Nos Nibor

neuer freitag

Blogbeiträge

16.02.2010 | 15:18 Nos Nibor

>Sie kommen nicht durch !<

  Der Zufall wollte es, dass wir letzten Sonnabend in Dresden, nach fast acht Stunden in Kälte und Schnee auf unserem Marsch zum Bus ausgerechnet in der engen Straße mit dem Fürstenzug, dieser fast hundert Meter langen Reihung der Wetti... >> mehr
10.05.2009 | 12:15 Nos Nibor

Der Traum vom richtigen Bild.

Beginnen möchte ich mit einer kleinen sarkastischen Provokation: Medial war es in der DDR viel besser als heute. Man hatte die Wahl zwischen Einschalten der offiziellen Medien, Abschalten derselben und Nutzung des westlichen Rundfunks und Fern... >> mehr
26.04.2009 | 14:03 Nos Nibor

Meine DDR

  Meine DDR Klingt ein bisschen trotzig, dieses >meine DDR<. Könnte der Anfang eines Satzes sein, der mit: >…lass ich mir nicht mies machen< oder: >… lass ich mir nicht nehmen< sein. Ist es aber nicht, sondern ledi... >> mehr
25.02.2009 | 18:12 Nos Nibor

Üer ein Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland

Gedanken zur Diskussion über ein Grundeinkommen für alle Bürger in Deutschland. ____________________________________________________________  Ein Gespenstchen geht um in Europa, das eines Grundeinkommens für alle Bürger. Im Gegensatz zu 1848 gibt es... >> mehr
22.02.2009 | 10:47 Nos Nibor

Zum neuen >Freitag<

Beginnen will ich meine Aktivitäten im Freitag-Blogg mit ein paar Sätzen zur neuen Gestaltung und Strukturierung. Wer wie ich, schon so viele Veränderungen erlebt und hinter sich hat bringen müssen, wird vorsichtig mit Schnellschüssen. Er hat gelernt, da... >> mehr
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Kommentare

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06.04.2012 | 09:45 Nos Nibor
Auszug aus einem, so meine ich, hilfreichen >Leitfaden< in solchen Diskussionen. Es empfiehlt sich, den ganzen Text einmal durchzulesen. Und nicht vergessen, die israelische Gesellschaft ist eine gespaltene. Broder ist nicht der Sprecher Israels, sondern einer - sicher nicht unerheblichen - Strömung. Uri Avnery Antisemitismus: ein praktischer Leitfaden www.uri-avnery.de erstellt am 17.01.2004 " Viele Personen mit hohem sittlichen Ernst - die positive Auslese der Menschheit - kritisieren unser Verhalten in den besetzten Gebieten. Es ist dumm, sie des Antisemitismus’ zu verklagen. Ein ungarischer Witz: während des Junikrieges 1967 traf ein Ungar seinen Freund. „Warum siehst du so glücklich aus?“ fragte er. „Ich hörte, dass die Israelis heute sechs in Sowjetrussland hergestellte MiGs abgeschossen haben,“ erwiderte sein Freund. Am nächsten Tag sah sein Freund sogar noch fröhlicher drein. „Die Israelis brachten heute weitere acht MiGs zum Absturz,“ verkündigte er. Am dritten Tag aber ist sein Freund niedergeschlagen. „Was ist los? Haben die Israelis heute keine MiGs heruntergeholt?“ fragte der Mann. „Doch sie haben,“ antwortete der Freund. „Aber heute sagte mir jemand, dass die Israelis Juden sind!“ Das ist die ganze Geschichte in einer Nussschale. Die Antisemiten hassen die Juden, weil sie Juden sind, ganz unabhängig von dem, was sie tun. Juden können gehasst werden, weil sie reich sind und damit prahlen oder weil sie arm sind und im Schmutz leben. Weil sie eine große Rolle in der bolschewistischen Revolution spielten oder weil einige nach dem Kollaps des kommunistischen Regimes unglaublich reich geworden sind. Weil sie Jesus gekreuzigt haben oder weil sie die westliche Kultur mit der „christlichen Mitleidsmoral“ angesteckt haben. Weil sie kein Vaterland haben oder weil sie den Staat Israel geschaffen haben. Das steckt in der Natur aller Arten von Rassismus und Chauvinismus. Man hasst jemanden, weil er ein Jude, ein Araber, eine Frau, ein Schwarzer, ein Inder, ein Muslim, ein Hindu ist. Was der oder die einzelne an persönlichen Eigenschaften hat, was er oder sie tut, was er oder sie leistet, ist unwichtig. Wenn er oder sie zu einer verhassten Rasse, Religion oder dem weiblichen Geschlecht gehört, wird er oder sie gehasst werden. Die Antworten auf all die Fragen, die mit Antisemitismus zusammenhängen, folgen dieser Grundtatsache. Zum Beispiel: Ist jeder, der Israel kritisiert, ein Antisemit? Absolut nicht. Jemand der Israel wegen gewisser Akte kritisiert, kann deswegen nicht des Antisemitismus verklagt werden. Aber jemand, der Israel hasst, weil es ein jüdischer Staat ist – so wie der Ungar im oben erzählten Witz - ist ein Antisemit. Es ist nicht immer einfach zwischen diesen beiden Arten zu unterscheiden, weil schlaue Antisemiten vorgeben, bona fide Kritik an Israels Aktionen zu üben. Aber jede Kritik an Israel als Antisemitismus hinzustellen, ist falsch und kontraproduktiv. Es schadet dem Kampf gegen Antisemitismus. Viele Personen mit hohem sittlichen Ernst - die positive Auslese der Menschheit - kritisieren unser Verhalten in den besetzten Gebieten. Es ist dumm, sie des Antisemitismus’ zu verklagen."
Kommentar zu

