommission damit beauftragen und wenn diese ein Genozid feststellen wird die Türkei das akzeptieren. Dies wurde seitens Armenien abgelehnt.

Also gehen wir mal davon aus, die Türkei würde heute sagen "Wir bekennen uns zu einem Genozid". Was würde passieren?
Was hat Armenien davon oder der Westen? Warum genau muss die Türkei unbedingt sich zu einem Genozid bekennen und warum kann man es nicht dabei belassen dass es ein Massaker war, der von beiden Seiten begangen wurde?

Auch diese Frage sollte man sich stellen, warum sträubt sich armenien so sehr gegen eine Historiker-Kommission? Warum öffnen sie nicht ihre Archive?

Also, was wird passieren wenn sich die Türkei dazu bekennt? Was wird Armenien davon haben?
Vor allem werden sie danach ihre Archive öffnen? Sich einer Historiker-Kommission stellen?
Liebe Zephyr, die Türkei gibt zu das massaker waren. Warum reicht das nicht?

Heise: Jetzt soll es sich ja um eine international besetzte Historikerkommission handeln. Hikmet Özdemir, der die türkische Regierung berät, wünscht sich, dass alle Beteiligten die Archive öffnen und die Tageszeitung "Die Welt" zitiert ihn eben damit, dass wenn dabei herauskäme, dass es ein Genozid war, dass die Türkei das auch anerkennen würde. Sie zweifeln aber daran?

Dabag: Ich zweifele sehr daran, weil ich das als eine Verzögerungstaktik sehe, um die Verhinderung der Anerkennung des Völkermords durch dritte Staaten zu erreichen.


Findest du es ok, dass armenien nicht ihre archive öffnet oder sich einem Historikerkommission stellt?
thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:23
Findest du es ok, dass armenien nicht ihre archive öffnet oder sich einem Historikerkommission stellt?


Findest du es ok, immer immer die gleichen falschen Behauptungen zu posten?
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 19:13
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:23

Warum kannst du nicht eine einzige Antwort geben. Egal was ich frage, du gibt nie eine Antwort.
Ich frage dich jetzt noch einmal beide Fragen:

Frage 1:Findest du es ok, dass armenien nicht ihre archive öffnet oder sich einem Historikerkommission stellt?

Frage 2: Wie bezeichnest du Israel Palästina, Genozid oder vebrechen?

Wenn ich falsche Behauptungen poste dann möchte ich jetzt da du mir zeigst wo und wann ich falsche Behauptungen, also bewusst gelogen habe!

Wenn du es nicht beweisen kannst, wirst du dich entschuldigen?
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 13:06

Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 19:13
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:23

Warum kannst du nicht eine einzige Antwort geben. Egal was ich frage, du gibt nie eine Antwort.


Ooch, ich hab dir schon Dutzende von Antworten gegeben. Nur nicht die, die du hören wolltest.
Demke schrieb am 28.12.2011 um 22:23
Gratulation an Muhabbetci ein sehr guter Beitrag. Es war immer schwer eine pro türkische Position zu vermitteln. Nach den gegenseitigen Massakern der Türken und Armenier in Adana-Zeytuni bat Osmanen um Untersuchung der Vorfälle von Europäern, was abgelehnt wurde, da hier von der Öffentlichkeit schon die Türken verurteilt waren. Man wollte den Türken nicht reinwaschen.
Unsere Vorurteile über Türken sind sehr groß. Vielleicht geschieht mal wunder, dass wir die Dinge neutral sehen. Der Frieden zwischen Türken und Armenier wurde durch Auslandsmächte zerstört.
Armenier wurde von diesen Mächten ausgenutzt, sie haben Kriegsverbrechen begangen, Türken ebenso. Kreiser/Neumann „Geschichte der Türkei“ Lesenswert für interessierte.
Was sagte General Mladic, Srebrenica und Co alles Lüge!
Ich wünschte, unparteiische kompetente deutsche Historiker alle Fakten offenlegen und in der Sache Klarheit verschaffen.
der Hetiritter schrieb am 28.12.2011 um 22:31
Es ist einfach schrecklich, dass immer noch der Völkermord an den Armeniern, der formaljuristisch international anerkannt ist, von den Türken weiterhin geleugnet wird. Wie weit die Angst vor der Aufdeckung ist, zeigt der Art. 301 des türkischen Strafgesetzbuches.
Hier wurden so viele Beispiele für die Schuld der Türken geliefert, einer der besten Lieferanten Muha..., aber Sie
Demke, blenden alle in endlosen Beiträgen genannten Punkte einfach aus und gratulieren zu einem schlecht recherchierten, schlecht geschrieben Artikel von Muha...
Mir fällt jetzt irgendwie nur das Wort LÄCHERLICH ein.
Muhabbetci schrieb am 28.12.2011 um 23:24
@ Demke schrieb am 28.12.2011 um 22:23

Ohne dich verletzen zu wollen und auch wenn ich dankend antworte finde ich Gratulation bei solchen Themen für unangebracht. Es sind grausamkeiten passiert auf beiden Seiten, für den sich sowohl die Türken wie auch die Armenier schämen müssten und dies auch tun. Es ist viel falsch gemacht wurden, viele Unschuldige sind zu Tode gekommen und jeder Toter ist einer zuviel.

Der Krieg begann auch nicht mit 1914 bzw 15 sondern schon 30 Jahre davor. Eigentlich müsste man mit den Balkan-Kriegen die Sache aufrollen. Denn dort wurden türken und türkischstämmige vertrieben, ermordet und mancher redet von einem Genozid (nur der Westen nicht).
Kunibert Hurtig schrieb am 29.12.2011 um 13:38
@Muhabbetci

koslowski schrieb am 29.12.2011 um 12:24
Auch der evangelische Theologe und Orientalist Johannes Lepsius schlug Alarm. Er hatte schon nach den Pogromen 1894 bis 1896, denen zehntausende Armenier zum Opfer fielen, in Deutschland ein Hilfswerk gegründet. Während des Ersten Weltkriegs versuchte er, die Politiker aufzurütteln. Aber die Liberalen beschworen in der Regel die deutsch-türkische Waffenbrüderschaft und die Sozialdemokraten wollten den Burgfrieden mit dem Kaiser nicht gefährden. Als ihm gar strafrechtliche Verfolgung drohte, führte er seinen Kampf vom Ausland aus weiter

Na, mein Gutester, das sind aber ganz andere Informationen als Ihre gründlich recherchierten Ausfälle von ganz oben. Dieses deklassiert Ihren Blog und die Kommentarlage in den Bereich der Mythenbildung.

