Auf die (meine) Saarländer ist Verlass. Wenn Sie was machen, machen Sie es zum richtigen Zeitpunkt und mit Verve. Mitten in der Rede, auf die alle (?) so gewartet haben, teilt die saarländische Regierungschefin mit, dass sie die Koalition mit der FDP und den Grünen beenden wird. Die saarländische FDP stelle sich zerrüttet dar.
Zu gleicher Zeit will sich Rösler als Retter der Sozialen Marktwirtschaft in Stuttgart präsentieren. Alles ist gut und wir sind Spitze ... allerdings nur wenn man die Sache vom Ende her betrachtet. Es gäbe über 40 Millionen Beschäftigte in Deutschland, das wäre das Verdienst dieser Regierung. Er spricht nicht von den 20 Millionen prekären Arbeitsverhältnissen, von den Leiharbeiter, von den befristeten Verträgen, von den Aufstocker, von den Teilzeitarbeitern usw. Auch das ist das Verdienst dieser Regierung. Immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können von einem Job leben. Davon spricht er nicht. Das ist ja auch nicht seine Zielgruppe. Die Zielgruppe der Neoliberalen sind die wenigen, die ganz wenigen Menschen. Dieser Neoliberalismus, die Marktradikalität hat uns die derzeitigen Schwierigkeiten gebracht und Rösler stellt das als Verdienst dieser Regierung da. Recht hat. Die Misere ist der Verdienst dieser Regierung. Er spricht davon, dass jeder Haushalt in Deutschland in diesem Jahr über 400 Euro mehr in der Kasse hat. Seit einigen Tagen wissen wir es ja, wie man die Wahrheit sich zurecht biegt. Rösler hat dies perfektioniert in seiner Rede. Nur Unsinn.
Die FDP wird im Saarland aus der Regierung hinausgeworfen. Wann, Frau Merkel, haben Sie den Mut dies auch im Bund zu tun. Zeit wäre es, höchste Zeit. Ich möchte nicht, dass eine Minipartei an den Weichenstellungen in Deutschland beteiligt ist. Wohler wäre mir, diese 60000 Mitgliederminipartei wäre weit, weit, weit weg.