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Gelten die Menschenrechte für den Afrikaner genau so wie für den Europäer? Wer glauben möchte, dass die Ordnung des globalisierten Finanzkapitals alle Menschen gleich sieht, verfällt einem Irrtum aus dem man nur noch schwer heraus findet. 
"Ich gehöre zur Rasse der Unterdrückten"
( Aime Cesaire)
Wenn die USA gegen die Einführung eines Internationalen Gerichtshofs stimmt, dann geschieht das doch nicht um die Menschenrechte zu sichern. So ein Gericht hätte die Macht, alle Personen die sich schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben vors Gericht zu zerren. Georg W. Bush könnte Gefahr laufen selbst von diesem Gericht angeklagt zu werden. Die Zuständigkeit eines solchen Gerichts wäre weder geografisch noch zeitlich begrenzt und sie könnte, zum ersten mal in der Geschichte, jeden Politiker zu Verantwortung ziehen. Die Immunität wäre aufgehoben und jeder könnte angeklagt und zur Verantwortung gezogen werden. Ja, jeder Verstoß gegen die Menschenrechte wären zum ersten mal einklagbar!
Der unterdrückte hätte zum ersten mal das Recht sich gegen jeden Mächtigen zu Wehr zu setzen. Hinter der amerikanischen Weigerung, stehen zwei einfache aber tief rassistische Beweggründe. Erstens: Amerika vertritt die Auffassung, dass seine Generäle, Agenten, Soldaten und Politiker über jedes Völkerrecht erhaben sind und niemals zur Verantwortung gezogen werden können. Zweitens: Nur Amerika hat das alleinige Recht zu entscheiden wer, wann, wo, von wem bestraft werden darf / soll, oder ihm Gnade zuteil wird.
Kurz gesagt, die USA entscheidet alleine darüber wer sich zu welchem völkerrechtswidrigem Verhalten schuldig zu bekennen hat. Die Weigerung, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte als Menschenrechte anzuerkennen ist ein Problem des Westens, allen voran der USA. Denn Amerika stimmt sich gegen jede Maßnahme, die der Konkretisierung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte dienen sollen. Das Recht auf Ernährung, Bildung, Gesundheit oder Entwicklung werden bewusst von der USA boykottiert.
Wie könnte die Pharmaindustrie Milliarden Gewinne machen, wenn der freie Zugang zu Medikamenten ein Menschenrecht wäre?! Eine einfache Frage, auf die man eine einfache Antwort geben könnte. Doch wer will schon darüber sinnieren...!
Wer seine Kinder durch amerikanische Bomben verloren hat, sagt nicht: "Danke, dafür darf ich jetzt wählen."
(Jürgen Todenhöfer)
Wenn jeden Tag auf der Erde mehrere Millionen Menschen Hunger leiden müssen, sterben oder gefoltert werden und man diesen Menschen dann etwas von "Menschenrechten" erzählt, darf man sich nicht wundern, wenn dadurch ein großer Hass auf den Westen entsteht! Es ist eine Schande, dass die Westmächte, hier vor allem Amerika, sich keiner Schuld bewusst zu sein scheinen. Niemand der gefoltert wurde wird ihnen das Lied von Menschenrechten und Demokratie abkaufen. Jene arme Seele die Hunger leidet, vergewaltigt oder gefoltert wurde, wird dem Unterdrücker ins Gesicht lachen wenn er von Menschenrechten spricht. Das bedeutet nicht, dass die Menschenrechte unwichtig oder unsinnig wären, nein sie sind sogar von absoluter Wichtigkeit für die Freiheit und den Frieden auf der Welt. Sie darf aber nicht zu einem Spielball der Mächtigen werden und schon gar nicht der Spekulanten.
Streng genommen müssen die Menschenrechte das Abwehrrecht des Bürgers gegenüber Staaten sein, doch welcher Staat würde das zulassen? Welcher Staat würde es akzeptieren das man sie anklagt für die völkerrechtlichen Verbrechen die sie begangen haben, nur um sich daran zu bereichern? Niemand sollte sich wundern wenn die Carlyle Group, eine Gesellschaft die auf dem Sektor der schweren Rüstung tätig ist, aus dem Krieg Milliarden Gewinne erzielt. Der Vater von Georg W. Bush ist einer der drei bekanntesten Interessenvertreter im Kongress für die Carlyle Group. Die anderen beiden sind der ehemalige Verteidigungsminister Frank Carlucci und der ehemalige Außenminister James Baker. Oder anders ausgedrückt, dank Bush junior hat Bush Senior Millionen Dollar Profit gemacht mit dem Irak-Krieg.
Der Harvard-Professor Paul Krugman sagte in der Zeitschrift 'Cash' am 8 Februar 2002 dazu: »Die ganze Sache ist legal… aber sie stinkt.«
Unter den Großaktionären ist aber auch die saudische Königsfamilie wie auch die Familie bin Laden zu finden! Menschenrechte? Nur ein Theater um die eigenen Bürger zu beruhigen.