"Gauck ist die falsche Person"

Politik | 22.02.2012 | 17:50 Hans-Jochen Tschiche
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26.02.2012 | 12:13 Nos Nibor
Ich bitte um Nachsicht, dass der Beitrag als Kommentar etwas zu lang geriet. Aber ich wollte kein neues Fass aufmachen, und da ich den Text von Joachim Tschiche für außerordentlich gut halte, halte ich's mit dem Schiller-Satz: "Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an." >ABER AUSGERECHNET DEN?< Kaum hingeschrieben, nehme ich den Titel auch schon wieder zurück. Er trifft nicht zu, keinesfalls. Außerdem wäre er Plagiat aus einem Gedicht, das Erich Weinert schrieb und auf einen ganz andere münzte, einen, den ich hier nicht mit ins Spiel zu bringen vorhabe. Aber ist das Gegenteil von einem Plagiat nicht auch das Plagiat, wie ein anderer viele Jahre zuvor schon richtig erkannte? Und hat nicht der, den ich aufs Korn zu nehmen gedenke, nicht viele Male ohne Not und Grund die Braunen und die Roten in einen Topf geworfen, gemischt, in der Hoffnung, beide dadurch gleichermaßen entsorgen zu können? Und deshalb, so meine ich, hat er sich dieses Missverständnis redlich verdient. Es bleibt also dabei: >Aber AUSGERECHNET DEN?<. Und wer‘s noch nicht gemerkt hat, es geht um unseren designierten Bundespräsidenten, den eine Mehrheit angeblich die Fähigkeiten für dieses Amt zutraut. Ich nicht, und ich will es begründen: Ein Bürgerrechtler und Widerständler in der DDR war er gewesen. Das ist aller Ehren wert, auch wenn Widerstand aus der relativen Sicherheit eines Pfarrhauses heraus geleistet wurde, nicht vergleichbar mit der Ungeschütztheit eines widerständischen Individuums ohne Rang, Namen und institutionellen Schutz. Pfarrhäuser und Kirchen waren in der DDR kleine Inseln, auf die sich die mit der Staatsmacht in Konflikt Geratenen flüchten konnten und Hilfe und Unterstützung erhielten. Auch das ist aller Ehren wert. Solche Hilfe konnte unser Herr G. freigiebig leisten, da es ihm gelungen war, die Verfolgungsbehörden der DDR über seine wahren Absichten und Auffassungen zu täuschen. So blieb zum Beispiel einem Hauptmann Terpe von der Staatssicherheit letztlich nichts anderes übrig, als unserem Pastor G. eine gute und nützliche Zusammenarbeit zu bestätigen und sogar den Gedanken reifen zu lassen, ihn stärker in den Schutz der DDR einzubeziehen. Es gelingt mir nicht, denen alle Ehren zuzusprechen, die den Bürgerrechtler nach der Wende wie ein abgetragenes Kleidungsstück von sich warfen und meinten, es wäre alles getan. Die wegsehen, wenn Deutschland wieder in Kriege zieht, gemeinsam erarbeiteter gesellschaftlicher Reichtum immer mehr die ohnehin prall gefüllten Tesore der Reichen füllt, gesellschaftliche Teilhabe an unterschiedlichen Bildungschancen scheitert, die Demokratie zur Parteien- und Lobbyisten-Demokratie verkommt. Um nur einige Felder zu nennen, auf denen auch heute zu ackern einem Bürgerrechtler ein Bedürfnis sein müsste. Es gelingt mir auch nicht, alle Ehren Jenem zuzusprechen, der sich an die Spitze einer Behörde hieven ließ, die sogar, inoffiziell zwar, aber gern gelitten, seinen Namen tragen durfte: Die Gauckbehörde. Mehr als zwanzig Jahre nach ihrer Gründung wurde ihr gerade attestiert, dass sie weiter dringend benötigt wird mit allen ihren 2000 Mitarbeitern. Vor Kurzem las ich, dass in der Ludwigsburger Erfassungsstelle für Verbrechen des Nationalsozialismus maximal 200 Mitarbeiter beschäftigt waren und sind, andere Quellen nennen sogar nur 121. Was für eine Diskrepanz! Jahrhundertverbrechen, in die Hundertausende Deutsche verstrickt waren gegen die Missetaten der Zuträgerei in der DDR, 200 gegen 2000. Während Kriegsverbrechern, Kinderschändern, Mördern und Brandstiftern nach Verbüßen der Strafen ihre Verbrechen nicht mehr vorgeworfen werden dürfen, sorgen und sorgten die Gaucks dafür, dass das Zuträgertum zu einer Sünde biblischen Maßes aufgeblasen wurde, mit wenig Aussicht auf Vergeben und Vergessen. „Menschenfischer sollt ihr sein!“ soll Jesus bei der Gewinnung von Jüngern Fischern am See Genezareth zugerufen haben. Unserm Mann muss dieses Gotteswort ins falsche Ohr geraten sein, denn er wurde zum „Menschenjäger“ Ein >Schnäppchenjäger< musste seinen Platz räumen, ein >Menschenjäger< wird ihn einnehmen. In jeder Gesellschaft gibt es Berufe, die nötig oder zumindest unabwendbar erscheinen, sich aber doch aus vielfältigen Gründen geringer Wertschätzung erfreuen: Der gut bezahlte >Headhunter<, eine Institution in den USA, geschaffen um Kautionsflüchtlinge wieder einzufangen, der Gerichtsvollzieher vielleicht, der betrügerische Spekulant und Banker, der Söldner, im Mittelalter die Henker, in der Bibel immer wieder die Zöllner, um nur einige Beispiele von vielen möglichen zu nennen. Sollen sie ihre Rollen spielen, aber als Repräsentant meines Gemeinwesens möchte ich sie nicht sehen. Er hatte die Wahl, >nein!