der fliesenleger

alles fliest

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03.07.2010 | 14:42 Verwendungszweck
"Durchschnittsbürger glauben an die Wahrheit." Ich bin Durchschnittsbürger - oder na dran. Ich glaube nicht an die Wahrheit. Ich glaube, dass politische Wahrheit geschaffen wird. Jeden Tag. Die Wahrh...
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03.07.2010 | 18:56 der fliesenleger
Mit der Wahrheit ist das so eine Sache. Da kann man viel verkehrt machen, besonders wenn geglaubt wird, daß es dabei um eine Allgemeingültigkeit "ansich" geht. Da ist schnell jemand der Ansicht, "zwingend" zu sein, bloß weil dem üblicherweise (objektiv-)gehirngewaschenen Gegner die Argumente ausgehen. Eine allgemeingültige Wahrheit ist nicht zu retten, weil es keine allgemeingültigen Voraussetzungen gibt und Voraussetzungen braucht es bei jeder Wahrheit. Jedes "dann" braucht sein "wenn", erst aus dem Axiom kann so etwas wie ein Widerspruch ergeben, bzw. so etwas wie Widerspruchslosigkeit in Anspruch genommen werden. Richtig oder falsch ist etwas immer nur in Bezug auf die grunsätzlichen Annahmen, die jemand für sich anerkennt, aber nicht in Bezug auf eine Wahrheit oder Wirklichkeit "ansich". Mehr Wahrheit als eine relative gibt es nicht. Das hat auch nichts mit Beliebigkeit zu tun, denn ist erst einmal der Standpunkt bezogen, steht auch die Perspektive fest. Wenn trotzdem etwas Größeres entstehen soll, dann ist das nur durch Übereinstimmung und Verträglichkeit mit den Wahrheiten anderer Leute möglich, aber nicht, weil es dann keine "logischen" Widersprüche mehr gibt, sondern weil man sich auf gemeinsame Wertvorstellungen geeinigt hat. Die Leute mit gemeinsamen Interessen tun sich zusammen und versuchen diesen Geltung zu verschaffen. So war das mit der Demokratie einmal geplant. Leider haben die Herrschaften mit den höheren, überindividuellen und absoluten Ansich-Wahrheiten da etwas dagegen und wie es ausschaut auch immer noch die besseren Karten, weil die objektive Allgemeingültigkeit (siehe Naturgesetze) beim großen Publikum wie eh und je eine feste Größe darstellt, auch wenn niemand kapiert, worum es dabei eigentlich geht.
Kommentar zu