Oder mit den Worten Jürgen Todenhöfer's der es treffend formuliert hat :
"Es gibt im Westen einen versteckten, nicht zugegebenen Überlegenheitskomplex. Viele Westler denken im Inneren, das Leben eines Europäers sei mehr wert, als das Leben eines Muslims. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern auch töricht. Der Kampf gegen den Terrorismus wird nicht militärisch, sondern in den Herzen der 1,4 Milliarden Muslime der Welt gewonnen.... Es gibt 45 muslimische Länder. Keines von ihnen hat in den letzten 200 Jahren ein westliches Land überfallen. Immer waren wir es, die militärisch angegriffen haben. An den blutigen Kreuzzügen, der Kolonisierung, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, den furchtbaren Massenvernichtungen unter den chinesischen und den sowjetischen Kommunisten, am Holocaust - an all diesen Verbrechen waren die Muslime nicht beteiligt. Wenn ich lese, dass in Deutschland trotzdem 83 Prozent der Menschen die Muslime für Fanatiker halten, wird doch deutlich, wie wenig wir über die muslimische Welt wissen. Die Fanatiker sitzen im Westen. Nirgendwo bin ich so viel Nächstenliebe und Gastfreundschaft begegnet wie in der muslimischen Welt."
Dem Analphabeten ist die Pressefreiheit egal!
(Jean Ziegler)
Jeden Tag geschehen Weltweit Menschenrechtsverletzungen die billigend in kauf genommen werden, sofern die Aktionäre wohl gestimmt sind. Finanzierte Diktaturen, geputschte Demokratien, Folterungen und kaltblütig kalkulierte Kriege sind Erfindungen des Westens. Welchen Sinn haben Menschenrechtsorganisationen wenn sie nicht fähig sind ihre Stimmen gegen jene zu erheben die Diktaturen finanzieren? Welchen Sinn haben diese Organisationen wenn sie nicht genau dort anpacken und jene Verletzungen der Menschenrechte vor Gericht bringen können, wo sie geschehen. Wer glaubt, dass durch Bomben Demokratie und Menschenrechte den Menschen gebracht werden kann, ist meiner Meinung nach nicht besser als Hitlers Schergen. Ja, dies ist eine groteske Behauptung und tief verletzend; aber Staaten die Folterungen in Guantanamo zulassen und finanzieren müssen sich solche Aussagen gefallen lassen!
Die kannibalische Weltordnung, hervorgebracht vom Raubtierkapitalismus. Der Terror der Profitmaximierung. Die Weltlandwirtschaft könnte zwölf Milliarden Menschen normal ernähren, das Doppelte der Weltbevölkerung. Wir tun es aber nicht. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind. Das Geld ist nicht da. Denn es wird gebraucht, um die Banken zu retten.
(Jean Ziegler)
Wenn die 500 größten Konzerne dieser Welt, 52,8% des Welt-Bruttosozialproduktes kontrollieren und der Westen, obgleich dieser unglaublichen Ungeheuerlichkeit, sich nicht schuldig fühlt, dann darf es niemanden verwundern dass diese Völker nichts von Menschenrechten wissen wollen. Nicht weil die Menschenrechte unwichtig wären, sondern weil die Westmächte, in einer unglaublichen Heuchelei diesen Völkern die Menschenrechte 'aufzwingen' wollen. Wenn jeden Tag weltweit knapp 40 000 tausend Menschen an Hunger sterben und eine Milliarde Menschen permanent schwerst unterernährt ist, wenn durch die Hand des Spekulanten, die Tonne Getreide innerhalb eines Jahres das doppelte kostet, Reis um 110% steigt, Mais um 63% und der Westen sich nicht für eine gerechte Verteilung der Nahrungsgüter stark macht, dann entsteht verständlicherweise ein großer Hass auf den Westen. Wenn die EU den Banken in Griechenland 162 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, dann weiß ich nicht wie ich dem Hartz 4 Empfänger erklären soll, warum er nicht ein paar Euro mehr bekommen kann!
Vom organisierten Geld regiert zu werden, ist genauso schlimm, wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden.
(Franklin D. Roosevelt )
Die Gewalt des Stärkeren muss sich dem Kollektiven Recht unterordnen, nur so kann man international Frieden schaffen. Sicherheit kann es nur geben wenn alle Nationen die gleichen Pflichten wie auch die gleichen Rechte haben. Keine Nation darf eine Ausnahme bilden und das Wort des kleinsten muss genau so ernst genommen werden, wie das Wort des Stärksten
Wenn der Westen sich immer noch einbildet, in Sachen Menschenrechte, glaubwürdig zu sein, dann sind sie im Irrtum. Der Schaden ist schon angerichtet, der Hass auf den Westen wächst mit jedem Tag, nur eine gerechte Verteilung der Nahrungsgüter und gleiches Recht für alle Völker kann diesen Schaden wieder gutmachen. Nicht nur die Einhaltung der Menschenrechte ist wichtig, sondern auch die Garantie des kollektiven Solidaritätsrechts aller Völker. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist wohl das elementarste Recht überhaupt und damit stark verknüpft ist das Recht auf Entwicklung, saubere Umwelt und ein gerechter Anteil an Natur - und Kultur schätzen. Nur so ist es möglich, dass auch andere Völker die Menschenrechte als "für alle Völker bindend" akzeptieren.