< zu sagen und eine andere Arbeit als die des Chefs einer solchen Verfolgungsbehörde zu übernehmen. Kein Gefühl in ihm stand auf und raunte ihm zu: “Das tut man nicht!“ oder auch nur: „Ich mach das nicht!“ Die logisch scharfe Argumentation von der Notwendigkeit dieser Behörde überzeugte ihn, wie so viele der von ihm Gejagten sich damals von logisch scharfen Argumenten zu Zuträgern der damaligen Staatsmacht machen ließen. Aber auch damals gab es nicht wenige, die der Satz:“Das tut man nicht!“ zurückhielt, die nicht anders konnten, als „nein!“ zu sagen. Und die wegen logisch scharfer Argumente ihr >kleinbürgerlicher< Kleinmut manchmal bedrückte. Ich glaube ihm nicht, was er sagt. Mein für solche Gefühle angeblich zuständiges Nervengeflecht in der Bauchgegend signalisiert mir: „Glaub ihm nicht!“ Glaub ihm nicht seine Demut und Unsicherheit, die er vor sich herträgt wie eine Monstranz, denn er ist eitel und scharf auf höchste Anerkennung. Glaub ihm nicht, wenn er von der Freiheit als höchstem Gut spricht, denn er meint nicht damit die >Freiheit der Andersdenkenden<. Und wer die Freiheit der Märkte für ebenso wichtig hält wie die Freiheit des Einzelnen, die sich erst durch Abwesenheit von Existenzangst und Not einstellt, das ist nicht mein Mann. Er ist ein Schauspieler, dem, wäre ich der verantwortliche Regisseur in dem Stück, zurufen würde: “ Nicht so auftragen, Herr G., das glaubt ihnen sonst keiner!“ Und: „Lassen sie die Salbaderei, wir sind hier nicht in der Kirche!“ Fast bin ich sicher, dass er noch lernen wird, dass Weniger mehr sein kann, Beiläufiges stärker wirkt, denn er ist im hohem Maße lern- und anpassungsfähig. Und er weiß um das Maß, um das man widerborstig sein muss, um einen starken Charakter zu geben. Aber er kennt auch die Grenzen, die eingehalten werden müssen, um nicht in Bedrängnis zu geraten. Gemildert wird mein Unmut über unseren künftigen Präsidenten nur durch die Erkenntnis, dass das ein sehr überflüssiges Amt ist und Unheil von dort nur wenig gestiftet werden kann. Aber das wäre ein ganz anderes Thema. Ertragen wir ihn mit Geduld, seufzend zwar, aber mit der Ahnung, dass uns bald ganz andere Probleme ins Haus stehen werden.
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30.07.2011 | 18:20 Nos Nibor
Die Zeitungen und Blogs sind voll mit Erklärungen des Blutbades von Oslo. Richtiger: mit Versuchen dazu. Einer bin ich bisher nicht begegnet, obwohl sie so nahe liegt und im >Manifest< des Täters auch dargelegt wird: Er sieht sich im Krieg. Er ist Krieger, Tempelritter, Soldat einer guten Sache. Im Krieg gelten andere moralische und juristische Gesetze. Das von der Kirche postulierte >Du sollst nicht töten< und in Gesetzen niedergelegte >Du darfst nicht töten< des Staates wird aufgehoben und durch ein: >Töte so viel von unseren Feinden, wie du kannst< ersetzt. Die effektivsten Krieger werden belobigt, belohnt, geadelt. Diese schreckliche Schizophrenie, gedeckt durch gesellschaftlichen Konsens, muss letztlich zu der Untat und der lächelnden Gewissheit des Täters- unschuldig zu sein- geführt haben. Der Täter ist schuldig, dem Staat ins Handwerk gepfuscht zu haben. Er sieht sich als einer, der dem Staat die Arbeit abgenommen hat. Jeder hat die Wahl zwischen drei Möglichkeiten: -Konform mit Gesetzen und Moral sich auf das Töten im Krieg zu beschränken. - Auch das Töten im Krieg abzulehnen und je nach Land die unterschiedlichen Konsequenzen dafür zu tragen. - Dem Staat die alleinige Entscheidungshoheit über den Krieg abzusprechen und die >>gerechte Sache<< selbst in die Hand zu nehmen. Der Täter hat die dritte Variante gewählt und glaubt: >Soldaten sind keine Mörder< Irgendwann in hoffentlich nicht mehr allzu fernen Zeiten werden wir mit Schauder und ohne Verständnis auf diesen gesellschaftlich sanktionierten Spaltungsirrsinn blicken, wie heutzutage auf das Recht der Freien in der Antike, ohne viel Federlesens ihre Sklaven töten zu dürfen. Hofft NN
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Gedanken zu Apple