Die Frage ist einfach nur, warum türkischen Regierungen eben den, der den Armeniern helfen wollte, als Fälscher denunziert ... Sie eben auch, als Reinfaller auf offizielle Lesarten. Es stellt sich also wieder mal die Frage, Muha ... WER SIND SIE?
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 13:54
@ Kunibert Hurtig schrieb am 29.12.2011 um 13:38

Wissen was mir auffällt. Das sie und die anderen Kreuzritter ( ich vermute mal das sie sich als solche verstehen) nicht fähig sind zu differenzieren, sobald ein Türke etwas schreibt. Warum werde ich immer als "Der Türke, Moslem" deklariert?!
Es stimmt, ich bin ein türkischer Moslem der in Deutschland geboren wurde.

Vor allem die letzte Frage zeigt wir gross ihre Komplexe mit meiner Person sein müssen. Haben sie keine Angst, ich bin der Sohn einer türkischen Mutter die Putzfrau war und der Sohn eines Vaters der in der Stahlindustrie gearbeitet hat.

Dann wollen sie natürlich mir unterstellen, ich würde Lepsius verunglimpfen und ihn durch "Mythenbildung" denunzieren.
Doch habe ich alle meine Quellen mit angegeben. Es waren keine Osmanischen Quellen, keine türkischen Quellen, keine muslimische Quellen. Sondern die Quelle von einem Wolfgang Gust, der durch und durch ein Pro-Armenier war.
Auch scheint es ihnen egal zu sein das Lepsius durch und durch ein Antisemit, deutsche Nationalist und Spion war.

Wie gross muss ihr hass auf mich oder vielleicht türken sein, dass sie nicht mehr fähig sind ihren eigenen Quellen zu vertrauen.
Kunibert Hurtig schrieb am 29.12.2011 um 15:09
Im Blogbeitrag steht:
Lepsius ein Lügner!
Die Hauptquelle für den Vorwurf eines Völkermordes an den Armeniern ist der deutsche Missionar Johannes Lepsius. 1919 veröffentlichte er Dokumente, die den Völkermord belegten, aber an vielen Stellen manipuliert und verfälscht waren. Aber auch die Rolle Deutschlands an der Armenierfrage hat Lepsius gern verschwiegen. Historisch eindeutig bewiesen ist unter anderem, dass Lepsius für das Deutsche Reich Spionage betrieben hatte und keineswegs der unschuldige Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde Kurz gesagt; er gilt unter Historikern als nicht glaubhaft und sollte mit Vorsicht zur Rate gezogen werden.


koslowski schrieb am 29.12.2011 um 12:24
In der Frankfurter Rundschau von heute (bit.ly/tNQAeQ ) schreibt

bit.ly/tNQAeQ

Irgendwie haben Sie ein Problem, sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen. Auf Ihre Anwürfe brauche ich nicht einzugehen, sie sind einfach zu billig. Auch als Sohn einer türk. Migrantenfamilie sind Sie nicht automatisch aus der Schusslinie.

Ich hasse Sie nicht, ich versuche nur zu verstehen, wie jemand, dem so viel Material an die Hand gegeben wird, dass das Quellenstudium sicher Wochen, wenn nicht Monate dauert, sich immer noch erfrecht, Leuten wie TTG z.B., die für mich absolut unverdächtig ist, Ihnen ans Bein pinkeln zu wollen, mit wohlfeiler, jedoch vielfach widerlegter türkischer Propaganda entgegentreten.

Das, Muha, macht Sie für mich verdächtig, denn ich habe ein wenig Einblick in Geheimdienst und Propagandaarbeit bekommen. Darum werde ich sorgfältig darauf achten, was Sie schreiben.

Irgendwann finde ich, was ich suche. Darum geht es mir, denn die Auftritte türk. Regierungsmitglieder in der deutschen Öffentlichkeit sind zum einen getragen von eine gewissen anmaßenden Arroganz, zum anderen von maskenhafter Verdeckung der wahren Absichten. Sie, Muha, passen da gut hinein.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 15:27
@Kunibert Hurtig schrieb am 29.12.2011 um 15:09

Ich fordere sie hiermit öffentlich dies zu beweisen!
Darauf bestehe ich nicht nur, nein, ich werte dies als Angriff auf meine Person und als Verleumdungsveruche.

Darauf bestehe ich und werde davon nicht zurückweichen. Daher beweisen sie entweder ihre Behauptungen anhand von Beweisen. Was brauchen sie von mir um ihnen ihre Arbeit bei der Suche nach Beweisen für ihre Verleumdung zu untermauern? Name, adresse, Geburtsdatum?
Schicke ich ihnen gerne als PM zu!
Kunibert Hurtig schrieb am 30.12.2011 um 11:44
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 15:27

Ich fordere sie hiermit öffentlich dies zu beweisen!

Kunibert Hurtig schrieb am 29.12.2011 um 15:09
da steht:
Irgendwann finde ich, was ich suche. Darum geht es mir ...

Darauf können können Sie sich verlassen. Aber den größten Teil der Zeit, werde ich kaum dazu kommen, Sie schreiben, ich lese und warte ... Das ist eigentlich alles ... und nur so geht das; öffentlich wird es dann schon von selbst
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 12:26
@
Kunibert Hurtig schrieb am 30.12.2011 um 11:44

Wenn sie nichts in der Hand haben, also keine Beweise für ihre Behauptungen und sie nur auf der Suche sind, dann waren sie niemals berechtigt öffentlich mich zu verleumden! Die ist eine Straftat, ich hoffe sie wissen das. Nun haben sie aber Glück das ich kein Mensch bin der bei sowas zur Polizei rennt und eine Anzeige macht. Machen sie bei anderen aber bitte nicht, denn einer könnte eine Anzeige machen.

Sie nehmen also alles zurück was sie sagen, da sie keine Beweise für ihre Behauptung haben, oder behaupten sie immer noch das was sie vorher gesagt haben?
Kunibert Hurtig schrieb am 30.12.2011 um 13:58
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 12:26

Wenn sie nichts in der Hand haben, also keine Beweise für ihre Behauptungen und sie nur auf der Suche sind,

Ich schrieb: Kunibert Hurtig schrieb am 29.12.2011 um 15:09

Das, Muha, macht Sie für mich verdächtig, denn ich habe ein wenig Einblick in Geheimdienst und Propagandaarbeit bekommen. Darum werde ich sorgfältig darauf achten, was Sie schreiben.

Ich habe nichts behauptet; Sie könnten auch schreiben:
Du bist ein Spinner
Aber Sie lamentieren über Behauptungen und wollen mir einen Schrecken einjagen. Seien Sie gewiss, dass meine Kommentare von JJK oder MH editiert worden wären, hätte ich Unredliches geschrieben.
Doch Ihre aufgeregte Reaktion ... sehr aufschlussreich, um nicht zu sagen passend. Ich schrieb doch: ich suche. Hhmmm, Sie liefern doch schon.
Und so ganz nebenbei: An diesem kleinen, aufgeregten Beispiel kann jeder erkennen, wie Sie arbeiten: keine Anschuldigung, nur ein Wundern über Ihre suspekte Art sich hier zu präsentieren; Reaktion: aufgeregtes Lamento mit dem Aufschrei: Beweise, sofort
Nein Muha, Sie werden die Beweise selber liefern, zwar nicht profihaft ... aber aufschlussreich. Ich bedanke mich schon im Voraus.

Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 15:27
Was brauchen sie von mir um ihnen ihre Arbeit bei der Suche nach Beweisen für ihre Verleumdung zu untermauern? Name, adresse, Geburtsdatum? Schicke ich ihnen gerne als PM zu!
Danke für das freundlichen Angebot, brauche ich jedoch nicht, habe ich schon :-)
koslowski schrieb am 29.12.2011 um 12:24
In der Frankfurter Rundschau von heute (bit.ly/tNQAeQ ) schreibt Thomas Schmid:

„Bis heute hat noch jede türkische Regierung bestritten, was unter seriösen Historikern längst geklärt und dokumentarisch gut belegt ist: Die jungtürkische Regierung des Osmanischen Reiches hat während des Ersten Weltkrieges die systematische Ausrottung der Armenier betrieben.“

Der Artikel thematisiert, welche Rolle deutsche Militärs und Diplomaten beim Völkermord an den Armeniern hatten.
wwalkie schrieb am 29.12.2011 um 14:38
Ein sehr guter FR-Artikel, koslowski, mit dem so bezeichnenden weiteres Grauen vorwegnehmenden Titel "Das ist hart, aber nützlich". Schmid erwähnt den vergeblichen Versuch Karl Liebknechts, im Reichstag Gehör zu finden. Das erinnerte mich an den anderen großen Kriegsgegner, Jean Jaurès', der schon bei den Massakern der neunziger Jahre im Parlament intervenierte. Ich habe die Rede herausgesucht (und schnell und schlecht übersetzt): ein Dokument parlamentarischer Sprachgewalt:

"Als ich die Berichte der Delegierten und der Commission von Erzerum las; als ich die offiziellen Berichte der europäischen Konsuln las; als ich im Detail von den blindwütigen Brutalitäten der Kurden und der Soldateska des Sultans erfuhr; als ich dort die ersten Versuche der armenischen Bevölkerung sah, die so lange schafsgehorsam und passiv gegblieben war, Widerstand gegen die Willkür und die Plündereien der Kurden zu leisten; als ich dort die ersten blutigen Zusammenstöße dieser Nomaden, in den Schluchten und Wäldern, mit den Schäfern und Bauern Armeniens sah; und die jähe Wut der Kurden und den Vernichtungskrieg und die Flucht der armenischen Familien, die ihre verbrannten Häuser verlassen mussten, die Alten auf ihren Schultern, die dann doch auf dem Wege verlassen und massakriert wurden, die die Frauen und irre gewordenen Mütter, die ihre Hand auf die Münder ihrer Kinder legten, damit deren Schreie sie nicht verrieten, und die Kinder, versteckt unter Steinen, in den Baumwurzeln, und dann doch zu Hunderten ermordet ... "

Jaurès zählt im weiteren schier unglaubliche Massaker auf und insistiert eindringlich auf der Verantwortung des Sultans, aber auch der europäischen Mächte, vor allem Russlands, Englands und Frankreichs, um so zu enden:

"Und da alle Regierungen, da die Nationen unfähig zu einer elementaren Vereinbarung zur Verhinderung dieser Barbarei sind, muss das europäische Proletariat die Sache selbst in die Hand nehmen (Ah! ah! im Zentrum und auf der Rechten). Es muss vor allem seinen Zorn und seinen Willen manifestieren und die elenden Mächte, die, um sich nicht selber zu fressen, die Ermordung eines ganzen Volkes zulassen, zwingen, ihre elementare Menschheitsaufgabe wahrzunehmen, mit einem Ensemble von Maßnahmen, die jede Konfliktmöglichkeit unterdrückt und das Werk des Friedens mit dem der Gerechtigkeit versöhnen."

(Discours à la Chambre des Députés, 3.11.1896)
thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 14:24

Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 13:39
Man weiss heute das die AA ihre Archive nicht nur manipuliert hat sondern auch zum Teil vernichtet, oder gefälscht hat. Nun sagt Wolfgang Gust das Lepsius das nicht gemerkt haben soll, ich bitte dich wie glaubhaft ist das? Aber auch Wolfgang Gust ( obwohl er Lepsius verschönigt) nicht umhin kommt zu erwähnen, dass Lepsius:"Auch dieser von Lepsius - frei von AA-Auflagen - veröffentlichte Litten-Bericht enthält Streichungen unterschiedlicher Art. " zu sagen.

Das bedeutet, nicht nur das Ausärtige Amt hat Dokumente manipuliert sondern auch Lepsius. Das wiederum mach beide Archive nicht mehr beweisfähig und daher sind sie unbrauchbar.


Irgendwo mitten im Thread versteckt, wo man es nur zufällig entdecken kann, wird nun wieder die Geschichte der unbrauchbaren Archive aufgetischt.

Ich bin allmählich dieser Penetranz überdrüssig, mit der widerlegte Argumente, noch und nöcher aufgewärmt werden. Völlig uninteressiert an den Überlegungen und Ansichten anderer Kommentatoren, egoistisch und mit dem Motto - es interessiert mich einen Scheissdreck, was ihr darüber denkt - soll der FC ein abstruses Argumentationsmuster aufgezwungen werden.
M. kann glauben was er will, aber bitte im Privaten!
Ich empfinde seine Diskussionskultur inzwischen als Verstoss gegen den zivilisierten Umgang in der FC.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 15:09
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 14:24

Jetzt fängst das schon wieder an. TTGirl, was ist daran nicht zu verstehen das Lepsius und das auswärtige Amt Dokumente manipuliert hat. Nur Wolfgang Gust Lepsius reinwaschen möchte, kannst du oder jemand anderes sich doch nicht hinsetzen und "Nein er war ein Engel, der würde niiiieee sowas machen" predigen.