Wer für die Welt Frieden und Gerechtigkeit wünscht, muss mutig genug sein die Welt zu verändern!
Mustafa Çelebi
Quellen:
Jean Ziegler "Das Imperium der Schande"
Aime Cesaire
Süddeutsche Zeitung
Nun-Zeitschrift
Empfehlung: Ein europäisches Schiff sinkt und tausende aus Afrika
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Dem schliesse ich mich bedingungslos an!
Der Hass auf den Westen wurde doch erst so richtig mit den inszenierten Kriegen gegen andere Völker geschürt. Was für eine Arroganz, die sich rächen wird. |
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Ich bin dankbar, dass ich nicht "der Westen" bin. Auch wenn ich hier lebe. Aber deshalb ist man nicht automatisch unschuldig. Doch der Süden, Osten, Norden, oben und unten, alles nicht geographisch, sondern metaphorisch gemeint, ist ja auch im Dilemma. Mag sein, dass die Hauptschuld der Westen trägt. Jeder, der will, kann all diese Schandtaten wissen. Und die, die sie verursachen, wissen es ja auch ganz genau - nur sie haben kein Verhältnis zum Begriff der Schandtat. Die moralische Instanz fehlt. Da krümmeln sich andere Gedanken durch die Frontallappen. Und die, die wegsehen - vor allem im Westen - sind oft müde, fühlen sich persönlich unzuständig. Zuviel der Probleme, die täglich reinrasseln und die eigene Seele blockieren. Kein Platz mehr für das Leiden der anderen. Eine gefährliche Müdigkeit. Die Gefahr dabei wird von der Masse verkannt. Sonst würde sie sich diese mitmenschliche Schläfrigkeit nicht leisten. Immer wieder neu fragt man sich: Werden alle (nicht nur der Westen) eigentlich immer erst wach, wenns laut knallt? Und knallt es denn nicht schon laut und lange genug? Oder legen wir uns nach dem ersten Schuss am Vormittag wieder hin in der Gewissheit: es war ja nicht der persönliche finale Genickschuss!?
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@Nashira schrieb am 27.01.2012 um 09:27
Willkommen Nashira, nun "der Westen" sind wir alle nicht, zumindest möchte ich das nicht glauben. Ich stimme dir völlig zu wenn du sagst, dass die moralische Instanz fehlt, uns abhanden gekommen ist. Interessante Fragen, die ich nicht zu beantworten vermag. Ich glaube aber schon, dass wir eines Tages den Knall seht gut hören werden. Die Frage ist nur, wird es nach dem Knall noch uns geben...? o_o |
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Die Frage ist berechtigt und ich bitte um Nachsicht, wenn ich mein eigenes bisschen Leben als nicht so bedeutend auffasse, was den Zeitpunkt des "Knalls" angeht. Jeder muss einer Sache natürlich seine eigene Bedeutung geben - und bei mir steht sie über meiner Person. Deshalb kann ich die Gedanken oben ja auch stützen.
Und was diese ekelhafte Hybris angeht, die viele offen oder verschämt versteckt in sich tragen: Sie wird sich selbst richten. Das Problem bei allem ist ja immer wieder die Zeitschiene. Wir sind mit unserem bisschen Leben schrecklich ungeduldig, weil wir es so, wie wir es leben ja auch tatsächlich nur einmal leben. Jeder Beitrag, der aber mehr und mehr Menschen auf diese Dringlichkeit aufmerksam macht, ist ein guter Impuls. Ich glaube an die Kraft guter Impulse. Aber wir brauchen noch viele. Und wir brauchen Geduld. Auch wenn wir sie nicht haben! Ismene unten stimme ich auch zu. |
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@Nashira schrieb am 27.01.2012 um 11:47
und ich stimme euch beiden zu...:) |
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Danke, das ist ein - leider immer wieder - wichtiges Thema.
Wer das Selbstbestimmungsrecht der Völker will, muss es auch aushalten, wenn ein Volk für sich etwas anderes bestimmt als das, was ich für richtig halte. Das ist nicht immer einfach. Besonders wichtig finde ich an Deinem Blog den Gedanken von den latenten Überlegenheitsgefühlen des Westens. Da kann jede und jeder mal für sich selbst schauen, wie es da bestellt ist. Das ist letztlich auch einer Gründe dafür, dass man sich einem internationalen Gerichtshof nicht stellt. Soll sich etwas ein zivilisierter US-Amerikaner vor einem Afrikaner oder Chinesen rechtfertigten? Das ist für viele einfach undenkbar. Wir sind - bei aller berechtigten Kritik am Unrecht in allen Teilen der Welt - selbst noch ein gutes Stück entfernt von der wirklichen Durchdringung/Umsetzung des Gedankens, dass alle Menschen prinzipiell gleich sind. |
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@ Ismene schrieb am 27.01.2012 um 10:23
Absolut meine Meinung, wir müssen es eben dann aushalten, dass sich ein Amerikaner sich vor dem Afrikaner rechtfertigen muss. Nur so kann das System funktionieren. Erst wenn wir alle "Gleich" sind und zwar in allen Dingen, können wir auch Frieden bringen. Danke für diesen Kommentar, die mich zum nachdenken anregt. |
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Da bin ich zwiespältig und möchte das noch einmal etwas differenzierter ausdrücken, was ich meine, wenn ich "prinzipiell" gleich sage.