29.05.2010 | 10:48 SheephunteR
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29.05.2010 | 15:45 Nos Nibor
Ein guter und wichtiger Artikel. In der Leipziger Volkszeitung erschien gerade eine Reportage über zwei junge Apps-Entwickler, die eine Software gebastelt haben, die Partnerschaftsbeziehungen analysieren helfen soll. (So hab ich’s jedenfalls verstanden.) Diese wurde 2x von Apple mit moralischen Begründungen zurückgewiesen, weil sie sinngemäß folgende Frage enthielt: Fällt es ihnen schwer, frei über Sex zu sprechen? Und dazu gibt es inzwischen eine Menge Beispiele, wie Apple sich zum Moralapostel aufschwingt und im Rahmen seiner Möglichkeiten Einfluss nimmt. Wer so eingreift, wird sich nicht scheuen, gegen aus seiner Sicht abscheuliche Auffassungen über Gott und die Welt vorzugehen, und das wird natürlich dann besonders die Linken treffen , die solche Auffassungen vertreten. Es ist nur eine Frage der Marktmacht, bis es so weit käme und die Springer-Presse wäre dagegen vergleichsweise nur eine provinzielle Randerscheinung. Überhaupt scheinen mir Analogien zum Springerimperium immer deutlicher zu werden: Ideologisch motivierte Ausrichtungen, ausgefuchstes Marketing, Missbrauch der Medienmacht. Und war es nicht der Mathias Döpfner von Springer, der gerade den ipad euphorisch als Retter der Presselandschaft gefeiert hat? Brüder im Geiste. Hier trabst keine Nachtigall, sondern stampft mit Getöse ein Elefant, der mitmischen will. Wir sehen uns einer neuen Phase von Versuchen gegenüber - dazu gehören auch die ungenehmigten Kamerafahrten von Google, der Missbrauch von sozialen Netzwerken zum Sammeln und Verwerten persönlicher Daten - die Spielräume persönlicher Freiheiten immer weiter einzuschränken. Und dazu gehört natürlich das perfide Argument, man bräuchte die Zeitung ja nicht zu lesen oder den Ipad zu kaufen, dann wäre doch alles in Ordnung. .
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Der mutigste Politiker