Selbst Gust gibt offen zu, das Zitat:"Das Auswärtige Amt hatte für das Dokumentenwerk eine eindeutige politische Zielvorgabe: Es sollte Deutschlands Ausgangslage bei den anstehenden Friedensverhandlungen in Paris, die schließlich in den Versailler Verträgen endeten, in einem für Deutschland günstigen Sinn beeinflussen. Auch Lepsius war klar, daß sein Werk in erster Linie der politischen Werbung dienen müsse. “Der grössere Teil ist ja zur Verbreitung zu Propagandazwecken bestimmt” schrieb Lepsius-Sekretär Richard Schäfer im Juni 1919 über die Verwendung der gedruckten Bände"

und von welcher Propaganda er spricht erfährt man aus diesen Zitaten:" Lepsius selbst beschrieb seine Aufgabe in dem Brief so: “Es war eine Kunst zwischen den vier Fronten, Entlastung Deutschlands, Belastung der Türkei, Reservebedürftigkeit des Amtes und Vertrauensgewinnung der Armenier”"

Was bitte ist daran dann nicht zu verstehen das diese Person nicht als Beweis für den Völkermord herangezogen werden kann. Es bleiben mehr Zweifel über als das sie beantwortet werden können. Das wäre so als würden sie einen Nazihistoriker bitten den Holocaust zu erzählen, aber als Propaganda!
Übrigens ist das aus dem Vorwort (Magisches Viereck) von Wolfgang Gust, dem man ja nun wirklich nicht vorwerfen kann dass er Pro-Osmanisch wäre. Aber er ist nicht objektiv, oder mit seinen eigenen Worten:"Die Verantwortung für die Fehler der Quellenedition “Deutschland und Armenien” allein dem Herausgeber Johannes Lepsius aufzubürden, wäre der denkbar schlechteste Ansatz für eine Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit im Osmanischen Reich. Für die Armenier war und ist Lepsius eine Ikone, und er war und ist es zu Recht - eine Ikone mit Farbfehlern sicher, aber dennoch eine Ikone von hohem Wert. "

Kein Gericht dieser Welt würde Lepsius als "Zeugen" zulassen! Kein wissenschaftler auf dieser Welt würde seine Thesen auf so eine Veröffentlichungen bauen.

Man würde sie nämlich auseinandernehmen und brutal demontieren. Aber ich gebe dir einen Tipp. Suche in den Britischen Archiven und in den Französischen.
Dort sind dokumente die man eher glauben kann.

M. kann glauben was er will, aber bitte im Privaten!
Das bedeutet, meine Meinungsfreiheit sollte eingeschränkt werden?

Ich empfinde seine Diskussionskultur inzwischen als Verstoss gegen den zivilisierten Umgang in der FC.
Also wärst du dafür das ich gesperrt werde? Oder besser gesagt meine Meinung bei brisanten und explosiven Themen aufs Schweigen reduziere? Damit die gängige Mainstream-Meinung nicht durch solche Themen einen Schaden nehmen soll?

Was mich vor allem nervt ist, dass du und einige andere hier mich so darstellen als würde ich behaupten dass es keinen massaker gegeben hätte. Das sagt aber keiner!
Ich schon mal gar nicht. Die Frage lautet ob es ein Völkermord war a-la Holocaust ähnlich. Denn das versteht man unter einem Völkermord. Auch antwortest du nicht auf Fragen die man dir stellt.

Jedesmal sagst du nur "Es ist bewiesen und widerlegt!" Ja wie denn ??? Der einzige Mensch wäre Gust der er es widerlegen könnte, aber auch er gibt zu das Lepsius gefälscht und manipuliert hat. Lepsius der anti-demokrat, Anti-semit, Spion, Nationalist, Pro-armenisch, missionar und nicht zu vergessen manipulative berichte verfassend soll als objektiv gelten.

Du magst daran glauben! Ich kann es nicht!
der Hetiritter schrieb am 29.12.2011 um 16:08
Sie, Herr Muha... sind ein Relativierer und versuchen die Schuld der Türkei klein zu reden mit irgendwelchen vergleichen.
Sie wissen, die Türkei wird nicht in die EU aufgenommen, die Gründe liegen genau dort, wo Sie keinerlei einsicht zeigen wollen, es wurde alles belegt, es wurde alles gesagt und Sie wollen hier nur das letzte Wort für ihre kruden Ideen haben.
thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 16:17
Gebs zu:
Du hast früher die französischen Foren mit diesem Schmus geflutet.
Aber die Franzosen mögen so was nicht. Erboste Republikaner hatten daraufhin die Guillotine ausm Stadtmuseum geholt, die Messer frisch geschliffen und sie auf dem Marktplatz aufgestellt. Der grosse Besucherandrang spülte den freudestrahlenden Geschäftsleuten viel Geld in die Kasse.
Nur dank des beherzten Eingreifens der Menschenrechtsliga konnte ein Lynchmord verhindert werden.
In zähen nächtlichen Verhandlungen einigten sich die streitenden Parteien auf einen Kompromiss: Das war die Geburtsstunde des Gesetzes gegen die Leugnung des Armeniengenozides.
der Hetiritter schrieb am 29.12.2011 um 17:06
Jetzt mußte ich Ihnen einfach 5 Sterne geben ;-)
cuchulainn schrieb am 29.12.2011 um 18:40
wenn wir mal von der - im kern kannibalistischen - onanie absehen, die europäer immer befällt, wenn sie einen genozid ausfindig gemacht haben (vermutlich kommt das daher, dass sie dieses geschäft so meisterlich beherrschen), bleibt die frage stehen:

was ist mit der feststellung "ja, völkermord!" und der bewehrung dieses faktums mit strafe im falle des bestreitens erreicht?
thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:49
was ist mit der feststellung "ja, völkermord!" und der bewehrung dieses faktums mit strafe im falle des bestreitens erreicht?

In diesem Blog geht es nur um "Völkermord - Ja oder Nein" im Falle der Türkei vs. Armenier. Der Autor hat nicht den Nutzen oder die Nutzlosigkeit einer Bestrafung bei Leugnung eines Völkermordes thematisiert.
Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 19:11
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:49

Bei der Frage um "Ja oder Nein" ist die Frage von "cuchulainn " mit drin. Natürlich ist das der nächste Schritt wenn es anerkannt wird aus der Türkei.

Übrigens warte ich auf eine Antwort von dir.
Israel Palästina, ist das ein Genozid oder wie würdest du es bezeichnen!
der Hetiritter schrieb am 29.12.2011 um 19:42
Nein, wie kommen Sie denn darauf?
Es sind ganz klar Verbrechen der Israelis zu erkennen, doch alle Versuche dieses als Völkermord darzustellen wurden widerlegt oder schon vorher zurückgezogen.
Ausserdem ist das gar nicht das Thema hier.
Sie versuchen wieder Schuld mit anderer Schuld aufzuwiegen.
Mannomannomann, da hatte ich doch neulich lesen dürfen, dass Adolf Hitler nur der drittgrößte Massenmörder der Geschichte war nach Mao und Stalin.
Was sollen solche Kommentare und Gegenüberstellungen oder Wertungen der einzelnen Taten?
Alle drei sind sollten eine Lehre sein, wie man es nicht macht, dazu der Völkermord an den Armeniern...
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 00:37

Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 19:11

Übrigens warte ich auf eine Antwort von dir.
Israel Palästina, ist das ein Genozid oder wie würdest du es bezeichnen!

Ich bin weder Juristin, noch in Völkerrecht ausgebildet, deshalb die falsche Ansprechpartnerin.
Irgendwelche unfundierte Statements à la Muhabbetci möchte ich nicht abgeben.
Ich sehe, das Unrecht geschieht, ob es ein Genozid ist, kann ich nicht beurteilen, ohne mich in die Sachverhalte einzuarbeiten.
Und übrigens, dein Tonfall ist unangebracht.
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 00:37

Muhabbetci schrieb am 29.12.2011 um 19:11

Übrigens warte ich auf eine Antwort von dir.
Israel Palästina, ist das ein Genozid oder wie würdest du es bezeichnen!