Wir sind nicht alle gleich. Das sage ich, um jeder Form der Gleichmacherei vorzubeugen. Diese führt oft fast zwangsläufig zu Stereotypen und Klischees. Wir haben auch nicht alle die gleichen Möglichkeiten. Wir sind - wie ich glaube in einem relativ geringen Maße - genetisch veranlagt und - in noch viel höherem Maße - durch unsere Herkunft geprägt. Das betrifft sowohl unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten als auch unsere geistigen und intellektuellen Horrizont. Aber: Erweiterung dieser Grenzen ist möglich (R, Cohen)! Aber wir haben alle die gleichen Rechte und die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten (wenigstens im Prinzip). Und wir müssen dafür kämpfen, dass wir auch alle die gleichen Möglichkeiten erhalten und dass alle auch tatsächlich ihre Rechte in Anspruch nehmen können. Dieser Kampf ist umso schwieriger, als das Ziel bedeutet, dass diejenigen, die jetzt über mehr Möglichkeiten verfügen - also wir - abgeben/teilen müssen. Ich kann nicht die prinzipielle Gleichheit aller Menschen und die Einhaltung der Menschenrechte fordern und gleichzeitg so leben, wie wir es tun. Es geht um Verteilungskämpfe und wir sind es, die eine ganze Menge (materielles, messbares) zu verlieren haben. Das muss uns erst mal wirklich klar werden. |
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@ Ismene schrieb am 27.01.2012 um 11:41
Ich stimme dir zu, natürlich kann Gleicheit in diesem Sinne nicht gleich sein. Die Möglichekeit auf Bildung muss gegeben sein, was aber der einzelne daraus macht ist ne andere Geschichte. Ich stimme dir zu, die gleichen Rechte müssen wir haben. Darum geht es ja im Endeffekt :) |
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@Muhabbetci
Ich stimme dir zu, natürlich kann Gleicheit in diesem Sinne nicht gleich sein. Irgendeiner hat mal gesagt: Weil wir Menschen ungleich sind brauchen wir gleiche Rechte. Und ein anderer hat sinngemäß geschrieben: Für den Starken ist es die Freiheit, die ihn noch stärker macht. Der Schwache braucht zur Freiheit noch die Gleichheit, um stark zu werden. Ciao Wolfram |
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Die Idee der prinzipellen Gleichheit wäre sicher leichter zu verwirklichen, wenn es uns gelänge, das Anderssein nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung zu empfinden, wenn wir neugieriger wären darauf, was das Anderssein ausmacht und was wir auch selbst davon lernen könnten. Nichts gegen Traditionen, aber sie zu erweitern, anzupassen, zu verändern, macht auch Spaß und ist immer wieder notwendig. Damit könnte es auch anfangen.
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vielleicht stiftet der Begriff der "Gleichwertigkeit" wenige Verwirrung als der Begriff der "Gleichheit".
Andererseits teilen beide, und weitere ähnliche Begriffe die gleiche Grundproblematik: Während sie gemäß der Proklamation per se zu gelten haben, erleben wir anhand der Faktizität der Bündnisse, Nationen und Gesellschaften, dass ihre Gültigkeit eine gewährte ist, die immer relativ zur Macht der Gewährenden betrachtet werden muss. Wir sind noch weit, sehr, sehr weit entfernt vom Status der Menschenrechte als quasi-Naturgesetze, die aus sich selbst heraus gelten und aus sich selbst heraus ihre Anwendung erzwingen. |
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"Gleichwertig" ist in der Tat ein guter Begriff, finde ich.
Naturgesetze gelten eben einfach. Ich kann mich nicht über sie hinwegsetzen. Wenn ich es versuche, wird es teuer oder schmerzhaft oder beides. Wenn gleiches für Menschrechte gelten soll, müsste es Sanktionsmechanismen geben, die ich mir gar nicht vorstellen kann. Im alltäglichen Umgang finde ich persönlich auch "Fairness" hilfreich, nicht anstelle von "Gleichwertigkeit", sondern mehr so als Hilfestellung für konkretes Handeln. Denn bei aller Einsicht in die Richtigkeit der obigen Gedanken bin ich eben doch auch geprägt - wenn nicht von Vorurteilen, so doch - von persönlichen Sympathien. |
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es müsste weniger Sanktionsmechanismen geben als vielmehr Durchsetzungsverfahren, die Sanktionsmechanismen schlicht überflüssig machen. Ob das dann noch mit westlicher Demokratie in Übereinklang zu bringen ist, darf bezweifelt werden. An dieser Stelle tritt aber das aus meiner Sicht wesentliche Problem zutage: Demokratie ist die Proklamation. Persönliche Maximalverwirklichung auf Kosten der anderen ist die Praxis, die Praxis von Individuen und Gruppen jeder Größe und Stärke. So gesehen ist "Demokratie" die Umschreibung der Erlaubnis für die Mächtigen und Durchsetzungsstarken, die Schwachen legal unterdrücken zu dürfen.