Positionen | 12.03.2010 | 15:00 Matthias Krauß
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14.03.2010 | 15:55 Nos Nibor
Dem Autor ist zu danken für diesen guten Artikel. Trotzdem möchte ich noch eine kleine >zweite Wahrheit< anfügen: So richtig der Hinweis auf das schnelle und skandalöse Eingliedern selbst höchster Naziverbrecher in das System der BRD ist, die gesellschaftliche Realität der Bundesrepublik hat es im Laufe der Jahrzehnte geschafft, und dazu gehören auch die 68er Jahre, dass heute die positiven Elemente einer leidlich funktionierenden Demokratie überwiegen. (Es würde vom Sinn meines Einwurfes wegführen, wenn ich jetzt auf die mir natürlich bekannten Defizite und Gefährdungen auf diesem Gebiete einschränkend einginge). Mich bewegt viel mehr die so unterschiedliche Prognose und Praxis einer Eingliederung der Vertreter der DDR-Ideologie im Vergleich zu den damaligen Nazis. Nehmen wir z.B. einen überzeugten Nazilehrer und eine vom Sozialismus überzeugte Lehrerin der DDR. Während der eine Rassenhass,Völkermord und Kriegsverherrlichung, den ganzen in >Mein Kampf< veröffentlichten Kanon nazistischer Barbarei zu vermitteln hatte, predigte die andere Gleichheit der Rassen, Völkerverständigung und Frieden als höchstes Gut. Mit beiden musste und muss nun die bürgerliche Demokratie umgehen, aber nur letzterer wird immer wieder unterstellt, dass sie mit heimlicher Infiltrierung alten DDR-Gedankengutes die FDGO ins Wanken bringen könnte, was natürlich lächerlich ist. Das mit den Lehrern ist ja nur als Beispiel gedacht und könnte im Prinzip auf alle Institutionen der DDR angewendet werden, auch auf die im Artikel genannten Mitarbeiter der Geheimdienste. Es muss also etwas anderes sein, was immer wieder diese Abstoßungsreaktionen hervorruft. Um im Bilde zu bleiben: Das eine war im Grunde Fleisch vom eigenen Fleische, was reibungslos transplantiert werden konnte, das andere wird nur als lästiger Stachel empfunden. Mehr Vertrauen also in unsere Demokratie und Versöhnung im 20. Jahr der Einheit sind angebracht. Wir brauchen mehr Matthias Platzecks.
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Nos Nibor
(34) Jahrgang / Architekt / Ossi / Attacie
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06.04.2012
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Logbuch
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Nil hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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bunker99 hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
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Schachnerin hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:10
oi2503 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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