Ich bin weder Juristin, noch in Völkerrecht ausgebildet, deshalb die falsche Ansprechpartnerin.
Irgendwelche unfundierte Statements à la Muhabbetci möchte ich nicht abgeben.
Ich sehe, das Unrecht geschieht, ob es ein Genozid ist, kann ich nicht beurteilen, ohne mich in die Sachverhalte einzuarbeiten.
Und übrigens, dein Tonfall ist unangebracht.
miauxx schrieb am 30.12.2011 um 01:14
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:49
auf die Frage cuchulainns:
"was ist mit der feststellung "ja, völkermord!" und der bewehrung dieses faktums mit strafe im falle des bestreitens erreicht?"

"In diesem Blog geht es nur um "Völkermord - Ja oder Nein" im Falle der Türkei vs. Armenier. Der Autor hat nicht den Nutzen oder die Nutzlosigkeit einer Bestrafung bei Leugnung eines Völkermordes thematisiert."

Äh, äh - das ist Ausweichen, ttg!
Tu nicht so, als ob "der Autor" sich hier mit sich selbst unterhält!
Du prügelst dich doch hier vortrefflich um eine Klärung des 'Ja oder Nein', oder nicht!?
Somit steht die Frage cuchulainns - ähnlich wurde sie im thread ja schon von anderen gehört - nach wie vor im Raum.
Oder wollt ihr alle nur die Frage um's 'Ja oder Nein' klären, und dann ist's gut? Ist vielleicht so 'ne Art Online-Spiel?
der Hetiritter schrieb am 30.12.2011 um 08:06
Nein thinktankgirl betreibt es mit dem klaren Widerlegen von Muha... Hier kann und will sie wohl nicht auf noch weitere Fragen eingehen, es hätte auch keinen Zweck.
Sehen Sie Muha... bringt immer irgendwelche andere Völkermorde oder solche, die er gerne dafür halten würde in die Diskussion, um die Taten kleinzureden. Muha... versucht hier die Frage auszuweiten um eine Beurteilung des Sachverhalts zu erschweren, weil das eigentliche Thema abgehandelt wurde und die Belege eine so eindeutige Sprache sprechen, dass das beharren von Muha... beängstigend ist.
Es ist nicht ausgeschlosssen, dass Muha..., der Beratungsresistente, einer radikalen türkischen Vereinigung angehört und hier nur seine kruden Idee versucht möglichst nett verpackt den Leuten zu verkaufen. In etwa so, wie die Facebook-Geschichte "gegen-Kindesmissbrauch", wo dann rechte Organisationen dahinter stehen.
Wenn ich so einen Verdacht habe, dann bleibe ich an einem Thema immer dran und werde hier, da ich sowieso den halben Tag am Computer arbeiten muß, Herrn Muha... nerven und nerven und nerven. Mit den letzten beiden Themen von Muha... hat er sich eigentlich geoutet.
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 08:52
@ thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 00:37

Das bedeutet also, bei der türkei-armenien Sache kannst du ein Statement abgeben, auch ohne dich in die Sache richtig eingearbeitet zu haben. Bei dem Thema macht es dir auch nichts aus, dass du keine Juristin bist und du streitest vortrefflich für die westliche Ansicht.

Doch wenn es um "Israel-Palästina" geht willst du plötzlich kein Statement abgeben, mit der Begründung:"
Ich bin weder Juristin, noch in Völkerrecht ausgebildet, deshalb die falsche Ansprechpartnerin."

Ich finde das von dir so ziemlich Frech ehrlich gesagt.
Also nochmals die Frage, ist es ein Genozid seitens Israel Palästina oder würdest du das anders bezeichnen?

p.s. Ich glaube nicht das mein Tonfall unangebracht ist... Ich würde nur gern meine Fragen beantwortet haben.
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 08:57
@der Hetiritter schrieb am 30.12.2011 um 08:06

Ich habe ihnen und ihresgleichen schon einmal gesagt. Sie bewegen sich auf dünnem eis! Ich mag kein Jurist sein aber ihre Anschuldigungen sind Falsch!!!

Dies könnte man sehr wohl als Verleumdung auslegen! Daher halten sie sich mit ihren verdächtigungen so lange zurück, bis sie beweise für ihre verdächtigungen haben. Wenn nicht, werde ich sie aufforden müssen es zu beweisen.

Danke übrigens für ihre Ehrlichkeit, mit dem einen Unterschied nur..." ich bin nicht genervt". Ich lese sie und lache mehr oder weniger. Manchmal schmunzele ich auch nur.
Ich könnte sie beleidigen, schimpfen, schreien, genervt antworten und und und...

Mache ich aber nicht. Wissen sie auch warum?
Die Antwort überlasse ich ihnen...
der Hetiritter schrieb am 30.12.2011 um 09:27
Jurist bin ich nicht geworden, hatte keine Lust auf eine Alkoholikerlaufbahn, aber an soviel kann ich mich noch erinnern, ein "es ist nicht ausgeschlossen, dass..." kann keine Beleidigung sein.
...und Sie können gerne hier mit ihrem überheblichen, fern jeder juristischen Einsicht weiter posten, Sie erhalten weiterhin all die Antworten, nach denen Sie sich die ganze Nacht gesehnt haben.
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 12:27
miauxx schrieb am 30.12.2011 um 01:14
@thinktankgirl schrieb am 29.12.2011 um 18:49
auf die Frage cuchulainns:
"was ist mit der feststellung "ja, völkermord!" und der bewehrung dieses faktums mit strafe im falle des bestreitens erreicht?"

"In diesem Blog geht es nur um "Völkermord - Ja oder Nein" im Falle der Türkei vs. Armenier. Der Autor hat nicht den Nutzen oder die Nutzlosigkeit einer Bestrafung bei Leugnung eines Völkermordes thematisiert."

Äh, äh - das ist Ausweichen, ttg!
Tu nicht so, als ob "der Autor" sich hier mit sich selbst unterhält!
Du prügelst dich doch hier vortrefflich um eine Klärung des 'Ja oder Nein', oder nicht!?
Somit steht die Frage cuchulainns - ähnlich wurde sie im thread ja schon von anderen gehört - nach wie vor im Raum.
Oder wollt ihr alle nur die Frage um's 'Ja oder Nein' klären, und dann ist's gut? Ist vielleicht so 'ne Art Online-Spiel?