Wider die Allüre der Fachsprache

Kultur | 22.06.2010 | 11:23 Franz Walter
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03.07.2010 | 17:43 der fliesenleger
Kannitverstan ansich Macht und Gewalt werden mit den verschiedensten Mitteln ausgeübt. In die Abteilung "Psychologische Kriegsführung" reihe ich die sprachlichen und pseudo-rationalen Versuche, bei denen jemand die eigenen Interessen gegen andere durchsetzt, bzw. verteidigt. Diese Veranstaltung findet sich nicht nur im Wissenschaftszirkus, sondern auf allen Ebenen menschlichen Strebens um Vorteile. Das Etikett "gebildet", bwz. "eingeweiht, läßt sich jedem aufkleben, der einem anderen gegenüber einen Wissensvorsprung hat und es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um einen Kindergartenpimpf oder einen Professor Doktor Doktor Doktor handelt, denn es geht gewöhnlich nur um persönliche Interessen und keine Wahrheit "ansich". Daß man es mit "objektiven Fakten" zu tun hat, wollen einen die jeweiligen Interessenten nur glauben machen, weil der Heiligenschein, der über den sogenannt allgemeingültigen wissenschaftlichen "Gesetzen" schwebt, bei der Durchschnittsbevölkerung noch immer als sakrosankt gilt. Mit der hochgelobten Autorität und Exklusiviät der fachlichen Zwinger ist es nämlich nicht allzuweit her. Da bröseln die Argumente sehr schnell, wenn man einmal an das Eingemachte (die Objektivität) rührt. Da schlägt so eine exklusive Abgrenzung auch schnell mal in die andere Richtung um und die Abgrenzer sind die Ausgegrenzten, wenn erst einmal klar ist, daß dieser exklusive Schmonzes [Allgemeingültigkeit] völlig irrelevant ist, bzw. auf falschen Voraussetzungen beruth. Dann können sich die pseudo-elitären Experten ihre Expertise sonstwo hinschmieren, weil ihnen plötzlich jede Glaubwürdigkeit abhanden kommt. Avantgarde findet dann anderswo statt. Sind die Grundfragen nicht geklärt, muß man sich nicht wundern, daß es die Mißverständnisse und das Unverständnis nur so aus allen möglichen Texten und Reden hagelt. Die Grundfrage heißt: Was soll "Verständnis", bzw. "Verstehen" sein? Geht man dabei von der Möglichkeit eines objektiv-allgemeingültigen Wissens aus, ist von vornherein Hopfen und Malz verloren und so ein falsches Verständnis landet in einer Sackgasse, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Die Widersprüche werden nicht weniger, sondern mehr. Dann geht es nicht mehr darum, etwas in einer verständlichen Sprache auszudrücken, sondern darum, daß man es mit mehr Irrationalität zu tun hat, als man glaubt. Dann ist es auch egal, ob die Veranstaltung in den Natur- oder in den Geisteswissenschaften stattfindet. Wenn es darum geht, ob etwas nützlich oder bedeutungsvoll ist, dann hat man es mit einem Wert- und damit mit einem Interessenproblem zu tun. Dann hat das Urteil erst in zweiter Linie etwas mit Logik zu tun und in erster Linie mit einem Zweck, der verfolgt wird, einem Willen, dem es auf etwas ankommt. Die kritische Prüfung auf Widersprüche gilt jetzt nicht mehr einem Wissen "ansich", sondern nur bezogen auf den grundsätzlichen Ausgangspunkt und der ist kein logischer, sondern ein moralischer, wie die Wahrheit in erster Linie eine moralische Größe ist und keine technische. Die Logik ist nichts weiter, als eine Moral des Denkens und sollte erst einmal als ethische Anforderung verstanden werden. Damit haben es die objektivischen Realitätsapostel aber eher nicht. Sie halten das Paradigma einer neutralen Allgemeingültigkeit [formale Logik] weiterhin aufrecht und hoffen, daß ihnen das große Publikum nicht auf die Schliche kommt [mit den Zunftgenossen, die sich gegen dieses heilige Credo wenden, wird man schon irgendwie fertig]. Daß Fakten keine Wirklichkeit sind und daß es allgemeingültige Wirklichkeit überhaupt nicht geben kann, geht leider immer noch über den Horizont der meisten Leute und man muß schon froh sein, wenn Juristen (hoffe ich) begriffen haben, daß Fakten kein Recht schaffen. Es soll sogar Leute geben, die zudem "verstehen", was es mit dem sogenannten "naturalistischen Fehlschluß" auf sich hat (daß sich nämlich aus Wirklichkeit überhaupt keine Moral ableiten läßt). Leider gehören derartige Erkenntnisse nicht zur Standard-Ausstattung grundschulischer Ausbildung, so daß weiter auf breitester Basis das Sein mit dem Sollen verwechselt wird, mit all den Konflikten eines verfehlten Rechthabertums, das so eine Aktion mit sich bringt. Daß Naturgesetze, wie alle anderen Gesetze auch, nicht "ansich" gelten, sondern auf gewisse Voraussetzungen bezogen sind, ist den ungebildeten Leuten schwer vermittelbar, denn in diesem Milieu ist der Wunsch Vater des Gedankens. Das ist alles Psychologie und hat mit Verstand nicht viel zu tun. Ökonomisch steht es auch nicht viel anders. Viel mehr Psychologie als Rationalität. Überall wimmelt es nur so vor Interessen und Zwecken, die in einen pseudo-logischen Rahmen gebügelt werden. Diese Art von rationalem Optimismus, beruth letztlich auf dem Irrtum, daß man es mit einem "Gegebenem" zu tun hat, aber es ist nichts wirklich gegeben, sondern immer schon mehr oder weniger frei interpretiert. Wer diese grundsätzliche Willkür nicht einplant, tut sich auch mit der angesammelten mächtigen Willkür schwer. Solange es aber nur auf bloße Rhetorik ankommt, ist es auch kein Problem aus schwarz weiß zu machen. Man trimmt sein Argument darauf, was vom Publikum verstanden werden kann und schon ist der Käse gebissen. Um was es dabei im einzelnen geht und wie es um das Niveau steht, spielt keine große Rolle, solange die Veranstaltung nur harmonisch über die Bühne geht. der Fliesenleger
der fliesenleger
When Black Friday comes I'll stand down by the door And catch the grey men when they Dive from the fourteenth floor Gonna strike all the big red words From my little black book Gonna do just what I please Gonna wear no socks and shoes With nothing to do but feed All the kangaroos...
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Logbuch
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ed2murrow hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Schachnerin hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Meyko hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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