Wir bedürfen eines überarbeiteten Demokratie-Verständnisses. Mehrheiten sind keine Garantie gegen Schweinereien, sie sind oft genug sogar deren Voraussetzung. Was wir wirklich brauchen ist eine Waffe gegen Gewalt, die nicht selbst Gewalt ist. Aussichtslos. |
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Einverstanden.
Aussichtslos - das weiß ich nicht (es heißt ja, die Hoffnung stürbe zuletzt). Ich sehe im Moment zunächst immer erst einmal den kleineren Zusammenhang. Da könnte sowas denkbar sein und wenn es im Kleinen denkbar ist, kann es auch im Großen gehen. Aber: Menschenrechte unterliegen nicht der demokratischen Willensbildung! Jedenfalls ist das das Postulat. Wenn sie den Rahmen bildeten für demokratische Entscheidungen, ... ach, es bleibt Utopie. |
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ja, sie stirbt zuletzt, die Hoffnung, und tut daher am längsten weh
Und nein, sie unterliegen nicht der demokratischen Willensbildung. Sie unterliegen einer Herausbildung von Ideen in historischen Zeiträumen, und manche dieser Ideen werden wirkmächtig, in dem Maße wie sie die Billigung aktueller Privilegienträger finden. Aber wir sind längst in eine andere Richtung unterwegs. In gewisser Hinsicht konnte man Staaten noch als Garanten auffassen, so geringfügig und für die überwiegende Mehrheit bedeutungslos diese Garantien waren. Zukünftig werden Konzerne herrschen. Und jede Form von Widerstand wird Terrorismus genannt werden. |
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Da ist was dran.
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Ismene schrieb am 03.02.2012 um 09:56
Volle Zustimmung Ismene |
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Ist denn nun alles was nicht westlich ist, frei von aller Schuld?
Man muss es natürlich wollen, aber es ist sehr einfach genau diese Aussage in deinen Text hineinzuinterpretieren. All diese Pauschalisierungen sind einfach ungenau, und wenn sie zur Schuldzuweisung gebraucht werden, erst recht. Es gibt bestimmte gesellschaftliche Gruppen deren Interesse es ist die Unterdrückung des Großteils der Menschheit sicherzustellen. Die auf eine Windrichtung zu reduzieren, mag kritisch klingen, aber letztenendes hilft es doch nur bei der Verschleierung. Einige Male löst du dich ja auch selbst von dem Kompass-Modell in deinem Text, die Profiteure der Kriegsindustrie sind halt nicht auf "den Westen" reduziert. Mag sein, durch diese provozierende Ansage wird mehr Aufmerksamkeit auf deinen Text gezogen, aber es geht auf Kosten der Redlichkeit :( greetings from the pit abghoul |
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hallo abghoul,
erster Satz: Habe ich mich auch gefragt, bei allen berechtigten anderen Gedankengängen. Die Antwort ist NEIN... Es gibt aber viele Arten von "Schuld", die man noch nicht einmal wirklich miteinander vergleichen kann. Das macht die Sache verzwickt. Wenn man sich aber nicht auf die Schuld konzentriert, sondern auf die Hoffnung und die Menschlichkeit, spielt es vielleicht nicht so die große Rolle und geht am Ende trotzdem weiter? |
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@abghoul
Ich glaube "Schuld" ist ein sehr schwieriger, weil moralischer Begriff. Ich würde eher etwas anders darauf schauen und die Frage stellen "wer profitiert?". Und dann gehören wir - auch persönlich - mit zu den Profiteure; wir sind es nicht, die die Unterdrückung großer Teile der Menschheit sicherstellen, aber wir profitieren davon. |
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Und die Hoffnung lässt sich auch nicht auf eine Windrichtung reduzieren.
Erstmal müsste man wohl definieren: Sind es noch Menschen die diese Unterdrückungen verursachen oder haben sich da die Interessen schon von ihren Trägern gelöst. z. B. Ist die KriegsWirtschaft noch Produkt der Interessen Verbände und deren Mitglieder oder ist es schon umgekehrt, hat sich das schon verselbständigt und folgt eigenen Interessen sogar an den Menschen vorbei? Meine Eindruck ist nämlich letzeres. Viele gesellschaftliche Entwicklungen haben sich von ihren Verursachern getrennt. Die Menschheit wird Unmündig vor diesen Dämonen (Eigenkräften). Und die scheren sich wenig um Windrichtungen. |
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Nein, abghoul, das sehe ich anders. Entwicklungen werden von Menschen getragen und befördert. Gegensteuern ist möglich und nötig.
