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Deutschland feiert hysterisch seine Volksheldin, die im Kampf gegen 39 Nationen gesiegt hat: Lena Meyer-Landrut, die Gewinnerin des Eurovision Songcontest in Oslo. Bereits im Februar hatten alle geschwärmt, waren entzückt von dieser frechen Schülerin, die bei „Unser Star für Oslo“ natürlich-naiv über die Bühne stakste und ein wenig schief á la Kate Nash sang. Stefan Raab war verzaubert von Lena und wer die Show auf der ARD verfolgte, ahnte, dieses junge Ding wird den Vorentscheid zum Eurovision Songcontest gewinnen.
Doch je weiter sie dem Finale kam, desto harscher wurde die Kritik um die Abiturientin. Der Boulevard zog ihre Leichen aus dem Keller, zeigte Lena nackt im Swimmingpool, spekulierte über ihren verschwundenen Vater. Doch seit dem 29. Mai ist das Geschimpfe über die Bildungsbürgertochter vergessen. Alle schwärmen von der koketten Brünetten im kleinen Schwarzen – schließlich hat Deutschland ihr den Sieg beim Eurovision Songcontest zu verdanken. Die Ehre Deutschlands im größten Musikwettbewerb Europas ist gerettet.
Die FAZ jubelte, Lena hätte ein neues Bild von Deutschland gezeichnet. Bundesaußenminister Guido Westerwelle bezeichnete die 19-Jährige sogar als „Botschafterin für Deutschland“. Ihr Mentor Stefan Raab, für den der Songcontest-Sieg wohl der größte Triumpf in seiner Karriere als Entertainer ist sagte, Lena verkörpere ein schönes, neues Frauenbild. Was an den staksigen Bewegungen, dem burschikosen Auftreten und dem kindlich-naiven Antworten fraulich sein soll, darüber kann man streiten. Auf jeden ist Lena unverbraucht-authentisch und das kommt an.
Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, schlug Lena und Stefan Raab sogar für das Bundesverdienstkreuz vor, in der Gemeinde Mettenheim will man eine Straße nach der Songcontest-Siegerin benennen. Man hat Lena Meyer-Landrut einstimmig zur Volksheldin ernannt und feiert sie nun bis zum bitteren Ende. Mentor Raab, vom Glückstaumel beschwingt, verkündete bereits zwei Tage nach dem Eurovision Songcontest, dass Lena im nächsten Jahr wieder für Deutschland antreten werde. Kaum gewonnen, giert man schon nach einem neuen Sieg. Siegen sei nicht alles im Leben, sagte Lena Meyer-Landrut im Interview mit der FAZ. Sie hat erkannt, was wichtig für sie ist. Deutschland leider nicht. Denn hier geht es schon lange nicht mehr um Lena, sondern nur darum, dass sich Deutschland mit einem weiteren Sieg brüsten kann.
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Na endlich!! Wunderbar!! Das musste insbesondere hier mal gesagt werden!! Danke!! friedrich
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Das Verrückte ist, dass aus meiner Umgebung Leute von Lena begeistert waren und sind, die ihre Musik normalerweise absolut nicht Abkönnen!! Ich habe während der Veranstaltung etwas Orgel geübt!!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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