I) Wenn ich richtig informiert bin, haben sowohl die UNO wie das Europäische Parlament den Genozid an den Armeniern anerkannt.
II) Die neuere Forschung geht ebenfalls von einem Genozid aus.
III) M. ist der Meinung, daß die Klassifizierung der Massaker an den Armeniern als Genozid auf falschen, manipulierten und/oder zurückgehaltenen Quellen beruht, die ein verfälschtes Bild erzeugen.
IV) M. hat deshalb den Blogartikel „Völkermord: Ja oder Nein?“geschrieben, in dem er seine Kritikpunkte aufführt.
V) Diese Kritikpunkte konnten alle widerlegt werden. Somit ist M.s Intention, die die Fakten und Quellen, die zur Klassifizierung Genozid führten, zu erschüttern ins Leere gelaufen.
VI) Die geschichtwissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema mag für dich ein Online-Spiel sein, ich nehme Revisionismus bei Genozid und Holocaust jedoch etwas ernster.
VII) M. diskutiert nicht über den Sinn oder Unsinn eines Leugnungsverbotes. Hätte er dieses Thema angeschnitten, dann hätte ich mich auch dazu geäussert. Mir einen Vorwurf zu machen, mich nicht zu etwas geäussert zu haben, über das gar nicht gesprochen wurde, erscheint mir hanebüchern.
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 12:48
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 08:52
@ thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 00:37

Das bedeutet also, bei der türkei-armenien Sache kannst du ein Statement abgeben, auch ohne dich in die Sache richtig eingearbeitet zu haben. Bei dem Thema macht es dir auch nichts aus, dass du keine Juristin bist und du streitest vortrefflich für die westliche Ansicht.

Bei der Armeniensache habe ich kein Statement zu der juristischen Seite abgeben, sondern die Tatsache akzeptiert, daß die UNO und das Europäische Parlament einen Armeniengenozid anerkannt haben.
Meine Statements beziehen sich auf deine Argumente, die nicht juristischer sondern geschichtswissenschaftlicher Art sind, mit denen du die Genozid-Klassifizierung widerlegen willst. Deine Argumente sind von mir nach geschichtswissenschaftlichen Methoden seziert und verworfen worden.

Doch wenn es um "Israel-Palästina" geht willst du plötzlich kein Statement abgeben, mit der Begründung:"
Ich bin weder Juristin, noch in Völkerrecht ausgebildet, deshalb die falsche Ansprechpartnerin."

Ich finde das von dir so ziemlich Frech ehrlich gesagt.
Also nochmals die Frage, ist es ein Genozid seitens Israel Palästina oder würdest du das anders bezeichnen?


Hmm, eine ehrliche Antwort, als frech zu bezeichnen?

p.s. Ich glaube nicht das mein Tonfall unangebracht ist... Ich würde nur gern meine Fragen beantwortet haben.

Wie kommst du überhaupt dazu, von mir zu verlangen, diese Frage zu beantworten?
Informiere dich doch selber. Und dann präsentiere uns deine Antwort. Wenn du mich bezahlst, setze ich mich natürlich ein paar Wochen hin, um dir das Für und Wider aufzudröseln.
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:07
@thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 12:27

Also entweder bin ich wirklich dumm und blind oder wirklich völlig borniert.

Ich wüsste immer noch nicht wo und in welchem Thema diese These widerlergt worden ist. Anhand von beweisen die unwiderruflich den Genozid beweisen? Ohne Manipulationen, ohne falsche Zeugenaussagen und durch Augenzeugenberichten. Das einzige was immer wieder in den Raum geworfen wird, sind die Lepsius Dokumente, von denen, du mit eingeschloossen, noch nicht einmal wussten das es die Lepsius dokumente waren. Auch wusste keiner als es der erste reingesetzt hatte, das sie von AA manipuliert worden.
Auch wusste keiner das Lepsius kein Augenzeugenbericht abgab sondern von Morgenthau die berichte bekam. Morgenthaus Sekräter, Aram Andonian, der bekannt ist die Talat Pascha Telegramme gefälscht zu haben und damit 60 jahre lang den Genozid als Wahrheit verkauft zu haben. Darauf beruht der Vorwurf des Genozids und nur darauf.

Wo ist der Gegenbeweis? Wann wurde es von wem widerlegt? Bin ich Blind? Doof?

Zeige mir mal bitte die kommentare wo du es widerlegt hast und ich werde extra für dich, alle deine Widerlegungen als Blog reinsetzen und dir danken!
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:09
@thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 12:48

Kurz gesagt, du bist nicht bereit den israelischen Genozid an den Palästinensern zuzugeben? Das bedeutet du bist nicht ein deut besser als alle türken die du so sehr verachtet hast in diesem Blog.

Hat dich irgendjemand dafür bezahlt als du dich über die Themen Armenien Türkei geschrieben hast? Hat dich irgendjemand bezahlt als du dich mit mir gestritten hast über die grausamkeiten?

Ich frage dich etwas anderes jetzt.
Akzeptierst du, dass es grausamkeiten und massaker an der türkischen Bevölkerung durch die armenische Miliz gab?
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 13:28

Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:09
@thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 12:48

Kurz gesagt, du bist nicht bereit den israelischen Genozid an den Palästinensern zuzugeben? Das bedeutet du bist nicht ein deut besser als alle türken die du so sehr verachtet hast in diesem Blog.

Mein Bester, wie kommst du darauf, daß ich Türken verachte? Nur weil ich zu gewissen historischen Vorkommnissen, nicht deiner Meinung bin?



Hat dich irgendjemand dafür bezahlt als du dich über die Themen Armenien Türkei geschrieben hast? Hat dich irgendjemand bezahlt als du dich mit mir gestritten hast über die grausamkeiten?


Schön wärs gewesen. Dann hätte es sich wenigstens finanziell gelohnt.
Ich frage dich etwas anderes jetzt.
Akzeptierst du, dass es grausamkeiten und massaker an der türkischen Bevölkerung durch die armenische Miliz gab?


Und wieviel Grausamkeiten und Massaker an der türkischen Bevölkerung soll ich akzeptieren? 10.000, 50.000 oder gar 500.000 tote Türken?
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 13:34

Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:07
@thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 12:27

Also entweder bin ich wirklich dumm und blind oder wirklich völlig borniert.
[...]
Wo ist der Gegenbeweis? Wann wurde es von wem widerlegt? Bin ich Blind? Doof?


Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung!

Da hat sich ja meine Mühe doch gelohnt.
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:57
@thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 13:28

Du hast absolut keine Ahnung oder? Du weisst gar nichts darüber was damals geschah, wie es zu diesen Grausamkeiten kam, wie viele Menschen gestorben sind, warum es weltweit Historiker gibt, die an der gängigen Meinung zweifel hegen.

Du hast dir gar nicht die Mühe gemacht danach zu forschen sondern die war es genug das Frankreich und einige andere EU-Länder den Genozid für wahr halten. Das die Briten das nicht tun interessiert dich dabei gar nicht. Das eine halbe Million Menschen von den armeniern masakkriert und ohne erbarmen Frauen, kinder alte Menschen vergewaltigt, ermordet, erdrosselt, aufgeschlitzt, lebendig ins feuer geworfen wurde ist dir unbekannt.