Worauf sollte sich sonst Hoffnung gründen? |
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an abghoul und ismene
Ich kann beiden Kommentaren Richtiges abgewinnen: Abghoul: "Sind es noch Menschen die diese Unterdrückungen verursachen oder haben sich da die Interessen schon von ihren Trägern gelöst." Ja, manchmal ist es schon bis zur Ablösung gekommen. Menschen haben es verursacht und oft haben "spätere" Menschen diese Verursachung nicht mehr im Blick und im Griff. Da können sich die Interessen tatsächlich deshalb schon längst von den Trägern gelöst haben, weil ein schwerwiegender Automatismus in Gang gekommen ist, dessen Komplexität eben nicht mit einem Federstrich aus der Welt geschafft werden kann (siehe z.B. Banken und Zinssysteme und ihre Verselbständigung mit allen Folgen, um nur mal ein Beispiel zu nennen). Aber das widerspricht nicht Ismene: Selbst wenn es sich gelöst hat, sind Menschen verantwortlich und haben es wieder zu richten. Ohne dies tatsächlich keine Hoffnung. So aber dürfen wir sie alle behalten und... hüten. |
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Ich will beim besten Willen nicht die Träger und Profiteure dieser Entwicklungen freisprechen.
Meine Sorge ist aber das diese Entwicklungen , so die Menschen da nicht opposotionelle Entwicklungen verursachen (Gegensteuern), diese einfach neue Träger und Entwickler suchen werden. Also, wenn nicht absichtlich etwas anstrengendes getan wird, werden diese daimonen fortleben und ihren Einfluß vergrößern. Als Lohn für eine derartige Mühe könnte man die Hoffnung verstehen... |
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Einverstanden!
Einmal angestoßene Entwicklungen haben die Tendenz zur Verstetigung bzw. Verselbständigung. Aber Hoffnung als Lohn? Für mich ist die Hoffnung, wirklich etwas anderes anstoßen zu können eher Antrieb. |
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Vielleicht nicht die eigene Hoffnung, die wohl der Antrieb sein muß, aber die Hoffnung der Anderen ist der Lohn, zumindest der direkte.
Weil, bis sich bei derartig heftigen Gegner wirklich großflächig Veränderungen durchsetzen, das mag wohl eine Weile dauern. Aber die Hoffnung der Anderen und die dadurch angeregte Motivation, wäre wohl erstmal der Lohn. Profit wirds wohl nicht geben, zumindest nicht im materiellen Sinne... |
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Da bin ich wieder einverstanden. Materielle Gewinne sind nicht zu erwarten - im Gegenteil.
Gemeint ist, die Hoffnung der anderen, die dann dazu führt, dass auch diese aktiv werden und den Veränderungsprozess mit gestalten. Hab ich das jetzt richtig verstanden? |
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Ja Ismene, jetzt sind wir einer Meinung!
Aber da kommen Fragen auf, wenn die eigene Hoffnung der Antrieb ist, wie kann ich diese nähren und erhalten? das wird nicht allzu einfach sein... |
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Das sprengt auch Muhabbetcis Thema und geht vermutlich auch an seinem Anliegen vorbei.
Macht doch mal einen blog dazu. Ideen hab ich, aber für einen einigermaßen konsistenten Text fehlt mir heute die Zeit. Manchmal entstehen Ideen einfach im Dialog so wie jetzt grade. Danke jedenfalls dafür! |
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Das mit dem Thema von "unserem Liebling" ist vielleicht nicht wahr, denn ich wollte gerade darauf zurückführen.
Die Menschenrechte sind nämlich Nahrung und Schutz der eigenen Hoffnung. Die werden dort wo sie vorhanden sind jedoch meist als Selbstverständlichkeiten verstanden. Wie bei den meisten Sachen, wird man sich diesen Selbstverständlichkeiten erst wirklich bewusst, wenn sie nicht mehr da sind. Das muss irgendwie Umgangen werden. Nichtsdestotrotz hast du wahrscheinlich recht, da könnte man einen eigenen Blog drüber schreiben. Obwohl der Titel dieses Blogs:"W lche Menscherechte...?" irgendwie zu einer Diskussion einlädt... aber scheinbar etwas anderes zum Thema macht,... daher auch meine anfängliche Kritik. |
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Diese Selbstverständlichkeit kann - glaub ich - gar nicht umgangen werden, weil sie Normalität ist und ins Bewusstsein das andere immer automatisch rückt. Aber wir können - die in diesem Blog - uns immer wieder daran erinnnern, dass wir hier schlicht und einfach Privilegien genießen.
Schwieriger finde ich immer noch und immer wieder den Schritt vom Erkennen und der Analyse der Missstände hin zum verändernden Handeln. Ja, erst einmal überhaupt Handlungsoptionen zu entwickeln ist schon schwierig. Denn das System, in dem wir leben, ist uns selbstverständlich und normal und macht es uns schwer, Optionen zu denken, die jeneits liegen. Hab ich das jetzt klar formuliert oder irgendwie kriwatschelig? |
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Schön und klar formuliert, man kann auch die Sorge erkennen.
Jetzt übereifrig irgendetwas auf die Fahne zu schreiben, wäre wohl ein Fehler. Geehrte Ismene, ich mache einen Vorschlag. Ob der vorher schon angedeuteten Ideen, und der etwas deplazierten Position. Wir, und wer auch immer daran auch Interesse hat, machen uns in ruhe Gedanken zu der Thematik. Um Madame nicht zu nötigen, lasse ich Ihnen den Vortritt zum Thema einen Blog zu eröffnen, wann auch immer es Ihnen angemessen erscheinen möge, denn Zeit zum nachdenken mag wahrlich kein Schaden für dies Thema sein. (Jetzt hoffe ich mal ich habe mich so höflich wie halt geht ausgedrückt ;) Einverstanden? |
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@abghoul und Ismene
Ihr seit hier schon richtig und ich glaube auch nicht, dass Muhabbetci etwas gegen Eure Gedankenentwicklung hat! Er wird mich korrigieren sollte ich mich täuschen:-) "Abghoul und Ismene" lässt in mir Melodien für eine Oper reifen nebenbei!:-)) werde sie dann mit Muha vertonen!:-)) Zum Thema und dem Stolperwort "Westen" sei gesagt. Wir Alle haben uns hier in den letzten Jahrzehnten gut eingerichtet und den täglichen Tod an den Quellen unserer Rohstoffe, welche wir in fast allen Produkten finden die uns das Leben angenehm machten, verdrängt. Die Bilder welche uns immer wieder durch Medien in die Quere kamen schnell vergessen. Zu schön war der Traum von ewig währendem Wohlstand. Damit haben wir uns abhängig gemacht von einem permanenten Nachschub von immer reicher werdenden und dadurch immer mächtiger werdenden Strukturen. Nenne man sie die reichsten 200 Familien oder wie auch immer. Aber da der Charakter der meisten Menschen vor die Hunde geht wenn er Macht und Geld in seinen Händen vereint liegt es in unserer Verantwortung diesen letztlich für uns alle tödlichen Kreislauf zu beenden. Hoffnung ist schön...stirbt aber schnell ohne eigene konsequente Erkenntniss und Änderung unserer Gewohnheiten. Und es ist müssig darüber zu sinnieren ob andere Völker oder Religionen nicht in dieselbe Falle gelaufen wären. Alles möglich, nur wir haben die jetzige Situation zu retten. |
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"Hoffnung ist schön...stirbt aber schnell ohne eigene konsequente Erkenntniss und Änderung unserer Gewohnheiten."
So bitter das klingen mag, sosehr muss ich dem doch zustimmen. Vielleicht gelingt es uns ja gemeinsam ein Modell zu Entwickeln, das diese konsequente Erkenntnis unterstützt. Daran könnte man dann wie und wodurch die jeweiligen Gewohnheiten geändert werden könnten. Jedoch ist es mit den Gewohnheiten, die subjektiv verändert werden problematisch. Sehe ich mir die Veganer an, haben sie letztenendes nur ein Projekt entwickelt sich selbst von der Schuld freizusprechen, aber eine wirkliche Veränderung nicht wirklich erreicht, und vielleicht auch gar nicht im Sinn. Diese Eigendynamiken, die zuvor angedeutet habe, mögen keine konkrete reale Existenz haben, aber sie haben durchaus reale Konsequenzen, es kann nicht nur darum gehen, sich selber von der Schuld freizusprechen... |
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"..daran könnte man dan abwägen wie und wodurch.." ( zu Gewohnheiten im vorigen Text,.. ich und meine lieben Textfehler,.. grml)
Ach ja, und was ich noch vergessen hatte: Auf eine solche Oper: Abghoul und Ismene bin ich natürlich sehr sehr gespannt! |
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BanaBab schrieb am 27.01.2012 um 16:05
"...."Abghoul und Ismene" lässt in mir Melodien für eine Oper reifen nebenbei!:-)) werde sie dann mit Muha vertonen!:-))..." Ich mach das Management ;-) *händereib* Aber es sollte dann natürlich "Ismene und abghoul" heißen, Ladies first ! |
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Auf jeden Fall,
Ladies first! |
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@ BanaBab schrieb am 27.01.2012 um 16:05
Ihr seit hier schon richtig und ich glaube auch nicht, dass Muhabbetci etwas gegen Eure Gedankenentwicklung hat! Er wird mich korrigieren sollte ich mich täuschen:-) Nein nein, du hast es richtik erkannt. Ich habe überhaupt nichts dagegen sondern bin erfreut über diese konversation :) |
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@Anchesa
Nee, Abgouhl und Ismene ist besser - der Klangmelodie wegen. @BanaBab Ich hoffe, es wird eine komische Oper, sonst sind wir am Ende alle tot und das will ja keiner, oder doch? |
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Liebe Ismene
du hast natürlich recht, die Melodie klingt besser in der Reihenfolge. Aber, naja, Ladies first und so, ich wollte es halt nicht vorschreiben ;) |
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@Anchesa
Aber es sollte dann natürlich "Ismene und abghoul" heißen, Ladies first ! Nein, das bleibt mal schön in der Ursprungsfassung. Sprich dir die beiden Varianten mal laut vor und du wirst merken, daß "Abghoul und Ismene" wesentlich melodischer klingt als "Ismene und Abghoul". Das gleiche Experiment kannst du auch mit "Orpheus und Eurydike" machen. Ciao Wolfram |