Nein, dir ist es nur wichtig die Mainstream-Meinung aufrecht zu erhalten, weil du genau wie der ganze Westen von der überlegenheit des Westens überzeugt bist. Dabei ist dem westen die Armenier eigentlich egal. Das sogar armenische Historiker sich gegen Frankreich gestellt haben, sich sogar beschwert haben ist dir auch egal...

Das die Armenier, Russen und der Westen den Krieg angefangen hat und diesen Krieg die osmanischen türken verloren haben weisst du gar nicht. Du weisst auch nichts davon das es bis in die neunziger jahre armenische Terroristen weltweit anschläge auf türkische Diplomaten geführt haben. Du hast keine Ahnung davon, das bis vor kurzem sogar in den armenischen Schulbüchern geschrieben stand, die türken wären ihre Feinde. Du hast keine ahnung davon das heute noch türkische Flaggen öffentlich in Armenien vebrannt werden. Du hast keine Ahnung davon das Armenien Azerbaidjan brutal angegriffen hat und ein ganzes Dorf völlig vernichtet hat.

Du hast absolut keine Ahnung davon das der osmanische Reich im 1. Weltkrieg 85% seiner Landfläche verloren hat. Du hast keine Ahnung davon das die Armenier mit den Russen zusammen gegen die Türkei in den Krieg zogen, obgleich die Armenier osmanische Staatsbürger waren. Du hast absolut keine ahnung davon, das die Armenier in Istanbul und ausserhalb der Kriegszone gar nicht angerührt wurden. Du weisst noch nicht einmal warum es überhaupt einen Übrsiedlungsbefehl gab, oder?

Dir ist es nur wichtig die Mainstream-Meinung zu übernehmen ohne sich irgendwelche Fragen zu stellen.
Was hat Armenien davon wenn die Türkei den Genozid akzeptiert? Welche forderungen werden kommen? Was wollen die Armenier? Was hat der Westen davon? Warum sind so erpicht darauf?

Du hast absolut keine Ahnung, oder...?
Kunibert Hurtig schrieb am 30.12.2011 um 14:14
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:09

Hat dich irgendjemand dafür bezahlt als du dich über die Themen Armenien Türkei geschrieben hast? Hat dich irgendjemand bezahlt als du dich mit mir gestritten hast über die grausamkeiten?

Und Spalt für Spalt öffnen sich die Abgründe ...
thinktankgirl schrieb am 30.12.2011 um 14:54

Kunibert Hurtig schrieb am 30.12.2011 um 14:14
Muhabbetci schrieb am 30.12.2011 um 13:09

Hat dich irgendjemand dafür bezahlt als du dich über die Themen Armenien Türkei geschrieben hast? Hat dich irgendjemand bezahlt als du dich mit mir gestritten hast über die grausamkeiten?

Und Spalt für Spalt öffnen sich die Abgründe ...


Würde ich nicht so ernst nehmen.
M. recycelt aus Einfallslosigkeit Inhalte anderer Kommentaren.
Kunibert Hurtig schrieb am 30.12.2011 um 15:16
Aahhhh ...
keine Winde im Segel
nur Flaute im Kopf
sucht er einen Hebel
und winkt mit altem Zopf ...

Joooaa ... das gibt es so manche.
Gruß und guten Rutsch
cuchulainn schrieb am 29.12.2011 um 20:10
jetzt lasst mal diesen spinnerten nervenkitzel à la "du bist eine blöde kuh!" - "nein, du eine dumme gans!" - "ätsch, und ihr zwei seid gans-dumme kühe!" sein oder geht ins bett, dahin gehören nämlich kleine kinder ab acht uhr abends.

das "thema" ist in der tat ein anderes, und ich formuliere es mal aus der sicht des französischen staatspräsidenten und des französischen gemein-wesens, das an ihm hängt:

die levante gehört uns, france éternelle, und die toten armenier als unsere schutzbefohlenen und also schwungmasse unserer imperialen ambitionen bei der anstehenden neuordnung des nahen ostens auch. deshalb befinden wir, die franzosen, und wir allein, wer bloss "berechtigte interessen" wahrnimmt und wer sich eines menschheitsverbrechens schuldig macht. auf diesem unterschied bestehen wir, denn er gehört in unseren ideellen hoheitsbereich, weswegen wir aufs bestreiten dieses faktums die ganze macht unserer jurisdiktionsabteilung verwenden.

und wir, die franzosen, haben beschlossen, einen sehr wesentlichen teil der türkischen nationalgeschichte an seiner "empfindlichsten" stelle, am punkt des übergangs von einem westlich lizensierten imperium (osmanisches reich) zu einem national-staat kemalistischer bauart, unserer hoheitlichen re-vision zu unterziehen, dessen ergebnis jetzt durch-gesetzt wird. vive la france!

so siehts aus. der rest ist "grundrauschen" und folklore.
Amanda Donata schrieb am 30.12.2011 um 02:00
paulibahn schrieb am 02.01.2012 um 14:54
beobachterbeobachtet schrieb am 03.01.2012 um 16:23
Jede Diskussion setzt eine mögliche Kompromissbereitschaft beider Parteien voraus. Diese Kompromissbereitschaft ist bei beiden Parteien nicht gegeben.

Beide Seiten gehen bei ihrer These von einem "Faktum" aus. Dadurch erübrigt sich eine Diskussion, es sei denn man möchte wissen mit welchen Argumenten die Gegenseite um sich wirft, um für das nächste Mal gewappnet zu sein...

Ich muss jedoch betonen, dass im Gegensatz zu den Kommentatoren, der Beitrag von Muhabetci zumindest Grundzüge von Objektivität aufweist, also das Akzeptieren eines Diskussionsbedarfs, die Angabe von Quellen und die Auseinandersetzung mit Kontra Argumenten. Desweiteren entsprechen seine Quellen auch eher dem neusten Stand, wohingegen hier einige schon längst wiederlegte Dokumente etc. immer wieder als Quellen durchboxen wollen.

Weitaus bedenklicher finde ich jedoch, dass die Diskussion oft auf eine persönliche Ebene gezogen wird. Man versucht die Glaubwürdigkeit Muhabetcis durch die Demontage seiner Person zu beschädigen, frei nach dem Motto: "Der ist selbst Türke, daher verbreitet der nur Propaganda!"

Dann frage ich mich wieso hier einige den Bedarf sehen, fast schon zwanghaft Stellung zu seinen Behauptungen zu nehmen?
Wenn die Intention die Wiederlegung seiner Argumente sein soll, muss ich dies als kläglich gescheitert sehen.
Ich hätte mir gewünscht, dass jemand zumindest auf dem gleichen Niveau argumentiert, Verständnis für die Türkische Seite aufbringt und so versucht seinen Standpunkt glaubhafter darzustellen.