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Wolfram Heinrich schrieb am 03.02.2012 um 03:58
"...Das gleiche Experiment kannst du auch mit "Orpheus und Eurydike" machen..." Bin dann mal beim Experimentieren :-) |
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Klasse Mustafa. Wieder punktgenaue Landung und super recherchiert. Ich bin froh, das Du das ansprichst, was ich mich immer nicht trau :-)
Mich wundert immer wieder, das die USA schalten und walten können, wie sie es will. Sie will keinen Internationalen Gerichtshof - alle kuschen, sie foltern Menschen in Guantanamo - alle schweigen, sie verletzen Völkerrechte und die Genfer Konvention - keiner klagt an. Nicht umsonst treten die USA einer großen Anzahl von gültigen internationalen Menschenrechtsabkommen nicht bei. Selbst im eigenen Land brechen die USA die Menschenrechte. 20 % der Kinder in den USA leben in Armut, sie verurteilen Minderjährige nach Erwachsenenrecht, haben Kinderarbeit, die Behandlung der Gefangenen ist brutal, es gibt Zwangsarbeitslager... Die Liste ließe sich weit fortführen. |
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@Anchesa schrieb am 27.01.2012 um 21:11
Stimmt, ich darf dir still zustimmen :) |
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Die USA ist doch schon längst ein faschistisches Regime. Guantanamo ist das beste Beispiel dafür. Ein Land das Menschenrechte und Menschenwürde mit Füßen tritt, kann niemals demokratisch, geschweige denn humanistisch sein!
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Ach ja...Vielen Dank für den sehr guten Artikel!
Lg Karin |
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@ KarinL. schrieb am 28.01.2012 um 12:26
Ich habe mich zu bedanken für den lieben Kommentar :) |
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"Ich gehöre zur Rasse der Unterdrückten"
( Aime Cesaire) Hätte Aimé Césaire diesen Satz heute geschrieben, so hätten ihn politisch Korrekte bei den Ohren gepackt und ihm klargemacht, daß es gar keine Rassen gäbe, sondern lediglich Phänotypen, die aber nichts weiter zu bedeuten hätten. Wichtig sei doch, daß wir alle Menschen seien. "Junge", hätte man ihm gesagt, "entspann dich. Es gibt doch gar keine Rasse(n) der Unterdrückten. Kein Grund, sich aufzuregen." Wir sind dabei, im Sprachgebrauch die Unterdrückten wegzuphilosophieren. Und weil ich schon mal bei Aimé Césaire bin, schiebe ich noch ein ungeheuerliches (aber natürlich wahres) Wort von ihm hinterdrein. "Was man Hitler im Grunde nicht verzeiht ist nicht das Verbrechen an sich, das Verbrechen am Menschen, daß es nicht die Erniedrigung des Menschen an sich ist, sondern daß es das Verbrechen gegen den weißen Menschen ist, daß es die Demütigung des Weißen ist und die Anwendung kolonisatorischer Praktiken auf Europa, denen bisher nur die Araber Algeriens, die Kulis in Indien und die Neger Afrikas ausgesetzt waren." Jetzt hat der auch noch Neger gesagt. Ciao Wolfram |
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Wolfram Heinrich schrieb am 03.02.2012 um 04:01
"...Jetzt hat der auch noch Neger gesagt..." Ich denk mal, das ist okay. Cesaire setzte ja seine Worte sehr bewußt und wollte ja auch damit provozieren, also was erreichen, um in den Köpfen der Menschen anzukommen. |
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@Anchesa
"...Jetzt hat der auch noch Neger gesagt..." Ich denk mal, das ist okay. Cesaire setzte ja seine Worte sehr bewußt und wollte ja auch damit provozieren, also was erreichen, um in den Köpfen der Menschen anzukommen. Ich glaube nicht, daß er provozieren wollte. Zu seiner Zeit war erstens Neger ein ganz normales Wort, zweitens war Césaire stolz darauf, Neger zu sein. Ich verweise auf den von ihm geprägten Begriff der Négritude. de.wikipedia.org/wiki/Negritude Ciao Wolfram |
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Wer möchte da widersprechen, wenn es um den bösen "Westen" geht. Es ist aber blöderweise eine etwas vage Entität die unter dem Begriff der "Westen" daherläuft.
Wenn man versucht, sie zu fassen, löst sie sich in nichts auf. Auch die Chinesen und die Saudis betreiben land grab bei den Afrikanern. Aber gehören die jetzt zum Westen? Und was ist Ihnen, Mustafa Çelebi? Teil des Westens oder nicht? Es gibt eben kein richtiges Leben im falschen. Ätsch! |
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Diese Menschenrechte gelten für alle. Man bezeichnet sie auch als subjektive Rechte - Wichtig wäre, dass diese Grundlage für alle Verfassungen werden, und somit einklagbare Rechte werden. Ich bin mir sicher, dass sich alle Nationen, wenn sie wollen, auf Menschenrechte beziehen können. Ich denke auch, dass die Wege zu entsprechenden Verfassungen durchaus nicht westlich geprägt sein müssen.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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