So sehe ich nur einen "Haufen" aufgebrachter Foristen, die sich darüber beschweren, dass es jemand es wagt seine These argumentativ zu verteidigen.
Umso weniger wundert es mich, dass die Verbreitung von christlich fundamentalistischem und armenisch faschistischem Gedankengut jedesmal aus den Kommentaren rauszulesen ist.

Mich würde es freuen, wenn es zb. mal fernöstliche Professoren geben würde, die relativ unbefangen an der Sache forschen könnten.

Dieses Thema ist mal so richtig was, wo jeder seinen Senf dazu geben kann. Egal ob mit Sachkenntnis oder mit Wissen aus der Morgenpost.

Was ich beobachten kann ist, dass dieses Thema allzu gerne für antiTürkische Zwecke missbraucht wird und das sich vom Islamophoben, Neonazi, linken Gutmenschen, türkischen-griechischen-armenischen etc. Nationalisten so ziemlich alles herumtummelt.

Ich kann den Türken ehrlich gesagt nicht Übel nehmen, dass sie sich nicht vorverurteilen lassen wollen, denn hier findet eine medial inszenierte, über Jahre aufgebaute und politisierte Propaganda und Hetzkampagne statt, die sich dann gerne auch mit Slogans wie "keine Demokratie in der Türkei" - "Türkei darf nicht in die EU" - "in der Türkei werden Christen verfolgt" etc etc... wunderbar kombinieren und mischen lässt.

Propaganda braucht nur eine Lüge und Menschen die diese Lüge glauben wollen! Hierbei sind das Entscheidende die ignoranten Menschen, die Ihre Lüge hegen und pflegen und unbedingt glauben wollen.

Die ganze Art wie hier über das Thema geredet wird, ist eine Schande für die Menschen, die davon betroffen waren. Sie müssen zum Glück nicht mehr mit ansehen, wie ihr Leid ausgenutzt wird! Damit sich einige Länder ihren tiefen Hass gegen bestimmte Völker befriedigen können.

Es sind wiedermal die gleichen Leute, weswegen 1000 jährige Freundschaften zu Feindschaften wurden. Am Ende will es wieder niemand gewusst haben, so einfach kann man es sich machen.

Aber wer interessiert sich schon für die Toten...?

So und nun gebe ich meinen Kommentar zum Abschuss frei, aber bitte erwartet keine Antwort meinerseits, für eine Diskussion mit euch fehlt mir die Ausdauer und die Einsicht gegenüber euren gut recherchierten Argumenten und "Fakten" :)
der Hetiritter schrieb am 08.01.2012 um 15:51
...aber in der Türkei werden Christen verfolgt.
In Ägypten werden Christen verfolgt.
....
welche 1000jährige Freundschaft?

...naja die Toten interessiert die Türken am wenigsten, wenn man das als Völkermord bezeichnet, kann man derzeit 2 Jahre Gefängnis in der Türkei bekommen.

...ansonsten ist ihr Beitrag in keiner Weise ausgewogen,
Muha... hatte seine voreingenommene Meinung nur klar verschleiert. Die ganze Ansammlung, insb. von ttg von Belegen war meistens sehr aktuell und die von Muha.. halt aus seiner Datenbank "die Welt wie sie mir gefällt" und hatte nun wirklich nichts mit der Realität zu tun.
Anchesa schrieb am 09.01.2012 um 23:07
Schön, das es auch noch gute Nachrichten zu diesem Thema gibt :

Gestern ist in Istanbul die 200 Jahre alte Lusavoric-Kirche (armenisch-orthodox !) nach umfangreichen Sanierungen wiedereröffnet worden :-)
der Hetiritter schrieb am 10.01.2012 um 08:49
Schön, dass es auch noch gute Nachrichten zu diesem Thema gibt:

www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,807917,00.html
Muhabbetci schrieb am 12.01.2012 um 16:35
Und zu guterletzt etwas worüber sich jeder ein bisschen Gedanken machen sollte, um den Unterschied zwischen einer Propaganda-Veranstaltung und einem Diskussionsblog zu erkennen.

b) Bei der untersagten Äußerung, daß es im Dritten Reich keine Judenverfolgung gegeben habe, handelt es sich um eine Tatsachenbehauptung, die nach ungezählten Augenzeugenberichten und Dokumenten, den Feststellungen der Gerichte in zahlreichen Strafverfahren und den Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft erwiesen unwahr ist. Für sich genommen genießt eine Behauptung dieses Inhalts daher nicht den Schutz der Meinungsfreiheit. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen der Leugnung der Judenverfolgung im Dritten Reich und der Leugnung der deutschen Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, um die es in der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Januar 1994 (BVerfGE 90, 1 ff.) ging. Bei Aussagen zur Schuld und Verantwortlichkeit für historische Ereignisse handelt es sich stets um komplexe Beurteilungen, die nicht auf eine Tatsachenbehauptung reduziert werden können, während die Leugnung eines Ereignisses selbst regelmäßig den Charakter einer Tatsachenbehauptung haben wird.

www.telemedicus.info/urteile/Presserecht/Meinungsfreiheit/198-BVerfG-Az-1-BvR-2394-Auschwitz-Luege.html

und natürlich auch dieses hier sollte man nicht ausser Acht lassen:
www.neunbeere.de/blog/2011/01/holocaustleugnung-geschichte-der-strafbarkeit/
Muhabbetci schrieb am 12.01.2012 um 16:36
Und zu guterletzt etwas worüber sich jeder ein bisschen Gedanken machen sollte, um den Unterschied zwischen einer Propaganda-Veranstaltung und einem Diskussionsblog zu erkennen.

b) Bei der untersagten Äußerung, daß es im Dritten Reich keine Judenverfolgung gegeben habe, handelt es sich um eine Tatsachenbehauptung, die nach ungezählten Augenzeugenberichten und Dokumenten, den Feststellungen der Gerichte in zahlreichen Strafverfahren und den Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft erwiesen unwahr ist. Für sich genommen genießt eine Behauptung dieses Inhalts daher nicht den Schutz der Meinungsfreiheit. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen der Leugnung der Judenverfolgung im Dritten Reich und der Leugnung der deutschen Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, um die es in der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Januar 1994 (BVerfGE 90, 1 ff.) ging. Bei Aussagen zur Schuld und Verantwortlichkeit für historische Ereignisse handelt es sich stets um komplexe Beurteilungen, die nicht auf eine Tatsachenbehauptung reduziert werden können, während die Leugnung eines Ereignisses selbst regelmäßig den Charakter einer Tatsachenbehauptung haben wird.

www.telemedicus.info/urteile/Presserecht/Meinungsfreiheit/198-BVerfG-Az-1-BvR-2394-Auschwitz-Luege.html

und natürlich auch dieses hier sollte man nicht ausser Acht lassen:
www.neunbeere.de/blog/2011/01/holocaustleugnung-geschichte-der-strafbarkeit/
Muhabbetci
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